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Rentenverlängerung - Reha nur in speziellen Einrichtungen möglich?

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sgrund

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Hallo allerseits,

bin hier neu im Forum und habe gleich mal eine hoffentlich nicht zu schwierige Frage:
Ich bin seit drei Jahren EU-Rentner, zur Zeit läuft ein Verlängerungsantrag, ich war beim Gutachter und soll jetzt eine vierwöchige Reha machen.
Ich habe im Antrag eine Wunschklinik benannt, in der ich schon vor drei Jahren war. Man hat mir im Bescheid eine andere Einrichtung angeboten ohne zu nennen warum ich nicht in dieselbe Klinik kann wie vor drei Jahren schon einmal. Ich rief daraufhin bei der Sachbearbeiterin an und die sagte mir nicht alle Einrichtungen wären in der Lage zu prüfen ob man weiterhin Anspruch auf Rente hat oder nicht, dies könnten nur bestimmte Einrichtungen, meine gewünschte wohl nicht. Komisch, vor drei Jahren wurde aber die von mir gewünschte Klinik genehmigt.
Auch mein langjähriger Therapeut hat meinen Wunsch schriftlich unterstützt in das mir vertrautes Umfeld wieder gehen zu können.
Mir kommt die Begründung etwas fadenscheinig vor und möchte nun wissen ob das so stimmen kann.
Ich möchte auf jeden Fall jetzt Widerspruch einlegen und vielleicht hat jemand dazu Tipps was machen dabei beachten sollte.
Auch möchte ich gerne wissen was man noch tun kann falls der Widerspruch abgelehnt werden sollte. Ist dann gleich der Anwalt dran oder gibt es Alternativen, und welche Auswirkunen hätte das auf die Fortsetzung der Rentenzahlung? :confused:

Soweit mal, hoffe ich kann hier nützliche Tipps bekommen.:icon_smile:
 
E

ExitUser

Gast
Hi sgrund,

ich würde mir da vorab nicht zuviel Gedanken machen. Vielleicht war da ja eine Sachbearbeiterin am Telefon die nicht so wirklich Bescheid gewusst hat.

An Deiner Stelle würde ich mich auf "Gesagtes" nie verlassen.
Ich rief daraufhin bei der Sachbearbeiterin an und die sagte mir nicht alle Einrichtungen wären in der Lage zu prüfen ob man weiterhin Anspruch auf Rente hat oder nicht, dies könnten nur bestimmte Einrichtungen, meine gewünschte wohl nicht.
Hat denn die Sachbearbeiterin nachgesehen, ob Deine Wunsch-Reha-Klinik nicht "dazugehört"?

Ich würde per Fax (wegen Sendebestätigung bzw. Empfangsbescheinigung) die Situation erklären, Widerspruch einlegen - so wie Du es grade hier gemacht hast - und darum bitten, daß Dir die Rehaklinik, wo Du schon mehrmals warst, genehmigt wird.

Evtl. kann ja Dein Arzt/und oder Facharzt nochmal ein paar Zeilen schreiben und dieses Schriftstück würde ich an Deiner Stelle mitfaxen oder Du nimmst Bezug auf das Schreiben von Deinem Arzt und schickst es nochmal mit Deinem Fax hin.

Alles Gute für Dich!
 

sgrund

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Hallo Muci,
erst mal danke für deine schnelle Antwort.
Zur Klarstellung, die Sachbearbeiterin in der Abteilung die die Bescheide raus schickt und mit der ich gesprochen habe sitzt in Berlin, die für mich zuständige Rentenabteilung mit Entscheidungskompetenz in Stralsund.
Die Dame hat in der Akte nachgeschaut und mir anhand von schriftlichen Notizen die sie fand die erwähnte Auskunft erteilt.
Die entscheidende Frage für mich ist ja ob es bei Rehas, wo es um die Weiterbewilligung von Rentenzahlungen geht, spezielle Prüfkriterien gibt die nur speziell geschulte Einrichtungen durchführen können.
Für mich hört sich das nicht plausibel an und ich fühle mich etwas vera...!
Bei mir geht es auch um die Entscheidung weiter Rente oder Hartz IV, also die Reha hat schon eine gewisse existenzielle Bedeutung für mich.
 
E

ExitUser

Gast
Ich kann Dir wirklich empfehlen, IMMER alles schriftlich (per Fax vorab wegen Sendebestätigung und dann auf dem Postweg) zu machen. Telefonieren ist für die "Katz".

"Gesagtes" zählt nicht, besonders nicht bei Behörden (aller Art!).

Schon klar, daß es bei Dir um "Existenzielles" geht.

Alles Gute!

PS: Das was Du gerade durchmachst blüht mir nächstes Jahr :cool:
 

sgrund

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Weis denn jemand welche Möglichkeiten es gibt falls der Widerspruch abgelehnt werden sollte, sich zu wehren?
 
E

ExitUser

Gast
Guten morgen :icon_smile:

Weis denn jemand welche Möglichkeiten es gibt falls der Widerspruch abgelehnt werden sollte, sich zu wehren?
Nach Widerspruch kommt in der Regel eine Klage.

An Deiner Stelle würde ich diesbezüglich beim Sozialverband (VDK oder SoVD) nachfragen, mich beraten und mich evtl. von denen auch rechtlich vertreten lassen.

Die sind auf dem Gebiet kompetent und kennen sich aus. Und: Sie haben sehr gute Juristen.

LG
 

Esox

Neu hier...
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Moin Moin,

sei ersteinmal recht herzlich Willkommen in unserer Runde.....

Es ist aber auch nicht gesagt das Deine "alte" Rehaeinrichtung, wo Du gerne hin möchtest, Deine EU-Rente verlängern kann.
Heutzutage ist es schon ungemein schwer überhaupt EU-Rentner zu werden, dazu braucht es Befunde die dieses bescheinigt, und die hast Du ja.
Hat sich Deine gesundheitliche Situation nicht gebessert oder liegen sogar mitlerweile weitere Befunde vor die Deine EU-Rente festigen, ist doch alles im grünen Bereich.
Es kann doch nicht sein das eine Rehaeinrichtung so und die andere wieder so entscheidet.....!
Ich würde mir Rat beim VdK holen, eine Rechtsauskunft ist kostenfrei!
 

sgrund

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Ich bin Mitglied bei Verdi.
Die beraten auch in Rentensachen aber ich weis nicht ob nur als Nebenkriegssschauplatz.
Hälst du den VdK für kompetenter? Die Frage ist nur wie schnell bekommt man da einen Termin und was kostet die Mitgliedschaft im Jahr? So viel Geld habe ich nicht. Kann der VdK mir auch im Fall einer Klage einen Rechtsbeistand zur Seite stellen und die Klage für mich einreichen?
Muß man im Fall eines abgelehnten Widerspruchs und eingereichter Klage mit dem Verlust der Rentenfortzahlung rechnen oder läuft die bis zu einer Entscheidung weiter?
 
E

ExitUser

Gast
Ich bin Mitglied bei Verdi.
Die beraten auch in Rentensachen aber ich weis nicht ob nur als Nebenkriegssschauplatz.
Hälst du den VdK für kompetenter? Die Frage ist nur wie schnell bekommt man da einen Termin und was kostet die Mitgliedschaft im Jahr? So viel Geld habe ich nicht. Kann der VdK mir auch im Fall einer Klage einen Rechtsbeistand zur Seite stellen und die Klage für mich einreichen?
Muß man im Fall eines abgelehnten Widerspruchs und eingereichter Klage mit dem Verlust der Rentenfortzahlung rechnen oder läuft die bis zu einer Entscheidung weiter?
Nein, bzw. weiß ich nicht. (Ich war/bin beim VDK und ich bin sehr zufrieden. Habe aber auch schon anderes gelesen. Verdi kenne ich nicht, aber warum sollen die anders arbeiten als der VDK. Sind ja auch an der "Front".) :icon_smile:

Melde Dich bei Verdi, mach Termin und lasse Dich beraten. Die vertreten Dich auch in Rechtssachen.

LG
 

Muzel

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Musterbrief:
An die Deutsche Rentenversicherung bzw. Ihre Krankenkasse (Anschrift der für Sie zuständigen Verwaltung)
Musterstadt, den .....
Aktenzeichen ..../Ihr Schreiben vom ........

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bestätige den Eingang Ihres Schreibens vom ... und lege hiermit schriftlich Widerspruch ein. Ich möchte entsprechend meiner Indikation meine Rehabilitationsmaßnahme auf Grund meines Patientenwunsch- und Wahlrechts nach SGB V § 1 (2), SGB IX § 9 (1), SGB 1 § 33 (1), GG Art. 2 (2) in der Waldeck Klinik Bad Dürrheim durchführen.

Nach dem im §9 Neuntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX) Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen festgelegten Grundsatz, haben Rehabilitationsträger bei der Entscheidung über Leistungen den berechtitgen Wünschen der Leistungsberechtigten zu entsprechen (Wunsch- und Wahlrecht der Leistungsberechtigten).

Die Krankenkassen treffen nach den medizinischen Erfordernissen des Einzelfalls die Entscheidung, in welcher Rehabiliationseinrichtung eine stationäre Rehabilitation durchgeführt werden soll, nach pflichtgemäßem Ermessen (§40 Abs.3 Satz 1 SGB V). Bei dieser Entscheidung sind die Wünsche der Versicherten nach bestimmten Einrichtungen zu berücksichtigen.

Stationäre Rehabiliation wird in Einrichtungen nach §111 SGB V erbracht. Nach dem zum 1. April 2007 in Kraft getretenen GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz können Versicherte außerdem zertifizierte Einrichtungen, mit denen kein Vertrag nach §111 SGB V besteht, durch Ausübung des Wahlrechts in Anspruch nehmen (§4 Abs. 2 Satz 2 SGB V).

Ich bitte um die entsprechende Kostenzusage. Sollte dies nicht möglich sein, bitte ich um eine schriftliche Stellungnahme.


Mit freundlichen Grüßen


Reha | Kurklinik | Medical Wellness | Waldeck Schwarzwald Hotel


 

Muzel

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Ich würde diesen Brief als Antrag schreiben. Du hattest ja gesagt, dass man deinen Klinikwunsch nicht schriftlich mit Begründung abgelehnt hat, sondern man hat deinen Wunsch gar nicht beachtet.
Und schön den Antrag, wie Muci schreibt, per Fax mit Sendebestätigung.
Ich war vorige Woche auf der Verbraucherzentrale wegen einer Versicherung, die ich gekündigt habe, aber trotzdem abgebucht hat. Die Verbraucherberatung wollte von mir die Kündigung und das Sendeprotokoll sehen.
 

sgrund

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Erst mal danke für eure Antworten.
Ich werde Widerspruch einlegen möchte aber gerne wissen ob schon jemand Erfahrungen gesammelt hat gegen die Rentenversicherung zu klagen.
Ich denke dabei auch an die Situation falls die Rehaklinik meine Arbeitsfähigkeit attestieren würde ich dagegen vorgehen.
Also hat jemand eine solche Situation schon mal erlebt oder kennt eine von anderen Personen.
Was wäre dabei zu beachten bzw. was muß man wissen?
 

sgrund

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Erst mal danke für eure Antworten.
Ich werde Widerspruch einlegen möchte aber gerne wissen ob schon jemand Erfahrungen gesammelt hat gegen die Rentenversicherung zu klagen.
Ich denke dabei auch an die Situation falls die Rehaklinik meine Arbeitsfähigkeit attestieren würde ich dagegen vorgehen.
Also hat jemand eine solche Situation schon mal erlebt oder kennt eine von anderen Personen.
Was wäre dabei zu beachten bzw. was muß man wissen?
 
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Hi,

Ich kann Dir wirklich nur nochmal Folgendes empfehlen:
An Deiner Stelle würde ich diesbezüglich beim Sozialverband (VDK oder SoVD) nachfragen, mich beraten und mich evtl. von denen auch rechtlich vertreten lassen.

Die sind auf dem Gebiet kompetent und kennen sich aus. Und: Sie haben sehr gute Juristen.
LG
Natürlich laufen Klagen wegen Ablehnung Erwerbsminderungsrente (ob das 1. Mal oder wegen Weiterbewilligung) einfach mal im Forum oder unter Google suchen.

LG
 
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