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Rückzahlung Alg2

Hasuhasi

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Hallo ich hoffe ihr könnt mir bei folgenden sachverhalt weiterhelfen.

Ich habe zum 19.05. eine befristete stelle angenommen die bis zum 30.6 ging.
Jetzt ist es so das ich am 29.5 nochmal Alg2 ( 820 euro) bekommen habe für den Juni.
Mein erstes Gehalt für die 10 Tage (690 euro) im Mai wurden mir am 4.6 überwiesen.
Gehe ich richtig in der annahme das ich das gehalt auf das alg2 angerechnet wird und ich es zurück zahlen muss?
Ich muss jetzt einen neuen antrag auf alg2 stellen und hoffe das ich das dann evtl auf raten zurück zahlen kann.
 

alvis123

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Hi...

...klar wird Einkommen angerechnet, denn Du hattest ja die gesamte ALGII-Leistung für den Juni bekommen.

Achte darauf, dass die Freibeträge abgezogen werden. Zur weiteren Info schick ich Dir folgenden link:
Beratungspflicht.pdf

Ratenzahlung ist meist Verhandlungssache.

MfG
 
E

ExitUser

Gast
Bei einer sog. "Überzahlung" geht der Inkassodienst der Regionaldirektion meist auf eine Ratenzahlung ein.
 

Yukonia

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Bei einer sog. "Überzahlung" geht der Inkassodienst der Regionaldirektion meist auf eine Ratenzahlung ein.
Richtig! Ich musste auch mal zurückzahlen und konnte das Ganze prolemlos telefonisch klären.

Pass aber auf, dass die Rate nicht zu hoch wird. 10 EUR monatlich maximal würde ich sagen.
 

TheLovingKind

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Wenn du weiterhin ALG II beziehst, muss das Jobcenter die Überzahlung von Gesetzes wegen mit 10 % des für dich maßgebenden Regelbedarfs aufrechnen. Wenn du also alleinstehend bist und somit der für dich maßgebende Regelbedarf 391,00 Euro sind, beträgt die monatliche Aufrechnungsrate 39,10 Euro. Diese Rate wird direkt von deinen laufenden Leistungen einbehalten, bis die Überzahlung getilgt ist.

Wenn du nicht mehr im Leistungsbezug wärst, müsstest du dich zwecks Ratenzahlung mit dem Inkasso-Service der Regionaldirektion in Verbindung setzen, denn das Jobcenter ist nur bei laufendem Leistungsbezug für die Rückführung der Forderung zuständig. Die sind nicht an die 10 % gebunden und meist kulant mit einer geringen Rate von auch gerne mal 10 Euro. Die Kontaktdaten des Inkasso-Service wird im Aufhebungs- und Erstattungsbescheid genannt.

Es gibt aber auch viele Mitarbeiter der Leistungsabteilungen, die trotz laufendem Bezug keine Aufrechnung vornehmen, sondern direkt schreiben, die Forderung ist in einer Summe fällig und ist bis zum [Datum] zu überweisen. Das ist weniger Arbeit für die Mitarbeiter, weil sie in dem Fall nicht noch die Aufrechnung in dem Programm einarbeiten müssen, dadurch ist die Akte schneller bearbeitet. In dem Fall, wenn du die Forderung nicht in einer Summe erstatten kannst, hast du zwei Möglichkeiten:

1. Du bittest das Jobcenter darum, monatlich einen bestimmten Betrag von den Leistungen einzubehalten, möglichst vor dem Fristablauf der Zahlung, da sonst eine unnötige Mahnung zugehen würde.
2. Du wendest dich an den Inkasso-Service und vereinbarst mit diesem eine Rate, die du selber überweist. Auch dies ist besser vor dem Fristablauf der Zahlung zu tätigen, um eine unnötige Mahnung zu vermeiden.

Diese beiden Varianten bestehen aber, wie gerade erläutert, nur dann, wenn das Jobcenter trotz laufendem Leistungsbezug nicht direkt eine Aufrechnung festsetzt, sondern einfach nur mitteilt, die Forderung ist bis dann und dann in einer Summe fällig und zu überweisen.

Im Normalfall läuft es aber wie zuerst beschrieben:
1. Laufender Leistungsbezug: Aufrechnung direkt durch das Jobcenter
2. kein Leistungsbezug: Überweisung der Forderung in einer Summe, wenn nicht möglich, dann Ratenzahlungsvereinbarung direkt mit dem Inkasso-Service

Dieser Beitrag bezieht sich jedoch nur auf den größten Teil der Jobcenter, die sogenannten gemeinsamen Einrichtungen. Bei den Optionskommunen wird das anders laufen, weil bei diesen die Forderungen über die Stadt- bzw. Kreisverwaltung läuft.

Wichtig ist halt, dass du den Aufhebungs- und Erstattungsbescheid von Anfang bis Ende genau durchliest, weil darin steht, wie mit der Rückzahlung zu verfahren ist.

Ach ja, das Einkommen ist nach dem Zuflussprinzip anzurechnen. Also in deinem Fall wäre das Einkommen im Juni 2014 anzurechnen, denn der Gesetzgeber stellt nicht auf auf die rechtliche Entstehung des Einkommens ab (Mai 2014), sondern auf den tatsächlichen Zufluss (hier: Juni 2014), weil das Einkommen erst dann zur Verfügung steht.

Vor der Bescheiderstellung wirst du aber noch eine schriftliche Anhörung bekommen. Dir wird damit die Gelegenheit gegeben, selber Stellung zu der Überzahlung zu nehmen. Du kannst dann auch antworten, ob und in welcher Höhe das Jobcenter bei laufendem Bezug aufrechnen soll.
 
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