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Rentenversicherung lehnt Umschulung ab

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Tininiss

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hallo an alle User hier im Forum, ich habe mich heute bei euch neu eingeloggt in der hoffnung auf tipps oder antworten auf meine fragen.

ich fange mal an - vorsicht, es ist lang :icon_smile:

ich bin 38 jahre alt und seit der schwangerschaft und geburt meines (behinderten) sohnes (1991 geb.) krank. während der schwangerschaft entwickelte ich enorme ängste, bekam panikattacken und wurde chronisch müde. kein arzt konnte mir damals helfen.

ich mußte meine festanstellung nach dem erziehungsurlaub aufgeben weil ich lärm, licht, viele menschen usw. nicht mehr ertragen konnte. leider. meine tätigkeit war kommissioniererin in einer fabrik, aber die arbeit hat mir bis dato spass gemacht.

von dieser zeit an ging mein beruflicher werdegang bergab. von 1993 - 1995 absolvierte ich eine umschulung vom AA zur industriekauffrau, die ich in der mündlichen prüfung abgebrochen habe. ich bekam heftige attacken und rannte auf die toilette. das war`s dann.

ich schleppte mich die weiteren jahre von hilfsjob in der reinigungsbranche zu hilfsjob.

nach einer odysee an arztbesuchen fand ich im internet endlich einige antworten auf meine krankheiten und verordnete mir selbst ein antidepressivum, welches eine junge psychtherapeuten mir verschrieb (oh wunder). seit dieser zeit - etwa 2 jahre, kann ich meinen alltag wieder meistern.

in der zwischenzeit wurde eine hashimoto-theroiditis (schilddrüsenerkrankung), ein hypophysenadenom (gutartiger tumor der hirnanhangdrüse), eine polymorphose lichtdermatose (licht-u. sonnenallergie), asthma bronchiale, muskelathrophie, eine fußheberschwäche und paranoide schizrophrenie (räusper) festgestellt.

dieses alles habe ich schriftlich sowie einige gutachten.

seit einigen jahren befasse ich mich mit grafik-und webdesign. das macht mir irre viel spass. ich habe mit einem reha-berater vom AA gesprochen und er sagte das ich erst eine Reha machen muss. gesagt getan.

nach dieser Reha bekam ich die auskunft, das dass AA nicht für mich zuständig ist, sondern die deutsche rentenversicherung. diese forderte sämtliche unterlagen an (ab 1993) und kam zu dem entschluß, das ich keine umschulung bekomme.

begründung war, ich würde "nur" unter einem wirbelsäulensyndrom, einer fußheberschwäche und asthma bronchiale leiden.

ich habe dann den widerspruch eingelegt (leider 8 tage nach der gesetzten frist) und auch dieser wurde abgelehnt.

meine frage ist nun, wie kann ich weiter verfahren. soll ich eine klage einreichen ?

seit einem monat bin ich nun hartz 4 empfänger, soll ich mit der ARGE wegen einer umschulung sprechen ? was kann ich noch tun ?

vielen dank im voraus
Tininiss
 
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ExitUser

Gast
Hi Tininiss und herzlich willkommen,

an Deiner Stelle würde ich mich umgehend bei einem Sozialverband (z.B. VDK oder SoVD) ummfassend und kompetent in Deiner Situation beraten lassen. Die haben sehr gute Leute, kennen sich in dieser Materie aus und können Dich im übrigen auch rechtlich vertreten.

Wenn Du dort einen Termin hast: Alle Unterlagen die wichtig sind gleich mitnehmen.

Mehr Ratschlag habe ich momentan leider nicht, da ich mich mit Umschulungen nicht auskenne.

Wünsche Dir alles Gute.
 

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Tininiss

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Hallo Muci,

vieeeelen dank für deinen tipp !

grüße

tininiss
 

münchnerkindl

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seit einigen jahren befasse ich mich mit grafik-und webdesign. das macht mir irre viel spass. ich habe mit einem reha-berater vom AA gesprochen und er sagte das ich erst eine Reha machen muss. gesagt getan.
Den Bereich kannst du komplett knicken. Es gibt massig Leute die da Qualifikationen haben und keinen Job...

Sorry, zu sowas brotlosem umzuschulen wäre einfach sinnlos, weil es dir auch keine bezahlte Arbeit bringen wird.
 

Tininiss

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Hallo münchnerkindl,

ja, im prinzip ist das richtig. ich komme aus NRW - hier werden vom AA die umschulung auf mediengestalter/in nicht mal angeboten. ich würde dafür aber auch gerne umziehen, z.B. nach berlin oder in den süden von d-land.

bei uns sind diese stellen zu besetzen, voraussetzung - zig jahre erfahrung in diesem beruf.

von london weiß ich, das sie mich dort auch ohne nachweisbare qualifikation einstellen würden. (meine schwester lebt dort und schüttelt nur mit dem kopf das ich mich hier abracker).

uuund ... es kommt auch darauf an wie gut man ist :icon_wink:

grüsse
tininiss
 

dragonflyer

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Ok, grundsätzlich ist ein Widerspruch nach Ablauf der Widerspruchsfrist sinnlos...
Da gäbe es zum einen die Möglichkeit, diesen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben einfach neu zu stellen ;)
Auch wenn die Rentenkasse das für sinnlos halten dürfte, einen Antrag müssen die bescheiden und gegen den kann man dann Widerspruch einlegen(aber diesmal bitte fristgerecht!).
Bei einem neuen Antrag weise aber explizit darauf hin, dass der Gutachter Deine anderen Erkrankung scheinbar übersehen hat ;)
Also zumindest bei Hashimoto weiß ich, dass es einschränkende Folgen haben kann.

Die andere Möglichkeit wäre ein Überprüfungsantrag gemäß §44 SGB X. Darüber weiter zu machen dürfte allerdings schwieriger sein.

Viel Glück!
 

Tininiss

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hallo Dragonflyer,

stimmt, das mit der fristgerechten abgabe des widerspruchs habe ich verschlunzt, aber das haben sie nicht als haupt-ablehnungsgrund genannt, sondern wie oben geannt die anderen gründe.

ich habe nun einen termin bei der VDK abteilung rechtsberatung. mal abwarten was der anwalt zu meinem fall meint. trotzdem vielen dank für deine antwort !

grüsse
tininiss
 
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