Rente wegen depris und sozialer Phobie

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Schneemann

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Hi
Ich bin seit ca. 20 jahren in einer Firma tätig.
Hab schon 2 klinische aufenthalte (kurz nacheinander im lezten jahr) wegen sp und depris hinter.
Bei der ersten Klinik hat es sozusagen garnichts gebracht und war danach beim sachbearbeiter meiner Kramkenkasse.
Dieser hat sofort zu mir gesagt als er mich sah das ich keine Angst haben solle und man mir nichts tun würde, weil ich total nervös war.
Desweiteren sagte er mir das mein Verhalten nicht normal sei, weil ich so am zittern war und er erst einen ähnlichen fall gehabt habe.
Dann meinte er auf einmal ob ich in rente gehen wolle, ich hielt es da noch für einen Witz, da ich nie auf den gedanken gekommen wäre mit grad mal 39 in rente zu gehen.
Dann war ich wieder bei meinem Neurologen und hab ihm gesagt das es so nicht weitergehen kann und er mich doch bitte in eine andere klinik einweisen solle, da ich schon an suizid gedacht hab. (Einen versuch hatte ich schon)
Ein paar Tage später war ich dann in einer anderen klinik wo ich versprechen mußte mir nichts anzutuen da ich sonnst auf die geschlossene gekommen wäre.
Nach 5,5 Wochen wurd ich dann entlassen und die erste zeit ging es einigermassen.
Doch nun ist es wieder so schlimm wie vor der Klinik, ich komme mit dem Streß bei der Arbeit garnicht mehr klar, muß mich schon vor lauter aufregung täglich übergeben und esse fast garnichts mehr.
Ich gehe nicht aus dem Haus, lebe quasi völlig isoliert, gehe nicht mal zu den Geburtstagen meiner Geschwister aus Angst das da noch andere kommen könnte die ich nicht kenne.
Einkaufen nur morgens wenn die Geschäfte grade losmachen und noch nicht viel los ist.
Ich weiß einfach nicht was ich noch machen soll, jeder Tag bei der Arbeit macht mich mehr und mehr kaputt, aber ich kann doch nicht einfach kündigen, und wenn doch, was dann?
 

larifari33

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AW: Rente wegen depris und soziahler Phobie

Hi
Ich bin seit ca. 20 jahren in einer Firma tätig.
Hab schon 2 klinische aufenthalte (kurz nacheinander im lezten jahr) wegen sp und depris hinter.
Bei der ersten Klinik hat es sozusagen garnichts gebracht und war danach beim sachbearbeiter meiner Kramkenkasse.
Dieser hat sofort zu mir gesagt als er mich sah das ich keine Angst haben solle und man mir nichts tun würde, weil ich total nervös war.
Desweiteren sagte er mir das mein Verhalten nicht normal sei, weil ich so am zittern war und er erst einen ähnlichen fall gehabt habe.
Dann meinte er auf einmal ob ich in rente gehen wolle, ich hielt es da noch für einen Witz, da ich nie auf den gedanken gekommen wäre mit grad mal 39 in rente zu gehen.
Dann war ich wieder bei meinem Neurologen und hab ihm gesagt das es so nicht weitergehen kann und er mich doch bitte in eine andere klinik einweisen solle, da ich schon an suizid gedacht hab. (Einen versuch hatte ich schon)
Ein paar Tage später war ich dann in einer anderen klinik wo ich versprechen mußte mir nichts anzutuen da ich sonnst auf die geschlossene gekommen wäre.
Nach 5,5 Wochen wurd ich dann entlassen und die erste zeit ging es einigermassen.
Doch nun ist es wieder so schlimm wie vor der Klinik, ich komme mit dem Streß bei der Arbeit garnicht mehr klar, muß mich schon vor lauter aufregung täglich übergeben und esse fast garnichts mehr.
Ich gehe nicht aus dem Haus, lebe quasi völlig isoliert, gehe nicht mal zu den Geburtstagen meiner Geschwister aus Angst das da noch andere kommen könnte die ich nicht kenne.
Einkaufen nur morgens wenn die Geschäfte grade losmachen und noch nicht viel los ist.
Ich weiß einfach nicht was ich noch machen soll, jeder Tag bei der Arbeit macht mich mehr und mehr kaputt, aber ich kann doch nicht einfach kündigen, und wenn doch, was dann?




Auf keinen Fall kündigen ... Such Dir sofort einen Psychologen und erkundige dich nach einer Psychosomatischen Therapie ( Burn out Syndrom ???)



Gruß aus München
 

Schneemann

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AW: Rente wegen depris und soziahler Phobie

Hi
Mein Neurologe hat gemeint ich solle einer Verhaltenstherapie machen was ich auch sofort zustimmte, aber leider beträgt die Wartezeit ca. nen halbes jahr, ich weiß nicht ob ich so lange noch durchhalte :-(
 

Tinka

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AW: Rente wegen depris und soziahler Phobie

Unbedingt sofort noch mal zu deinem Neurologen, vermutlich muß die Medikation umgestellt werden, um die Angst-Attacken abzuschwächen.

Alles Gute!

P.S. Meine Neurologin sagte mal zu mir, dass ihre Patienten bei der Hitze regelmäßig "durchdrehen" (soweit das noch möglich ist...:icon_wink:).
 

Schneemann

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AW: Rente wegen depris und soziahler Phobie

Bin schon seit etlichen Jahren in Behandlung und hab quasi schon alle medis durch, wenn dieser streß bei der Arbeit nicht wäre, dauernd angst etwas falsch zu machen, immer wieder neue aufgaben bewältigen zu müssen, jeder hat seine feste abteilung, aber ich muß mich überall auskennen.
Als ich mal was falsch gemacht habe, hab ich den Betriebsleiter (Nicht den chef) gefragt ob ich gekündigt werde, und er meinte nur das er ja blöd sein müßte mich zu kündigen, weil er mich halt überall einsetzen kann und ich quasi immer zur verfügung stehe (keine famielie)
Aber wie gesagt komme ich mit dem druck einfach nicht mehr klar.
Selbst wenn ich geküngigt werden sollte, wäre es unmöglich aufgrund meiner soziahlen Phobie ne neue stelle anzutreten.

Mal ne andere frage, was würde ich denn bekommen wenn ich rente beantragen würde?
Ich hab doch schon 2 staionäre Therapien hinter mir, in der lezten klinik sagte man mir das ich jederzeit wieder kommen könnte, aber ich kann doch nicht schon wieder krank feiern!
Alles beschissen!
 

Tinka

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AW: Rente wegen depris und soziahler Phobie

Na, wenn du aus gesundheitl. Gründen (da gibts einen bestimmten Passus beim AA um dich vor Sanktionen zu schützen) gekündigt würdest, bekämst du doch erstmal für 1 Jahr Arbeitslosengeld 1 und hättest Zeit, deinen Zustand durch Ruhe und Therapie zu verbessern.

Danach könntest du eventl. einen weniger stressigen Job suchen oder auch eine Erwerbsminderungsrente beantragen.

Ich würde mir diesen Stress nicht mehr antun, mir ginge meine Gesundheit vor...bestimmt gäbe dir dein Arzt ein Attest, das besagt, dass du diese Arbeit nicht mehr ausführen kann.
 

CanisLupusGray

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AW: Rente wegen depris und soziahler Phobie

Hallo Schneemann,

du bist nicht allein mit deinen problemen. ist auch nicht verwunderlich in der heutigen zeit.

zunächst erst mal musst du -aus meiner sicht- unbedingt raus aus diesem teufelskreis!

In meinem fall ging das damals über das psychologische fachkrankenhaus (ähnlich wie bei dir: versprechen nix anzustellen, da sonst geschlossene abteilung) und dessen psychologische tagesklinik. meine psychologin hat das der tagesklinik als dringenst markiert und dann ging die aufnahme in die tagesklinik innerhalb einer woche.

also geh zum psychologen und frag, ob es bei dir die möglichkeit gibt, in einer tagespsychologischen behandlung unter zu kommen.

grüße aus dem wald

CanisLupusGray
 

Schneemann

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AW: Rente wegen depris und soziahler Phobie

Erstmal danke für eure hilfe.
Hab grade bei meinem Neurologen angerufen, aber der hat zurzeit Urlaub :-(
Bin am überlegen ob ich erstmal zu meinem Hausarzt gehen soll, damit er mich erstmal krank schreibt.
Hab schon wieder so Panik davor gleich wieder auf die Arbeit zu müssen :-(
 

Kerstin_K

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AW: Rente wegen depris und soziahler Phobie

Na, wenn du aus gesundheitl. Gründen (da gibts einen bestimmten Passus beim AA um dich vor Sanktionen zu schützen) gekündigt würdest, bekämst du doch erstmal für 1 Jahr Arbeitslosengeld 1 und hättest Zeit, deinen Zustand durch Ruhe und Therapie zu verbessern.

Danach könntest du eventl. einen weniger stressigen Job suchen oder auch eine Erwerbsminderungsrente beantragen.

Ich würde mir diesen Stress nicht mehr antun, mir ginge meine Gesundheit vor...bestimmt gäbe dir dein Arzt ein Attest, das besagt, dass du diese Arbeit nicht mehr ausführen kann.

Wenn der TE wirklich so vielseitig einsetzbar ist, vielleicht gibt es dann ja auch innerhalb des Betriebes eine Möglichkeit, ihn dort einzusetzen, wo weniger Stress ist.

Fragen kostet nichts.
 

Schneemann

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AW: Rente wegen depris und soziahler Phobie

Hallo Kerstin
Leider geht das nicht, da grade jetzt urlaubszeit ist, und ich immer da eingeszt werden muß wo jemand fehlt, ist nur ein kleiner betrieb.
in 15 Minuten muß ich los, wäre der tag doch schon vorbei :-(
 

Kerstin_K

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AW: Rente wegen depris und soziahler Phobie

Gib nicht so schnell auf. Wer macht denn den Springer, wennn Du krank oder in Reha bist? Irgendwann ist auch die Urlaubszeit vorbei.
 

Tinka

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AW: Rente wegen depris und soziahler Phobie

Hier ist noch der Link des AA zum Thema Kündigung aus gesundheitl. Gründen & ohne Sanktionen.

Das Formular nennt sich "Fragebogen zur Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses bei Arbeitsaufgabe auf Ärztlichen Rat"

siehe auch hier, Anlage 4, 4a und 4b:

https://www.arbeitsagentur.de/zentr...eitslosigkeit/Publikation/pdf/da-alg-p144.pdf

Vielleicht hilft dir das weiter...:icon_daumen:


Ich würde mich vom Hausarzt gründlich krank schreiben lassen, bis der Psychiater wieder da ist!
Danach wird alles seinen Gang gehen, arbeiten kannst du soo nicht mehr, soviel ist klar.
Nur Mut, viele von uns sind bereits diesen Weg gegangen!
 

Mittendrin

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Hallo Schneemann,
vielleicht liest Du hier noch mit, auch wenn Du schon länger nichts mehr geschrieben hast. So wie Dir, geht es mir gerade auch. Allerdings längst nicht so schlimm. Vor ein paar Wochen habe ich gekündigt, weil ich die Ablehnung und das Schweigen im Betrieb nicht mehr ertragen habe: Ich mußte mit zwei Personen in einem kleinen Büro zusammen arbeiten, mit denen man sich überhaupt nicht richtig unterhalten konnte. Und dazu leide ich auch unter sozialer Phobie bzw. unter vielen Minderwertigkeitskomplexen.

Deswegen gehe ich quasi auch ungern aus dem Haus. Verschlimmert wurde das Ganze, dass im Erdgeschoss vor zwei Jahren quasi eine Art Pförtner eingerichtet wurde. Und ich hasse es wie die Pest wenn ich auch noch im privaten Bereich kontrolliert werde.

Allerdings weiß ich inzwischen worauf ich meine Phobien und Komplexe zurückführen kann.
Es war die Erziehung durch meine Eltern, denen man nie etwas recht machen konnte (nur ganz, ganz selten Lob; egal was man machte, irgendwas hätte ich immer verbesser können; dazu über Jahre hinweg immer wieder mal Anbrüllen durch den Vater (Lehrer), wenn man mal in einem nicht so guten Fach einen Fehler bei den Hausaufgaben machte; "Liebe" gab's vor allem bei guten Noten; bzw. als Ersatz bekam man etwas gekauft; Zärtlichkeit kannte man in meiner Familie eigentlich nur aus dem Lexikon; von der Mutter gab's dafür immer wieder Spott (gerne auch, wenn es um intime Dinge ging) oder böse Blicke).

Erkannt habe ich das Ganze leider erst vor drei Jahren (bin Anfang vierzig) Dank den Büchern von Alice Miller. Ach ja und sexueller Missbrauch im Kleinkindalter (ca. 0-2 Jahre) kam bei mir auch noch dazu (Überlegung durch Beschreibung der Symptome von Opfern bei Pädophilie im Vergleich zu meinem Verhalten und meinen Gedanken als Kind, Jugendlicher und Erwachsener).

Ich habe inzwischen Probleme mit dem Herz (vergrößerter Herzmuskel sowie Bluthochdruck). Beim vergrößerten Herz vermute ich, dass ich zuviele Jahre (während meiner Arbeitslosigkeit) vor dem PC gesessen habe (meistens ohne große Bewegung). Dadurch mußte das Herz die gesamte Blutzirkulation alleine leisten. Normalerweise unterstützen Muskeln (mit Hilfe der Rückschlagklappen in den Venen), wenn sie bewegt werden, das Herz dabei. Um die vergrößerte Anstrengung zu leisten, hat sich das Herz somit vergrößert, um nicht ständig mit 100% arbeiten zu müssen (kleiner Motor mit 100% = großer Motor mit ca. 70%).

Dennoch weigere ich mich Blutdruckmedikamente zu nehmen, weil ich denke, dass der Körper, d.h. die eigene Pumpe, einen Grund dafür hat, wenn er den Blutdruck erhöht. Zudem habe ich inzwischen bei mehreren Ärzten die Erfahrung gemacht, dass sie eigentlich nichts von psychischen Problemen hören wollen, sondern lieber ihre Medikamente verschreiben.
Ein Bekannter hatte ähnliche Probleme Anfang 20 und sollte dann von einem Arzt verordnet in Zukunft Beta-Blocker zu sich nehmen. Mit Anfang 20!

Wegen der Ängstlichkeit: Ich glaube (aus eigener Erfahrung), dass dies auf chronischen Schlafmangel ( praktisch keine Nacht mehr ohne in der Nacht aufzuwachen und mehrere Stunden wach zu liegen) zurückzuführen sein könnte. Weil man sich selber dauernd (aus Erziehungsgründen, bzw. aus Angst vor Bestrafung bei Nichtstun) unter Druck setzt, kann man auch nur noch schlecht schlafen bzw. man denkt, dass dann zu viel Arbeit liegen bleiben würde => Teufelskreis
Erst mal Essensvorräte besorgen, die man schnell ohne große Zubereitung essen kann, sowie ein paar Zeitschriften oder Bücher (am Besten keine Krimis, sondern vielleicht was mit Herzschmerz :biggrin: ) besorgen und dann das Telefon abstellen.
Dann am Besten mal eine Nacht und den darauffolgenden Tag so lange liegen bleiben bis man das Gefühl hat, dass man einigermaßen ausgeschlafen ist. Zum Einschlafen vielleicht ein bischen Rotwein oder warme Milch mit Honig :icon_pause:. Die darauf folgenden Tage mit Lesen zubringen und wenn man sich müde fühlt, das Buch weglegen und schlafen.

Wegen der Wartezeit bei Psychologen: Ein Arzt meinte vor zwei Jahren, dass es in meiner Gegend eine Wartezeit von ca. einem Jahr für eine Therapie bei einem Psychologen/Psychiater geben würde. Ich dachte das würde für das ganze Bundesland gelten.
Inzwischen habe ich mal bei meiner Krankenkasse nachgefragt und da wurde mir gesagt, dass man z.B. in einem Nachbarkreis relativ schnell einen Termin bekommen kann. Also am Besten mal bei der Krankenkasse nachfragen.
Vor einem Gespräch sollte man sich am Besten mal diese Empfehlung durchlesen (es muß nicht nur die Chemie stimmen), um herauszufinden, ob die/der Therapeut/in einem wirklich helfen kann:
Alice Miller
 
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