Rock gegen Reich - Butterfahrten zu den Villen der Reichen

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Martin Behrsing

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Die Armut in NRW skandalisieren - Landesvorstand der LINKEN.NRW beschließt Aktionsprogramm gegen Hartz IV

Von Edith Bartelmus-Scholich
Die LINKE.NRW will Hartz IV und der ausufernden Armut in NRW den Kampf ansagen. In einem Beschluss des Landesvorstands vom 15.Dezember heißt es: «DIE LINKE. NRW ist für Umverteilung von oben nach unten. Gemessen am Bruttosozialprodukt steht das Land NRW an fünfter Stelle - unter den Staaten Europas. NRW ist ein reiches Land. Aber: Zwei Drittel aller Vermögen gehören einem Fünftel der Haushalte. Die reichsten 5% davon kontrollieren allein fast 30% des Gesamtvermögens. SPD, CDU, FDP und Grüne haben die Umverteilung von unten nach oben massiv gefördert. Diese Politik war und ist sozial ungerecht und wirtschaftlich unverantwortlich. Sie senkt die Massenkaufkraft, vergrößert den Reichtum Weniger und fördert spekulative Börsenblasen.

Ausgehend von diesem Beschluss in den Landespolitischen Leitlinien und ausgehend von Brecht, der die Situation wie folgt beschrieb:
Armer Mann und reicher Mann
standen da und sahen sich an
Und der Arme sagte bleich
Wär ich nicht arm
Wärst du nicht reich

beschließt der Landesvorstand, den Kampf gegen Armut in NRW zu verstärken.»


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Richardsch

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Ich frage mich ernsthaft was man sich -außer Publicity- davon verspricht. Jedem Reichen ist klar das es Reiche gibt und jeder Arme dürfte zwischenzeitlich auch wissen, dass sie von Reichen ausgebeutet werden.

Die Rocksänger verkaufen durch diese Aktion mehr Scheiben und die Linken erhalten mehr Wähler. Vielleicht denke ich wirklich zu negativ aber einen guten Zweck unterstelle ich weder dem einen noch dem anderen.

Die Sichtweise der Reichen wird sich nicht dadurch ändern, dass sie aufeinmal mit Armen konfrontiert werden. Sie wird sich erst ändern, wenn sie einmal selbst mit der Armut konfrontiert wird.

Seien wir doch mal ehrlich. Als wir noch alle unseren guten Job hatten und nicht unbedingt, wie Martin, als Sozialarbeiter tätig waren, wie groß war da unser Verständnis gegenüber Sozialhilfebeziehern oder Arbeitslosen?

Nichts desto Trotz. Jeder Versuch eine Verbindung zwischen Arm und Reich zu schaffen ist erlaubt :)

Gruß Richard
 
E

ExitUser

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Rock gegen Reich - Butterfahrten zu den Villen der Reichen

Das nimmt ja immer "bescheidenere" Formen an.

Rock gegen Reich, das klingt doch pervers.
Es geht doch nicht um gegeneinander, sondern das Ziel ist miteinander.

Möchte ich hier einen erleben, wenn er ein gutes Einkommen erzielt durch enorme Anstrengung oder einer guten Idee ... gehört der dann auch zur "Gegenseite".

So ein Unsinn ... Martin!
 

mercator

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Rock gegen Reich, das klingt doch pervers.
Es geht doch nicht um gegeneinander, sondern das Ziel ist miteinander.

Das "Miteinander" ist aber angesichts der derzeit herrschenden Verhältnisse schon niedlich naiv.
 
E

ExitUser

Gast
Das "Miteinander" ist aber angesichts der derzeit herrschenden Verhältnisse schon niedlich naiv.


Ich sehe mich eher wenig als naiv an.
Ich verurteile hier nur die versteckte Tendenz zum Gewaltaufruf .... solange diese zu vermeiden ist. Und das ist derzeit noch der Fall aus meiner Sicht.

(...) andererseits stimmt es, dass wir ständig angegriffen werden, sei es durch Lohnentzug, Lohnverweigerung, HartzIV und die kriminell staatlich veranlasste Verarmung und Vieles mehr.

Dear Mr President ... was hilft das Singen, der Typ schert sich nen Scheißdreck drum.
 

mercator

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Ich frage mich ernsthaft was man sich -außer Publicity- davon verspricht. Jedem Reichen ist klar das es Reiche gibt und jeder Arme dürfte zwischenzeitlich auch wissen, dass sie von Reichen ausgebeutet werden.

Vermutlich wird auch Publicity ein Rolle spielen, trotzdem ist Deine Sicht zu einseitig. Wie in dem Artikel erläurtert wird, geht es eben auch darum, das Thema öffentlich zu machen. Armut ist in Deutschland immer noch ein Tabu-Thema. Die Betroffenen versuchen oft, den Eindruck der Armut zu vermeiden, die nicht Betroffenen schauen weg.

Seien wir doch mal ehrlich. Als wir noch alle unseren guten Job hatten und nicht unbedingt, wie Martin, als Sozialarbeiter tätig waren, wie groß war da unser Verständnis gegenüber Sozialhilfebeziehern oder Arbeitslosen?

Schliesse bitte nicht von Dir auf andere. Aber ich kenne leider genug, die so denken bzw. dachten, wie Du einmal. Und auch deshalb ist diese Aktion vielleicht nicht so schlecht.

PS: und natürlich geht es auch um Wählerstimmen. Notwendigerweise.
 

Richardsch

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Vermutlich wird auch Publicity ein Rolle spielen, trotzdem ist Deine Sicht zu einseitig.
Ich denke man kann diese Aktion in dieser Formation nur einseitig sehen, alles andere halte ich für naiv. Würde z.B. Martin, Attac usw. zu solch einer Aktion aufrufen, würde ich lauteres Verhalten unterstellen. So allerdings nicht.

Abgesehen davon, dass alle 3,6 Sekunden ein Mensch auf der Welt verhungert, gibt es schon seit zig Jahren Armut auch in Deutschland. Seit 1987 gibt es den Armutsbericht. Was hat man in den 20 Jahren gegen Armut getan? Immer vor den Wahlen fängt eine kontrovere Partei wieder mit diesem Thema an, und dann?
Armut ist auch kein richtiges Tabu-Thema mehr, in den Medien wird genug darüber berichtet. Ob nun falsch oder richtig, sei mal dahin gestellt. Wie gesagt, weiß jeder was arm und was reich ist. Das man sich gegenüber besserverdienenden Mitmenschen nicht gerne als Arm darstellt, liegt doch auf der Hand. Es macht denjenigen verletztlich, er hat Angst als Schmarotzer dargestellt zu werden usw. Hier müsste erst ein Umdenken seitens der Bessergestellten stattfinden. Das ist im Moment für mich noch Wunschdenken.

Schliesse bitte nicht von Dir auf andere. Aber ich kenne leider genug, die so denken bzw. dachten, wie Du einmal.
Ich spreche in der WIR-Form, damit ich andere User nicht vor den Kopf stoße und sie sich angegriffen fühlen.
In einem anderen Thread hatte ich bereits erwähnt, dass ich ehrenamtlich in einer Arbeitsloseninitiative mitgearbeitet habe. 7 Jahre, bis sich die Initiative auflösen musste, weil ihr die Mittel von der Stadt gestrichen wurden. Anschließend habe ich, ebenfalls ehrenamtlich -neben meinem Job- in einer Wärmestube mitgearbeit, in der sich Obdachlose und ehemalige Obdachlose treffen. Auch heute helfe ich wo ich kann und denke, mein Scherflein für ein wenig besseres Miteinander dazubeigetragen zu haben.

Gruß Richard
 

gerda52

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Richardsch meinte:
Armut ist auch kein richtiges Tabu-Thema mehr, in den Medien wird genug darüber berichtet.
Und deshalb finde ich die Initiative der Linken gut. Solange Diskussionen über die ungerechte Verteilung immer gleich mit dem Neidargument abgewürgt werden, wird das Reichsein von Wenigen zum absoluten Tabu erklärt. Das kann es nicht sein. Über Missverhältnisse muss ohne Unterstellung geredet werden dürfen.
 

Arania

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Als reines Wahlkampfthema nutzt es niemanden, höchstens der Partei, ausserdem haben alle Parteien es momemtan auf ihrer Wahlkampfagenda
 

mercator

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Abgesehen davon, dass alle 3,6 Sekunden ein Mensch auf der Welt verhungert, gibt es schon seit zig Jahren Armut auch in Deutschland.

Mir gehen Deine Relativierungen und angedeuteten Verharmlosungen, die Lage in Deutschland betreffend, entschieden auf den Keks.
 

Richardsch

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Abgesehen davon, dass alle 3,6 Sekunden ein Mensch auf der Welt verhungert, gibt es schon seit zig Jahren Armut auch in Deutschland.
Und weiter hatte ich geschrieben:

Seit 1987 gibt es den Armutsbericht. Was hat man in den 20 Jahren gegen Armut getan? Immer vor den Wahlen fängt eine kontrovere Partei wieder mit diesem Thema an, und dann?

Darum geht es doch letztendlich in diesem Thread. Um eine Partei, die vor den Wahlen Butterfahrten und Rock gegen Reich machen will.

Ich verharmlose die Situation in Deutschland nicht -im Gegenteil. Man muss doch aber überlegen von wem und aus welchen Gründen man sich vor einen Karren spannen lassen will/soll.

Lies bitte meine Postings richtig und wenn was unklar ist, einfach fragen. Ja? :icon_wink:

Gruß Richard
 

Borgi

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Zitat Richardsch
Seien wir doch mal ehrlich. Als wir noch alle unseren guten Job hatten und nicht unbedingt, wie Martin, als Sozialarbeiter tätig waren, wie groß war da unser Verständnis gegenüber Sozialhilfebeziehern oder Arbeitslosen?
Um ehrlich zu sein: NEIN


Um aber wieder auf die Butterfahrten zurück zu kommen
Sie sollten mit fundiertem Wissen glänzen.

• Wer wohnt in der Villa
• Womit macht er/sie sein/ihr Geld
• Wann ist jemand in der Villa
• Gibt es einen Wachschutz
• Gibt es eine Alarmanlage und welche
• Gibt es angekündigte Urlaube oder Reisen
• Gibt es einen Tresor und was für einen
• Wie lauten die KFZ-Kennzeichen der Bewohner
• usw.

Wenn alle diese Fragen ausgiebig beantwortet werden, dann fühlen sich die Reichen nicht mehr ganz so wohl in ihrem Heim. Auch Arbeitslose müssen über sich vieles bekannt geben. Warum nicht auch diejenigen, die ebenso von Steuergeschenken leben?

Und für die Herren und Damen Staatsanwälte: Nein, dass ist kein Aufruf zum Einbruch. Villenbesitzer sollen sich lediglich unsicher fühlen - und somit in Sicherheit investieren - was die Schaffung neuer Arbeitsplätze bedeutet. Auch die Butterfahrtenveranstalter nebst Reisebusvermieter bekommen Arbeit.
 

wolliohne

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Borgi

gute Idee,

nur an diese Leute genau wie an bestimmte Politiker kommt niemand ran.

da müssen wir uns schon etwas spektakuleres einfallen lassen, sind Erfahrungswerte.
 

Richardsch

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Wer wohnt in der Villa etc.....
Muss ich doch tatsächlich nachfragen. Meinste das jetzt ernst? Hört sich echt wie ein Bruch an :icon_lol:

Deine Grundidee: "Sie sollten mit fundiertem Wissen glänzen" finde ich allerdings gut.
Man sollte vielmehr über die Reichen in Erfahrung bringen, um ihnen und der Öffentlichkeit dann die Fakten um die Ohren hauen zu können. Nur wie, ist hier die Frage. Mitarbeiterbefragung? Gewerkschaft? Netz?

Gruß Richard
 

Martin Behrsing

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ich perönlich halte die Idee auch nicht gerade für prkelnd. Da gehört inzwischen schon mehr dazu, als ein bloßes Happening zu veranstalten. Die benannten Reichen sind schon richtig benannt, weil sie eben für den massiven Sozialabbau verantwortlich sind, bzw. die Staatsgeschicke derart beeinflussen, dass dertiges heraus kommt. Aber solange diese Leute und andere nicht massiv gestört werden (ich meine damit keine Gewalt, sondern zivilien Ungehorsam) wird sich nichts verändern.
Aktionen, wie die in Köln oder das geplante Banken-Börsenfrei sind da schon effektiver und können mehr bewirken. Es wäre sicher auch nicht schlecht, wenn unsere Musiker mal endlich wieder soziale Themen aufgreifen, damit so etwas auch wieder mal zu den jungen Menschen dringt. Es ist schon traurig, dass im letzten Jahr es mal gerade 30.000 Studenten geschafft haben bundesweit ihren Protest auszudrücken. Vor 10 Jahren hat allein die Stadt Aachen 30.000 Studenten auf die Beine bringen können.
 

Richardsch

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Hallo Martin,

Aber solange diese Leute und andere nicht massiv gestört werden (ich meine damit keine Gewalt, sondern zivilien Ungehorsam) wird sich nichts verändern.
So sehe ich das auch. Schwebt dir da schon was vor?

Kann es sein, dass die Leute des Demonstrierens müde geworden sind, weil im Endeffekt meist keine oder unzureichende Ergebnisse erzielt wurden. Die Montagsdemos haben ja auch nachgelassen.

Aktionen, wie die in Köln oder das geplante Banken-Börsenfrei sind da schon effektiver und können mehr bewirken.
Die Aktion in Köln war klasse. Noch einmal Hut ab davor. Das Problem ist nur, das es ortsgebunden ist. Es fehlen einfach zu viel Anlaufstellen, in denen solche Sachen auch geplant werden könnten. Selbst wenn man sich mit mehreren Leuten trifft, fehlen meist die Basiskenntnisse und/oder die entsprechend couragierten Sozialarbeiter um solche Sachen durchzuziehen. Wie wäre es denn mal mit einem Leitfaden? :icon_wink:
Und dann anschließend in mehreren Städten zur gleichen Zeit "Zahltag" machen. Das wär doch mal was.

Gruß Richard
 

waldau

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Butterfahrten zu den Villen der Reichen

..also ich finde Butterfahrten immer schön - besonders wenn die Linken alles bezahlen :icon_hihi:

Aber liebe Hartzler - dann aber nicht vergessen die Ortsabwesenheit anzumelden :icon_wink:

:icon_stern: Frohe Weihnachten
 

Tinka

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Guten Morgen...

Und dann anschließend in mehreren Städten zur gleichen Zeit "Zahltag" machen. Das wär doch mal was.

Gruß Richard

Das funktioniert auch ohne "engagierte Sozialarbeiter" und "Leitfäden"!
Alles SELBST ausgedacht und geplant, kann Jede/r...:icon_stern:

https://www.elo-forum.org/demo-hamburg-t17568.html?p=191425&highlight=agenturschluss Beitrag 112

https://www.elo-forum.org/schluss-m...rg-t19825.html?t=19825&highlight=hartzboykott Beitrag 1

https://www.erwerbslosenforum.de/na...und_subventionsbetrug!_172007171217_245_1.htm

www.hartzboykott.de &

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Kannst dich gern anschließen!
LG
 

Martin Behrsing

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Es wird im Februar ein bundesweites Treffen in Berlin geben, um über genau solche gem. aktionen zu sprechen. Dafür nehmen wir uns dann ein ganzes Wochenende Zeit.
 

Richardsch

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Es wird im Februar ein bundesweites Treffen in Berlin geben, um über genau solche gem. aktionen zu sprechen. Dafür nehmen wir uns dann ein ganzes Wochenende Zeit.
Das heißt wir können auch kommen oder?

@Tinka
Danke für die Links. Ich werde mir die Seiten in Ruhe durchlesen.

Gruß Richard
 
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