Resturlaub mitnehmen bei ALG 1

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Schwabe123

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
5 Januar 2019
Beiträge
5
Bewertungen
0
Guten Tag, ich bin neu bei Ihnen.
Mein Arbeitsverhältnis wurde zum 31.1.2019 gekündigt. Habe mich bereits arbeitslos gemeldet. Von meinem alten Arbeitgeber steht mir noch ein Resturlaub von 28 Tagen zu, da ich wegen einer Operation und REHA in 2018 nicht viel Urlaub nehmen konnte.
Ich habe schon vor Monaten für März 2019 4 Wochen Urlaub in Thailand gebucht.
Meine Fragen: Kann mir das Jobcenter den bereits gebuchten Urlaub streichen?
Ist es sinnvoller den Resturlaub noch im Januar auszahlen zu lassen?
Stimmt es, das dieser Betrag dann von meinem ALG1 Geld abgezogen wird?
Sollte ich dem Jobcenter mitteilen, dass ich für etwas über 4 Wochen verreise und für die Zeit kein ALG 1 verlange?
Wenn ich den Urlaub absage, entstehen mir hohe Kosten und ich fliege nicht alleine, sondern mit Familie.
Ich bin für jeden fundierten Rat dankbar, ich bin 61 Jahre und das erste Mal arbeitslos.
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.183
Hallo Schwabe123, :welcome:

Guten Tag, ich bin neu bei Ihnen.
Mein Arbeitsverhältnis wurde zum 31.1.2019 gekündigt. Habe mich bereits arbeitslos gemeldet.

Bitte darauf achten wo du deine Fragen einstellst, du bist im "Archiv" gelandet, da bekommst du keine Antworten ...
In Internet-Foren bleibt man beim "DU", ich bin 66 also teile ich dir das einfach mal so mit ... :bigsmile:
Bisher konntest du dich offiziell nur "Arbeitsuchend" melden, denn tatsächlich arbeitslos bist du ja erst zum 01.02.2019

Von meinem alten Arbeitgeber steht mir noch ein Resturlaub von 28 Tagen zu, da ich wegen einer Operation und REHA in 2018 nicht viel Urlaub nehmen konnte.

Arbeitest du denn aktuell aktiv oder bist du noch AU geschrieben, das ist nicht ganz unwichtig für die Antworten auf deine Fragen ?

Ich habe schon vor Monaten für März 2019 4 Wochen Urlaub in Thailand gebucht.
Meine Fragen: Kann mir das Jobcenter den bereits gebuchten Urlaub streichen?

Man merkt, dass du noch nie arbeitslos gewesen bist, mit dem JobCenter (JC) hast du (zumindest vorerst) NICHTS zu tun, ALGI gibt es von der Agentur für Arbeit (AfA = früher mal "Arbeitsamt"), die JobCenter sind NUR für ALGII / Hartz 4 zuständig.
Es ist schon wichtig das auseinander zu halten, die Bedingungen sind zum Teil sehr unterschiedlich.

Auch bei der AfA wirst du allerdings deinen Urlaub beantragen müssen und einen Anspruch auf "Orts-Abwesenheit" hast du nur für 21 Kalendertage im Jahr (jedenfalls unter Fortzahlung deiner Geld-Leistungen), das könnte also schon von der Sache her schwierig werden.

Zumal die AfA auch am Beginn der Arbeitslosigkeit sehr ungerne OAW genehmigen möchte, weil da die Vermittlungs-Chancen (angeblich) am Besten sein sollen.
In deinem Alter muss man da aber keine Illusionen mehr haben, dass die SB ( Arbeitsvermittler / Sachbearbeiter) tatsächlich ein "Füllhorn" an Arbeitsangeboten für dich bereit halten werden.
Es kommt natürlich auch auf deine konkrete Berufsrichtung, die Erfahrungen und die örtlichen Möglichkeiten dafür an aber in der Regel will kein AG mehr Mitarbeiter in dem Alter neu einstellen.

Das werden die AfA-SB aber nicht offen zugeben wollen und so solltest du auch über andere Varianten nachdenken, um deinen geplanten Familien-Urlaub nicht verfallen zu lassen ...

Ist es sinnvoller den Resturlaub noch im Januar auszahlen zu lassen?

Einen Rechtsanspruch auf Urlaubs-Abgeltung hast du erst NACH dem regulären Ende deines Arbeitsvertrages wenn du die offenen Urlaubstage bis dahin (z.B. wegen bescheinigter Krankheit oder aus betrieblichen Gründen) nicht mehr nehmen konntest.
Darum beantworte bitte meine Frage dazu was aktuell der Fall ist ... gehst du arbeiten oder bist du noch AU geschrieben ?
Bei aktueller AU solltest du das besser so beibehalten bis dein Arbeitsvertrag beendet ist, du kannst auch darüber hinaus noch weiter AU geschrieben sein, die Krankenkasse muss dann auch noch weiter Krankengeld zahlen ... es darf aber KEINE Lücke in deiner AU-Bescheinigung sein.

Es ist dann zunächst gar nicht nötig ALGI zu beantragen, du teilst der AfA zum Februar dann nur mit, dass du noch (auf unbestimmte Zeit) weiter AU-krank sein wirst ... keine Sorge, dein Anspruch auf ALGI geht dir dadurch nicht verloren. :icon_evil:

Man wird dir dann sagen, dass du dich erst wieder neu arbeitslos melden sollst (und den Antrag stellen) wenn du wieder richtig gesund bist und in Arbeit vermittelt werden könntest.

Stimmt es, das dieser Betrag dann von meinem ALG1 Geld abgezogen wird?

Nicht ganz aber eine Urlaubsabgeltung wird dazu führen, dass du für die gleiche Anzahl Tage dann zunächst KEIN ALGI bekommen wirst, dein (ungekürzter) Anspruch wird also erst danach offiziell beginnen und für diese Tage musst du dich auch selbst versichern (oder beim Partner in die Familienversicherung gehen), das würde aber auch entfallen wenn du leider über die Kündigungsfrist hinaus noch krankgeschrieben wärst vom Arzt.

Dann ist das zusätzliches "Urlaubsgeld" für dich und deine Familie, denn für einen Krankengeld-Anspruch hat diese Sonderzahlung KEINE Bedeutung.

Sollte ich dem Jobcenter mitteilen, dass ich für etwas über 4 Wochen verreise und für die Zeit kein ALG 1 verlange?

So "einfach" geht das also nicht, von der KK müsstest du auch eine Genehmigung für diese Reise einholen aber du kannst natürlich auch "pünktlich" deine AU einfach beenden lassen und meldest dich dann erst ab der Rückkehr wieder offiziell bei der AfA, das wäre KEIN Problem. :icon_evil:

Auf das ALGI würdest du ja verzichten können schreibst du und deine Krankenversicherung musst du dann auch selbst abdecken, die Urlaubsabgeltung interessiert die AfA dann aber nicht mehr und ab Tag X nach dem Urlaub stellst du dann den Antrag auf ALGI ...

So muss dein Urlaub nicht verfallen und du kannst ihn mit deiner Familie in Ruhe genießen, ohne irgendwen um Erlaubnis bitten zu müssen ...

Ich bin für jeden fundierten Rat dankbar, ich bin 61 Jahre und das erste Mal arbeitslos.

Das wäre so mein erster Gedanke dazu, mit möglichst wenig finanziellen Verlusten und Belastungen ...

MfG Doppeloma
 

Agent

Elo-User*in
Mitglied seit
12 April 2016
Beiträge
423
Bewertungen
286
Hallo Schwabe123,

das Schlimmste, was dir in Bezug auf deinen Urlaub passieren kann, ist, dass die AfA diesen nicht genehmigt.
Dann könntest du eben ohne Leistungsbezug für den Zeitraum verreisen.

Sinnvoll wäre, eine Buchungsbestätigung vorzulegen aus der hervorgeht, dass du die Reise bereits vor Kenntnis der Kündigung gebucht hast.
Bei uns würde in diesem Fall die Reise genehmigt, die Fortzahlung der Leistung ist aber nur für 21 Tage möglich. Du müsstest unterschreiben, dass du dir darüber im Klaren bist und trotzdem für den vollen Zeitraum wegfahren wirst.
Wenn du wieder zurück bist, musst du dich sofort wieder persönlich bei der AfA melden, damit ab diesem Tag dann die Leistungen weitergezahlt werden.

Viele Grüße
Agent
 

franky0815

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
22 Oktober 2007
Beiträge
3.928
Bewertungen
3.225
Guten Tag, ich bin neu bei Ihnen.
Mein Arbeitsverhältnis wurde zum 31.1.2019 gekündigt. Habe mich bereits arbeitslos gemeldet. Von meinem alten Arbeitgeber steht mir noch ein Resturlaub von 28 Tagen zu, da ich wegen einer Operation und REHA in 2018 nicht viel Urlaub nehmen konnte.

Ich würde als aller erstes mal prüfen ob die Kündigung überhaupt rechtmäßig und fristgerecht erfolgt ist, denn es gibt sehr viele Arbeitgeber die davon gar keine Ahnung haben.
 

Schwabe123

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
5 Januar 2019
Beiträge
5
Bewertungen
0
Hallo Schwabe123, :welcome:



Bitte darauf achten wo du deine Fragen einstellst, du bist im "Archiv" gelandet, da bekommst du keine Antworten ...
In Internet-Foren bleibt man beim "DU", ich bin 66 also teile ich dir das einfach mal so mit ... :bigsmile:
Bisher konntest du dich offiziell nur "Arbeitsuchend" melden, denn tatsächlich arbeitslos bist du ja erst zum 01.02.2019



Arbeitest du denn aktuell aktiv oder bist du noch AU geschrieben, das ist nicht ganz unwichtig für die Antworten auf deine Fragen ?



Man merkt, dass du noch nie arbeitslos gewesen bist, mit dem JobCenter (JC) hast du (zumindest vorerst) NICHTS zu tun, ALGI gibt es von der Agentur für Arbeit (AfA = früher mal "Arbeitsamt"), die JobCenter sind NUR für ALGII / Hartz 4 zuständig.
Es ist schon wichtig das auseinander zu halten, die Bedingungen sind zum Teil sehr unterschiedlich.

Auch bei der AfA wirst du allerdings deinen Urlaub beantragen müssen und einen Anspruch auf "Orts-Abwesenheit" hast du nur für 21 Kalendertage im Jahr (jedenfalls unter Fortzahlung deiner Geld-Leistungen), das könnte also schon von der Sache her schwierig werden.

Zumal die AfA auch am Beginn der Arbeitslosigkeit sehr ungerne OAW genehmigen möchte, weil da die Vermittlungs-Chancen (angeblich) am Besten sein sollen.
In deinem Alter muss man da aber keine Illusionen mehr haben, dass die SB ( Arbeitsvermittler / Sachbearbeiter) tatsächlich ein "Füllhorn" an Arbeitsangeboten für dich bereit halten werden.
Es kommt natürlich auch auf deine konkrete Berufsrichtung, die Erfahrungen und die örtlichen Möglichkeiten dafür an aber in der Regel will kein AG mehr Mitarbeiter in dem Alter neu einstellen.

Das werden die AfA-SB aber nicht offen zugeben wollen und so solltest du auch über andere Varianten nachdenken, um deinen geplanten Familien-Urlaub nicht verfallen zu lassen ...



Einen Rechtsanspruch auf Urlaubs-Abgeltung hast du erst NACH dem regulären Ende deines Arbeitsvertrages wenn du die offenen Urlaubstage bis dahin (z.B. wegen bescheinigter Krankheit oder aus betrieblichen Gründen) nicht mehr nehmen konntest.
Darum beantworte bitte meine Frage dazu was aktuell der Fall ist ... gehst du arbeiten oder bist du noch AU geschrieben ?
Bei aktueller AU solltest du das besser so beibehalten bis dein Arbeitsvertrag beendet ist, du kannst auch darüber hinaus noch weiter AU geschrieben sein, die Krankenkasse muss dann auch noch weiter Krankengeld zahlen ... es darf aber KEINE Lücke in deiner AU-Bescheinigung sein.

Es ist dann zunächst gar nicht nötig ALGI zu beantragen, du teilst der AfA zum Februar dann nur mit, dass du noch (auf unbestimmte Zeit) weiter AU-krank sein wirst ... keine Sorge, dein Anspruch auf ALGI geht dir dadurch nicht verloren. :icon_evil:

Man wird dir dann sagen, dass du dich erst wieder neu arbeitslos melden sollst (und den Antrag stellen) wenn du wieder richtig gesund bist und in Arbeit vermittelt werden könntest.



Nicht ganz aber eine Urlaubsabgeltung wird dazu führen, dass du für die gleiche Anzahl Tage dann zunächst KEIN ALGI bekommen wirst, dein (ungekürzter) Anspruch wird also erst danach offiziell beginnen und für diese Tage musst du dich auch selbst versichern (oder beim Partner in die Familienversicherung gehen), das würde aber auch entfallen wenn du leider über die Kündigungsfrist hinaus noch krankgeschrieben wärst vom Arzt.

Dann ist das zusätzliches "Urlaubsgeld" für dich und deine Familie, denn für einen Krankengeld-Anspruch hat diese Sonderzahlung KEINE Bedeutung.



So "einfach" geht das also nicht, von der KK müsstest du auch eine Genehmigung für diese Reise einholen aber du kannst natürlich auch "pünktlich" deine AU einfach beenden lassen und meldest dich dann erst ab der Rückkehr wieder offiziell bei der AfA, das wäre KEIN Problem. :icon_evil:

Auf das ALGI würdest du ja verzichten können schreibst du und deine Krankenversicherung musst du dann auch selbst abdecken, die Urlaubsabgeltung interessiert die AfA dann aber nicht mehr und ab Tag X nach dem Urlaub stellst du dann den Antrag auf ALGI ...

So muss dein Urlaub nicht verfallen und du kannst ihn mit deiner Familie in Ruhe genießen, ohne irgendwen um Erlaubnis bitten zu müssen ...



Das wäre so mein erster Gedanke dazu, mit möglichst wenig finanziellen Verlusten und Belastungen ...

MfG Doppeloma
Liebe Doppeloma, vielen Dank für deine ausführliche Beantwortung meiner Fragen.

Ich bin zur Zeit nicht AU, arbeite noch bis zum 31.1.19 und bin beim Arbeitsamt ab 1.2.19 als arbeitssuchend gemeldet.
Habe es denen am Tag der Kündigung telefonisch über die Hotline mitgeteilt und soll nächste Woche zu einem Info Termin vorbeikommen.
Ich bin sehr unbedarft, was Paragraphen und Vorschriften angeht. Wie gesagt, das erste Mal arbeitslos und habe nicht damit gerechnet.

Ich dachte, ich nehme die 21 Tage Urlaub vom Arbeitsamt und für die restlichen Tage ( Der Urlaub ist ja länger als 3 Wochen ), bekomme ich dann halt kein Geld.
Das es mit der Krankenkasse auch noch abgesprochen werden muss, hat mir vom Arbeitsamt auch bislang keiner gesagt.

Und wenn man diese Dinge googelt, bekommt man keine richtigen Erklärungen, nur dass einem 21 Tage Urlaub zustehen.
Ich denke auch, dass die Theater machen, weil ich direkt im März lange in Urlaub gehe.

Ein schönes Wochenende und ich bin für jeden Tip, wenn es etwas zu beachten gibt, dankbar.
 

Schwabe123

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
5 Januar 2019
Beiträge
5
Bewertungen
0
Hallo Schwabe123,

das Schlimmste, was dir in Bezug auf deinen Urlaub passieren kann, ist, dass die AfA diesen nicht genehmigt.
Dann könntest du eben ohne Leistungsbezug für den Zeitraum verreisen.

Sinnvoll wäre, eine Buchungsbestätigung vorzulegen aus der hervorgeht, dass du die Reise bereits vor Kenntnis der Kündigung gebucht hast.
Bei uns würde in diesem Fall die Reise genehmigt, die Fortzahlung der Leistung ist aber nur für 21 Tage möglich. Du müsstest unterschreiben, dass du dir darüber im Klaren bist und trotzdem für den vollen Zeitraum wegfahren wirst.
Wenn du wieder zurück bist, musst du dich sofort wieder persönlich bei der AfA melden, damit ab diesem Tag dann die Leistungen weitergezahlt werden.

Viele Grüße
Agent
Danke Agent, für die freundliche Antwort, ich soll nächste Woche einen Vorbesprechungstermin bei der Sachbearbeiterin des AfA bekommen, die Dame hat sich aber noch nicht gemeldet. Ich werde das Thema Urlaub dann direkt ansprechen.
Wenn ich Doppeloma richtig verstanden habe müsste ich mich aber in der Zeit für die mir kein Geld vom AfA bezahlt wird ( Urlaub über 21 Tage ), selbst bei der Krankenkasse versichern.
Was für ein Durcheinander.
Ich habe keine Ahnung von den Paragraphen, Vorschriften etc. Dachte nicht, dass ich vor meiner Rente noch arbeitslos werde:cry:.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
26.166
Bewertungen
28.601
Ich bin zur Zeit nicht AU, arbeite noch bis zum 31.1.19 und bin beim Arbeitsamt ab 1.2.19 als arbeitssuchend gemeldet.
Habe es denen am Tag der Kündigung telefonisch über die Hotline mitgeteilt und soll nächste Woche zu einem Info Termin vorbeikommen.

Falsch. Du hastDich telefonisch arbeitssuchend ggemeldet. Arbeitslos melden kann man sich nur persönlich. Das kannst Du dann nächste Woche gleich mit erledigen. Lass Dir einen Papierantrag für ALG I aushändigen und achte darauf, dass das Datum Deiner Arbeitslosmeldung darauf vermerkt wird.
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.183
Hallo Schwabe123,

Das mit der Genehmigung der KK ist ein Missverständnis, das gilt nur für den Fall dass du AU geschrieben sein solltest und Krankengeld beziehst, das ist ja nicht so wie du nun beantwortet hast.

Wenn ich Doppeloma richtig verstanden habe müsste ich mich aber in der Zeit für die mir kein Geld vom AfA bezahlt wird ( Urlaub über 21 Tage ), selbst bei der Krankenkasse versichern.

Das ist leider richtig, in dieser Zeit bist du faktisch aus dem Leistungsbezug bei der AfA "abgemeldet" also zahlen die auch keine Krankenversicherung für dich.
Wenn du deinen Resturlaub nicht mehr nimmst VOR dem Ende deiner Kündigungsfrist (darauf hast du eigentlich einen Rechts-Anspruch) und dir dann die Urlaubsabgeltung gezahlt wird (im Februar, vorher geht das ja schon rechtlich nicht), dann bekommst du für diese Tage von der AfA auch kein Geld und musst dich selbst versichern ...

Danach käme ja dann (fast) direkt dein Urlaubswunsch zum Tragen, es wird dir wohl nichts Anderes übrig bleiben als das direkt mit der SB gleich zu besprechen, nimm was mit wo der Zeitpunkt der Buchung draus hervorgeht.
Vielleicht hast du ja Glück und triffst auf Verständnis, soll es ja manchmal auch noch geben, eine Weiterzahlung des ALGI kann man dir aber NICHT zusagen (über die 21 Kalendertage hinaus) weil das gesetzlich einfach nicht zulässig ist ....

Wie ist denn deine Frau krankenversichert, wenn ihr BEIDE (als Voll-Mitglieder) gesetzlich pflichtversichert seid, dann kannst du für die erforderlichen Zeiten bei ihr "familienversichert" werden ... :icon_kinn:

Ansonsten bleibt nur übrig den Leistungsbeginn (Antrag auf ALGI) komplett auf den Tag NACH der Urlaubsreise zu verschieben (Dispositionsrecht Nach § 137 SGB III) und diese Zeit dann komplett selbst zu finanzieren, die Urlaubsabgeltung ist dann nicht mehr wichtig (für die AfA) wenn das Geld bis dahin bereits ausgezahlt wurde.

(2) Bis zur Entscheidung über den Anspruch kann die antragstellende Person bestimmen, dass der Anspruch nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt entstehen soll.

Quelle

§ 137 SGB III Anspruchsvoraussetzungen bei Arbeitslosigkeit Sozialgesetzbuch (SGB) Drittes Buch (III)

Bei Möglichkeit kannst du die Familienversicherung über diese gesamte Zeit in Anspruch nehmen, ist denn deine Frau auch berufstätig und selbst krankenversichert (bei der gesetzlichen KK) ???
Sollte sie bei dir familienversichert sein geht das natürlich auch nicht ... dafür musst du ja selbst versichert sein als Voll-Mitglied bei deiner KK.

Diese Variante (nach § 137 SGB III) kannst du natürlich offiziell einfordern, wenn man dir mit OAW für die Urlaubsreise gar nicht entgegen kommen will bei der AfA ... das ist deine freie Entscheidung, allerdings unter Verzicht auf Zahlung von ALGI und Krankenversicherung für diesen Zeitraum (also von 01.02. bis zur Rückkehr von der Reise ...).

Lass dir Absprachen dazu bitte unbedingt schriftlich geben in dem Beratungsgespräch, damit später Keiner behaupten kann es wäre ganz anders besprochen worden, gut wäre es wenn du eine Begleitung (als Beistand nach § 13 SGB X) mitnehmen könntest, du weißt ja ... 4 Ohren hören mehr als Zwei ...
Danach wäre dann ganz normal der Antrag auf ALGI bei der AfA zu stellen.

MfG Doppeloma
 

Schwabe123

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
5 Januar 2019
Beiträge
5
Bewertungen
0
Liebe Doppeloma, vielen Dank für deine ausführliche Beantwortung meiner Fragen.

Ich bin zur Zeit nicht AU, arbeite noch bis zum 31.1.19 und bin beim Arbeitsamt ab 1.2.19 als arbeitssuchend gemeldet.
Habe es denen am Tag der Kündigung telefonisch über die Hotline mitgeteilt und soll nächste Woche zu einem Info Termin vorbeikommen.
Ich bin sehr unbedarft, was Paragraphen und Vorschriften angeht. Wie gesagt, das erste Mal arbeitslos und habe nicht damit gerechnet.

Ich dachte, ich nehme die 21 Tage Urlaub vom Arbeitsamt und für die restlichen Tage ( Der Urlaub ist ja länger als 3 Wochen ), bekomme ich dann halt kein Geld.
Das es mit der Krankenkasse auch noch abgesprochen werden muss, hat mir vom Arbeitsamt auch bislang keiner gesagt.

Und wenn man diese Dinge googelt, bekommt man keine richtigen Erklärungen, nur dass einem 21 Tage Urlaub zustehen.
Ich denke auch, dass die Theater machen, weil ich direkt im März lange in Urlaub gehe.

Ein schönes Wochenende und ich bin für jeden Tip, wenn es etwas zu beachten gibt, dankbar.
Hallo Doppeloma,
mein Termin bei der BfA wurde kurzfristig abgesagt. Neuer Termin erst Ende Januar.
Ich habe noch folgende Frage und hoffe, dass du sie beantworten kannst.
Ich arbeite zur Zeit weniger als halbtags und möchte mich auch beim Amt nur für einen Halbtagsjob bewerben. Bekomme ich dann auch nur das halbe ALG1 Geld.
Das Amt müsste für 2 Jahre bezahlen. Ich könnte ja auch sagen, dass ich eine Vollzeitstelle suche, was sich aber eher unwahrscheinlich anhören würde.

Vielen Dank im vorraus
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
26.166
Bewertungen
28.601
Wenn du jetz schon weniger Stunden arbeitest, bekommst du sowieso schon ALG I auf Basis dieser Stundenzahl. Da wird also nicht nochmal gekürzt.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten