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Rentenanwartschaft erhalten

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ikarus

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#1
Hallo,

Muss man bei Abeitslosigkeit ohne Leistungsbezug um Rentenzeiten zu aufrecht zu erhalten trotzdem einen ALG II-Antrag stellen obwohl man wegen einer guten Abfindung kein ALG II erhält oder reicht es sich bei der AA weiterhin Arbeitslos ohne Leistungsbezug zu melden?


Gruß
Ikarus
 

lupe

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#2
Hi,

Rentenzahlungen, wenn auch nur die Minimale Einzahlung bekommst nur, wenn Du auch ALG II beziehst. ALG I bezahlt auch Rentenbeiträge.

ERGO, bei Arbeitslosigkeit ohne Leistungsbezug zahlt da keiner für Dich in die Rentenkasse ein...
 
E

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Gast
#3
Normalerweise wird bei Nichtbeantragung von ALG II automatisch unterstellt, daß dies "mangels Bedürftigkeit" erfolgt ist und deshalb diese Zeiten an die Rentenversicherung zu melden sind. Ich glaube, es gibt auch eine entsprechende Dienstanweisung.

Kläre das doch am besten mal mit deinem Arbeitsamt ab. Wenn die sich unbedingt die Mühe eine Antragsbearbeitung machen wollen, dann stellst du einen Pro-Forma-Antrag und machst gleich deutlich, daß sie dir eine Ablehnung "mangels Bedürftigkeit" schicken sollen.
 

lupe

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#4
Ich denke mal, dass geht igendwie am Thema vorbei. Eine bestehende Rentenantwartschaft (bislang erworbene Rentenpunkte) erlischt ja nicht, wenn da nichts mehr eingezahlt wird.

Im Fall von ikarus kommt da momentan aber leider auch nichts mehr auf sein Rentenkonto. Er bekommt also einen enormen Rentenknick, ebenso als wenn er die minimalistischen Rentenbeiträge z.B. aus ALG II bekäme. Ich sehe das hier jedes Mal, wenn ich Post der Rentenvers. bekomme. Das wird von mal zu mal weniger...Wozu man da eingezahlt hat, frage ich mich schon lange nicht mehr.
 
E

ExitUser

Gast
#5
Hallo,

Muss man bei Abeitslosigkeit ohne Leistungsbezug um Rentenzeiten zu aufrecht zu erhalten trotzdem einen ALG II-Antrag stellen obwohl man wegen einer guten Abfindung kein ALG II erhält oder reicht es sich bei der AA weiterhin Arbeitslos ohne Leistungsbezug zu melden?


Gruß
Ikarus

Hallo und guten Tag,
ich würde mich in, Deinem Fall, mit der Rentenversicherung in Verbindung setzen und mich speziell zu diesem Thema beraten lassen.
Dann dürftest du keinen Schiffbruch erleiden und hast Info aus erster Hand.
 

lupe

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#6
Hallo "Dicker Bär",

Hallo und guten Tag,
ich würde mich in, Deinem Fall, mit der Rentenversicherung in Verbindung setzen und mich speziell zu diesem Thema beraten lassen.
Dann dürftest du keinen Schiffbruch erleiden und hast Info aus erster Hand.
Genauso gut könntest Du die Politiker mal aus erster Hand befragen. Mit dehnen erleidet man auch keinen Schiffbruch. Insbesondere vor den Wahlen...

Das, was ich da schrieb, entspricht auch den Tatsachen :icon_smile:
 

ikarus

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#7
Hallo,
hab da was gefunden!

Auszug aus dem Merkblatt 1 der Arbeitsagentur:

Unter bestimmten Voraussetzungen können auch Zeiten


der Arbeitslosigkeit
ohne Leistungsbezug in der Rentenversicherung

als sogenannte Anrechnungszeiten berücksichtigt
werden. Anrechnungszeiten sollen rentenrechtliche
Nachteile ausgleichen, die dadurch entstanden sind,
dass Versicherte zeitweise an der Beitragszahlung zur
Rentenversicherung gehindert waren. Zeiten der Arbeitslosigkeit
können von Ihrer Agentur


nur dann an die Rentenversicherung

übermittelt werden, wenn Sie auch als Nichtleistungsempfänger
ll


bei Ihrer Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet sind;

ll


Eigenbemühungen entsprechend Abschnitt 2.4 unternehmen;

ll


den Vermittlungsbemühungen Ihrer Agentur für Arbeit

entsprechend Abschnitt 2.5


zur Verfügung stehen;

ll


Ihren Mitwirkungspflichten und Pflichten aus der Eingliederungsvereinbarung

(bzw. einem entsprechenden
Verwaltungsakt) nachkommen (siehe hierzu auch
Abschnitt 16: „Hinweise für Arbeitslose, die keine
Leistungen beziehen“);
ll


Leistungen wegen mangelnder Bedürftigkeit nicht beziehen.

Danach müste m.E. kein ALG II - Antrag gestellt werden.


Was meint Ihr.


Gruß
Ikarus
 

lupe

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#8
Hallo ikarus,

eigentlich kommt mir Dein Fall aus meiner Sicht etwas seltsam vor. Ich denke, wir reden hier aneinander vorbei.

Muss man bei Abeitslosigkeit ohne Leistungsbezug um Rentenzeiten zu aufrecht zu erhalten trotzdem einen ALG II-Antrag stellen obwohl man wegen einer guten Abfindung kein ALG II erhält oder reicht es sich bei der AA weiterhin Arbeitslos ohne Leistungsbezug zu melden?
Mit anderen Worten (wenn ich das von Dir geschriebene richtig interpretiere), Du wärest berechtigt ALG I zu beziehen und nicht ALG II. Wenn Du eine Abfindung erhalten hast, warst Du ja beschäftigt und somit hast ja Beiträge in die Arbeitslosenvers. eingezahlt.

Die Bögen, die man bei ALG I ausfüllt, enthalten eine Passage, wo man angeben muß/kann ob man eine Abfindung erhalten hat. Nur VORSICHT, denn wenn Du die Abfindung als Ausgleich für Deinen Jobverlust erhalten hast, weil Du so od. so gekündigt worden wärest, brauchst Du die dort nicht angeben. Ich habe auch mehre Male Abfindungen erhalten und die dort nie eingetragen. War rechtlich auch so OK.

Heißt also, ALG I müßte Dir, nach meinem Verständnis Arbeitslosengeld, in Deine Krankenkasse, Rente und Pflegevers. einzahlen.

Zu dem Merkblatt, was ich persönlich ziemlich schwammig ausgerückt finde, denn da steht ja nur "kann/können".
Da kannst Dir diverse Merkblätter vom AA (Webseite der Agentur für Arbeit) Downloaden. Ich habe eine umfangreiche Infobröschüre zu ALG II aus der leider zu Deinem Anliegen nichts konkretes drinsteht.
 
E

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#9
Hallo,
hab da was gefunden!

Auszug aus dem Merkblatt 1 der Arbeitsagentur:

Unter bestimmten Voraussetzungen können auch Zeiten


der Arbeitslosigkeit
ohne Leistungsbezug in der Rentenversicherung

als sogenannte Anrechnungszeiten berücksichtigt
werden. Anrechnungszeiten sollen rentenrechtliche
Nachteile ausgleichen, die dadurch entstanden sind,
dass Versicherte zeitweise an der Beitragszahlung zur
Rentenversicherung gehindert waren. Zeiten der Arbeitslosigkeit
können von Ihrer Agentur


nur dann an die Rentenversicherung

übermittelt werden, wenn Sie auch als Nichtleistungsempfänger
ll


bei Ihrer Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet sind;

ll


Eigenbemühungen entsprechend Abschnitt 2.4 unternehmen;

ll


den Vermittlungsbemühungen Ihrer Agentur für Arbeit

entsprechend Abschnitt 2.5


zur Verfügung stehen;

ll


Ihren Mitwirkungspflichten und Pflichten aus der Eingliederungsvereinbarung

(bzw. einem entsprechenden
Verwaltungsakt) nachkommen (siehe hierzu auch
Abschnitt 16: „Hinweise für Arbeitslose, die keine
Leistungen beziehen“);
ll


Leistungen wegen mangelnder Bedürftigkeit nicht beziehen.

Danach müste m.E. kein ALG II - Antrag gestellt werden.


Was meint Ihr.


Gruß
Ikarus

Damit die AA Beiträge spart,versucht sie massiv diese Leute unter Druck zu setzen und heraus zu drängen. Das Ganze machen Sie mit EVG. Selbst erlebt.
Um Anwartschaften zu erhalten hatte meine Frau einen Minijob angenommen und den Arbeitgeber aufgefordert aus diesen Job zu Gunsten ihres Rentenkontos Beiträge abzuführen. Bei 200€ Einkommen sind das dann gerade einmal 9,60€ - 4,8% die direkt abgeführt werden + die Rentenbeiträge die der Arbeitgeber anonym an eine BG abführen würde. Diese beiden Beträge werden deinem Rentenkonto gutgeschrieben. Somit hast du auch keine Unterbrechung deiner Rentenzeit die für eine Gewährung der Erwerbsunfähigskeitsrente wichtig wäre.
Noch einmal mein Vorschlag, lass dich eingehend beraten.
 

lupe

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#10
@ Dicker Bär,

Um Anwartschaften zu erhalten hatte meine Frau einen Minijob angenommen und den Arbeitgeber aufgefordert aus diesen Job zu Gunsten ihres Rentenkontos Beiträge abzuführen.
Rentenantwartschaften bleiben immer erhalten!!! Nichts gegen Deinen Tip, sich mal bei der Rentenkasse zu erkundigen. NUR ich hatte auch schon Zeiten (wenn auch kurze), wo nichts in meine Rente reingezahlt wurde. Und trotzdem ist meine Antwartschaft gesichert.

Mal abgesehen davon, das solch marginale Einzahlungen wie in dem Fall Deiner Frau od. wie z.B. bei mir als Hartz IV Empfänger es eigentlich egal ist, ob da die paar Piselotten eingezahlt werden, od. ob ein Sack Reis in China umfällt.
 

ikarus

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#11
Hallo DickerBear,

danke für deine Antworten. Ja, das mit den Repressalien von der AA hab ich auch gehört!
Das Beispiel von deiner Frau wäre ja mal ein gangbarer Weg.
Wichtig ist nur, falls es keine Arbeit mehr für mich mehr gibt
(wäre dann 58 Jahre und würde mit 63 Jahre in Rente gehen) die Zeit zu überbrücken.
Meine in 41 Jahren (ohne Fehlzeiten in der Rentenversicherung)
erworbenen Ansprüche lasse ich doch so mirnichts-dirnichts verfallen.
Sollte in der Überbrückungszeit (5 Jahre), man hat ja schon seine Wehwehchen etwas passieren, dann ist nichts mit BU oder EU-Rente.
Darum muss ich einen Weg finden diese Anwartschaften zu sichern!

Danke
Ikarus
 

lupe

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#12
@ ikarus,

ich hab echt den Eindruck, Dir haben sie einen vernascht :icon_twisted:
Das Beispiel von deiner Frau wäre ja mal ein gangbarer Weg.
Wichtig ist nur, falls es keine Arbeit mehr für mich mehr gibt
(wäre dann 58 Jahre und würde mit 63 Jahre in Rente gehen) die Zeit zu überbrücken.
Meine in 41 Jahren (ohne Fehlzeiten in der Rentenversicherung)
erworbenen Ansprüche lasse ich doch so mirnichts-dirnichts verfallen
Ne, das Beispiel von Dicker Bär kannst getrost in die Tonne kloppen. Arbeit wirst wohl in deinem Alter auch nicht mehr finden. Ansprüche verlierst Du doch nicht. Du hast Dich nicht mit der Rente befasst und meine Posts nicht gelesen...
Mal abgesehen davon, hast Du doch die Schei...e selber verbockt. Warum hast denn Deine Abfindung angegeben?
 

Rwasser

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#13
Hallo Ikarus,

ich empfehle Dir dringend, Dich mit der Rentenstelle in Verbindung zu setzen, die erklären Dir alles, was Du wissen musst.

Ausserdem solltest Du in diesem Forum den Thread "60 Jahre, 24 Monate Alg1 uns was dann?" lesen, da steht auch was zum Thema drin.

Ich fasse aber das, was ich dazu recherchiert habe mal kurz zusammen. Es ist natürlich in erster Linie auf meine Situation bezogen, aber das Meiste, wenn nicht alles, wird auf Dich auch zutreffen. Ich sage an dieser Stelle aber deutlich, dass einige Dinge vom Geburtsjahr und den bisherigen Beitragsjahren abhängen, weshalb es dann doch etwas anders sein kann als bei mir.

1. Es wird Dir nichts von der Rente weggenommen, wenn Du nicht über die Agentur bei der Rentenstelle gemeldet bist. Es sei denn, Du hast noch nicht genug Jahre beisammen, was aber offenbar nicht der Fall ist. Du wirst demnach das an Rente bekommen, was Du bisher als Anspruch gesammelt hast.

2. Die Rente würde sich nicht erhöhen, wenn Du bei der Agentur gemeldet bleibst, denn sie zahlen ja nichts ein.

3. Du kannst aber, und das ist vielleicht wichtig und sinnvoll, Deinen Anspruch auch Erwerbsminderungsrente behalten, wenn Du bei der Agentur arbeitslos/arbeitssuchen gemeldet bleibst. Also eine Absicherung bei plötzlicher Krankheit oder Unfall, diese Dinge. Bitte bei der RV erkundigen, ob Du noch davon profitieren könnest. Ich glaube (weiss es aber nicht definitiv) der letzte Jahrgang ist 1951.

4. Falls dies bei Dir zutreffen sollte, hast Du eventuell noch eine andere Möglichkeit, diesen Anspruch aufrecht zu erhalten. Du kannst unter gewissen Bedingungen, die Du auch bei der RV nachfragen solltest, selbst den Mindestbeitrag von etwa 80 Euro/Monat zahlen.
Das bringt auch nicht mehr Rente, aber hält diesen Status für die Erwerbsminderungsrente aufrecht.
ACHTUNG: Dieses eigene Zahlung funktioniert nicht in allen Fällen, sonder nur dann, wenn man
- eine bestimmte Anzahl von Jahren zusammen hat. 35?
- ab 1984 (?) ununterbrochen soz.Vers.pfl. beschäftigt war bzw. bei der Agentur/Arge arbeitssuchend gemeldet war.

5. Betrifft Rente mit 63
Die Abschläge bei der Rente mit 63 sind unterschiedlich, je nachdem ob man diese beantragt wegen

a) Arbeitslosigkeit, oder
b) langjähriger Beitragszahlung (ob dies möglich ist, bei der RV nachfragen)

Die Abschläge unter a) sind geringer!!!!!

6. Eine Frage die in diesem Zusammenhang noch zu klären ist, lautet etwas so:

Wenn man sich bei der Agentur nicht weiter arbeitssuchen meldet (Stichworte: nutzlose Schulungen, Ortsabwesenheitsregelung usw.) kann man sich dann ab 12 Monate vor der Rente mit 63 wieder arbeitssuchend melden um dann den geringeren Abschlag zu haben?? Ich weiss es nicht. Es würden natürlich dann wieder die Schikaneregeln gelten.

7. Ach so, nein mit ALG 2 hat das alles nichts zu tun.


Ich hoffe, das hat Dir etwas geholfen.


Der Rüdiger



 

lupe

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#14
Hallo Rüdiger,

3. Du kannst aber, und das ist vielleicht wichtig und sinnvoll, Deinen Anspruch auch Erwerbsminderungsrente behalten, wenn Du bei der Agentur arbeitslos/arbeitssuchen gemeldet bleibst. Also eine Absicherung bei plötzlicher Krankheit oder Unfall, diese Dinge. Bitte bei der RV erkundigen, ob Du noch davon profitieren könnest. Ich glaube (weiss es aber nicht definitiv) der letzte Jahrgang ist 1951.
Soweit ich weiß, ist dafür der Stichtag der 31.12.1960. Ich falle da nämlich genau rein!!! Die Rentenkasse weißt mir z.B. neben meiner Rente auch die Höhe der Erwerbsminderung aus. Das stand damals auch groß in der Presse.

Wegen dem Rentenknick aber nochmal...
Dazu sollte man dann auch den/die Rentenbescheide mal lesen zu den Prognosen. Und die basieren immer auf das letzte Einkommen (Durchschnitt) der letzten 5 Beitragsjahre. Kommt da nichts, od. fast nichts mehr in die eigene Rente rein, sinkt auch die spätere Auszahlung dramatisch ab!!!
 
E

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Gast
#15
3. Du kannst aber, und das ist vielleicht wichtig und sinnvoll, Deinen Anspruch auch Erwerbsminderungsrente behalten, wenn Du bei der Agentur arbeitslos/arbeitssuchen gemeldet bleibst. Also eine Absicherung bei plötzlicher Krankheit oder Unfall, diese Dinge. Bitte bei der RV erkundigen, ob Du noch davon profitieren könnest. Ich glaube (weiss es aber nicht definitiv) der letzte Jahrgang ist 1951.


Bei der Erwerbsminderungsrente hängt das nicht von irgendeinem Jahrgang ab.

4. Falls dies bei Dir zutreffen sollte, hast Du eventuell noch eine andere Möglichkeit, diesen Anspruch aufrecht zu erhalten. Du kannst unter gewissen Bedingungen, die Du auch bei der RV nachfragen solltest, selbst den Mindestbeitrag von etwa 80 Euro/Monat zahlen.
Das bringt auch nicht mehr Rente, aber hält diesen Status für die Erwerbsminderungsrente aufrecht.
ACHTUNG: Dieses eigene Zahlung funktioniert nicht in allen Fällen, sonder nur dann, wenn man
- eine bestimmte Anzahl von Jahren zusammen hat. 35?
- ab 1984 (?) ununterbrochen soz.Vers.pfl. beschäftigt war bzw. bei der Agentur/Arge arbeitssuchend gemeldet war.


Beim Anspruch auf Erwerbsminderungsrente helfen freiwillige Beiträge in der Regel nichts. Ausnahmen wurden ja schon genannt (habe allerdings keine Zeit, genau nachzuschlagen). Es werden ausdrücklich Pflichtbeiträge aufgrund einer Beschäftigung oder selbständigen Tätigkeit gefordert.

Freiwillige Beiträge erhöhen allerdings die spätere Rente. Großartiges sollte man sich aufgrund der Zahlung des Mindestbeitrages aber nicht erhoffen.

5. Betrifft Rente mit 63
Die Abschläge bei der Rente mit 63 sind unterschiedlich, je nachdem ob man diese beantragt wegen

a) Arbeitslosigkeit, oder
b) langjähriger Beitragszahlung (ob dies möglich ist, bei der RV nachfragen)

Die Abschläge unter a) sind geringer!!!!!


Hier kommt die obengenannte Altersgrenze ins Spiel. Für Personen ab Geburtsjahrgang 1952 gibt es keine Rente wegen Arbeitslosigkeit mehr.

 

lupe

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#16
Na ja, dachte ich mir doch, wegen dem 31.12.1960, dass da mal was war (;-)

Heute gibt es nur noch die Rente wegen Erwerbsminderung, wobei die Erwerbsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt entscheidend ist (unabhängig von gelerntem Beruf und ausgeübten Beschäftigungen). Die Rente wegen Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit ist eine Übergangsregelung für alle bis 31.12.1960 Geborenen. Der Unterschied liegt aber nur in der med. Betrachtung (in Abhängigkeit von erlerntem Beruf und der ausgeübten Tätigkeit). Alle übrigen Voraussetzungen sind gleich.

Das ganze hier nachzulesen
 

ikarus

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#17
Danke für die vielen und guten Antworten.
Ich weiß, dass der erworbene Anspruch erhalten bleibt.
Wichtig ist mir (Jahrgang 1953) nur die Anwartschaft auf EU- oder
BU-Renten (falls mal was gesundheitlich passiert).
Brauch ich mich weiterhin "nur" arbeitslos ohne Leistungsbezug melden? Natürlich mit allen Konsequenzen, Arbeitssuche, Weiterbildungslehrgänge, Beschäftigungsmaßnahmen usw., usw........, oder muß ich obwohl nicht bedürftigt einen
ALG II-Antrag stellen?

Gruß
Ikarus
 

lupe

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#19
Brauch ich mich weiterhin "nur" arbeitslos ohne Leistungsbezug melden? Natürlich mit allen Konsequenzen, Arbeitssuche, Weiterbildungslehrgänge, Beschäftigungsmaßnahmen usw., usw........, oder muß ich obwohl nicht bedürftigt einen
ALG II-Antrag stellen?
Leider hast Du Dich nicht zu meinem Post geäußert. Ich schrieb Dir (gestern:9.31 Uhr) was dazu. Ich begreife leider nie, warum Leute wie ich zwar sich die Mühe machen, was zu schreiben, nur kommt dann nichts konkretes. Ehrlich gesagt, so kann Dir nach meinem Gusto keiner versuchen zu helfen. Warum willst denn ALG II beantragen, wenn Du evtl. Anspruch auf ALG I hast?
 

Rwasser

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#20
So, da bin ich wieder.

Ja, wie gurkenaugust schon schrieb, eine vorgezogene Rente mit 63 wegen Arbeitslosigkeit kommt für Dich nicht infrage, diese Regelung gilt für den Jahrgang 1953 nicht mehr.
Also bleibt die Möglichkeit, die Rente für langjährig Versicherte mit 63 in Anspruch zu nehmen. Vgl. Rentenbeginn-Rechner der DRV.

Einen ALG 2 Antrag musst Du nicht stellen, da Du Dir ja sicher bist, dass Du mangels Bedürftigkeit kein ALG 2 bekommst. Die Arge ist dann nicht zuständig für Dich, sondern weiterhin die Agentur, wo Du weiterhin arbeitssuchend gemeldet sein kannst. Mit all den Dingen, die dann auf Dich zukommen könnten und die Du schon genannt hast (3 Wochen/Jahr Ortsabwesenheit nur nach Genehmigung sind auch zu beachten).


Bliebe also die Frage der Aufrechterhaltung der Erwerbsunfähigkeits-/minderungs/BU-Rente.

Hier sind eigentlich, wie gurkenaugust auch schon schrieb, im Regelfall PFLICHTBEITRÄGE erforderlich. Die AUSNAHMEREGELUNG ist aber diese:
Man kann die Ansprüche durch eigene Leistungen von 79,irgenwas Euro aufrechterhalten, wenn man will/kann und
- vor dem 1.1.84 die Wartezeit von 5 Jahren zusammen hat und
- nach dem 1.1.84 ohne Unterbrechung Plichtbeiträge gezahlt wurden oder man entsprechende Anrechnungszeiten (z.B. gemeldete Arbeitslosigkeit) nachweisen kann. Alles ohne Unterbrechnung.

Das schlechte ist, man kriegt kaum mehr Rente raus.
Das gute ist, man kann immer bis zum 31.3. des Folgejahres entscheiden, ob man für das Vorjahr eigene Beiträge leisten will. Also, so lange die Agentur nicht zusehr nervt, lässt man es laufen, dann spart man halt 80 Euro im Monat.

Oder Du findest einen (400 Euro)-Job. Das wäre noch besser!

Der Rüdiger
 

lupe

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#21
Hi Rüdiger, ich bin auch wieder da, :icon_twisted:
Bliebe also die Frage der Aufrechterhaltung der Erwerbsunfähigkeits-/minderungs/BU-Rente.
Hier sind eigentlich, wie gurkenaugust auch schon schrieb, im Regelfall PFLICHTBEITRÄGE erforderlich.
Na ja er hat ja auch eingezahlt.

Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit

Die Zuteilung einer Rente wegen Berufsunfähigkeit unterliegt verschiedenen, gesetzlichen Bestimmungen. Um überhaupt eine Berufsunfähigkeitsrente zu erhalten, müssen Sie vor dem 2. Januar 1961 geboren und natürlich berufsunfähig sein. Außerdem ist es erforderlich, dass Sie die Wartezeit von fünf Jahren erfüllt haben und innerhalb dieser fünf Jahre, drei Jahre Pflichtbeiträge eingezahlt haben.


Kannst hier nachlesen

Schaue Dir mal einen Deiner Rentenbescheide etwas genauer an (;-)


 

ikarus

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#22
Hallo,

Danke für die Antworten. Nun weiß ich was zu machen ist.

Bis bald
Ikarus
 

lupe

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#23
Hallo,

Danke für die Antworten. Nun weiß ich was zu machen ist.
Und was genau? Hmmm, ich denke mal da wird man keine Antwort mehr von Dir erhalten.
 
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