• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Riesiger Ansturm auf Rente mit 63.

saurbier

VIP Nutzer/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
7 Mrz 2013
Beiträge
2.780
Gefällt mir
1.883
#1
Hallo ihr lieben,

habe soeben den Beitrag auf der Seite von t-online entdeckt.

Demnach lägen bereits mehr als 12.000 Anträge bei der Rentenversicherung Bund für eine Rente mit 63. vor.

Der Behördensprecher geht davon aus, dass es zu ähnlichen Zahlen auch bei den regionalen Rententrägern kommt.

Damit würde die Rente mit 63. auf ein großes Interesse bei den Betroffenen zwischen den Geburtsjahrgängen Mitte 1951 bis 1963 stoßen.

Selbstverständlich beobachtet die deutsche Wirtschaft dies mit großer Besorgnis, wobei der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, sagt dazu: viele Beschäftigte würden derzeit prüfen, ob für sie eine Rente mit 63 abschlagsfrei in frage käme. Er hat die große Sorge, dass letztlich viele Erwerbstätige früher ausscheiden. Das sei ein herber Schlag für die Unternehmen, denen dann ein Fachkräfteengpass droht.

Na ja, wenn die deutsche Wirtschaft ihre Mitarbeiter in den letzten 15 Jahren anständig bezahlt hätte und nicht stattdessen auf immer mehr ZAF´s setzen würde, dann würde so manch einer sich das ganze vielleicht anders überlegen.

Die nächste Lüge kommt doch jetzt schon wieder von diesen Unternehmen, wonach man angeblich ja gerne die Frührentner weiter beschäftigen würde, allerdings nur wenn man dafür dann keine Rentenbeiträge abführen muss.

Jeder kann arbeiten so lange er will, nur muss der Unternehmer schon heute die Rentenbeiträge weiterhin zahlen und genau das will niemand von diesen Herren.

Also behauptet man, die heutigen Rentner können ja angeblich laut Gesetz nicht länger arbeiten.

Hoffentlich bekommen hier so manche Unternehmer jetzt endlich zu spüren, wie sie mit uns in den letzten Jahren ausbeuterisch umgegangen sind und überlegen sich ob es nicht besser ist uns Fachkräfte anständig zu bezahlen anstatt auf reine Billigkräfte zu setzen, denen es an Ausbildung aber auch Motivation mangelt.


Grus saurbier
 

mathias74

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
27 Nov 2009
Beiträge
1.813
Gefällt mir
189
#2
Das sei ein herber Schlag für die Unternehmen, denen dann ein Fachkräfteengpass droht.
Achwas bei über 8 Millionen Arbeitssuchenden ( alg1+alg2+sonstige ) dürften doch ein paar Millionen Fachkräfte sein, man muss sie nur für einen anständigen Lohn Einstellen und das Problem wäre keins mehr :biggrin:
 

Anna B.

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
5 Jul 2011
Beiträge
7.805
Gefällt mir
5.416
#3
Woraus schließt man denn, dass diese 12.000 Anträge der "riesige" Ansturm sind?

wieviele möglichen Rentenantragsteller für die Rente ab 63 gibt es denn tatsächlich?

sind es 180.000 ??? dann ist 12.000 eine geringe Zahl...
 

saurbier

VIP Nutzer/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
7 Mrz 2013
Beiträge
2.780
Gefällt mir
1.883
#4
Nun ja, in meiner alten Firma (Insolvent und inzwischen aufgekauft) sind z.B. zwei meiner ehemaligen Kollegen die jetzt diese Rente ins Auge gefasst haben.

Der eine hat bereits einen Antrag gestellt (er würde ganze 50,-€ mehr bekommen wenn er bis 65 arbeiten würde) und der andere hat ebenfalls seine 45 Jahre voll, aber ist erst 61 und überlegt nun per Krankheit/ALG-I die letzten 2 zu überbrücken.

Die Leute haben auf deutsch gesagt die Schna... voll.

Keine Lohnerhöhungen ala IGM-Tarif, aber Überstunden ohne ende.

Und ich mag mal zu behaupten das es so vielen in den kleineren Handwerksbetrieben so geht, ohne die in den größeren Unternehmen zu unterschlagen.

Wer 45 Jahre wie wir tägl. Tonnen an Gewicht hin und her bewegt hat (auch auf Werkbank oder Maschine) der ist kaputt.

Die Zahl 12.000 stammt ja alleine von der Rentenversicherung Bund, da kommen dann ja noch die vielen Landesversicherungen (17) auch noch dazu und wir wollen die eine oder andere für selbstständige nicht unterschlagen.

Schon die Großen würden bei dieser Zahl dann mal Hochgerechnet glatt 221.000 Anträge bedeuten, wobei ich unterstelle das die RV Bund (ehemals ja Angestelltenversicherung) wohl aus den Berufsbildern heraus (Angestellte = Bürojobs) weniger körperlich kaputte Mitglieder haben dürfte als die DRV im handwerklichen Bereich.

Selbst wenn jetzt zu Anfang dann wegen mir 400.000 vorzeitig (gemeint vor 65-66) in Rente gehen, dürfte sich diese Zahl im Laufe der Jahre eh minimieren.

Letztendlich sind es die Mehrzahl der Arbeitgeber doch selbst in Schuld, wenn ihre Mitarbeiter seit den Reformen in 2000 dank Schröder/Mündte/Clemend auch noch die letzte Lust an ihrer Arbeit verlieren, wenn sie sehen das jeden Monat immer weniger Geld für immer mehr Leistung übrig bleibt.

In meinem alten Betrieb stellt der neue Chef nur noch Leute ein, die unter 12,-€/Std. zu verdienen bereit sind. Mehr ist der nicht bereit zu zahlen und das für hoch qualifizierte Fachkräfte im Maschinenbau , ich sag nur lächerlich. Aber die Leute sollen ständig Überstunden machen, bekommen kein Weihnachtsgeld (30%) mehr und das Urlaubsgeld hat man halbiert, trotz IGM-Tarifvertrag.

Anfang des Jahres hat mich mein alter Chef (heute nur noch Betriebsleiter eben wegen Fachwissen) angerufen, weil er alles einstellen sollte was er bekommen kann und ich war dort immerhin 22 Jahre. Ich sagte dem was ich haben möchte und das die Firma ja immerhin bei mir als SchwerB auch noch jahrelang einen Zuschuss vom Amt bekommen könnte. Was wurde daraus - na nichts, meine Vorstellungen vom Stundenlohn wäre viel zu hoch. Ach, die AfA übernimmt abgestuft für ganze 8 Jahre meinen Lohn und dann ist der denen zu Hoch. Ein Betrieb in der Pampa, 40 KM abseits der nächsten Großstadt.


Gruss saurbier
 
E

ExitUser

Gast
#6
Geburtsjahrgängen Mitte 1951 bis 1963
Einen Riesenansturm wird es wahrlich nicht geben! Erst mal sind es diese 12 möglichen Jahrgänge, davon nur die, die die (dreimal "die" :wink:) Bedingung mit den 45 Jahren Arbeit erfüllen u. von denen wiederum nur jene, die es wollen.
Angesichts der Gesamtzahl der Rentner eher ein Klacks. Wird aber von interessierten Kreisen gern aufgebauscht.
 

Anna B.

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
5 Jul 2011
Beiträge
7.805
Gefällt mir
5.416
#7
ich hab gestern irgendwo gelesen, dass es sich eben um 12.000 bei der DRV Bund handelt und noch einmal ungefähr 6.000 bei den restlichen DRV.Land....

wenn wir jetzt die mögliche Gesamtzahl hätten...um die in Relation setzen könnten zu den 18.000....das ist ein Klacks..das ist nichts mehr als Vogelschiss...

aber davon macht man einen Aufstand...

als die Betriebe vor Jahren anfingen, nicht mehr auszubilden...da blieben pro Jahr mehr als 10.000 SchülerInnen zu Hause bzw. mußten weiter zur Schule gehen, da niemand mehr ausbilden wollte...da wurde nicht so eine Gewese gemacht..

die Firmen, die jetzt am lautesten wegen Fachkräftemangel schreien, sind die gleichen Firmen, die seit Jahren nicht mehr ausgebildet haben..

(weils Geld kostet und man von anderen betrieben die ausgebildeten übernehmen konnte...)...

und jetzt schreien die Firmen alle "Fachkräftemangel"...auweia....der Fachkräftemangel ist hausgemacht...
nicht mehr ausgebildet und ausgebildete Fachkräfte nicht ordentlich bezahlen wollen..

mehr ist das nicht..

da soll man doch den jetzt 63jährigen diese 2 mickrigen Jährchen Renten-Vorzug gönnen...

mein Gott, die meisten Firmeninhaber kriegen den Hals nicht voll...

wenn sogar ein Erdbeerbauer anfängt "Fachkräftemangel" zu schreiben..lächerlich...
 

elo237

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
13 Mai 2011
Beiträge
4.178
Gefällt mir
993
#8
wird von der DRV alles abgelehnt

denn die DRV ist eine Diktatur

weiß halt die Nahles noch nicht :biggrin::biggrin::biggrin:
 

Fritz Fleißig

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
8 Mrz 2013
Beiträge
3.325
Gefällt mir
3.759
#9
Daß in der Anlaufphase einer neuen Regelung der Bedarf groß ist, sollte nicht verwundern. Aber man sollte mal nachrechnen, wieviel Personen insgesamt in Frage kommen könnten.

Wer 45 Versicherungsjahre (einschließlich Jahre der Arbeitslosigkeit mit Bezug von ALG) für die Rente mit 63 haben muß, der muß ab dem 18. Lebensjahr in irgendeiner Form rentenversichert gewesen sein. Wer ist das denn heutzutage noch? Schon wer ein Studium absolviert, tritt vielleicht erst mit dem 23. oder 25. Lebensjahr ins Erwerbsleben ein. Ausbildungszeiten zählen ja dank diverser "Reformen" nur noch als Anrechnungszeiten. Wie sollen da 45 Versicherungsjahre zusammenkommen, wenn die Betroffenen sich dann von Zeitvertrag zu Zeitvertrag hangeln?

Im Grunde ist das alles eine klassische Mogelpackung.
 

saurbier

VIP Nutzer/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
7 Mrz 2013
Beiträge
2.780
Gefällt mir
1.883
#10
Hallo lieber Fritz Fleißig,

nun in die engere regelung dürften schon so manche kommen.

Schau ich mir mal meinen Jahrgang an, der dank der Halbschuljahre noch das unverschämmte Glück hatte auch noch etwas schneller in Arbeit zu kommen, na dann sind es einige.

Da durfte ich und natürlich andere in der Schule mal schnell 2 Jahre in einem absolvieren und schwubs ging es mit 14 in die Lehre.

Ich hab also seit dem 14. Lebensjahr (wie schon gesagt viele andere auch) im Maschinenbau gearbeitet, danneben dann noch die Bundeswehr (allerdings als ein paar Jahre) um dann wieder neben einem schwenker wieder zurück in meinem erlehrnten Beruf zu kommen.

Arbeitslosigkeit gab es nicht.

Wären da nicht die wenigen Jahre der selbstständigkeit im elterlichen Betrieb, dann hätte ich heute bereits 42 Jahre auf dem Buckel.

Dazwischen dann die Aussetzer dank der Gesundheit, welche glücklicher Weise ja nicht negativ mitgezählt werden, denn sowohl KG Zeiten als auch ALG-I Zeiten sollen ja Berücksichtigung finden, ausser eben in den letzten 2 Jahren nicht.

Rein theoretisch würde ich dann bereits mit 59 Jahren meine 45 Berufsjahre zusammen haben, dennoch erst mit 63 in diese Rente gehen.

Wie gesagt meine Arbeitskollegen mit fast identischen Verlauf (früher Anfang im Berufsleben) haben die Zeite bereits erreicht (63 im Okt.) bzw. fast erreicht (63 in zwei Jahren).

Klar das heute sowas keiner von den jüngeren mehr schaffen kann, denn die lernen alle bis mindestens 18 oder sogar mehr Jahre, machen dann wohlmöglich noch ein Studium, um Anschluss dann von den Unternehmen dank Praktika oder Zeitverträge mit Heuer und Feuer hingehalten zu werden.

Politiker die von unserem Steuergeld leben und durch die Parteigenossen Parteiintern mitgeschleift werden, brauchen sich über ihre Alterversorgung natürlich nie gedanken machen.

Die folgen dieses Wahlversprechens an die SPD Genosssen können wir bereits jetzt erahnen. Gestern stand im Internet zu lesen, im nächsten Jahr werden die Rentenerhöhungen (falls es überhaupt eine gibt) um 1,6% niedriger ausfallen müssen, wegen der jetzigen Rentenbeschlüsse und dem Nachhaltigkeitsfaktor.

Da bezahlen wir Arbeiter aus unserer Rentenkasse jetzt dank der bayrischen Mütterrentenforderung Milliarden damit Mütter eine Anerkennung für die Kindererziehung erhalten (angeblich weil sie ja die Jahre zu Hause blieben und damit keiner Arbeit für die eigene Rente nachgehen konnten). Die Wahrheit wird dabei ausgeblendet (Mütter erhalten als Ehefrauen 75% der Rente des verstorbenen Ehemannes lebenslang als Ausgleich für die Schaffung eigener Rentenansprüche) und gehen sie später wieder arbeiten, dann erhalten sie eben beide Renten parallel, ohne jedoch nur einen Cent für die vom Ehemann vererbte Rente gezahlt zu haben (siehe eigene Mutter).

Warum wohl haben wir den heute auch so wenige Frauen in der Grundsicherung.

Ich sag nur, der nächste Betrug an unserer Rentenkasse, um diese zu Plündern und nur zu Lasten uns Rentner, im besonderen der EMR die nämlich nichts mehr bekommen und dessen Lebensführung sich damit keineswegs verbessert.

Übrigens, dass das Thema Arbeitskräftemangel nichts weiter als eine Lügengeschichte ist, sollte eigentlich jeder halbwegs gebildete sofort bemerken, wenn er schon mal Arbeitslos war. Warum wohl haben wir immer noch 2,8 Mio. Arbeitslose in der Statistik, die eh dank der tausenden von diversen Bildungsträger verfälscht ist. Das ist die selbe Lügengeschichte wie die mit dem Alterpyramide bei den Rentner. Die hat nichts mit den Geburten hierzulande zu tun, sondern ausschließlich mit den hierzulande Bescäftigten die in die Rentenkasse einzahlen. Dabei ist es gleich ob das ein ausländischer Arbeitnehmer ist oder ein deutscher. jeder Arbeitnehmer der in der Rentenkasse einzahlt, sichert anderen die Rente. Aber Lügen können unsere Politiker perfekt, glauben die meisten Deutschen doch noch an den Weihnachtsmann.



Gruss saurbier
 

ikarus

Elo-User/in
Mitglied seit
19 Mrz 2008
Beiträge
971
Gefällt mir
375
#12
Hat es schon jemals für die arbeitende Bevölkerung eine Verbesserung gegeben?
Ich kann mich Bj 1953 nicht daran erinnern!
Evtl. die Kriegsgenertion, denen sei es auch gegönnt!
Von Staat um die Jugend gebracht, danach Hunger und Wiederaufbau.
Danach kamen wir und wurden auch vera.....rscht.
Siehe die jetzige Rentenpolitik!
Immer höhere Zahlen beim BIP.
Wer steckt sich die ganze Kohle ein?
Wir nicht!
Mit diesem Produktivitätsschub könnte man locker EM- Renten bezahlen!
Auch abschlagschlagsfreien Renten wären drin.
Hier wird man doch doppelt bestraft: a) konnte man nicht mehr
an seine ausgerechnete Rente heranarbeiten da vorher von den Firmen entsorgt und b) kommen noch
die Abschläge hinzu!
Und um nie mehr an die Rentenzahlungen unserer Eltern heranzukommen wurden
im großen Maße diverse Rentenfaktoren eingebaut die die Rente unserer
jungen Leute noch weiter senken!
Von Leiharbeit und Praktika mal ganz abgesehen.
Leider ist es so, bis das der Dümmste unserer lieben Landsleute
das merkt ist es zu spät!
 

saurbier

VIP Nutzer/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
7 Mrz 2013
Beiträge
2.780
Gefällt mir
1.883
#13
So ist das hierzulande.

Bei der letzten Wahl hatten es die ca. 7 Millionen ALG-II Bezieher und die fast 20,5 Millionen Rentner doch in der Hand, dass es etwas besser werden könnte.

Aber was ist geschehen, man hat den schwarzen fast 41% der Stimmen gegeben.

Wären stattgessen die Linken mit deutlich mehr Stimmen bedacht worden, na dann hätten diese Leute garantiert heute mehr zum Leben.

Aber ein Volk bekommt eben immer das was es verdient.

Hierzulande eben Hungerlöhne und Altersarmut, damit die Eliten ihren Reichtum unbehelligt steigern können.

Warten wir mal ab was in 10 jahren so alles passieren wird, wenn die nächste Gruppe nach den geburtenstarken Jahrgängen in Rente gehen darf, dass sind dann die ersten ZAfer und Praktikanten, denen die Renten auf Grundsicherungsniveau auf die Füsse fallen werden.

Ich warte nur auf die Revolte ala 1989.


Gruss saurbier
 

Don Vittorio

Forumnutzer/in

Mitglied seit
11 Jul 2013
Beiträge
3.792
Gefällt mir
1.168
#14
Wären stattgessen die Linken mit deutlich mehr Stimmen bedacht worden, na dann hätten diese Leute garantiert heute mehr zum Leben.
Träum weiter,auch DIE LINKE müsste sich an die Gegebenheiten halten und würde daran nichts ändern,dazu hat die Politik zu wenig Macht.
Und wie es aussieht,wenn die Hinterbänkler dann einmal mitregieren,das haben die Grünen ja schon oft bewiesen.
Erst kommt das Fressen,dann die Moral !
 

saurbier

VIP Nutzer/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
7 Mrz 2013
Beiträge
2.780
Gefällt mir
1.883
#15
Hallo Don Vittorio,

Träum weiter,auch DIE LINKE müsste sich an die Gegebenheiten halten und würde daran nichts ändern,dazu hat die Politik zu wenig Macht.
Na was gibt es denn da zu träumen.

Die jetzige Regierung hat auch mit einem Federstrich mal eben die Mütterrente aus den Beiträgen der Arbeitnehmer/Arbeitgeber Rentenversicherung auf die beine gestellt, selbst gegen den Willen der Arbeitgeber.

Na, was hat da nicht geklappt.

Die Linken wollen seit Jahren dass das alte Rentenniveau wieder herstellt wird, nur das wollen eben die SPD und noch weniger die CDU/CSU, denn dann würden die EMR als auch die Altersrentner ja einige Euro mehr in der Tasche haben und das darf eben zugunsten der Millionäre nicht sein.

Machbar ist alles, man muss nur politisch die Mehrheit bekommen.


Gruss saurbier
 

Doppeloma

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
30 Nov 2009
Beiträge
10.915
Gefällt mir
12.219
#17
Aber die Rente ist so schon nicht hoch. Die wird auch nicht steigen, wenn wir mit 63 in Rente gehen.
darf man fragen wie alt du bist und wie viele Beitragsjahre du schon drin hast bei der DRV ... nicht vergessen, es müssen 45 Jahre (fast) komplett mit Beiträgen aus Arbeitseinkommen sein.

Alles andere, Anerkennung von Krankheit /Arbeitslosigkeit (Hartz 4-Zeiten zählen sowieso nicht mit) ist nur "vorübergehend" und wird bald wieder "abgeschmolzen" ... man sollte auch ALLES lesen wenn man sich mit dieser (angeblich massenwirksamen) "Wohltat" befasst...

Ich habe das auf Rentenschätzer - Mit welcher Rente können Sie rechnen! mal für mich berechnet. Damit komme ich kaum über die Runden, wenn ich irgendwann überhaupt noch Rente bekomme :icon_frown:.
Na, da ist ja nicht viel (auf der Seite) was wirklich real "berechnet" wird, ob man "verheiratet" ist spielt für den persönlichen Renten-Anspruch (aus eigenem Arbeitseinkommen) gar keine Rolle ...

Eine genaue Ermittlung kann nur auf Basis Ihres per*sönlichen Versicherungs*verlaufs in der gesetzlichen Renten*versicherung erstellt werden.
Hast du das auch gelesen, welches "Jahreseinkommen" hast du denn da eingetragen, man verdient doch nicht das ganze Leben lang immer den gleichen Betrag ... oder hast du dein "Hartz4-Einkommen" genommen ... daraus werden aber keine Beiträge für Rente (mehr) gezahlt ... mal wieder die übliche Seite für "sorgen Sie rechtzeitig vor und schließen Sie ihre Rentenlücke" ... ;-)))

Die Jahrgänge bis 1963 :icon_hihi: werden nichts mehr davon haben, zu viele Ausfallzeiten mit Beitragsausfällen, Niedriglöhne ... welche Rente soll daraus entstehen können und wer von denen wird überhaupt noch diese 45 Jahre (Wartezeit) zusammen bekommen können ...

Die Rente (aktuell) mit 63 wird ja (angeblich) nicht mehr "gekürzt", selbst das haben Einige noch nicht verstanden, aber nur wenn ALLE Bedingungen stimmen und die Jahre bis zum regulären (persönlichen) Renten-Alter fehlen dann trotzdem bei den Beiträgen ... schon mal darüber nachgedacht ... das wird nicht "hochgerechnet" (bis 65), das fällt auch unter den Tisch lebenslang ...:wink:

Und nun das große ABER zur Nacht, diese Möglichkeit (nach 45 Arbeitsjahren in eine (angeblich) ungekürzte Rente gehen zu können, wird entsprechend der sonstigen "Verschiebungen" (Dank Rentenreform und Rente mit 67) ebenfalls nach und nach "verschoben" ... dann ist das erst wieder mit frühestens 65 Jahren möglich ...

Irgendwie hatten wir das doch schon mal :icon_kinn: ... nur gab es damals noch die volle Altersrente mit 65 ... in der Zukunft werden diesen "glücklichen Rentnern" dann auch die 1 - 2 Jahre Beiträge bis 67 fehlen ...

Diese ganze "Renten-Reform" ist und bleibt eine "allgemeine Rentenkürzung" ... wer mal (naiv) glaubte mit 65 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen, mit einer Rente die nicht durch irgendwelche "politische Winkelzüge" bereits massiv abgeschmolzen wurde ... dem streut man jetzt noch mehr "Sand in die Augen" ...

Mit 63 fehlen ja auch die Jahre, die man noch hätte arbeiten können (und müssen), um die theoretisch vorausgesagte Rentenhöhe (mit 65/66/67) überhaupt zu erreichen ... man zieht nur nicht noch extra was ab ... "wie nett" und hinterlistig ... :icon_neutral:

Um die "armen" Unternehmer und ihren "akuten" Arbeitskräftemangel mache ich mir keine großen Gedanken, die haben doch seit Jahren (überwiegend) schon ab 50 + X nicht mehr eingestellt ... da kann es gar nicht so bedeutend viele Mitarbeiter geben, die nun plötzlich "in die Rente flüchten" wollen ...

Wie schon festgestellt wurde gibt es doch Millionen Arbeitslose, da findet sich schon Ersatz (die JC werden schon dafür sorgen), der dann mit noch weniger Lohn einverstanden ist ... :icon_mad:

Ich glaube nicht an diesen "Ansturm", denn es gibt gar nicht so viele Leute in den Jahrgängen die das nutzen könnten und der Jahrgang 1963 ... na der muss wohl erst noch ein Weilchen "malochen", um das überhaupt zu schaffen ... mit 65 ...

Langsam bin ich fast "froh" dass ich jetzt die EM-Rente habe, weniger darf es dann auch bei der Altersrente nicht werden und mit aktuell 61 hätte ich keine Möglichkeit gehabt OHNE Abzüge (mit 63) mal in vorzeitige Rente zu gehen ... mir fehlen die 45 Arbeitsjahre ... habe leider nur knapp 40 geschafft ...

Aber immerhin hätte ich in Rente für "langjährig Versicherte" gehen können (auch mit 63 aber MIT Abzügen), da blickt doch keine arme "Rentner-Sau" mehr durch und auch das ist politisch so gewollt ... und gerecht ist irgendwie anders ...

Du kannst berechnen lassen was und wo du willst, deine tatsächliche (netto) Rente wirst du erst kennen, wenn die zum ersten Mal auf dein Konto überwiesen wird ... bis dahin kann noch viel Unsinn aus den Politikerhirnen (aller Parteien) tropfen, was deine aktuellen "Berechnungen" über den Haufen werfen wird ...

Nichts ist wohl inzwischen so "unberechenbar" geworden, wie die eigene, vielleicht zukünftige Rente ...

MfG Doppeloma
 

Texter50

Mitarbeiter
Mitglied seit
1 Mrz 2012
Beiträge
7.582
Gefällt mir
7.560
#18
Hab ich im Ferni aufgeschnappt, passt in die Richtung Rentenveralberung:
Das gibts ja die tollen Zettel, auf denen steht, wieviel Rentenpünktchen man abstauben durfte und wie hoch die Rente denn wäre, wenn... :biggrin:

Was versäumt wird, den Leuten auch gleich mitzuteilen, sind die Abzüge für KV / Pflege und eventuell die Steuern, wenn genuch ist. Bedeutet, der Zette der DRV ist nur eine grobe Richtilinie, wat wirklich kommt, das erfährt man erst, wenn der endgültige Bescheid vorliegt und nachdem man den Bescheid hat prüfen lassen. :icon_mrgreen:

Das mit der Prüfung würde ich, gerade bezogen auf die neuen Regelungen eh empfehlen. Wer weiß, wieviel Geld da sonst einfach liegen bleibt, das bei den Rentnern wirklich gebraucht würde. :icon_knutsch:
 

uwe2010

Elo-User/in
Mitglied seit
21 Jan 2008
Beiträge
66
Gefällt mir
23
#19
Hallo saurbier,
dem kann ich nur zustimmen! CDU/CSU ist eine Partei der Großverdiener und Bauern - SPDler sind Lakaien.......... für Arbeiter haben die, schon lange nix mehr über. Und genau das, macht mir schon lange Jahre Kopfzerbrechen wie man als ALG 1/2 Bezieher solche Parteien wählen kann die einen in den Ars.. treten. Scheinbar geht es denen noch zu gut- oder sind Parteimitglieder aber dann sollen die sich hier im Forum auch nicht beklagen! Wenn man was ändern will muss die Macht der Parteinen beschnitten werden und zwar ........... bei der nächsten Wahl.

Gruß
Uwe
 
E

ExitUser

Gast
#20
Ich glaube, es sind gar nur die Jahrgänge 52 und 53, die mit 63 Jahren abschlagsfrei bei 45 Jahren Beitragszahlung in Rente gehen können. Bei allen nachfolgenden Jahrgängen erhöht sich das Renteneintrittsalter wieder schrittweise. Im TV (war's Monitor?) brachten sie, daß das Ganze eine Riesenmogelpackung ist.

Abschlagsfreie Altersrente mit 63 bekommt also fast niemand! :icon_motz:
 

vidar

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
27 Jan 2014
Beiträge
1.568
Gefällt mir
1.177
#21
Wann vorzeitig in Rente gehen

Zur Verdeutlichung: Nur die Jahrgänge bis 1952 können bereits mit 63 Jahre vorzeitig in Rente gehen, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Für alle ab 1953 geborene erhöht sich der Zeitpunkt für die vorzeitige Rentengewährung.

Näheres siehe hier:

Deutsche Rentenversicherung - Rente mit 63 - Rente mit 63
 

uwe2010

Elo-User/in
Mitglied seit
21 Jan 2008
Beiträge
66
Gefällt mir
23
#22
Hallo Doppeloma,
habe grad mit der DRV gesprochen: Demnach ist Rente mit 63 die größte Verarsche nach dem 2. Weltkrieg............. im endeffekt bleibt alles beim alten...........

Gruß
Uwe
 

saurbier

VIP Nutzer/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
7 Mrz 2013
Beiträge
2.780
Gefällt mir
1.883
#24
Hallo,

Doppeloma hat es wieder mal auf den Punkt genau getroffen, na eigentlich wie immer.

Verarscht werden wir doch eh wie immer.

Da werden uns EMR mal eben kurz 3 Jahre (10,8%) abgezogen und das auch noch von den parteibuchträgern des BVerG, weil wir uns ja erdreisten auch noch frühzeitig wegen unserer guten Gesundheit aufhören zu arbeiten.

Es ist doch völlig legetime jemanden die Rente um 10,8% zu kürzen, wenn dies auch von jemanden verlangt wird der früher mit seiner Arbeit aufzuhören gedenkt.

Dann macht die Regierung eine Rentenreform und beschließt per Federstrich, allen ab dem 01.08.2014 wieder 2 Jahre der Zwangsrentenkürzung zu bescheren.

Die alten EMR´s (2001 - 06.2014) haben da eben Pech gehabt.

Das man den jetzigen dann eben die Jahre von 63 bis 67, welche eine Rentenerhöhung um einige Euros gebracht hätten vorenthält, ch was solls.

All das Geld wird dann lieber für die Mütterrente aufgezerrt, anstatt diese aus Steuermittel zu zahlen, wo eben alle an der Massnahme beteiligt werden.

Ich bin mal gespannt, wieviel Klage von den Unternehmern bei Verfassungsgericht bezüglich der Rentenreform landen werden.

Also eins möchte ich Doppeloma doch entgegnen, wenn ich nicht vorzeitig EMR geworden wäre, dann käme auch ich in den Genuss dieser Rente, denn 45 Beitragsjahre wären möglich gewesen, weil ich noch das Glück hätte fortwährend meinen Arbeitsplatz inne zu haben.Nur hätte ich dann eben ein Jahr länger arbeiten müssen.

@ Uwe2010

Auf eine Einsicht bei Deutschen kannst du lange warten. Die werden diese Tolle regierung bei nächsten mal wieder wählen.

Das die Linke die einzige Partei ist welche was an Hartz IV und Rente ändern will/wollte begreift eh niemand, weil die anderen parteien es verstehen die Linke immer wieder auf die Ostpartei abzustempel und dass nun schon gut 25 jahre nach der Vereinigung.

Auch daran kann man sehen, wie ernst unsere alten Parteien es mit der Demokratie nehmen.

Das Volk vergisst alles negative ganz schnell (Spendenskandal Kohl, Spendenprozess FDP, Wahllüge Schröder etc..)


Gruss saurbier
 
Mitglied seit
25 Okt 2012
Beiträge
833
Gefällt mir
186
#25
Hallo,

Doppeloma hat es wieder mal auf den Punkt genau getroffen, na eigentlich wie immer.

Verarscht werden wir doch eh wie immer.

Da werden uns EMR mal eben kurz 3 Jahre (10,8%) abgezogen und das auch noch von den parteibuchträgern des BVerG, weil wir uns ja erdreisten auch noch frühzeitig wegen unserer guten Gesundheit aufhören zu arbeiten.

Es ist doch völlig legetime jemanden die Rente um 10,8% zu kürzen, wenn dies auch von jemanden verlangt wird der früher mit seiner Arbeit aufzuhören gedenkt.

Dann macht die Regierung eine Rentenreform und beschließt per Federstrich, allen ab dem 01.08.2014 wieder 2 Jahre der Zwangsrentenkürzung zu bescheren.

Die alten EMR´s (2001 - 06.2014) haben da eben Pech gehabt.

Das man den jetzigen dann eben die Jahre von 63 bis 67, welche eine Rentenerhöhung um einige Euros gebracht hätten vorenthält, ch was solls.

All das Geld wird dann lieber für die Mütterrente aufgezerrt, anstatt diese aus Steuermittel zu zahlen, wo eben alle an der Massnahme beteiligt werden.

Ich bin mal gespannt, wieviel Klage von den Unternehmern bei Verfassungsgericht bezüglich der Rentenreform landen werden.

Also eins möchte ich Doppeloma doch entgegnen, wenn ich nicht vorzeitig EMR geworden wäre, dann käme auch ich in den Genuss dieser Rente, denn 45 Beitragsjahre wären möglich gewesen, weil ich noch das Glück hätte fortwährend meinen Arbeitsplatz inne zu haben.Nur hätte ich dann eben ein Jahr länger arbeiten müssen.

@ Uwe2010

Auf eine Einsicht bei Deutschen kannst du lange warten. Die werden diese Tolle regierung bei nächsten mal wieder wählen.

Das die Linke die einzige Partei ist welche was an Hartz IV und Rente ändern will/wollte begreift eh niemand, weil die anderen parteien es verstehen die Linke immer wieder auf die Ostpartei abzustempel und dass nun schon gut 25 jahre nach der Vereinigung.

Auch daran kann man sehen, wie ernst unsere alten Parteien es mit der Demokratie nehmen.

Das Volk vergisst alles negative ganz schnell (Spendenskandal Kohl, Spendenprozess FDP, Wahllüge Schröder etc..)


Gruss saurbier


Ich freue mich jetzt schon auf den Tag wenn die Linke im Herbst bei den Landtagswahlen in Thüringen den Minsterpräsident stellen.Da werden wir ja alle sehen wie ehrlich es diese Partei meint.Aber die werden sich genauso verändern wie die Grünen als sie an die Regierung kamen.
 

Don Vittorio

Forumnutzer/in

Mitglied seit
11 Jul 2013
Beiträge
3.792
Gefällt mir
1.168
#26
Ich habe irgendwo gelesen,dass ein Verfassungsrichter die Verfassungsmäßigkeit dieser Rente mit 63 ohne Abschlag bezweifelt.
Ich bin sicher,es wird irgndwann vor dem BVerG landen.
Nur was dann bei einem Urteil gegen das Gesetz mit den Rentnern passiert,die das in Anspruch genommen haben...keine Ahnung.
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderator/in
Mitglied seit
2 Jul 2008
Beiträge
12.851
Gefällt mir
6.297
#27
Siehe auch die dazu entsprechende Berichterstattung von Panorame vom 03.07.2014
==> Rente mit 63: Zu früh gefreut | Das Erste - Panorama - Sendungen - 2014
Dürfte aber verfassungswidrig sein, denn was ist mit den Menschen, die nicht, wie von der Regierung behauptet, 2 Jahre arbeitslos machen, sondern er aufgrund der Marktlage werden. Beispiel: Schlecker, RWE, Eon usw.
 

Doppeloma

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
30 Nov 2009
Beiträge
10.915
Gefällt mir
12.219
#28
Hallo saurbier,

Also eins möchte ich Doppeloma doch entgegnen, wenn ich nicht vorzeitig EMR geworden wäre, dann käme auch ich in den Genuss dieser Rente, denn 45 Beitragsjahre wären möglich gewesen, weil ich noch das Glück hätte fortwährend meinen Arbeitsplatz inne zu haben.Nur hätte ich dann eben ein Jahr länger arbeiten müssen.
Ja mein Guter ... "wenn das Wörtchen WENN nicht wär" ... dann wäre das auch für mich (ohne EM-Rente) kein Problem gewesen, da "hätte" ich sogar noch fast 50 Arbeitsjahre schaffen können ... :biggrin:

Mit 16 habe ich angefangen, war nie lange Zeit arbeitslos und in meiner Firma hätte ich bis zur Rente weiter arbeiten können, das ist ziemlich sicher ... nur wäre das immer noch nicht die gleiche Rentenhöhe geworden, wie man mal (regulär mit 65,5 Jahren) in die hübschen Renten-Informationen geschrieben hat ... :icon_evil:

Das gilt für Alle anderen, die das in Anspruch nehmen können genau so ... mir hätten an der (angeblich ungekürzten Rente) diese 2,5 Jahre Beitragszeiten mit den entsprechenden Rentenpunkten gefehlt ... und dir AUCH ... so leid es mir tut ... :wink:

Die Rente beträgt dann eben aktuell (mit 63) nicht genau so viel wie "voraussichtlich" mit 65,5 bei Zugang von Beiträgen bis dahin in gleicher Höhe ... wer ab 63 nicht mehr arbeiten geht, der zahlt auch keine Beiträge mehr als würde er arbeiten ... also fällt die (höhere) vorhergesagte Alters-Rentenhöhe auch flach ...

Bereits die Staffelung des möglichen Renten-Eintrittes ab Jahrgang 1952 bewirkt einen "Riesenbeschi**" für die langjährig Versicherten und viele werden das noch nicht mal bemerken ... :icon_neutral:

denn jeder Monat vor der regulären (also ganz persönlichen) Altersgrenze wird als Abschlag abgezogen mit 0,3% ... bei mir waren es zunächst "glatte 2 Jahre" bis 65 und nun sind es 2,5 Jahre bis ich überhaupt offiziell in Regel-Alters-Rente gehen dürfte ...

Aber die Rente für "langjährig Versicherte" kann ich weiterhin mit glatt 63 einreichen ... wenn ich blöde genug bin mir noch 6 Mal 0,3 % zusätzlich abziehen zu lassen ... :icon_hihi:

Sonst warte ich lieber (als Betroffener /"Begünstigter" jedenfalls ) bis ich 63,5 bin oder noch etwas länger und verzichte auf die "Gnade der Frührente" zu Gunsten einer mit weniger Abzügen lebenslang.

Ich weiß sowieso nicht, warum man für Krankheit noch extra mit weniger EM-Rente bestraft wird, wenigstens bei der Altersrente sollte diese Strafe doch dann eigentlich "abgesessen" sein, da müsste man diese 10,8% (natürlich des dann aktuellen Rentenbetrages) als Ausgleich oben drauf bekommen ...

Warum ist da eigentlich noch keiner drauf gekommen ... ach ja, weil unsere Politiker alle "auf Diät sind" ... :icon_hihi:

MfG Doppeloma
 

saurbier

VIP Nutzer/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
7 Mrz 2013
Beiträge
2.780
Gefällt mir
1.883
#29
Hallo Doppeloma,

nun ja der rentenbeschiss mit den bei uns 2,5 Jahren dank der damaligen Rentenreform ist natürlich völlig klar.

Unter Schröder drehte man ja nicht grundlos an der Schraube, sollte doch die Versicherungswirtschaft ein weiteres Goldenes Kalb zum Schlachten erhalten und die Freunde von Schröder also die Arbeitgeber dank der Riesterrente ihre Profite weiter ausbauen können, weil nun nur noch die dummen Arbeiter einseitig alles aufbringen müssen.

Wovon, nun ja das fällt der Politik jetzt so langsam auf. Dank Schröder Revoution am Arbeitsmarkt mit dem Ausbau der ZAF`s und eben der Minijobs haben die Menschen jetzt immer weniger übrig und können sich trotz Staatlicher Subvention eben doch kaum die Riesterrente leisten und fallen damit immer mehr in die staatliche Aliementierung.

Ja das mit den 10,8% ist auch so ein tolles Ding, man muss sich dazu nur die Begründung der BVerG bzw. BSG Richter durchlesen und kann nur noch den Kopf schütteln.

Eine aus gesundheitlichen Gründen vorzeitige volle EMR wird ganz einfach in den Köpfen dieser Richter mit einem freiwilligen vorzeitigen Rentenbezug gleich gestellt.

Bei solchen Richter kommt wohl leider dein Vorschlag, dies dann wieder beim Bezug der Altersrente zu korregieren, sicherlich nicht an.

Das jetzt bei der neuerlichen Rentenreform es an allen Ecken und Kanten zu unstimmigkeiten kommt, nun das war mir von Anfang an klar, denn welche Gesetze der letzten Jahre haben schon funktioniert.

Viel interessanter erscheint mir dabei das damalige Versprechen der SPD das man die doch ach so schlecht darstehenden EMR verbessern wollte. Da war nie die Rede davon, dass dies nur für die Zukunft mit der Stichtagsregelung geschehen sollte.

In diesem Zusammenhang erscheint es mir dann auch interessant, warum man die Mütterrente rückwirkend um einen Eckpunkt erhöht, nicht aber die EMR.

Wenn das eine legitim ist, warum nicht das andere. Vielleicht sollte man dort einmal ansetzen.

Das selbe gilt ja auch für die letzten zwei Jahre vor Rentenbezug im Falle der Arbeitslosigkeit, welche nicht angerechnet werden soll. Was ist da, wenn der Betroffene plötzlich wegen Insolvenz seine Arbeit unverschuldet verliert.

Die ganze rentenreform wurde so schnell durchgeschoben, dass mit Sicherheit haufenweise Fehler vorhanden sind, nur wer hat von uns das Geld hier bis zum BVerG zu Klagen.

Für uns ginge es jetzt vordergründig um besagte 7,2% der Rente welche man uns im Gegensatz zu den EM- Neurentnern jetzt Lebenslang vorenthält, was bei 1.000,-€ immerhin 72,-€/mtl. sind. Geld das unsereins sicherlich dringend gebrauchen könnte.

Der Witz an der Sache ist dann ja auch der, dass bei dem Personenkreis der dank der geringen EMR auch noch in die Grundsicherung fällt, dies vom Staat aufgefangen wird und damit wieder nur ein kleiner Teil der EMR (Besserverdiener) damit benachteiligt wird, im besonderen wenn man bedenkt das die Durchschnitts EMR bei ca. 700,-€/mtl. liegt.


Gruss saurbier
 

saurbier

VIP Nutzer/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
7 Mrz 2013
Beiträge
2.780
Gefällt mir
1.883
#30
Hallo schweitzer,

Ich freue mich jetzt schon auf den Tag wenn die Linke im Herbst bei den Landtagswahlen in Thüringen den Minsterpräsident stellen.Da werden wir ja alle sehen wie ehrlich es diese Partei meint.Aber die werden sich genauso verändern wie die Grünen als sie an die Regierung kamen.
Nun ja, alle Parteien haben sich bisher zuerst um sich persönlich und die eigenen Genossen gekümmert, da wird die Linke keine Ausnahme darstellen.

Die Frage ist aber, ob sie ihre Ideale verraten werden und eher für die Wirtschaft und die Reichen im Lande Politik machen oder doch lieber fürs kleine Volk.

Zumindest bisher hat die Linke auf Bundesebene immer scharf für einen ausgewogenen Sozialstaat gestritten und die Reichensteuer sowie höhere Unternehmenssteuer sowie bessere Rente und die Abschaffung von Hartz IV gefordert.

Nun gut, fordern kann man viel, wenn man nicht regiert. Also warten wir alle gespannt ab.

Sollte die Linke wirklich Kurs halten, könnte sich dies zumindest bei der nächsten Bundestagswahl (2017) vorteilhaft auswirken. Vielleicht käme sie dann vor der SPD ins Ziel, womit Rot/Rot/Grün möglich wäre.


Gruss saurbier
 

Doppeloma

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
30 Nov 2009
Beiträge
10.915
Gefällt mir
12.219
#31
Hallo saurbier,

In diesem Zusammenhang erscheint es mir dann auch interessant, warum man die Mütterrente rückwirkend um einen Eckpunkt erhöht, nicht aber die EMR.
so ganz blickst du aber auch nicht durch bei den Änderungen und die "Mütterrente" liegt dir dabei ganz besonders "im Magen" ... kann es sein, dass es aus deiner Sicht nicht notwendig ist, auch da für so was wie (eine geringe) Gerechtigkeit zu sorgen ???

Diese Rentenpunkte wurden schon seit längerem den Müttern "gutgeschrieben" (für die zukünftige Rente), die ihre Kinder nach 1992 bekommen haben und die "blöden alten Mütter" (die vor 1992) oft mehr Kinder hatten und dabei noch arbeiten gegangen sind) gingen bisher leer aus, wenn es in die Altersrente (oder EM-Rente) ging ...

Der Staat will doch (angeblich) dass wir Kinder bekommen, auch wenn deren Schicksal den Staat meist auch nicht mehr besonders interessiert, wenn sie erst mal da sind ... die "christliche Nächstenliebe" hält nur solange vor, wie man "auf andere Gedanken kommen könnte", um sich vielleicht nicht mit Kindern UND Beruf zu belasten ... :icon_laber:

Du stellst das alles gerne so dar, als wären Kinder ein reines Privatvergnügen und auch deine Annahme von rückwirkenden Rentenpunkten ist falsch ... wie kommst du darauf ... diese Rentenpunkte gelten erst für die Zukunft (bei ALLEN Müttern, allerdings auch die bereits in Rente sind) und bisher keine Rentenpunkte für Kinder bekamen, die vor 1992 geboren wurden ...

Eine "Nachzahlung" seit jeweiligem Rentenbeginn dafür würde die BRD wohl ruinieren, die jammern ja jetzt schon, dass es ein teurer "Spaß" wird, aber mein Mitleid hält sich in Grenzen ...

Wirkung zeigt diese Regelung (finanziell gesehen für die betroffenen Frauen) auch erst ab dem 01.07.2014 und für die zukünftigen Rentenzahlungen ... die schon das "Zeitliche gesegnet haben" inzwischen, bekommen davon auch nichts mehr ab, überlege mal selber wie alt da Viele schon wären mit Kindern VOR 1992 geboren ... :icon_hihi:

Meine Schwiegermutter hatte 7 Kinder, meine Mutter hatte 5 (beide leben längst nicht mehr, bekommen also auch keine "Mütterrente mehr") ... da kommen die doch mit meiner Generation noch ganz günstig weg, da haben viele überhaupt keine Kinder mehr bekommen oder höchstens noch 1 - 2 ... :wink:

Ein wenig "ungerecht" empfinde ich das für Frauen, die sich freiwillig entschieden haben nicht berufstätig zu sein (Hausfrau und Mutter zu sein, aus "Berufung"), denn die Belastungen mit Berufstätigkeit waren wohl damit nicht vergleichbar ... für diese Frauen sollte das dann tatsächlich (meiner Meinung nach) aus anderen Töpfen kommen ...

Meist haben sie sich auf das Einkommen des Gatten verlassen und dass sie finanziell immer gut "versorgt" sein werden, warum erwarten/bekommen sie nun Geld aus einer Kasse, wo man eigentlich Beiträge einzahlen muss ... :confused:

Ich habe immer auch eingezahlt, also sehe ich das auch als gerechtfertigt an, dass meine komplette Rente aus dieser Kasse kommt ... was stellst du dir so vor, wo man das dann wieder extra beantragen sollte, weil du die DRV nicht als zuständig siehst ...

Immerhin nehmen die auch ganz gerne die Beiträge meiner Kinder jetzt in Anspruch, um die laufenden Renten zahlen zu können, was die mal zu erwarten haben, im Alter steht sowieso "in den Sternen" ... ob meiner Tochter da die "Renten-Pünktchen" für ihre 2 (nach 1992) geborenen Kinder wirklich hilfreich sein werden ...

Bis dahin kann und wird es wohl noch die eine oder andere "umwerfende" Rentenreform" geben und wirklich besser ist danach noch nie was geworden ...

MfG Doppeloma
 

ikarus

Elo-User/in
Mitglied seit
19 Mrz 2008
Beiträge
971
Gefällt mir
375
#32
Hallo Doppeloma,
so gern ich dir in vielen Dingen Recht gebe, aber die Frauen die sich "nur" um
Haushalt und Kinder gekümmert haben und Frauen die gearbeitet und Kinder groß gezogen
haben aus unterschiedlichen Töpfen zu zahlen fände ich auch nicht zielführend!
Haben doch die meisten Frauen 10 bis 15 Jahre auch in die Rentenkassen eingezahlt.
Und sich dann später um die Kinder gekümmert!
Viele konnten es sich auch nicht aussuchen ob Arbeit oder Kinder!
Außerdem war es damals gar nicht üblich das Frauen arbeiten!
Das die eigenen Geschlechtsgenossinen (Frauen) sich selber in zwei Klassen
( Arbeit oder Kinder oder Arbeit und Kinder )einteilen finde ich als Mann immer sehr verwunderlich!
M.M.n. würde die Gleichberechtigung viel weiter sein, wenn Frauen sich in diesen
politischen Nebenschauplätzen nicht verwickeln würden, wenn man die Lebensplanung ob Arbeit oder Kinder als gleichberechtigtes Nebeneinander akzeptieren würde, wenn es eine
eigene, selbstbestimmte Zukunftsplanung ist.
Wobei ich die zwei Kinderpunkte auch ungerecht finde.
Ist denn das Kind/ die Frau weniger Wert weil vor einem Stichtag (1992) geboren?

Wobei ich bei dieser Arbeitsteilung ( Beruf/Hausfrau) an die Frauen -West denke!
 
E

ExitUser

Gast
#33
Wir waren 2 Kinder. (wobei ich an die Frauen-Ost denke...!)

Meine Mutter hatte fast genauso viele Arbeitsjahre wie mein Vater.

Ohne Probleme konnte man im "Osten" (ich war mit meinem Bruder erst im Kindergarten, dann ab der Schule im "Hort" bis 10 Jahre, wenn man so denn wollte gab es schon noch eher die Kindergrippe das wollte meine Mutter nicht)
als Frau ebenfalls wie der Mann eine Berufstätigkeit ausüben.

Die Doppelbelastung durch Beruf und Hauswirtschaft war allerdings immens...!

1989 waren fast 92 % der Frauen in der DDR berufstätig!

Das dichte Netz aus Kindergrippen, Kindergarten und Hortplätzen war dafür Voraussetzung und die allermeisten Frauen arbeiteten im Osten im zweiten Jahr nach der Geburt wieder und erzielten ein Einkommen....


liesa
 

Doppeloma

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
30 Nov 2009
Beiträge
10.915
Gefällt mir
12.219
#34
Hallo Ikarus,

so gern ich dir in vielen Dingen Recht gebe, aber die Frauen die sich "nur" um
Haushalt und Kinder gekümmert haben und Frauen die gearbeitet und Kinder groß gezogen
haben aus unterschiedlichen Töpfen zu zahlen fände ich auch nicht zielführend!
mir liegt nicht viel daran "Recht" und Zustimmung dafür zu bekommen und wenn man es genau nimmt ist diese Überlegung (die "Mütterrente soll aus einem anderen Topf kommen") nicht wirklich meine Idee gewesen ... ich habe diese Vorstellung nur etwas gedanklich erweitert.

Ich habe auch nichts gegen "Hausfrauen und Mütter" generell einzuwenden aber wenn man es genau betrachtet werden sie letztlich ohnehin mehr Geld aus den Sozialsystemen benötigen, als sie mal aus der Rentenkasse bekommen könnten ... Kinder-renten-punkte hin /Kinder-renten-punkte her ...

Von den paar Euro die sich da mal als (eigene) Rente ergeben werden kann doch auch keine (fast) "nur Mutter" der Altersarmut entrinnen ...

Ein wenig schmunzeln musste ich über "es war nicht üblich, dass die Frauen arbeiten gehen" ... nein, "man hatte es nicht nötig, weil der Mann genug verdiente um seine Familie alleine zu ernähren" ... und zum Thema Gleichberechtigung fällt mir ein, dass man als "Westfrau" bis Anfang der 70er Jahre die Erlaubnis des Ehemannes brauchte ... um überhaupt eine berufliche Tätigkeit aufzunehmen ...

Unter diesen Bedingungen hätte ich allerdings (vielleicht) auch Probleme gehabt so viele Arbeitsjahre zusammen zu bekommen ... zum Glück durfte ich immer schon selbst entscheiden ob ich arbeiten gehe oder nicht ... jedenfalls seit ich Volljährig war (mit 18, nicht erst mit 21 ...) soviel zu den Auswirkungen von Gleichberechtigung (im politischen Sinne) und "unterschiedlichen Rechtskreisen" ... in unterschiedlichen Gesellschaftssystemen ...

Eine wirkliche "Renten-Gerechtigkeit" für alle (egal ob Mütter oder Väter, ob Ost oder West) wird es wohl für unsere Generation nicht mehr geben, es wird ja ständig nur alles "verschlimmbessert" ...

MfG Doppeloma
 

Anna B.

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
5 Jul 2011
Beiträge
7.805
Gefällt mir
5.416
#35
Hallo,

ich muß dazu sagen, dass ich heute noch meiner Schwiegermutter dankbar bin, dass sie sich um unser Kind gekümmert hat.

bin mit 17 in die Lehre gegangen...meine Mutter legte auch schon Anfang der 70er Jahre (meine ältere Schwester hat 1960 eine Lehre begonnen..und erfolgreich beendet..als Schuh-Fach-Verkäuferin..damals schon .!!)....
viel Wert darauf, dass alle ihre Kinder (6) eine Ausbildung absolvieren.

Ich durfte sogar zur weiterführenden Schule gehen (obwohl die Busfahrkarte...damals 48 DM..1970)...recht teuer war. Meine Eltern haben mir sogar eine Schreibmaschine gekauft....178 DM...Olivetti....Luxus-Gegenstand...

nur damit ich die Schule ordentlich zu Ende bringen konnte...

also 1972 in die Ausbildung...1975 Kind bekommen...wat nun?...Schwiegermutter war eine von den "Hausfrau, 1 Kind" - Frauen, die dann angeboten hat, sich um das Baby zu kümmern...

man hat die Nase gerümpft...man hat mir direkt und auch hinter meine Rücken vorgehalten, dass ich ja wohl eine Rabenmutter wäre..wie könne ich das Kind nur allein lassen...dabei war das nicht allein...Oma war zu Hause und Opa war schon "Früh-Rentner"...der Kleine lebte wie im paradies und wir hatten die Oberwohnung in dem Haus...

aber nein, es nutzte alles nichts, ich war den Leuten im Dorf nicht geheuer....geht arbeiten und läßt das Kind bei der Oma...Kopfschüttel..unglaublich...

und nun?..Nun bekomme ich nach 40 Jahren durchgehender Tätigkeit, langsam und sicher war ich ja auch beruflich aufgestiegen, eine tolle Pension, Altersversorgung des Unternehmens...

die gleichen Leute, die mir damals vorgeworfen haben, ich wäre eine Rabenmutter. mokieren sich nun: jahaaa..duuu mit deiner dicken Rente..du kannst dir ja alles erlauben (was natürlich so nicht stimmt..aber ich lasse sie alle gern in dem Glauben)....

diese gleichen Leute sind nun wieder neidisch, weil ich Geld bekomme...
diese gleichen Leute waren damals eigentlich nur neidisch, weil ich arbeiten gehen konnte und sie sich dem "Mainstream" unterworfen haben..Kind? dann nicht mehr arbeiten...mit dem Satz: hach, mein Mann verdient ja sehr gut, ich hab es nicht nötig zu arbeiten...

ich bin für Gerechtigkeit..aber ich kann es nicht leiden, wenn Leute die Hand aufhalten, die nie in die Sozialsysteme eingezahlt haben...

das ist, als wenn Mitglieder eines Vereins 10 Jahre für eine tolle Reise sparen und dann kommt ein Neuer hinzu und will gleich, natülrich ohne zu bezahlen, mitfahren...das geht nicht..
 

ikarus

Elo-User/in
Mitglied seit
19 Mrz 2008
Beiträge
971
Gefällt mir
375
#36
Naja ich will hier keinen Emanzipationsthread auf machen, jedoch ein paar nachdenkliche Worte seien mir erlaubt.
Außerdem sieht das wohl jeder aus seiner Froschperspektive, d.h. ob auf dem Lande oder in der Stadt oder in Ost oder West groß geworden.
Ich kann hier nur für West sprechen!

Ein wenig schmunzeln musste ich über "es war nicht üblich, dass die Frauen arbeiten gehen" ... nein, "man hatte es nicht nötig, weil der Mann genug verdiente um seine Familie alleine zu ernähren" ... und zum Thema Gleichberechtigung fällt mir ein, dass man als "Westfrau" bis Anfang der 70er Jahre die Erlaubnis des Ehemannes brauchte ... um überhaupt eine berufliche Tätigkeit aufzunehmen ...
Naja, da ich 1977 geheiratet habe, war das nicht mehr meine Zeit und mein Verständnis!
Außerdem war die Arbeitslosigkeit hier im Ruhrgebiet durch Schließung der Großindustrie sehr hoch und man brauchte da schon zwei Einkommen, von Ausnahmen abgesehen.
Für meine Mutter galt das noch, aber auch nur noch zum Teil.
Wobei ich da in dieser Übergangszeit (zumindest hier im Ruhrgebiet, bei den Bergleuten und Stahlarbeitern) sagen muss, dass es als Schande für den Mann galt wenn er seine Frau arbeiten schicken musste.... weil er angeblich seine Familie nicht ernähren konnte. War halt eine ganz andere Zeit!

Eine wirkliche "Renten-Gerechtigkeit" für alle (egal ob Mütter oder Väter, ob Ost oder West) wird es wohl für unsere Generation nicht mehr geben, es wird ja ständig nur alles "verschlimmbessert" ...
Da hast du wohl Recht.

@ Anna....man hat die Nase gerümpft...man hat mir direkt und auch hinter meine Rücken vorgehalten, dass ich ja wohl eine Rabenmutter wäre..wie könne ich das Kind nur allein lassen...dabei war das nicht allein...Oma war zu Hause und Opa war schon "Früh-Rentner"...der Kleine lebte wie im Paradies und wir hatten die Oberwohnung in dem Haus...
Komischerweise, kenne ich das auch. Jedoch und das gebe ich zu bedenken waren das meist die Mütter und Frauen die noch am alten Zopf hingen.
Für mich und meinen männlichen Freunden und Bekannten galt das schon lange nicht mehr.
Vielleicht musste man da auch auf dem Dorf wohnen?????

diese gleichen Leute sind nun wieder neidisch, weil ich Geld bekomme...
diese gleichen Leute waren damals eigentlich nur neidisch, weil ich arbeiten gehen konnte und sie sich dem "Mainstream" unterworfen haben..Kind? dann nicht mehr arbeiten...mit dem Satz: hach, mein Mann verdient ja sehr gut, ich hab es nicht nötig zu arbeiten...
Tja, der Neid.....ist wohl nicht auszurotten!

Wenn ich zusammenfasse, muss - sollte man wohl sagen, dass wir uns im Großen und Ganzen über diese Generation (wenn keine üblen Lebensläufe oder Scheidungen da waren) keine großen Gedanken machen müssen, da auch die Witwenrenten, zumindest bei meiner Müttergeneration, schon noch ganz gut waren!
Zumindest in meiner Familie.
Wenn ich daran denke das meine Schwiegermutter als Witwe ca. 1400€ Nettorente bekommt, wobei der Schwiegervater ( kriegsbedingt) ein Ungelernter Stahlarbeiter war.

Ich würde meinen das die Frauen aus den 80iger Jahren und später die "nur" Kinder groß gezogen haben, in großem Maße unter Altersarmut leiden werden. Da hier die beruflichen Lebensläufe mit vielen Unterbrechungen und Arbeitslosigkeit bestückt sind.
Und diese Generation wird jetzt langsam ins Rentenalter kommen und mit Minirenten auskommen müssen.
Das ist m.E. die betrogene Generation.
Siehe Blüm in den 90igern........die Rente ist sicher..........
 
E

ExitUser

Gast
#37
die Rente ist sicher..........
Das war das staatliche Rentensystem auch seit Kaisers Zeiten, bis es zugunsten privater Versicherungskonzerne u. Arbeitgeber total amputiert wurde.
 

Muzel

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Dez 2008
Beiträge
12.076
Gefällt mir
1.854
#38
Was ist denn mit meinem Mm.die ausführliche Begründung stand in Großschrift.
 

Hamilkar

Elo-User/in
Mitglied seit
13 Dez 2010
Beiträge
220
Gefällt mir
69
#39
Wenn ich daran denke das meine Schwiegermutter als Witwe ca. 1400€ Nettorente bekommt, wobei der Schwiegervater ( kriegsbedingt) ein Ungelernter Stahlarbeiter war.
biste dir da sicher?

Witwenrente alt = 60% aus der Rente des Verstorbenen, netto 1.400 wären brutto ca. 1.550, wären Rente des Verstorbenen 2.583 Euro. dafür muss man (heute) rund 90 Entgeltpunkte haben. vmtl. läuft die Rente schon eine Weile...dennoch müsste der Schwiegervater 40-50 Jahre immer BBG verdient haben.
 

Hamilkar

Elo-User/in
Mitglied seit
13 Dez 2010
Beiträge
220
Gefällt mir
69
#40
Eine wirkliche "Renten-Gerechtigkeit" für alle (egal ob Mütter oder Väter, ob Ost oder West) wird es wohl für unsere Generation nicht mehr geben, es wird ja ständig nur alles "verschlimmbessert" ...

was mE auch Absicht seitens der Politiker ist.

"früher", also sagen wir bis zur Jahrtausendwende und den anschließenden Reformen durch rot-grün gab es sowas wie ne halbwegs Gerechtigkeit in der Rente.

da wurdne Schulzeiten ordentlich bewertet, da gab es vorgezogene Altersrenten für EU-/BU-Leute, für Schwerbehinderte, für langjährig Versicherte, alles ohne Abschläge und gesellschaftlich anerkannt/respketiert.

sukzessive hat man, um insbesondere Lohnkosten der Arbeitgeber zu drücken und Riester und Rüruprenten zu fördern, alsp Private, Leistungen zum Nachteil der Versicherten, z.T heimlich, daür massiv, verschlechtert.

die Rente mit 63 ist jetzt auch so ne false flag zur weiteren Rentenkürzung, haben nur die wenigsten begriffen. profitieren tun nur sehr wenige, ab Jahrgang 1964 gar nicht mehr. zahlen tun dafür alle.

und wenn ich das lese, riesiger Ansturm, 12.000 Anträge, so ein Blödsinn. die RV hat aktuell einen Bestand von 1,5 Mio. Rentnern als langjährig Versicherte. 2013 gab es 92.500 Rentenneuzugänge für langjährig Versicherte. also was soll das alles?


vollkommen ausgeblendet wird beim Thema Rente übrigens die weiterhin üppige Pensionsversorgung der Beamten. die ahben weiter ihre Mindestversorgung von rund 1.400 Euro, auch bei Dienstunfähigkeit, automatische Pensionsanpassungen, weiter die Reglung Pension nach letztem Verdienst etc. pp. da hat sich kaum wa sverändetr udnw ird schön unter der Decke gehalten. die jucken über die Beihilfe auch keine Änderungen der GKV.
 
E

ExitUser

Gast
#41
und wenn ich das lese, riesiger Ansturm, 12.000 Anträge, so ein Blödsinn. die RV hat aktuell einen Bestand von 1,5 Mio. Rentnern als langjährig Versicherte. 2013 gab es 92.500 Rentenneuzugänge für langjährig Versicherte. also was soll das alles?
:danke:
 

saurbier

VIP Nutzer/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
7 Mrz 2013
Beiträge
2.780
Gefällt mir
1.883
#42
Liebe Doppeloma,

ich liebe Gerechtigkeit, wenns denn mal so wäre.


so ganz blickst du aber auch nicht durch bei den Änderungen und die "Mütterrente" liegt dir dabei ganz besonders "im Magen" ... kann es sein, dass es aus deiner Sicht nicht notwendig ist, auch da für so was wie (eine geringe) Gerechtigkeit zu sorgen ???
Ganz im Gegenteil.

Aber eben nicht aus einer Kassenleistung, welche für sowas noch nie vorgesehen wurde. Die DRV sollte und soll ihre Mitglieder nach Beitragszahlung eben für die Altersrente und eben EMR absichern.

Wenn du nun eine sicherlich für die Leistung gerechtfertigte Mütterrente willst (ich auch), dann kann und muss dies eben durch alle Einkommenserzieler ganz gleich welcher Art erfolgen, denn Kinder sichern nicht nur die Zukunft der Rentner (Eltern) sondern auch der deutschen Wirtschaft mittels ihrer zukünftigen Arbeitskraft.

Also bitte, warum soll eine Rentenversicherung welche ihre Beitragszahler für die Arbeitsunfähigkeit/Altersrente absichern soll, für die Kindererziehungszeiten missbraucht werden.

Nicht zu vergessen, hier handelt es sich um eine Versicherungsleistung, in welche Beitragszahler für einen ganz bestimmten Zweck zwangs Gesetz einzahlen.

Kinder und damit verbunden Kindererziehungszeiten sind eben für den Staat generell existenziell wichtig, also gehört sowas auch von allen bezahlt und nicht nur von den dummen Arbeitern, dessen Lasten nun auf deren Rentenkasse abgewälst wurde und damit zwangsweise die Rentenleistung weiter kürzen. Sowas sollte man nicht nur einseitig Emotionell diskutieren.

Diese Rentenpunkte wurden schon seit längerem den Müttern "gutgeschrieben" (für die zukünftige Rente), die ihre Kinder nach 1992 bekommen haben und die "blöden alten Mütter" (die vor 1992) oft mehr Kinder hatten und dabei noch arbeiten gegangen sind) gingen bisher leer aus, wenn es in die Altersrente (oder EM-Rente) ging ...
Irgendwie komisch.

Meine Mama bekommt seit Ihrer eigenen Rente bereits 2 Kinderpunkte und das bereits seit 1998.

Nach dem jetzt neuen Gesetz (steht in ihrem aktuellen Rentenbescheid) wird dies demnächst um je einen Punkt erweitert.

Also bekommen doch bereits aktuell die Mütter eine sogenannte Mütterrente für Kindererziehung.

Der Staat will doch (angeblich) dass wir Kinder bekommen, auch wenn deren Schicksal den Staat meist auch nicht mehr besonders interessiert, wenn sie erst mal da sind ... die "christliche Nächstenliebe" hält nur solange vor, wie man "auf andere Gedanken kommen könnte", um sich vielleicht nicht mit Kindern UND Beruf zu belasten ...
Bitte entschuldige, aber dies ist ein äusserst Emotionales Gebiet auf das ich hier nicht einzugehen bereit bin, weil es zu erheblichen Verwerfungen bei einer Diskution führen kann.

Du stellst das alles gerne so dar, als wären Kinder ein reines Privatvergnügen
Ja bitte, was sind sie denn anderes. Mir ist bisher kein Gesetz hierzulande bekannt, welches es vorschreibt das man Kinder Zeugen müsste. Das ist natürlich jetzt ganz nüchtern betrachtet. Erst wenn Kinder da sind, schreibt der Staat alles mögliche vor.

und auch deine Annahme von rückwirkenden Rentenpunkten ist falsch ... wie kommst du darauf ... diese Rentenpunkte gelten erst für die Zukunft (bei ALLEN Müttern, allerdings auch die bereits in Rente sind) und bisher keine Rentenpunkte für Kinder bekamen, die vor 1992 geboren wurden ...
Nun gegenfrage, wie kommst du darauf, dass es bisher keine Rentenpunkte für Kinder gab.

Wie oben schon geschrieben erhält meine Mama bereits seit ihrer eigenen Renten (hat bis 1958 gearbeitet) seit 1998 bereits für mich und meinen Bruder je einen Rentenpunkt (gehe ich mal von aus da ich die Berechnung nicht kenne) extra, eben für die Kindererziehung. Dieser Umstand war ja auch Streitpunkt bei der jetzigen Reform, wonach neuerlich gar 3 Punkte angerechnet werden, hingegen die älteren Bezieher eben nur einen weiteren Punkt ab diesen Sommer erhalten.


Gruss saurbier
 

saurbier

VIP Nutzer/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
7 Mrz 2013
Beiträge
2.780
Gefällt mir
1.883
#43
Hallo Hamilkar,

schön schön.

und wenn ich das lese, riesiger Ansturm, 12.000 Anträge, so ein Blödsinn. die RV hat aktuell einen Bestand von 1,5 Mio. Rentnern als langjährig Versicherte. 2013 gab es 92.500 Rentenneuzugänge für langjährig Versicherte. also was soll das alles?
Wo nimst du die Zahl 1,5 Millionen her.

Das sind keine Rentenneuzugänge, sondern die von der Regierung oder besser gesagt vom Arbeitsministerium geschätzte Zahl derer, welche die Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren jetzt in Anspruch nehmen könnten.


vollkommen ausgeblendet wird beim Thema Rente übrigens die weiterhin üppige Pensionsversorgung der Beamten. die ahben weiter ihre Mindestversorgung von rund 1.400 Euro, auch bei Dienstunfähigkeit, automatische Pensionsanpassungen, weiter die Reglung Pension nach letztem Verdienst etc. pp. da hat sich kaum wa sverändetr udnw ird schön unter der Decke gehalten. die jucken über die Beihilfe auch keine Änderungen der GKV.
Nun ja, das ist hier bekannt.

Aber da ist aber keiner bereit vor Gericht zu ziehen, leider.


Gruss saurbier
 

ikarus

Elo-User/in
Mitglied seit
19 Mrz 2008
Beiträge
971
Gefällt mir
375
#44
biste dir da sicher?

Witwenrente alt = 60% aus der Rente des Verstorbenen, netto 1.400 wären brutto ca. 1.550, wären Rente des Verstorbenen 2.583 Euro. dafür muss man (heute) rund 90 Entgeltpunkte haben. vmtl. läuft die Rente schon eine Weile...dennoch müsste der Schwiegervater 40-50 Jahre immer BBG verdient haben.
Entschuldige,
ich muss hinzufügen das sie nicht allein durch die staatl. Witwenrente die 1400€ bekommt,
sondern inklusive einer guten Betriebsrente des Verstorbenen!
Sie ist da natürlich privilegiert!
Also wohl nur für Witwen deren Männer in einem Großbetrieb gearbeitet haben!
 

saurbier

VIP Nutzer/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
7 Mrz 2013
Beiträge
2.780
Gefällt mir
1.883
#45
Hallo Ikarus,

zu deiner Aussage

Die Renten sind sicher / N. Blüm,

möchte ich anmerken, ja sie wären auch weiterhin sicher, wenn nicht Schröders Politik zugunsten der Wirtschaftsgewinne dort eingegriffen hätte.

Heute haben wir exorbitante Wirtschaftsgewinne und die Vermögen explodieren nahezu seit Schröder.

Fällt eigentlich niemanden auf, auf welche Kosten dies alles geschieht.

Geld gibt es eben nur einmal und es verschwindet nicht, sondern wandert nur in andere Taschen.

Schröder kam auf die Idee den Arbeitsmarkt zu revolutinieren indem er an der Lohnschraube drehte mittels ZAf´s und zwangsarbeit mittelts Jobcenter.

Jetzt geht der Lohn immer weiter nach unten und damit natürlich auch die Renten, eben weil die daran gekoppelt sind. Hinzu kam dann Herr Riester welcher mit einem weiteren freundlichen Hernn aus Niedersachsen (Maschmeyer) in einer Partierunde darauf kam wie man noch mehr Versicherungsgeschäfte vertickern kann, die Riesterrente.

Hierzu musste man dann nur einen guten Grund finden, die an den Mann zu bringen und da half der von der Versicherungswirtschaft bezahlte Herr Raffelhüschen indem er die Rente kaputt rechnetet.

The Winner sind, die Versicherungswirtschaft mit ihren tausenden von Vertretern, im besonderen die Aktionäre, die Wirtschaft weil ein Teil der Sozialabgaben jetzt alleine von den AN zu bezahlen sind, die ZAF´s weil es sich gut an den Mitabeitern verdienen lässt (bis zu 50% vom Lohn).

Verlierer sind, die Arbeitnehmer dessen Renten immer weiter sinken und deren Löhne unter dem Druck der ZAF´s stehen, die Arbeitslosen die in jede Arbeit gezwungen werden dürfen.

So sieht es eben aktuell hierzulande aus und alle dulden es, weil 2013 war Merkels Politik die beste, weil ja wieder die Mehrheit bei der Wahl.



Grus saurbier
 

ikarus

Elo-User/in
Mitglied seit
19 Mrz 2008
Beiträge
971
Gefällt mir
375
#46
Hallo Ikarus,

zu deiner Aussage

Die Renten sind sicher / N. Blüm,

möchte ich anmerken, ja sie wären auch weiterhin sicher, wenn nicht Schröders Politik zugunsten der Wirtschaftsgewinne dort eingegriffen hätte.

Heute haben wir exorbitante Wirtschaftsgewinne und die Vermögen explodieren nahezu seit Schröder.

Fällt eigentlich niemanden auf, auf welche Kosten dies alles geschieht.

Geld gibt es eben nur einmal und es verschwindet nicht, sondern wandert nur in andere Taschen.

Schröder kam auf die Idee den Arbeitsmarkt zu revolutinieren indem er an der Lohnschraube drehte mittels ZAf´s und zwangsarbeit mittelts Jobcenter.

Jetzt geht der Lohn immer weiter nach unten und damit natürlich auch die Renten, eben weil die daran gekoppelt sind. Hinzu kam dann Herr Riester welcher mit einem weiteren freundlichen Hernn aus Niedersachsen (Maschmeyer) in einer Partierunde darauf kam wie man noch mehr Versicherungsgeschäfte vertickern kann, die Riesterrente.

Hierzu musste man dann nur einen guten Grund finden, die an den Mann zu bringen und da half der von der Versicherungswirtschaft bezahlte Herr Raffelhüschen indem er die Rente kaputt rechnetet.

The Winner sind, die Versicherungswirtschaft mit ihren tausenden von Vertretern, im besonderen die Aktionäre, die Wirtschaft weil ein Teil der Sozialabgaben jetzt alleine von den AN zu bezahlen sind, die ZAF´s weil es sich gut an den Mitabeitern verdienen lässt (bis zu 50% vom Lohn).

Verlierer sind, die Arbeitnehmer dessen Renten immer weiter sinken und deren Löhne unter dem Druck der ZAF´s stehen, die Arbeitslosen die in jede Arbeit gezwungen werden dürfen.

So sieht es eben aktuell hierzulande aus und alle dulden es, weil 2013 war Merkels Politik die beste, weil ja wieder die Mehrheit bei der Wahl.



Grus saurbier

Genauso ist es!


Aber nicht nur die,

auch Kirchen, Sozialverbände, Gewerkschaften usw. usw. haben fleißig geholfen.

Für das einfache Volk wurden damals ein paar Demonstrationen organisiert, die man
dann aber sehr schnell einschlafen ließ!
Schröder wurde auf Gewerkschaftstagen mit "eisigem Schweigen" begrüßt, war selbst dabei.
Hinterher hieß es wir diskutieren die Hartzgesetze und Rentengesetze jetzt kommt es,
" in den Betrieben."
Damit war der Widerstand gebrochen und, ich sage es so laut es nur geht, da haben diese
Organisationen am Verbrechen und an der Mißhandlung der Arbeitslosen und Rentner kräftig
mitgeholfen!
Anstatt sich für ihre Klientel, also uns einzusetzen, haben diese Organisationen für uns
den Deckel auf den Sarg gemacht!
Wer es nicht glauben will der soll sich doch mal umschauen!
Niedriglöhner, Eineurojober, Weiterbildungsgesellschaften.
Wer betreibt diese denn, genau Kirchen, Gewerkschaften mit ihren sog.
Bildungszentren, AWO, DRK, Diakonie, Caritas usw. usw.
Die machen entgegen ihren Sonntagsreden noch Geschäfte mit den
Ärmsten. Einfach nur perfide! ( Auch hier könnte ich noch eine andrere Wortwahl finden).
Wir gesagt Sonntags die Augen senken und alles bedauern und ab Montag
die Ärmsten ausquetschen!
Von den Arbeitgeber Verbänden und den IHK braucht man gar nicht reden
da weiß man schon vorab das die sich freuen!
Also von den Oberen in der BRD brauchen wir keine Hilfe zu erwarten!
Ich kann nur hoffen das sich das Volk mal gegen diese soziale Schieflage
erhebt!
Ich wäre dabei!
 

saurbier

VIP Nutzer/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
7 Mrz 2013
Beiträge
2.780
Gefällt mir
1.883
#47
Hallo ikarus,

fällt es dir erst jetzt auf, dass selbst die Gewerkschaften bei dem ganzen Spiel mitgemacht haben. Traurig.

Mir ist das schon von Anfang an bewusst gewesen.

Schon vor vielen Jahren noch bevor Schröder das neue Gesetz auf uns los liess, gab es mal einen Bericht im Fernsehen, wo man sehen konnte wie die Gewerkschaften dank der leiben Frau Engelen-Käfer damals im Beirat der BA die Arbeitslosen geschickt in die Fortbildungsstätten ihrer Genossen drängten.

Das ganze System fand sie sogar richtig gut, denn damit werden die armen Arbeitslosen ja für den Arbeitsmarkt Fit gemacht. Das die Gewerkschaften damit Milliarden verdienen ohne einen besonders grossen Effekt, na das wollte sie natürlich nicht wahr haben.

Nein, schau doch wo Gewerkschaftler und im besonderen der Herr Sommer überall Auftritt, dass sagt bereits alles.

Bis jetzt waren die Gewerkschaften gegen einen Mindestlohn, den die Genossen rund um in der EU schon lange durchgekämpft haben, warum nur.

Vielleicht weil man dann mit einer Gewerkschaft weniger erreichen kann, also aus Angst um die eigenen gut dotierten Posten.

Ich bleibe dabei, das Volk will einfach nicht begreifen, dass die aktuelle Regierungspolitik (Schwarz/Rot und selbst Grün) nur darauf ausgerichtet ist den Wohlstand einiger weniger hierzulande zu erhalten bzw. sogar zu vermehren. Einzig die Linken fordern seit 2000 das System wieder so zu reformieren wie es vor Schröder war. Weg mit Riesterrente, weg mit Hartz IV und vor allem eine Rente auf einem Niveau das man davon auch leben kann.

Und wenn die Konzerne und Grossunternehmen immer mehr auf Roboter setzten als auf Menschen, dann muss halt die alte Gewerkschaftsforderung wieder her, wonach für jeden Roboter auch Sozialabgaben (Maschienensteuer) gezahlt werden müssen, als Ausgleich - weil damit ein Mensch seinen Job verliert- .

Aber nun ja, keiner will ja die Linken an der Macht, weil deren Väter mal an den Komunismus glaubten und deshalb morgen die Welt untergeht.


Gruss saurbier
 

hartz5

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
28 Jan 2010
Beiträge
4.490
Gefällt mir
1.591
#48
Die Renten sind sicher / N. Blüm,
Das Zitat ist übrigens falsch. Blüm sagte:
"Die Rente ist sicher".

Und die Rente WAR zum damaligen Zeitpunkt sicher. Erst die politischen Entscheidungen NACH dieser Aussage haben das Zitat für den heutigen Zustand unwahr gemacht.....(das ist kein Inschutznehmen von Blüm....nur eine Feststellung, da Zitate nicht automatisch Gültigkeit für alle Ewigkeit haben...)

Deshalb gibt es die Rente ab 63 auch erst jetzt....wird in Zukunft eh nicht mehr viele betreffen.....
 

ikarus

Elo-User/in
Mitglied seit
19 Mrz 2008
Beiträge
971
Gefällt mir
375
#49
Hallo ikarus,
es dir erst jetzt auf, dass selbst die Gewerkschaften bei dem ganzen Spiel mitgemacht haben. Traurig.

Mir ist das schon von Anfang an bewusst gewesen.

Schon vor vielen Jahren noch bevor Schröder das neue Gesetz auf uns los liess, gab es mal einen Bericht im Fernsehen, wo man sehen konnte wie die Gewerkschaften dank der leiben Frau Engelen-Käfer damals im Beirat der BA die Arbeitslosen geschickt in die Fortbildungsstätten ihrer Genossen drängten.

Das ganze System fand sie sogar richtig gut, denn damit werden die armen Arbeitslosen ja für den Arbeitsmarkt Fit gemacht. Das die Gewerkschaften damit Milliarden verdienen ohne einen besonders grossen Effekt, na das wollte sie natürlich nicht wahr haben.

Nein, schau doch wo Gewerkschaftler und im besonderen der Herr Sommer überall Auftritt, dass sagt bereits alles.

Bis jetzt waren die Gewerkschaften gegen einen Mindestlohn, den die Genossen rund um in der EU schon lange durchgekämpft haben, warum nur.

Vielleicht weil man dann mit einer Gewerkschaft weniger erreichen kann, also aus Angst um die eigenen gut dotierten Posten.

Ich bleibe dabei, das Volk will einfach nicht begreifen, dass die aktuelle Regierungspolitik (Schwarz/Rot und selbst Grün) nur darauf ausgerichtet ist den Wohlstand einiger weniger hierzulande zu erhalten bzw. sogar zu vermehren. Einzig die Linken fordern seit 2000 das System wieder so zu reformieren wie es vor Schröder war. Weg mit Riesterrente, weg mit Hartz IV und vor allem eine Rente auf einem Niveau das man davon auch leben kann.

Und wenn die Konzerne und Grossunternehmen immer mehr auf Roboter setzten als auf Menschen, dann muss halt die alte Gewerkschaftsforderung wieder her, wonach für jeden Roboter auch Sozialabgaben (Maschienensteuer) gezahlt werden müssen, als Ausgleich - weil damit ein Mensch seinen Job verliert- .

Aber nun ja, keiner will ja die Linken an der Macht, weil deren Väter mal an den Komunismus glaubten und deshalb morgen die Welt untergeht.


Gruss saurbier
Der richtige Spruch auf dem Wahlplakat war.....

.....denn eines ist sicher. Die Rente.


Wenn schon berichtigen lieber Hartz 5 ...dann richtig!


Hallo saurbier, natürlich war mir das vorher schon bekannt!
Man muss mit Beispielen arbeiten und mit Beweisen, ich kann
das Beweisen. Habe die damaligen Schriftstücke schön aufbewahrt!

Und zu der Linken, wenn man sich die Mitglieder anschaut haben die jetzigen
Mitglieder zum größten Teil schon aus Altersgründen nie etwas mit der früheren SED zu tun gehabt!
Ansonsten hast du mit allem Recht!
 

hartz5

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
28 Jan 2010
Beiträge
4.490
Gefällt mir
1.591
#50
Der richtige Spruch auf dem Wahlplakat war.....

.....denn eines ist sicher. Die Rente.


Wenn schon berichtigen lieber Hartz 5 ...dann richtig!
Das Wahlplakat und das Zitat von Blüm sind zwei verschiedene Dinge. Gesagt hat Blüm nicht das, was auf dem Plakat stand. Das von mir erwähnte Zitat ist das Original, das Wahlplakat kam weitaus später und ist eine ABWANDLUNG des urprünglich gesagtem...

Ich bin kein lieber Hartz5....wenn schon persönliche Ansprache, dann richtig.....
 

saurbier

VIP Nutzer/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
7 Mrz 2013
Beiträge
2.780
Gefällt mir
1.883
#51
Hallo ikarus,

Und zu der Linken, wenn man sich die Mitglieder anschaut haben die jetzigen
Mitglieder zum größten Teil schon aus Altersgründen nie etwas mit der früheren SED zu tun gehabt!
Ja und genau das ist es was mich so wurmt.

Das Volk und eben leider die Millionen Harzt IV (ca. 7 Mio.) und Rentner (20,5 Mio.) haben bei einer Bundestagswahl soviel Macht, dass eine Regierung sofort abgewält werden könnte.

Nur eben lassen sich diese Leute dank der falschen Propaganda der Schwarzen eben nicht von den Linken aktivieren.

Dort glauben halt die Rentner dank der unzähligen vorsätzlichen falschen Behauptungen der CDU/CSU immer noch, dass uns die Linken welche ja mal aus der PSD hervor gingen (in Wahrheit ja PDS und abtrünnige SPDler/Gewerkschaftler) die würden uns in den Kommunismus treiben und alles verstaatlichen.

Ich stelle mir mal eine Regierung aus Rot/Rot/grün vor wo die Linken 35% hätten anstatt der SPD und damit das sagen. Wieviel Sozialstaat wir dann wohl wieder bekämen, bzw. wie er dann wieder gerade gerückt würde, eben zum Schaden der Finanzhaie und hiersiegen Millionäre, von denen wir bekanntlich immer mehr haben.


@ hartz 5,

ist es nicht unerheblich, ob N. Blüm sagte Rente oder Renten.

Tatsache ist doch, dass zu seinen Zeiten die Rente sicher war.

Die Rente wurde erst dank der Massnahmen von Schröder zerschlagen und wird dadurch von Jahr zu Jahr auf ein nidrigeres Niveau gedrückt, was der Arbeitnehmer jetzt durch eigene freiwillige Beiträge auffagen soll.

Damit wurde dann mal eben auch gleich das Sozialstaatsprinzip zerschlagen, weil sich die Arbeitgeber mit einem Großteil ihres Zuschusses losgesagt haben.


Gruss saurbier
 

ikarus

Elo-User/in
Mitglied seit
19 Mrz 2008
Beiträge
971
Gefällt mir
375
#52
Hallo saurbier,

das was du sagst kann ich voll mit unterschreiben!

Warten wir mal ab wenn die Krankenkassen ihre Beiträge erhöhen,
solidarisch ist das alles nicht mehr!
Aber bis der Deutsche aufwacht ist meist schon alles geschehen!
Leider lernt der Michel nicht!
 
Oben Unten