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Rentenantrag

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xAnnex

Elo-User/in

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#1
Hallo,

bin 53 Jahre und habe über 30 Jahre in verschiedenen Berufen, Vollzeit gearbeitet.

Seit gut 4 Jahren bin ich nun durch Krankheit raus.

Erst Krankengeld bis zur Aussteuerung, dann Arge 1, nun seit 8 Monaten Arge 2.

Habe an 2 Rehamaßnahmen von der LVA zwangsläufig, teilnehmen müssen.

Nach der 2. Maßnahme im letzten Jahr wurde ich nach 28 Monaten Krankheit, als voll arbeitsfähig entlassen.

Mein SB von der Arge 1 war auch sprachlos und murmelte dann, daß ich wohl in einer WUNDERKLINIK war.

Habe gegen diese Rehaklinikabschlußbericht keinen Einspruch erhoben, weil es ja bekanntlich auch viel Kraft und Nerven kostet, ich ziehmlich am Boden war. Mein SB mir immer nur sagte, daß es für mich KEINE Arbeit gäbe.

SB machte den Vorschlag, daß meine Belastbarkeit und Arbeitsfähigkeit von einem Amtsarzt überprüft werden solle. Gab mir aber auch gleich den Hinweis, daß nur in seltenen Fällen ein Amtsarzt den Rehaarzt widerspricht. Ich habe der Untersuchung zugestimmt.

Nach gut 3 Monaten kam eine Einladung von meinem SB. Grund- mein Untersuchungsergebnis liegt nun vor.

Ich war nicht bei einem Amtsarzt zur Untersuchung.

Der Amtsarzt stellte nur eine FERNDIAGNOSE, schloß sich dem Ergebnis des Rehaarztes an.

Meine 2. Reha war schon ein Graus, weil ich kranker als vorher nach Hause kam.

Dann noch solch "Ferndignoseabschreibearzt"...war tierisch verärgert, es kam mir wie Betrug vor.

Mein SB gab mir den Hinweis, es würde sich für mich ja nichts ändern, weil ich eh keinen neuen Arbeitsplatz bekommen werde, ich ja zu alt sei.

Somit hatte ich WIEDER meine Klappe gehalten, grummel.

Nun habe ich von meiner Krankenkasse einen neuen Rehaantrag (LVA)
bekommen... Hilfeeeeeee. Nehme aber noch einem "Plus" Programm von der Krankenkasse teil, welches 12 Monate geht.

Seit der letzten Reha habe ich 3 neue chronischen Krankheiten dazu bekommen.

Noch habe ich von der Arge 2 nichts gehört. Werde ich aber bald, da ich vor 14 Tagen einen Antrag auf Ernährungsbeihilfe stellte.

Auch meinen Schwerbehindertenantrag reichte ich vor einigen Wochen ein.

Ich sehe mich nicht mehr in der Lage, 3 Stunden oder noch mehr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen.

Also was tun ?

Hab im Forum nun einige Wochen viel gelesen, auch war viel Neues für mich dabei, DANKE !

Bin in Kürze bei der LVA, zwecks Infogespräch.

Ich möchte meine Rente einreichen, wer hat da einen Tipp für mich ?????????? Was man z.B. unbedingt beachten sollte.

Wenn mein Rentenantrag raus ist, muß ich es dann sofort der Arge 2 melden ?

LG

Anne











[/b]
 
E

ExitUser

Gast
#2
Ich möchte meine Rente einreichen,
das kannst du jederzeit tun, allerdings wird die LVA den Antrag nicht bewilligen, weil du ja lt. Rehabericht voll arbeitsfähig bist.

Aber dann hast du wenigsten mal einen Anfang gemacht, denn irgendwo solltest du schon anfangen ;) Du solltest dringend in die VDK eintreten!Wird der Rentenantrag abgelehnt, kann man Widerspruch einlegen und auch dagegen klagen.

Wenn dein Rentenantrag bei der LVA eingangen ist kann es sein, daß du zum Gutachter bestellt wird, der dich begutachten soll. Aber dort werden keine Ferndignosen gestellt. :p

Sicher kannst du der Arge sagen, dass du einen EU Antrag gestellt hast, es ändert jedoch nichts an deinem Leistungsbezug. Die Arge muss erstmal für dich weiter zahlen!
 

xAnnex

Elo-User/in

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#3
bschlimme schrieb:

das kannst du jederzeit tun, allerdings wird die LVA den Antrag nicht bewilligen, weil du ja lt. Rehabericht voll arbeitsfähig bist.
****************************************************

Das war im Februar 2004.


Bei der LVA in Frensburg war ich schon 2 mal zur Untersuchung. Sie tun da ganz Wichtig und es dauerte auch stundenlang, sind trotzdem immer freundlich geblieben.

Da mußte ich hin, weil sie beide male nicht wollte, daß ich an einer Rehamaßnahme teilnehme- ich Widerspruch einlegte.

1. mal zwang mich die Krankenkasse-sonst Sperre des Krankengeldes.

2. mal zwang mich die Arge 1, sonst auch dort Sprerre. :motz:

Den Verein schau ich mir mal an, wenn er nicht zu teuer ist, gehe ich da rein.

Vielen Dank erstmal.

Anne
 
E

ExitUser

Gast
#4
Der Beitrag für die VDK ist nicht teuer, je nach Bundesland kosten die Beiträge zwischen 5.50 € u. 6.50€
aber dafür bekommst du auch sofort kostenlosen Rechtsbeistand!"

Jedes Mitglied des Sozialverbands VdK hat Anspruch auf Schutz in sozialrechtlichen Angelegenheiten.

Die Prozessbevollmächtigten des Sozialverbands VdK, ausgewiesene Fachleute, vertreten ihre Mitglieder vor den Sozialverwaltungen und der Sozialgerichtsbarkeit - und zwar durch alle Instanzen!
 

narssner

Elo-User/in

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#5
Gatachten nach Aktenlage ist eine böse Sache

Der Arzt des Arbeitsamtes hat "nach Aktenlage" entschieden. Das ist nach dem Gesetz zwar grundsätzlich möglich. Das ist aber ein alter Trick, ein gewünschtes Ergebnis statt einem korrekten Gutachten zu bekommen.
Es sollte mit einem Anwalt oder eben mit dem VdK durchgesprochen werden, wie das letzte Gutachen gekippt werden kann.
Ein Gutachten anzugehen, dafür gibt es rechtlich mehrere Möglichkeiten.
Wenn jemand nach mehreren Rehabilitationen noch kranker als vorher ist, wäre auch zu überdenken, einen unabhängigen Gutachter zu fordern.
einen freundlichen Gruß
narssner
 
E

ExitUser

Gast
#6
Re: Gatachten nach Aktenlage ist eine böse Sache

narssner sagte :
Der Arzt des Arbeitsamtes hat "nach Aktenlage" entschieden. Das ist nach dem Gesetz zwar grundsätzlich möglich. Das ist aber ein alter Trick, ein gewünschtes Ergebnis statt einem korrekten Gutachten zu bekommen.
Es sollte mit einem Anwalt oder eben mit dem VdK durchgesprochen werden, wie das letzte Gutachen gekippt werden kann.
Ein Gutachten anzugehen, dafür gibt es rechtlich mehrere Möglichkeiten.
Wenn jemand nach mehreren Rehabilitationen noch kranker als vorher ist, wäre auch zu überdenken, einen unabhängigen Gutachter zu fordern.
einen freundlichen Gruß
narssner
Ein Gutachten anzufechten ist recht schwierig und auch teuer. Und einen unabhängigen Gutachter kannste zwar fordern, wenn du ihn auch bezahlen kannst. Man kann sich nur über den Gutachter beschweren, das Gutachten anzweifeln oder eine Gegenvorstellung abgeben. Rechtlich anfechtbar ist aber nicht das Gutachten selbst sondern ggf. die Entscheidung.
 
E

ExitUser

Gast
#7
"Der Arzt des Arbeitsamtes hat "nach Aktenlage" entschieden. Das ist nach dem Gesetz zwar grundsätzlich möglich. Das ist aber ein alter Trick, ein gewünschtes Ergebnis statt einem korrekten Gutachten zu bekommen. "

Das kann ich nur bestätigen. Auch wir haben das schon erlebt und ich war entsetzt, dass soetwas "nach Aktenlage" überhaupt möglich ist..
Da ging es freilich nicht um Rente, sondern um eine Eingliederungshilfe für meinen behinderten Sohn. Obwohl bereits wegen einer anderen Sache ein Gutachten des Amtsarztes vorlag, dass positiv für uns war, hat die SB ohne unser Wissen noch ein Gefälligkeitsgutachten angefordert, was hinter unserem Rücken wohl dann - ohne Vorstellung " nach Aktenlage"- gemacht worden ist. Gesehen haben wir beide nie.
Wir haben Widerspruch eingelegt und sammeln gerade eigene neue Gutachten von den Ärzten meines Sohnes. Auch haben wir die amtsärztlichen Gutachten angefordert für unsere Widerspruchsbegründung.
 
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