Rückwirkende krankenversicherung?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Monica

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
7 Dezember 2012
Beiträge
3
Bewertungen
0
Hallo an alle,

mein Name ist Monica und bin im Januar diesen Jahres nach Deutschland eingewandert.
Ich habe seit 15.06.12 keine Gesetzliche Krankenversicherung, und Beziehe seit 1.11.12 Harz 4. Nun sagt die TK das ich mich rückwirkend versichern muss. Sonst könnten sie mich nicht versichern.

Man machte mich am Telefon Gleich darauf aufmerksam das, dass Amt die damit verbundenen Kosten nicht übernehmen würde.:icon_evil:

Wie soll ich jetzt vorgehen?:confused:

Übersetzung by Maddin.:icon_daumen:
 

Lilastern

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
21 Mai 2011
Beiträge
7.866
Bewertungen
2.317
Hallo an alle,

mein Name ist Monica und bin im Januar diesen Jahres nach Deutschland eingewandert.
Ich habe seit 15.06.12 keine Gesetzliche Krankenversicherung, und Beziehe seit 1.11.12 Harz 4. Nun sagt die TK das ich mich rückwirkend versichern muss. Sonst könnten sie mich nicht versichern.

Man machte mich am Telefon Gleich darauf aufmerksam das, dass Amt die damit verbundenen Kosten nicht übernehmen würde.:icon_evil:

Wie soll ich jetzt vorgehen?:confused:

Übersetzung by Maddin.:icon_daumen:


Ja, du musst dich dann ab 15.06.2012 rückwirkend freiwillig versichern sofern dies möglich ist. Ich sage dir aber gleich so eine freiwillige Krankenversicherung kostet so ungefähr 150 Euro im Monat.

Bist du verheiratet, sonst kannst du dich doch über deinen Mann Familienversichern.
 

jockel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
26 November 2006
Beiträge
5.973
Bewertungen
1.353
Hallo an alle,

mein Name ist Monica und bin im Januar diesen Jahres nach Deutschland eingewandert.
Ich habe seit 15.06.12 keine Gesetzliche Krankenversicherung, und Beziehe seit 1.11.12 Harz 4. Nun sagt die TK das ich mich rückwirkend versichern muss. Sonst könnten sie mich nicht versichern.

Man machte mich am Telefon Gleich darauf aufmerksam das, dass Amt die damit verbundenen Kosten nicht übernehmen würde.:icon_evil:

Wie soll ich jetzt vorgehen?:confused:

Übersetzung by Maddin.:icon_daumen:

Bei der Beantragung von Alg II wird im Formularbogen auch nach der Zugehörigkeit des oder der Arbeitslosen zu einer Krankenversicherung mit deren Geschäftsadresse abgefragt. Wenn Du da entsprechende Angaben an das Jobcenter geliefert hast, dann hat das Amt an die genannte Krankenversicherung auch die Krankenversicherungsbeiträge gezahlt und Du bist damit versichert.

Es gibt allerdings auch die Möglichkeit der freiwilligen Krankenversicherung und da hast Du die Beiträge zu entrichten, die allerdings bei Arbeitslosigkeit auch vom Jobcenter übernommen und geleistet werden.

Eigentlich hätte das schon die Einwanderungsbehörde in ihrem Antragskramskram mit regeln müssen. Da haben die wohl geschlafen. In Deutschland gilt eine Pflichtversicherung im Krankenversicherungsschutz seit dem 01.04.2007, dem Geltungsbeginn des Wettbewerbungsgesetzes der gesetzlichen Krankenversicherungen.

Wer arbeitslos durch Kündigung wird oder einwandert, muß innerhalb von 3 Monaten sich krankenversichern und Beiträge entrichten.

Nach einer Arbeitgeberkündigung ist man noch einen Monat hinsuchtlich von Sachleistungen nachversichert.

Krankenversicherung in Deutschland

Es stellt sich wegen der bestehenden Krankenversicherung ab Alg-Bezug höchstens noch die Nachversicherungsfrage zwischen dem 15.06.2012 und 31.10.2012 und nicht vom 15.06.2012 vis heute.

Und es gibt auch soziale Härtefälle, wo eine Nachzahlung nicht zumutbar wird. Also abfragen, ob Du die Bedingung eines Härtefalls erfüllst.

Also kläre in der Leistungsabteilung des Jobcenters bitte ab, was Du in Deinen Antragsformularen zum Alg hinsichtlich der Krankenversicherung eingetragen hattest.
 

Monica

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
7 Dezember 2012
Beiträge
3
Bewertungen
0
Ja, du musst dich dann ab 15.06.2012 rückwirkend freiwillig versichern sofern dies möglich ist. Ich sage dir aber gleich so eine freiwillige Krankenversicherung kostet so ungefähr 150 Euro im Monat.

Bist du verheiratet, sonst kannst du dich doch über deinen Mann Familienversichern.
Ich bin weder verheiratet noch habe ich Familie in Deutschland.
Und 675 € nachzahlung kann ich mir nicht leisten!
ich habe nen 400 € job und bekomme 400 nochwas vom Amt.
mal schauen was mein Sachbearbeiter dazu zu sagen hat, ob ich die Bedingungen für einen Härtefall erfülle. Morgen Habe ich einen Termin beim Amt in Dietzenbach.


Grüsse Monica
 

Monica

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
7 Dezember 2012
Beiträge
3
Bewertungen
0
Einwanderungsbehörde?????:confused:
Von denen habe ich bis heute nicht´s gehört. Vieleicht weil ich aus der EU (Portugal) komme.
Ich habe mich im Bürgerbüro in Langen (Hessen) ganz normal angemeldet und auch dort meine Aufenthaltsgenemigung bekommen. Informiert hat mich dort allerdings keiner!:icon_dampf:

Grüsse Monica

P.s.: Super Beitrag,sehr hilfreich. DANKE jockel

Übersetzt bei Maddin.
 
S

silka

Gast
Hallo, Monica

dein SB beim Amt (Jobcenter für Alg2) wird dir keine richtige Auskunft wegen der Krankenversicherung geben.

Vielleicht weiß @jockel auch, mit welchem § man den Antrag wegen des Härtefalls noch untermauern könnte.
Ich meine den Antrag auf Niederschlagung der Beitragsrückstände und des Säumniszuschlags.
Irgendwo im SGB IV.
§ 24 SGB IV Säumniszuschlag - dejure.org
und der Süitzenverband der GKV sieht es so:
https://www.barmer-gek.de/barmer/we...agserhebungsgrunds_C3_A4tze,property=Data.pdf


Im bösen Fall will man außer dem Beitrag von ca. 150+Pflegeversicheungsbeitrag dann auch noch Säumniszuschläge (quasi Strafzinsen für Beitragsrückstände)
Das ist der eigentliche Hammer:
5% pro Monat.

Du mußt also irgendwie und irgendetwas unternehmen, möglichst bald.
 
E

ExitUser

Gast
Hallo an alle,

mein Name ist Monica und bin im Januar diesen Jahres nach Deutschland eingewandert.
Ich habe seit 15.06.12 keine Gesetzliche Krankenversicherung, und Beziehe seit 1.11.12 Harz 4. Nun sagt die TK das ich mich rückwirkend versichern muss. Sonst könnten sie mich nicht versichern.

Diese Härtefallregelung gibt es tatsächlich, wird aber von den Krankenkassen sehr restiktiv angewendet.

Tipp:
Sag der TK, dass du dich nur bei ihr versicherst, wenn sie auf die Nachzahlungen verzichten.
Gehen sie darauf nicht ein, solltest du zur nächsten Krankenkasse gehen. Die Sachbearbeiter der Krankenkassen suchen oft allen Ernstes Lösungen zu Gunsten des Mitglieds.

Auch eine Argumentation, du bist doch sicherlich seit Januar nicht durchgehend in Deutschland gewesen. :biggrin:
 
S

silka

Gast
Hallo, Patenbrigade

ich fürchte, andere KV würden das gleiche schreiben.
die wollen auch wissen, wo man vorher war.
War man nicht versichert, ziehen die das gleiche aus dem Ärmel.

Ich würde eher empfehlen, leise und unwissend um Gnade zu fragen, statt frech aufzutreten.
Dann kann nämlich bei regelmäßiger Ratenzahlung oder gar Stundung der Beiträge auf die Strafzinsen verzichtet werden.

Und die KV weisen nicht auf solche Möglichkeiten hin.
Man muß selber draufkommen und das beantragen.
 

jockel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
26 November 2006
Beiträge
5.973
Bewertungen
1.353
Hallo, Monica

dein SB beim Amt (Jobcenter für Alg2) wird dir keine richtige Auskunft wegen der Krankenversicherung geben.

Vielleicht weiß @jockel auch, mit welchem § man den Antrag wegen des Härtefalls noch untermauern könnte.
Ich meine den Antrag auf Niederschlagung der Beitragsrückstände und des Säumniszuschlags.
Irgendwo im SGB IV.
§ 24 SGB IV Säumniszuschlag - dejure.org
und der Süitzenverband der GKV sieht es so:
https://www.barmer-gek.de/barmer/we...agserhebungsgrunds_C3_A4tze,property=Data.pdf


Im bösen Fall will man außer dem Beitrag von ca. 150+Pflegeversicheungsbeitrag dann auch noch Säumniszuschläge (quasi Strafzinsen für Beitragsrückstände)
Das ist der eigentliche Hammer:
5% pro Monat.

Du mußt also irgendwie und irgendetwas unternehmen, möglichst bald.

Ich war in einer ähnlichen Situation.

Wer langzeitarbeitslos von Unternehmern gemacht wird, wird verfolgungsbetreut durch die Arbeitslosenverwahrlosungsämter (Arbeitsagenturen und Jobcenter), mit der politischen Anweisungsabsicht der Unternehmerverbände an ihre Polithanseln in den Unternehmerparteien CDU/CSU und FDP und der Wirtschaft u. Banken hinternkriechenden Parteien SPD und Grüne, die Arbeitslosen in diesem Zustand schmachten zu lassen - ja nie wieder auf sozial sichere Füße zurückzukommen.

Mit der Hartzgesetzgebung und ihrer Prekärbeschäftigungsideologie (1-Euro-Jobs, Minijobs, kostenlose Firmenpraktikas, befristete Jobs, Teilzeitarbeit, Tagelöhnerarbeit, Leih- und Zeitarbeit, Werkvertragsarbeit, Scheinselbstständigkeit) wird das deutlich. Soziale Sicherheit soll für diese Menschen nie mehr erreicht werden, weil Unternehmer möglichst keine Löhne und Gehälter zahlen wollen und wenn, dann höchstens unterhalb oder im niedrigem Bereich von Lohnsteuern und Sozialversicherungsbeiträgen (SV-Beiträgen) zur

  • Krankenversicherung (KV)
  • Pflegeversicherung (PV)
  • Rentenversicherung (RV)
  • Arbeitslosenversicherung (AV).
In den genannten Versicherungsbereichen zahlen Unternehmer und Angestellte ihre jeweiligen Beitragsanteile ein. Die Theorie war mal - jede Seite zahlt die Hälfte des geforderten Beitrags der genannten Versicherungsart.

Nach der Wende hat man diesen Grundsatz zugunsten der Unternehmerseite fallen gelassen und belastet die Arbeitnehmer künftig mit steigenden SV-Beiträgen und mit privaten Zuzahlungen und Praxisgebühren.

Die Arbeitgeberanteile zu den SV-Beiträgen wurden eingefroren und werden durch die Billigjobspolitik in asozialer und sozialschmarotzender Weise für die Unternehmer immer weiter gesenkt.

Das nennt diese Bande sozial!!!!

Es ist eindeutig profit- und machtgeil geprägt als auch unternehmerisch sozialschmarotzend, asozial und sozialrassistisch!!!!

Wer arbeitslos ist, soll es auf Dauer bleiben, dem wird weder von Amtsseite noch von Unternehmerseite nicht geholfen. Man tut nur so als ob. Man haut dem betroffenen Bevölkerungsteil die Taschen mit Lügen voll.

Ämter, Unternehmerverbände und Politikhanseln verfolgen eins: Mit aller Gewalt und schnell die Arbeizslosen hilfebedürftig machen, also ihre noch vorhandenen Ersparnisse durch steigende Lebenshaltungskosten und durch amtlich Sanktionswut weit unterhalb der Schonvermögensgrenze zu drücken.

Die liegt im Normalfall bei 150 Euro je vollendetem Lebensalter. Mehr darf man an eigenen Rücklagen nicht haben, sonst verliert man das Recht aufs Arbeitslosengeld und auf die amtliche "Arbeitsvermittlung und -förderung".

Ich lag als schwerbehinderter, jobsuchender Erwerbsloser jahrelang über der Schonvermögensfreigrenze und hatte daher kein Recht

  • auf eine Alg-Bewilligung,
  • auf Arbeitsvermittlung und -förderung und
  • auf die gesetzliche Krankenversicherung, die es für jeden Arbeitslosen im Alg-Bezug gibt.
Ich wurde bgezwungen mich über die AOK "freiwillg" krankenversichern. Da biste nach § 240 Sozialgesetzbuch V (SGB V) mit abzuführenden KV- und PV-Beiträgen dabei, wo ein fiktiver Bruttomonatsarbeitsverdienst von ca. 860 Euro Euro angesetzt wird. Fiktiv heißt, diesen Bruttomonatsarbeitsverdienst gibt es real nicht. Den haben unsere Politiker einfach unterstellt, um das Recht sich herausnehmen zu können, die SV-Beiträge zu verlangen.

Also ist das auch nur eine Masche, um diese Art freiwillig Krankenversicherte schneller in die Armut zu treiben. Der treibende Keil geht von der CDU/CSU und FDP aus.

Bevor ich die Schonvermögensgrenze unterschritt, konnte ich mir für ein knappes Jahr die KV- und PV-Beiträge auch nicht mehr leisten und ear folglich nicht krankenversichert. Es kamen in der Zeit einige Erkrankungen auf mich zu, die ich nicht ärztlich behandeln lassen konnte, weil ich das sonst privat bezahlen müßte.

Frage von was????

Seit paar Monaten bin ich wieder im Alg-Bezug und damit wieder kranken- und pflegeversichert.

Ich sollte das Jahr auch nachzahlen. Scheinbar triefte die AOK und hat bis heute keine Nachforderunge an mich gerichtet. Ich werde auch diese schlafenden Hunde nicht wecken.

Ich weiß, daß einige Krankenkassen auf die Nachzahlung bestehen und andere wieder bis vor einiger Zeit noch die Härtefallregelung anwendeten und auf die Nachzahlung verzichten. Da gab es wohl eine Stichtagsregelung bis zu dem die Härtefallauslegung galt.

Näheres wissen die Krankenkassen und der unabhängige Patientenberatungsdienst UPD, der vom Bundesverband der Krankenkassen und vom Bundesverband der Verbraucherzentralen eingerichtet wurde. Erreichen kann man den UPD telefonisch unter

  • einer kostenlosen 0800er Rufnummer,
  • persönliches Beratungsgespräch vor Ort
  • schriftlich und
  • per E-Mail.
Die Beratungsstellen des UPD findest Du unter Beratungsstellen*
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten