Rückkehr von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung (1 Betrachter)

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franky0815

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Ganz offizielle Hintertür: Rückkehr von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung ohne einjährige Wartezeit!

vll. wäre es für einige wichtig. die regelung ist doch recht stillschweigend eingeführt worden.
natürlich klammheimlich, der aufschrei wäre sonst unüberhörbar, und m.m. auch mit recht, es kann doch nich sein das man jahrelang in der günstigen privaten versichert is und dann wenn es wirtschaftlich nich mehr so läuft oder vll. weil man genug zusammen hat wieder in die solidargemeinschaft wechselt.

ich überlege ernsthaft mich aus diesem system auszuklinken.
 
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natürlich klammheimlich, der aufschrei wäre sonst unüberhörbar, und m.m. auch mit recht, es kann doch nich sein das man jahrelang in der günstigen privaten versichert is und dann wenn es wirtschaftlich nich mehr so läuft oder vll. weil man genug zusammen hat wieder in die solidargemeinschaft wechselt.

ich überlege ernsthaft mich aus diesem system auszuklinken.
Als Privatversicherter ist man auch in einer Solidargesellschaft, nur eben in einer kleineren. Ich finde es überhaupt nicht verwerflich, wenn jemand von der PKV zurück in die GKV wechseln will angesichts sich ändernder Lebensumstände. WEnn es sich jemand nicht mehr leisten kann die PKV zu bezahlen, warum sollte dann sein Leben finanziell ruiniert werden, weil es keinen Weg mehr zurück in die GKV gibt? Niemand kann wissen, wie es im Leben weitergeht, was alles so passieren wird. Außerdem wird das ja nur wirklich zum Problem, wenn derjenige krank ist, sonst profitiert die GKV ja davon die Beiträge zu bekommen.

Fakt ist, die GKV bzw. die Politik hat es sich ja komplett selbst zuzuschreiben, dass Leute überhaupt aus der GKV abwandern.

1. In den Anfangsjahren als Gründer ist die GKV unbezahlbar (inzwischen ist es die PKV auch, es sei denn man ist 18 und kerngesund).

2. Man wird wie ein Stück Brot behandelt als Kassenpatient, wer es sich leisten kann wird sich natürlich privat versichern, denn es geht um die eigene Gesundheit und nicht um irgendeine Banalität. Solidarität hin oder her- hier hört sie auf bei den meisten.

3. Die Politik hat die Koexistenz beider Systeme ja ausdrücklich gewollt.

Meiner Meinung nach gehört das alles abgeschaft. Entweder es gibt nur noch die PKV, wo dann eben jeder Mensch wie ein Goldesel behandelt wird, oder es gibt nur noch die GKV, wo die Ärzte dann auch ordentlich bezahlt werden nach tastsächlicher Leistung. Und natürlich sollte es eine einzige Krankenkasse geben und nicht 150.
Und die Beitragsbemessungsgrenze sollte auch wegfallen!!
 

Ah4entheater

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Wenn jemand die Selbständigkeit - auch nur vorübergehend - durch einen Angestelltenvertrag (kann ja z.B. auf drei Monate befristet sein) aufgibt, dann MUSS man sogar die PKV aufgeben!! Selbst wenn man mit seinem Verdienst im Angestelltenverhältnis oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegt MUSS man erstmal die PKV aufgeben und die GKV akzeptieren. Erst nach einem Jahr könnte man dann wieder in die PKV wechseln (sollte dann noch - ohne Unterbrechung durch erneute selbständige Beauftragung bzw. selbständige Tätigkeit - ein Angestelltenvertrag mit Gehalt oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze bestehen).

Eine Riesensauerei ist das!
 

alteschachtel

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das ist kein geheimnis mit der rückkehr in die GKV!!

gibt ein selbständiger mit pkv sein gewerbe auf und geht in ein angestelltenverhältnis ist er automatisch in die gkv wenn er unter der jahresentgeltgrenze verdient, ausnahme ist wenn er bereits die 55j. überschritten hat, dann bleibt er pkv versichert.
verdient er im angestelltenverhältnis über der jahresentgeltgrenze kann er in der pkv bleiben!
die wartefristen um in die pkv zu kommen gibt es nicht mehr, wer die jahresentgeltgrenze übersteigt, kann sofort in die pkv. fristgerechte kündigung gkv und aufnahmebestätigung der pkv vorausgesetzt.


gruss alteschachtel

O.T.
zum thema besserer patient welcher pkv versichert ist-meist überbehandelt, lang therapiert im sinne von wie kommt doc. zum zweiten porsche, die gattin zur nächsten prada- ich kenne den vergleich gkv zu pkv- ich wurde nur freundlicher bedient mit horror rechnungen!
 

Ah4entheater

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verdient er im angestelltenverhältnis über der jahresentgeltgrenze kann er in der pkv bleiben!
NEIN! Eben genau nicht! Auch DANN MUSS man aus der Selbständigkeit kommend ERST EINMAL zurück in die GKV. Und erst nach einem Jahr könnte man wieder zurück in die PKV.

Weiß ich von einem konkreten Fall über Dritte, der sogar einen Arbeitsrechtler dazu eingeschaltet hatte.
 

Caso

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NEIN! Eben genau nicht! Auch DANN MUSS man aus der Selbständigkeit kommend ERST EINMAL zurück in die GKV. Und erst nach einem Jahr könnte man wieder zurück in die PKV.
Völlig falsch!!
Fakt vor der Gesetzesänderung: Erst nach einjähriger Wartezeit durften unter 55-Jährige wieder in die Gesetzliche KV.
Fakt nach der Gesetzesänderung:Seitdem kann (und muss) man bei Aufgabe der hauptberuflichen Selbständigkeit ab dem ersten Tag zurück in die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung.

Erkennst du den Wert? Man muß das 1 Jahr nicht mehr abwarten. Das Gesetz gilt ab 1.8.2013
Sonst bitte den § nachlesen:§ 188 (4) SGB 5

Frage: Warum sollte jemand nach 1 Jahr freiwillig wieder in die PKV wollen??
Bitte nochmal den Betreff lesen.
 

Hainbuche

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Frage: Warum sollte jemand nach 1 Jahr freiwillig wieder in die PKV wollen??
Weil er so gut verdient, daß das für ihn günstiger ist?

Super Job gefunden, sattes Gehalt und satte Abzüge?

Gutverdienende Singles oder Dinks stehen mit der PKV ja nicht unbedingt schlecht da.

Das lange Gesicht kommt dann oft später (womit wir wieder beim Thread-Titel wären).
 

Ah4entheater

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Weil er so gut verdient, daß das für ihn günstiger ist?
:danke:

@Caso:

offenbar bist DU hier derjenige, der hier nicht lesen und verstehen kann.
Es geht mir hier gerade um DIESEN Sachverhalt:

verdient er im angestelltenverhältnis über der jahresentgeltgrenze kann er in der pkv bleiben!

NEIN! Eben genau nicht! Auch DANN MUSS man aus der Selbständigkeit kommend ERST EINMAL zurück in die GKV. Und erst nach einem Jahr könnte man wieder zurück in die PKV.
Weiß ich von einem konkreten Fall über Dritte, der sogar einen Arbeitsrechtler dazu eingeschaltet hatte.
Lies nochmal meinen Beitrag #4.
 

Caso

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@Caso:
offenbar bist DU hier derjenige, der hier nicht lesen und verstehen kann.
Es geht mir hier gerade um DIESEN Sachverhalt:
Lies nochmal meinen Beitrag #4.
Ja, ich hab das schon verstanden. Schau nochmal in den Betreff.
Und zeig mir die vielen grausamen Fälle, wo ein Selbständiger seine selbständige Tätigkeit aufgibt oder unterbricht (warum eigentlich??) und dann erst in die GKV (zu welchem Beitrag?) und dann erst 1 Jahr später wieder in die PKV(zu welchem Beitrag??)
Es wimmelt ja geradezu von Selbständigen, die mal eben rüberhüpfen in einen gutbezahlten Angestelltenjob für 3 Monate---ja?

Was ist jetzt eine Riesensauerei?
Daß Selbständige nicht mehr 1 Jahr vor den Toren der GKV warten müssen, wenn sich ihre Selbständigkeit aus X Gründen nicht mehr trägt?
Oder dein Einzelfall, der ja wohl soooo häufig vorkommt wie Sonnenschein im Juni? Oder weil du den kennst, dem das so passierte?

Insgesamt: Die Gesetzesänderung ist eine Erleichterung für ältere Selbständige. (Auch, wenn die achsoböse FDP das Gesetz durchgesetzt hat, ebenso wie diese unsägliche Ulla-Schmidt-Gesetzes-Tragödie mit den 5%-pro-Monat-Säumniszuschlag bei KV-Beitrags-Rückstand.)

Aber wir wollen den Thread ja NICHT schreddern, nöch?
 

alteschachtel

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NEIN! Eben genau nicht! Auch DANN MUSS man aus der Selbständigkeit kommend ERST EINMAL zurück in die GKV. Und erst nach einem Jahr könnte man wieder zurück in die PKV.

Weiß ich von einem konkreten Fall über Dritte, der sogar einen Arbeitsrechtler dazu eingeschaltet hatte.

in welchem Jahr war das denn??

und dann arbeitsrechtler??? das kann nur in die hose gehen, denn die angelegenheiten (statusänderungen) sind geregelt im SGB und VVG (versicherungsvertragsrecht)
 

Ah4entheater

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Und zeig mir die vielen grausamen Fälle, wo ein Selbständiger seine selbständige Tätigkeit aufgibt oder unterbricht (warum eigentlich??) und dann erst in die GKV (zu welchem Beitrag?) und dann erst 1 Jahr später wieder in die PKV(zu welchem Beitrag??)
Es wimmelt ja geradezu von Selbständigen, die mal eben rüberhüpfen in einen gutbezahlten Angestelltenjob für 3 Monate---ja?
JA!, so ist es in der Tat, mein lieber Caso, das gibt es tatsächlich! Aber ich sehe schon, Du hast wirklich keine Ahnung.

Es gibt jede Menge Freiberufler und Freelancer in Deutschland, die gerade im IT-Umfeld in größeren Unternehmen bzw. Konzernen heutzutage fast nur noch über Vermittler an ihre Aufträge kommen (es gab Zeiten, da war das mal sehr anders). Und da kann es schon mal vorkommen, dass sich ein Freiberufler / Freelancer entscheidet (oder auch entscheiden muss, will er/sie das Projekt haben will bzw. muss) befristet (!) einen Vertrag auf Angestelltenbasis zu akzeptieren. Ist nicht das Ziel und ist auch nicht schön, wenn man eigentlich selbständig sein will, aber solche Fälle gibt es. Und leider mittlerweile immer mehr. Denn brandaktuell geht, um beim Beispiel der IT-Szene zu bleiben, auch noch zunehmend die Angst um, dass Unternehmen aufgrund der schon seit Jahren gegebenen, sehr unklaren Rechtslage der Scheinselbständigkeit zur Nachzahlung von Sozialversicherungsbeiträgen verdonnert werden könnten, wenn durch ein bzw. mehrere Statusfeststellungsverfahren bekannt würde, dass der/die Freelancer / Freiberufler als scheinselbständig eingestuft wird/werden. Also versuchen die Unternehmen zunehmend Vertragssituationen mit Freiberuflern und Freelancern auf selbständiger Basis zu vermeiden und letztlich diese indirekt (eben über Vermittler) zu befristeten Angestelltenverhältnissen zu zwingen. Was wiederum einen ganzen Berufsstand (Freiberufler / Freelancer) zu zerstören droht. So viel zum Thema "grausam".

Aber dieses Thema führt hier nun zu weit.

Denn wir wollen den Thread ja NICHT schreddern, gell Caso :icon_knutsch:


in welchem Jahr war das denn??
Ende 2013
 

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Ich finde es überhaupt nicht verwerflich, wenn jemand von der PKV zurück in die GKV wechseln will angesichts sich ändernder Lebensumstände.

Ich ja!

Ausserdem gibt es für PKV-Versicherte bei "geänderten Lebensumständen" den tollen Basistarif.
 
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Ich ja!

Ausserdem gibt es für PKV-Versicherte bei "geänderten Lebensumständen" den tollen Basistarif.
Ja, du gehörst dann vielleicht auch zu denen, die das ALG2 sofort auf 0 kürzen würden, wenn die Gelegenheit bestände.

Soviel zur omnipräsenten Solidarität nicht wahr....

Der Basistarif einer PKV kostet nicht viel weniger als ein normaler Tarif, hat dafür aber mit schlechteren Leistungen als in der GKV.

Wie sieht es eigentlich mit all den Familienversicherten aus, sind das auch alles Schmarotzer?
 

alteschachtel

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@Ah4entheater


2013!!!

entweder war der übergang selbständig zu abhängigbeschäftigt nicht nahtlos oder dein bekannter hat die jahresentgeltgrenze nicht geknackt sondern nur die beitragsbemessungsgrenze!!
es gibt zwei grenzen, die sind zu beachten und die wichtigste beim wechsel selbständig in abhängigbeschäftigt um in der pkv zu bleiben ist die jahresentgeltgrenze im fachterminus JAEGLER.

ich habe in meiner tätigkeit für eine pkv einige mandanten nahtlos von der selbständigkeit zur abhängigbeschäftigung betreut und als JAEGLER sind sie alle in der pkv geblieben!
 

alteschachtel

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Ich ja!

Ausserdem gibt es für PKV-Versicherte bei "geänderten Lebensumständen" den tollen Basistarif.
bullshit!!! hier hat der gesetzgeber sein veto eingelegt!! denn der hat festgelegt was bei geänderten lebensverhältnissen dort passiert.

es gibt mindestens eine din4 seite mit rechtsvorschriften was wann, wie und wo
beim statuswechsel, so nennt man das im fachterminus-zu passieren hat oder was man tun oder lassen muss!
 

Ah4entheater

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entweder war der übergang selbständig zu abhängigbeschäftigt nicht nahtlos oder dein bekannter hat die jahresentgeltgrenze nicht geknackt sondern nur die beitragsbemessungsgrenze!!
Ich kenne den Fall wie gesagt nicht direkt, hörte davon über Dritte.

Aber interessant zu wissen, dass beide Grenzen relevant sind.
 

USERIN

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Soviel zur omnipräsenten Solidarität nicht wahr....
Ach Solidarität ist bei dir das GKV-PKV-Hopping je nach dem wo man gerade die Rosinen rauspicken kann ?

Erst in jungen Jahren fett sparen.... und wenn man alt und klapprig wird, dann ab unter die billige GKV-Decke.

Fair wäre es nur dann, wenn man das auch für die GKV-Fraktion öffnet (sprich z.B. die Gehaltsmindestgrenzen abschafft).

Aber das dürfte demnächst eh nicht mehr so interessant sein, denn bei einigen PKV sind die fetten Jahre vorbei.... entweder wird es teurer oder die Leistungen werden eingedampft (oder gar beides?):biggrin:

Was haben jetzt ALG-II-Kürzungen und Familienversicherung damit zu tun ?
 

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1. In den Anfangsjahren als Gründer ist die GKV unbezahlbar (inzwischen ist es die PKV auch, es sei denn man ist 18 und kerngesund).
Also wenn es da schon klemmt, sollte man das Gründungskonzept nochmal stark überdenken***.... aber für Miete, Material, Geräte, etc. ist noch was da?

Der Mindestbeitrag ist doch ca. um und bei 300 €- wo ist das Problem?

Was machst du denn, wenn ein Kunde so einen Kleckerbetrag mal nicht zahlt? Insolvenz?


*** ggf. kann man ja lustig beim JC als Dauer-Abo aufstocken - so als Krönung einer Selbstständigkeit
 

Hainbuche

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Der Mindestbeitrag ist doch ca. um und bei 300 €- wo ist das Problem?
Anfangsverluste?
Kapitalbedarf?
Finanzierungsproblem?

Es fährt ja nicht jeder vom Start weg überhaupt eine positive Umsatzrendite. Da können gerade in der Anfangsphase diese 300 Euro ganz schön drücken, zumal es sich um nicht beeinflußbare Fixkosten handelt.
 
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