Rheinland-Pfalz: Neun kleine Grundschulen sollen geschlossen werden (1 Betrachter)

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Dagegen72

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Ich vernahm diese Meldung über Radio und lese jetzt, dass einige bezüglich der geplanten neun Grundschulschließungen nicht gut auf den Mainzer Bildungsminister vermutungshalber laut dem Artikel zu sprechen sein sollen. Niemandem ist der Sinn dieser Schließungen klar, und es heißt auch seitens derer die dafür sorgen, dass der Grund keine Einsparungen sein soll sondern, dass es um die Einhaltung bestimmter zugrundliegender Standards für Grundschulen gehen soll.
Lehrer würden nicht entlassen. Aber, viele wollen das wohl nicht so und es hat sich wohl eine Unterschriftenaktion seitens von Eltern in Gang gesetzt. An anderer Stelle heißt es, dass die Entscheidung für die Grundschulschließungen gefallen sei. Mal sehen, ob die Unterschriftenaktion noch was ausrichten kann, hier der Link:
Neun kleine Grundschulen sollen in Rheinland-Pfalz geschlossen werden
also, neun Schulen finde ich schon ganz schön viel und die Schließungen sollen auch für immer sein. Außerdem werden doch immer zu große Klassen beklagt, zu kleine Klassen sollen jetzt auch ein Problem sein??
 

Shazi

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AW: Rheinland-Pfalz:Neun Grundschulen sollen geschlossen werden

Wenn man sich anschaut um welche Grundschulen es sich handelt, ist das nachvollziehbar.
Das sind Gegenden, wo die Bevölkerungsentwicklung seit Jahrzehnten rückläufig ist. Pfalz, Eifel, Westerwald. Da gibt es wenig Infrastruktur und noch weniger Arbeitsplätze.
Und natürlich sind zu kleine Klassen genauso ein Problem wie zu große.
 

Realo

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Zur Info: die Grundschulen werden dann geschlossen wenn es zu wenig Schüler gibt für eine erste Klasse.... Rechne dann mal die Ausländer und Flüchtlingskinder hinzu die teilweise nicht Deutsch können und du kannst dir vorstellen das da damit kein Unterricht möglich ist. 5 Kinder von denen drei kein Deutsch können????? Das ist wohl sinnlos.,
 

Dagegen72

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@Realo: naja, Schule kommt ja von schulen oder lehren. Dann hätten die einen Kinder halt deutsch beigebracht bekommen und die anderen was anderes oder die Fremdsprachen der anderssprachigen Kinder. Ich verstehe sowieso nicht, warum die Schulen nicht flexibler in ihrem Fremdsprachenangebot werden.

Gibt auch kleine Ortschaften, wo Grundschulklassen zusammengelegt sind von erster bis vierter Klasse. 2014 soll in Bayern auch mal das Problem von aufzulösender Grundschulen gewesen sein: https://www.bllv.de/fileadmin/Datei...udie_Bedrohte_Grundschulstandorte__Bayern.pdf
 

erwerbsuchend

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Ich verstehe sowieso nicht, warum die Schulen nicht flexibler in ihrem Fremdsprachenangebot werden.
Wenn es so einfach wäre, an Lehrkräfte mit dem passenden Fächerangebot zu kommen, warum gibt es dann in vielen Schulen einen Mangel an Lehrkräften mit dem passenden Fächerangebot?
 

Kerstin_K

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Hier in Hannover weiss ich von mindestens einer Grundschule, wo Kindern mit Migrationshintergrund freiwilliger Zusatzunterricht in tuerkisch und arabisch angeboten wird. Es geht wohl in erster Linie darum, dass die Kinder auch in Ihrer Muttersprache Lesen und Schreiben lernen.
 

Dagegen72

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ja, das kenne ich, das Migranten auch Unterricht in ihrer Herkunftslandsprache haben, ja, warum nicht.

@erwerbsuchend: ja, warum gibt es Lehrermangel? Warum gibt es Pflegekräftemangel? Warum fehlen Fachkräfte am Bau, es die entsprechend nötigen ausreichenden Studiengänge aber nicht gibt, bspw. Bauingenieur?

Ich weiß nicht, warum LehrerInnen fehlen, vermutlich, weil Deutschland das Geld für Aufrüstung braucht. Und um große Konzerne zu stützen wie letzens Lufthansa als es um den Verkauf von Air Berlin und dessen Flugzeuge ging. Da konnten auch 150 Millionen Euro aus dem Ärmel geschüttelt werden.
Für mehr Personal und weniger Arbeitskräfte muss erst wieder gestreikt werden, wie bspw. heute in Tübingen, Link: Warnstreiks an Sudwest-Unikliniken starten in Tubingen | Sudwest Presse Online und am Mittag in Freiburg. Es geht wohlgemerkt nicht um mehr Geld, sondern mehr Personal und Arbeitsentlastung.

Ob das bei den Lehrern auch so ist, weiß ich nicht, warum es Lehrermangel gibt, konnte ich noch keine Infos lesen. Aber bei Deutschlandfunk lese ich gerade, dass es inzwischen üblich ist, in der Schule als Quereinsteiger als Lehrer zu beginnen :peace: Link dazu: Lehrermangel in Berlin - Quereinsteiger als Alternative

mir fällt gerade ein: LehrerInnen haben das Problem, dass sie zu Ferienzeiten wohl kein Gehalt beziehen, zum Teil zum Arbeitsamt müssen. Außerdem gibt es bei Hochschullehrern das Problem befristeter Lehrarbeitsverträge und sowas.

Lehrermangel ist Fachkräftemangel und Fachkräftemangel ist vermutlich gewollt!

Die Linke will mehr Geld für alle Lehrer: Die LINKE will mehr Geld fur alle Lehrer (neues-deutschland.de)

Bei der Gewerkschaft für LehrerInnen geht es darum, das GrundschullehrerInnen nicht mehr benachteiligt werden und ebenso Tarif A13 erhalten: JA13 – weil Grundschullehrerinnen es verdienen
 

doppelhexe

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... mir fällt gerade ein: LehrerInnen haben das Problem, dass sie zu Ferienzeiten wohl kein Gehalt beziehen, zum Teil zum Arbeitsamt müssen. Außerdem gibt es bei Hochschullehrern das Problem befristeter Lehrarbeitsverträge und sowas. ...
alle lehrer, die nicht schon mindestens 8 jahre an ihren schulen vertraglich gebunden oder (noch) verbeamtet sind, haben nur befristete verträge.

damit fing man vor ca 8 jahren an, neue lehrer nur noch befistet fürs schuljahr einzustellen. in den sommerferien AFA und ob danach ein weiterer vertrag folgte, war fraglich.

deshalb gehen lehrer entweder da hin, wo es keine befristungen gibt, oder steigen aus. iwann muss man nämlich auch mal ein gewisses maß an sicherheit kriegen, und wenns wenigstens für ein paar jahre am stück ist.

ausserdem gibts trotz lehrermangel auch arbeitslose lehrer. werden ja kaum welche eingestellt, man hangelt sich so durch.

vor 2 jahren gabs hier in der uckermark nen artikel in der zeitung
... Ist es schon ein Fortschritt, wenn nur an 21 Schulen statt an 31 wie vor einem Jahr die Schüler mit unvollständigen Zeugnissen in die Ferien gehen? Für die betroffenen Kinder und Eltern dürfte das ein schwacher Trost sein, dass eventuell der Stundenausfall geringer ausfällt. ...
leider ist der wohl so nicht mehr verfügbar, findet man nur noch bei g oogle, aber der link ist falsch.

jedenfalls ist hier der stundenausfall laut ministerium im durchschnitt bei 2,8% ... die betroffenen sehen das anders, reden von mindestens 6% und das in hauptfächern, mathe, deutsch, sprachen.

teilweise werden klassen "inoffiziell" für bestimmte stunden zusammengelegt auf 35 und mehr schüler.
die 5. klassen gehen früher nach hause, damit die 6. (da ja dann schulwechsel) ihren unterricht bekommen.
genauso in den klassenstufen 7 und 8 ...

da oben wirds schöngeredet und hier unten fehlen den schülern die stunden, kriegen halbe zeugnisse und stehen bei den prüfungen iwann blöde da.
dann wunderts nicht, wenn die ausbildungsbetriebe von nicht ausbildungsfähigen jugendlichen sprechen.

aber "da oben" ist die welt ja in ordnung.
 

Dagegen72

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@doppelhexe: volle Zustimmung! Kannst du noch einen Link zum zitierten Artikel nachreichen, falls denn?

ja, dann braucht sich wohl niemand mehr um LehrerInnenmangel wundern, bzw. Fachkräftemangel! In den Altenheimen und Krankenhäusern ist es doch genauso. Umso gruseliger ist es, dass sich die Abgeordneten die Taschen weiter mit Diäten-Erhöhung füllen, anstatt sich nicht nur solidarisch zu zeigen mit den Mangelverhältnissen und Nöte der Menschen, sondern sie sogar gänzlich abzuschaffen und sich darum zu bemühen!

Es ist komisch, wenn in einem reichen Land wie Deutschland, wichtige Einrichtungen oder Hilfen für Menschen nur von oder durch Spenden existieren oder erst geschaffen werden können, allein, wenn ich mir die Geldbedarfe für Hilfen für Kinder und Jugendliche anhöre und was damit bewirkt werden kann oder könnte, wenn wie derzeit in der Adventszeit bspw. über die Aktion "Herzenssache" um Spenden über Radio SWR geworben wird (werden muss). Sie könnten ja auch mal beim Erzbistum Freiburg anfragen, der ein paar Millionen auf der hohen Kante hat ;) (und wohl nicht nur diese Einrichtung)
 

doppelhexe

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@doppelhexe: volle Zustimmung! Kannst du noch einen Link zum zitierten Artikel nachreichen, falls denn?...
neee, hab ich ja geschrieben, den textauszug (zitat) findet man so noch im netz, aber der dazugehörige link führt zu einem anderen artikel. weiss auch nicht, was die MOZ da wieder gezaubert hat.
 

Kerstin_K

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Hab letztens im Radio gehoert, dass man in Niedersachsen Lehrer einstellen moechte, aber die muessen erst noch ausgebildet werden. Oft passen zum Beispiel die Faecherkombinationen nicht.
 

Dagegen72

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weil hier das Schulsystem angesprochen wurde: Die Ministerin Schwesig /SPD ist Ministerin seit letztes Jahr von Mc Pomm. Sie erntete letztes Jahr heftige Kritik, weil sie ihren Sohn in eine Privatschule schickte. Und ob sie denn gar kein Vertrauen in das staatliche Schulsystsem hätte. Also, Vorbildfunktion in punkto Vertrauen ist das bestimmt nicht.
Kritiker werfen Schwesig zudem vor, mit ihrer Entscheidung das von der SPD unterstützte Konzept des "längeren gemeinsamen Lernens" zu umgehen. Es sieht vor, dass Kinder nach der Grundschulzeit mindestens weitere zwei Jahre zusammen lernen, bevor sie auf eine weiterführende Schule wechseln.
Auch die Schulleitungsvereinigung von Mecklenburg-Vorpommern kritisiert Schwesig für den Schritt. Deren Vorsitzende Heike Walter sagte, es stelle sich die Frage, ob die Ministerpräsidentin doch nicht das Vertrauen in die öffentlichen Schulen habe. Schwesigs Entscheidung habe einen "bitteren Beigeschmack", zitiert der NDR Walter.
https://www.spiegel.de/lebenundlern...ickt-ihr-kind-auf-privatschule-a-1166267.html

andere würden ihre Kinder vielleicht auch gerne auf eine Privatschule schicken wollen, aber man muss es sich halt leisten können!

Die Tageszeitung Junge Welt berichtete auch davon: https://www.jungewelt.de/artikel/317744.schwesig-zieht-privatschule-vor.html
 
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