Rückkauf Fondsgebundene Rentenversicherung - Vermögensumwandlung ja oder nein?

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Psychoraz

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Guten Tag,

ich spiele mit dem Gedanken, eine Fondsgebundene Rentenversicherung aufzulösen und mir den derzeitigen Wert auszahlen zu lassen. Ich bin 41 Jahre alt und der Rückkaufswert würde sich (je nach Stand der Fonds) auf ca. 3,5 - 4k € belaufen - würde somit in den Vermögensfreibetrag fallen. Soweit so gut. "Theoretisch" ist dieser Betrag also nicht anrechenbar, da es sich hier wohl um eine Umwandlung von Vermögen, innerhalb der Rahmenbedingungen für Vermögensfreibeträge, handelt und nicht um "Einkommen".

Um wirklich sicher zu gehen, dass ich nicht doch einem Fallstrick anheim falle, habe ich gerade einen Blick in das SG II ,§12 geworfen und stolpere über diesen Punkt:

3. Altersvorsorge in Höhe des nach Bundesrecht ausdrücklich als Altersvorsorge geförderten
Vermögens einschließlich seiner Erträge und der geförderten laufenden Altersvorsorgebeiträge,
soweit die Inhaberin oder der Inhaber das Altersvorsorgevermögen nicht vorzeitig
verwendet.



Bedeutet dieser Satz, dass das Prinzip des Schonvermögens nur gilt, solange ich die Versicherung nicht vor Ablauf der Vertragslaufzeit kündige und mir den Wert auszahlen lasse?

Ich freue mich über hilfreiche Antworten und sage danke im Voraus.
 

Kerstin_K

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Der von dir zitierte Absatz kaeme nur zum tragen, wenn du mir der Versicherung den Freibetrag fuer Schonvermoegen überschreiten wuerdest.
[>Posted via Mobile Device<]
 

Psychoraz

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Ja, ich musste gerade vor ein paar Monaten einen kompletten Neuantrag stellen, weil das JC auf digitale Akte umgestellt hat. Da habe ich die Versicherung wieder mit angegeben und bei dem Termin vor Ort sagte man mir auch, dass die Versicherung "egal" sei, da sie eh unter das Schonvermögen fällt. Jedoch sprachen wir nicht, wie es im Falle eines Rückkaufs aussieht. Zum damaligen Zeitpunkt hat mich der Gedanke noch nicht beschäftigt.

Mir ist jetzt noch in Punkt 4 etwas aufgefallen.

4. geldwerte Ansprüche, die der Altersvorsorge dienen, soweit die Inhaberin oder der Inhaber
sie vor dem Eintritt in den Ruhestand auf Grund einer unwiderruflichen vertraglichen Vereinbarung
nicht verwerten kann
und der Wert der geldwerten Ansprüche 750 Euro je vollendetem
Lebensjahr der erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person und deren Partner, höchstens
jedoch jeweils den nach Satz 2 maßgebenden Höchstbetrag nicht übersteigt


Kerstin_K sagte ja bereits, dass ausschlaggebend ist, dass ich nicht über den Freibetrag sause, aber irgendwie bin ich mir nicht sicher...das liest sich so komisch im SGB
 

antares2

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Absatz 3 von § 12 regel die Vermögensgegenstände, für die das Jobcenter "blind" ist. Sie tauchen dann bei der Berechnung gar nicht mehr auf. Wie hier schon gesagt worden ist, brauchst du dir über diesen ganzen Absatz gar keine Sorgen machen, denn selbst wenn das Jobcenter alles für voll nimmt, bist du aus dem Schneider, denn dein Freibetrag liegt bei 6.900 Euro.
 

Nena

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Das mit der Altersvorsorge kommt für bestimmte Finanzinstrumente zum Tragen. Quasi als Extra zum Schonvermögen dazu. Deswegen spielt das bei Dir keine Rolle (außer Du hast noch anderes Vermögen als die 4'?).
 

Psychoraz

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Heißt im Grunde also, es ist mit dem Rückkauf der Versicherung nichts anderes, als würde ich Geld von meinem Girokonto abheben und in meine Schublade legen. Ok, dann werde ich den Gedanken des Rückkaufes weiter denken.

Es ist sicherlich sinnvoll, im Falle einer Auszahlung das JC über den Rückkauf zu informieren, damit man mir im Nachgang keinen Strick daraus drehen kann, oder?

Vielen Dank, bis hierher! Das hat mir geholfen.
 

Kerstin_K

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Das kannst du immer noch tun, wenn du das JC nachfragt. Eine vermoegensumwandlung muss man nicht melden.
[>Posted via Mobile Device<]
 
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