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Rente in Reha beantragen

Petramichel

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Hallo zusammen

mein Name ist Petra bin 51 Jahre
falls ich etwas frage was hier im Forum schon war bitte Entschuldigung
Zu meiner Situation

Im November 2014 war ich in einer Reha wegen Bandscheibenvorwölbungen der Halswirbelsäule mit den typischen Symptomen. In dieser Reha habe ich mir einen Bandscheibenvorfall der LWS zugezogen, ich wurde mit starken Schmerzmitteln durch die Reha gebracht.

Eine Woche nach Reha Ende wurde ich an der Wirbelsäule quasi Notoperiert da der Nerv eingequetscht war. Danach Reha und weiter AU geschrieben, wieder ein paar Wochen später OP des Kniegelenkes wegen Knorpelschäden 4. Grades.

In dieser Zeit beantragte ich einen Schwerbehindertenausweiß, der mir auch nach Einspruch des VDK
genehmigt wurde. GDB 50 unbefristet(Depressionen,Wirbelsäule, Speiseröhre-Short-Barrett Syndrom, Kniegelenkschaden.

Nach insgesammt 11 Monaten AU bin ich mit Wiedereingliederung gestartet. Eine mündliche Absprache seitens meines Arbeitgebers auf einen bestimmten Arbeitsplatz, den ich trotz meiner Beschwerden ausüben konnte, wurde nicht eingehalten. Eher das Gegenteil war der Fall. 4 Monate später wieder Bandscheibenvorfall( mit erneuter OP und Reha).

Bei einem Gespräch mit dem Arbeitgeber wurde mir zu verstehen gegeben das man mich nicht mehr weiter beschäftigen möchte und mir wurde eine Abfindung angeboten, mit dem Hinweis das man mir das Leben sehr schwer machen würde falls ich nicht annehme. Ich stand schon seit längeren mit meinem Chef auf Kriegsfuß und er hat mich gestrietzt wo es nur ging.

Habe mich dann an einen Anwalt gewand der meinen Arbeitgeber gut kennt, und mir geraten die Abfindung anzunehmen, weil ich die Situation nervlich nicht durchstehen könnte, die würden mich auf subtile Art fertig machen.
Habe das Angebot angenommen, das Integrationsamt hat seine Zustimmung gegeben.

Bin im Herbst 2016 von der KK ausgesteuert worden, und befinde mich nun in der Nahtlosigkeitsregelung und beziehe ALG1, war 24 Jahre bei meinem Arbeitgeber beschäftigt.

Diese Situation hat mich so fertig gemacht das ich eine Psychosomatische Reha beantragt habe, die nach einem Termin bei einem Gutachter auch genehmigt wurde von der DRV. Die Reha trete ich in 2 Wochen an.

Ich bin so am Ende das ich mir nicht vorstellen kann bei Zeiten wieder zu arbeiten, und werde in der Reha eine EM-Rente beantragen.

Seit Februar 2016 bin ich nun durchgängig AU geschrieben. Bin im Augenblick in der Kündigungsfrist die im April zu Ende ist.

Seit Anfang 2014 bin ich in Psychotherapeutischer Behandlung und seit letztem Herbst auch beim Psychiater der mir auch Beruhigungsmittel verordnet hat, wegen Depressionen und Angstzustände.

Nächste Woche habe ich einen Termin beim Berufsberater der ARGE, ich habe große Angst was der von mir will, kann der mir das ALG1 streichen? Soll ich ihm erzählen das ich die Rente beantrage?
Während der Rentenantrag läuft bekomme ich weiterhin ALG1?

Ich hoffe ich konnte meine Situation einigermaßen schildern, und stelle nicht zu blöde Fragen

Liebe Grüße
 

Bitas

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Hallo Petramichel,

Deine Fragen sind keineswegs blöd!
Wir beide haben sehr viele Parallelen, Knie, LWS, Psyche, Arbeitslos, etwa gleiches Alter.
Ich komme aktuell aus einer Psychosomatischen Reha (knapp 5 Wochen), bin seit einer Woche wieder Arbeitsfähig entlassen worden.
Die Reha Klinik in der ich war hat sehr offensichtlich für die DRV gearbeitet, ist ja auch der Geldgeber. Durch das Forum hier, habe ich mitbekommen das "arbeitslose" in den allermeisten Fällen arbeitsfähig entlassen werden, ausnahmen bestätigen die Regel.
Ich wurde auch arbeitsfähig entlassen, was mir beim Ärztlichen Erstgespräch am 2. Tag, nach 30 Minuten mitgeteilt wurde, weil ich gezielt nachgefragt habe. Durch mein aggressives Verhalten während meines Aufenthaltes, habe ich es bis zum Direktor der Klinik geschafft, der mich aber auch nur davon überzeugen wollte, das in der Klinik unabhängig Begutachtet wird. Er hat es nicht geschafft und das Ergebnis daraus war, das ich 4 Tage vorzeitig entlassen wurde.

Mein Tipp, frage gleich am Anfang nach wie es mit AU oder AF aussieht, damit Du weist auf welcher Seite die Klinik ist.
Wenn Du AF entlassen wirst, werden die Karten etwas neu gemischt.
Schätze Dich glücklich, wenn Deine Ärzte Dich trotzdem weiter AU schreiben, auch wenn Du AF entlassen werden "solltest".

Einen Rentenantrag kannst Du auf jeden Fall stellen, habe hier gelernt, das man Entscheidungen ob EM Rente Bewilligt wird oder nicht, "überhaupt nicht" vorhersehbar ist. Also ein Versuch ist es Wert, werde ich auch bald machen.

Du bekommst hier sicherlich noch gute Ratschläge, das Forum hier ist echt Top!

Gruß
Bitas
 

Petramichel

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Danke dir Bitas

mit AU ist es so das ich bis zum Tag der Reha von meinem Arzt krank geschrieben bin, und den Tag der Entlassung hab ich direkt bei ihm Termin und werde weiter krank geschrieben.

Ja mit den Reha Einrichtungen ist es so das sie von der RV "Kundschaft" bekommen und wenn sie zu viele "Kunden" kaputt schreiben, tja dann werden sie wahrscheinlich nicht mehr so viele bekommen,
soviel zur Unabhängigkeit.

Gruß
 

Doppeloma

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Hallo Petramichel, :welcome:


Bin im Herbst 2016 von der KK ausgesteuert worden, und befinde mich nun in der Nahtlosigkeitsregelung und beziehe ALG1, war 24 Jahre bei meinem Arbeitgeber beschäftigt.
Beziehst also ALGI im Rahmen der "Nahtlosigkeit" ( § 145 SGB III) wegen der Aussteuerung aus dem Krankengeld ...

Bist du beim ÄD (med. Dienst) der AfA (Agentur für Arbeit zahlt ALG I) gewesen (die "Arge" gibt es nicht mehr und war zudem für Hartz 4 / ALG II zuständig), ist in der Regel Pflicht nach einer Aussteuerung, zumindest dürfte es ein "Gutachten nach Aktenlage" geben und das solltest du dir (direkt beim ÄD der AfA) mal als Kopie aushändigen lassen.

Diese Situation hat mich so fertig gemacht das ich eine Psychosomatische Reha beantragt habe, die nach einem Termin bei einem Gutachter auch genehmigt wurde von der DRV. Die Reha trete ich in 2 Wochen an.
Das klingt nach Ablehnung und Widerspruch die Reha betreffend, ansonsten wird deswegen eher nicht begutachtet, ist dir dieses Gutachten bekannt ???

Ich bin so am Ende das ich mir nicht vorstellen kann bei Zeiten wieder zu arbeiten, und werde in der Reha eine EM-Rente beantragen.
Warum hast du das nicht direkt gemacht, eine Reha bekommt man um wieder fitt für den Arbeitsmarkt zu werden und nicht um dann anschließend in EM-Rente zu gehen, beim Antrag auf EM-Rente wird man dich ganz sicher nicht ausgerechnet in einer DRV - Reha "unterstützen" ( wollen) ... :icon_evil:

Da versucht man dich höchstens zu einem Antrag auf LTA zu überreden, ganz gleich wie sinnlos du das finden würdest, das gilt aber beim Kostenträger (DRV) als Reha-ERFOLG ... eine Renten-"Empfehlung" ist eher unerwünscht und den Antrag wirst du ganz sicher nicht direkt über die Klinik stellen können.

Ich war 6 Wochen in psychosomatischer Reha (2008), weil die KK das damals verlangt hat nach rund 4 Monaten AU wegen schwerer psychischer Probleme, sie wollten mal etwas Krankengeld sparen und drohten mit Einstellung des Krankengeldes wenn ich keine Reha beantrage und antrete.

Mir hat diese Reha NICHT geholfen, ich weiß nicht was du dort konkret erwartest, hast du dir diese Klinik selbst ausgewählt (obwohl auch das keine Garantie für eine sinnvolle Reha ist) oder hat dir die DRV eine "zugeteilt" ???

Seit Februar 2016 bin ich nun durchgängig AU geschrieben. Bin im Augenblick in der Kündigungsfrist die im April zu Ende ist.
Erstaunlich, dass dich die KK noch nicht in eine solche Reha schicken wollte, da sind die doch oft sehr schnell mit und leider meist viel zu schnell, freiwillig würde ich keine solche Reha mehr in einer DRV-Klinik machen wollen. :icon_evil:

War nach der Herzklappen-OP auch in einer AHB, das war auch nötig, hilfreich und völlig in Ordnung, leider wurde ich aber beruflich doch nicht mehr so belastbar, wie man es gerne gehabt und von mir "erwartet" hätte.

Seit Anfang 2014 bin ich in Psychotherapeutischer Behandlung und seit letztem Herbst auch beim Psychiater der mir auch Beruhigungsmittel verordnet hat, wegen Depressionen und Angstzustände.
In der Regel ist das umgekehrt aber sinnvoller, man geht erst zum Psychiater und wenn klar ist welche Therapie (vielleicht) helfen könnte versucht man einen Therapieplatz dafür zu finden, wer hat denn die Diagnosen gestellt, um die richtige Therapie zu beginnen ???

Ich war dann fast 4 Jahre vom Psychiater AU geschrieben, der "Bezugstherapeut" in der Reha meinte, dass ich unbedingt eine ambulante Therapie machen müsse, mein Psychiater hat das (schon vorher) ganz anders gesehen, der meinte, dass mir nur noch RUHE und somit die EM-Rente helfen könne wieder einigermaßen mit dem Leben klar zu kommen.

Er hatte völlig RECHT damit, berufliche Überforderung bei relevanten / chronischen Krankheiten KANN auch kein Therapeut "wegreden" wollen mit Erfolg, wenn das bald wieder "arbeiten gehen MÜSSEN" wie eine ständige "Drohkulisse" alles zunichte macht ... :icon_neutral:

Es dauerte zwar rund 3 Jahre nach der Antragstellung (über Widerspruch und Klage am SG) bis ich den EM-Renten-Bescheid endlich bei ihm vorlegen konnte aber inzwischen kann ich bestätigen, dass nur dieser Weg der einzig richtige für mich gewesen ist ...

Keine andere "Therapie" hätte das erreichen können und ich bin ihm noch immer sehr dankbar für seine zuverlässige Begleitung / mentale Unterstützung in dieser schwierigen Zeit. :icon_daumen:

Nächste Woche habe ich einen Termin beim Berufsberater der ARGE, ich habe große Angst was der von mir will, kann der mir das ALG1 streichen? Soll ich ihm erzählen das ich die Rente beantrage?
Ich denke du gehst nun in 2 Wochen erst mal in Reha, das Ergebnis solltest du zunächst mal abwarten und ihn dazu informieren wenn der Anreisetag schon fest steht.

Dann wird dein ALGI ohnehin erst mal aufgehoben (zum Reha-Beginn), weil die DRV "Übergangsgeld" zahlt und anschließend musst du dann (wahrscheinlich) ALGI erneut beantragen nach den bisherigen Bedingungen, man wird dann (vermutlich) auch das Reha-Ergebnis wissen wollen.

Während der Rentenantrag läuft bekomme ichweiterhin ALG1?
In der Regel schon aber ich verstehe schon nicht, warum du eine Reha beantragst in der Hoffnung dort dann Rente beantragen zu können, das hättest du besser gleich gemacht, denn der Reha-Bericht wird ein wichtiges "Langzeit-Gutachten" sein für den nachfolgenden EM-Renten-Antrag.

Das muss sich nicht unbedingt als vorteilhaft erweisen wenn man dich dort als "Vollzeit Erwerbsfähig" entlassen sollte für den "allgemeinen Arbeitsmarkt" ... eine eventuell sinnvolle "Berufs-Beratung" sollte vielleicht noch bis zu deiner Rückkehr aus der Reha aufgeschoben werden. :icon_kinn:

Dort wird man zumindest einschätzen welche Arbeiten du noch so machen könntest oder besser nicht mehr, das wäre dann auch für deine Vermittlung bei der AfA anschließend mit zu beachten.

In sehr seltenen Fällen wird eine solche Reha auch mal in eine EM-Rente "umgedeutet", wenn sich in der Klinik ergeben sollte, dass du tatsächlich nicht mehr erwerbsfähig zu bekommen bist.

In noch selteneren Fällen wird eine Reha auch abgebrochen aus medizinischen Gründen, was dann letztlich zum gleichen Ergebnis führen kann, aber im Regelfall werden "Blinde wieder sehend" in den DRV-Reha-Kliniken ...

Die sind NICHT unabhängig, die arbeiten mit dem Geld der DRV für die Interessen der DRV und dieses Interesse liegt nicht (vorwiegend) darin mit dir eine EM-Rente zu beantragen. :icon_evil:

Mir wurde im Bericht bereits gut 1 Jahr vor der tatsächlichen Renten-Antragstellung ein "starkes Rentenbegehren" bescheinigt, dabei hatte mich der Therapeut nur einmal "scheinheilig" gefragt, ob ich schon mal über EM-Rente nachgedacht hätte ... meine Antwort war (zu der Zeit noch) ein klares NEIN gewesen ... :icon_dampf:

Ich wünsche dir alles Gute !

MfG Doppeloma
 

Petramichel

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Hallo Doppeloma

ja ich beziehe ALG1 nach 145 SGB

Ich hatte letztes Jahr im Oktober die Psychosomatische Reha beantragt bei der DRV, und die hat mich zu einem Gutachter geschickt der diese auch befürwortet hat, dann kam der Genehmigungsbescheid der DRV.

Ich hatte im Oktober 2016 das erste Gespräch mit dem SB der AFA und ihm meine Situation geschildert, er merkte das ich zu dem Zeitpunkt nicht in der Lage war eine Arbeit aufzunehmen, bin während des Gesprächs in Tränen ausgebrochen. Er sagte das die Psychosomatische Reha bei mir auch angebracht wäre und ich sollte mich melden wenn ich weiß wann ich die Reha antrete. Als ich den Termin dann hatte habe ich diesen sofort der AfA mitgeteilt.

Die Reha mache ich in der Dr. Becker Klinik Möhnesee, ich kann nicht sagen ob das eine Einrichtung der DRV ist, habe im Internet nichts dazu gefunden.

Einen Antrag auf LTA hatte ich schon während meiner letzten AHB im Mai 2016(Bandscheibenvorfall) gestellt, der auch genehmigt wurde. Der Rehaberater hat mich im September 2016 zu einem Berufsförderungswerk vermittelt, wo ich im eine Woche später auch einen Termin hatte.
Die zwei Damen merkten, das ich zu dem Zeitpunkt nicht in der Lage war eine Maßnahme zu beginnen, und teilten dies dem Rehaberater mit der mich am nächsten Tag anrief und sagte das ich im Augenblick wohl nicht in der Lage währe so eine Maßnahme zu beginnen, ich solle erst mal zur Ruhe kommen und mich wieder melden wenn es mir besser geht.

Ja ich hätte die EM-Rente schon längst beantragen sollen, in meinem Kopf geht alles drunter und drüber, dann etwas richtig zu entscheiden ist wirklich sehr schwer. Leider habe ich mich zu spät in diesem Forum angemeldet, da wären manche Sachen wahrscheinlich anders gelaufen.

Ich habe riesengroße Angst davor wie es nach der Reha weiter geht.

Lieben Gruß
 

Petramichel

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Hallo Zusammen

ich war am Montag beim SB der AfA, war ganz OK, er sagte ich sollte erst mal die Reha hinter mich bringen und mich dann mit meinem Rehaberater zusammen setzen wie es weiter geht, und ihm vielleicht eine Kopie des Entlassungberichtes zukommen lassen.

Danach war ich beim Hausarzt um mir Reha Fähigkeit attestieren zu lassen. Bei der Untersuchung stellte er bei mir einen großen Knoten am Hals fest, hat mich direkt an die HNO Klinik Dortmund überwiesen.
Dort wurde noch ein zweiter Knoten festgestellt. Der Chefarzt sagte das die Knoten schnellstens entfernt werden müssen, ich soll die Reha verschieben. Muss mit einem aktuellen CT dann nächste Woche die OP besprechen.

Habe die DRV und die Reha Einrichtung informiert, dort wurde mein Reha Termin erst mal auf Mitte Mai verschoben.

Falls sich die Knoten als harmlos erweisen, sollte ich dann noch vor der Reha einen Rentenantrag stellen?

Lieben Gruß
 

faalk

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Selbstverständlich kann die Rehaklinik zur Beantragung der Rente eine Empfehlung aussprechen, genauso wie man aus der Reha AU entlassen wird.

Und doch, man wird seitens der Rehaklinik dabei unterstützt. Dafür ist in der Rehaklinik ein Sozialdienst vorhanden, mit dem genauestens besprochen wird ob LTA, EU Rente etc. pp. voraussetzungen pi pa po.

Und eine Med. Reha, nützt immer nur dann etwas, wenn man sich dieser Situation stellt und Mitarbeitet. :wink:
 

saurbier

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Ich möchte dazu aus eigener Erfahrung noch anmerken, daß es ggf. auch von Vorteil sein kann, wenn man in der Reha bereits mit dem Sozialdienst erörtert ob ggf. nicht eine ABE (Arbeitsbelstungserprobung) angestrebt werden sollte.

Durch die ABE hätte man dann ggf. die Möglichkeit über einige Wochen auszutesten ob und was man überhaupt noch beruflich machen kann. Da sind dann Arbeitsmediziner/Psychologen und Fachkräfte aus diversen Berufszweigen welche ihre Beurteilung abgeben.

In meinem Fall kam damals ein nogo für meinen erlernten Beruf heraus und es wurde eine Umschulung/Fortbildung als zwingend notwendig angeraten.

Ich persönlich sehe in sowas deshalb einen Vorteil, weil eben Arbeitsmedizinier mehr fachliche Kompetenz aufweisen als schlichte Rehaärzte.

Mir brauchte es was, was aber nicht zwingend bedeutet das es bei anderen auch so geschehen muß.

Ggf. erübrigt sich für @Petramichel die Angelegenheit ja nach dem Ergebnis der anstehenden Reha von ganz alleine, wenn nun schon wieder eine OP ansteht und die DRV auch darüber entsprechende Befunde erhält.

Niemand weiß leider im Voraus wie die DRV so entscheidet.

Alles gute auf jeden Fall für die anstehende OP.


Grüße saurbier
 

Petramichel

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Hallo

ja ich muss jetzt erstmal die OP hinter mich bringen, wenn das Ergebnis positiv ist, hab ich nochmal Glück gehabt, wenn nicht, tja dann muss ich mal sehen.
Bin sowieso nicht in der besten Verfassung gewesen, da braucht man so was gar nicht. Und bis zur OP ist es noch etwas hin, hab nächste Woche erst Besprechung mit aktueller CT.

Hab den Reha Termin verschieben können, ging ohne Probleme, DRV und AfA wurden auch umgehend informiert, haben alle vollstes Verständnis für meine Situation.

Lieben Gruß
 

Petramichel

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Hallo

leider hat sich rausgestellt das ich Krebs habe. Muss nächsten Monat nochmal ins Krankenhaus, dann werden mir die Lymphknoten am Hals raus genommen und noch Proben entnommen, dann besprochen wie es weiter geht.

Meine geplante Reha habe ich abgesagt.

Muss ich die Agentur für Arbeit darüber informieren, ich bin ja durchgängig seit Februar 2016 von meinem Ortophäden AU geschrieben und befinde mich im Moment in der Nahtlosigkeit Regelung, und er wird mich auch weiterhin im 4 Wochen Turnus AU schreiben.

Die ganze Situation belastet mich sehr, ich war vor dem Befund schon psychisch am Ende.

Ich hatte ja vor in der Reha die Rente zu beantragen, jetzt weiß ich nicht so recht wie es weiter gehen soll. Soll ich mich mit den sozialen Diensten der Klinik deswegen zusammen setzen, oder soll ich erst mal gar nichts machen und das ALG1 weiter laufen lassen?
Hab im Moment nicht so richtig Ahnung wie es weiter geht.

Gruß Petramichel
 

Tica

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Hallo Petra,

mein Gott, da haut es ganz schön rein bei Dir. Tut mir wirklich leid das zu lesen.
Ich hoffe und wünsche, dass Du alles gut überstehst und vor allem nicht den Mut verlierst!!!

Zu Deiner Frage, also eigentlich kann ein Rentenantrag nebenbei nicht schade. Vielleicht hast Du schneller als Du denkst zumindest befristet Ruhe.
Und während einer Reha Rente beantragen ist möglich aber nicht nötig. Kannst auch davor bzw. danach.

vg Tica
 

Adebar

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Liebe petramichel, auch von mir die allerliebsten und besten Wünsche. Ich an deiner Stelle würde jetzt die Rente beantragen (kann nicht schaden) bei sovielen Befunden wie bei dir, ist doch arbeiten derzeit gar nicht möglich.

Hoffe deine Ärzte stehen alle hinter dir, denn die wirst du brauchen
 

Petramichel

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Danke euch

kann etwas Glück brauchen. War heute bei meinem Arzt und hab ihn wegen Rente gefragt, er war der Meinung das es bei mir wohl kein Problem wäre, wenigstens befristet.
Er war der Meinung ich sollte auch einen höheren GDB beantragen, hab derzeit 50 unbefristet.
Bin mir etwas unsicher, wenn ich nach einer gewissen Heilungs-Bewährung dann wieder geprüft werde, könnte es ja auch sein, das ich dann weniger als 50 bekomme, oder hab ich da einen Denkfehler.

Liebe Grüße
 

Muzel

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Ich sehe diese Gefahr auch, dass man den Schwerbehindertenstatus verliert. Der VdK hat mir immer abgeraten. Der Unterschied zwische 50 und 60 ist nicht hoch, zwischen 50 und 40 schon. Am besten ist, dass du dich fachlich beraten lässt.
 

Petramichel

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Hallo zusammen

mittlerweile hat sich bei mir ganz schön was getan 3 OPs hinter mir, bei der letzten nochmal ne Metastase rausgenommen und Lymphknoten. Der Scheiß nennt sich CUP-Syndrom. Demnächst gibts Bestrahlung und Chemo.
Aber ich hab ne Frage an Euch.
Wie schon geschrieben bin ich von der KK ausgesteuert seit Sep. 2016, und war bis jetzt in der Nahtlosigkeitsregelung. Bis Ende Mai war ich bei meinem Ex-Arbeitgeber beschäftigt, wenn auch nur aufn Papier, hatte 7 Monate Kündigungsfrist.
Heute rief die Leistungsabteilung vom der AFA an das das ALG1 vorläufig gesperrt ist.
Ich hatte mich mit meinem Ex-Arbeitgeber geeinigt und eine Abfindung bekommen, in dieser ist auch der Lohn für 50 Urlaubstage enthalten, das Geld soll ich erst mal aufbrauchen.
Mit meinem Anwalt gesprochen, der sagt, alles rechtens, der Plan war ja auch ein anderer.
Er riet mir, mich nicht mit der AFA anzulegen und mich vermittelbar zu machen. Ich sollte die aktuelle AU verstreichen lassen, dann ein paar Tage abwarten und mich dann auf meine Krebserkrankung AU schreiben lassen, dann würde das Krankengeld wieder neu starten.
Ich habe mich nicht einen Tag auf den Krebs krankschreiben lassen, das hielt ich für Sinn frei. Seid Februar 2016 bin ich lückenlos auf meine Bandscheibenschäden AU geschrieben, und das erste mal bin ich im Mai 2014 auf Bandscheiben AU geschrieben worden.
Mein Anwalt sagte, wenn sie 3 Jahre auf die gleiche Sache AU geschrieben sind, und dann ein paar Tage der AFA zur Verfügung stehen, und dann auf etwas völlig anderes AU geschrieben werden muss die KK mit Krankengeld wieder für 18 Monate einspringen. Es würde auch keine Rolle spielen das ich wegen der Krebserkrankung schon in Behandlung war oder schon operiert, solange es nicht auf der AU stand.
Kann mir das jemand bestätigen, oder hat noch ein paar Tipps für mich?
 

Sani73

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Hallo,

ich würde versuchen das du eine Medzinisch- beruflich orientierte Reha machen kannst.
Das wurde mir in der Rehaklinik nahe gelegt und ich habe mich drauf eingelassen.

Dort wurden einige Vorträge gehalten (z.B. Stress usw.) und dann wurden über einen Tag unterschiedliche Test`s gemacht. Konzentration, Motorik usw.

Am ende der Reha wurde mir dann nahegelegt das ich die Rente beantragen soll.

Ich kann das echt jedem nur empfehlen sich darauf einzulassen. Inzwischen bieten das alle Kliniken an. Allerdings muss man als Patietent in der Klinik den Arzt direkt drauf ansprechen.
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/207024/publicationFile/50641/mbor_datei.pdf

Viel Glück
 

Doppeloma

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Hallo Petramichel,

mittlerweile hat sich bei mir ganz schön was getan 3 OPs hinter mir, bei der letzten nochmal ne Metastase rausgenommen und Lymphknoten. Der Scheiß nennt sich CUP-Syndrom. Demnächst gibts Bestrahlung und Chemo.
Tut mir leid das zu lesen, ich hoffe das bringt alles die gewünschten Ergebnisse, dass es dir mal wieder deutlich besser gehen wird.

Wie schon geschrieben bin ich von der KK ausgesteuert seit Sep. 2016, und war bis jetzt in der Nahtlosigkeitsregelung. Bis Ende Mai war ich bei meinem Ex-Arbeitgeber beschäftigt, wenn auch nur aufn Papier, hatte 7 Monate Kündigungsfrist.
Und warum bist du da nicht (auf dem Papier) einfach geblieben, was hat dich denn gezwungen ausgerechnet jetzt deinen Arbeitsplatz "freiwillig" aufzugeben ???
War doch klar, dass es dann Ärger mit der AfA geben wird ...

Heute rief die Leistungsabteilung vom der AFA an das das ALG1 vorläufig gesperrt ist.
Ich hatte mich mit meinem Ex-Arbeitgeber geeinigt und eine Abfindung bekommen, in dieser ist auch der Lohn für 50 Urlaubstage enthalten, das Geld soll ich erst mal aufbrauchen.
Das war nicht wirklich schlau von dir, man gibt seinen Arbeitsplatz nicht auf wenn man krank ist und einen Schwerbehinderten-Status hat ... genau dafür wirst du jetzt von der AfA "abgestraft".

Mit meinem Anwalt gesprochen, der sagt, alles rechtens, der Plan war ja auch ein anderer.
Vielleicht hättest du dich besser mal VOR dieser "einvernehmlichen Lösung deines Arbeitsvertrages" mit deinem Anwalt zusammensetzen sollen ... ???

Er riet mir, mich nicht mit der AFA anzulegen und mich vermittelbar zu machen.
Was stellt er sich denn darunter vor "dich vermittelbar zu machen", du bist wegen der ersten Krankheit in der Nahtlosigkeit gelandet, dann hast du akut noch mit deiner Krebsbehandlung zu tun, die AfA rechnet dir die bezahlten Urlaubstage an (50 wie du schreibst) und wenn die Abfindung nicht bestimmte Bedingungen erfüllt hat, wird die auch noch angerechnet ...

Da KANN man sich nicht wunschgemäß "vermittelbar machen wollen", die KK ist doch nicht "blöde" und hat deine ganzen (aktuellen) Behandlungen wegen der Krebserkrankung im PC ... diese Krankheit gilt bereits als "hinzugetreten", auch ohne Extra-AU deswegen.

Ich sollte die aktuelle AU verstreichen lassen, dann ein paar Tage abwarten und mich dann auf meine Krebserkrankung AU schreiben lassen, dann würde das Krankengeld wieder neu starten.
Wovon träumt der denn Nachts so, du gehst doch in diesen "paar Tagen" nicht arbeiten, bist gar nicht mehr für Krankengeld-Anspruch versichert wenn du bei der AfA raus bist und auch bei keinem AG mehr durch aktive Berufstätigkeit dafür versichert bist.

Du verlierst höchstens auch noch den AU-Anschluss für eine EM-Rente wenn du nicht wenigstens AU geschrieben bleibst, so lange du (praktisch als Hausfrau) von deinem "Vermögen" leben sollst.

Bei Beginn einer neuen AU (neue Krankheit) MUSS du für Krankengeld-Anspruch bei der KK versichert sein und das bist du nicht mehr wenn du kein ALGI und auch kein Erwerbseinkommen mehr hast aus versicherungspflichtiger Beschäftigung. :icon_evil:

In der Zeit wo du keine Gelder mehr bekommst musst du dich schon mal selber krankenversichern, wenn du keinen Ehepartner hast, der dich in die Familienversicherung bringen kann ... daraus hat man aber keinen Anspruch auf Krankengeld.

Ich habe mich nicht einen Tag auf den Krebs krankschreiben lassen, das hielt ich für Sinn frei.
Das ist doch auch sinnfrei aber die KK weiß doch, dass du deswegen nun auch in Behandlung bist und das schon eine längere Zeit.

Seid Februar 2016 bin ich lückenlos auf meine Bandscheibenschäden AU geschrieben, und das erste mal bin ich im Mai 2014 auf Bandscheiben AU geschrieben worden.
Darauf wurdest du ja inzwischen auch ausgesteuert und dein Anspruch auf ALGI hat sich aktuell auch nur wegen der Aussteuerung ergeben ...

Mein Anwalt sagte, wenn sie 3 Jahre auf die gleiche Sache AU geschrieben sind, und dann ein paar Tage der AFA zur Verfügung stehen, und dann auf etwas völlig anderes AU geschrieben werden muss die KK mit Krankengeld wieder für 18 Monate einspringen.
Da hat der aber keine Ahnung und davon Jede Menge, die Blockfrist von 3 Jahren mit dem Krankengeld-Anspruch für 2 verschiedene Krankheiten zusammen zu werfen, ist schon ganz schön gewagt.

Und WARUM bitte sollte dich die AfA als vermittelbar aufnehmen, wenn du vorerst gar kein Geld mehr dort bekommen kannst, wegen deinem Aufhebungsvertrag und der Urlaubsabgeltung ???

Zudem haben die doch auch alles in deiner Akte und werden dich im Zweifel erst mal wieder zum ÄD schicken um prüfen zu lassen ob du wirklich wieder vermittelbar bist.

Ich war nach meiner Herz-OP (fast 1 Jahr AU damit) fast 7 Monate wieder arbeiten und wurde dann psychisch krank, selbst da hat die KK noch versucht mein Krankengeld frühzeitig wieder einzustellen, "weil es ja eine hinzugetretene Krankheit sei" und sich daraus kein neuer Anspruch ergeben sollte.

Ich war vorher noch nie AU (auch nicht in Behandlung) wegen psychischer Probleme, darum hat das in meinem Falle NICHT funktioniert und für die Psyche musste dann 78 Wochen gezahlt werden, aber NUR weil ich dazwischen wieder (OHNE AU wegen Herz) gearbeitet hatte.

Es würde auch keine Rolle spielen das ich wegen der Krebserkrankung schon in Behandlung war oder schon operiert, solange es nicht auf der AU stand.
Das wird deine KK aber garantiert ganz anders sehen, besonders wenn du gar nicht mehr für Krankengeld versichert bist ... du schreibst doch selbst, dass die AfA dir vorerst kein Geld mehr zahlen will ... wo soll denn da ein neuer Anspruch auf Krankengeld herkommen können ???

Kann mir das jemand bestätigen, oder hat noch ein paar Tipps für mich?
Nein, das kann dir wohl Niemand hier (mit gutem Gewissen) bestätigen, der sich damit wirklich etwas auskennt oder eigene Erfahrungen dazu hat ... es bringt dir GAR NICHTS deine aktuelle AU jetzt auslaufen zu lassen, ganz sicher kein neues Krankengeld nach wenigen Tagen "Pause" . :icon_evil:

Es sorgt höchstens dafür, dass du deine Ansprüche (Versicherungszeiten) für eine eventuelle EM-Rente auch noch in Gefahr bringst.

MfG Doppeloma
 

Petramichel

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14
Hallo

ich habe meinen Arbeitsplatz aufgegeben weil ich mich mit meinem Chef überworfen hatte, und mir wurde zu verstehen gegeben, das ich meines Lebens nicht mehr froh werde, sollte ich dort wieder arbeiten wollen. Trotz meiner 2 Bandscheibenvorfälle wurde ich auf einen Arbeitsplatz versetzt der meiner Gesundheit nicht gut bekommen ist. Den ganzen Tag im stehen im Akkord arbeiten. Der Betriebsrat in der Firma ist leider korrupt und auf der Arbeitgeberseite, so das ich da null Chance hatte. Der Schwerbehinderten Vertreter hatte alleine auch keine Chance.

Ich hatte mich vorher mit meinem Anwalt zusammen gesetzt.

Der Plan war über die Rentenversicherung ein LTA Maßnahme anzutreten, die auch schon genehmigt war, und einen anderen Arbeitsplatz zu suchen, und durch den Krebs hatte sich das ja auch erledigt.

Nach der Bestrahlung und Chemo gehe ich in eine AHB, da wollte ich dann die EM-Rente beantragen.

Ich werde jetzt sofort die Rente beantragen, weiß aber auch das die Rentenversicherung erst nach 7 Monaten zahlt, ist das so korrekt?

Das würde bedeuten ich muss mich bis dahin selbst kranken versichern?

Das mit dem Krankengeld und andere AU, das dachte ich mir schon, das das nicht so einfach geht, deshalb habe ich ja gestern Abend geschrieben.

Der Sachstand íst wohl so: Kein Geld von der AFA, selbst kranken versichern, und 7 Monate abwarten, bis die EM-Rente gezahlt wird. Ist das so korrekt?
 

Tica

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Hallo Petramichel,

stellt sich die Frage, ob so eine Absprache unter Druck nicht irgendwo anfechtbar wäre.... :icon_kinn:

Was die 7 Monate Wartezeit angeht... keine Ahnung ob es die gibt. Ich war bis Oktober in Reha und habe dann im November den Rentenantrag vor Ort bei der LVA (damals) gestellt. Rente gab es ab 1. Januar. Also 6 Wochen später.

Doppeloma hat da sicher viel mehr Wissen, was es mit den 7 Monaten auf sich hat.

Nachtrag: Vor der Reha war ich auch immer wieder krank geschrieben, aber nicht durch gehend. Vor der Reha hat mich meine Hausärztin sogar gesund geschrieben, da sie der Meinung war, ich wäre sonst nicht Reha-fähig. Also falls da 7 Monate irgendwo berücksichtig wurde, weiß ich nicht ab wann das die DRV gemacht hat.
 
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saurbier

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Hallo Petramichel,

zuerst einmal muss ich mich dem Vortrag von Doppeloma anschließen.

Das mit den 7 Monaten stimmt zwar, aber du weist ja gar nicht ob dir die DRV die Rente bewilligt und auf welches Datum der Beginn dann festgelegt wird.

Normaler Weise sollte die Rente ab dem Tag des akuten Ereignisses begründet sein, sie kann aber auch den 1. Tag der begründeten AU als Auslösungsfall bewilligt werden, aber ganuso kann der Tag des Reha-Antrages heran gezogen werden. Leider hat die DRV da so einige Möglichkeiten.

Schau mal hier - Der Leistungsfall_DRV -
Deutsche Rentenversicherung - Sozialmedizinisches Glossar - Sozialmedizinisches Glossar

Sollte man dir nun tatsächlich eine EMR bewilligen, dann "könnte" es wie gesagt so sein, dass diese wohlmöglich rückwirkend bewilligt wird. Dann würden die 7 Monate in die rückwirkende Zeit mit einfliessen.

Bei einer vollen EMR auf Dauer wäre das egal, jedoch bei einer vollen EMR auf Zeit bliebe dann natürlich für die Zukunft weniger Zeit und du müsstest früher eine Verlängerung beantragen.

Leider hat dich dein RA nicht besonders gut beraten, was ggf. daran liegen mag das er auch den AG kannte und damit wohl nicht so ganz neutral handeltet (ist ja mit Vorsicht zu geniessen, wegen wohlmöglicher Unterstellung). Nun ist da Kind jedoch in den Brunnen gefallen und man muss sehen wie man das beste daraus macht.

Ich würde also jetzt schleunigst den Rentenantrag stellen.

Aufgrund der ja ganz aktuellen Krebserkrankung und als der anderen vorliegenden Erkrankungen könnte es dir vielleicht sogar passieren, dass die DRV dir kurzfristig zumindest mal eine befristete volle EMR bewilligt und dann wärst du raus und damit auch wieder in der Krankenversicherung für Rentner.

Einen Versuch ist es alle male wert.

Ganz nebenbei gehe ich mal aus, dass deine dich jetzt akteuell behandelnden Ärzte wohl eine volle EMR befürworten werden und entsprechende Gutachten bzw. medizinische Befundeberichte für die DRV schreiben werden. Meine Vermutung!


Grüße saurbier
 
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