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Rückschlag in der Obdachlosenarbeit

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Rounddancer

Forumnutzer/in

Thematiker*in
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In der letzten Sitzung des Bundesrates stimmte dieser auch der Regelung zu, nach der künftig Notrufe nur mit eingelegter, aktiver SIM-Karte vom Handy aus gemacht werden können.

Dies ist zwar sicher auf die Klagen der Notrufzentralen wegen so häufiger falscher Alarme reagiert,
aber:

Bisher kann man mit jedem Handy auch dann wenigstens den Notruf 112 (zum Teil auch 110), in den USA 911 anrufen, auch wenn keine SIM-Karte eingelegt, diese verbraucht, oder gesperrt war.

Dies ermöglichte es z.B. den Obdachlose betreuenden Gruppen und Institutionen, den in freiem Feld, in Baustellen, Bruchbuden, etc. "auf Platte" lebenden Obdachlosen ein altes, gebrauchtes Handy mitzugeben,- damit diese, wenn sie von anderen Obdachlosen, (rechten) Gewalttätern, etc. bedroht, oder verletzt würden, sowie bei Unfällen, Schaganfällen, Herzinfarkten, etc. auch ohne Geld den Notruf senden konnten.


Ähnlich verfuhren übrigens auch Frauengruppen, um Frauen zu schützen.

nun wurde vom Bundesrat diese Möglichkeit gecancelt.

Schade drum.
 

isabel

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Hallo, Heinz,

hast Du auch ein Link dazu?
Ist die Entscheidung endgültig?

Wenn man sich die Konsequenzen vorstellt?!!!

Das wäre ein derbes Schlag mitten ins Gesicht von allen Hilflosen Menschen! Auch für alle Hilfeinitiativen!

Sobald sich das rumspricht, könnte es "Freischein" für gewisse Gruppen bedeuten!

Besonders wichtig wäre es für Frauen, die dann schutzlos gegenüber gewalttätigen Männer ausgeliefert wären. Schon jetzt sehr hohe sg. Dunkelziffer!

Ich schreibe das wegen Erfahrungen, die ich machen musste. U.a. Stolking.
Die Frauengeschichten und die Geschichten der Menschen, die sg. Migrationshintergrund haben, mit denen ich konfrontiert wurde, sind einfach schockierend.

Ohne mein Handy gehe ich gar nicht raus. Nur und ausschließlich wegen der Möglichkeit, Notruf betätigen zu können.

Bitte um Antwort!

MfG
Isabell
 
E

ExitUser

Gast
Isabel et al,

Bundesrat 854. Sitzung - Ãœbersicht zur Tagesordnung

und da TOP 61.


Das war die Bundesratssitzung vom Freitag den Dreizehnten ...
Uff: Bei der Quantität an abzusegnenden Neugesetzen und Gesetzesänderungen brauchen wir Bürger uns über mangelnde Qualität nicht wirklich zu wundern.

Nach der Universaldienstrichtlinie haben die EU-Mitgliedstaaten zudem, soweit
technisch möglich, sicherzustellen, dass die Netzbetreiber den Notrufabfragestellen
auch die Informationen zum Anruferstandort übermitteln
. Die Notrufabfragestellen
sollen auf diese Weise auch in den Fällen, in denen Notrufende nicht in der Lage
sind, Angaben zu ihrem Standort zu machen, den jeweiligen Standort feststellen
können.
Die bisherige Möglichkeit, Notrufe ohne SIM-Karte absetzen zu können,
wird mit Inkrafttreten der Verordnung gesperrt. Notrufverbindungen von
Mobiltelefonen sind dann nur mit betriebsbereiter Mobilfunkkarte zulässig.
Auf den ersten Blick erscheint dieses durchaus sinnvoll. Notrufe mit Standortidentifizierung könnten durchaus das eine oder andere Leben oder die Gesundheit des Betroffenen retten. Aber:
Der federführende Wirtschaftsausschuss empfiehlt dem Bundesrat, der
Verordnung nach Maßgabe einer Änderung zuzustimmen.
Danach soll die Notrufverpflichtung bei IP-Sprachtelefonie erst nach einer
Übergangsfrist von 24 Monaten eingeführt werden.
Warum bittesehr ein Wirtschaftsausschuss? Interessen der sozialen Sicherheit dürfen meines Erachtens nicht von Wirtschaftsausschüssen behandelt werden, sondern dafür wäre eine ganz andere Fachlichkeit zuständig.

Der wirtschaftliche Hintergrund steht für D also im Vordergrund, obwohl die EU-Richtlinie sich um die Sicherheit im Hintergrund bemüht. So langsam reicht es. Meines Erachtens wird der Schwarze Peter allzu gerne auf die EU geschoben - was aber immer wieder festzustellen ist, ist dass die Bundesregierung und ihre Derivate es sind, die noch so sinnvoll gemeinte Richtlinien und Leitlinien in das genaue Gegenteil verkehren.

Gruss
Emily
 
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