Rückforderung rechtens oder kann ich was tun?! (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

meila

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Hallo,

habe nur eine kurze Frage. Hatte Geld erhalten, das für einen Urlaub gedacht war. Geldzuwachs natürlich beim Jobcenter angegeben. Urlaub wurde bewilligt. (6 wochen usa). Als ich wieder nach Deutschland kam, Brief vomJC im Briefkasten: Das Geld wird komplett als Einkommen angerechnet, muss nun hohe Rückzahlungen leisten- also alles Geld was ich im Urlaub schon fast komplett ausgegeben habe, wird nun zurückgefordert da sie es als Einkommen zählen.
Habe schon Widerspruch eingelegt, in dem ich erklärt habe, dass das Geld zweckgerichtet war (für die Reise eben)- kein Erfolg, habe nun nochmal nen Brief mit der Forderung bekommen.
Hab ich da noch irgendeine Chance oder schlicht 'Pech gehabt'?

LG
meila
 
G

gast_

Gast
Jedes Einkommen im ALG II Bezug ist anzurechnendes Einkommen, mit wenigen Ausnahmen.

Du müßtest schon etwas mehr Infos geben.
 

ZynHH

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Hast du wirklich geglaubt, dass Ehrlichkeit belohnt wird?

Ich hätte wenn es hoch kommt, gesagt ich bin 6 Wochen nicht da, bin eingeladen worden. Aber ganz sicher hätte ich dem JC nicht auch noch das Geld hinterher geschmissen.
 

meila

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wenn ich geahnt hätte, dass das geld als einkommen angerechnet wird, hätt ichs sicher auch anders geregelt, aber das kam mir irgendwie nicht in den sinn... war eben sehr naiv. :icon_neutral:

Kiwi, das Geld hab ich als Geschenk eben von meiner Mutter erhalten, die mir dadurch einen Urlaub ermöglichen wollte. Die ärgert sich nun natürlich auch weil ich nichts vom Geld habe sondern mich jetzt in die Nesseln setze..: /
 

biddy

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Das Geld wird komplett als Einkommen angerechnet
Komplett darf es nicht angerechnet werden, wenn Dir nicht bereits die Einkommensbereinigung (30 € Versicherungspauschale und ggf. Kfz-Haftpflicht) auf anderes Einkommen von Dir (Erwerbs- oder sonstiges Einkommen) gewährt wird.

Das Geld von Deiner Mutter ist eine einmalige Einnahme und bei der Anrechnung gilt:
§ 11 SGB II
...
(3) Einmalige Einnahmen sind in dem Monat, in dem sie zufließen, zu berücksichtigen. Sofern für den Monat des Zuflusses bereits Leistungen ohne Berücksichtigung der einmaligen Einnahme erbracht worden sind, werden sie im Folgemonat berücksichtigt. Entfiele der Leistungsanspruch durch die Berücksichtigung in einem Monat, ist die einmalige Einnahme auf einen Zeitraum von sechs Monaten gleichmäßig aufzuteilen und monatlich mit einem entsprechenden Teilbetrag zu berücksichtigen. ...
Vorwegabzug von Absetzbeträgen (Randziffer 11.15):

...

Die Pauschale für angemessene private Versicherungen in Höhe von 30 EUR, die Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Versicherungen (z. B. Kfz-Versicherung), für die Riester-Rente sowie ggf. Aufwendungen zur Erfüllung von Unterhaltspflichten sind für jeden Monat, in dem einmaliges Einkommen angerechnet wird, zu berücksichtigen.
Quelle

Wäre zwar wohl nur ein Minimalbetrag, aber die komplette Anrechnung wäre wie gesagt nicht korrekt, wenn Du bisher u. a. keine Versicherungspauschale geltend machen konntest (monatl. Abzug vom anzurechnenden Einkommen).
 
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