Rheinische Post: Vorstand der Bundesagentur für Arbeit: Hartz-IV-Sätze für Jugendlich (1 Betrachter)

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Paolo_Pinkel

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Düsseldorf (ots) - Das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, Heinrich Alt, hat die Höhe der Hartz-IV-Regelleistungen für Jugendliche unter 25 Jahre in Frage gestellt. "Wenn die Sätze auf Dauer für alleinlebende Jugendliche ohne Gegenleistung gezahlt werden, sind sie zu hoch im Vergleich zu Auszubildenden", sagte Alt der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Montagausgabe). Er fügte hinzu: "Wir brauchen ein vernünftiges Verhältnis zwischen denen, die wenig verdienen und Steuern zahlen, und denen, die ein Transfereinkommen beziehen.". Wenn ein Jugendlicher in Ausbildung schlechter gestellt sei, als ein Jugendlicher, der von Grundsicherung lebe, entstehe der Eindruck, "dass der, der nichts tut, von dieser Gesellschaft stärker belohnt wird, als der, der morgens früh aufsteht, zur Arbeit geht und lernen muss."...

Presseportal: Rheinische Post - Rheinische Post: Vorstand der Bundesagentur für Arbeit: Hartz-IV-Sätze für Jugendliche teils zu hoch

Gruss

Paolo
 
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B. Trueger

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AW: Rheinische Post: Vorstand der Bundesagentur für Arbeit: Hartz-IV-Sätze für Jugend

Düsseldorf (ots) - Das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, Heinrich Alt, hat die Höhe der Hartz-IV-Regelleistungen für Jugendliche unter 25 Jahre in Frage gestellt. "Wenn die Sätze auf Dauer für alleinlebende Jugendliche ohne Gegenleistung gezahlt werden, sind sie zu hoch im Vergleich zu Auszubildenden", sagte Alt der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Montagausgabe). Er fügte hinzu: "Wir brauchen ein vernünftiges Verhältnis zwischen denen, die wenig verdienen und Steuern zahlen, und denen, die ein Transfereinkommen beziehen.". Wenn ein Jugendlicher in Ausbildung schlechter gestellt sei, als ein Jugendlicher, der von Grundsicherung lebe, entstehe der Eindruck, "dass der, der nichts tut, von dieser Gesellschaft stärker belohnt wird, als der, der morgens früh aufsteht, zur Arbeit geht und lernen muss."...

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Gruss

Paolo
Immer wieder die gleiche Argumentation. Regelsätze sind zu hoch. Das aber die Löhne zu niedrig sein könnten, das wird gar nicht in Betracht gezogen.

Es wird immer nur gesenkt - soll gesenkt werden, nur nie erhöht.
 

Dora

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AW: Rheinische Post: Vorstand der Bundesagentur für Arbeit: Hartz-IV-Sätze für Jugend

Immer wieder die gleiche Argumentation. Regelsätze sind zu hoch. Das aber die Löhne zu niedrig sein könnten, das wird gar nicht in Betracht gezogen.

Es wird immer nur gesenkt - soll gesenkt werden, nur nie erhöht.
Richtig! Und immer die selbe Masche: Spalten, gegeneinander aufbringen. Divide et impera!

Und Armut gerecht gestalten unter den Armen. Nennt sich "Soziale Gerechtigkeit" .
.
 

Eka

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AW: Rheinische Post: Vorstand der Bundesagentur für Arbeit: Hartz-IV-Sätze für Jugend

Das müssen sie doch sagen, damit sie den Auszubildenen nicht noch draufzahlen müssen. Die sollten wirklich mal selber mit dem Mini Satz leben, dann würden sie mit großer Sicherheit anfangen anders zu reden, vor allem wenn noch Anschaffungen getätigt werden müssen.


LG
Eka
 
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ExitUser

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AW: Rheinische Post: Vorstand der Bundesagentur für Arbeit: Hartz-IV-Sätze für Jugend

Düsseldorf (ots) - Das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, Heinrich Alt, hat die Höhe der Hartz-IV-Regelleistungen für Jugendliche unter 25 Jahre in Frage gestellt. "Wenn die Sätze auf Dauer für alleinlebende Jugendliche ohne Gegenleistung gezahlt werden, sind sie zu hoch im Vergleich zu Auszubildenden", sagte Alt der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Montagausgabe). Er fügte hinzu: "Wir brauchen ein vernünftiges Verhältnis zwischen denen, die wenig verdienen und Steuern zahlen, und denen, die ein Transfereinkommen beziehen.". Wenn ein Jugendlicher in Ausbildung schlechter gestellt sei, als ein Jugendlicher, der von Grundsicherung lebe, entstehe der Eindruck, "dass der, der nichts tut, von dieser Gesellschaft stärker belohnt wird, als der, der morgens früh aufsteht, zur Arbeit geht und lernen muss."...

Gruss

Paolo
Ein gefundenes Fressen für die ewig Oberflächlichen, ein Mensch mit etwas Hirn und Gerechtigkeitssinn lässt sich von dieser Form ge(ver)mischter Berichte nicht blenden und nicht wirklich rechtfertigbar zum blinden Neider werden.

Da werden munter Lehrlinge und Alleinstehende mit "Steuerzahlern" vermengt um daraus eine Rechtfertigung für alles Mögliche zu konstruieren.

Um es euch nicht so ganz einfach zu machen und alles Vorzukauen, wie hoch ist das Steuerrechtliche Existenzminimum? Wieviel verdient ein Lehrling? Hat ein Lehrling keinen Anspruch auf BAB wenn er zu wenig verdient und nicht bei den Eltern wohnt, also alleinstehend ist?

Welcher Jugendliche verzichtet freiwillig auf eine ihn weiterbringende, perspektivisch positiv anzusehende Ausbildung, wenn er nicht gerade eh schon aus dem Milieu stammt, das Menschen wie ALT durch ihre Milchmädchenrechnungen erst erzeugen und immer weiter festigen.

Sicher werden Jugendliche, die man dazu bringen/zwingen will eine "Ausbildung" zum Gebäudereiniger zu machen, lieber in HartzIV abtauchen als morgens aufzustehen, das aber schlicht deshalb, weil ihnen mit der aufgezwungenen "Ausbildung" keine anstrebenswerte Perspektive geboten wird, denn die meisten Ausgelernten aus diesen und ähnlichen Berufen fristen ihr Dasein später eh als Aufstocker. So what? Man verschiebt das Problem also auch wieder nur vom jugendlichen "Faulpelz", auf den Erwachsenen und zementiert das was man dann später wieder so schön unter dem Titel "Sozialadel" ablegen und immer weiter ausgrenzen kann.

ALTs "Argumentation" spricht als genauer betrachtet eher für einen gesunden, flächendeckenden Mindestlohn, denn für mindere Sozialleistungen, die nur Alibifunktion haben wie bisher.

Dann wird auch noch "vergessen", dass (alleinelebende) Jugendliche in Ausbildung, die weniger haben als ein Jugendlicher in HartzIV ohne Ausbildung, durch aufstockende Leistungen immer mehr haben werden, da hier ja noch die ( wenn auch zu niedrigen) Hinzuverdienste gelten.

Wenn Menschen allerdings auf ihnen zustehende Sozialleistungen verzichten und dadurch dann weniger haben als jemand der diese Leistung in Anspruch nimmt, kann dies kein Argument sein deswegen Leistungskürzung betreiben zu wollen und damit den Gaul von hinten aufzuzäumen - es sei denn man ist garnicht wirklich am Menschen, sondern viel mehr an bequemer und billigst möglicher Verwaltung interessiert! Hier denke ich, liegt am ehesten der Hase im Pfeffer.

Gruß, Anselm
 

Volker

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AW: Rheinische Post: Vorstand der Bundesagentur für Arbeit: Hartz-IV-Sätze für Jugend

Auch hier ein einfacher Vorstoss die Kinderegelsatzdiskussion abzuwürgen.

Nicht weniger ist das. System hat das ganze. Meine erste Ausbildung da
hatte ich um die 550 DM (1 Jahr) verdient und lag damit höher als viele.

Heute wären das 300€ + Geldabwertung. Na klingelts? Die wollen die
Regelsätze nicht anheben. Nie und nimmer.

Volker
 

Trajan

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AW: Rheinische Post: Vorstand der Bundesagentur für Arbeit: Hartz-IV-Sätze für Jugend

Ich verweise auf folgendes Interview in der WELT: Arbeitsagentur-Vorstand: Warum wir Niedriglohn-Jobs brauchen - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE .

Herr Alt, sollte sich mal fragen, woher die qualifizierten Facharbeiter denn in Zukunft kommen sollen? Wie soll sich jemand denn zum qualifizierten Informatiker entwickeln, wenn z. B. ein PC nicht im Regelsatz enthalten ist und er keine Info-Veranstaltung auf der Uni besuchen kann, weil ihm das Geld dafür fehlt und er sogar die Suppenküche in Anspruch nehmen muss?
 
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