Rückforderung Arbeitslosenhilfe aus 2001/2002

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Agash

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Hallo,

ich habe einen Aufhebungs- und Erstattungsbescheid wegen Berücksichtigung von Nebeneinkommen gem § 141, Drittes sozialgesetzbuch (SGB III) für die Jahre 2001/2002 bekommen. Eine Anhörung gab es keine.

Ich hatte damals dem Arbeitsamt die Nebentätigkeit mündlich gemeldet und der damalige Sachbearbeiter meinte, bei einer selbständigen Tätigkeit müsste man erst mal investieren und nach einem Jahr könne man dann eine Gewinn- und Verlustrechnung vornehmen und danach könne man dann eine Aufrechnung gegenüber der Arbeitslosenhilfe vornehmen. Irgendwann 2002 bekam ich dann ein Schreiben, das so ähnlich lautete: Mir ist bekannt geworden das sie eine selbständige Nebentätigkeit ausüben und um Offenlegung gebeten. Ich hab Ihnen dann eine Gewinn/Verlustrechnung zugeschickt, die einen Verlust für mich auswies.
Danach hab ich von Ihnen nichs mehr gehört bis Mai 2006. Dann kam obiger Bescheid.

Allerdings nicht auf meinen Zahlen basierend, bzw. Einnahmen ja, allerdings wurde nur eine Pauschale von 10 % abgezogen und nicht meine tatsächlichen Kosten. Ferner wurde jeder Monat einzeln berechnet, d. h. für mich Monate ohne Einnahmen wurden keinerlei Kosten angerechnet, obwohl diese weiter angefallen sind. Sodass sie dann auf eine Endsumme von Euro 2.700,-- kamen, nur das ich bei dem ganzen einen Riesenverlust gemacht habe.
Ich hab dann einen Anwalt mit der Wahrnehmung meiner Interessen beauftragt, nur musste ich ihn feuern, weil er der ArGe einen Vergleich von einer Pauschale von 20 % angeboten hatte, dafür würde dann mein Widerspruch zurückgenommen.

Jetzt meine Fragen:

Sind die Forderungen nicht verjährt?
Zählen wirklich nur Monate mit Einnahmen und die anderen fallen unter den Tisch?
Kann ich mir einen neuen Anwalt auf Beratungsschein nehmen?

Angeblich hat die ArGe meine Gewinn- und Verlustrechnung mit Belegen nicht erhalten, auch ist die Meldung über die Selbständigkeit nicht vermerkt.

Was tun?

Viele Grüsse


Agash
 

Agash

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So die Frage mit einem neuen Anwalt konnte ich klären, hab den Fall in der Rechtsantragsstelle geschildert und sie haben wir einen neuen Beratungsschein ausgestellt und einen anderen Anwalt hab ich auch.

Der gefeuerte Anwalt hat mir die Unterlagen geschickt, die ihm das Jobcenter zur Verfügung gestellt hat und siehe da, da wurde doch glatt handschriftlich von einem Mitarbeiter der ArGe vermerkt, das ich Kosten geltend gemacht habe. Das ist diesem Anwalt nicht aufgefallen.

Nur durch seinen duseligen Vergleichsvorschlag, hat er mir die jetzt neue Schwierigkeiten eingebrockt, die ArGE war total sauer über den Vorschlag und will jetzt die Einkommenssteuerbescheide aus den Jahren 2001 und 2002, nur das mein Mann und ich zusammen veranlagt worden sind und seine geht die ArGe wohl nichts an. Mal sehen was der Anwalt dazu sagt.

Gruss Agash
 
A

Arco

Gast
:klatsch: :klatsch: ... na dann wird es ja wohl seinen "gerechten" Lauf nehmen.

Leider sind Anwälte auch nur "Menschen" - da gibt es solche und solche - gellll :hmm: :hmm: ;)
 

Agash

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Ja, Anwälte sind auch nur Menschen

Nur der hier war einwandfrei aufs Geldverdienen aus, ich musste sämtliche Kopien selber machen, musste selber Akteneinsicht nehmen, bzw. mich mit der ArGe auseinandersetzen. damit sie die entsprechenden Aktenteile kopieren. Er jammerte mir die Ohren voll, bei Euro 30,-- auf Beratungsschein könnte er all diese Arbeiten nicht machen.

Der Rechtspfleger hat mich aufgeklärt, hätte die ArGe und ich dem Vergleich zugestimmt, hätte er so grade mal euro 249,-- kassieren können.

Auf so einen Anwalt der das Wichtigste übersieht.. nur Geld machen will..

kann doch jeder verzichten, oder

Gruss Agash
 
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