Rente mit 63 und Vermögensfreibetrag beim Wohngeld

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maxl

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Hallo,
wieviel darf man auf dem Sparbuch haben um bei Rente mit 63 Wohngeldanspruch zu haben? In Euro.
Die Beträge sind offensichtlich wesentlich niedriger als bei Rente mit 65+x . Da geht es über Grundsicherung und man kann mehr Rücklagen haben.
 

axellino

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Guten Morgen :welcome:

wieviel darf man auf dem Sparbuch haben um bei Rente mit 63 Wohngeldanspruch zu haben? In Euro.

Dazu,
Freigrenzen für das Vermögen beim Wohngeld

Das Wohngeldgesetz (WoGG) selbst führt keinen eigenen Paragrafen zum Thema der Vermögensanrechnung (Schonvermögen) beim Wohngeld, stattdessen findet sich diese Regelung unter den sonstigen Ausschlussgründen zum Wohngeld im § 21 Nr. 3 WoGG. Dabei schreibt der Gesetzgeber, dass eine Inanspruchnahme von Wohngeld bei erheblichem Vermögen missbräuchlich wäre.

Mindestens 60.000 Euro

In welcher Höhe ein erhebliches Vermögen vorliegt, klären die Verwaltungsvorschriften zum § 21 auf. Danach gilt beim Wohngeld eine Höchstgrenze für verwertbares Vermögen bei:
  1. 60 000 Euro für das erste zu berücksichtigende Haushaltsmitglied und
  2. 30 000 Euro für jedes weitere zu berücksichtigende Haushaltsmitglied
WICHTIG: Bei diesen Beträgen handelt es sich nicht um einen Freibetrag auf das Vermögen sondern um eine Freigrenze. Wird der Höchstbetrag für das Vermögen überschritten, ist der Wohngeldanspruch ausgeschlossen.

Quelle
https://www.wohngeld.org/vermoegen.html
 

Doppeloma

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Hallo maxl,

Die Beträge sind offensichtlich wesentlich niedriger als bei Rente mit 65+x . Da geht es über Grundsicherung und man kann mehr Rücklagen haben.

Wie kommst du denn darauf, dass du bei Grundsicherung (im SGB XII / Sozial-AMT) mehr Rücklagen haben darfst als bei Wohngeld (die aktuellen Beträge wurden dir ja bereits genannt) ?

Im SGB XII gibt es nur noch ein Schonvermögen in Höhe von 5000 € pro Erwachsener Person in der BG und das auch erst seit 2017, davor war es noch weniger.
Das gilt übrigens für Kapitel 3 UND Kapitel 4, es spielt also (dafür) keine Rolle wann du in Altersrente gehen würdest, im Kapitel 3 wird allerdings erst die Familie "überprüft" ob sie nicht deinen fehlenden Unterhalt übernehmen könnte ... im Kapitel 4 (ab 65 + X) entfällt das (meistens) bei Jahres-Einkommen (der Kinder z. B.) unter 100 000 €.

MfG Doppeloma
 
Zuletzt bearbeitet:

maxl

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Danke für die Antworten!

Nach dem Durchlesen der Rentenversicherungsbroschüren bin ich etwas irritiert.

Dort steht sinngemäß drin, dass man "Hilfe zum Lebensunterhalt" (also auch den darin enthaltenen Wohngeldzuschuss) erst für das normale Renteneintrittsalter , also in meinem Fall 65 Jahre plus x Monate erhält.

Dies soll wesentlich höhere Freigrenzen für eigene Ersparnisse haben, als der Anpruch auf Wohngeld, den man für die Rente ab 63 ggf. erhält.

Rente ab 63 schliesst offensichtlich die "bessere" Hilfe zum Lebensunterhalt, und zwar lebenslänglich, aus.

Also, wenn ich das richtig verstehe bedeutet das, dass man staatliche Leisungen bei

a) Rente mit 63 und Ersparnissen von z.B. 20.000 Euro vergessen kann

und

b) bei Rente mit 65 plus x Monate mit Ersparnissen von z.B 20.000 Euro unbeschadet erhält, wenn die Rente dementsprechend niedrig ist.

???
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Also, wenn ich das richtig verstehe

Doppeloma hatte das eigentlich bereits zusammengefasst: Wenn du du deine Rente mit Sozialleistungen nach SGB XII aufstocken musst, gibt es keinen Unterschied, was die Höhe der Leistung oder die Vermögensfreibeträge angeht. Eine bessere oder schlechtere Option gibt es in dem Sinne nicht.

Wohngeld ist auf jeden Fall zu bevorzugen. Da musst du ausrechnen, was in Frage kommt.
 

Doppeloma

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Hallo maxl,

Nach dem Durchlesen der Rentenversicherungsbroschüren bin ich etwas irritiert.

Kommt ja ganz darauf an welche "spannenden" Rentenbroschüren du da so gelesen hast ... und wie "aktuell" die so gewesen sind.
Ich habe meine Kenntnisse und Informationen aus den aktuellen Gesetzen dazu (SGB XII) entnommen und in (aus meiner Sicht) allgemeinverständliche Worte gefasst, was man in welchem Falle und in welchem Alter zu erwarten hat wenn man in (vorzeitige) Altersrente geht.

Dort steht sinngemäß drin, dass man "Hilfe zum Lebensunterhalt" (also auch den darin enthaltenen Wohngeldzuschuss) erst für das normale Renteneintrittsalter , also in meinem Fall 65 Jahre plus x Monate erhält.

Das ist eine "Mischung" die es so gar nicht gibt (jedenfalls nicht im Gesetz) ... :icon_evil:
Denn "Hilfe zum Lebensunterhalt" ist SGB XII / Kapitel 3 und das gibt es BEVOR man in die reguläre Altersrente kann (mit 65 + X), wenn man nicht mit seiner Rente auskommen kann (und eventuell Wohngeld dazu vom Wohngeld-AMT auch nicht reichen wird).

Das Sozial-AMT zahlt keinen "Wohngeld-Zuschuss", sondern gleicht bei Bedarf einen Fehlbetrag zwischen Rente und Gesamt-Lebensunterhalt (also Regelsatz + "angemessene" KdU) aus ... mit 20 000 € Vermögen hat man diesen Anspruch NICHT, da ist man NICHT "bedürftig".

Die sogenannte "Grundsicherung" nach SGB XII / Kapitel 4 (auch vom Sozial-AMT) kann man erst im Regel-Renten-Alter (also mit 65 + X) in Anspruch nehmen aber auch NUR wenn das finanziell notwendig ist ... und NICHT mit 20 000 € "Vermögen" auf der Bank ...

Wenn man Anspruch hatte (auf HzL nach Kapitel 3) dann wechselt man (bei Erreichen der persönlichen Regelaltersgrenze) nur noch innerhalb des zuständigen Sozial-AMTES ... und die Unterhaltspflicht von Kindern / Eltern entfällt dann (meistens) ... vom Partner / Ehepartner aber nicht, der bleibt IMMER Vorrangig Unterhaltspflichtig.

Warum bitte sollte der Steuerzahler deine Wohnkosten (auch nur teilweise) übernehmen müssen, wenn du deutlich mehr als 5000 € Vermögen zur Verfügung hast, um das (zumindest vorerst) über Zuschüsse aus deinem Vermögen auszugleichen ???

MfG Doppeloma
 
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