Rente wegen EM, bei Verlängerung droht "betreutes Wohnen und arbeiten", muss ich das machen ???

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frage85

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Guten Tag,

ich bekomme seit ca. 2016 eine Erwerbslosenrente, aufgrund meiner Psychischen Erkrankung.

Davor bekam ich Sozialgeld, H4 etc. - was für viele nicht schön ist, aber inzwischen für viele der Alltag ist.

Arbeiten wollte ich immer, doch anfangs bin ich dort direkt nach meiner -Kraft Ausbildung hineingerutscht, die ich auch in einem Behindertenwerk gemacht hatte, da ich keine Ausbildungschancen gehabt habe, auch wegen der Psyche.

Nun bekomme ich diese Erwebslosenrente und die ist nun die letzten Monate ausgelaufen und sollte beantragt werden.

Ich war bei dem selben Prüfer (Arzt) gewesen und habe ihm auch das selbe erzählt, wie beim letzten mal = eben das ich Ängste habe.

Und nun bekam ich von der Rente einen Brief, das ich einen Termin in einer Einrichtung (Betreutes Wohnen, mit arbeiten, Rehab.) erhalte.

Ich weiß schon jetzt das ich da NICHT hin möchte.
Der ein oder andere wird sicherlich jetzt mit dem Kopfschütteln, das ich Hilfe ablehne.

Aber ich frag mich welche Hilfe bitte ?
All die Jahre hat es keinen Interessiert wie es mir geht, wie man mir mit meinen Ängsten helfen kann und so hätte man mich ja auch in einer Psychiatrie / Klinik stecken können.
Ich hätte zwar selber dahin gehen können, aber ich war da auch schon desöfteren und habe einfach kein vertrauen zur Herzen. Das ist mein Problem.

Nun bekam ich den Termin zugeschickt, wo drauf steht "Informations & Aufnahmegespräch"
Was bedeutet, das ich da hin soll.

Aber das kommt bei mir nicht in Frage, den in ein betreutes Wohnen möchte ich nicht. Das hatte ich damals in der Ausbildung und das will ich nicht nochmal.

Und alleine, nun auf meine Psyche zu kommen, trau ich mich das Haus nicht zu verlassen. (wohne noch zuhause)
Da ich den Lebensgef. meiner Mutter aus dem weg gehe und das nicht seit gestern. So das ich all die Jahre ihm nicht über den weg gelaufen bin.

Nun ist es aber auch so, das ich seit diesem Jahr von zuhause ausziehen möchte, also Pläne für eine eigene Wohnung habe und das steht bei mir ganz oben, so das ich erst einmal dort zur Ruhe kommen möchte und dann weiter sehen will, was auf mich zu kommt. Außerdem möchte ich mir meine Arbeit, falls es mir auch mal besser geht, selber suchen. Ich weiß noch wie sich das damals nach der Schule (seit meinem 10Lebensjahr gemobbt) angefühlt hat - als es um Arbeit ging und wie man da behandelt wurde.

Das jetzt mit dieser Einrichtung würde mich nur wieder unnötig belasten, den ich kenne meinen Körper besser, als andere.

Zumal es hier ja auch nicht um Hilfe geht, sondern einfach nur um Geld, das sie halt wollen, das sie eben nicht mehr weiter bezahlen und das ich unter Arbeit komme.
Aber wie gesagt, all die Jahre hat es KEINEM INTERESSIERT und jetzt auf einmal kommen sie mit angeblicher Hilfe an, nur da die Rente ausläuft.

Und nun frage ich mich, was ich tun kann, damit nicht der eintrug entsteht, das ich nicht dahin will.
Hingehen zum Termin kann ich ja, aber ich kann da auch sagen, das ich da nicht hinwill. Den zwingen kann mich doch keiner oder ?
 

Doppeloma

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Hallo frage85, :welcome:

möchte dich hier einfach erst mal begrüßen und habe deine Anfrage etwas erweitert und in einen besseren Foren-Berich verlegt.
Denn so ganz "Allgemein" ist die ja eher nicht, sondern schon sehr speziell ...

ich bekomme seit ca. 2016 eine Erwerbslosenrente, aufgrund meiner Psychischen Erkrankung.

Eine "Erwerbslosen-Rente" gibt es schon mal gar nicht, wer aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten kann (auf längere Sicht), der bekommt Rente wegen Erwerbsminderung und das meist befristet.

Wegen Erwerbslosigkeit (= Arbeitslosigkeit) bekommt man keine Rente, die gibt es nur wenn das was mit der Gesundheit zu tun hat. :icon_evil:

Davor bekam ich Sozialgeld, H4 etc. - was für viele nicht schön ist, aber inzwischen für viele der Alltag ist.

Das passiert also auch Gesunden, dass sie keine Arbeit finden können und dann Hartz 4 beziehen müssen, "schön" ist das tatsächlich nicht, hat aber mit deiner konkreten (gesundheitlich / psychisch bedingten) Problematik nur wenig zu tun.

Arbeiten wollte ich immer, doch anfangs bin ich dort direkt nach meiner -Kraft Ausbildung hineingerutscht, die ich auch in einem Behindertenwerk gemacht hatte, da ich keine Ausbildungschancen gehabt habe, auch wegen der Psyche.

Es ist schwierig für Außenstehende zu beurteilen welche Möglichkeiten es früher gegeben hätte das zu verhindern, dass du da "hineinrutschen" wirst ... du scheinst ja auch noch ziemlich jung zu sein.

Nun bekomme ich diese Erwebslosenrente und die ist nun die letzten Monate ausgelaufen und sollte beantragt werden.

Ab wann genau du nun diese Rente bezogen hast sollte ja in deinem Bescheid stehen und wenn das weiter erforderlich scheint, dann muss die Verlängerung rechtzeitig beantragt werden, sonst endet die Rente und es gibt kein Geld mehr von der DRV.

Ich war bei dem selben Prüfer (Arzt) gewesen und habe ihm auch das selbe erzählt, wie beim letzten mal = eben das ich Ängste habe.

Du wurdest also zum Gutachter geschickt und die wollen natürlich wissen, was du inzwischen gemacht hast, damit es dir wieder besser gehen könnte und du mal im "normalen" Arbeitsleben ankommen könntest.

Die EM-Rente (immer wieder) zu verlängern und "endlos" weiter zu zahlen das ändert ja alleine auch nicht viel.
Du schreibst, dass du gerne arbeiten möchtest, traust dir das aber real gar nicht zu und "igelst" dich weiter zu Hause ein ... das geht aber nicht wenn man arbeiten gehen will ...

Und nun bekam ich von der Rente einen Brief, das ich einen Termin in einer Einrichtung (Betreutes Wohnen, mit arbeiten, Rehab.) erhalte.
Ich weiß schon jetzt das ich da NICHT hin möchte.

Ich denke mal das ist zunächst ein Angebot über das man mit dir sprechen möchte, auch als EM-Rentner muss man versuchen (wollen) an der Situation was zu ändern.
Du solltest dir das anhören und dann entscheiden, ob das ein Weg sein kann für dich aus der aktuellen Isolation langsam heraus zu kommen, denn alleine schafftst du es ja offenbar auch NICHT.

Der ein oder andere wird sicherlich jetzt mit dem Kopfschütteln, das ich Hilfe ablehne.
Aber ich frag mich welche Hilfe bitte ?

Ich schüttele nicht den Kopf aber ich frage mich was konkret stellst du dir denn SELBER sonst vor, willst du immer so weitermachen ???
Ich persönlich habe keine Erfahrungen mit betreutem Wohnen und Arbeit in geschützten Werkstätten, ich habe aber (leider) auch Erfahrungen mit psychischen Problemen und dem dringenden Wunsch, "Dass mich doch ALLE einfach in RUHE lassen sollen".

All die Jahre hat es keinen Interessiert wie es mir geht, wie man mir mit meinen Ängsten helfen kann und so hätte man mich ja auch in einer Psychiatrie / Klinik stecken können.

Ob das nun (in deinem Falle) die richtige Lösung wäre kann ich NICHT beurteilen und das sollte hier besser auch kein anderer User versuchen, wir sind keine Ärzte und keine Psychiater und JEDER kann nur seine eigene gesundheitliche Situation einigermaßen einschätzen.

Auch ob und in welcher Form er sich behandeln lässt muss JEDER für sich selbst entscheiden, wenn man alles schon direkt ablehnt, darf man sich aber auch später nicht beschweren, dass (angeblich) Keiner helfen wollte ... :sorry:

Es gibt keine Pflicht sich behandeln und medizinisch helfen zu lassen, die Rentenkasse erwartet aber eine gewisse "Mitwirkung", damit überhaupt mal eine Besserung eintreten könnte, sonst kann die weitere Zahlung einer EM-Rente auch abgelehnt werden.

"Zwingen" kann dich also sicher Niemand was zu machen, was du nicht möchtest ABER dann kannst DU die DRV auch nicht "zwingen" weiter EM-Rente zu zahlen ... :icon_evil:

Nun bekam ich den Termin zugeschickt, wo drauf steht "Informations & Aufnahmegespräch"
Was bedeutet, das ich da hin soll.

Hast du vielleicht Jemanden der dich zu diesem Termin begleiten könnte, zumindest den "guten Willen" dir das anzuhören, solltest du zeigen.
Ob man das mit deiner Ausbildung vergleichen kann weiß ich nicht und es wäre ja eine Vorbereitung auf ein zukünftiges Leben in einer eigenen Wohnung.

Und alleine, nun auf meine Psyche zu kommen, trau ich mich das Haus nicht zu verlassen. (wohne noch zuhause)

Wie willst du da arbeiten gehen und dir eine eigene Wohnung suchen ???

Nun ist es aber auch so, das ich seit diesem Jahr von zuhause ausziehen möchte, also Pläne für eine eigene Wohnung habe und das steht bei mir ganz oben, so das ich erst einmal dort zur Ruhe kommen möchte und dann weiter sehen will, was auf mich zu kommt.

Wie soll das gehen ohne ausreichendes Einkommen, ohne die Wohnung aktuell zu verlassen, welcher Vermieter sollte da Lust haben dir eine Wohnung zu vermieten ???

Außerdem möchte ich mir meine Arbeit, falls es mir auch mal besser geht, selber suchen.

Das dürfte wohl schon VORHER nötig sein, denn ohne regelmäßiges Einkommen wirst du keine eigene Wohnung bekommen. :icon_evil:
Soweit ich mal was dazu gelesen habe bekommst du dafür im "Betreuten Wohnen" eher die (vorerst) noch nötige Unterstützung und man könnte dir auch helfen Kontakte zu geeigneten Vermietern auf zunehmen..

Denn diese Einrichtungen sind ja auch daran interessiert, dass die Leute (möglichst) irgendwann ein eigenständiges Leben führen können.

Das jetzt mit dieser Einrichtung würde mich nur wieder unnötig belasten, den ich kenne meinen Körper besser, als andere.

Gesünder gemacht hat es dich aber auch noch nicht deinen Körper besser zu kennen als andere Menschen, im realen Lebensalltag wird es immer wieder mal Probleme zu lösen geben, das "Leben ist kein Pony-Hof", das wirst du leider lernen müssen damit umzugehen und nicht nur Problemen möglichst "auszuweichen".

Zumal es hier ja auch nicht um Hilfe geht, sondern einfach nur um Geld, das sie halt wollen, das sie eben nicht mehr weiter bezahlen und das ich unter Arbeit komme.

Es geht überall um Geld und es ist nun mal der "übliche" Weg sein Leben selbst finanzieren zu können, das geht nur mit Berufstätigkeit.
Eine EM-Rente soll befristet helfen können die Wege dafür zu finden und sich auch selbst darüber Klarheit zu verschaffen was man mit dem eigenen Leben noch anfangen könnte.

Man macht dir gerade ein "Angebot" dir (vielleicht doch ???) dabei zu helfen aber du weißt schon genau, dass es NICHTS FÜR DICH ist, beklagst dich aber andererseits, dass dir Niemand wirklich helfen will ... und das bisher auch noch nicht versucht hat.

Aber wie gesagt, all die Jahre hat es KEINEM INTERESSIERT und jetzt auf einmal kommen sie mit angeblicher Hilfe an, nur da die Rente ausläuft.

Deine EM-Rente "wächst ja auch nicht auf den Bäumen", man möchte daher wissen, ob das bisher was gebracht hat und wie man das ändern könnte wenn es noch nichts gebracht hat ...

Ohne nachweisbare Behandlungen / Therapien oder eben andere "Versuche" was zu bessern an deinem Zustand kommst du deinem persönlichen Ziel (Arbeit / eigene Wohnung) aber auch KEINEN Schritt näher. :icon_evil:

Den zwingen kann mich doch keiner oder ?

"Zwingen" kannst du dich nur selber deine Vorstellungen wie es weiter geht zu überdenken und gezielt was zu tun, um deine persönlichen Wünsche auch mal umsetzen zu können ...

Bisher klingt das noch so als wären NUR die "Anderen" dafür zuständig und haben dich bisher ALLE böse im Stich gelassen.
Zum Teil ist das sicher wahr (mit dem "im Stich lassen") aber aus diesem unguten "Sumpf" herausziehen KANNST du dich am Ende NUR SELBER ...

Die Hände die dir mal zur Hilfe gereicht werden, solltest du aber auch nicht ungeprüft und uninformiert einfach "abwehren" ...

MfG Doppeloma
 

kartoffelsack

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Zumal es hier ja auch nicht um Hilfe geht, sondern einfach nur um Geld, das sie halt wollen, das sie eben nicht mehr weiter bezahlen und das ich unter Arbeit komme.
Aber wie gesagt, all die Jahre hat es KEINEM INTERESSIERT und jetzt auf einmal kommen sie mit angeblicher Hilfe an, nur da die Rente ausläuft.

Und nun frage ich mich, was ich tun kann, damit nicht der eintrug entsteht, das ich nicht dahin will.
Hingehen zum Termin kann ich ja, aber ich kann da auch sagen, das ich da nicht hinwill. Den zwingen kann mich doch keiner oder ?


Erst einmal kostet so eine Einrichtung und Betreuung der Menschen nun auch viel Geld. Sehe es als eine Investition in dich. Und doch, man war interessiert, dass du dich um deine Krankheit kümmern kannst/dich erholen (Rentenzahlung), aber da sich nichts geändert hat sollte halt ein anderer Weg versucht werden.

Dazu zwingen kann dich keiner, aber wenn du ablehnst, dann wird wahrscheinlich keine weiteren Rentenzahlungen erfolgen.

Geh zu dem Gespräch und hörst dir an was da laufen soll und stellst du deine Fragen (vorher vielleicht aufschreiben).

Vielleicht kann man dir auch eine ambulante Betreuung anbieten (mal Nachfragen).

Mein Sohn ist gerade in einer ähnlichen Situation wie du. Nur anders herum. Er bekommt keine EMR soll aber in eine Reha-Einrichtungen für psychisch kranke Menschen (RPK) (stationär). Für ihn nicht denkbar. Also, werden wir den 1. Termin wahrnehmen und unsere Fragen und Bedenken los werden (Fragenkatalog haben wir aufgestellt). Vielleicht finden wir mit den Leuten vor Ort ja eine Lösung mit denen beide Seite leben können. Und auch wir versuchen eine ambulante Therapie zu vereinbaren. Allerdings hat mein Sohn schon seinen eigenen Hausstand und auch eine Arbeitsstelle.

Wenn mein Sohn sich aber komplett verweigert wird ihm die Rentenversicherung aber auch kein Stück entgegenkommen. Wird die Einrichtung aber zu dem Ergebnis kommen, dass an seiner jetzigen Erkrankung so schnell nichts zu ändern ist, dann bekommt er vielleicht auch eine Rentenzahlung.

Also....Lösung finden ist hier das Ziel. Auch für dich. Sich verweigern bringt dich nirgendwo weiter.
 
E

ExUser 2606

Gast
Betreutes Wohnen gibt es in vielen Formen. Von einer Art Internat oder WG bis zu einer eigenen Wohnung, wo nur regelmäßig jemand vorbei haut und bei Problemen hilft ist da vieles möglich.
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sonne26

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Hallo Frage85

wie ich aus deinem Beitrag lesen kann, hast du wohl schlechte Erfahrungen was ein "Betreutes Wohnen" betrifft gemacht?
Nicht Alles ist "schlecht"

Es gibt das "Betreute Wohnen" in einer Wohngemeinschaft, da kann einige Stunden Jemand da sein, dann gibt es wieder eine andere Form der WG da kommen stundenweise Menschen zu dir um zu helfen und dann gibt es noch eine andere Form wenn du eine eigene Wohnung hast, kommen sie auch zu dir und helfen dir in Bereichen wo du Hilfe brauchst.

Klar kann ich verstehen, dass es sich komisch anfühlt, wenn vorher nichts passiert ist und gerade jetzt wo du doch weißt dass du Hilfe brauchst sind Menschen da, die es mit dir zusammen umsetzen wollen.
Versuche dich nicht zu verschließen und versuche den Weg zu gehen, du machst es für dich um auch eine neue Perspektive und vorallem eine neue Lebensqualität zu erhalten.

Denk mal drüber nach....

Grüße von der Sonne
 
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