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Rücklastschrift u. aufgelaufene Kosten -> Verkaufte Forderung nun Inkasso mit Horrenden Gebühren?

miatha

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Hallo,

ich gebs zu, ich hab verpennt, meine Kontoauszüge zu checken und somit die Rücklastschrift nicht rechtzeitig gesehen/ausgeglichen. Zwischen den Jahren kam ein Schreiben, von einem Forderungsmanagement, denen ich mitgeteilt habe, dass ich gerade aufgrund von ALG II nicht in der Lage bin, die Rechnung auszugleichen.

Nun trudelt mir ein Schreiben von einem Inkassounternehmen, welches so zufällig die gleiche Anschrift hat (also vermutlich ein Unternehmen ist), ins Haus.
Aus der Grundforderung von knapp 50€ (Einkauf) und den "Ermittlungsgebühren" von nochmal in gleicher Höhe, wurden jetzt nochmals 85€ aufgeschlagen.

Ich habe eine PI komplett hinter mir und mir ein neues, eigentlich schuldenfreies, Leben aufgebaut. Irgendwie erinnere ich mich, dass man Inkassogebühren nicht tragen muss oder? Sie kommen mir zudem irgendwie unverschämt vor.
Selbstverständlich will ich die Hauptforderung begleichen, ich hab ja schließlich bei dem Laden auch eingekauft.

Kann mir jemand sagen, wie ich vorgehen soll? Beide Schreiben habe ich geschwärzt im Anhang beigefügt.

Danke!
Gruß.

Moderation:

Sehe gerade das auf den von Dir eingestellten Schreiben 1 (Mahnung), dein Klarname noch ersichtlich ist, aus diesen Grund musste ich es entfernen. Ggfls. stellst Du es nochmals ausreichend anonymisiert hier ein, Danke !! Gruß axellino
 

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axellino

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Hallo miatha,

Irgendwie erinnere ich mich, dass man Inkassogebühren nicht tragen muss oder?
Diese deine Erinnerung ist nicht korrekt und kann man pauschalisiert auch so sowieso nicht sagen.
Grundsätzlich können Inkassogebühren als Verzugsschaden geltend gemacht werden und schon zum Zeitpunkt deiner geplatzten Lastschrift, befandest Du dich sofort im Zahlungsverzug. Wie man ggfls. mit geltend gemachten Inkassogebühren, im ganzen oder ebend in dessen geltend gemachter Höhe umgehen könnte, findest Du wahrlich etliche Threads im Schuldenbereich unseres Forums, auch diesbezüglich sehr intressante von User @Inkasso, lese dich ggfls. dazu mal ein.

Kann mir jemand sagen, wie ich vorgehen soll?
Wie Du hier vorgehen "sollst" werde ich persönlich nicht kundtun, diese Entscheidung wirst Du letztendlich selber treffen müssen und wenn Du dir dazu unsicher bist, dann solltest Du ggfls. eine Schuldnerberatung o. Verbraucherzentrale kontaktieren, um zu deinen Anliegen ggfls. eine rechtsverbindliche Aussage zu erhalten. Ich kann und gebe allgemein hier im Forum und auch ausserhalb, nur meine Hinweise, Empfehlungen, Ratschläge ab, die auf einen weitreichenden und langjährigen Erfahrungsschatz beruhen, mehr nicht, ob diesen dann auch gefolgt werden, entscheidet jeder für sich selber, auch was ggfls. ein vorhandenes Restrisiko aufgrund meiner Empfehlung betrifft, auf welches ich auch immer hinweise und hinweisen werde.

Ok, meine Empfehlung hier und gleich mal vorweg, unverzüglich Geld an die Seite nehmen und hier die unstrittige Hauptforderung samt unstrittiger und angemessener Verzugskosten sofort und "zweckgebunden" an den Gläubiger (PAIJ) überweisen, denn aus Erfahrung kann ich dazu sagen, das es nicht mehr lange dauern wird und das gerichtliche Mahnverfahren wird eingeleitet und somit hättest Du zu den schon vorhandenen Klamauk, noch ein finanziellen Aufschlag erhalten.

Aufgrund deiner bisher gemachten Darlegungen,

kam ein Schreiben, von einem Forderungsmanagement, denen ich mitgeteilt habe, dass ich gerade aufgrund von ALG II nicht in der Lage bin, die Rechnung auszugleichen.
Nun trudelt mir ein Schreiben von einem Inkassounternehmen, welches so zufällig die gleiche Anschrift hat (also vermutlich ein Unternehmen ist), ins Haus.
würde ich persönlich somit mein weiteres Vorgehen hier auf den Gläubiger und Schreiben (1) konzentrieren und das Inkasso erstmal aussen vor lassen. Du hattest mit Erhalt der Mahnung den Gläubiger deine zu diesen Zeitpunkt bestehende faktische Zahlungsunfähigkeit aufgrund Sozialleistungsbezugs mitgeteilt und somit ebend, das Du sofort nicht in der Lage bist die Forderung auszugleichen (was Du ihm ggfls. noch mitgeteilt hattest, weiss jetzt natürlich nicht). Somit bestand für den Gläubiger kein bedarf, seine Forderung zum Forderungseinzug an ein Inkasso zu übergeben und somit hier unnötigerweise Kosten in die Höhe zu treiben und damit verstösst er auch aus meiner Sicht eindeutig gegen seine Schadensminderungspflicht ((§ 254 BGB) und er hätte darauffolgend z.B. zur Durchsetzung seiner Forderung selbst aktiv werden müssen und z.B. selbst das ger. Mahnverfahren einleiten können und sich hier nicht somit eines Dritten und somit eines Inkassos bedienen müssen, das ist auch so in einigen Rechtsprechungen zu finden. Desweiteren ist hier wohl eine interne Verfilzung zwischen Gläubiger und Inkasso wohl nicht ganz von der Hand zuweisen, beweisen kann man das natürlich derzeit nicht, ist aber auch derzeit nicht erforderlich, aufjedenfall Gewinne aus Inkassogebühren generieren, gibt es nicht.

Im ganzen erstmal, ich würde nun unverzüglich an den Gläubiger (PAIJ) "zweckgebunden" bezahlen und in den Verwendungszweck der Überweisung nachfolgende Eintragungen vornehmen und wenn der Platz im Verwendungszweck nicht ausreichend sein sollte, dann kannst Du auch mehere Überweisungen diesbezüglich an den Gläubiger ausführen, wichtig ist halt, das diese deine Zahlungen zwingend "zweckgebunden" sind und werden diese zweckgebundene Zahlungen nicht an dich zurück gegeben, dann wäre der Gläubiger und im weiteren auch das Inkasso an dessen Zweckgebundenheit gebunden (§ 367 Abs.2 BGB), da könnten die sich ggfls. drehen und wenden wie sie möchten. Somit würde man sich darauffolgend ggfls. nur mit den Inkasso betreffend der vorgerichtlichen Inkassogebühren auseinandersetzen zu haben und geht diesbezüglich in dessen Streit, dazu habe was geschrieben und ggfls. zum gegebenen Anlass dann mehr.

In den Verwendungszweck der Üerweisung/en an den Gläubiger (PAIJ) sollte rein, immer das von ihm im Schreiben1 (Mahnung) benannte Zeichen XXXXX, dementsprechend dazu, Warenkauf 48,97 €, Rücklastschriftgebühren 3,10 €, Adressermittlungskosten 15 € (dazu möchte ich schreiben, ich kenne TeleCash als Zahlungsdienstleister an Kassen, Tankstelle, Supermärkte oder ähnliches und wenn diese deine damalige versuchte und gescheiterte Zahlung damit in Verbindung zu bringen ist, dann sind explizit diese geltend gemachte Kosten aus meiner Sicht angemessen und ggfls. wegen paar Euro würde ich persönlich jetzt da nicht unbedingt ein Fass aufmachen wollen), Verzugszinsen 1 € (dazu von mir, ein paar Cent aufgerundet und beginnend ab Forderungsdatum 15.08.2018), Mahnkosten ?? € (dazu von mir, pro Mahnschreiben des Gläubigers sind max. 2,50 € zu erstatten, mehr nicht, dementsprechend ist diese angemessene Höhe von Dir zu erstatten).

So würde ich persönlich aufgrund deiner bisher gemachten Darlegungen hier erstmal weiter vorgehen und ggfls. alles weitere daraufhin.

VG
axellino
 

miatha

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Wenn alles gut geht, habe ich ab Mitte Februar/Anfang März wieder Arbeit. Im Januar kann ich 0,00€ mehr zahlen, habe noch ganze 4€ auf dem Konto, keinerlei Rücklagen mehr.
Somit werde ich denen noch mitteilen, dass ich mich fristgemäß bei PAIJ gemeldet habe, und im Februar dann umgehend die Hauptforderung beginnen auszugleichen... 65-70€ insg. sehe ich als angemessen an.

Werde sicherheitshalber morgen mit der Schuldnerberatung nochmal telefonieren, danke einstweilen.
 

axellino

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Wenn alles gut geht, habe ich ab Mitte Februar/Anfang März wieder Arbeit. Im Januar kann ich 0,00€ mehr zahlen, habe noch ganze 4€ auf dem Konto, keinerlei Rücklagen mehr.
Hast Du denn ggfls. niemanden im Verwandten und Bekanntenkreis, wo Du dir kurzfristig erstmal ca. 70 € leihen könntest ??

Somit werde ich denen noch mitteilen, dass ich mich fristgemäß bei PAIJ gemeldet habe, und im Februar dann umgehend die Hauptforderung beginnen auszugleichen... 65-70€ insg. sehe ich als angemessen an.
Das möchtest Du also dem Inkasso mitteilen und meinst/hoffst damit, das die einstweilen die Füsse stillhalten, bis Du die auch hier aus deiner Sicht angemessenen Kosten in Höhe von 65-70€ begleichst ??
Das solltest Du besser in vielerlei Hinsicht erstmal unterlassen, damit würdest Du ggfls. auch eine Abgabe an die Vertragskanzlei des Inkassos zum einleiten des gerichtlichen Mahnverfahren, unnötig provozieren und beschleunigen. Dessen Bedeutung hatte ja schon dargelegt, neben der berechtigten Hauptforderung und den berechtigten Verzugskosten, bekämst Du noch zumindest ein finanziellen Aufschlag in form von Gerichtskosten für den Mahnbescheid und Verfahrenskosten des Anwalts und wenn Du diese berechtigten Kosten aus den MB, dann nicht innerhalb von 14 Tagen ausgleichen würdest, dann hast Du auch nach erfolgreichen Abschluss deiner Insolvenz, wieder ein negativ Eintrag in den Auskunfteien wie Schufa etc. und somit wieder ein Knick in deiner Bonität. Dazu im weiteren, ein Gläubiger der eine aus seiner Sicht berechtigte Forderung gegen einen Schuldner hat, kann jederzeit versuchen sich diese Forderung titulieren zu lassen und leitet dazu z.B. das ger. Mahnverfahren ein und in dieser Hinsicht ist er auch an keiner Schadensminderungspflicht gebunden, nur mal jetzt mit angemerkt.

Bevor Du hier also ggfls. irgendwelche und vorschnelle Mitteilungen ans Inkasso machst und auch zumindest keine 70 € in den nächsten Tagen zum zahlen an die Seite bekommen kannst, mache dann lieber erstmal das,

Werde sicherheitshalber morgen mit der Schuldnerberatung nochmal telefonieren
und kontaktiere diesbezüglich erstmal deine Schuldnerberatung.
 

Inkasso

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Hi , was hast Du da gekauft ?
PAIJ ist doch selbst in der Inkassobranche tätig ! Warum wird an ein anderes Inkasso Delta abgegeben ?

Der Geschäftsführer scheint in der rechten Szene zu sein :
Rechtes Land

Sehr mysteriös der Laden
 

axellino

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Hi , was hast Du da gekauft ?
Mal vorweg, ich freue mich sehr, mal wieder von Dir zu lesen (y)(y)
Ich bin zwar jetzt nicht die TE die Du fragst, jedoch antworte ich trotzdem mal kurz dazu, da ich auch das erste von der TE eingestellte Schreiben (Mahnung v. PAIJ), aufgrund von nicht ausreichender Anonymisierung erstmal entfernen musste.
PAIJ hat die Forderung aufgekauft und wurde somit Forderungsinhaber.
Es wurden in der Mahnung geltend gemacht, HF und angemessene Verzugskosten, bis auf völlig überzogene Mahnkosten in Höhe v. 35 €.
TE konnte zu diesen Zeitpunkt die Forderung von PAIJ nicht ausgleichen und teilte denen das mit.
Darauffolgend klopfte PAIJ an der Türe, des wohl im gleichen Haus befindlichen Delta Inkassos, vielleicht brauchte man noch nicht mal an der Türe klopfen, da man sogar Tischnachbar ist:D und übergab die Forderung zum Forderungseinzug an Delta und verpasste somit der TE einen deftigen finanziellen Aufschlag, in form von vorgerichtlichen Inkassogebühren. (Schreiben 2)

PAIJ ist doch selbst in der Inkassobranche tätig ! Warum wird an ein anderes Inkasso Delta abgegeben ?
Na warum wohl :p
Wie sollte man hier sonst versuchen können noch vorg. Inkassogebühren zu generieren und somit als Verzugsschaden gegen die TE geltend zu machen, wenn es PAIJ als Forderungsinhaber nach den RDGEG, logischerweise natürlich nicht selbst machen kann:icon_party:
 

miatha

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Um mal hier eine Rückmeldung zugeben:
Ich hatte mit der zuständigen Schuldnerberatung zwar Kontakt aufgenommen, aber die hätten erst Ende Februar einen Termin gehabt...
Habe daher nun im Februar von der Regelleistung die Hauptforderung nebst angemessener Nebenkosten beglichen, direkt an Paij.

@Inkasso
Nix großartiges, war in einem größeren Sportartikeldiscounter einkaufen und hab halt die Rücklastschrift verpennt... Normalerweise wenn ich ne RLS habe, gleiche ich die umgehend aus. Passiert leider im ALG II Bezug zeitweise, dass sich irgendwas überschneidet, auch wenn ich zu 95% es immer schaffe, mein Konto entsprechend für die Abbuchungen gedeckt zuhaben.
 
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