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Rente und aufstockend ALG II - nun Termin zur Berufsberatung

Freigeist79

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#1
Guten Abend,

ich beziehe seit 2011 die volle Erwerbsminderungsrente.

Trotzdem steht im Bescheid, dass ich da x Stunden arbeitsfähig sei.

Also bekomme ich wohl die sogenannte Arbeitsmarktrente.

Aufstockend beziehe ich ALG II.

Arbeitsfähig fühle ich mich seit Jahren trotzdem nicht.
Ich bin regelmässig bei meiner Neurologin in Behandlung und bekomme auch Medikamente.

Nun habe ich vom Jobcenter eine Einladung zum Gespräch. Es geht um meine „berufliche Situation“.

Nun weiss ich gar nicht, was mich da erwartet.

Kann mir jemand dazu was sagen?

Werden die mich zwingen, trotz meiner gesundheitlichen Instabiltät, arbeiten gehen zu müssen?

Welche Informationen dürfen die von mir einholen bezüglich meiner Erkrankung?
Was muss ich da beim Jobcenter erzählen?

Und wenn die mich nicht vermitteln können, muss ich befürchten, dass die mich beim Jobcenter raus schmeissen und ich Sozialhilfe beantragen muss?

Sorry, sehr viele Fragen.
Bin aber so negativ aufgeregt, weil das Druck in mir erzeugt.

Gruß
Freigeist79
 

saurbier

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#2
Hallo Freigeist79,

ich beziehe seit 2011 die volle Erwerbsminderungsrente.

Trotzdem steht im Bescheid, dass ich da x Stunden arbeitsfähig sei.

Also bekomme ich wohl die sogenannte Arbeitsmarktrente.

Aufstockend beziehe ich ALG II.
Nun das hört sich echt nach einer Arbeitsmarktrente an.

Nur verstehen kann ich dabei nicht, warum dir nicht mal deinen Rentenbescheid (seit 2011) mal genau durchgelesen hast. Wäre das der Fall, dann wüßtest du wohl genau, um welche Form der Rente es sich handeln würde, denn auf Seite 2 des Bescheides wird die überdeutlich mitgeteilt.

Da dürfte dann Sinngemäß stehen, sie erhalten die volle Erwerbsminderungsrente nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, sondern auch weil der aktuelle Arbeitmarkt für sie derzeit als verschlossen anzusehen ist. Daher gewähren wir ihnen die Arbeitsmarktrente.

Und noch eins dazu, die Arbeitsmarktrente wird immer nur zeitlich befristet gewährt, also so maximal für 3 Jahre.

Damit hättest du jetzt bereits mindestens 2mal eine Verlängerung beantragen müssen.

Arbeitsfähig fühle ich mich seit Jahren trotzdem nicht.
Ich bin regelmässig bei meiner Neurologin in Behandlung und bekomme auch Medikamente.
Wie du dich fühlst, ist unerheblich. Für die DRV zählen nur die medizinischen Beurteilungen der Ärzte. Wenn es nach dem persönlichen fühlen ginge, nun dann würden viele eine volle EMR beziehen.

Da du angibst das du ja für noch einige Stunden arbeiten können sollst, dürfte damit wohlmöglich zwischen 3-6 Std./tägl. gemeint sein.

Und wieder, warum hast du denn nicht mal in den Reha-Abschlussbericht geschaut (ich gehe mal davon aus das du eine solche damals gemacht hast). Mir scheint das du hier wenig interesse hast dir wichtige Unterlagen mal genauer anzuschauen.

Nun habe ich vom Jobcenter eine Einladung zum Gespräch. Es geht um meine „berufliche Situation“.
Das dürfte beim JC wohl wenig neues sein.

Vielmehr verwundert da, daß die Herrschaften erst jetzt darauf kommen, dich zu einer Arbeitsaufnahme zu bewegen.

Nun weiss ich gar nicht, was mich da erwartet.

Kann mir jemand dazu was sagen?

Werden die mich zwingen, trotz meiner gesundheitlichen Instabiltät, arbeiten gehen zu müssen?
Nun, je nachdem wen du da jetzt als SB erhälst, wird er wohlmöglich das ganze Register durchziehen und versuchen dich zu einem Teilzeitjob zu bewegen.

Das ist jedoch nur im Rahmen der medizinischen Beurteilung seitens der DRV möglich und für komische Schulungsmaßnahmen oder 1,-€ Jobs nicht zulässig.

Für dich käme auch beim JC nur eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeit in Betracht und die muß vorher von der für dich zuständigen DRV abgeseget werden.

Aber du solltest dabei nicht vergessen, daß dies auch ggf. (daran glaube ich weniger) für ZAF´s zutreffen kann.

Werden die mich zwingen, trotz meiner gesundheitlichen Instabiltät, arbeiten gehen zu müssen?
Und ja, diesen Zwang hast du bereits seitens der DRV als Arbeitsmarktrentner, nur ist die selbst weniger hinter her, weil es eben nicht zu ihrer Aufgabe gehört jemanden in Arbeit zu vermitteln. Sollte sich allerdings eine passende Arbeitsstelle auf tun, dann müßtest du sie auch annehmen und deine volle Rente würde wieder auf eine Teil-EMR zurück gestuft - je nach Höhe der dort erzielten Einkünfte.

Welche Informationen dürfen die von mir einholen bezüglich meiner Erkrankung?
Was muss ich da beim Jobcenter erzählen?
Nun vielleicht solltest du dich auch mal etwas mehr mit der Situation rund ums JC befassen.

Die SB dort hätten schon von Anfang an eine ärztliche Begutachtung bei dir machen müssen, bevor überhaupt mal eine EinV abgeschlossen wird, oder hast du dort sogar noch keine EinV abgeschlossen.

Nun jetzt können sich das JC über den ärztlichen Dienst deine Gesundheitsakte bei der DRV anfordern, um zu sehen was mit dir überhaupt noch erwerbsmäßig möglich ist.

Dem entsprechend müßte dann der SB ein Vermittlungsgespräch führen in welchem er dir ggf. entsprechende Arbeitsangebote unterbreitet, die du dann wiederum vorher der DRV zur Prüfung vorlegen müßtest.

Würde die DRV diesem Arbeitsangebot (Arbeitsplatz) zustimmen, so wärst verpflichtet diese auch anzunehmen um deine Hilfebedürftigkeit beim JC zu reduzieren bzw. gänzlich entfallen zu lassen.

Und wenn die mich nicht vermitteln können, muss ich befürchten, dass die mich beim Jobcenter raus schmeissen und ich Sozialhilfe beantragen muss?
Das hängt davon ab, ob du alleine Lebst oder in einer BG.

Im übrigen empfehle ich dir mal hier die Suche-Funktion zu benutzen, denn es gibt bereits ausreichend Berichte zu Arbeitsmarktrente.


Grüße saurbier
 

Freigeist79

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#3
Es wäre höflicher von deiner Seite, deinen Beitrag etwas weniger mit Vorwürfen zu bespicken. Du solltest daran denken, dass es verschiedene Gründe gibt, warum Menschen berentet sind. Manche schaffen es nicht mal, ihren Alltag zu strukturieren oder sind gar mit einfachsten Zusammenhängen überfordert. Da steckt nicht immer Absicht dahinter.
Danke trotzdem für deine Antworten.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

saurbier

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#4
Hallo Freigeist79,

Es wäre höflicher von deiner Seite, deinen Beitrag etwas weniger mit Vorwürfen zu bespicken.
Ich glaube mal weniger das ich hier mit Vorwürfen um mich geschmissen haben, als eher auf grundlegende Sachverhalte hinzuweisen.

Einen Behördenbescheid muss man schon komplett kesen und nicht nur das was einem persönlich wichtig erscheint, denn dann lassen sich viele Probleme bereits im Vorfeld lösen bzw. erklären.

Du solltest daran denken, dass es verschiedene Gründe gibt, warum Menschen berentet sind. Manche schaffen es nicht mal, ihren Alltag zu strukturieren oder sind gar mit einfachsten Zusammenhängen überfordert.
Wer hier keine gesundheitlichen Angaben macht, der kann sich wohl kaum auf besondere Umstände berufen, oder erwarten das unsereins dies in der Glaskugel sieht, oder.

Da steckt nicht immer Absicht dahinter.
Habe ich das etwa behauptet?

Ja, ich hab die Arbeitsmarktrente. Hab ich das zuvor nicht geschrieben?
Und Ja, verlängert wurde schon 2 mal.
Ganz zu Anfang hatte ich jedoch die volle EM Rente.
Du hast eine Vermutung abgeben, mehr leider nicht.

Aufgrund deiner Aussage habe ich ja auf die Seite 2 des Bescheides verwiesen, weil ich mir sowas gedacht habe.

Ich hatte dann kurz bisschen versucht zu arbeiten, weshalb ich auf Arbeitsmarktrente gestuft wurde.
Nun ja, da passt aber so einiges nicht zusammen.

Ein bisschen arbeiten mit voller EMR und dann auf Arbeitsmarktrente gestuft gibt es bei der DRV nicht.

Wenn du zuerst die volle EMR bezogen hast, dann hat man dir diese wegen Arbeit aberkannt und dir ggf. wegen dem Gesundheitszustand stattdessen eine Teil-EMR bewilligt, denn damit darfst du ein zusätzliches Einkommen oberhalb 450,-€/mtl. erziehlen.

Solltest du dann seitens der AfA nicht mehr in Arbeit vermittelbar sein, dann kann dir die DRV als Teil-EMR ggf, eine Arbeitsmarktrente bewilligen, die dann genauso hoch ist wie eine volle EMR.

Also passt hier schon mal was irgendwie nicht zusammen, bzw. fehlen Aussagen von dir als Hinweis dazu.

Aber das ist jetzt eh egal, denn als Arbeitsmarktrentner stehst du dem JC zur Arbeitsvermittlung im Zeitfenster von 3-6 Std./tägl. entsprechend deiner gesundheitlichen Einschränkungen zur Verfügung.

Das kann man pauschal dazu sagen.

Für mehr bedarf es weit mehr Angaben deinerseits, wie z.B. Krankengeschichte und Ablauf bis zum JC-Antrag.


Grüße saurbier
 

gipsifilla

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#5
Hallo,

ich hätte auch gerne etwas zu dieser Angelegenheit zu sagen, mich kennt ja keiner:

auch ich beziehe die Arbeitsmarktrente schon seit 2005, die immer verlängert wurde, erst eineinhalb Jahre, dann jeweils um
3 Jahre.

Seit 2015 bekomme ich Aufstockung durch das Jobcenter und habe nun Anfang diesen Jahres auch so eine Einladung gleicher Art bekommen. Voller Angst in diesen Termin. Der Sachbearbeiter sagte, dass er sich nur mal vorstellen wolle.
Er macht diese Arbeit schon seit X Jahren, kennt viele Behinderte, manche kommen mit dem Rollstuhl. So ging ca. eine halbe Stunde um und zum Schluss hat er noch gefragt, ob ich ein Auto habe und dann den Fahrtkostenantrag ausgefüllt,
damit ich die paar Euro erstattet bekomme.

Nun zum besseren Verständnis, ich bin chronisch krank und habe körperliche Beschwerden, die mir keiner ansieht.

2014 habe ich mir die Akte von der DRV schicken lassen. Da steht u.a. drin: Arbeitsplatz neben einer Toilette, kein Publikumsempfang, mehrmalige Ruhezeiten...
Ja wohl kein Wunder, dass es so eine Arbeitsstelle nicht gibt,
aber zuhause könnte ich z.B. arbeiten....

Ich wünsche viel Erfolg bei dem Gespräch!
 

Caramell

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#6
Freigeist79, mein Mann bekommt auch schon zig Jahre ein Arbeitsmarktrente, die immer für 3 Jahre bewilligt wird.

Hin und wieder bekam er auch mal eine Einladung vom JC. Da lief es den auch so ähnlich ab, wie von gipsifilla beschrieben. Im Prinzip wollte der SB Ihn bloß sehen oder irgendwas war in den Unterlagen abhanden gekommen. Jobs haben die Ihm noch nie angeboten.

Also gehe erst mal zum Termin überlege gut, was du erzählen willst und was nicht. Krankheiten selber gehen den SB nichts an, eher das was Du noch kannst und was nicht. Auch wenn der SB freundlich ist, etwas Mißtrauen ist sicher nicht verkehrt.
 

Freigeist79

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#7
Hallo!

Erstmal danke an Caramell und Gipsifilla für die aufbauenden Worte.

Ich hatte nun den Termin beim Jobcenter und möchte ein kurzes Feedback hinterlassen.

Erstmal wusste die zuständige Sachbearbeiterin nicht, dass ich Rente beziehe, hatte sie nicht im System. Das anschliessende Gespräch war voll ok. Es gab keine Eingliederungsvereinbarung und sonst keine Verpflichtungen. Ich kann mich bei Fragen oder wenn ich wieder eine Arbeit suche, dort hin wenden. Druck wird nicht gemacht. Ich kann, wenn ich möchte, 3-6 Stunden arbeiten, muss aber nicht.

Das war´s.

LG
Freigeist79
 

Caramell

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#8
Freigeist79, siehst Du manchmal ist einfach etwas nicht im System drin. Bei Dir eben das Du Rente beziehst.
Jetzt wirst Du Ruhe haben, wenn Du nicht arbeiten möchtest.
 

saurbier

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#9
Hallo Freigeist79,

nun dann sei froh das es so abgelaufen ist.

Hier im Forum gibt es auch andere Berichte, bei denen es gänzlich anders abgelaufen ist.

Eins wollen wir bitte bei einer Arbeitsmarktrente nicht vergessen, die DRV zahlt diese nur deshalb, weil für den Betroffenen derzeit keine sozialversicherungspflichte Teilzeitarbeitsstelle vorhanden ist.

Dies befreit den Betroffenen allerdings keineswegs davon, sofern er Leistungen des JC erhält, sich im Rahmen seines noch vorhandenen Leistungsvermögen (immerhin ja 3-6Std./tägl.) der Arbeitsvermittlung zur Verfügung zu stellen (siehe hierzu auch § 8 SGB II).

Wenn allerdings das JC bzw. dessen SB´s kein Interesse an einer Vermittlung haben, auch gut für den Betroffenen, allerdings könnte sich das auch bei einem anderen SB sofort ändern.


Grüße saurbier
 

Freigeist79

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#10
Hallo Freigeist79,

nun dann sei froh das es so abgelaufen ist.

Hier im Forum gibt es auch andere Berichte, bei denen es gänzlich anders abgelaufen ist.

Eins wollen wir bitte bei einer Arbeitsmarktrente nicht vergessen, die DRV zahlt diese nur deshalb, weil für den Betroffenen derzeit keine sozialversicherungspflichte Teilzeitarbeitsstelle vorhanden ist.

Keine GEEIGNETE!! Teilzeitarbeitsstelle. Denn Jobs gibt es wie Sand am Meer.

Dies befreit den Betroffenen allerdings keineswegs davon, sofern er Leistungen des JC erhält, sich im Rahmen seines noch vorhandenen Leistungsvermögen (immerhin ja 3-6Std./tägl.) der Arbeitsvermittlung zur Verfügung zu stellen (siehe hierzu auch § 8 SGB II).

Wenn allerdings das JC bzw. dessen SB´s kein Interesse an einer Vermittlung haben, auch gut für den Betroffenen, allerdings könnte sich das auch bei einem anderen SB sofort ändern.

Grüße saurbier
Ich würde dir auch raten, deine "helfenden" Beiträge etwas milder zu formulieren. Du kannst niemanden unterstützen, wenn du gleich den Teufel an die Wand malst und vom worst case schreibst. Wenn das so sein soll, wird es eh eintreffen. Auch ohne deine Angst fördernden Beiträge.
 

Wolllaus

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#11
Atme mal tief durch. Niemand will dir Angst machen oder dich gar ärgern.

Ich empfand die Beiträge als sachlich und hier hat sich jemand Mühe gemacht dir zu antworten. Es ist immer unbequem, wenn man mit etwas konfrontiert wird, was man nicht wahrhaben will. Ich kenne das auch, aber das Leben ist nunmal so und Direktheit ist eigentlich etwas positives, man muss sich aber daran gewöhnen.

Es bringt auch nichts, wenn man dann was schreibt, was dir eher passt, aber dann trifft eben genau das ein, was du nicht wahrhaben wolltest und du bist nicht darauf vorbereitet. Was dann? Man muss auch nicht alles als persönlichen Angriff werten, Saurbier wollte dir helfen. Irgendwann antwortet keiner mehr, wenn er statt danke zu hören, angemeckert wird, weil die Antwort nicht passt.

Ich würde mich regelmäßig um aussagekräftige Befunde kümmern, wenn sich nciihts verbessert, also zu Ärzten gehen, zu sehen, dass regelmäßig dokumentiert wird, warum ich nicht arbeiten kann und damit meine ich nicht, dass drin stehen soll, xy kann nicht mehr arbeiten, sondern dass deine Symptome genau dokumentiert werden, darauf kann ein Arbeitsmediziner dann schließen, ob und wie lange du arbeiten kannst. So die Theorie und je besser alles belegt ist, desto einfacher ist es.
Und dann würde ich den Bescheid nochmal genau durchlesen, oder auch mal bei der DRV nachfragen, ob es eine Rente wegen eines verschlossenen Arbeitsmarktes ist oder nicht.
Bei mir stand zb unter 6h erwerbsfähig, nicht zwischen 3 und 6h, und ich war total irritiert, weil ich eine Teilzeitstelle habe, sind 4h am Tag, aber ich habe eine volle EMR, ich habe nachgefragt, weil nichts weiter im Bescheid stand und es ist keine sogenannte Arbeitsmarktrente.
Man kann also auch bei der DRV nachfragen, ich hab nur gute Erfahrungen gemacht. Es ist einfach wichtig, dass du weißt, was es nun für eine Art der EMR ist.
 

DrSnuggles

Neu hier...
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#12
Servus. Ich hänge mich mal dran, denn ich habe heute auch diese ominöse Einladung bekommen. Auch mit Hinweis auf §59 SGBII und §309 SGBIII.

Erstens: Sehr kurzfristig am Montag um 9, zweitens volle Erwerbsminderungsrente auf Zeit bis 2020, auch wegen der Arbeitsmarktsituation.

Hat jemand eine Erfahrung mit einer Wegeunfähigkeitsbescheinigung vom Arzt? Ich bin ja auf den ÖPNV angewiesen und kann nicht gewährleisten, dass ich um diese Zeit dort eintreffen kann. Wenn der Bus oder die Bahn zu voll sind, kann ich nicht einsteigen oder muss raus, wenn es zu voll wird. Auch brauche ich eine gewisse "Vorlaufzeit" um mich auf solche Termine seelisch vorzubereiten. GdB ist bei 50, Erhöhung beantragt.

Komm ich aus der Nummer irgendwie raus?
[>Posted via Mobile Device<]
 

Karinik

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#13
Komm ich aus der Nummer irgendwie raus?
[>Posted via Mobile Device<]
Hallo,
ich kenne ja deine Situation nicht, aber vermute, dass es sehr schwierig wird "aus der Nummer raus" zu kommen. Zudem müsstest du diese Bescheinigung ja heute (Freitag) beim Doc besorgen.
Ich war mal monatelang im Krankengeldbezug und eine der AUs war nicht lückenlos. Allerdings konnte ich die ganze Zeit nicht mal bis zum Briefkasten, geschweige denn Lebensmittel einkaufen oder nur mal an die frisch Luft. Mein Arzt zu dem ich ja auch nie gehen konnte, hat mir dies bestätigt und die Krankenkasse hat es akzeptiert.
Eine Möglichkeit die ich sehe: Heute noch versuchen den SB zu erreichen, ihm den Sachverhalt erklären und dann um eine Terminverschiebung bitte. Vielleicht klappt es.
 
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