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Rückzahlung ALG2, wie am besten vorab selbst berechnen?

Siri2012

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Soo... seit bald 4 Wochen bin ich wieder in Arbeit. Alles echt kurzfristig.

Mitte des Monats hatte ich angefangen, also habe ich ja für den Monat Mai schon Leistungen erhalten.
Tja, Teilzahlung Lohn gabs auch schon, genau am Endes des Monats.
Genau ein Tag nachdem ich den Brief ans JC abgeschickt hatte, erhielt ich einen neuen Bescheid, sowie Geld für Juni.
Ab Juli werde ich dann rausfallen, wahrscheinlich, lt den JC Berechnungen.

Nun, frage ich mich aber, wie kommen die auf den Lohn? Wenn ich nach meinem Arbeitsvertrag gehe, komme ich auf einen anderen Brutto-Lohn. Auch frage ich mich, wie kommen die auf das Netto-Gehalt? Ich kann es nicht nachvollziehen, egal wie ich was berechnen lasse.

Eine Abrechnung werde ich erst so gegen Mitte des aktuellen Monats erhalten (Abrechnungszeitraum zum 15ten). Lohnzahlung einmal zum Ende des Monat und Mitte des Monats.

Wie verhält es sich denn jetzt? Lt. Rechner hätte ich noch Anspruch... aber weniger .. wie ist denn dann mit der Rückzahlung?
 

hass4

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hat man dir keine einkommensbescheinigung für den arbeitgeber zum ausfüllen zugesandt?
dein lohn wurde jetzt erst einmal fiktiv berechnet!

auf jeden fall wirst du die lohnabrechnung und einen kontoauszug in kopie von den lohnzahlungen im jobcenter einreichen müssen.
danach wird dann berechnet ob du noch was bekommst, oder eine überzahlung stattgefunden hatte.

sollte es eine nachzahlung geben, dann bekommst du die wie sonst das alg II zum monatsende überwiesen.
 

Siri2012

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hat man dir keine einkommensbescheinigung für den arbeitgeber zum ausfüllen zugesandt?
dein lohn wurde jetzt erst einmal fiktiv berechnet!

Nein, die haben mir keine Einkommensbescheinigung gegeben. Ich hätte die auch nicht ausfüllen lassen. Mein Arbeitgeber weiß nicht, dass ich sozusagen beim JC bin und das soll so bleiben. Die SB hat ja schon den Arbeitsvertrag erhalten, wo alles drinsteht, welchen Stundenlohn, Wochenarbeitszeit und Monatsarbeitszeit. Ich hab das selbst mal gerechnet. Da komme ich nicht auf der ihre Berechnungsgrundlage. Nur nach einigem Suchen habe ich die Grundlage im Internet gefunden, zumindest für den Bruttolohn. Doch so viele Monatsarbeitsstunden habe ich garnicht.

auf jeden fall wirst du die lohnabrechnung und einen kontoauszug in kopie von den lohnzahlungen im jobcenter einreichen müssen.
danach wird dann berechnet ob du noch was bekommst, oder eine überzahlung stattgefunden hatte.

sollte es eine nachzahlung geben, dann bekommst du die wie sonst das alg II zum monatsende überwiesen.
Den Kontoauszug hab ich schon weggeschickt, tags darauf war ein neuer Bescheid im Briefkasten. Dummerweise muss sich alles überschnitten haben.
Und was ist wenn eine Überzahlung stattgefunden hat? Muss ich alles auf einmal zurückzahlen?
Das wäre für mich eine finanzielle Katastrophe! Da ich noch Kita-Gebühren wohl selbst zahlen muss, die Fahrtkosten finanzieren muss und auf die Ferienbetreuung sparen muss (ca. 300 - 400€ für 2 Wochen)
 

ibuR

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Du hast aber doch dann nicht weniger? Du musst halt das "zuviel" zurückzahlen.:wink:
 
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Den Kontoauszug hab ich schon weggeschickt, tags darauf war ein neuer Bescheid im Briefkasten. Dummerweise muss sich alles überschnitten haben.
Und was ist wenn eine Überzahlung stattgefunden hat? Muss ich alles auf einmal zurückzahlen?
Das wäre für mich eine finanzielle Katastrophe! Da ich noch Kita-Gebühren wohl selbst zahlen muss, die Fahrtkosten finanzieren muss und auf die Ferienbetreuung sparen muss (ca. 300 - 400€ für 2 Wochen)
Kannst nen Antrag auf Fahrtkostenzuschuss beim Jobvermittler für 6 Monate stellen... ist leider nur eine Ermessensleistung.

Überzahlungen kann man in Raten abzahlen, auch Ermessenssache des Jobcenters aber wenns nicht anders geht gehts eben nicht.
Davon abgesehen wenn der Rückzahlungsbrief kommen sollte leg Widerspruch ein, der hat dann schon mal aufschiebende Wirkung in dem Fall.
§ 45 § 48 SGB X Möglichkeit der Rückforderung
 

Siri2012

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Du hast aber doch dann nicht weniger? Du musst halt das "zuviel" zurückzahlen.:wink:
Darf ich lachen? Da ich Monatsanfang im Mai noch garnicht wusste, dass ich Mitte des Monats eine Arbeitsstelle habe. Ergo konnte ich wohl kaum das Geld zurücklegen, Miete, Benzin und Lebensmittel müssen auch bezahlt werden. Das Gehalt, was am Monatsende gab, davon gingen Miete und Spritkosten weg. Das Geld für Juni, bleibt erstmal aufm Konto.


Kannst nen Antrag auf Fahrtkostenzuschuss beim Jobvermittler für 6 Monate stellen... ist leider nur eine Ermessensleistung.

Überzahlungen kann man in Raten abzahlen, auch Ermessenssache des Jobcenters aber wenns nicht anders geht gehts eben nicht.
Davon abgesehen wenn der Rückzahlungsbrief kommen sollte leg Widerspruch ein, der hat dann schon mal aufschiebende Wirkung in dem Fall.
§ 45 § 48 SGB X Möglichkeit der Rückforderung
Wir reden von wahrscheinlich dem kompletten Monatsbedarf aus Mai, was ich zurückzahlen muss... ca. 600€... im schlechtesten Fall (Juni sind es ja nur 300€, die am Konto bleiben). Ach, Mensch... doof... wenn ich das zurückzahlen muss... muss ich dann schauen, wie ich mit dem Geld rumkomme, um noch was für die Ferienbetreuung zurücklegen zu können (die Tagesmutti muss ich ja privat bezahlen).
 
E

ExitUser

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Muss ich alles auf einmal zurückzahlen?
Mußt Du i.d.R. nicht. Was berechtigte Rückforderung ist........ da machste mit denen eine Ratenzahlungsvereinbarung in kleinen Monatsraten, zahlbar am Lohntag.
 

Siri2012

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Erstmal Danke für die Infos...

Je öfter ich den Bescheid mir anschaue, desto weniger verstehe ich die ganze Rechnerei.
Zumindest eins verstehe ich, dass ich ab 1.7 aus den Leistungen falle. Was mich ehrlich echt freut. :icon_mrgreen:

Ich bin erstmal gespannt, was sich so ergibt und wie das mit den Kita-Kosten wird. Denn lt. Berechnung, hätte ich Anspruch auf ALG2, wenn ich die Kita- Kosten selber tragen müsste. Doch, dann hätte ich wiederum Anspruch über das Jugendamt. Die sitzen mir auch im Nacken, wegen den Bescheinigungen.
 

Siri2012

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Update... Zuflußprinzip - Berechnung? Ahnungslos

Soo..

Ich halte nun meine Lohnbescheinigung in der Hand. ...

Zugeflossen ist mir ein Abschlag des Lohns noch im Mai, Restzahlung heute. Ende des Monats kommt wieder ein Abschlag i. H. von 600€.
Auch erhalte ich diesen Monat einer ESt- Erstattung aus 2012 - wird die in voller Summe angerechnet?

Wie kann ich denn meinen Bedarf ausrechnen, da die meisten Rechner mit Bruttolohn funktionieren und mit einer Einmalzahlung des Lohns rechnen?
 

pferdchen81

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Ich verstehe nicht so richtig das Problem. Wenn du statt ALG2 nun Arbeitsentgelt bekommst, musst du das zuviel gezahlte ALG2 zurück zahlen. Der alg2 Anspruch besteht bis zum letzten Tag der Bedürftigkeit/Arbeitslosigkeit. Der Lohnanspruch besteht ab 1. Tag der Berufstätigkeit.

Fahrtkosten zur Arbeitsstelle hättest du doch beim JC beantragen können?

Ich verstehe das so, dass du die Überzahlung gut gebrauchen kannst für die Tagesbetreuung deines Kindes in den kommenden Ferien?

Nur mal als Tipp zur EST: gegen formlosen schriftlichen Antrag kann man die Abgabe einer EST bis zum 30.09. aufschieben. Damit kann man eine Bearbeitung und Auszahlung wesentlich hinausschieben, hat dann vielleicht schon wieder einen Job und ist niemandem mehr Abtretungsansprüche wegen Sozialbezuges schuldig.
 

Siri2012

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Ich verstehe nicht so richtig das Problem. Wenn du statt ALG2 nun Arbeitsentgelt bekommst, musst du das zuviel gezahlte ALG2 zurück zahlen. Der alg2 Anspruch besteht bis zum letzten Tag der Bedürftigkeit/Arbeitslosigkeit. Der Lohnanspruch besteht ab 1. Tag der Berufstätigkeit.

Mir geht es hauptsächlich um die Höhe der Rückzahlung. Das ist echt kompliziert für mich, wegen diesen Abschlagszahlungen. Egal, wie ich es berechnet, es kommen gute 800€ Rückzahlung auf mich zu. Lt. Informationen von anderen "Kunden" dort muss ich das Geld irgendwie in 6 Monaten zurückzahlen.

Fahrtkosten zur Arbeitsstelle hättest du doch beim JC beantragen können?

Das hatte ich nicht gewusst, bis man mich hier darauf hinwies. Aber rückwirkend kann ich diese Fahrtkosten leider nicht mehr beantragen und zukünftig auch nicht, weil ich ja 1. schon eine gewisse Zeit arbeite und 2. aus dem Bezug falle.

Ich verstehe das so, dass du die Überzahlung gut gebrauchen kannst für die Tagesbetreuung deines Kindes in den kommenden Ferien?

So ungefähr, wenn ich jeden Monat die Rückzahlung tilgen muss, die Kita selbst zahlen, Fahrtkosten, für den KV die Umgangskosten zahlen muss. Bleibt da nicht viel, von dem ich die Ferienbetreuung mir sparen kann.

Nur mal als Tipp zur EST: gegen formlosen schriftlichen Antrag kann man die Abgabe einer EST bis zum 30.09. aufschieben. Damit kann man eine Bearbeitung und Auszahlung wesentlich hinausschieben, hat dann vielleicht schon wieder einen Job und ist niemandem mehr Abtretungsansprüche wegen Sozialbezuges schuldig.
Ähh... ich bin schon in Arbeit. Und weiter hinauszögern ging nicht wirklich, es kam eine Aufforderung vom Finanzamt.. warum auch immer, weil schon klar war, dass ich was zurückbekomme.
 

pferdchen81

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Ich würde mal behaupten, die Arge hat keinen Sonderstatus? Wie wäre es, wenn man die Rückzahlung über eine Lohnpfändung laufen lassen würde so wie andere Gläubiger das auch tun müssen? Da gibts ja dann Freigrenzen. Greif mal nem nackten Mann in die Tasche.

Das ist nur eine Idee und es sollte sich unbedingt jemand kompetentes zu meinem Vorschlag äußern!
 

Siri2012

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Ich würde mal behaupten, die Arge hat keinen Sonderstatus? Wie wäre es, wenn man die Rückzahlung über eine Lohnpfändung laufen lassen würde so wie andere Gläubiger das auch tun müssen? Da gibts ja dann Freigrenzen. Greif mal nem nackten Mann in die Tasche.

Das ist nur eine Idee und es sollte sich unbedingt jemand kompetentes zu meinem Vorschlag äußern!
Ja, klar ne Lohnpfändung :icon_lol::icon_eek:

Da freut sich mein AG die ZAF ... dann kann ich gleich wieder gehen. Ich bin schon froh, dass ich nen Job gefunden habe und sogar besser bezahlt werde als in meinem erlernten Beruf.
 

pferdchen81

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Ich war in der Gehaltsabrechnung.:wink:

Man trägt die Daten in eine Maske ein, das Programm errechnet alles automatisch. Dauert etwa 5 Minuten. Basis dafür ist ein per Einschreiben zugestelltes Urteil. Die Unterschrift dauerte 10 Sekunden.

Glaubst du wirklich, das hat mich jemals interessiert, warum oder ob überhaupt ein Mitarbeiter wegen was auch immer gepfändet wurde? Solche Dinge unterliegen der Schweigepflicht der Abteilung. Lohnpfändungen sind auch kein kündigungsgrund? Wie kommst du auf sowas??? Als AG hat es mich nicht zu interessieren, was der MA mit seinem Gehalt macht.

Ein Kündigungsgrund wegen Lohnpfändung besteht nur, wenn es im Jahr zu lohnpfändungen kommt, die etwa im Zweistelligen Bereich liegen und der AG vor Gericht nachweisen kann, dass er dadurch erheblichen!!! Arbeitsaufwand durch die Lohnbuchhaltung hat. Nur dann hat die Kündigung Bestand!

Aber wie ich bereits schrieb, es werden Programme wie Datev etc. genutzt. Wer seinen Job beherrscht, hat die 5 Zeilen in 5 Minuten ordnungsgemäß eingetippt.
 
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