Rücklastschrift u. aufgelaufene Kosten -> Verkaufte Forderung nun Inkasso mit Horrenden Gebühren?

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miatha

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Hallo,

ich gebs zu, ich hab verpennt, meine Kontoauszüge zu checken und somit die Rücklastschrift nicht rechtzeitig gesehen/ausgeglichen. Zwischen den Jahren kam ein Schreiben, von einem Forderungsmanagement, denen ich mitgeteilt habe, dass ich gerade aufgrund von ALG II nicht in der Lage bin, die Rechnung auszugleichen.

Nun trudelt mir ein Schreiben von einem Inkassounternehmen, welches so zufällig die gleiche Anschrift hat (also vermutlich ein Unternehmen ist), ins Haus.
Aus der Grundforderung von knapp 50€ (Einkauf) und den "Ermittlungsgebühren" von nochmal in gleicher Höhe, wurden jetzt nochmals 85€ aufgeschlagen.

Ich habe eine PI komplett hinter mir und mir ein neues, eigentlich schuldenfreies, Leben aufgebaut. Irgendwie erinnere ich mich, dass man Inkassogebühren nicht tragen muss oder? Sie kommen mir zudem irgendwie unverschämt vor.
Selbstverständlich will ich die Hauptforderung begleichen, ich hab ja schließlich bei dem Laden auch eingekauft.

Kann mir jemand sagen, wie ich vorgehen soll? Beide Schreiben habe ich geschwärzt im Anhang beigefügt.

Danke!
Gruß.


Moderationshinweis...


Sehe gerade das auf den von Dir eingestellten Schreiben 1 (Mahnung), dein Klarname noch ersichtlich ist, aus diesen Grund musste ich es entfernen.
Ggfls. stellst Du es nochmals ausreichend anonymisiert hier ein, Danke !!
Gruß axellino



 

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axellino

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Hallo miatha,

Irgendwie erinnere ich mich, dass man Inkassogebühren nicht tragen muss oder?

Diese deine Erinnerung ist nicht korrekt und kann man pauschalisiert auch so sowieso nicht sagen.
Grundsätzlich können Inkassogebühren als Verzugsschaden geltend gemacht werden und schon zum Zeitpunkt deiner geplatzten Lastschrift, befandest Du dich sofort im Zahlungsverzug. Wie man ggfls. mit geltend gemachten Inkassogebühren, im ganzen oder ebend in dessen geltend gemachter Höhe umgehen könnte, findest Du wahrlich etliche Threads im Schuldenbereich unseres Forums, auch diesbezüglich sehr intressante von User @Inkasso, lese dich ggfls. dazu mal ein.

Kann mir jemand sagen, wie ich vorgehen soll?

Wie Du hier vorgehen "sollst" werde ich persönlich nicht kundtun, diese Entscheidung wirst Du letztendlich selber treffen müssen und wenn Du dir dazu unsicher bist, dann solltest Du ggfls. eine Schuldnerberatung o. Verbraucherzentrale kontaktieren, um zu deinen Anliegen ggfls. eine rechtsverbindliche Aussage zu erhalten. Ich kann und gebe allgemein hier im Forum und auch ausserhalb, nur meine Hinweise, Empfehlungen, Ratschläge ab, die auf einen weitreichenden und langjährigen Erfahrungsschatz beruhen, mehr nicht, ob diesen dann auch gefolgt werden, entscheidet jeder für sich selber, auch was ggfls. ein vorhandenes Restrisiko aufgrund meiner Empfehlung betrifft, auf welches ich auch immer hinweise und hinweisen werde.

Ok, meine Empfehlung hier und gleich mal vorweg, unverzüglich Geld an die Seite nehmen und hier die unstrittige Hauptforderung samt unstrittiger und angemessener Verzugskosten sofort und "zweckgebunden" an den Gläubiger (PAIJ) überweisen, denn aus Erfahrung kann ich dazu sagen, das es nicht mehr lange dauern wird und das gerichtliche Mahnverfahren wird eingeleitet und somit hättest Du zu den schon vorhandenen Klamauk, noch ein finanziellen Aufschlag erhalten.

Aufgrund deiner bisher gemachten Darlegungen,

kam ein Schreiben, von einem Forderungsmanagement, denen ich mitgeteilt habe, dass ich gerade aufgrund von ALG II nicht in der Lage bin, die Rechnung auszugleichen.

Nun trudelt mir ein Schreiben von einem Inkassounternehmen, welches so zufällig die gleiche Anschrift hat (also vermutlich ein Unternehmen ist), ins Haus.

würde ich persönlich somit mein weiteres Vorgehen hier auf den Gläubiger und Schreiben (1) konzentrieren und das Inkasso erstmal aussen vor lassen. Du hattest mit Erhalt der Mahnung den Gläubiger deine zu diesen Zeitpunkt bestehende faktische Zahlungsunfähigkeit aufgrund Sozialleistungsbezugs mitgeteilt und somit ebend, das Du sofort nicht in der Lage bist die Forderung auszugleichen (was Du ihm ggfls. noch mitgeteilt hattest, weiss jetzt natürlich nicht). Somit bestand für den Gläubiger kein bedarf, seine Forderung zum Forderungseinzug an ein Inkasso zu übergeben und somit hier unnötigerweise Kosten in die Höhe zu treiben und damit verstösst er auch aus meiner Sicht eindeutig gegen seine Schadensminderungspflicht ((§ 254 BGB) und er hätte darauffolgend z.B. zur Durchsetzung seiner Forderung selbst aktiv werden müssen und z.B. selbst das ger. Mahnverfahren einleiten können und sich hier nicht somit eines Dritten und somit eines Inkassos bedienen müssen, das ist auch so in einigen Rechtsprechungen zu finden. Desweiteren ist hier wohl eine interne Verfilzung zwischen Gläubiger und Inkasso wohl nicht ganz von der Hand zuweisen, beweisen kann man das natürlich derzeit nicht, ist aber auch derzeit nicht erforderlich, aufjedenfall Gewinne aus Inkassogebühren generieren, gibt es nicht.

Im ganzen erstmal, ich würde nun unverzüglich an den Gläubiger (PAIJ) "zweckgebunden" bezahlen und in den Verwendungszweck der Überweisung nachfolgende Eintragungen vornehmen und wenn der Platz im Verwendungszweck nicht ausreichend sein sollte, dann kannst Du auch mehere Überweisungen diesbezüglich an den Gläubiger ausführen, wichtig ist halt, das diese deine Zahlungen zwingend "zweckgebunden" sind und werden diese zweckgebundene Zahlungen nicht an dich zurück gegeben, dann wäre der Gläubiger und im weiteren auch das Inkasso an dessen Zweckgebundenheit gebunden (§ 367 Abs.2 BGB), da könnten die sich ggfls. drehen und wenden wie sie möchten. Somit würde man sich darauffolgend ggfls. nur mit den Inkasso betreffend der vorgerichtlichen Inkassogebühren auseinandersetzen zu haben und geht diesbezüglich in dessen Streit, dazu habe was geschrieben und ggfls. zum gegebenen Anlass dann mehr.

In den Verwendungszweck der Üerweisung/en an den Gläubiger (PAIJ) sollte rein, immer das von ihm im Schreiben1 (Mahnung) benannte Zeichen XXXXX, dementsprechend dazu, Warenkauf 48,97 €, Rücklastschriftgebühren 3,10 €, Adressermittlungskosten 15 € (dazu möchte ich schreiben, ich kenne TeleCash als Zahlungsdienstleister an Kassen, Tankstelle, Supermärkte oder ähnliches und wenn diese deine damalige versuchte und gescheiterte Zahlung damit in Verbindung zu bringen ist, dann sind explizit diese geltend gemachte Kosten aus meiner Sicht angemessen und ggfls. wegen paar Euro würde ich persönlich jetzt da nicht unbedingt ein Fass aufmachen wollen), Verzugszinsen 1 € (dazu von mir, ein paar Cent aufgerundet und beginnend ab Forderungsdatum 15.08.2018), Mahnkosten ?? € (dazu von mir, pro Mahnschreiben des Gläubigers sind max. 2,50 € zu erstatten, mehr nicht, dementsprechend ist diese angemessene Höhe von Dir zu erstatten).

So würde ich persönlich aufgrund deiner bisher gemachten Darlegungen hier erstmal weiter vorgehen und ggfls. alles weitere daraufhin.

VG
axellino
 

miatha

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Wenn alles gut geht, habe ich ab Mitte Februar/Anfang März wieder Arbeit. Im Januar kann ich 0,00€ mehr zahlen, habe noch ganze 4€ auf dem Konto, keinerlei Rücklagen mehr.
Somit werde ich denen noch mitteilen, dass ich mich fristgemäß bei PAIJ gemeldet habe, und im Februar dann umgehend die Hauptforderung beginnen auszugleichen... 65-70€ insg. sehe ich als angemessen an.

Werde sicherheitshalber morgen mit der Schuldnerberatung nochmal telefonieren, danke einstweilen.
 

axellino

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Wenn alles gut geht, habe ich ab Mitte Februar/Anfang März wieder Arbeit. Im Januar kann ich 0,00€ mehr zahlen, habe noch ganze 4€ auf dem Konto, keinerlei Rücklagen mehr.

Hast Du denn ggfls. niemanden im Verwandten und Bekanntenkreis, wo Du dir kurzfristig erstmal ca. 70 € leihen könntest ??

Somit werde ich denen noch mitteilen, dass ich mich fristgemäß bei PAIJ gemeldet habe, und im Februar dann umgehend die Hauptforderung beginnen auszugleichen... 65-70€ insg. sehe ich als angemessen an.

Das möchtest Du also dem Inkasso mitteilen und meinst/hoffst damit, das die einstweilen die Füsse stillhalten, bis Du die auch hier aus deiner Sicht angemessenen Kosten in Höhe von 65-70€ begleichst ??
Das solltest Du besser in vielerlei Hinsicht erstmal unterlassen, damit würdest Du ggfls. auch eine Abgabe an die Vertragskanzlei des Inkassos zum einleiten des gerichtlichen Mahnverfahren, unnötig provozieren und beschleunigen. Dessen Bedeutung hatte ja schon dargelegt, neben der berechtigten Hauptforderung und den berechtigten Verzugskosten, bekämst Du noch zumindest ein finanziellen Aufschlag in form von Gerichtskosten für den Mahnbescheid und Verfahrenskosten des Anwalts und wenn Du diese berechtigten Kosten aus den MB, dann nicht innerhalb von 14 Tagen ausgleichen würdest, dann hast Du auch nach erfolgreichen Abschluss deiner Insolvenz, wieder ein negativ Eintrag in den Auskunfteien wie Schufa etc. und somit wieder ein Knick in deiner Bonität. Dazu im weiteren, ein Gläubiger der eine aus seiner Sicht berechtigte Forderung gegen einen Schuldner hat, kann jederzeit versuchen sich diese Forderung titulieren zu lassen und leitet dazu z.B. das ger. Mahnverfahren ein und in dieser Hinsicht ist er auch an keiner Schadensminderungspflicht gebunden, nur mal jetzt mit angemerkt.

Bevor Du hier also ggfls. irgendwelche und vorschnelle Mitteilungen ans Inkasso machst und auch zumindest keine 70 € in den nächsten Tagen zum zahlen an die Seite bekommen kannst, mache dann lieber erstmal das,

Werde sicherheitshalber morgen mit der Schuldnerberatung nochmal telefonieren

und kontaktiere diesbezüglich erstmal deine Schuldnerberatung.
 

Inkasso

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Hi , was hast Du da gekauft ?
PAIJ ist doch selbst in der Inkassobranche tätig ! Warum wird an ein anderes Inkasso Delta abgegeben ?

Der Geschäftsführer scheint in der rechten Szene zu sein.
Sehr mysteriös der Laden
 

axellino

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Hi , was hast Du da gekauft ?

Mal vorweg, ich freue mich sehr, mal wieder von Dir zu lesen (y)(y)
Ich bin zwar jetzt nicht die TE die Du fragst, jedoch antworte ich trotzdem mal kurz dazu, da ich auch das erste von der TE eingestellte Schreiben (Mahnung v. PAIJ), aufgrund von nicht ausreichender Anonymisierung erstmal entfernen musste.
PAIJ hat die Forderung aufgekauft und wurde somit Forderungsinhaber.
Es wurden in der Mahnung geltend gemacht, HF und angemessene Verzugskosten, bis auf völlig überzogene Mahnkosten in Höhe v. 35 €.
TE konnte zu diesen Zeitpunkt die Forderung von PAIJ nicht ausgleichen und teilte denen das mit.
Darauffolgend klopfte PAIJ an der Türe, des wohl im gleichen Haus befindlichen Delta Inkassos, vielleicht brauchte man noch nicht mal an der Türe klopfen, da man sogar Tischnachbar ist:D und übergab die Forderung zum Forderungseinzug an Delta und verpasste somit der TE einen deftigen finanziellen Aufschlag, in form von vorgerichtlichen Inkassogebühren. (Schreiben 2)

PAIJ ist doch selbst in der Inkassobranche tätig ! Warum wird an ein anderes Inkasso Delta abgegeben ?

Na warum wohl :p
Wie sollte man hier sonst versuchen können noch vorg. Inkassogebühren zu generieren und somit als Verzugsschaden gegen die TE geltend zu machen, wenn es PAIJ als Forderungsinhaber nach den RDGEG, logischerweise natürlich nicht selbst machen kann:icon_party:
 

miatha

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Um mal hier eine Rückmeldung zugeben:
Ich hatte mit der zuständigen Schuldnerberatung zwar Kontakt aufgenommen, aber die hätten erst Ende Februar einen Termin gehabt...
Habe daher nun im Februar von der Regelleistung die Hauptforderung nebst angemessener Nebenkosten beglichen, direkt an Paij.

@Inkasso
Nix großartiges, war in einem größeren Sportartikeldiscounter einkaufen und hab halt die Rücklastschrift verpennt... Normalerweise wenn ich ne RLS habe, gleiche ich die umgehend aus. Passiert leider im ALG II Bezug zeitweise, dass sich irgendwas überschneidet, auch wenn ich zu 95% es immer schaffe, mein Konto entsprechend für die Abbuchungen gedeckt zuhaben.
 

miatha

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Hoi Ihr!
Nachdem ich vor 4 Monaten die Hauptforderung nebst angemessenen Kosten (wie von axelino vorgeschlagen) ausgeglichen habe, flatterte mir nun ein Schreiben vom Rechtsanwalt Arno Becker ins Haus, über den man nun versucht, den rest der Forderung einzutreiben.
Die Überweisung war in 2 Teilen, jeweils mit genauer Bezeichnung wieviel für was Zweckgebunden überwiesen wird. (Hauptforderung, Zinsen etc.)

Hat jemand einen Ratschlag für mich? Selbst Anschreiben? Zu einem Rechtsanwalt gehen (und Kosten abwälzen?)? Aussitzen?
Ich bin bis August noch mit SGB II-Leistungen gefördert, da ich für meine Arbeit eine zusätzliche Funktionsausbildung durchlaufen muss.

Danke!
 

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axellino

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Hallo,

Nachdem ich vor 4 Monaten die Hauptforderung nebst angemessenen Kosten (wie von axelino vorgeschlagen) ausgeglichen habe, flatterte mir nun ein Schreiben vom Rechtsanwalt Arno Becker ins Haus, über den man nun versucht, den rest der Forderung einzutreiben.

Genau, meine Empfehlung/Vorschlag war hier erstmal und dazu stehe ich natürlich auch,

In den Verwendungszweck der Üerweisung/en an den Gläubiger (PAIJ) sollte rein, immer das von ihm im Schreiben1 (Mahnung) benannte Zeichen XXXXX, dementsprechend dazu, Warenkauf 48,97 €, Rücklastschriftgebühren 3,10 €, Adressermittlungskosten 15 € (dazu möchte ich schreiben, ich kenne TeleCash als Zahlungsdienstleister an Kassen, Tankstelle, Supermärkte oder ähnliches und wenn diese deine damalige versuchte und gescheiterte Zahlung damit in Verbindung zu bringen ist, dann sind explizit diese geltend gemachte Kosten aus meiner Sicht angemessen und ggfls. wegen paar Euro würde ich persönlich jetzt da nicht unbedingt ein Fass aufmachen wollen), Verzugszinsen 1 € (dazu von mir, ein paar Cent aufgerundet und beginnend ab Forderungsdatum 15.08.2018), Mahnkosten ?? € (dazu von mir, pro Mahnschreiben des Gläubigers sind max. 2,50 € zu erstatten, mehr nicht, dementsprechend ist diese angemessene Höhe von Dir zu erstatten).

und Du,

. 65-70€ insg. sehe ich als angemessen an.

Habe daher nun im Februar von der Regelleistung die Hauptforderung nebst angemessener Nebenkosten beglichen, direkt an Paij.

wenn Dir jetzt aber schon nach den ersten Drohbrief von dem Rechtsdreher Becker die Düse hochgeht, für das mögliche aussitzen des restlich geforderten völlig überzogenen Gebühren + Kostenschrott, dann bezahle
einfach den geforderten Rest und Du wirst natürlich deine Ruhe haben, ok;)

Das so eine im Einklang von uns beiden praktizierte Vorgehensweise von der Gegenseite nicht so einfach geschluckt wird, sollte Dir doch sicherlich vorher bewusst gewesen sein, oder ??

Hat jemand einen Ratschlag für mich? Selbst Anschreiben? Zu einem Rechtsanwalt gehen (und Kosten abwälzen?)? Aussitzen?

Die Überweisung war in 2 Teilen, jeweils mit genauer Bezeichnung wieviel für was Zweckgebunden überwiesen wird. (Hauptforderung, Zinsen etc.)

Kannst Du das bitte hier erstmal konkret aufschlüsseln und im weiteren ggfls. nochmals, das Schreiben mit der beinhalteten Forderungsaufstellung aus deinen Eingangsbeitrag, "ausreichend anonymisiert" hier einstellen, habe dessen Inhalt nicht mehr auf den Schirm, sorry, natürlich aber nur wenn Du magst, ansonsten und wie auch schon empfohlen, wende dich nochmals an deine Schuldnerberatung.

Bevor Du hier also ggfls. irgendwelche und vorschnelle Mitteilungen ans Inkasso machst und auch zumindest keine 70 € in den nächsten Tagen zum zahlen an die Seite bekommen kannst, mache dann lieber erstmal das,

Werde sicherheitshalber morgen mit der Schuldnerberatung nochmal telefonieren

und kontaktiere diesbezüglich erstmal deine Schuldnerberatung.

Ich hatte mit der zuständigen Schuldnerberatung zwar Kontakt aufgenommen, aber die hätten erst Ende Februar einen Termin gehabt...

und ggfls. liest Du nochmals meine ganzen Ausführungen hier, vorallendingen Beitrag 2 ;)

So denn Du tatsächlich so vorgegangen bist, wie von mir dargelegt wurde, müsste Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen, das man hier ggfls. abschliessend versuchen würde, "explizit" nur die in einer unverschämten Höhe geltend gemachten vorgerichtlichen Inkassogebühren (1,3-Geschäftsgebühr + Auslagen) und ihre völlig in der Höhe überzogenen und somit nicht durchsetzungsfähigen Mahnkosten, diese einzuklagen.

Was die Inkassobranche absolut auf Teufel komm raus vermeiden will ist, wenn sie ggfls. einen Richter ihre Arbeitsweise u. Arbeitsaufwand offenlegen müssten und z.B. hier bei Dir, wie man hier z.B. auf eine erstattungsfaehige 1,3 Gebühr kommt, dessen Geltendmachung vom Gesetz her zwar erlaubt ist, aber ggfls. für ein, zwei standardisierte Schreiben völlig überzogen und derzeit aufgrund der noch vorhandenen Inkasso unfreundlichen Rechtsprechung in Deutschland, waere diese für sie sicher nicht zu realisieren, das wissen und ahnen die aber auch selber und darum wurde auch bisher, noch nie versucht, explizit nur vorg. Inkssogebuehren einzuklagen.
 

miatha

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wenn Dir jetzt aber schon nach den ersten Drohbrief von dem Rechtsdreher Becker die Düse hochgeht, für das mögliche aussitzen des restlich geforderten völlig überzogenen Gebühren + Kostenschrott, dann bezahle
einfach den geforderten Rest und Du wirst natürlich deine Ruhe haben, ok;)
Ruhe? Kenne ich nicht, was ist das und wie wird das geschrieben? ;)

Das so eine im Einklang von uns beiden praktizierte Vorgehensweise von der Gegenseite nicht so einfach geschluckt wird, sollte Dir doch sicherlich vorher bewusst gewesen sein, oder ??

Ist mir durchaus bewusst und mir geht auch keine Drüse hoch, alles gut.

Forderungsaufstellungsschreiben von Paij/Delta nochmal anbei. Ebenso was ich am 28.12.18 an die liebe Firma Paij schrieb.
Es waren 2 Überweisungen mit den Betreffzeilen: "Zweckgebunden nur für Hauptforderung Warenkauf 48,97€," , "Zweckgebunden nur für Rücklastschriftgebühren 3,10€", "Zweckgebunden nur für Adressermittlungskosten 15€", "Zweckgebunden nur für Verzugszinsen 1€", "Zweckgebunden nur für Mahngebühr 2,50€"
Insgesamt eine Summe von 70,57€

Man fordert nun also noch genau die Differenz zu der Summe, die Delta damals wollte. Erhöhte Mahngebühr und Ihre Inkassogebühren.
 

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axellino

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Man fordert nun also noch genau die Differenz zu der Summe, die Delta damals wollte. Erhöhte Mahngebühr und Ihre Inkassogebühren.

Erstmal vielen Dank für das nochmalige einstellen des Schreibens mit der beinhalteten Forderungsaufstellung, so konnte man sicherheitshalber nochmals ein Blick drauf werfen.

Nun, wie schon dargelegt, natürlich deine Entscheidung, was Du hier weitergehend machst.
Zeitig nochmals versuchen deine Schuldnerberatung zu kontaktieren o. Rest zahlen und somit nervigen Droh und Bettelbriefen aus den Weg gehen und somit würde deine Drüse dann auch entspannt bleiben:p
oder aber und das würde ich, aufgrund deiner bisher gemachten Darlegungen und den einzusehenden Schriftverkehr hier persönlich weitergehend machen und so ist es dann auch bitte zu verstehen, ich persönlich, das ganze versuchen auszusitzen und erst und aufjedenfall auf das diesbezüglich widererwartende eintreffen eines Mahnbescheides fristgerecht reagieren.

Wenn letzteres und es juckt Dir ein wenig in den Fingern, dann könntest Du ggfls. Becker ein einmaliges Schreiben unter die Nase binden und ggfls. weiteres aussergerichtliche Techtelmechtel mit ihm, sollte von deiner Seite aus, dann auch unterbleiben, z.B.

Hiermit weise ich Ihre Forderung vollumfänglich zurück.
Die Hauptforderung samt berechtigter und angemessener Verzugskosten wurde von mir zweckgebunden beglichen, den darüber hinaus gehenden geforderten Betrag, widerspreche ich.
Weitere Briefe Ihres Hauses werden zu keiner Zahlung führen und einen evtl. Mahnbescheid werde ich diesbezüglich widersprechen.
Mfg

kannst Du machen, musst aber nicht. Denn mit deiner zweckgebundenen Zahlung von Hauptforderung und berechtigter und vorallendingen auch angemessener Verzugskosten, weiss die Gegenseite sicher schon, in welche Richtung das für sie weitergehend laufen wird, denn die Vorgehensweise, das nicht einfach geltend gemachte vorg. Inkassogebühren als Verzugsschaden in einer unverschämten Höhe einer 1,3 Gebühr samt Auslagen von jeden geschluckt werden, ist ihnen sicher nicht unbekannt und das ist auch gut und richtig so;)

VG
axellino
 

miatha

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Moin Moin :)
Ich habe mich für das Aussitzen entschieden. So vier wochen nachdem letzten Schreiben flatterte mir ein erneutes ins Haus. Ich hab damit jetzt genau das gemacht, was ich mit den vorherigen auch getan hab: Zur Seite gelegt und sitze es aus. Lustig finde ich aber daran, dass sich nicht mehr Becker meldet, sondern wieder Delta :D
Bin mal gespannt, ob die wirklich einen Mahnbescheid beantragen.

lg
Claudia
 

miatha

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Hola!
Es ist Sommerloch, oder nicht? Abwechselnd versuchen Delta und Becker mir auf die Pelle zurücken und drohen immer weiter mit Mahnbescheid, aber außer heiße Luft kommt da noch immer nichts. Den wollte man schon Ende Mai beantragen, so lahm sind aber selbst unsere Gerichte nicht (hab ja selbst solche Dinger beruflich beantragt) :D
 

Inkasso

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" Lustig finde ich aber daran, dass sich nicht mehr Becker meldet, sondern wieder Delta"

sind echt 2 verschiedene Inkassofirmen wegen der selben Angelegenheit ? ( Mit Becker ist Inkasso Becker Wuppertal gemeint ?)
 

miatha

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Die Party geht weiter: Inzwischen haben wir einen weiteren Rechtsanwalt im Boot (Rechtsanwalt Bernd Rudolph), der nunmehr wieder die Hauptforderung mit Verzugsschäden und den Kosten seiner Beauftragung verlangt. Seine Gebühren sind ja im gegensatz zu denen seinerzeit von Delta noch günstig, "nur" 21,42€

Lustigerweise ändert sich der Sitz des anschreibenden Unternehmens nie. Immer die gleiche anschrift :D

Kann man gegen die eigentlich was unternehmen, ebenso juristisch zurück boxen oder so? Der bekommt zumindest von mir mal den Hinweis, das die Forderung samt angemessener Verzugskosten gezahlt wurde.
 

axellino

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Kann man gegen die eigentlich was unternehmen, ebenso juristisch zurück boxen oder so? Der bekommt zumindest von mir mal den Hinweis, das die Forderung samt angemessener Verzugskosten gezahlt wurde.

Außergerichtlich wirst Du die sowieso nicht bremsen, da kannst Du denen hinkleistern was Du möchtest, wobei mehr als die Forderung mit ggfls. einen kleinen Hinweis einmalig zu widersprechen (falls noch nicht geschehen), ist dann hier auch nicht zu empfehlen, z.B.

Hiermit weise ich Ihre Forderung vollumfänglich zurück.
Die Hauptforderung samt berechtigter und angemessener Verzugskosten wurden von mir beglichen, den darüber hinaus gehenden geforderten Betrag, widerspreche ich. Weitere Briefe Ihres Hauses werden zu keiner Zahlung führen und einen evtl. Mahnbescheid werde ich diesbezüglich widersprechen.
Mfg

die werden den als Verzugsschaden geltend gemachten Gebührenkrams, weiterhin von Dir haben wollen, wie lange ggfls. noch und obs nur bei außergerichtlich bleibt oder man es ggfls. auch gerichtlich versucht, z.B. mit einleiten des ger. Mahnverfahrens (was mir hier bei Dir, beim bestenwillen aber eigentlich nicht vorstellen kann), bliebe abzuwarten.

Nur mal jetzt allgemein, aufgrund von einigen Aspekten, hier jedoch nicht von mir zu empfehlen.
Man kann natürlich auch gerichtlich gegen jemand, der sich einer Forderung berühmt, die man als unberechtigt ansieht, versuchen vorzugehen und dies z.B. in form einer negativen Feststellungsklage § 256 ZPO.
Der Aufwand der negativen Feststellungsklage ist für den Kläger gering. Dieser muss nur darlegen und beweisen, das sich der Beklagte der Forderung berühmt hat, d.h. behauptet hat, die Forderung gegenüber dem Kläger stehe ihm zu. Die Darlegungs und Beweislast für den angeblichen Anspruch liegt beim Beklagten, also ebend demjenigen, der sich der Forderung berühmt.

Auch wenn die Liebesbriefchen von denen nervig sind, weiterhin cool und standhaft bleiben, auf kurz oder lang sollte das ganze hier eigentlich einschlafen;)
 

miatha

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Guten Morgen,
Paij lies tatsächlich nicht locker und hat über den Rechtsanwalt Rudolph einen Mahnbescheid beantragt. Diesem habe ich heute widersprochen. Die Forderung samt angemessener Kosten ist nachweislich bezahlt.
Blöd ist nun nur, dass ich keine Rechtsschutzversicherung mehr habe, außer dem Gewerkschaftlichen Rechtsschutz, der afaik aber nur im Sozial/Arbeitsrecht greift, und somit, wenn die es nun auf die Spitze treiben wollen, eben weitere Kosten auf mich zukommen.

Falls das noch jemand vor 16Uhr heute liest und beantworten kann (weil danach bin ich erst mal 1 Woche im Urlaub): Ist es sinnvoll, dem Mahngericht direkt die Nachweise über die bereits lange erfolgte Zahlung mitzusenden?
 

axellino

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Die Forderung samt angemessener Kosten ist nachweislich bezahlt.

Und trotzdem wird im MB die von Dir beglichene Hauptforderung samt der anfangs benannten Verzugskosten, weiterhin vollends gegen dich geltend gemacht, ja :oops:

.........................Ist es sinnvoll, dem Mahngericht direkt die Nachweise über die bereits lange erfolgte Zahlung mitzusenden?

Eine Widerspruchsbegründung an das Gericht ist nicht erforderlich. Eine solche würde das Gericht nicht einmal lesen, da das eingeleitete Mahnverfahren an sich erstmal ein automatisiertes Verfahren ist und sich das Gericht zu diesem Zeitpunkt für deinen Fall überhaupt nicht zuständig fühlen würde.

Du könntest ggfls. dem Antragsteller des MB ein knapp und kurz gehaltenes Schreiben zukommen lassen, in diesem Du klarstellst, das Hauptforderung samt angemessener Verzugskosten nachweislich beglichen wurden und Du den Widerspruch auf den MB aufrecht erhalten wirst, mehr dann aber auch nicht. Bleibt aber natürlich im endeffekt Dir überlassen, ob Du dieses machst.

Kann mir aber aufgrund deiner ganzen bisherigen Darlegungen und Schilderungen beim bestenwillen nicht vorstellen, z.B. mal aus Beitrag 10

Man fordert nun also noch genau die Differenz zu der Summe, die Delta damals wollte. Erhöhte Mahngebühr und Ihre Inkassogebühren.

das folgend auf dein komplett Widerspruch, die Gegenseite ins streitige Verfahren geht, das würde eigentlich gegen jede Vernunft sprechen und würde für die Gegenseite ein reines Minusgeschäft werden.
Abwarten, aber nun solltest Du erstmal deinen Urlaub geniessen ;)
 

Inkasso

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Der Komplette MB Widerspruch war richtig. ( Widerspruchsformular ans zuständige Mahngericht)
Auf keinen Fall bei dem RA anrufen. Der nächste Brief wird eine Aufforderung sein den Widerspruch zu begründen und/oder zurückzunehmen

Ich würde gerne mal erfahren was konkret im Mahnbescheid eingefordert wird ?
Die damaligen Zahlungen waren ja zweckgebunden ?
Evtl kannst Du mal verlinken (Adresse abdecken)
 

miatha

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Hallo Ihr,
ich bin heute Nacht erst aus dem Urlaub zurück gekommen, werde morgen, spätestens Samstag dann gerne mal die Unterlagen scannen. Habe auch einen Papierausdruck meiner Überweisungen (Onlinebanking) in meiner Akte liegen. Dem MB habe ich komplett widersprochen, nur auf dem Formular.
liebe grüße
Claudia
 

miatha

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So. Wie versprochen, der MB und nochmals mein Zahlungsnachweis. Hoffe alle relevanten persönlichen Daten abgedeckt zuhaben :)
 

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