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Rentnerin hat in Neuer Wohnung keine Küche....

Casi70

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#1
Hallo zusammen,
habe eine Frage und zwar muß meine Mutter umziehen (Grundsicherungsrente) von Baden Württemberg nach NRW weil Sie hier keine passende Wohnung gefunden hat!
Eine Wohnung haben wir gefunden nur ist in der Neuen keine Küche drine und in Ihrer jetzigen Wohnung eine Einbauküche die dem Vermieter gehört.
Nun meine Frage, kann Sie einen Antrag auf Erstausstattung für eine Küche stellen und wenn ja wie sollte man diese am besten schreiben?!

Vielen Dank im voraus....
 

Kikaka

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#2
- Kostenübernahme bei der Erstausstattung.
Hier werden alle diejenigen Anschaffungskosten übernommen, für Gegenstände die man noch nicht besessen hat. Für hiesigen Fall bedeutet das erst einmal, da die Küche in der vorherigen Wohnung Eigentum des Vermieters war :

Die Kostenübernahme durch den Leistungsträger

Der Anspruch auf Erstausstattung ergibt sich im Übrigen aus § 23 Abs. 3 Nr. 1 SGB II und ist als Zuschuss und nicht als Darlehen zu übernehmen.

Formloser Antrag :

ARGE xxxx Ort, den
xxxxxxxxxx

Antrag auf Wohnungserstausstattung

Hiermit beantrage ich, xxxxxxxxxx, Kdnr. xxxxxxxxxxx / BGnr. xxxxxxxxx,
eine Erstausstattung für meine neue Wohnung, mit ca. xx m², im xxxxxxxxx , xxxxx Ort.
Ich beziehe die Wohnung ab ...

Ich benötige folgende Dinge :
Da die Kücheneinrichtung Eigentum des Vorvermieters war,benötige Ich eine Kücheneinrichtung.
Mit freundlichen Grüßen...

P.S. . Bestätigung des Vorvermieters ,das die Küche sein Eigentum ist, ist hilfreich
 

Casi70

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#3
Vielen Dank erstmal,
aber diesen Antrag muß Sie bei dem Neuen Sozialamt (Mönchengladbach) stellen oder noch beim alte?!
 

Fairina

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#5
Eine andere Frage: Wieso zieht man von BW nach NRW im Alter. Weg von den Kindern die in BW wohnen?
 

Casi70

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#6
Sie mußte leider umziehen weil wir hier rein gar nichts gefunden haben was eine angemessene Miete für Sie gewessen wäre(laut Sozialamt)....
Eine Frechheit ist eh einen ältern Menschen so zu behandeln in meinen Augen!
Alleine bin nur Ich meine Schwester wohnt dort...
 
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#7
Wenn keine geeignete andere Wohnung gefunden werden kann, dann muß das SozA die bisherige Wohnung komplett weiterbezahlen. Wichtig ist nur, dass man die Suche nachweist. Eine Suche außerhalb der eigenen Stadt ist nicht zumutbar. Geht nach dem selben Schema wie beim JC/Arge.

Liegen Erkrankungen vor, die sich verschlimmern könnten, wenn ein Zwangsumzug stattfindet, z.B. Depressionen, Angst- und Panikstörungen etc. dann ist ein Umzug nicht zumutbar und darf demnach nicht verlangt werden.

Aus dem sozialen Umfeld gerissen zu werden kann bei alten Menschen gefährlich sein. Auch hier ist u.U. ein Umzug unzumutbar.

Hier sollte also unbedingt genau geprüft werden, ob ein Umzug überhaupt stattfinden muß.

Wurde eine Umzugstauglichkeitsuntersuchung vorgenommen? Das SozA ist grundsätzlich VOR der Aufforderung zur Senkung der KdU verpflichtet die Besonderheiten des Einzelfalls zu prüfen.

Nicht einfach alles glauben was einem das SozA erzählt. Die sind da genauso kreativ wie die JCs.

Grundsatzurteil des BSG vorhanden, aber wenig bekannt:
19.02.2009, B 4 AS 30/08 R

Kein Zwangsumzug, wenn sich psychische Erkrankung sonst verschlimmert

Nicht irritieren lassen, gilt auch für andere Krankheiten bei denen entsprechende Problematiken auftreten könnten.
 

Casi70

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#8
Es war(ist) kein Zwangsumzug in dem Sinne also man hat Ihr nicht die Pistole auf die Brust gesetzt.Das SozA hat auch unsere Bemühungen gesehen das wir suchen und uns nicht unter Druck gestellt nur für meine Mutter alleine diese Vorstellung indirekt raus zu müßen hat ausgereicht diesen Schritt zu gehen!
Eine Umzugstauglichkeitsuntersuchung hat man Ihr aber nie nahegelegt dies in Anspruch zunehmen!
Und woher sollten wir so etwas wissen wenn nicht durch die Ämter oder Sozialeinrichtungen....
Leicht fällt Ihr das Absolut nicht hier wegzuziehen das weiß ich, aber Sie hofft dadurch endlich etwas zu Ruhe zukommen...
 
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#9
Gehe davon aus, dass mit großer Wahrscheinlichkeit ein Umzug verhindert werden kann, wenn sie in der bisherigen Wohnung bleiben will.

Das Gesetz ist hier sehr klar: Ein Umzug muß zumutbar sein.

Wird man vom Amt nicht korrekt beraten, so besteht für die dadurch erlittenen Nachteile unabhängig der normalen Begrenzung von einem Jahr auf Überprüfungsanträge u.U. eine Pflicht auf Schadenswiedergutmachtung nach dem sozialrechtlichen Herstellungsanspruch.

Ein Umzug ohne Aufforderung durch das SozA ist mit Vorsicht zu genießen. Denn hier müssen keinerlei Kosten übernommen werden, wenn das Amt nicht gerade gut gelaunt ist. (Betrifft Kosten der Suche, der Besichtigung, der Auszugsrenovierung, der Einzugsrenovierung, des Umzugs usw.)

Wenn das Amt hingegeben selbst auffordert, dann sind selbst die Kosten der Wohnungssuche zu ersetzen. Man sollte sich also nicht selbst unter Druck setzen.
 

Casi70

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#10
So gesehen leider schon zu spät.Sie zieht am 28.04 um!
Hätte ich dies alles vorher erfahren,wären einige Dinge Ihr erspart geblieben.
Ihre Gesundheit ist trotzalledem Angeschlagen wegen dem ganzen Drumherum.Ich mache mir nachwievor Sorgen.
Was wäre eigentlich der Fall wenn Sie jetzt gar nicht aus dem Gesundheitlichen Aspekt umziehen könnte, sprich jetzt in die Klinik müßte(was ich natürlich nicht hoffe) aber nur mal angenommen.
Neue Wohnung ist alles abgeklärt,alte Wohnung steht Quasi ein Monat leer weil ja das sozi eine Monatsmiete übernimmt in diesem Fall!
Aber was wäre dann?!?!
 
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#11
Nicht unbedingt zu spät.

Hängt vom bisherigen Vermieter ab. Würde dieser den Mietvertrag weiterlaufen lassen? Wenn ja, dann wäre hier der Umzug zu stoppen.

Ein Umzug ist erst dann nicht mehr zu korrigieren, wenn er passiert ist.

Man könnte also jetzt mit dem alten Vermieter sprechen und wenn dieser bereit wäre den Vertrag weiterlaufen zu lassen und auch die Ärzte das Risiko von gesundheitlichen Verschlechterungen durch den Umzug bescheinigen, wäre noch alles an dieser Stelle zu beenden. Besonders da ja bereits die bisherigen Belastungen wohl schon deutliche Spuren hinterlassen haben.

Problem könnte der neue Vermieter machen. Auch hier sollte man umgehend nachfragen.

Also schnell aktiv werden!
 

Casi70

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#12
Sie muß am Mittwoch zum Arzt dann sehen wir wie er die Sache beurteilt.
Ich bedanke mich nochmals bei allen die mir diese Info´s gegeben haben und werde mich nochmals melden wie die Sache nun ausgegangen ist.
 
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#13
Den Arzt aber unbedingt darauf aufmerksam machen, dass es Möglichkeiten gibt den Umzug zu verhindern, wenn er ihr gesundheitlich schadet oder schaden könnte, die Zeit aber knapp ist.
 

Casi70

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#14
Die Zeit ist verdammt knapp.
Aber ich bin auch ziemlich am Ende was das angeht, dort meine Mutter die auf Biegen und brechen raus will, auf der anderen Seite Ihre Gesundheit die darunter leidet.
Dazu kommen noch die unzähligen Unfähige Mitarbeiter vom Sozi die sich noch nicht mal sicher waren zwecks der Umzugs LKW (7,5t) etc....
Mir alleine geht es nur um die Gesundheit meiner Mutter der Rest ist mir egal aber mach das mal den Pappnase dort klar...Da schaut keiner über den Tellerrand hinaus.....
 
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#15
Die Erfahrung mache ich hier auch schon seit Jahren. Wie die sich im Moment krümmen, um mir bei meiner Schulterverletzung auf gar keinen Fall auch nur für ein paar Wochen eine Haushaltshilfe zu genehmigen. Mal gucken was das Gericht meint. Hatte die EA gleich zwei Stunden nach dem Antrag eingereicht. Tippen ersetze ich im Moment durch Spracherkennung. Geht doch ganz gut nachdem ich das Programm schon länger immer wieder trainiert hatte.

Ich drücke Dir die Daumen. Ich sehe das auch so, die Gesundheit geht vor. Alles andere kommt erst lange danach.

Warum will sie denn unbedingt raus? Nur weil die Wohnung zu teuer ist oder auch aus sonstigen Gründen?
 

Casi70

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#16
Nicht nur wegen der Miete.So ziemlich wegen dem ganzen Umfeld und was man Ihr alles abverlangt...Wo Sie vor 12 Jahren hier her gezogen war war soweit noch alles klar...Aber nach und nach ging halt alles dem Bach runter...Fast alle 3 Monate eine Neue SB...Dann jedes mal diesen Bittstellergang...Muß dazu sagen meine Mutter ist 72 Jahre alt...Und Sie ist ein Mensch der mehr als 100% ist was das schriftliche ausmacht...Sie hatte davor in Stuttgart gelebt und nie solche Probleme gehabt....
 
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