Rotierende Stühle beim Job Center?!

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Xivender

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Hallo,
wollte ma fragen, ob das normal ist, dass sich der Ansprechpartner so schnell wendet?

Was damit gemeint ist?

Ich war ab Ende Februar Arbeitslos, habe dann nach c.a. 1 Monat wieder Arbeit für 3 Wochen gefunden.

Jetzt bin ich zum Arbeitsamt und erfahre so ganz nebenbei, dass meine "alte" Arbeitsvermittlerin nicht mehr für mich zuständig ist, b.z.w. nicht mehr beim Jobcenter arbeitet und ich vorrübergehend ersteinmal eine neue bekomme....

Heute bekomme ich dann noch Post von der Leistungsabteilung, dann schaue ich auf den Ansprechpartner und schon wieder jemand Anderes....

Also hat sich innerhalb von 2 Monaten meine Arbeitsvermittlerin und meine Leistungssachbearbeiterin gewechselt...

Ist das normal?

Und kann man nicht wenigstens Informiert werden, dass man einen neuen Ansprechpartner hat.... ist doch irgendwie dumm dass das Job Center dieses nicht einmal für Nötig hält... und ich **** schreib noch Briefe an meine alten BEarbeiter....

Sollte ich vielleicht in Zukunft nur noch Schreiben:
"Sehr geehrter Herr / Frau Arbeitsvermittler..." ????
 

Arania

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Mehr als normal, ich wähle als Ansprechpartner immer den dessen Name zuletzt in einem Schreiben an mich stand, wenn der nicht mehr zuständig sein sollte, muss er es weiterleiten, hat bis jetzt auch immer geklappt
 
E

ExitUser

Gast
Normal

Ich fange meine Schreiben immer mit Sehr geehrte Damen und Herren an.

Das die da so schnell wechseln oder aufhören zeigt mal wie das Arbeitsklima dort ist und überall in den Argen im Lande.

Aber es geht zu Lasten der Erwerbslosen. Den diese müssen mit einem neuen (manchmal) noch unerfahrenen Sachbearbeiter rechnen.

Hier in meiner Stadt wechseln die alle 6 Monate die Leute aus.
 

Kleeblatt

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Merkwürdig finde ich das dann, wenn jemand 2 Jahre lang denselben SB hatte, dann innerhalb eines knappen halben Jahres 4 verschiedene SB, dann wieder zurück zum alten SB.
Allerdings muß dazu gesagt werden, daß die zwischenzeitlichen SB ausschließlich damit beschäftigt waren Fallstricke zu legen, versuchten Sanktion zu verhängen (was vom Gericht abgeschmettert wurde), dann noch 2 zaghafte Versuche in diese Richtung (einmal wurde angeblich eine Terminmitteilung verschickt , die komischerweise nie ankam = wieder nix mit Sanktion im Nachhinein, da Zeuge für Nichterhalt = Besuch zu dieser Zeit vorhanden / das nächste Mal ein völlig absurder Jobvorschlag = konnte ebenfalls nicht sanktioniert werden), - bis dann wohl endlich alle Möglichkeiten ausgeschöpft und der letzte SB nun auch müde wurde.

Nun also ist mein Verwandter wieder bei seiner alten SB, - dort herrscht Ruhe, Frieden und Ehrlichkeit.
(Letztere meinte man hätte ihr gegen ihren Willen meinen Verwandten als Akte einfach entzogen und sozusagen "beschlagnahmt".)
 

Mario Nette

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Ich habe das mal für mich aufgelistet, welche Personen mir Briefe schroben. Mehr als 30. Da ist es nur recht und billig, einfach auf die Namen zu pfeifen und an die "Sehr geehrten Damen und Herren" zu schreiben, wenn man was will, aber gern speziell den Namen der Personen explizit im Schreiben zu nennen, die einem z. B. eine ungerechtfertigte Sanktion aufgebrummt hat. Oder die schriftlich irgendwas zugesichert hat.

Mario Nette
 

Xivender

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Au man, das scheint ja echt gang und gebe zu sein.
Was mich nur auch ärgert, dass man dem neuen Arbeitsvermittler seine Situation immer wieder neu erklären muss....

Finde so kann eine intensive Betreuung ja garnicht möglich sein.

Meint Ihr, dass die ständig wechseln hat irgendwie "System", so dass man sich nicht an einen festen Ansprechpartner gewöhnen kann, oder sind das eher Andere Einflüsse, wie dass die nach 2 Monaten / halbes Jahr keinen "Bock" mehr haben..?
 
E

ExitUser

Gast
Ich habe das mal für mich aufgelistet, welche Personen mir Briefe schroben. Mehr als 30. Da ist es nur recht und billig, einfach auf die Namen zu pfeifen und an die "Sehr geehrten Damen und Herren" zu schreiben, wenn man was will, aber gern speziell den Namen der Personen explizit im Schreiben zu nennen, die einem z. B. eine ungerechtfertigte Sanktion aufgebrummt hat. Oder die schriftlich irgendwas zugesichert hat.

Mario Nette

Für mich ist ein ganzes Jahr lang immer derselbe Aufseher zuständig.
Das 'Überlebensgeld' wird von einer anderen Abteilung verteilt und dort sitzen Ältere, die an ihrem Rolldrehstuhl angewachsen zu sein scheinen.
 

galigula

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Also,mir kommt es so vor,als ob der Sb aufgibt.wenn er kein Vermittlungsresultat erzielen konnte und dann an einen Kollegen weitergibt,der jetzt weiterhin auf einem einpickt,neue Besen kehren gut,dem Arbeitslosen muss ins Hirn eingebrannt werden,dass er keine Ruhe mehr hat und permanentem sinnlosen Vermittlungsdruck ausgesetzt werden muss.
Irgendwann wird der ELO schon nachgeben und einen Billigjob für 700€ Netto bei 50 Arbeitsstunden annehmen.
In meinem Fall ist die Gesundheit auf Grund der Wirbelsäule so angeschlagen,dass ich,mit 52 Jahren, nie wieder eine Arbeitsstelle finden werde,aber die wissen,dass es immer wieder Leute gibt,die in so einer Situation Tabletten wie Bonbons essen,um so einen Prekären Job ausführen zu können.
Die deutsche Arbeitspolitik ist mega-krank.
 
E

ExitUser

Gast
Meint Ihr, dass die ständig wechseln hat irgendwie "System", so dass man sich nicht an einen festen Ansprechpartner gewöhnen kann, oder sind das eher Andere Einflüsse, wie dass die nach 2 Monaten / halbes Jahr keinen "Bock" mehr haben..?

Es sind andere Einflüsse. In der Arbeitsvermittlung sieht es so aus, dass viele Mitarbeiter befristete Verträge haben. Das geht von Verträgen ab sechs Monaten bis zwei Jahren. Werden diese nicht verlängert, sind die Leute logischerweise wieder weg. Und wenn sie wieder eine befristete Verlängerung bekommen, schauen sie sich natürlich auch nach anderen Arbeitgebern um.

Das waren die Mitarbeiter der BA. In den Leistungsgewährungsabteilungen sitzen überwiegend Mitarbeiter der Kommunen. Die haben unbefristete Verträge. Da aufgrund der miserablen Organisation der Argen die Arbeitsbelastung da aber nicht mehr feierlich ist, schauen sie, dass sie bei der nächsten Gelegenheit wieder zurück zur Stadt gehen können, in irgendein anderes Amt.
 

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Au man, das scheint ja echt gang und gebe zu sein.
Was mich nur auch ärgert, dass man dem neuen Arbeitsvermittler seine Situation immer wieder neu erklären muss....

Finde so kann eine intensive Betreuung ja garnicht möglich sein.

Meint Ihr, dass die ständig wechseln hat irgendwie "System", so dass man sich nicht an einen festen Ansprechpartner gewöhnen kann, oder sind das eher Andere Einflüsse, wie dass die nach 2 Monaten / halbes Jahr keinen "Bock" mehr haben..?


Das ärgerlichste ist, das meist jeder neue / jede neue SB erstmal Stress macht mit Maßnahmen, 1€ Job und und und... Das hat wirklich System, weil man sonst einen SB "auslutschen" kann indem der / die irgendwann alle Schikanen durch hat. Motto: Wer viel schmeisst, hat bald nix mehr.

Aber genau DAS wollen die bei ARGE ja unbedingt verhindern. Als Arbeitsloser soll man nurja nie länger als maximal 2-3 Monate "Ruhe" haben.
Ich komme mir immer vor wie der "Alte" in "Das Boot". Diese Szene bei dem Wasserbombenterror: " Ja doch, ja doch...kommt doch ihr Hunde! Wer viel schmeisst hat bald nixmehr!"
 

Karma

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Au man, das scheint ja echt gang und gebe zu sein.
Was mich nur auch ärgert, dass man dem neuen Arbeitsvermittler seine Situation immer wieder neu erklären muss....

Finde so kann eine intensive Betreuung ja garnicht möglich sein.

Meint Ihr, dass die ständig wechseln hat irgendwie "System", so dass man sich nicht an einen festen Ansprechpartner gewöhnen kann, oder sind das eher Andere Einflüsse, wie dass die nach 2 Monaten / halbes Jahr keinen "Bock" mehr haben..?

Guten Morgen Xivender,
das Märchen mit dem persönlichen SB hat sich schon lange ausgeträumt. Es hat eigentlich nie richtig funktioniert.Auch bei uns ist es sehr lebhaft, da routieren die SBs im Monatstakt.
Ich schreibe keine Anrede mehr, komme gleich zur Sache.Z.Hd. gibt es auch nicht mehr.
Einem neuen SB erkläre ich nichts mehr "Sehen Sie in meine Akte, hier erhalten Sie alle Information". :icon_lol:
Intensive Betreuung habe ich noch nicht erlebt....intensiv in eine EGV drängen und Sanktionsgründe suchen...ja das können die gut!!!!!
Gruß Karma

Dies ist keine Rechtsberatung, sondern meine eigene Meinung.
 

Berenike1810

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...völlig Normal! Xivender.

1. haben die extremen Leistungsdruck - dem sie nicht gewachsen sind
2. ein sehr schlechtes Betriebsklima -untereinander, Mobbing
3. eine sehr hohe Fluktuation, wie unser EX-GF einmal der Tageszeitung sagte

Am schlimmsten war es, als unsere Arge 2005 60 Telekomiker auffing, weil die ihr Callcenter geschlossen hatten (beamtete ex-Postler). Da wurde es richtig Bunt!

In der Gazette konnte man auch lesen, dass sie eigentlich noch mehr davon bekommen sollen und die alle für den AD "ausgebildet" werden sollen, da sind bei unseren IG'n natürlich sämtliche Alarmglocken angegangen.

In einer Maßnahme lernte ich eine Dozentin kennen, die beim Arbeitsamt ihre Ausbildung gemacht hatte und danach noch 6 Jahre dort arbeitete, bis sie selber kündigte, weil sie es nicht mehr ausgehalten habe, daraufhin fand sie bei einem Maßnahmeträger als Freie Dozentin Unterschlupf. Allerdings bekam der Maßnahmeträger nur zwei Kurse von der Arge, dann war Schluß, was aus ihr geworden ist, weiß ich nicht.

Ich finde es eine Unverschämtheit, dass sich immer noch so viele Unkündbare ihre Hintern dort breiter und breiter hocken können ohne jegliches Verständnis für die tatsächliche Situation. Die Hauptsache der Urlaubsplan steht! Und frech: frechsein das können sie gut!

Berenike (muß ihren Blutdruck senken!)
 

jane doe

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anrede zwecklos, es ist eh keiner zuständig!

Ich fange meine Schreiben immer mit Sehr geehrte Damen und Herren an.

... Da ist es nur recht und billig, einfach auf die Namen zu pfeifen und an die "Sehr geehrten Damen und Herren" zu schreiben, wenn man was will, aber gern speziell den Namen der Personen explizit im Schreiben zu nennen, die einem z. B. eine ungerechtfertigte Sanktion aufgebrummt hat. Oder die schriftlich irgendwas zugesichert hat.

Ich schreibe keine Anrede mehr, komme gleich zur Sache.Z.Hd. gibt es auch nicht mehr.

ich schreibe keine anrede, wozu auch, ich werde auch nicht als mensch behandelt, sondern als leistungsfall.

Einem neuen SB erkläre ich nichts mehr "Sehen Sie in meine Akte, hier erhalten Sie alle Information".

der verweis auf die akte ist goldwert, denn das scheint ein systemimmanentes problem zu sein. der antragsteller wird aufgefordert einen schon längst bekannten sachverhalt erneut zu erklären, um dann diesen mit der akte zu vergleichen und bei abweichungen dann zu sanktionieren. tolles system.
 

maya1973

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ich schreibe keine anrede, wozu auch, ich werde auch nicht als mensch behandelt, sondern als leistungsfall.

Hahaha....dann schreibe doch einfach hin sehr geehrter Leistungsfallverwalter....das gesicht beim Lesen wäre spannend!!!!
 

Berenike1810

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...ich habe mir angewöhnt, so zu unterzeichnen: "mit mehr oder minder freundlichen...."
 

Berenike1810

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.............ich auch! -Aber mir reicht schon das jeweilige "Gesicht" der dortigen "Hosts" !
-Wenn ihnen nichts anderes übrigbleibt, als mich "treffen zu müssen". Der letzte, ich berichtete (elo-EGV), Neue, tat mir zwischendurch sogar etwas leid - und das ist jetzt kein Witz! Der macht das auch nicht lange!

Berenike
 

Xivender

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Es ist wirklich unglaublich.....!!!!!!

Ich wollte grade meine neue Arbeitsvermittlerin anrufen wegen diesen Thema hier:

https://www.elo-forum.org/weiterbil...a%DFnahme-kraftfahrer-inkl-servicefahrer.html

Also einen Bildungsgutschein.

Was höre ich.....Eine Andere Frau ist für mich zuständig.
Langsam glaube ich echt, dass die Stühle bei denen fließend rotieren.

Aber ich habe noch nach den Grund gefragt, warum ich schon wieder einen neuen Ansprechpartner habe.
Die müssen grade wegen Ausfällen umstruktuieren.
 

rheinlaenderin

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Die Arbeitsvermittler eines Teams sollen einigermaßen ausgeglichene Fallzahlen haben. Wenn also ein befristeter Vertrag ausläuft und die Stelle noch nicht wieder neu besetzt wurde, jemand wegen Burnout Monate krank ist, bei Mutterschutz und Elternzeit... werden die Buchstabenbereiche der "Kunden" neu aufgeteilt. Um ein gezieltes Rotationssystem handelt es sich mit Sicherheit nicht.
 
R

Rounddancer

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Viele Jobcenter-Mitarbeiter haben befristete Verträge, die jetzt in 2009 auslaufen. Dies, weil damals, bei Vertragsabschluß über die Zukunft der Jobcenter (diesem ja mittlerweile wirklich als nicht verfassungsgemäß "kassierten" Konstrukt aus AA und Kommunen) nicht klar war, ob die Verträge zwischen AA und Kommunen verlängert würden, oder ob da was Neues käme.

Befristete Verträge haben auch die, die als Mutterschaftsvertretung für ein Jahr oder mehr eingestellt wurden. Dazu kommen noch die, die schon am Ende des zweiten, befristeten Vertrages stehen, und nun endweder entfristet, sprich fest eingestellt werden müssen, oder deren Vertrag dann einfach nicht mehr verlängert wird. Auch gibt es etliche Fm, PAP, SB, die durch den täglichen Ärger mit diversen, bösartigen "Kunden",- oder mit ihren bösartigen Vorgesetzten erschöpft, ausgepowert sind, und sich krankschreiben, oder versetzen lassen.
 
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