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Rückkehr in denselben 1€-Job, aber...

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Toastbrot

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#1
Hallo zusammen.


Ich brauche mal bitte eure Hilfe und Ratschläge. Wie ich vor einiger Zeit schonmal schrieb, war ich für 3 Monate in einem 1€-Job eingeteilt als "Betreuer" für behinderte Menschen.

Dieser 1€-Job ist nach den 3 Monaten (Mitte März) regulär ausgelaufen, nach Angaben der ARGE sollte es keine Verlängerung geben. So weit, so gut.


HEUTE flattert mir ein Brief von der ARGE ins Haus, mit demselben Angebot für den 1€-Job, den ich bereits gemacht habe - diesmal als neue Maßnahme aber für 6 Monate !
Die Beschreibung lautet wie folgt:

Betreuung schwerbehinderter Kinder in der Familie im Sinne eines familienentlastenden Dienstes. Die Betreuung erfolgt, damit Eltern, die durch ihre schwerbehinderten Kinder zeitlich sehr stark belastet sind, Freiräume für eigene Aktivitäten erhalten.
Es handelt sich nicht um Pflegetätigkeiten.


Es ist KEINE Stundenzahl angegeben, lediglich Arbeitszeit "Teilzeit - Nachmittag".


Meine Erfahrungen mit diesem Maßnahmeträger sind äusserst schlecht: beim letzten Mal fehlte die obige Anforderungsbeschreibung vollständig, es wurde lediglich als "Betreuer für behinderte Kinder/Menschen" deklariert.

Im Rahmen der Maßnahme wurde ich als ungelernte Kraft zuletzt bei geistig schwerbehinderten Menschen (Erwachsene, 30+ Jahre) eingesetzt - ich musste mich u.a. mit körperlichen Aggressionen (Hände schmerzhaft zusammenquetschen lassen) und Epileptikern (ohne Einweisung, was bei Anfällen zu tun ist) beschäftigen, zu Spaziergängen aufgrund einer Gehbehinderung einen Klappstuhl mit mir herumtragen, um dem Behinderten jederzeit eine Sitzmöglichzeit zu bieten und teilweise pflegerische Aufgaben verrichten (auf Toilette bringen etc.)

Hier nun meine Fragen dazu:

1.) Ist die Tätigkeit als Betreuer überhaupt "zusätzlich" ? Nach meinen Informationen sind im selben Hause mehrere 400€-Jobs tätig und ich ersetze die weggefallenen Zivildienstleistenden.

2.) Aufgrund verschiedener Ereignisse (schmerzhaftes Abquetschen der Hände, unkontrolliertes Erbrechen in meine Hand) habe ich eine Abneigung entwickelt, die schon an Ekel grenzt, was die direkte Arbeit mit Behinderten angeht.
Kann ich das als Begründung anführen ?

3.) Aufgrund zu hoher KdU wurden meine Lebensgefährtin und ich aufgefordert, die Wohnkosten binnen 6 Monaten zu senken. Da wir derzeit in einer sehr ländlichen und äusserst strukturschwachen Region mit extrem hoher Arbeitslosigkeit (Südniedersachsen) leben, haben wir beschlossen den Umzug in eine Großstadt zu wagen, wo wir beide (nachweislich) mehrere Möglichkeiten zur Probearbeit und ggf. Arbeitsaufnahme haben.

Ist es möglich, dass ein Verbleib in der SEHR strukturschwachen Region (Chance auf Arbeitsaufnahme ist nicht existent) durch die Maßnahme erzwungen wird oder steht das Recht auf Freizügigkeit (als Zusatz zu obigen Hauptbegründungen) darüber ?


Da ich zur umgehenden Meldung bei dem Maßnahmeträger aufgefordert wurde, bitte ich euch um Mithilfe.
 
E

ExitUser

Gast
#2
1.) Ist die Tätigkeit als Betreuer überhaupt "zusätzlich" ? Nach meinen Informationen sind im selben Hause mehrere 400€-Jobs tätig und ich ersetze die weggefallenen Zivildienstleistenden.
Was stand denn in der Beschreibung und was musstest du machen? Auf die Toilette bringen ist tatsächlich nicht zusätzlich. Spazieren gehen ist zusätzlich.

2.) Aufgrund verschiedener Ereignisse (schmerzhaftes Abquetschen der Hände, unkontrolliertes Erbrechen in meine Hand) habe ich eine Abneigung entwickelt, die schon an Ekel grenzt, was die direkte Arbeit mit Behinderten angeht.
Kann ich das als Begründung anführen ?
Ja


Wenn du den Job nicht haben willst, müsstest du die Zuweisung hier eintippen. Hast du eine Eingliederugnsvereinbarung unterschrieben, die diesen Job enthält? Hast du noch eine gültige EGV?
 

setiraz

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#3
Da fehlen mir erstmal die Worte - das was hier beschrieben wurde, stellt die Arbeitsbeschreibung/den Arbeitsplatz eines Heilerziehungs-Pflegers/Heilerziehers dar... und hierfür ist eine dreijährige Ausbildung mit mehreren Praktika in unterschiedlichen Einrichtungen vonnöten.

Die neuerliche Stellenbeschreibung (Betreuung behinderter Kinder) ebenso - bzw. Arbeitsplatz eines Sozialpädagogen wenn es um die Familienentlastung geht; ich erinnere auch mal nebenbei daran, das selbst Babysitter einen Kurs beim Jugendamt mit dazugehöriger Zertifizierung vorweisen können sollten.

Im übrigen kann für solche Personen ein persönliches Budget beantragt werden, aus dem genau solche Betreuungsleistungen eingekauft/bezahlt werden können. Und der familienentlastende Dienst ist zumeist einem Amt angegliedert und wird von dort bezahlt...
 

Toastbrot

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#4
Leider war ich so blauäugig und habe eine EGV unterschrieben, die den "Job" enthält - da ich nach Rücksprache mit meiner SB davon ausgegangen bin, dass es bei einer 3-monatigen Zuweisung bleiben würde. Ein Fehler, der sich nicht wiederholen wird...

Hier ein Auszug aus meiner EGV (Abschluss im Januar, als bereits die Maßnahme lief - gilt bis Juli):
Er bietet folgende Arbeitsgelegenheit gemäß §16 Abs. 3 SGB II an. Art der Tätigkeit: Betreuer; Tätigkeitsort: Uslar / Volpriehausen; zeitlicher Umfang: 30-40; zeitliche Verteilung: Mo-Fr; Höhe der Mehraufwandsentschädigung pro Stunde: 1 Euro; individuell verfolgtes Maßnahmeziel: Unterstützung der Eigenbemühungen

Ich hätte stutzig werden müssen, als vermerkt wurde "Unterstützung der Eigenbemühungen" da ich mit pflegerischen Berufen noch GAR KEINE Erfahrung hatte und diese Maßnahme als Versuch gesehen habe. Ist aber absolut nichts für mich, das hatte ich meiner SB auch so mitgeteilt.

Hier die "alte" Zuweisung für die 3 Monate:

http://img19.imageshack.us/img19/3355/massnahmealt.jpg

Und hier die "neue" und umfangreichere Zuweisung für 6 Monate, um die es mir aktuell geht:

http://img91.imageshack.us/img91/5123/massnahmeneu.jpg


Wie gesagt, ich habe mittlerweile Angst und Ekel entwickelt und sehe mich gar nicht in der Lage, das weiterzuführen. Deswegen versuche ich es abzuwehren, bevor es mein gesundheitliches Wohlbefinden (und somit Bewerbungsfähigkeit) angreift.
 
E

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#5
Also Toastbrot, wenn du ein wenig etwas riskieren willst, würde ich diesen Job ablehnen, weil du den Pflichten in der EGV schon durch die vorherige Zuweisung nachgekommen bist und dort bereits festgestellt hast, dass die Tätigkeiten nicht zusätzlich sind. Und dann gibst du genau an, was du dort gemacht hast.

Und dann bemängelst du, dass du in der EGV ja nur "eine" Arbeitsgelegenheit vereinbart hast, und jetzt bekommst du die rechtswidrige gleiche Arbeit nochmal. Und erklärst denen, was ein zusätzlicher Job ist: Das ist ein Job, der sonst nicht, nicht in diesem Umfang oder zu einem späteren Zeitpunkt von mind. 2 Jahren gemacht worden wäre.

Dazu gehört nicht die Entlastung von Eltern, nicht der Gang auf die Toilette oder sonstige Pflegearbeiten. Das könntest du inzwischen sehr gut beurteilen, weil du das schon einmal machen musstest. Du behälst dir übrigens das Recht vor, eine Feststellungsklage zur Rechtmäßigkeit des Jobs einzureichen und den Lohn einzuklagen.

Ich kann dir nicht sagen, was deine SB dann macht. Ich vermute, die macht sich in die Hose und es passiert gar nichts. Vielleicht geht sie aber auch voll auf Angriff und sanktioniert dich wegen dem "Nicht-Nachkommen einer EGV-Pflicht". Diese müsstest du dann im Eilverfahren einklagen und da kann ich dir mit höchster Wahrscheinlichkeit sagen, dass du gewinnst. Ich kann dir sogar sagen, dass dein Amt mit höchster Wahrscheinlichkeit auch noch vor dem Richter sofort nachgibt, bevor es zu einem Beschluss kommt. Die können ansonsten die Stelle nicht mehr besetzen.

Bei Sanktion kannst du dir auch einen Beratungsschein beim Amtsgericht holen. Der kostet 10 Euros und du kannst damit zum Fachanwalt für Sozialrecht gehen. Mehr kostet dich das nicht.

Wenn du mir sagst, ob du das Sanktionsrisiko eingehen willst, dass du im Eilverfahren (dauert ca. 1 Monat) aber wieder zurückbekommst, helfe ich dir weiter. Anders geht es nicht.

Hast du eigentlich einen Beleg für die Tätigkeiten, die du davor dort ausgeführt hast? Evtl. auf einem Stundenzettel?
 

Toastbrot

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#6
Würde mich zwar schmerzen mit einer Sanktion, aber ich werde das Risiko eingehen - dein Hilfsangebot nehme ich sehr gerne an.
 

Muzel

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#7
Toastbrot, du hast übrigens einen Anspruch auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis. Hast du dir das geben lassen?
 
E

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#8
Dann gebe bitte den nachstehenden Text nachweislich bei der SB ab. Da bin ich ja gespannt wie sie reagiert.





Ablehnung Ihrer Angebotes für eine Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung vom 23.4.09

Sehr geehrte….

Ich lehne diese Arbeitsgelegenheit mit folgender Begründung ab:

Am…. haben wir eine Eingliederungsvereinbarung nach § 15 SGB II abgeschlossen und diese Arbeitsgelegenheit darin vereinbart. Ich kam dieser Leistung in der Zeit vom 1.12.2008 bis 14.3.2009 gem. Ihrem Angebot vom 1.12.2009 schon nach! Dabei musste ich zu meinem Entsetzen auch noch feststellen, dass diese Arbeitsgelegenheit als Betreuer für schwerbehinderte Kinder rechtswidrig ist, denn sie ist nicht zusätzlich (s. § 16d SGB II). Gem. einem Gerichtsbescheid vom 18.02.08, Aktenzeichen: S7 K 784/07, Verwaltungsgericht Bremen, ist eine Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung zusätzlich, wenn sie ohne dem Einsatz von „Ein-Euro-Jobbern“ nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt von mind. 2 Jahren gemacht worden wäre. Das trifft ja auf diese Arbeitsgelegenheit nicht zu! Weiter sagt dieses Urteil aus, dass eine Arbeitsgelegenheit, die diesen Anforderungen nicht entspricht, ohne Sanktion abgelehnt werden darf.


Zu Ihrer Information: Die mir übertragenen Aufgaben während dieser Arbeitsgelegenheit bestanden aus…(erstelle hier bitte eine ganze Liste mit Aufgaben. Lass bitte das „Vorlesen“ und „Spazierengehen“ weg. Schreibe bitte die Pflegearbeiten auf; alles was nach dieser Definition nicht zusätzlich ist). Ich behalte mir das Recht vor, hier eine Feststellungsklage beim Sozialgericht zwecks Einklagung des Geldes für meine Arbeiten einzureichen. Hierfür können Sie zur Verantwortung gezogen werden.

Obwohl ich meiner Pflicht aus der Eingliederungsvereinbarung vom 1.12.2009 schon nachkam, boten Sie mir am 23.4.2009 diese Arbeitsgelegenheit ein weiteres Mal an! Diese Arbeitsgelegenheit ist nicht nur nicht zusätzlich und somit rechtswidrig, sondern sie brachte mich auch gar nicht in Arbeit. Wollen Sie mir allen Ernstes eine gescheiterte Maßnahme, die in der Eingliederungsvereinbarung vom 1.12.2009 kein zweites Mal vereinbart wurde, auch noch zum zweiten Mal zuweisen?

Mit freundlichen Grüßen




Wenn du dich bei der Erstellung der Liste mit den Tätigkeiten unsicher fühlst, dann stelle den fertigen Text hier nochmal rein.
 

Toastbrot

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#9
Betreff: Ablehnung Ihrer Angebotes für eine Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung vom 24.4.09

Sehr geehrte Frau ----,

Ich lehne diese Arbeitsgelegenheit mit folgender Begründung ab:

Am 20.01.2009 habe ich mit Frau ---- eine Eingliederungsvereinbarung nach § 15 SGB II abgeschlossen und diese Arbeitsgelegenheit wurde darin vereinbart. Ich kam dieser Leistung in der Zeit vom 11.12.2008 bis 14.3.2009 gem. Ihrem Angebot vom 1.12.2009 schon nach! Dabei musste ich zu meinem Entsetzen auch noch feststellen, dass diese Arbeitsgelegenheit als Betreuer für schwerbehinderte Kinder rechtswidrig ist, denn sie ist nicht zusätzlich (s. § 16d SGB II). Gem. einem Gerichtsbescheid vom 18.02.08, Aktenzeichen: S7 K 784/07, Verwaltungsgericht Bremen, ist eine Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung zusätzlich, wenn sie ohne dem Einsatz von „Ein-Euro-Jobbern“ nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt von mind. 2 Jahren gemacht worden wäre. Das trifft ja auf diese Arbeitsgelegenheit nicht zu! Weiter sagt dieses Urteil aus, dass eine Arbeitsgelegenheit, die diesen Anforderungen nicht entspricht, ohne Sanktion abgelehnt werden darf.


Zu Ihrer Information: Die mir übertragenen Aufgaben während dieser Arbeitsgelegenheit bestanden unter anderem aus

-Baden, Abtrocken und Ankleiden des Betreuten
-Begleitung und aktive Hilfe bei Toilettengängen (Restkot abwischen)
-wiederholte Male aktive Hilfe bei der Nahrungsaufnahme (Füttern des Betreuten)

Ich behalte mir das Recht vor, hier eine Feststellungsklage beim Sozialgericht zwecks Einklagung des Geldes für meine Arbeiten einzureichen. Hierfür können Sie zur Verantwortung gezogen werden.

Desweiteren haben sich aufgrund völlig fehlender Vorbereitung folgende Problemsituationen ergeben, welche mich psychisch sehr stark belasten und teilweise zu gesundheitlich belastendem Ekel führen:

-extremes, sehr schmerzhaftes Zusammendrücken der Hände (Hände weghalten nicht möglich)
-unkontrolliertes Erbrechen, teilweise wurde ich von Erbrochenem bedeckt und musste entsprechend mich und den Betreuten säubern
-epileptische Anfälle, wo mir jegliche Fachkenntnis zur raschen Reaktion fehlt (geschehen in Abwesenheit der Familie)

Aus diesem Grund fühle ich mich zusätzlich nicht in der Lage, die angebotene Arbeitsgelegenheit nochmals aufzunehmen.


Obwohl ich meiner Pflicht aus der Eingliederungsvereinbarung vom 1.12.2009 schon nachkam, boten Sie mir am 23.4.2009 diese Arbeitsgelegenheit ein weiteres Mal an! Diese Arbeitsgelegenheit ist nicht nur nicht zusätzlich und somit rechtswidrig, sondern sie brachte mich auch gar nicht in Arbeit. Wollen Sie mir allen Ernstes eine gescheiterte Maßnahme, die in der Eingliederungsvereinbarung vom 20.01.2009 kein zweites Mal vereinbart wurde, auch noch zum zweiten Mal zuweisen?

Mit freundlichen Grüßen




--------------------------------------------


Ich habe Ihren Text entsprechend angepasst und durch die von Ihnen gewünschten Angaben (zusätzlich noch durch den in vorherigen Postings genannten persönlichen Grund) ergänzt.
Aufgrund des Umstands, dass die EGV von meiner SB, der Vorschlag allerdings von einer anderen Mitarbeiterin der hiesigen ARGE stammt, reiche ich den Antrag direkt bei der zuständigen Mitarbeiterin ein.

Über eine Beurteilung und ggf. Verbesserungsvorschläge wäre ich dankbar.
 
E

ExitUser

Gast
#11
Das ist gut so. Hab es noch etwas verfeinert.

Betreff: Ablehnung Ihrer Angebotes für eine Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung vom 24.4.09

Sehr geehrte Frau ----,

Ich lehne diese Arbeitsgelegenheit mit folgender Begründung ab:

Am 20.01.2009 habe ich mit Frau ---- eine Eingliederungsvereinbarung nach § 15 SGB II abgeschlossen und diese Arbeitsgelegenheit wurde darin vereinbart. Ich kam dieser Leistung in der Zeit vom 11.12.2008 bis 14.3.2009 gem. Ihrem Angebot vom 1.12.2009 schon nach! Dabei musste ich zu meinem Entsetzen auch noch feststellen, dass diese Arbeitsgelegenheit als Betreuer für schwerbehinderte Kinder rechtswidrig ist, denn sie ist nicht zusätzlich (s. § 16d SGB II). Gem. einem Gerichtsbescheid vom 18.02.08, Aktenzeichen: S7 K 784/07, Verwaltungsgericht Bremen, ist eine Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung zusätzlich, wenn sie ohne dem Einsatz von „Ein-Euro-Jobbern“ nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt von mind. 2 Jahren gemacht worden wäre. Das trifft ja auf diese Arbeitsgelegenheit nicht zu! Weiter sagt dieses Urteil aus, dass eine Arbeitsgelegenheit, die diesen Anforderungen nicht entspricht, ohne Sanktion abgelehnt werden darf.


Zu Ihrer Information: Die mir übertragenen Aufgaben während dieser Arbeitsgelegenheit bestanden unter anderem aus

-Baden, Abtrocken und Ankleiden des Betreuten
-Begleitung und aktive Hilfe bei Toilettengängen (Restkot abwischen)
-wiederholte Male aktive Hilfe bei der Nahrungsaufnahme (Füttern des Betreuten)

Ich behalte mir das Recht vor, hier eine Feststellungsklage beim Sozialgericht zwecks Einklagung des Geldes für meine Arbeiten einzureichen. Hierfür können Sie zur Verantwortung gezogen werden.

Desweiteren haben sich aufgrund völlig fehlender Vorbereitung folgende Problemsituationen ergeben, welche mich psychisch sehr stark belasten und teilweise zu gesundheitlich belastendem Ekel führen:

-extremes, sehr schmerzhaftes Zusammendrücken der Hände (Hände weghalten nicht möglich)
-unkontrolliertes Erbrechen, teilweise wurde ich von Erbrochenem bedeckt und musste entsprechend mich und den Betreuten säubern
-epileptische Anfälle von Betreuten, für die mir jegliche Fachkenntnis zur raschen Reaktion fehlen (geschehen in Abwesenheit der Familie)

Schon allen aus psychischen Gründen kann ich kein weiteres mal die „angebotene“ Arbeitsgelegenheit nochmals aufzunehmen.

Obwohl ich meiner Pflicht aus der Eingliederungsvereinbarung vom 20.1.2009 schon nachkam, „boten“ Sie mir am 23.4.2009 diese Arbeitsgelegenheit ein weiteres Mal an! Diese Arbeitsgelegenheit ist nicht nur nicht zusätzlich und somit rechtswidrig, sondern sie brachte mich auch gar nicht in Arbeit. Wollen Sie mir allen Ernstes eine gescheiterte Maßnahme, die in der Eingliederungsvereinbarung vom 20.01.2009 kein zweites Mal vereinbart wurde, auch noch zum zweiten Mal zuweisen?

Mit freundlichen Grüßen




Du müsstest jetzt abwarten, wie die reagieren. Kann sein, dass da gar nichts mehr kommt.
 

Toastbrot

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#12
Alles klar, wenn was kommt melde ich mich hier nochmal. Gebe das morgen früh direkt ab ^^
 

sun2007

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#13
Da fehlen mir erstmal die Worte - das was hier beschrieben wurde, stellt die Arbeitsbeschreibung/den Arbeitsplatz eines Heilerziehungs-Pflegers/Heilerziehers dar... und hierfür ist eine dreijährige Ausbildung mit mehreren Praktika in unterschiedlichen Einrichtungen vonnöten.

Die neuerliche Stellenbeschreibung (Betreuung behinderter Kinder) ebenso - bzw. Arbeitsplatz eines Sozialpädagogen wenn es um die Familienentlastung geht; ich erinnere auch mal nebenbei daran, das selbst Babysitter einen Kurs beim Jugendamt mit dazugehöriger Zertifizierung vorweisen können sollten.

Im übrigen kann für solche Personen ein persönliches Budget beantragt werden, aus dem genau solche Betreuungsleistungen eingekauft/bezahlt werden können. Und der familienentlastende Dienst ist zumeist einem Amt angegliedert und wird von dort bezahlt...
Ich stimme hier völlig zu. Wenn man sich überlegt, was die im Moment für einen Terz dahingehend machen, welche Kurse Tagesmütter beispielsweise machen müssen bzw. dass die irgendwie auf ihre Fähigkeiten geprüft werden müssen - und da handelt es sich um Kinder ohne durch Behinderung gekennzeichnetes (und in der Tat auch) schwieriges Verhalten. Hier geht es nicht darum, gegen die Politische Korrektheit zu verstoßen aber vielleicht sollte ein solches JC doch mal anerkennen, dass die Faktenlage einfach so ist, dass Betreuer für Behinderte eben eine besonders gute zusätzlich Ausbildung benötigen. Und auch menschliche Fähigkeiten, die eben nicht jeder hat.

Ich halte das übrigens für eine ganz perfide Masche: Die JC bauen darauf, dass der Elo, aus Angst gegen die Politische Korrektheit zu verstoßen, in seiner Ablehnung irgendwas reinschreibt, womit man ihn dann an der Stelle drankriegen kann. Oder sich erst gar nicht traut, dagegen vorzugehen.

Auf englisch sagt man "mentally challenged" oder "physically challenged" - wenn also schon bei den Menschen, wo eine zusätzlich "Herausforderung" nicht besteht, in Deutschland immer Ausbildungshürden vorhanden sind, dann liegt es auf der Hand, dass dies bei geistig oder physisch herausgeforderten Menschen noch sehr viel mehr der Fall ist und daher jeder Mensch, der mit ihnen direkt zu tun hat, eine besondere Ausbildung und auch Fähigkeiten mitbringen muss, die einfach nicht jeder Mensch hat und zudem eine Tätigkeit, die auf dem direkten Kontakt mir phyisch oder geistig herausgeforderten Menschen beruht (was bei einer Betreuung ja immer der Fall ist) NIE zusätzlich sein kann. In diesem Fall m. E. nicht einmal spazieren gehen.

Wie gesagt, ich halte das für eine besonders perfide Strategie der JCs, hier Behinderte zu instrumentalisieren, weil die JC sich denken, da traut sich kaum jemand was dagegen zu sagen aus Angst vor oben beschriebenen "Verstößen" gg PC.

Viel Glück

Sun

PS.: @Toastbrot: Das Wort Ekel würde ich nicht verwenden. Nimm irgendwas anderes und lass es Dir zur Not auch von einem Arzt bestätigen. Aber nicht so, dass Du generell als Psycho abgestempelt wirst sondern so, dass Du ganz spezifisch aufgrund genau dieser Erfahrung ein bestimmtes Krankheitsbild entwickelt hast... - Ich muss da noch mal drüber nachdenken. Ist 'ne Gratwanderung zwischen der Möglichkeit, hier Schmerzensgeld einzuklagen, weil Du auf diese Art von Arbeit kein bisschen vorbereitet wurdest und dafür auch einfach nicht der Typ bist (es sei denn, Du hast eine Ausbildung im Pflegebereich) auf der einen Seite und der Gefahr, von denen als Psycho abgestempelt zu werden auf der anderen Seite.
 

sun2007

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#14
Obwohl ich meiner Pflicht aus der Eingliederungsvereinbarung vom 1.12.2009 schon nachkam, boten Sie mir am 23.4.2009 diese Arbeitsgelegenheit ein weiteres Mal an! Diese Arbeitsgelegenheit ist nicht nur nicht zusätzlich und somit rechtswidrig, sondern sie brachte mich auch gar nicht in Arbeit. Wollen Sie mir allen Ernstes eine gescheiterte Maßnahme, die in der Eingliederungsvereinbarung vom 1.12.2009 kein zweites Mal vereinbart wurde, auch noch zum zweiten Mal zuweisen?

Mit freundlichen Grüßen
Hach! Und das ist nämlich sowieso der Knackpunkt bei den EEJs:

Die Aufgaben müssen zusätzlich sein aber wie soll mich die erworbene Erfahrung in einem Gebiet, das kein Arbeitgeber als reguläre Arbeit anbietet, dann in Lohn und Brot bringen? Da beißt sich die Katze doch wunderbar in den Schwanz.
 
E

ExitUser

Gast
#15
... wie soll mich die erworbene Erfahrung in einem Gebiet, das kein Arbeitgeber als reguläre Arbeit anbietet, dann in Lohn und Brot bringen? ...

Diese Beschäftigungen dienen dazu, Dir Deine verloren gegangenen Fähigkeiten wieder anzuerziehen.
Einige Teilnehmer müssen das morgentliche Aufstehen neu erlernen, andere müssen sich wieder daran gewöhnen, Befehlsempfänger zu sein und wieder andere sollen üben, soziale Kontakte aufzubauen.

Laub fegen, Kotz~ -pardon- Erbrochenes beseitigen o.ä. sind dabei offiziell 'nur' begleitende/zeitfüllende Beschäftigungen.:icon_wink:
 

Toastbrot

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#16
Zum Einwurf von sun:

Ich habe KEINE Ausbildung im Pflegebereich, nicht einmal einen Lehrgang (Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein ist das äusserste, und der liegt auch schon 8 Jahre zurück).

Desweiteren wurde ich mit keinem Wort darüber aufgeklärt, was mich erwartet - es war bei der letzten Zuweisung (im selben Job) nur von Beschäftigung die Rede, was sich aber als Trugschluss erwiesen hat.
 

redfly

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#17
Welche Tätigkeiten wurden denn in den 3 Monaten dort erledigt? Ich denke wenn du die AGH ablehnst, werden sie dich entsprechend der Zusätzlichkeitskriterien einsetzen. Dagegen hilft dann nur noch krankschreiben.
 

Toastbrot

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#18
Also lt. Träger sollte ich in den 3 Monaten "nur" Hilfsdienste wie Spazierengehen, Spielen etc. durchführen.

Ab dem 1. Tag in der Familie wurde ich zusätzlich (also zum Spazierengehen und Spielen ZUSÄTZLICH) zum Baden, Toilettengang etc. eingeteilt - Rückfragen bei Träger und ARGE blieben ergebnislos, ich hab dann auch nicht nachgesetzt weil es "nur" für 3 Monate eine Zuweisung war.

Wie gesagt, mein Hauptproblem sind die "Ausbrüche" einiger behinderter Menschen, was ich ihnen nicht vorwerfe - das ist nunmal so. Aber da ich mit keinem Wort darauf vorbereitet wurde, bin ich da völlig ins kalte Wasser geschleudert worden. Wie bereits aufgeführt, der Härtefall war:

Familie nicht zu Hause, ich sollte den Behinderten zu Hause in Empfang nehmen (wird vom Fahrdienst nach Hause gebracht). Beim anschliessenden Spaziergang brach er mit einem epileptischen Anfall MITTEN AUF DER STRASSE zusammen - zum Glück kam eine Anwohnerin (Krankenschwester) zufällig hinzu und konnte mir helfen, ich war völlig überfordert mit der Situation.
Da zu Hause kein Ansprechpartner ausser der sehr alten Großmutter war, habe ich den Mann ins Krankenhaus bringen lassen.
Das Resultat war ein Anruf der Familie zu später Stunde (nach 21 Uhr) mit einer scharfen Rüge, weshalb ich ihn nicht nach Hause gebracht hätte.

Und wenn alle Stricke reißen, lasse ich mich krankschreiben - ich ertrage es nicht nochmals, unvorbereitet in solche Situationen zu geraten.
 

sun2007

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#19
Zum Einwurf von sun:

Ich habe KEINE Ausbildung im Pflegebereich, nicht einmal einen Lehrgang (Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein ist das äusserste, und der liegt auch schon 8 Jahre zurück).

Desweiteren wurde ich mit keinem Wort darüber aufgeklärt, was mich erwartet - es war bei der letzten Zuweisung (im selben Job) nur von Beschäftigung die Rede, was sich aber als Trugschluss erwiesen hat.
Gavroche: Diese Beschäftigungen dienen dazu, Dir Deine verloren gegangenen Fähigkeiten wieder anzuerziehen.
Einige Teilnehmer müssen das morgentliche Aufstehen neu erlernen, andere müssen sich wieder daran gewöhnen, Befehlsempfänger zu sein und wieder andere sollen üben, soziale Kontakte aufzubauen.

Laub fegen, Kotz~ -pardon- Erbrochenes beseitigen o.ä. sind dabei offiziell 'nur' begleitende/zeitfüllende Beschäftigungen.
__________________
Aber auch das kann theoretisch nur dann funktionieren, wenn der Ein-Euro-Job auch wenigstens im Entferntesten mit dem eigenen vorherigen Beruf zu tun hat - und Pflegeberufe sind nun mal eine ganz eigene Liga die auch einen ganz besonderen Menschentyp erfordern - und die übrigens typischerweise kein nine-to-five-jobs sind und somit auch aufgrund des unregelmäßigen Zeitrhythmus schon nicht geeignet sind, dem Elo einen Rhythmus einzuimpfen (ich weiß, die Argumente von denen sind sowieso alle vorgeschoben aber ich biete hier eben mal mögliche Entgegnungen). Selbst wenn Toast angeblich nicht pflegen sollte, kommt er gerade im Behindertenbereich natürlich automatisch immer in so Situationen, dass er da gefordert wird. Und das kann nicht rechtens sein. - Und die Situation, dass Du überhaupt mit dem Behinderten alleine warst schon dreimal nicht. Da hättest Du von vornherein sagen müssen: "Nein, das mache ich nicht." Das ist schon dreimal nicht zusätzlich, denn der braucht ja sowieso mindestens einen Menschen dauerhaft um sich.

Sowas geht einfach gar nicht. Das beste wäre allerdings gewesen, sich vorm ersten Popowischen schon zu weigern und dann auch gleich beim JC deswegen Rabbatz zu machen. Immer gleich einhaken, nicht erst eine ganze Weile mitmachen, sonst heißt es am Ende noch, damit hätte man seine Zustimmung gezeigt.

Viel Glück

Sun
 

Toastbrot

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#20
Naja, ich wusste beim 1. Mal nicht was mich erwartet - und das bisschen Extrageld hat gelockt, geb ich offen zu. Und als ich drin war, hab ich es halt ausgebadet...

In den 3 Monaten meiner ersten Zuweisung war ich mindestens 5-6 Termine ALLEIN mit einem Behinderten, aber da greift dann die Kerbe "entlastender Dienst, damit die Familie was anderes machen kann". Und da muss ich dann mit der "nicht zusätzlich"-Keule ran ^^
 

sun2007

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#21
In den 3 Monaten meiner ersten Zuweisung war ich mindestens 5-6 Termine ALLEIN mit einem Behinderten, aber da greift dann die Kerbe "entlastender Dienst, damit die Familie was anderes machen kann". Und da muss ich dann mit der "nicht zusätzlich"-Keule ran ^^
Daran hätte man schon erkennen können, dass es nicht zusätzlich war.
 

Toastbrot

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#22
Widerspruch wie hier geklärt am gestrigen Montag bei der ARGE abgegeben...bis dato noch keine Reaktion von dort.

Allerdings ruft heute abend (seit 19:30) ständig der Maßnahmeträger bzw. der zuständige Leiter bei mir zuhause an, bislang bin ich nicht ans Telefon gegangen (Nummer ist noch bekannt vom 1. Mal), es ist aufgrund der Vorerfahrungen anzunehmen, dass ein früherer Antritt als von der ARGE genannt gefordert wird.

Bin ich verpflichtet, dem Träger mitzuteilen, dass ich der Maßnahme widersprochen habe oder ist es allein Sache zwischen mir und der ARGE zur Klärung der Sachlage ?
 

Toastbrot

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#23
Ich habe heute erneut einen Anruf des Maßnahmeträgers erhalten und beschlossen, mich mit ihm auseinanderzusetzen. Das Gespräch war äusserst erregt und nach kurzer Zeit auf unsachlicher Ebene (durch patziges Verhalten seitens des Trägers) abgeglitten.

Stand der Dinge:

- er droht mit einem Antwortschreiben an die ARGE, in welchem er meinen obigen Widerspruch als unwahr anfechten wolle

- er "wolle mich auch gar nicht mehr haben" für die Maßnahme

- es sei meine VERPFLICHTUNG in der Maßnahme pflegerische Aufgaben (Toilettengang begleiten inkl. Säubern) zu übernehmen, das sei auf jeden Fall zusätzlich - an der Stelle habe ich ihn aufs Gesetz verwiesen, was von ihm abgetan wurde !!!

- angeblich wäre mündlich eine "freiwillige" Verlängerung vereinbart worden, von der ich seltsamerweise nichts weiss


Ich werde morgen selbst bei der zuständigen SB vorsprechen und nochmal auf den Tisch hauen, damit die Sache nicht zu meinem Nachteil ausgelegt wird.
 
E

ExitUser

Gast
#24
Ich habe heute erneut einen Anruf des Maßnahmeträgers erhalten und beschlossen, mich mit ihm auseinanderzusetzen. Das Gespräch war äusserst erregt und nach kurzer Zeit auf unsachlicher Ebene (durch patziges Verhalten seitens des Trägers) abgeglitten.
Klar, du machst Schwierigkeiten. Die haben lieber den devoten Elo, der vor Angst zitternd Staub frisst......
Stand der Dinge:
- er droht mit einem Antwortschreiben an die ARGE, in welchem er meinen obigen Widerspruch als unwahr anfechten wolle
Soll er doch.....
- er "wolle mich auch gar nicht mehr haben" für die Maßnahme
Sehr schön!
- es sei meine VERPFLICHTUNG in der Maßnahme pflegerische Aufgaben (Toilettengang begleiten inkl. Säubern) zu übernehmen, das sei auf jeden Fall zusätzlich - an der Stelle habe ich ihn aufs Gesetz verwiesen, was von ihm abgetan wurde !!!
Lass´ ihn reden, und schreibe dir stattdessen ein Gedächnisprotokoll aller Tätigkeiten, die du während deines Ein-Euro-Jobs machen musstest. So genau wie möglich. Tag/Uhrzeit/Tätigkeit/wenn hast du betreut/ welche Hilfeleistung konkret welcher Person zukommen lassen
Dieses Protokoll hilft dir später einmal alles zu ordnen, wenn die Schriftstücke hin und hergehen.
Das gleiche gilt für das Gesprächsprotokoll mit dem Träger. Schreibe alles auf, solange es noch frisch ist. Mit wem hat du gesprochen. Worüber, wer antwortete, was wurde gesagt, usw...
- angeblich wäre mündlich eine "freiwillige" Verlängerung vereinbart worden, von der ich seltsamerweise nichts weiss
"Mündlich" ist Schall und Rauch..... Nur was schriftlich ist, zählt - und das wissen die Träger auch..... Die wollen dich nur verunsichern, dass du von deinem Vorhaben abkommst!
Ich werde morgen selbst bei der zuständigen SB vorsprechen und nochmal auf den Tisch hauen, damit die Sache nicht zu meinem Nachteil ausgelegt wird.
Würde ich nicht machen. Ich würde warten, dass sie mir schreibt, und ihr dann eine schriftliche Stellungnahme, welche sachlich und kühl formuliert ist, zukommen lassen.
Von dieser Stellungnahme, deren Grundlage meine Protokolle sind, würde ich mir vier Kopien anfertigen, die ich mit einem entsprechenden Begleitschreiben an den TL, dem Kundenreaktionsmanagement und der BMAS verschicke, eine Fußnote in meiner Stellungnahme würde die SB darauf hinweisen, dass jetzt ein großer Personenkreis über die Machenschaften informiert wurde - das wird ihr gar nicht schmecken!
Die vierte Kopie kommt nebst Kopie von der Stellungnahme zu meinen Unterlagen. Stempel vom Schnellschalter nicht vergessen!
Tja, und dann würde ich warten......

LG :icon_smile:
 

Toastbrot

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#25
Naja, der EIGENTLICHE Widerspruch ist ja schon bei der ARGE drin.

Die "Auseinandersetzung" heute war die Konsequenz aus einer Rückmeldung der ARGE bei dem Maßnahmeträger mit einem Verweis auf die genannten, rechtswidrigen Tätigkeiten. Diese will er nun in einer Gegen-Stellungnahme abstreiten.

Ein Protokoll mit den geleisteten Tätigkeiten / Ereignissen habe ich bereits erstellt, Teile davon (die rechtswidrigen Aspekte) waren bereits im Widerspruch enthalten.
 
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ExitUser

Gast
#26
Naja, der EIGENTLICHE Widerspruch ist ja schon bei der ARGE drin.
Hast du eine "Ablehnung" oder einen "Widerspruch" an die ARGE geschrieben?:eek:

Ich hab nämlich "Ablehnung" geschrieben. Der Widerspruch ist nicht zulässig, weil die Rechtsbehelfsbelehrung fehlt.


Die "Auseinandersetzung" heute war die Konsequenz aus einer Rückmeldung der ARGE bei dem Maßnahmeträger mit einem Verweis auf die genannten, rechtswidrigen Tätigkeiten. Diese will er nun in einer Gegen-Stellungnahme abstreiten.

Ein Protokoll mit den geleisteten Tätigkeiten / Ereignissen habe ich bereits erstellt, Teile davon (die rechtswidrigen Aspekte) waren bereits im Widerspruch enthalten.
Eigentlich hast du mit dem Träger nichts zu tun. Wenn er dich anruft, lege einfach auf. Das soll er mit der ARGE regeln.

Könnte evtl. jemand von den "Kunden" des Trägers bezeugen, was du dort gemacht hast?

Ansonsten würde ich mir nicht allzu viel Gedanken machen. Ich meine, das war Angst, die die so reagieren ließ.

Du hast nur mit der ARGE zu verhandeln.
 

Toastbrot

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#27
Ich habe "Ablehnung" geschrieben, wie von dir vorgeschlagen.

Bezeugen glaub ich wenig bis gar nicht, da die "Kunden" allesamt die Aufgaben eingefordert haben und wiederholt auf ihre "guten Kontakte" zum Träger zu sprechen kamen. Die werden also eher seine Version unterstützen.
 
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#28
Keine Angst, die könne Die nix.
In der Zuweisung muss das Wichtige, Lage Dauer Beginn Ende der Tätigkeit festgelegt sein.
Wieder in den "alten" EEJ ist hochgradig sinnlos. Wenn beim ersten Mal die "Intergration" nicht geklappt hat, wie soll das beim zweiten Versuch klappen?

Die Zusätzlichkeit wage ich auch anzuzweifeln. Entlastung von Anderen??? Nie zusätzlich.

Der Job ist sinnvoll, sogar sehr sinnvoll, nur nicht auf EEJbasis. Hier wird wohl richtiger Lohn notwendig sein, und der für eine gelernte Kraft.
 
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