Rente, OP, fehlende Mitwirkung ?

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BlueMK1

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Hallo,

vorweg: Ich beziehe eine befristete, volle Erwerbminderungsrente.


Ich habe nun folgendes Problem.

Ich stehe unter Medikamenten, die für meine Rheumatherapie wichtig sind.

Das Problem ist, dass ich unter diesen Medikamenten ständig Mandelentzündungen habe (jeden Monat eine)

Durch die Infekte kann und darf ich in der Zeit keine Basistherapeutika einnehmen und spritzen. Ich muss dann meistens auch Antibiotika zu mir nehmen.

Mein Arzt sagte nun zu mir, dass der Behandlungserfolg nicht abzusehen ist, weil ich wegen dieser Infekte meine Medikamente nicht regelmässig nehmen kann und immer wieder pausieren muss.

Weiterhin wird es wahrscheinlich darauf hinaus laufen, dass ich keine Medikamente mehr verschrieben bekomme, weil diese sehr teuer sind und ja eigentlich keine Wirkung haben.

Die Empfehlung lautet von mehreren Ärzten, dass die Mandeln raus müssen.

Mein Problem an der ganzen Sache: Ich habe wahnsinnige Angst vor der OP und möchte mich der OP eigentlich nicht unterziehen.

Meine Frage:

Wenn ich die OP nicht machen lasse, kann die Rentenversicherung in Bezug auf meine Rente, mir fehlende Mitwirkung vorwerfen und mir die Rente streichen ??
 
H

hanni

Gast
Meine Frage:

Wenn ich die OP nicht machen lasse, kann die Rentenversicherung in Bezug auf meine Rente, mir fehlende Mitwirkung vorwerfen und mir die Rente streichen ??

Da eine OP (egal, wie routiniert sie durchgeführt wird) immer Risiken birgt, kannst Du Dich evtl darauf berufen:


SGBI

§ 65 Grenzen der Mitwirkung


(1) Die Mitwirkungspflichten nach den §§ 60 bis 64 bestehen nicht, soweit..


(2) Behandlungen und Untersuchungen,

1.bei denen im Einzelfall ein Schaden für Leben oder Gesundheit nicht mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann,

2.die mit erheblichen Schmerzen verbunden sind oder

3.die einen erheblichen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit bedeuten,
können abgelehnt werden.
 

gelibeh

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Meine Gehbehinderung, die zur Rente geführt hat, könnte man eventuell auch durch eine OP beseitigen. Das hat aber niemand von mir gefordert und ich bekomme meine Rente.
 

BlueMK1

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Danke für Eure Antworten.

Natürlich geht es in erster Linie um meine Krankheit - nicht, dass das hier jemand falsch versteht :icon_smile:

Aber die Angst vor eine Narkose ist noch zu gross, als dass ich jetzt sofort losrennen würde und das machen lasse.

Andererseits gibts dann natürlich keine Medikamente mehr... :icon_kotz2:

Das ist echt ne blöde Situation... :frown:
 
E

ExitUser

Gast
Hallo,

Narkosen sind immer mit (imho hohen) Risiken verbunden.
Evtl. wäre vorher mal abzuklären, ob Du allergisch auf die Narkosemittel reagierst. Hast Du eine allergische Vorgeschichte? (Könnte imho bei Rheuma der Fall sein).

Im Übrigen habe ich letzthin irgendwo einen Artikel gelesen, dass Mandeloperationen normalerweise gar nicht mehr nötig seien und sogar den späteren Gesundheitszustand negativ beeinflussen können. Ich weiß leider nicht mehr wo das stand, evtl. mal im I-Net suchen.

Warst Du schon mal bei einem Homöopathen? Oft hat die Homöopathie große Erfolge bei Dingen, wo die Schulmedizin nicht weiterkommt. Manche Krankenkassen übernehmen mittlerweile sogar schon die homöopathische Behandlung, vor allem dann, wenn schulmedizinisch nicht mehr viel drin ist.
Kommst Du aus dem Rhein-Main-Gebiet? Dann könnte ich Dir einen guten HNO/Homöopathen empfehlen, bei dem die Leistungen von der Krankenkasse übernommen werden.

Grüße
Arbeitssuchend
 
E

ExitUser

Gast
Hallo,

vorweg: Ich beziehe eine befristete, volle Erwerbminderungsrente.


Ich habe nun folgendes Problem.

Ich stehe unter Medikamenten, die für meine Rheumatherapie wichtig sind.

Das Problem ist, dass ich unter diesen Medikamenten ständig Mandelentzündungen habe (jeden Monat eine)

Durch die Infekte kann und darf ich in der Zeit keine Basistherapeutika einnehmen und spritzen. Ich muss dann meistens auch Antibiotika zu mir nehmen.

Mein Arzt sagte nun zu mir, dass der Behandlungserfolg nicht abzusehen ist, weil ich wegen dieser Infekte meine Medikamente nicht regelmässig nehmen kann und immer wieder pausieren muss.

Weiterhin wird es wahrscheinlich darauf hinaus laufen, dass ich keine Medikamente mehr verschrieben bekomme, weil diese sehr teuer sind und ja eigentlich keine Wirkung haben.

Die Empfehlung lautet von mehreren Ärzten, dass die Mandeln raus müssen.

Mein Problem an der ganzen Sache: Ich habe wahnsinnige Angst vor der OP und möchte mich der OP eigentlich nicht unterziehen.

Meine Frage:

Wenn ich die OP nicht machen lasse, kann die Rentenversicherung in Bezug auf meine Rente, mir fehlende Mitwirkung vorwerfen und mir die Rente streichen ??

Ich kann diese Ängste vor einer OP gut verstehen. Die Grenzen der Mitwirkungspflicht sind, so lege ich das aus, immer da erreicht wo ein Risiko der Gefährdung von Gesundheit und Leben besteht. Deshalb verinnerlichen: "Du entscheidest über Dein Leben selbst. Du entscheidest was mit Deinem Körper gemacht wird."

Über die möglichen Folgeschäden bei sehr oft wiederkehrenden Mandelentzündungen und Entzündungen lymphatischen Gewebes werden Dich Deine Ärzte sicher aufgeklärt haben. Diese Infos braucht man um wirklich abwägen zu können was einem besser erscheint.
 

MissMarple

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Zu einer OP kannst du nicht gezwungen werden.

Unabhängig davon, solltest du aber noch einmal in dich gehen, da kranke Mandeln wirklich zur Belastung für deinen Körper werden auf Dauer.
Habe sie als Jugendliche mit 14 entfernt bekommen. 14 Tage - dann isses fast vergessen.

Eine Narkose ist immer ein Risiko, das ist nicht von der Hand zu weisen. Man muss halt abwägen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist,das bei einem selbst etwas schief läuft.
Vor jeder OP wird ja noch ein Narkosearztgespräch geführt, da könntest du deine Ängste auch nochmal schildern.

MissMarple
 

peramos

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Meine Mandeln sind mir vor 23 Jahren entfernt worden - ohne Narkose nur mit einer Betäubung (war schmerzhaft aber ging) lieber keine Mandeln als ständig entzündete Mandeln, die Mandeln sollen die Bazillen aufhalten aber wenn sie nicht mehr funktionieren und selber zu Bazillen werden, lieber weg damit, sonst geht das aufs Herz.
 

Arania

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Es gibt bei dem Thema Mandeln entfernen bei allen Ärzten ein pro und ein Contra, wenn es nicht unbedingt nötig sein sollte, sollte man es lassen
Mir wollte man als Kind die Mandeln herausnehmen, weil ich dreimal in kürzester Zeit erkältet war, ich habe mich geweigert, habe sie heute noch und Erkältungen sind bei mir sehr selten

Ausserdem sollte man immer eine zweite oder dritte Meinung einholen, auf einen Arzt alleine würde ich mich, nach meinen Erfahrungen, nie mehr verlassen
 
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