Rippenbruch durch Lungenentzündung bei MT, Anzeige wegen Körperverletzung?

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Koboldx

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Hallo,
Ich arbeite seit November auf dem Recyclinghof und habe mir bei den 1 Euro Job im Monat Dezember eine schwere Lungenentzündung eingefangen mit anschließendem Rippenbruch.

Bei Minusgraden wurde dort bei offenen Tor in der Halle gearbeitet und gleichzeitig ist auch dort die Heizung defekt gewesen, selbst als die Heizung wieder lief wurde ich nur vom Vorarbeiter angeschnaußt wieso ich denn das Tor immer zu machen würde...

Ich war ca. 3 Wochen Krankgeschrieben bis ich schließlich meine Rippe durchgehustet habe, das die Rippe aber wirklich gebrochen war wurde mir erst heute nach der untersuchung beim Lungenspezialisten bewußt.

Jetzt stellt sich mir die frage ob es sinn macht den MT wegen Körperverletzung bei der Polizei Anzuzeigen oder ob ich es auf sich beruhen lassen sollte, weil ich auch keine Rechtschutz Versicherung habe.

Aktuell hab ich sogar heute noch gelekentliche Schmerzen beim aufstehen oder Fahrrad aus dem Keller
tragen, laut den Lungespezialisten sollte das in nächster Zeit verschwunden sein.

Ich weiß nicht ob es die Sache wert ist und ich bin mir nicht so sicher ob das nicht auch mein Arzt (Vertretung) zu verschulden hat, der mir 3 Wochen lang immer nur Medikamente zum Abhusten aufgeschrieben hatte.

Vielleicht hat der ein oder andere hier einen Tipp für mich.
 

arbeitsloskr

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Hallo Koboldx,

es wäre die Frage zu klären, ob diese Lungenentzündung und deren Folgen als "Betriebsunfall" zu werten ist, der eigentlich der BG hätte gemeldet werden müssen. Im Nachhinein dürfte das aber schwierig werden.

Sofern du diesen MT bereits hinter dir hast, müsstest du für dich überlegen, ob und was es dir Wert ist, diesen Kampf mit der Bürokratie in dem Fall aufnehmen zu wollen.
 

ZynHH

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Wann und von wem wurde denn die Lungenentzündung diagnostiziert?

Ich wüsste nicht, wen man da weshalb anzeigen sollte.

Niemand muss sich selbst schädigen, auch nicht bei der Arbeit....und ein 1€-Job ist ja noch nichtmal Arbeit....die Tätigkeit, da ja zusätzlich, hätte man ja auch machen können, wenn die Temperaturen wieder höher sind.-...:sorry:
 

Koboldx

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Das Problem ist nur rechtzeitig einen Termin beim Lungenspezialisten zu bekommen.

Als ich im Januar nach einen Termin angefragt habe hieß es das im Mai was frei wäre.
Ich bin jetzt früher dran gekommen weil jemand anderes abgesagt hat oder verstorben ist.

Maßnahme geht noch bis ende April von daher verspreche ich mir da nicht viel, ich hatte eher
schmerzensgeld im Hinterkopf.

Wann und von wem wurde denn die Lungenentzündung diagnostiziert?

Ich wüsste nicht, wen man da weshalb anzeigen sollte.

Niemand muss sich selbst schädigen, auch nicht bei der Arbeit....und ein 1€-Job ist ja noch nichtmal Arbeit....die Tätigkeit, da ja zusätzlich, hätte man ja auch machen können, wenn die Temperaturen wieder höher sind.-...:sorry:
Also Zusätzlich ist da hinten gar nichts, da werden jeden Tag 1-2 Haushaltsauflösungen (Komplett von A-Z, vom Dildo bis zur Waschmaschine) von den anderen 1€ Jobbern durchgeführt dann kommt der ganze Krempel zum Recyclinghof und muß jetzt und sofort abgeladen und der Müll muß getrennt werden.

Damit die 1€ Jobber wieder zum nächsten Job müssen.

Wenn man warten würde bis die Temperaturen wieder höher wären, bräuchte man mindestens 10 oder 20 Lagerhallen um diesen Schrott unterzubringen. Und das Lädt sich bestimmt nicht von alleine vom LKW auf und ab.
 

DonOs

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ich hatte eher schmerzensgeld im Hinterkopf.

Was machst du denn genau auf dem Recyclinghof? Sind die Arbeiten zusätzlich, also das diese Arbeiten auch mal 2 Jahre lang liegen bleiben können? Ist der 1,-€ Job Wettbewerbsneutral und vom öffentlichen Interesse?

Wenn du da Arbeit verrichtest, was auch festangestellte Mitarbeiter erledigen, dann kann man meiner Meinung nach Wertersatz für die geleistete Arbeit im Wege eines öffentlich-rechtlichen Erstattungsanspruchs, eingeklagt werden.
 

Koboldx

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Was machst du denn genau auf dem Recyclinghof? Sind die Arbeiten zusätzlich, also das diese Arbeiten auch mal 2 Jahre lang liegen bleiben können? Ist der 1,-€ Job Wettbewerbsneutral und vom öffentlichen Interesse?
Ich komme da gegen 8 Uhr morgens hin und die Halle ist meistens gut gefüllt oder die erste LKW ladung ist grade angekommen, länger als 24Std kann da gar nichts liegen bleiben, dafür wäre dort gar nicht genug platz.

Die Möbel trage/werfe ich vom LKW in die Halle und muß mit nen 5KG vorschlag Hammer die Tische zerkloppen und mit ner Axt das Restliche Metall (z.B. Schaniere, Schlösser usw) abschlagen.

Das Stapel ich zum Teil auf ner Palette (kleine Sachen im Holzwaagen) und wird vom Staplerfahrer
mitgenommen, Holzwaagen fahre ich mit raus zur Mulde und schmeiß das zeug da rein.

Abgesehen von den LKW Haushaltsauflösungen kommen dort noch Private Leute und kleine Firmen vorbei die jetzt und sofort ihren Schrott abliefern und ich muß/soll aufspringen egal ob ich ne Pause brauche oder nicht.

Wenn du da Arbeit verrichtest, was auch festangestellte Mitarbeiter erledigen, dann kann man meiner Meinung nach Wertersatz für die geleistete Arbeit im Wege eines öffentlich-rechtlichen Erstattungsanspruchs, eingeklagt werden.
Daran habe ich eigentlich kein Intresse, ich will gar nicht wissen was das Jobcenter sich ausdenken würde um mir die Kohle im nachhinein weg zu nehmen... keine lust auf noch mehr stress.

Ja genau
 

Koboldx

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Also hast Du bereits resigniert/aufgegeben?

Für mich ist das Thema damit abgeschlossen.

Ja ich habe damals nach dem Urteil vom SG gegen diese Wettbewerbsverzerrung aufgegeben.

Wenn eine Anzeige keinen Sinn macht, dann hat sich das Thema für mich erledigt...
Ich brauchte ja auch nur im bezug auf eine Anzeige bei der Polizei einen Tipp, ich dachte das hätte ich
in meinen ersten Post klar gemacht.
 

ZynHH

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Ich hatte auch erst im Krankenhaus angerufen, da hieß es das ich Stationär aufgenommen werden müßte,
warum die keine Ambulante untersuchung durchführen wollte ist mir bis heute ein Rätsel.


Weil du nicht auf die Notaufnahme gegangen bist.....da ruft man nicht an, da erscheint man einfach so ohne Termin....
 

doppelhexe

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Ich hatte auch erst im Krankenhaus angerufen, da hieß es das ich Stationär aufgenommen werden müßte,
warum die keine Ambulante untersuchung durchführen wollte ist mir bis heute ein Rätsel.

ganz einfach, weil krankenhäuser nicht dazu da sind, wartezeiten auf ambulante untersuchungen zu verkürzen.
ins krankenhaus geht man, wenn ein arzt feststellt, das eine stationäre behandlung notwendig ist, dann werden da auch die nötigen untersuchungen durchgeführt.

wenn der doc meint, alles ginge ambulant und auch die untersuchung beim spezialisten geht ambulant, dann musst du halt warten. oder vom doc ne überweiseun mit speziellem code bekommen, diese patienten müssen schneller versorgt werden.

wenns mir schlecht ginge und ich vom KH diese aussage bekäme, dann hätte ich meine tasche schneller gepackt als man gucken kann. ruckzuck mit den untersuchungen durch und schnell wieder zu hause. da es die fallpauschalen gibt will man die patienten auch schnell wieder los werden und die untersuchungen gehen ganz fix. jedenfalls besser als 3 monate oder mehr zu warten...

Weil du nicht auf die Notaufnahme gegangen bist.....da ruft man nicht an, da erscheint man einfach so ohne Termin....

die machen auch nichts mehr so einfach ambulant. weil soweas überhand nahm und nimmt ist man am überlegen, ob man eine sogenannte eintrittsgebühr von überlegt 50€ für notaufnahmen einführt, die nur im fall der aufnahme ins krankenhaus nicht bezahlt werden muss. die notaufnahme ist für notfälle gedacht...
 

DonOs

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ich will gar nicht wissen was das Jobcenter sich ausdenken würde um mir die Kohle im nachhinein weg zu nehmen

Wenn du dort richtige Arbeit verrichtest, würdest du auch den branchenüblichen Lohn erhalten. Du würdest also da mit einem Plus rausgehen, nicht mit einem Minus aber OKay.

Würde mir im Traum nicht einfallen, meine Gesundheit auf Kosten des skrupellosen Chefs zu ruinieren, damit der sich sanieren kann. Beziehungsweise hätte ich da auch mal den Zoll eingeschaltet, zwecks Schwarzarbeit. :icon_evil:
 

ZynHH

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die machen auch nichts mehr so einfach ambulant. weil soweas überhand nahm und nimmt ist man am überlegen, ob man eine sogenannte eintrittsgebühr von überlegt 50€ für notaufnahmen einführt, die nur im fall der aufnahme ins krankenhaus nicht bezahlt werden muss. die notaufnahme ist für notfälle gedacht...
Findest du das etwa okay? Der Patient weiß nur, das es ihm sehr schlecht geht.
Das muss dann geklärt werden.

Wir haben in HH sogar zusätzlich zu den Notaufnahmen noch Notfallpraxen.
In beiden wird man immer behandelt. Immer. Wegschicken....muss ich lachen....klar geht man auf die Notaufnahme, weil es ein Notfall ist, ich kann natürlich auch den Notarzt anrufen und zu mir kommen lassen....Wenn solche Notfälle überhand nehmen, dann stimmt wohl etwas mit der Patientenversorgung durch niedergelassene Ärzte nicht.

Aber gottsei dank sind wir ja nicht in den USA sondern in Deutschland.

Ich gehe auch zu Fachärzten ohne Termin, die meisten haben Notfallsprechstunden....

Wegschicken lassen muss man sich auch erstmal.....:doh:
 

doppelhexe

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Findest du das etwa okay? Der Patient weiß nur, das es ihm sehr schlecht geht.
Das muss dann geklärt werden.

...

1. hab ich das nicht gesagt... und das weggeschickt, wird auch nicht... ABER

2. wenn du in der notaufnahme sitzt (eher fast auf dem stuhl liegst), weil du ne nierenkolik hast und dann mal beobachtest, was da so an "notfällen" kommt ... da fehlen mir oft die worte...

"ich hab ja schon die ganze woche husten, aber jetzt mach ich mir langsam sorgen" ... also wenn du sowas hörst, dann braucht sich keiner wundern, wenn solche überlegungen angestellt werden.

gib mal "missbrauch notaufnahme" in die suche ein und du wirst dich wundern...

nur weil man selber niemals wegen pillepalle in die notaufnahem rennt heisst das nicht, das andere das nicht tun... die konsequenzen müssen dann aber iwann alle tragen, leider...
 

ZynHH

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also wenn du sowas hörst, dann braucht sich keiner wundern, wenn solche überlegungen angestellt werden.
Das ist doch genau, was koboldx im Grunde passiert ist, er wurde vom niedergelassenen Arzt nicht bzw. falsch behandelt..Er hat also fast drei Wochen massiv gehustet, ..Er ist nur nicht in die Notaufnahme gegangen. Dafür sind die aber auch da.

Und das, obwohl diesen herbst/Winter die Lungenentzündungen massiv angestiegen sind....
 

Zeitkind

Super-Moderation
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Ich arbeite seit November auf dem Recyclinghof ...
Hast Du dazu irgendetwas beim Veranstalter unterschrieben? I.d.R. schließen die MT Vereinbarungen mit dem Teilnehmer.
Vielleicht hat der eine oder andere hier einen Tipp für mich.
Meine Finger sind jetzt noch wund. Ich würde an Deiner Stelle über eine Wertersatzklage nachdenken.
Vielleicht solltest Du von der MAE 1,60 Euro Beitrag/Monat für den DGB Rechtsschutz erübrigen. :wink:

Den MT anzuzeigen ist völlig sinnfrei. Wie willst Du denn den Zusammenhang zwischen der Arbeit und Deiner Lungenentzündung nachweisen?
Mit Fotos von einem offenen Tor? Dann wird MT sagen, Du hast nicht schnell genug gearbeitet und Dich entsprechend nicht warm genug gekleidet.
Also ziehe bis zum bitteren Ende durch (aber bitte mit umfangreichen Protokoll), warte nach Gewerkschaftsbeitritt die 3 Monatsfrist ab
(dann hast Du Anspruch auf Rechtsvertretung), und lasse Dich zu der ganzen Geschichte dort ausführlich beraten.
 

faalk

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Ich gehe mal davon aus, dass du noch im nächsten Winter dort sein wirst. Sollte dann der Vorabeiter weiter rumheulen, weil das Tor der Halle geschlossen ist/wird. Würde ich selbigen mal über die Arbeitsstättenregeln aufklären. Besonders hier die ASR A3.5. Dann weis er, was für mind. und max. Temp. am Arbeitsplatz zu herrschen haben. Gerne noch mit den kleinen Hinweis, dass ihn darüber selbstverständlich auch die zuständigen Behörden informieren würden.

Aber das Vorgehen, könnte dann u.u. den so begehrten 1 Euro Job kosten!? :wink:
 

SB Feind

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@ Koboldx

Ausdenken kann sich das Jobcenter viel um an dir zu sparen. Aber als billige Arbeitskraft sich die Gesundheit zu ruinieren und sich von irgend so einen Vorturner herumkommandieren lassen würde ich nicht mit mir machen lassen. Diesen Laden hätte ich mit den zuständigen Aufsichtbehörden für Arbeit und Arbeitssicherheit aufs Korn genommen.:icon_motz::icon_dampf:
 

Claus.

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So ein Mist :icon_rolleyes: abwarten und ´ja nicht auffallen´ ist also doch keine Lösung

https://www.elo-forum.org/alg-ii/18...ffenlegen-nachteile-erwarten.html#post2217390 .


Die zuständige "Berufsgenossenschaft" wäre hier irgendwo unter dem Dach der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung DGUV als Gemeindeunfallversicherung bzw. Unfallkasse zu finden.

Sobald die BG mit im Boot ist (daher auch ständig die Frage ´Arbeitsunfall ja / nein´) heisst es nicht mehr "Wir hätten da im Mai ..." sondern muß man sich eher mit der Frage herumschlagen "Schaffen sie´s bis in ´ner halben Stunde?".

Dachte eigentlich, es wäre bekannt daß wir während aller vom JC veranlaßten Tätigkeiten über das SGB VII versichert sind ...
 
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