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Rückkaufswert Versicherung

EvaSch

Elo-User*in
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Hallo

Mein Freund und ich haben seit einigen Jahren jeweils eine Riester Versicherung.
Diese Versicherung ist seit 2 Jahren beitragsfrei gestellt, weil wir uns die Zahlung nicht mehr leisten konnten.
Nun haben wir die gekündigt und meinem Freund stehen rund 750€ Rückkaufswert und mir 250€ Rückkaufswert zu.

Wird uns das angerechnet, wenn das Geld zufließt? Wir wollten das Geld eigentlich ansparen, für Schuldentilgung und notwendige Anschaffungen/Reparaturen.
Wie sieht da die Lage aus?

MfG Eva
 

Aras

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Würde mich auch interessieren. Es müsste doch eigentlich unter den Vermögensfreibetrag fallen, wenn man insgesamt nicht darüber liegt, oder? Also wenn man mit 5000 EUR ins H4 geht und dann die 5000 aufs Konto holt, dann ist das ja auch kein Zufluss?!
 

Kobold1966

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Ja sicher fällt das in den Bereich Vermögensfreibetrag. Der ist bei nicht fest angelegten Geldern (Giro) 150 Euro x Lebensalter und bei festangelegten Geldern(LV,RV) 750 x Lebensalter.

Das Vermögen wird hier nur getauscht von LV zu Giro Geldern.
 

gerda52

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Hallo Eva,

wenn ihr bei Antragsstellung von ALG II die Versicherung angegeben habt, dann war es voher dein Vermögen und ist auch nach der Auszahlung dein Vermögen.
Die Angabe an sich bei Erstantragstellung dürfte nicht so relevant sein, sondern der Nachweis, dass die Anlage bereits vor Antragstellung vorhanden war, sollte m.E. auch zum jetzigen Zeitpunkt noch ausreichen.

Bei den beiden genannten Beträgen liegt ihr unter dem Vermögensfreibetrag.

http://www.harald-thome.de/media/files/SGB II DA/FH-12---20.08.2012.pdf

Gruß:icon_pause:
:icon_pause:

Desweiteren bitte auch das beachten:

2.Altersvorsorge in Höhe des nach Bundesrecht ausdrücklich als Altersvorsorge geförderten Vermögens einschließlich seiner Erträge und der geförderten laufenden Altersvorsorgebeiträge, soweit die Inhaberin oder der Inhaber das Altersvorsorgevermögen nicht vorzeitig verwendet,
Quelle
In der DA der BA (der Link im Zitat ;)) steht dann dazu ...


(3) Wird der Altersvorsorgevertrag vorzeitig gekündigt, entfällt der Schutz als privilegiertes Vermögen nach § 12 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2. Mit der Auszahlung des angesparten Betrages findet eine Vermögensumwandlung statt, d. h. privilegiertes Vermögen wird zu nicht privilegiertem Vermögen. Der ausgezahlte Betrag bleibt daher weiterhin im Rahmen der Vermögensfreibeträge nach § 12 Abs. 2 Satz 1 Nrn. 1 und 4 geschützt.
Für die Weisungen hält die Arbeitsagentur allerdings einen Haftungsausschluss vor >klick hier<, da warten wir mal ab, wie das JC entscheidet. Das wird bestimmt noch interessant.

Zur Bewertung selbst dürfte schlussendlich auch dieser Link nützlich sein. ; )

:icon_pause::icon_pause::icon_pause:
 

Aras

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Riester wird ja anders beim Freibetrag berechnet. Also Geld, das genau dem Freibetrag entspricht und auf irgendeinem Tagesgeld Konto liegt wird ja 1:1 gerechnet. Wenn man zusätzlich Riester hat, dann ist das ja frei, oder?

Wenn man dieser Logik folgt, dann überschreitet man ja mit dem Auflösen der Riester-Versicherung den Freibetrag und das müsste dann Zufluss (oder so was ähnliches) sein?!
 

gerda52

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Riester wird ja anders beim Freibetrag berechnet. Also Geld, das genau dem Freibetrag entspricht und auf irgendeinem Tagesgeld Konto liegt wird ja 1:1 gerechnet. Wenn man zusätzlich Riester hat, dann ist das ja frei, oder?

Wenn man dieser Logik folgt, dann überschreitet man ja mit dem Auflösen der Riester-Versicherung den Freibetrag und das müsste dann Zufluss (oder so was ähnliches) sein?!
Das trifft aber nicht bei einer Auszahlung von etwa 1000 € verteilt auf zwei erwerbsfähige Personen zu. Die ursprüngliche Förderung wird ja nicht mit ausbezahlt.

M.E. können allenfalls die Zinserträge angerechnet werden.
 

Aras

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hm, denken wir im selben Kontext?

Nur mal allgemein:

Eine Person liegt genau am Schonvermögen, als der Antrag gestellt wird, auf den Cent genau. Geld liegt meinetwegen auf einem TG Konto. Zusätzlich gibt es noch einen Riester-Vertrag, beispielsweise mit 1500 EUR RKW. Das ist ja bei der Vermögensberechnung nicht dabei, oder? Zumindest wenn man nicht über den Höchstbetrag der maximal geförderten jährlichen Einzahlung kommt.

Nun wird Riester aufgelöst. Dann ist es ja kein geschütztes Vermögen mehr. Wäre es nie Riester gewesen sondern halt irgendwelches Geld, dann hätte man es ja erstmal verbrauchen müssen.

Was ist nun zum Zeitpunkt der Auflösung, wenn das andere Vermögen und das Alter unverändert sind?

Also es ist eine eher theoretische Fragestellung. Aber mich würde diese Konstellation echt interessieren.
 

gerda52

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hm, denken wir im selben Kontext?
Ich denke schon. Wenn der Rahmen des sonstigen Schonvermögens mit dem Rückkauf der Vers. gesprengt wird, wird der übersteigende Betrag selbstverständlich voll angerechnet.

Auch die Konstellation 'vorher priviligiertes Vorsorgevermögen' > Grundfreibetrag wird in der DA ausführlich beschrieben. :cool:
 
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