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Rentenantrag wg. Depressionen gestellt, was ist, wenn...

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winje

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#1
Hallo. Habe einen Rentenantrag auf volle EU-Rente gestellt.
Habt ihr Erfahrungen, wie lange es bis zur Entscheidung dauert bzw. dauern kann? Alle Ärzte, mit denen ich zu tun hatte meinten, es müsste durchgehen, aber alle sagen gleichwohl, man hat schon Pferde kotzen sehen...
Ich habe auch einen Schwerbehindertenantrag gestellt. Bin "erst" 36 Jahre alt. Ist ja immer so eine Sache mit psychischen Krankheiten, man kann sie ja schlecht beweisen. Mit einem Beinbruch würde es einem offensichtlicher schlecht gehen, bzw. man würde die Krankheit sehen.

Ich habe große Angst, dass mir die Rente nicht bewilligt wird, ich in ca. 10 Monaten Hartz 4 bekomme und - das wars dann. Das wäre Horror für mich. Aber für viele andere hier ja sicherlich auch - jeder hat so seine Probleme. Vielleicht könnt ihr mir Tipps geben, wie ich mich am besten verhalten kann. Ich habe die Anträge über den VDK eingereicht, die helfen ja schon, wo sie können. Vielen Dank!!!!
 

avalon

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#2
Kann dauern!

Sowas dauert schonmal, ein Jahr ist durchaus realistisch. Allerdings ist das mit den Depressionen wirklich so eine Sache, das kann schwierig werden! Leider ist es so (ohne Dir persönlich irgendetwas unterstellen zu wollen) dass psychische Krankheiten oft simuliert werden, um eine Rente zu bekommen. Das führt nach den Erfahrungsberichten betroffener dazu, dass die Prüfung sehr viel aufwändiger ausfält als bei objektiv "messbaren" Erkrankungen.

Auuserdem wird die Rente -wenn übhaupt-mit Sicherheit nur befristet gewährt werden, was sich in solchen Fällen oftmals sehr negativ auswirkt. Man ist jahrelang raus aus dem Job und hat permanent das Damoklesschwert über dem Kopf hängen, plötzlich wieder für erwerbsfähig erklärt zu werden, ohne realistische Chance wirklich wieder einen Job zu finden. Keine schöne Situation, wenn man ohnehin an Depressionen leidet.

Aber eine Frage: was läuft denn in 10 Monaten aus? ALG1 oder Krankengeld? Davon hängt ab, wie es ggf. in der Überbrückunhgszeit bis zur Rente weiterginge.

Dir jedenfalls alles Gute!

avalon
 

elkese

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#3
Hallo,
da kann ich mich meinem Vorredner nur anschließen, es wird sehr schwer werden.
Vor über einem Jahr habe ich den Antrag gestellt ( ich habe auch noch eine andere, unheilbare Erkrankung). Als Erstes kam ganz schnell die Ablehnung, das scheint aber normal zu sein. Dann bin ich Anfang des Jahres in Einspruch gegangen. Im August !!! wurde ich zu einem Gutachter bestellt, der mir meine volle EU-Rente bestätigte. Die Rentenversicherung hat sich bis heute nicht gemeldet, also Geduld haben. Es dauert mit Sicherheit mehr als 1 Jahr.
Einen Tip kann ich Dir aber noch geben, geh zum VDK, die kennen sich bestens mit den Anträgen, Widersprüchen usw. aus.

Alles Gute und Durchhaltevermögen von elkese
 

jane doe

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#4
bei mir hat die dauer, von anfang bis zur bewilligung, vier monate betragen. bewilligt wuede eine eu-rente für acht monate nach einer begutachtung durch einen niedergelassenen nervenarzt.

vier monate vor dem ende habe ich eine verlängerung beantragt und auch für zwei jahre erhalten, ohne weitere begutachtung. ich hatte einen bericht eines zwischenzeitlichen aufenthaltes in der psychiatrie und eine stellungnahme der ambulanz (andere klinik) beigelegt.

krankheitsbild: depression und persönlichkeitsstörung in verbindung mit borderline

ps: bin 40
 
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#5
Interessant.. Bei mir steht das auch an wenn der geplante Klinikaufenthalt meine Konzentrationsfähigkeit nicht massiv verbessert und von allen Seiten (selbst beim Vorgespräch in einer anderen psychosomatischen Klinik) krieg ich hauptsächlihc nur so Sprüche wie "Was, in IHREM Alter????" (bin 36, ebenfalls Persönlichkeitsstörung, dann Burnout der sich chronifiziert hat)

Evtl muss man in den Widerspruch gehen und vors Sozialgericht. Eine Freundin hat es wegen körperlicher Beschwerden durchklagen müssen. Und die ist Ende 50, Herzinsuffizienz, Hals und Lendenwirbel kaputt, Sprunggelenke und Knie kaputt. Die hatte ihr Leben lang in Gastronomie und Altenpflege gearbeitet. Sie haben die gnadenlos in sinnlosmassnahmen etc gesteckt und Rente musste sie wie gesagt durchklagen.
 

gelibeh

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#6
ich hab im März wegen Depressionen, Panikstörungen, SSV und Alkoholkrankheit einen Rentenantrag gestellt. Laut Rentenversicherer bin ich voll erwerbsfähig. Widerspruch über den VDK läuft. Ist also unterschiedlich, ob man das schnell durchbekommt.

Ich habe aber, seitdem mein Rentenantrag läuft, Ruhe von der ARGE was unsinnige Arbeitsangebote angeht.
 

Silvana

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#7
Hallo. Habe einen Rentenantrag auf volle EU-Rente gestellt.
Habt ihr Erfahrungen, wie lange es bis zur Entscheidung dauert bzw. dauern kann? Alle Ärzte, mit denen ich zu tun hatte meinten, es müsste durchgehen, aber alle sagen gleichwohl, man hat schon Pferde kotzen sehen...
Ich habe auch einen Schwerbehindertenantrag gestellt. Bin "erst" 36 Jahre alt. Ist ja immer so eine Sache mit psychischen Krankheiten, man kann sie ja schlecht beweisen. Mit einem Beinbruch würde es einem offensichtlicher schlecht gehen, bzw. man würde die Krankheit sehen.

Ich habe große Angst, dass mir die Rente nicht bewilligt wird, ich in ca. 10 Monaten Hartz 4 bekomme und - das wars dann. Das wäre Horror für mich. Aber für viele andere hier ja sicherlich auch - jeder hat so seine Probleme. Vielleicht könnt ihr mir Tipps geben, wie ich mich am besten verhalten kann. Ich habe die Anträge über den VDK eingereicht, die helfen ja schon, wo sie können. Vielen Dank!!!!
Rentenantrag wg. Depressionen gestellt, was ist, wenn...

Dein Antrag abgelehnt wird ?

Widerspruch einlegen !?

Du bist 36-Jahre alt.

Wenn Du bisher nicht nicht " in gehobenen Berufsschichten" tätig warst,Dein Verdienst in den letzten fünf Jahren überdurchschnittlich gewesen ist,könnte Deine Rentenanwartschaft wohl niedrieger als das eines Hartz-IV-Empfängers sein.
Insofern ist der "Horror" wohl berechtigt,obwohl es zu beachten wäre, das Reha vor Rente erwogen wird.
U.u. könnte es besser für dich sein, eine Reha-Leistung in Anspruch zu nehmen,die ohnehin gefordert werden könnte.
Eine festgestellte Schwerbehinderung ist nichts anderes,als den Anspruch auf Leistungen zu haben,die bei der gewährung einer Rente ausgeschlossen sind,wobei der Rechtliche Status immer zu trennen ist,weil eine Schwerbehinderung,nicht zwangsläufig zur Berentung führt,um gesondert betrachtet zu werden.
Eine Schwerbehinderung ergibt vielfältigere möglichkeiten,um beim Rentenstatus darin zu verbleiben,wobei die immer wiederkehrende Überprüfung zur Rentenberechtigung zu erwähnen ist.

Psychische Erkrankungen lösen Allgemeine Volkserkrankungen ab,sind in deren Wertigkeiten unbedingt gleich zu setzten.
Ärzte sind vermehrt sensibilisiert ,weil Psychsomatische Erkrankungen in der Bevölkerung ungleich zuzunehmen scheinen,auch weil die Gesellschaftliche Entwicklungen sehr Prekär sind.
Psychomatische Erkrankungen,als Reaktion auf schlechte Gesellschaftliche
Entwicklungen,werden oft anerkannt,weil dies logisch ist.
Selbst bei sehr jungen Menschen,häufen sich diese Erkrankungen,wobei der Hörsturz und Tinitus,eine besondere Erwähnung finden sollte.

Es kann kaum einen Tip,zum weiteren Verhalten gegeben werden,weil alles einer Ärztlichen Überprüfung standhalten muß.

Anhand der Vorgeschichte,wird geurteilt werden,wobei eine Rente wegen Erwerbsunfähigkeit,einen "Horror" durch einen anderen ersetzt werden könnte.

Eine unbedingte Lösung Deiner Problematik,die in der berechtigung zu einer Erwerbsminderungsrente gesucht wird,könnte zumindestens fraglich sein !?
 

Schnuckel

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#8
Gut dass Silvana es schon angesprochen hat...
Also mit 36 und einem durchschnittlichen Verdienst, wirst Du so oder so ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt, ergänzendes ALG2, oder Grundsicherung für auf Dauer voll Erwerbsunfähige beziehen. (Je nach Rentenart) Deshalb würd ich an Deiner Stelle froh sein, falls Du grad Alg1 beziehst, und sich der Rentenantrag noch etwas hinzieht.
Bei mir hat es übrigens 15 Monate gedauert.
 

Thomas0473

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#9
ich hab im März wegen Depressionen, Panikstörungen, SSV und Alkoholkrankheit einen Rentenantrag gestellt. Laut Rentenversicherer bin ich voll erwerbsfähig.

Ich habe aber, seitdem mein Rentenantrag läuft, Ruhe von der ARGE was unsinnige Arbeitsangebote angeht.
Bei mir wollte der Rentenversicherungsträger auch keine Leistungseinschränkung durch massive Depressionen u.w. sehen, wenngleich ich (seit vielen Jahren) laut zahlreicher Gutachter als nicht arbeitsfähig gelte, Folge: die DRV hat meinen Rentenantrag (dennoch) abgelehnt, das scheint übliche Praxis zu sein.

Es wird keineswegs einfach, Rente bewilligt zu bekommen, liebe Themenstarterin/Themenstarter, der Gang zum VDK dürfte daher wahrscheinlicher sein.
 

winje

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#10
Vielen Dank für die Reaktionen! Also, den Antrag habe ich bereits über den VDK gestellt, bei dem ich Mitglied bin.
Sofern die volle EU-REnte gezahlt werden sollte, würde ich zusammen mit meiner privaten Absicherung (Berufsunfähigkeitsversicherung) über die Runden kommen. Nicht entspannt, aber auch nicht hungrig. Zumindest hätte ich mit dieser finanziellen Sicherheit (mit Einschränkungen was die Höhe betrifft) erst einmal den Kopf frei und könnte mich voll auf die Genesung konzentrieren. So lange wie diese Zukunftssorgen nämlich bestehen, läuft krankheitsmäßig sowieso alles schlechter. Es gibt ja nur 3 Möglichkeiten:
1. volle Rente + private Absicherung
2. halbe Rente + priv. Absicherung = reicht nicht, dann zus. Hartz 4 = Scheiße!
3. keine Rente, entweder Zahlung aus priv. Berufsunfähigkeitsversicherung oder evtl. sogar auch nicht (da kann es ja ähnliche Schwierigkeiten geben), dann voll auf Hartz 4 angewiesen = Große Scheiße!

Oder habe ich noch etwas vergessen?? :icon_eek:
 

gelibeh

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#11
HartzIV-Amt sagt, keine 3 Stunden erwerbsfähig, ab zum Sozialamt. Noch größere Scheiße
 

Atlantis

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#12
Bei mir wollte der Rentenversicherungsträger auch keine Leistungseinschränkung durch massive Depressionen u.w. sehen, wenngleich ich (seit vielen Jahren) laut zahlreicher Gutachter als nicht arbeitsfähig gelte, Folge: die DRV hat meinen Rentenantrag (dennoch) abgelehnt, das scheint übliche Praxis zu sein.

Es wird keineswegs einfach, Rente bewilligt zu bekommen, liebe Themenstarterin/Themenstarter, der Gang zum VDK dürfte daher wahrscheinlicher sein.
Mann mach ein Widerspruch und Wehre dich.
Das hat System um Rente zu Sparen.
Aus Krankheitsgründen würde ein Rente ohne Abschläge zu Zahlen
sein, darum sind Sie nun ganz groß im Ablehnen bei den Rentenversicherungen sollst doch nicht ein Rente ohne Abschläge bekommen.
Wenn das Alter da ist wirst du Rentner mit Hilfe der ARGE und zwar Zwangs -Rentner.
Dann kann man ja die Rente um 18 % kürzen ist ja dann ein Vorgezogene
Rente, bei Krankheit geht die Kürzung mit 18 % nicht.

Da darfst du schon mit 58 Hoffen.
 

Thomas0473

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#13
Mann mach ein Widerspruch und Wehre dich.
Das hat System um Rente zu Sparen.
Grundsätzlich hast du Recht, "Atlantis", doch bei mir würde jegliche Mühe (u.U. jahrelanger Rechtsstreit mit der DRV) vergeblich, da ich definitiv weniger als den ALGII-Satz als Rente erhalten würde, insofern "fahre" ich mit dem gegenwärtigen Status (HARTZ-IV) recht gut, das Amt läßt mich (infolge der vorangegangenen Gutachten) völlig in Ruhe, ich wurde offenbar bereits systemseitig "aussortiert", aber wie geschrieben: das ist in meinem Sinne..:wink: - Nun gilt es "keine schlafenden Hunde zu wecken"..
 

peramos

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#14
Hallo winje,
Ich bin 42 und bereits zwei Herzinfarkte! Depressionen habe ich jetzt auch bekommen. Jetzt darfst du einmal raten, habe ich eine EU-Rente bekommen oder nicht? :icon_mrgreen:Die Antwort findest du auf meiner Homepage. Mit deinen Depressionen wird es nicht so leicht sein.
LG Peramos
 

berlinerelfe

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#15
hallo ihr lieben ,
ich bin neu hier und will mal probieren ob das hier so klappt mit meinem statement zu eurem beitrag betreffs der EU-rente.

ich habe schon selber seit meinem 40. lebensjahr anträge auf eu-rente gestellt , (bin mittlerweile 48 jahre und 60%GdB)immer abgelehnt 2 x, dann hat man mir geraten in den VDK eintzutreten, was ich auch tat, rentenantrag gestellt mit zusammenarbeit vom VDK, die meinten sie würden auch nur in ein klageverfahren gehen, wenn aussicht auf erfolg bestünde,gesagt getan,auch dieser rentanantrag wurde abgelehnt:icon_sad:, vdk-anwalt ging in wiederspruch ,-abgelehnt-,(hat mich geld gekostet) ,VDK-anwalt ging ins klageverfahren, letztendlich hat mir genau dieser anwalt angeraten,sich der meinung des sozialgerichts-berlin anzuschliessen und die klage zurück zu ziehen (auch das klageverfahren hat mich wieder geld gekostet,denn der VDK arbeitet ja nicht umsonst) summasummarum hat mich diese ganze sache viele jahre dieVDK- beitragszahlungen gekostet, der antrag lief seit 2003 ,nebst allen anderen vorher erwähnten kosten, und letztendlich stehe ich nicht anders da, als wie in den jahren davor, wo ich ohne anwaltlich hilfe meine rentenanträge gestellt habe. ich bin nicht zufrieden gewesen mit dem (nicht)engagement des VDK, zum jahresende habe ich meine VDK-mitgliedschaft gekündigt !!!

zum thema in ruhe gelassen zu werden vom jobcenter wenn der rentenantrag läuft, kann ich sagen , jahrelang hat das geklappt ,mit der begründung ,man würde mir keine maßnahmen etc. aufdrücken, denn schliesslich könnte ja die rente durchkommen und dann hätten die vom jobcenter umsonst in mich investiert, ---war ja auch OK so---:biggrin: bis ich 2005 in einen anderen beizirk gezogen bin und eine andere vermittlerin bekam, die der meinung ist ,auch wenn ein rentenantrag läuft, würde sie mir alle erdenklichen maßnahmen,1,--EuroJobs,ABM-maßnahmen,sowie stellenangebote,fortbildungen,bewerbungstraining ,etc.aufdrücken,weil man kann ja schliesslich nicht die schöne zeit,die ich auf rentenantrags-entscheidung warte, mit NICHTSTUN vergeuden, --gesagt getan-- und vorbei ists seitdem mit meiner ruhe :confused:
januar 2008 werde ich übrigens meinen 4.rentenantrag einreichen ob's was nutzt ????:icon_kinn:
gestern mußte ich zur betriebsärztlichen untersuchungsstelle des jobcenters,da die untersuchung durch den dortigen arzt ziemlich lapidar war,fragte ich ihn wie er so zu einer entscheidung käme,wie und ob ich erwerbsfähig wäre??? seine antwort lautete:ich habe eine gute menschenkenntnis,um zu erkennen wenn menschen krank sind oder nicht

Hiiiiiiiiillffeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee,ARMES DEUTSCHLAND
quote=elkese;172870]Hallo,
da kann ich mich meinem Vorredner nur anschließen, es wird sehr schwer werden.
Vor über einem Jahr habe ich den Antrag gestellt ( ich habe auch noch eine andere, unheilbare Erkrankung). Als Erstes kam ganz schnell die Ablehnung, das scheint aber normal zu sein. Dann bin ich Anfang des Jahres in Einspruch gegangen. Im August !!! wurde ich zu einem Gutachter bestellt, der mir meine volle EU-Rente bestätigte. Die Rentenversicherung hat sich bis heute nicht gemeldet, also Geduld haben. Es dauert mit Sicherheit mehr als 1 Jahr.
Einen Tip kann ich Dir aber noch geben, geh zum VDK, die kennen sich bestens mit den Anträgen, Widersprüchen usw. aus.

Alles Gute und Durchhaltevermögen von elkese[/quote]
 

mario64

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#16
hallo winje;

bei mir hat der rentenantrag 3 monate gedauert!
leide seit meinem 16 lebensjahr an einer manischen depression..
konnte nie einer langen beschäftigung nachgehen, das letzte mal vor 13 jahren 1 jahr berufstätig, dann burning out syndrom mit hörsturz!
folge=höhrgerät
mitte des jahres hat mich die arge zum amtsarzt geschickt=unter 3 std arbeitsfähig, und ich musste einen rentenantrag stellen!
der ging dann auch ohne reha durch, erstmal für 2 jahre!
bekomme nun eine kleine rente;
meine wohnung musste ich aufgeben, weil ich von keinem amt mehr abhängig sein wollte, habe ein zimmer zur untermiete, aber die lebensqualität hat sich für mich erhöht!
äußere umstände fallen weg...briefe von der arge haben mich in hochglimmer versetzt und alles drehte sich:-(

drücke dir dolle die daumen..

lg mario
 

winje

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#17
Also, ich bin´s wieder, der Themenstarter dieses Threads.
Am 30.10. habe ich meine EU-Rente beantragt.
Meine Ängste bzw. Befürchtungen die ich hatte (Rente wird abgelehnt, Rente zu gering, nur halbe EU-Rente usw, kann man hier ja noch nachlesen) haben die daraufhin antwortenden Personen meistens auch bestätigt. Auf jeden Fall weiss ich, dass mir hier jeder Mut machen wollte, aber auch auf die Gefahren hinweisen wollte. Keiner hat im Grunde eine positive eigene Geschichte hinsichtlich Rentenbeantragung erzählt.

JETZT KOMMW ICH MIT DEM ERGEBNIS DER DT. RENTENVERSICHERUNG:
1. Dauer der Entscheidung: 3 Monate
2. Ich musste zu keinem weiteren Gutachter, es wurden keine weiteren Unterlagen von mir angefordert, keine Telefonate, kein Schriftverkehr.
3. FAZIT: Volle EU-Rente bewilligt für 2 Jahre, keine Reha erforderlich.

Okay, ohne hier leise weinen zu wollen, habe ich ein absolut gutes Gewissen, die Rente zu "kassieren". Ich fahre fast werktäglich zum Arzt wegen einer Schmerzkrankheit, die Depressionen sind tatsächlich fürchterlich für mich. Ich habe vieles (eigentlich alles) versucht, um gesund zu werden (außer Krankenhausaufenthalt, da es mir hier noch schlechter ging).

Was will ich damit sagen:
Es gibt auch Fälle, in denen die Rentenversicherung fair entscheidet. Nicht alles ist schlecht. Lasst euch nicht verrückt machen und macht eure eigenen Erfahrungen. Ich drücke allen die Daumen und hoffe, dass es bei vielen genau so wie bei mir verläuft. Persönlich hoffe ich, dass ich die 2 Jahre jetzt gut nutzen kann, um wieder einigermaßen "gesund" zu werden. Zur finanziellen Situation: Die volle Rente reicht mir nicht (bin 36 Jahre alt). Ich habe aber Gott sei Dank vor Jahre privat vorgesorgt (Berufsunfähigkeitsversicherung). Auch die zahlen. Jetzt ist es finanziell "in Ordnung".

Alles Gute für jeden, der dies hier liest!
 

BG4

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#18
Hallo
Dazu hätte ich auch noch eine Frage. Heute sagte meine Aerztin, dass sie mir ja anraten würde aufgrund meiner schweren Depression eine Rente zu beantragen. Da ich aber in Deutschland (auch nicht in der EU) noch nicht erwerbsfähig war, sondern nur in der SChweiz, ginge das nicht. Aber es gäbe da ja noch die Grundsicherung. Was mach ich denn nun? Beziehe momentan noch Hartz4. Kann nur hoffen, dass kein Jobvorschlag kommt, da ich aufgrund der Depression nicht erwerbsfähig bin. Aber von irgendwas muss ich ja leben. Das Amt bewilligt mir kaum einen 10 Stunden Job pro Woche. Kann ich da nun was machen? Wenn ja, was denn? Weiss gar nicht wie man das angeht.
 

teklider

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#19
Verletztenrente - welches Gutachten zählt? Sozialrecht frag-einen-anwalt.de



http://www.elo-forum.org/schwerbehi...10-rentenantrag-wg-depressionen-gestellt.html



Verletztenrente - welches Gutachten zählt? Sozialrecht frag-einen-anwalt.de



http://www.elo-forum.org/schwerbehi...10-rentenantrag-wg-depressionen-gestellt.html



Hallo,
ich hatte Ende 1991, einen schweren Unfall Bei der Bahn. Ich bin unter Zug gekommen und seit dem beidseits Unterschenkel amputiert und Schwerbehindert mit einem Grad der Behinderung 90%.
Ich lebe seit 1993 mit depressionen. Im Jahr 1996 wurde ich entlassen aus dem Deutschen Bahn AG, das Vorwurf, dass ich ständig Krank war. Ich habe gehofft, das meiner Krankhafte Zustand verbessern würde und deshalb habe ich den Aufhebungsvertrag unterschrieben. Seit dem hatte nur noch negative Entwicklung. In der realität sehen die Dinge ganz anders aus, als wie man sich Alles so vorgestellt hatte.

Ich hatte nur hoffnung auf einer neues... Ich dachte, dass ich einen Umschulung bekommen könnte und könnte einiges besser sein. Ich habe weder von der Berufsgenossenschaft Eisenbahn Unfallkasse noch vom Arbeitsamt Hilfe erhalten.
Im Gegenteil, keine wollte mir dabei behilflich sein. Ich habe es gesehen, wie schwierig ist, zu klären, besonders als Schwerbehinderte Person, das vieles einfach nicht so leicht ist, gerade bei denen, die dich gar nicht verstehen wollen. Es war der reinste Diskriminierung, genauso wie ich es in der Unfallklinik in Murnau erlebt habe.
Das andere Problem, wie ich es feststellen müßte, nicht nur der Schwerbehinderung, auch als Ausländischer Mitbürger zu sein, nicht verstanden werden und die Diskriminierung... Vor meinem Behinderung war einiges schon anders gewesen. Ich konnte wenigstens fast überall einen Arbeit finden! Heute finde ich nur noch die Jenigen, die verfallen sind auf Ihre eigener Ignoranz und Sebstsüchtigkeit.

Nach dem ich keine Möglichkeiten erhalten habe, stellte ich im Jahr 1997 einen Rentenantrag wegen voller Erwerbsminderung und dieser wurde abgelehnt. Ich fühlte mich damals jung und glaubte ich, dass ich etwas machen könnte. Finanziell war ich nicht mehr stabil und mit Arbeitslosengeld konnte ich nur bis auf bestimmte Zeitpunkt leben. Das einziger Möglichkeit wäre für mich, das Überbrückungsgeld vom Arbeitsamt zu erhalten, in dem ich mich Selbständig machen würde. Das Selbständig zu sein war nicht das Problem, das Problem wars, wie ich das Geld verdienen sollte. Die Probleme haben erst angefangen, nach dem ich mich Selbständig gemacht habe. Nach 3 Monate später hatte ich Unfall beim Einkaufen. Das Boden war nass und ich bin auf einen Salatblatt darauf gekommen und abgerutscht und ich konnte ca. 3 monate nicht mehr aufstehen. Auf Dauer konnte ich mich leider Finanziell nicht mehr mithalten und es hat auch keine richtige entsprechend Möglichkeit gegeben, durch dieser selbständige Tätigkeit Geld zu verdienen. Ich habe beschlossen, einen Abfindung das Unfallrente für 10 Jahre. Ich habe das Abfindungssumme im Jahr 2001 erhalten und als einziger Möglichkeit versuchte ich an der Börse, was zu machen. Ich habe das Geld leider spekuliert und verloren... Ich mußte mit wenig Geld zurecht kommen. Ich weiss es nicht mehr, wie ich die letzten 8 Jahre verbracht habe, jedenfalls ich weiss, dass ich keine Geld mehr hatte und dass ich überhaupt keine Arztbesuche wahr nehmen konnte. Das Sozialamt wollte mir auch nicht helfen, erst im Jahr 2007 konnte ich mich wenigstens bei der ARGE melden und ich bin seit dem Hartz 4 Empfänger.

Ich stehe heute mit leeren Hände da. Ich habe keine Familie ausser die Eltern, keine Frau, keine Kinder, keine Freunde... Ich habe auch nie gearbeitet seit meinem Entlassung. Ich habe zumindenst einiges versucht, aber wie ich es heute sehe, müßte vielleicht nie darauf kommen...

Ich habe letztes Jahr 2010 im August erneut einen Renantrag gestellt wegen voller Erwerbsminderung und dieser wurde wieder abgelehnt. Ich habe einen Widerspruch geschrieben und noch warte ich darauf auf einen Antwort.

Besonders seit 3 jahren geht es mir nicht mehr so gut. Ich habe probleme mit meinem Geistigenzustand. Ich vergesse vieles sehr schnell und manchmal fühle ich mich Geistig so müde, dass ich nicht mehr aufstehen kann. Ich fühle mich ständig müde, ständig Rückenschmerzen. Ich kann nicht mehr so oft aus dem Wohnung raus. Vor Allem im Winter geht es mir so maßen schlecht, dass ich monate lang nicht mal zum Balkon raus kommen kann.
Ich habe auch Wirbelsäulenerkrankung, Rückenschmerzen, Kreuzschmerzen und besonders starke Depressionen seit dem ich einen Rentenantrag gestellt habe.
Ich bin mittlerweile 44 jahre alt und lebe alleine. Ich kann auch nicht mehr alleine sein.
Kann mir überhaupt jemand in dieser Sache behilflich sein? Ich habe einen Rechtswanwalt engagiert für dieser Sache, weil dass es nicht kompliziert sein sollte, besonders wegen meine Depressionen. Er hat leider überhaupt keine Hilfestellung geleistet, im Gegenteil...!

Ich würde es gerne wissen, weshalb macht man überhaupt unnötige probleme...? Es ist wirklich zum heulen...!
 

gelibeh

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#20
Hast Du den Anwalt noch? Macht der die Rentensache? Mir hat damals der VDK sehr gut geholfen. Vielleicht eine Alternative. Und ob das so rechtens war, dass Dir das Sozialamt nicht geholfen hat, kann man nicht sagen. Höchstwahrscheinlich hast Du Dich nicht gewehrt gegen die Ablehnung, oder?
 

nordlicht22

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#21
Hi teklider,

wegen Deinen Depressionen kann Dir der Anwalt auch nicht helfen.

Bist Du in Behandlung? Hast Du Dir eine stationäre Therapie vorgenommen?

Mich wundert gerade das Du so lange ohne professionelle Hilfe gestanden haben sollst :icon_kinn:
 

teklider

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#22
Hast Du den Anwalt noch? Macht der die Rentensache? Mir hat damals der VDK sehr gut geholfen. Vielleicht eine Alternative. Und ob das so rechtens war, dass Dir das Sozialamt nicht geholfen hat, kann man nicht sagen. Höchstwahrscheinlich hast Du Dich nicht gewehrt gegen die Ablehnung, oder?
Ja, ich werde es mit der VdK mal probieren und für den Rechtsanwalt werde ich bei der Rechtsanwaltskammer einen Beschwerde einreichen.
Der Sozialamt wollte mir nicht Hilfe leisten weil dass ich im Besitz eine Auto hatte. Es ist für mich sehr schwierig ohne Auto zu bewegen und deshalb ist das Auto ein Teil meines Lebens. Ich kann auch nicht mit einem Rollstuhl zurecht kommen weil, dass es bei mir psychische Störungen herbei führt. Ich habe sogar damals einen Rechtsanwalt dazu eingeschaltet. Trotzdem konnte nicht in dieser Angelegenheit mit der Sozialamt weiter helfen!
 

teklider

Elo-User/in

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#23
Hi teklider,

wegen Deinen Depressionen kann Dir der Anwalt auch nicht helfen.

Bist Du in Behandlung? Hast Du Dir eine stationäre Therapie vorgenommen?

Mich wundert gerade das Du so lange ohne professionelle Hilfe gestanden haben sollst :icon_kinn:
Also, solange ich alleine bin, ohne welche probleme konfrontiert zu werden geht es mir gut. Ich bete sehr oft und das hilft mir sehr viel!
Seit dem ich einen Antrag wegen Rente voller Erwerbsminderung gestellt habe, hatte ich schwere Depressionen.
Ich war vor kurzem eine Woche in eine Klinik wegen Depressionen stationiert gewesen. Ich werde wahrscheinlich noch Depressionen haben, bis ich die Rente bekomme. Ich leide unter Depressionen weil, dass man mir keine Möglichkeiten geschaffen hat oder keine Hilfe leisten wollte und dass ich das Leben unter die Umstände alleine verbringen müßte. Es hätte sicherlich auch anders gelaufen...!
 

nordlicht22

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#24
Also, solange ich alleine bin, ohne welche probleme konfrontiert zu werden geht es mir gut. Ich bete sehr oft und das hilft mir sehr viel!
Seit dem ich einen Antrag wegen Rente voller Erwerbsminderung gestellt habe, hatte ich schwere Depressionen.
Ich war vor kurzem eine Woche in eine Klinik wegen Depressionen stationiert gewesen. Ich werde wahrscheinlich noch Depressionen haben, bis ich die Rente bekomme. Ich leide unter Depressionen weil, dass man mir keine Möglichkeiten geschaffen hat oder keine Hilfe leisten wollte und dass ich das Leben unter die Umstände alleine verbringen müßte. Es hätte sicherlich auch anders gelaufen...!

Klingt für mich nach einer angebrachten Soziotherapie :icon_smile:

Schau Dir das mal an.

Bist ein wenig zu jung um aufzugeben
 

post030

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#25
Na ja..., sehe ich etwas anders. Bin gerade auf der Suche nach Infos und stieß so auf den Beitrag.

Ich bin seit 3 Jahren zu Hause. Die letzte Arbeit verlor ich, weil ich in 9 Monaten 16 mal krankgeschrieben war. Grund: Psyche. Hab das volle Programm durch, 2009 Krankenhaus, dann noch 2 Monate Psychiatrie, unzählige Untersuchungen, 2010 über 10 Monate Psychotherapie. 2009 Gutachten bei Jobcenter, Ergebnis: Erwerbsfähigkeit unter 3 Stunden täglich für 6 Monate.

Es fing alles an mit Panikattacken, dann kamen etliche körperliche Beschwerden dazu. Die Panik ist weg, die körperlichen Beschwerden sind chronisch. Besonders schlimm, täglich über viele Stunden extreme Kopfschmerzen, Unruhe, schnelle Erschöpfung/Müdigkeit. Körperlich und geistig geht da wenig und mit Sicherheit keine 4-8 Stunden am Tag.

An Diagnosen hat sich in 3 Jahren angesammelt: Generalisierte Angststörung, Panikstörung, Zwangsstörung, Depressive Anpassungsstörung, Rezidivierende Depression, ADS, schizoide Persönlichkeitsstörung.

Beim Jobcenter bin ich schon 1,5 Jahre raus aus der Vermittlung, mit 44. Letztes Gutachten vom Jobcenter besagt zwar, 6 und mehr Stunden/Tag, aber mit den Einschränkungen wegen Job: keinen Stress, keine Anforderungen an das Umstellungsvermögen, keine Anforderungen an die soziale Kompetenz, kein Zeitdruck, nicht körperlich, keine Schichten. Genau betrachtet geht dann nichts. Vom Jobcenter hab ich schon seit 1/2 Jahr nichts mehr gehört. Bin dort auch im Behindertenbereich, hab seit Mai 2011 GdB 50 mit Schwerbehindertenausweis.

Seit 2 Monaten bin ich krankgeschrieben und noch bis voraussichtlich Ende Oktober, also dann erstmal schon 4 Monate. Und ich schätze, es wird noch bis in 2012 gehen. Diagnose: F33.3 (schwere Depression mit psychotischen Symptomen).

Rentenantrag hab ich vor 2 Monaten gestellt (Berlin), heute kam schon die Ablehnung. Der Witz, in der Begründung lassen die alle psychiatrischen Diagnosen weg, bis auf die Generalisierte Angststörung. Und das, obwohl ich von meinen Arzt (Charité Berlin) ein Schreiben beilegte, mit weiteren 3 wesentlichen Diagnosen, was er auch begründete und er schrieb: "... aus psychiatrischer Sicht ist die Erwerbsfähigkeit des Hr. XY dauerhaft eingeschränkt".

Krankenkasse, Ärzte, Psychologin, keiner wurde angeschrieben von der Rentenversicherung.

Aus meiner Sicht ein schlechter Scherz.

Wenn einige hier meinen, es sei schwer, dann kann das nur auf Unwissenheit basieren. Depression ist nicht einfach nur schlechte Laune. Oft, wie bei mir auch, kommt es zu etlichen körperlichen Problemen, die nicht selten chronisch werden. Wenn ich 20 Minuten die Wohnung sauge, dann bin ich fertig. 1 Stunde Einkauf und der Tag ist gelaufen. Nein, ich hab kein Übergewicht, Blutdruck etc. ist auch ok. Allein die Kopfschmerzen sind oft so massiv, da geht nichts oder nur mit größter Mühe. Und die bekomme ich auch, wenn ich mit dem Hund im Wald laufe. Mit Stress hat es nichts zu tun. Und das geht so seit 3 Jahren, Tag für Tag, auch im Urlaub etc.

12 Medikamente versucht, wird alles nur noch schlimmer.

Also die Rentenversicherung macht sich das definitiv zu einfach! Ich bin auch im Sozialverband Deutschland, allerdings vertreten die einen nur, wenn sie Erfolg vermuten. Aber selbst wenn ich das allein durchziehe, Widerspruch mache ich auf jeden Fall und wenn es sein muss, Klage. Von meinem Doc werde ich mir eine Gegendarstellung schreiben lassen.
 

alexander29

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#26
Hallo
Dazu hätte ich auch noch eine Frage. Heute sagte meine Aerztin, dass sie mir ja anraten würde aufgrund meiner schweren Depression eine Rente zu beantragen. Da ich aber in Deutschland (auch nicht in der EU) noch nicht erwerbsfähig war, sondern nur in der SChweiz, ginge das nicht. Aber es gäbe da ja noch die Grundsicherung. Was mach ich denn nun? Beziehe momentan noch Hartz4. Kann nur hoffen, dass kein Jobvorschlag kommt, da ich aufgrund der Depression nicht erwerbsfähig bin. Aber von irgendwas muss ich ja leben. Das Amt bewilligt mir kaum einen 10 Stunden Job pro Woche. Kann ich da nun was machen? Wenn ja, was denn? Weiss gar nicht wie man das angeht.
Rentenantrag stellen; dann untersucht dich die Rentenversicherung; falls sie feststellt, du bist voll- oder teilweise erwerbsgemindert, bekommst du Leistungen nach SGB 12.
Bist du dauerhaft erwerbsgemindert, bekommst du auch Leistungen nach SGB 12.

Und teil deinem SB mit, dass du die Rente beantragen willst und bitte um einen Termin zur Untersuchung beim Amtsarzt.

Bist du deutscher ? Hast du hier Schule besucht oder Ausbildung gemacht ?
 

Muzel

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#27
Eine Depression gilt grundsätzlich als gut therapierbar, was bei der bipolaren Störung schon anders aussieht.
 

nordlicht22

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#28
Eine Depression gilt grundsätzlich als gut therapierbar, was bei der bipolaren Störung schon anders aussieht.
Da muss ich leider korrigieren. Es kommt auf die Art der Depression an. Bipolar ist zum Teil gut therapierbar - mit dem richtigen Therapeuten und die gibt es bekannter Weise eher selten.

Grundsätzlich würde ich behaupten das Aufgrund einer Diagnose Niemand den Leidensdruck bestimmen kann. Einer hat eine einfach Grippe und spielt den sterbenden Schwan, während ein anderer tapfer seinen xten Chemoblock über sich ergehen lässt und dabei noch lacht.

mM nach muss in D ganz dringend in den med. Ausbildungen neues Unterrichtsmaterial einfließen. Da hinkt D ganz gewältig hinterher. Ebenso die Behandlungsgrundlagen und die Zulassung der Indikationslisten der Kliniken. Eigentlich muss sehr viel sich ändern.

Es kann doch nicht sein, das Menschen, die als austherapiert geführt werden, nichts, aber auch gar nichts mehr an Hilfestellung erhalten. Sauber-Satt-Pflege und das war es.
 

post030

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#29
Eine Depression gilt grundsätzlich als gut therapierbar, was bei der bipolaren Störung schon anders aussieht.
Ja, wenn es sich nicht um eine Depression handelt, die keine komorbide Störung ist. Migräne, ADS/ADHS, Asperger, Persönlichkeitsstörungen und noch viele mehr, die haben oft als komorbide Störung Depression.

Und dann sieht es eben schon anders aus.

Mein Psychiater hat bei mir schizoide Persönlichkeitsstörung diagnostiziert, meine ehemalige Psychologin geht sogar eher von Asperger/Autismus aus. Von der ADS Diagnose mal ganz zu schweigen. Nach aktuellem Stand der Wissenschaft ist nichts davon heilbar. Und wenn es als Folge dann zur Depression kommt, dann sieht es mit Heilung etwas düsterer aus. Darum ist bei mir auch die Diagnose "Rezidivierende Depression", was in etwa bedeutet, mehr oder weniger immer da, mit unterschiedlich starken Episoden.

Der Witz ist aber, um es noch mal zu sagen, die Rentenversicherung hat alle diese Diagnosen unter den Tisch fallen lassen. In der Begründung taucht unter "... bei Ihnen liegen folgende Erkrankungen vor:" nichts davon auf. Und das, trotz 5-seitigem Bericht einer Klinik f. Psychiatrie, dem Attest/Bericht meines derzeitigen Psychiaters.

Selbst das Versorgungsamt hat mehrere psychiatrische Störungen im Bescheid genannt und schrieb im Mai 2011, eine erste Feststellung hatte ich 2009, mein Gesundheitszustand hat sich deutlich verschlechtert. Die haben das gleich für 15 Jahre bewilligt, also den Ausweis und das ist schon selten und macht deutlich, es geht nicht um Pillepalle.

Das ärgerliche ist nur, es scheint so normal zu sein bei der Rentenversicherung. Ich kenne 7 Leute, bei keinem klappte es auf Anhieb. Eine Bekannte hat keinen Widerspruch gemacht, warum auch immer. Von den anderen 6 Leuten gingen 5 bis zur Klage und alle gewannen und einer reichte Klage mit dem VdK ein und da meldete sich plötzlich die RV mit Bewilligung, zur Verhandlung kam es dann nicht mehr.

Das zeigt doch, wie es läuft. Erstmal alles ablehnen. Es ist eben auch nur eine Versicherung und die zahlen nie gern. :icon_smile:
 

Muzel

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#30
Hallo Nordlicht, als mein Baby gestorben ist (Unreife) ist die Säuglingssterblichkeit in dem Jahr gesunken. Wir sind halt alle nur Individuen. Was nützt es dem einzelnen, wenn andere mit der gleichen Erkrankung gut therapierbar sind aber der einzelne nicht. Die Depessiven haben nur das Problem, dass bei ihnen eine Therapie von vorn herein nicht aussichtslos eingeschätzt werden. Ich soll ja auch eine Zwangstherapie machen, die ich nicht nur aussichtslos sondern gesundheitlich belastend finde. Kein Therapeut muss nämlich die Therapie übernehmen und das ist belastend für den Betroffenen.
 

post030

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#31
Also wenn ich an die Klinik f. Psychiatrie denke, wo ich 2 Monate war, von den 60 Leuten dort war die Masse schon mehrfach dort und über einen Zeitraum von 10-20 Jahren. Manche waren mit Anfang/Mitte 30 schon Rentner. Klingt nicht wirklich nach gut therapierbar.
 

nordlicht22

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#32
heute ist wohl mein Widerspruchstag...

also ich habe meine Rente innerhalb drei Wochen durchbekommen und dafür mit dem Vesorgungsamt 18 Monate Kampf gehabt.

Was mich doch immer wieder stört - lt. Wissenschaftler ist MEINE Erkrankung nicht heilbar. Ob das wirklich eine so gute Grundlage dafür ist, um an einer Verbesserung zu arbeiten?¿
Wenn ich den Wissenschaftler zu meiner Diagnose glaube würde, dann dürfte ich seit 30 Jahren nicht mehr leben.
Also als Leiche tippt es sich recht gut :icon_wink:

Diese "Rezidivierende Depression" bekommt glaube ich so ziemlich jeder Patient der sich in die Nähe einer Klinik wagt. Diese Diagnose nehme ich persönlich nicht für voll. Das sagt alles oder nichts aus.

Was hier unterschieden werden sollte (und das habe ich selbst erst sehr spät begriffen):
das Versorgungsamt geht von dem GdB aus und damit, wie sehr eine Erkrankung tatsächlich behindert. Das hat viel mit Leidensdruck zu tun. Jemand der z.B. eine Persönlichkeitstörung hat, aber damit in seinem Umfeld gut klar kommt und trotz reichlich Macken akzeptiert wird, hat wahrscheinlich keinen wirklich hohen Leidensdruck. In einem anderem Umfeld dagegen kann der Leidesdruck sehr hoch sein. Darum geht es bei der Feststellung des GdB und viele Ärzte können einfach keine Berichte schreiben. Das sind Mediziner und keine Schriftsteller.

Die DRV stellt was ganz anderes fest:
wie sehr schränkt die Erkrankung in der Arbeitsfähigkeit ein. Bedeutet - der Patient kann auf der Arbeit funktionieren und ohne Fehler seine Aufgaben erledigen. Damit ist er von der DRV aus arbeitsfähig. Schränken die Erkrankungen den Patienten dagegen so sehr ein, das dieser die Arbeit nicht mehr vollumfänglich erfüllen kann liegt eine EM vor.

Beim OEG ist es dann noch mal anders, bei der Beantragung von mehr Stunden wieder ein anderer Schwerpunkt. Bürokratie scheint eine deutsche Wertarbeit zu sein.

Das eigentliche Problem dabei:
Die Ärzte schreiben einen Bericht, die Klinik einen, der Therapeut einen - dabei müssten sie für jeden Anforderung einen neuen, den Voraussetzungen angepassten, Bericht schreiben.

Im Entlassungsbericht der Klinik steht "eine Rente auf Zeit wird empfohlen". Der Hausarzt schreibt "Rente ist zu vermeiden" und der Therapeut "zwingend Rente zur Stabilisierung". Bei der DRV 1. Gutachten kam heraus Teilzeitrente, wenige Wochen später Korrektur Vollzeit befristet.
Nun frag mich doch mal einer wie die Gutachter zu diesem Ergebnis gekommen sind... denn ich selbst wollte nie in Rente.

Mit dem neuen Therapeuten kommt dann langsam Licht ins Dunkel. Der Gutachter hat sich anscheinend erkündigt was diese Diagnose V.a. überhaupt ist und welches komplexes Muster sich dahinter verbirgt.

So lange diese Entscheidungen innerhalb weniger Minuten oder gar nach Aktenlage von Ärzten getroffen werden, die meist "nur" geschult wurden und keine Fachärzte sind - solange dürfte es gerade im psych. Bereich immer wieder zu diesen Problemen kommen. Ich hatte sogar eine Zahnärztin, die mit einem Zweizeiler bestimmte ich wäre wieder arbeitsfähig. Jetzt kann ich darüber lachen. Wo das passiert ist hing ich regelrecht unter der Decke. Eine Zahnärztin erlaubt sich eine Entscheidung nach Aktenlage über eine psych. Erkrankung zu treffen. Natürlich war das easy diese Entscheidung anzugreifen, aber dieser Irrsinn dürfte gar nicht zulässig sein.

Schon wieder mal zu viel geschrieben. Gutachten verfolgen mich gerade. Ende Juli wurde ich gerade wieder begutachtet und dieses Gutachten ist eine einzige Katastrophe. Erstellt von einer Fachkraft, die keine Ahnung von meiner Erkrankung hat.

Wer solch ein Gutachten erhält, dem rate ich dringend eine Gegendarstellung bzw. Korrektur einzureichen. Diese Arbeit sollte man sich wirklich machen. Mir ist ein Entlassungsbericht einer Klinik von 1994 in die Quere gekommen. Da wusste ich nicht mal annähernd was überhaupt mit mir los ist - war noch nicht mal in Behandlung deswegen.

Also immer schön auf eine saubere Akte achten :icon_smile:
 

nordlicht22

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#33
Also wenn ich an die Klinik f. Psychiatrie denke, wo ich 2 Monate war, von den 60 Leuten dort war die Masse schon mehrfach dort und über einen Zeitraum von 10-20 Jahren. Manche waren mit Anfang/Mitte 30 schon Rentner. Klingt nicht wirklich nach gut therapierbar.
Es kommt doch darauf an was Du daraus machst.

mM nach sind die Einschränkungen zwar da, aber belastend werden sie meist erst, weil das Umfeld zu eng ist und die Ecken und Kanten nicht toleriert.

Erkundige Dich mal auf den englischsprachigen Seiten nach den Therapien. Die sind gerade bei den Persönlichkeitsstörungen sehr viel weiter und erfolgreicher.

Sicherlich gibt es auch so schwer Betroffene denen lediglich eine Erleichterung verschafft werden kann.

Ich finde es halt bedenklich, wenn man sich Aufgrund solcher Aussagen nahezu aufgibt und keine Perspektive mehr entwickelt. Besonders krass finde ich das bei Borderlinern. Viele sagen "ich bin BorderlinIn" und nicht "ich habe Borderline". Verstehst Du was ich damit meine?
 

nordlicht22

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#34
Die Depessiven haben nur das Problem, dass bei ihnen eine Therapie von vorn herein nicht aussichtslos eingeschätzt werden.

Wie schon geschrieben - es kommt auf die Art der Depression an. Nicht umsonst ist die Suizidrate bei Depressionen besonders hoch.

Ich soll ja auch eine Zwangstherapie machen, die ich nicht nur aussichtslos sondern gesundheitlich belastend finde.

Aussichtslos?¿ Die Aussage mag ich gar nicht lesen.
Ich halte nichts von Zwangstherapien, aber da hatten wir ja schon mal drüber gesprochen. Schick Dir noch mal eine Klinik zu.


Kein Therapeut muss nämlich die Therapie übernehmen und das ist belastend für den Betroffenen.
Wichtig wäre das Du den richtigen Therapeuten oder zumindest eine passende Klinik findest. Das meinte ich ja mit diesem austherapiert und vergessen. Ich habe nach drei Jahren einen Therapeuten gefunden, der helfen will und sich das zutraut. Ob er helfen kann ist was ganz anderes, aber ich stelle keine Anforderungen. Schlechter kann es nicht werden - also was habe ich zu verlieren.
 

post030

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#35
@nordlicht22

Ich stimme Dir zu.

Nur ist aber die Frage, wie kommt denn die DRV zu der Einschätzung? Mal in meinem Fall, die haben keine Ärzte angeschrieben, mich nie gesehen, ausser bei Abgabe des Antrags. Also können sie NUR nach den von mir eingereichten Unteralgen gegangen sein.

Und aus den Unteralgen geht eindeutig hervor, ob und wie meine Erwerbsfähigkeit eingeschränkt ist. Nämlich definitiv so, dass das eben Rente begründet. Mein Doc hat es sogar wortwörtlich so im Bericht geschrieben. Und wenn die schon ausschließlich nach Aktenlage entscheiden, dann müssen die auch das hinnehmen, was dort steht. Und wenn da ein Psychiater der Berliner Charité (meiner) schreibt, meine Erwerbsfähigkeit ist dauerhaft eingeschränkt, dann ist das eindeutig.

Wenn die DRV das anders sieht, gut, aber dann müssen die mich einladen. Machen sie aber nicht.

Mein Fehler war, ich bin seit 3 Jahren in so einem Zustand, mit Job wäre ich in den 3 Jahren sicher 2,5 Jahre krankgeschrieben gewesen. Weil ich aber eh zu Hause war dachte ich, wozu Krankenschein? Das mache ich jetzt nicht mehr. Darum bin ich jetzt gleich am Stück 3 Monate krankgeschrieben und mein Psychiater sagte mir, er schreibt mich so lange krank, bis ich Rente bekommen und wenn es Jahre dauert.

Selbst mein Hausarzt ist bei mir für Rente.

Mir geht es zwar seit dem Bescheid von heute noch schlechter, hab das Gefühl ununterbrochen, man bläst mir das Hirn raus, aber die Sache ziehe ich durch und ich bin mir zu 99,9% sicher, die DRV wird verlieren.

Ich finde es halt bedenklich, wenn man sich Aufgrund solcher Aussagen nahezu aufgibt und keine Perspektive mehr entwickelt. Besonders krass finde ich das bei Borderlinern. Viele sagen "ich bin BorderlinIn" und nicht "ich habe Borderline". Verstehst Du was ich damit meine?
Ja, verstehe ich.

Ich kann Dir aber versichern, ich gebe mich nicht auf. Ich hab auch schon viel versucht und verändert, mir geht es daher anders, also noch vor 2 Jahren, aber eben trotzdem nicht gut. Ich werde gerade die körperlichen Symptome nicht los. Dauerkopfschmerzen, ständig Schwäche in den Beinen, Druck/Stiche in der Brust, mein linker Arm ist schon seit 4 Jahren immer wie taub und noch mehr. Das sind meist auch richtige Schmerzen und auf Dauer und nun schon Jahre belastet das enorm.
Von enormen Konzentrationsproblemen etc. mal abgesehen.

Natürlich kann man viel lindern.

Ich sehe aber wie es mir geht, wie es mir die letzten Jahre ging und da kann man abschätzen, wie es in absehbarer Zeit sein wird. Und das ist doch der Knackpunkt mit der DRV, weil es geht um "... in absehbarer Zeit...". In absehbarer Zeit werde ich nicht arbeitsfähig sein.

Selbst das Jobcenter hat mich doch schon vor 1,5 Jahren aus der Vermittlung genommen, weil die mich nicht mehr vermitteln können. Ich bin da eine Leiche, keine Eingliederungsvereinbarungen mehr, nichts.

Für mich ist es eh alles schon immer ein Problem, was wohl an der schizoiden PS oder Asperger/Autismus liegt. Ja, ich muss damit klarkommen, aber im Berufsleben ist das enorm ungünstig und führte schon immer zu Problemen, Erkrankungen.

Was normal depressiven Leuten hilft, nämlich was unternehmen, unter Menschen, im Team und halt das Übliche, ist bei mir genau umgekehrt, es macht mich depressiv, weil ich das nicht ertragen kann. Und das ist schon mein ganzes Leben so, war auch schon als Kleinkind so. Und ich hab auch keine Emotionen, auch schon immer, schon mit 3 unterm Weihnachtsbaum und auch sonst generell.
 

Muzel

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#36
Hallo Nordlicht, es ist wohl war, dass bei Depressionen die Selbstmordrate sehr hoch ist und das gilt für alle Formen. Manisch depressive Erkrankungen zählen zu den Psychosen und die "normalen" Depressionen zu den Neurosen und die Psychosen führen zu einer Realitätsverkennung, was ich viel schlimmer finde.
Ein Krankenhausaufenthalt kann eine Krankheit auch verschlimmern und mir ist schon wesentlich schlechter gegangen als jetzt und noch so einen Krankheitsschub möchte ich nie wieder erleben.
 
E

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#37
Moin Moin aus Hamburg. Vielleicht kann mir hier jemand auf die Sprünge helfen.

Vorgeschichte: hatte mit 28 Bandscheibenvorfall, berüfsunfähig als Fernfahrer. Umgeschult zum Industriekaufmann, diverse Fortbildungen. Über 20 Jahre als "Senior-Controller" eines Großbetriebes.

August 2008 Schlaganfall mit Sprachverlust und Gedächtnisschäden. Lähmungen wieder fast weg, Sprache ist wieder da. Während der Reha Feststellung eines massivern Burn-Out-Syndromes. Seitdem krankgeschrieben. 3 Wiedereingliederungen sind gescheitert da ich nach 2-3 Stunden regelrecht zusammenfalle; mich nicht mehr konzentrieren konnte. Nach 18 Monaten Wegfall Krankengeld; Rentenantrag auf volle Erwerbsunfähigkeit gestellt. jetzt, nach 15 Monaten wurde auch das ALG I eingestellt.

In der Zwischenzeit wurde bei 2 "Begutachtungen" das Untersuchungsergebnis des Amtsarztes des Arbeitsamtes abgeschrieben.. Voll arbeitsfähig, auch Schicht und nacht ohne körperliche Einschränkungen....

Wiederspruchsverfahren läuft mittlerweile über den VDK.

Im Frühjahr 2011 hatte ich den 2ten Schlaganfall. Seitdem Schmerzen beim gehen weiterer Wege in den Beinen (Nervenschäden) sowie Bewegungseinschränkungen im linken Arm. Das ich seit 3 Jahren keine Nacht mehr durchschlafe, aber nach 3-5 Stunden wachsein einfach Schlaf brauche interessiert keinen. Schon seit Jahren fühle ich mich wie in einer Blase gefangen, irgendwie ungewollt und abseits, frage was ich noch wert bin. Die Tabletten sollen zwar helfen, aber greifen den Körper auch an.

Nun bekam ich auch noch die Antwort das mir nicht mal Hartz 4 zustünde da meine Frau so gut verdient. Noch ein weiterer Schlag ins Gesicht der mich weiter runterzieht.

Wie lange muss man rechnen das sich diese quälende Situation noch hinzieht?
 

nordlicht22

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#38
Moin

in meine Vorstadt ;o)

erschreckend was da mit dir gemacht wird.
Was mich ein wenig wundert - wenn Du im Frühjahr 2011 einen erneuten Schlaganfall hattest, warum bekommst Du dann kein Krankengeld :confused:

Lass das bitte einmal prüfen und/oder stelle einfach einen Antrag auf Krankengeld. Die drei Jahre sind um...

Ich hoffe Du gehst hier nicht unter, da es eben nicht Dein Thread ist.

Besser wäre, wenn Du ein eigenes Thema eröffnest mit einem Aussagekräftigen Titel. mM nach wirst Du dann eher Antworten erhalten.
 
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Nicht offen für weitere Antworten.
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