Rentenerhöhung und Nachzahlung als Einkommen

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cinamon

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Guten Morgen,
ich habe eine Frage.
Ich habe vor einem guten Jahr (2017) eine rückwirkende Rentenerhöhung (volle Erwerbsminderung) erhalten. Über mehrere Jahre und damit eine hohe Nachzahlung.
Und bin dann aus den Ansprüchen für die Grusi herausgefallen. Die Nachzahlung wurde mir vom Amt dann als Einkommen für die nächsten 6 Monate angerechnet. Das habe ich so hingenommen.
An mir vorbeigezogen ist die Neuregelung für die Anrechnung von Rentenbezügen bei EU und Altersrenten in 2018. Damit wäre ich wohl wieder im Anspruch, da nicht mehr alles angerechnet wird. Die Nachzahlung ist nicht aufgebraucht und liegt noch über dem Schonvermögen von 5000,00 Euro.
Ich habe mir da keine grösseren Gedanken drüber gemacht aber.....ist das so korrekt, dass man eine Nachzahlung als Einkommen für 6 Monate anrechnet? Ich finde keine eindeutige Aussage dazu. Vielleicht hat hier jemand von Euch eine Idee dazu....wenn es überhaupt so einfach zu beantworten ist.
Danke
Cinamon
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Cinamon und willkommen,

Das Amt verrechnet die Nachzahlung dazu schau bitte mal in diesen § 82 SGB XII und
seit 01.04.2017 wurde das Schonvermögen erhöht, kannst du bitte hier nachlesen:


Die Nachzahlung ist nicht aufgebraucht und liegt noch über dem Schonvermögen von 5000,00 Euro.

Bleibt die Frage wie hoch ist der jetzige Betrag der über dem Schonvermögen liegt?

Ist der Betrag noch sehr hoch, so das es über die 6 Monate geht, mußt du nach Verbrauch bis zum Schonvermögen, dann wieder einen erneuten Antrag stellen.

.ist das so korrekt, dass man eine Nachzahlung als Einkommen für 6 Monate anrechnet?

Ja kannst du hier nachlesen:

1.1.3 Einmalige Einnahmen

5 Einmalige Einnahmen sind im Zuflussmonat anzurechnen. Sind für den Monat des Zuflusses bereits Leistungen ohne Berücksichtigung der einmaligen Einnahme erbracht worden, werden sie im Folgemonat berücksichtigt. Entfiele der Leistungsanspruch bei der Berücksichtigung der einmaligen Einnahme vollständig, ist die einmalige Einnahme auf einen Zeitraum von 6 Monaten gleichmäßig zu verteilen und mit einem entsprechenden Teilbetrag zu berücksichtigen. In begründeten Einzelfällen ist der Anrechnungszeitraum angemessen zu verkürzen.



Quelle:
 
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cinamon

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Danke für die Antwort Seepferdchen!.
Ok, damit weiss ich schon mal das ich da jetzt nicht viel machen kann
Die 6 Monate sind vorbei und es sind noch ca. 3000 Euro zuviel, also über den 5000,00.
Cinamon
 

Seepferdchen 2010

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Cinamon du mußt nur aufpassen, nach den 6 Monaten ggf. dann einen Antrag bzw. Weiterbewilligung formlos stellen, hast du dazu vom Amt einen Hinweis bekommen, schriftlich?
 

cinamon

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Ok. Ich habe das Schreiben jetzt nochmal unter die Lupe genommen...Da steht nichts davon, dass ich einen neuen Antrag stellen möge nach Ablauf der Zeit. Ich weiss nicht warum ich die 6 Monate gespeichert habe, es sind tatsächlich 12 Monate. Bis Ende September 2018 auf die verteilt wurde. Und sie beziehen sich auf §82 SGB XII in der bis Ende 2017 geltenden Fassung.
Hätte ich nach Ablauf einen Antrag stellen müssen?? Ich dachte wegen Sinnlosigkeit und in Unkenntnis der neuen Freibeträge für die Renten lasse ich das einfach mal.

Ich muss jetzt aus gesundheitlichen Gründen die Stadt wechseln. Und da brauche ich das "überschüssige" Geld sowieso für den Umzug und dann ist es eben weg. Und würde dann eben dort vor Ort nochmal neu beantragen.

Ich bin nicht an das Geld rangegangen, weil ich es mittelfristig für Therapien brauche, die die Kasse nicht mehr übernimmt.
Danke Seepferdchen
 

Seepferdchen 2010

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cinamon

Und da brauche ich das "überschüssige" Geld sowieso für den Umzug und dann ist es eben weg.

Ja das ist doch okay und dann stellst du deinen Antrag in der neuen Stadt.

Nimm dein Geld und wenn es bis zum Betrag von 5000€ aufgebraucht ist.

Vieleicht noch der Hinweis hebe alle Rechnungen auf, falls eine Nachfrage kommt vom Amt.

Viel Glück beim Umzug und der Therapie :icon_daumen:
 
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