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Rente in Reha beantragen

Petramichel

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#1
Hallo zusammen

mein Name ist Petra bin 51 Jahre
falls ich etwas frage was hier im Forum schon war bitte Entschuldigung
Zu meiner Situation

Im November 2014 war ich in einer Reha wegen Bandscheibenvorwölbungen der Halswirbelsäule mit den typischen Symptomen. In dieser Reha habe ich mir einen Bandscheibenvorfall der LWS zugezogen, ich wurde mit starken Schmerzmitteln durch die Reha gebracht.

Eine Woche nach Reha Ende wurde ich an der Wirbelsäule quasi Notoperiert da der Nerv eingequetscht war. Danach Reha und weiter AU geschrieben, wieder ein paar Wochen später OP des Kniegelenkes wegen Knorpelschäden 4. Grades.

In dieser Zeit beantragte ich einen Schwerbehindertenausweiß, der mir auch nach Einspruch des VDK
genehmigt wurde. GDB 50 unbefristet(Depressionen,Wirbelsäule, Speiseröhre-Short-Barrett Syndrom, Kniegelenkschaden.

Nach insgesammt 11 Monaten AU bin ich mit Wiedereingliederung gestartet. Eine mündliche Absprache seitens meines Arbeitgebers auf einen bestimmten Arbeitsplatz, den ich trotz meiner Beschwerden ausüben konnte, wurde nicht eingehalten. Eher das Gegenteil war der Fall. 4 Monate später wieder Bandscheibenvorfall( mit erneuter OP und Reha).

Bei einem Gespräch mit dem Arbeitgeber wurde mir zu verstehen gegeben das man mich nicht mehr weiter beschäftigen möchte und mir wurde eine Abfindung angeboten, mit dem Hinweis das man mir das Leben sehr schwer machen würde falls ich nicht annehme. Ich stand schon seit längeren mit meinem Chef auf Kriegsfuß und er hat mich gestrietzt wo es nur ging.

Habe mich dann an einen Anwalt gewand der meinen Arbeitgeber gut kennt, und mir geraten die Abfindung anzunehmen, weil ich die Situation nervlich nicht durchstehen könnte, die würden mich auf subtile Art fertig machen.
Habe das Angebot angenommen, das Integrationsamt hat seine Zustimmung gegeben.

Bin im Herbst 2016 von der KK ausgesteuert worden, und befinde mich nun in der Nahtlosigkeitsregelung und beziehe ALG1, war 24 Jahre bei meinem Arbeitgeber beschäftigt.

Diese Situation hat mich so fertig gemacht das ich eine Psychosomatische Reha beantragt habe, die nach einem Termin bei einem Gutachter auch genehmigt wurde von der DRV. Die Reha trete ich in 2 Wochen an.

Ich bin so am Ende das ich mir nicht vorstellen kann bei Zeiten wieder zu arbeiten, und werde in der Reha eine EM-Rente beantragen.

Seit Februar 2016 bin ich nun durchgängig AU geschrieben. Bin im Augenblick in der Kündigungsfrist die im April zu Ende ist.

Seit Anfang 2014 bin ich in Psychotherapeutischer Behandlung und seit letztem Herbst auch beim Psychiater der mir auch Beruhigungsmittel verordnet hat, wegen Depressionen und Angstzustände.

Nächste Woche habe ich einen Termin beim Berufsberater der ARGE, ich habe große Angst was der von mir will, kann der mir das ALG1 streichen? Soll ich ihm erzählen das ich die Rente beantrage?
Während der Rentenantrag läuft bekomme ich weiterhin ALG1?

Ich hoffe ich konnte meine Situation einigermaßen schildern, und stelle nicht zu blöde Fragen

Liebe Grüße
 

Bitas

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#2
Hallo Petramichel,

Deine Fragen sind keineswegs blöd!
Wir beide haben sehr viele Parallelen, Knie, LWS, Psyche, Arbeitslos, etwa gleiches Alter.
Ich komme aktuell aus einer Psychosomatischen Reha (knapp 5 Wochen), bin seit einer Woche wieder Arbeitsfähig entlassen worden.
Die Reha Klinik in der ich war hat sehr offensichtlich für die DRV gearbeitet, ist ja auch der Geldgeber. Durch das Forum hier, habe ich mitbekommen das "arbeitslose" in den allermeisten Fällen arbeitsfähig entlassen werden, ausnahmen bestätigen die Regel.
Ich wurde auch arbeitsfähig entlassen, was mir beim Ärztlichen Erstgespräch am 2. Tag, nach 30 Minuten mitgeteilt wurde, weil ich gezielt nachgefragt habe. Durch mein aggressives Verhalten während meines Aufenthaltes, habe ich es bis zum Direktor der Klinik geschafft, der mich aber auch nur davon überzeugen wollte, das in der Klinik unabhängig Begutachtet wird. Er hat es nicht geschafft und das Ergebnis daraus war, das ich 4 Tage vorzeitig entlassen wurde.

Mein Tipp, frage gleich am Anfang nach wie es mit AU oder AF aussieht, damit Du weist auf welcher Seite die Klinik ist.
Wenn Du AF entlassen wirst, werden die Karten etwas neu gemischt.
Schätze Dich glücklich, wenn Deine Ärzte Dich trotzdem weiter AU schreiben, auch wenn Du AF entlassen werden "solltest".

Einen Rentenantrag kannst Du auf jeden Fall stellen, habe hier gelernt, das man Entscheidungen ob EM Rente Bewilligt wird oder nicht, "überhaupt nicht" vorhersehbar ist. Also ein Versuch ist es Wert, werde ich auch bald machen.

Du bekommst hier sicherlich noch gute Ratschläge, das Forum hier ist echt Top!

Gruß
Bitas
 

Petramichel

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#3
Danke dir Bitas

mit AU ist es so das ich bis zum Tag der Reha von meinem Arzt krank geschrieben bin, und den Tag der Entlassung hab ich direkt bei ihm Termin und werde weiter krank geschrieben.

Ja mit den Reha Einrichtungen ist es so das sie von der RV "Kundschaft" bekommen und wenn sie zu viele "Kunden" kaputt schreiben, tja dann werden sie wahrscheinlich nicht mehr so viele bekommen,
soviel zur Unabhängigkeit.

Gruß
 

Doppeloma

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#4
Hallo Petramichel, :welcome:


Bin im Herbst 2016 von der KK ausgesteuert worden, und befinde mich nun in der Nahtlosigkeitsregelung und beziehe ALG1, war 24 Jahre bei meinem Arbeitgeber beschäftigt.
Beziehst also ALGI im Rahmen der "Nahtlosigkeit" ( § 145 SGB III) wegen der Aussteuerung aus dem Krankengeld ...

Bist du beim ÄD (med. Dienst) der AfA (Agentur für Arbeit zahlt ALG I) gewesen (die "Arge" gibt es nicht mehr und war zudem für Hartz 4 / ALG II zuständig), ist in der Regel Pflicht nach einer Aussteuerung, zumindest dürfte es ein "Gutachten nach Aktenlage" geben und das solltest du dir (direkt beim ÄD der AfA) mal als Kopie aushändigen lassen.

Diese Situation hat mich so fertig gemacht das ich eine Psychosomatische Reha beantragt habe, die nach einem Termin bei einem Gutachter auch genehmigt wurde von der DRV. Die Reha trete ich in 2 Wochen an.
Das klingt nach Ablehnung und Widerspruch die Reha betreffend, ansonsten wird deswegen eher nicht begutachtet, ist dir dieses Gutachten bekannt ???

Ich bin so am Ende das ich mir nicht vorstellen kann bei Zeiten wieder zu arbeiten, und werde in der Reha eine EM-Rente beantragen.
Warum hast du das nicht direkt gemacht, eine Reha bekommt man um wieder fitt für den Arbeitsmarkt zu werden und nicht um dann anschließend in EM-Rente zu gehen, beim Antrag auf EM-Rente wird man dich ganz sicher nicht ausgerechnet in einer DRV - Reha "unterstützen" ( wollen) ... :icon_evil:

Da versucht man dich höchstens zu einem Antrag auf LTA zu überreden, ganz gleich wie sinnlos du das finden würdest, das gilt aber beim Kostenträger (DRV) als Reha-ERFOLG ... eine Renten-"Empfehlung" ist eher unerwünscht und den Antrag wirst du ganz sicher nicht direkt über die Klinik stellen können.

Ich war 6 Wochen in psychosomatischer Reha (2008), weil die KK das damals verlangt hat nach rund 4 Monaten AU wegen schwerer psychischer Probleme, sie wollten mal etwas Krankengeld sparen und drohten mit Einstellung des Krankengeldes wenn ich keine Reha beantrage und antrete.

Mir hat diese Reha NICHT geholfen, ich weiß nicht was du dort konkret erwartest, hast du dir diese Klinik selbst ausgewählt (obwohl auch das keine Garantie für eine sinnvolle Reha ist) oder hat dir die DRV eine "zugeteilt" ???

Seit Februar 2016 bin ich nun durchgängig AU geschrieben. Bin im Augenblick in der Kündigungsfrist die im April zu Ende ist.
Erstaunlich, dass dich die KK noch nicht in eine solche Reha schicken wollte, da sind die doch oft sehr schnell mit und leider meist viel zu schnell, freiwillig würde ich keine solche Reha mehr in einer DRV-Klinik machen wollen. :icon_evil:

War nach der Herzklappen-OP auch in einer AHB, das war auch nötig, hilfreich und völlig in Ordnung, leider wurde ich aber beruflich doch nicht mehr so belastbar, wie man es gerne gehabt und von mir "erwartet" hätte.

Seit Anfang 2014 bin ich in Psychotherapeutischer Behandlung und seit letztem Herbst auch beim Psychiater der mir auch Beruhigungsmittel verordnet hat, wegen Depressionen und Angstzustände.
In der Regel ist das umgekehrt aber sinnvoller, man geht erst zum Psychiater und wenn klar ist welche Therapie (vielleicht) helfen könnte versucht man einen Therapieplatz dafür zu finden, wer hat denn die Diagnosen gestellt, um die richtige Therapie zu beginnen ???

Ich war dann fast 4 Jahre vom Psychiater AU geschrieben, der "Bezugstherapeut" in der Reha meinte, dass ich unbedingt eine ambulante Therapie machen müsse, mein Psychiater hat das (schon vorher) ganz anders gesehen, der meinte, dass mir nur noch RUHE und somit die EM-Rente helfen könne wieder einigermaßen mit dem Leben klar zu kommen.

Er hatte völlig RECHT damit, berufliche Überforderung bei relevanten / chronischen Krankheiten KANN auch kein Therapeut "wegreden" wollen mit Erfolg, wenn das bald wieder "arbeiten gehen MÜSSEN" wie eine ständige "Drohkulisse" alles zunichte macht ... :icon_neutral:

Es dauerte zwar rund 3 Jahre nach der Antragstellung (über Widerspruch und Klage am SG) bis ich den EM-Renten-Bescheid endlich bei ihm vorlegen konnte aber inzwischen kann ich bestätigen, dass nur dieser Weg der einzig richtige für mich gewesen ist ...

Keine andere "Therapie" hätte das erreichen können und ich bin ihm noch immer sehr dankbar für seine zuverlässige Begleitung / mentale Unterstützung in dieser schwierigen Zeit. :icon_daumen:

Nächste Woche habe ich einen Termin beim Berufsberater der ARGE, ich habe große Angst was der von mir will, kann der mir das ALG1 streichen? Soll ich ihm erzählen das ich die Rente beantrage?
Ich denke du gehst nun in 2 Wochen erst mal in Reha, das Ergebnis solltest du zunächst mal abwarten und ihn dazu informieren wenn der Anreisetag schon fest steht.

Dann wird dein ALGI ohnehin erst mal aufgehoben (zum Reha-Beginn), weil die DRV "Übergangsgeld" zahlt und anschließend musst du dann (wahrscheinlich) ALGI erneut beantragen nach den bisherigen Bedingungen, man wird dann (vermutlich) auch das Reha-Ergebnis wissen wollen.

Während der Rentenantrag läuft bekomme ichweiterhin ALG1?
In der Regel schon aber ich verstehe schon nicht, warum du eine Reha beantragst in der Hoffnung dort dann Rente beantragen zu können, das hättest du besser gleich gemacht, denn der Reha-Bericht wird ein wichtiges "Langzeit-Gutachten" sein für den nachfolgenden EM-Renten-Antrag.

Das muss sich nicht unbedingt als vorteilhaft erweisen wenn man dich dort als "Vollzeit Erwerbsfähig" entlassen sollte für den "allgemeinen Arbeitsmarkt" ... eine eventuell sinnvolle "Berufs-Beratung" sollte vielleicht noch bis zu deiner Rückkehr aus der Reha aufgeschoben werden. :icon_kinn:

Dort wird man zumindest einschätzen welche Arbeiten du noch so machen könntest oder besser nicht mehr, das wäre dann auch für deine Vermittlung bei der AfA anschließend mit zu beachten.

In sehr seltenen Fällen wird eine solche Reha auch mal in eine EM-Rente "umgedeutet", wenn sich in der Klinik ergeben sollte, dass du tatsächlich nicht mehr erwerbsfähig zu bekommen bist.

In noch selteneren Fällen wird eine Reha auch abgebrochen aus medizinischen Gründen, was dann letztlich zum gleichen Ergebnis führen kann, aber im Regelfall werden "Blinde wieder sehend" in den DRV-Reha-Kliniken ...

Die sind NICHT unabhängig, die arbeiten mit dem Geld der DRV für die Interessen der DRV und dieses Interesse liegt nicht (vorwiegend) darin mit dir eine EM-Rente zu beantragen. :icon_evil:

Mir wurde im Bericht bereits gut 1 Jahr vor der tatsächlichen Renten-Antragstellung ein "starkes Rentenbegehren" bescheinigt, dabei hatte mich der Therapeut nur einmal "scheinheilig" gefragt, ob ich schon mal über EM-Rente nachgedacht hätte ... meine Antwort war (zu der Zeit noch) ein klares NEIN gewesen ... :icon_dampf:

Ich wünsche dir alles Gute !

MfG Doppeloma
 

Petramichel

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#5
Hallo Doppeloma

ja ich beziehe ALG1 nach 145 SGB

Ich hatte letztes Jahr im Oktober die Psychosomatische Reha beantragt bei der DRV, und die hat mich zu einem Gutachter geschickt der diese auch befürwortet hat, dann kam der Genehmigungsbescheid der DRV.

Ich hatte im Oktober 2016 das erste Gespräch mit dem SB der AFA und ihm meine Situation geschildert, er merkte das ich zu dem Zeitpunkt nicht in der Lage war eine Arbeit aufzunehmen, bin während des Gesprächs in Tränen ausgebrochen. Er sagte das die Psychosomatische Reha bei mir auch angebracht wäre und ich sollte mich melden wenn ich weiß wann ich die Reha antrete. Als ich den Termin dann hatte habe ich diesen sofort der AfA mitgeteilt.

Die Reha mache ich in der Dr. Becker Klinik Möhnesee, ich kann nicht sagen ob das eine Einrichtung der DRV ist, habe im Internet nichts dazu gefunden.

Einen Antrag auf LTA hatte ich schon während meiner letzten AHB im Mai 2016(Bandscheibenvorfall) gestellt, der auch genehmigt wurde. Der Rehaberater hat mich im September 2016 zu einem Berufsförderungswerk vermittelt, wo ich im eine Woche später auch einen Termin hatte.
Die zwei Damen merkten, das ich zu dem Zeitpunkt nicht in der Lage war eine Maßnahme zu beginnen, und teilten dies dem Rehaberater mit der mich am nächsten Tag anrief und sagte das ich im Augenblick wohl nicht in der Lage währe so eine Maßnahme zu beginnen, ich solle erst mal zur Ruhe kommen und mich wieder melden wenn es mir besser geht.

Ja ich hätte die EM-Rente schon längst beantragen sollen, in meinem Kopf geht alles drunter und drüber, dann etwas richtig zu entscheiden ist wirklich sehr schwer. Leider habe ich mich zu spät in diesem Forum angemeldet, da wären manche Sachen wahrscheinlich anders gelaufen.

Ich habe riesengroße Angst davor wie es nach der Reha weiter geht.

Lieben Gruß
 

Petramichel

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#6
Hallo Zusammen

ich war am Montag beim SB der AfA, war ganz OK, er sagte ich sollte erst mal die Reha hinter mich bringen und mich dann mit meinem Rehaberater zusammen setzen wie es weiter geht, und ihm vielleicht eine Kopie des Entlassungberichtes zukommen lassen.

Danach war ich beim Hausarzt um mir Reha Fähigkeit attestieren zu lassen. Bei der Untersuchung stellte er bei mir einen großen Knoten am Hals fest, hat mich direkt an die HNO Klinik Dortmund überwiesen.
Dort wurde noch ein zweiter Knoten festgestellt. Der Chefarzt sagte das die Knoten schnellstens entfernt werden müssen, ich soll die Reha verschieben. Muss mit einem aktuellen CT dann nächste Woche die OP besprechen.

Habe die DRV und die Reha Einrichtung informiert, dort wurde mein Reha Termin erst mal auf Mitte Mai verschoben.

Falls sich die Knoten als harmlos erweisen, sollte ich dann noch vor der Reha einen Rentenantrag stellen?

Lieben Gruß
 

faalk

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#7
Selbstverständlich kann die Rehaklinik zur Beantragung der Rente eine Empfehlung aussprechen, genauso wie man aus der Reha AU entlassen wird.

Und doch, man wird seitens der Rehaklinik dabei unterstützt. Dafür ist in der Rehaklinik ein Sozialdienst vorhanden, mit dem genauestens besprochen wird ob LTA, EU Rente etc. pp. voraussetzungen pi pa po.

Und eine Med. Reha, nützt immer nur dann etwas, wenn man sich dieser Situation stellt und Mitarbeitet. :wink:
 

saurbier

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#8
Ich möchte dazu aus eigener Erfahrung noch anmerken, daß es ggf. auch von Vorteil sein kann, wenn man in der Reha bereits mit dem Sozialdienst erörtert ob ggf. nicht eine ABE (Arbeitsbelstungserprobung) angestrebt werden sollte.

Durch die ABE hätte man dann ggf. die Möglichkeit über einige Wochen auszutesten ob und was man überhaupt noch beruflich machen kann. Da sind dann Arbeitsmediziner/Psychologen und Fachkräfte aus diversen Berufszweigen welche ihre Beurteilung abgeben.

In meinem Fall kam damals ein nogo für meinen erlernten Beruf heraus und es wurde eine Umschulung/Fortbildung als zwingend notwendig angeraten.

Ich persönlich sehe in sowas deshalb einen Vorteil, weil eben Arbeitsmedizinier mehr fachliche Kompetenz aufweisen als schlichte Rehaärzte.

Mir brauchte es was, was aber nicht zwingend bedeutet das es bei anderen auch so geschehen muß.

Ggf. erübrigt sich für @Petramichel die Angelegenheit ja nach dem Ergebnis der anstehenden Reha von ganz alleine, wenn nun schon wieder eine OP ansteht und die DRV auch darüber entsprechende Befunde erhält.

Niemand weiß leider im Voraus wie die DRV so entscheidet.

Alles gute auf jeden Fall für die anstehende OP.


Grüße saurbier
 

Petramichel

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#9
Hallo

ja ich muss jetzt erstmal die OP hinter mich bringen, wenn das Ergebnis positiv ist, hab ich nochmal Glück gehabt, wenn nicht, tja dann muss ich mal sehen.
Bin sowieso nicht in der besten Verfassung gewesen, da braucht man so was gar nicht. Und bis zur OP ist es noch etwas hin, hab nächste Woche erst Besprechung mit aktueller CT.

Hab den Reha Termin verschieben können, ging ohne Probleme, DRV und AfA wurden auch umgehend informiert, haben alle vollstes Verständnis für meine Situation.

Lieben Gruß
 

Petramichel

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#10
Hallo

leider hat sich rausgestellt das ich Krebs habe. Muss nächsten Monat nochmal ins Krankenhaus, dann werden mir die Lymphknoten am Hals raus genommen und noch Proben entnommen, dann besprochen wie es weiter geht.

Meine geplante Reha habe ich abgesagt.

Muss ich die Agentur für Arbeit darüber informieren, ich bin ja durchgängig seit Februar 2016 von meinem Ortophäden AU geschrieben und befinde mich im Moment in der Nahtlosigkeit Regelung, und er wird mich auch weiterhin im 4 Wochen Turnus AU schreiben.

Die ganze Situation belastet mich sehr, ich war vor dem Befund schon psychisch am Ende.

Ich hatte ja vor in der Reha die Rente zu beantragen, jetzt weiß ich nicht so recht wie es weiter gehen soll. Soll ich mich mit den sozialen Diensten der Klinik deswegen zusammen setzen, oder soll ich erst mal gar nichts machen und das ALG1 weiter laufen lassen?
Hab im Moment nicht so richtig Ahnung wie es weiter geht.

Gruß Petramichel
 

Tica

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#11
Hallo Petra,

mein Gott, da haut es ganz schön rein bei Dir. Tut mir wirklich leid das zu lesen.
Ich hoffe und wünsche, dass Du alles gut überstehst und vor allem nicht den Mut verlierst!!!

Zu Deiner Frage, also eigentlich kann ein Rentenantrag nebenbei nicht schade. Vielleicht hast Du schneller als Du denkst zumindest befristet Ruhe.
Und während einer Reha Rente beantragen ist möglich aber nicht nötig. Kannst auch davor bzw. danach.

vg Tica
 

Adebar

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#12
Liebe petramichel, auch von mir die allerliebsten und besten Wünsche. Ich an deiner Stelle würde jetzt die Rente beantragen (kann nicht schaden) bei sovielen Befunden wie bei dir, ist doch arbeiten derzeit gar nicht möglich.

Hoffe deine Ärzte stehen alle hinter dir, denn die wirst du brauchen
 

Petramichel

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#13
Danke euch

kann etwas Glück brauchen. War heute bei meinem Arzt und hab ihn wegen Rente gefragt, er war der Meinung das es bei mir wohl kein Problem wäre, wenigstens befristet.
Er war der Meinung ich sollte auch einen höheren GDB beantragen, hab derzeit 50 unbefristet.
Bin mir etwas unsicher, wenn ich nach einer gewissen Heilungs-Bewährung dann wieder geprüft werde, könnte es ja auch sein, das ich dann weniger als 50 bekomme, oder hab ich da einen Denkfehler.

Liebe Grüße
 

Muzel

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#14
Ich sehe diese Gefahr auch, dass man den Schwerbehindertenstatus verliert. Der VdK hat mir immer abgeraten. Der Unterschied zwische 50 und 60 ist nicht hoch, zwischen 50 und 40 schon. Am besten ist, dass du dich fachlich beraten lässt.
 

Petramichel

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#15
Hallo zusammen

mittlerweile hat sich bei mir ganz schön was getan 3 OPs hinter mir, bei der letzten nochmal ne Metastase rausgenommen und Lymphknoten. Der Scheiß nennt sich CUP-Syndrom. Demnächst gibts Bestrahlung und Chemo.
Aber ich hab ne Frage an Euch.
Wie schon geschrieben bin ich von der KK ausgesteuert seit Sep. 2016, und war bis jetzt in der Nahtlosigkeitsregelung. Bis Ende Mai war ich bei meinem Ex-Arbeitgeber beschäftigt, wenn auch nur aufn Papier, hatte 7 Monate Kündigungsfrist.
Heute rief die Leistungsabteilung vom der AFA an das das ALG1 vorläufig gesperrt ist.
Ich hatte mich mit meinem Ex-Arbeitgeber geeinigt und eine Abfindung bekommen, in dieser ist auch der Lohn für 50 Urlaubstage enthalten, das Geld soll ich erst mal aufbrauchen.
Mit meinem Anwalt gesprochen, der sagt, alles rechtens, der Plan war ja auch ein anderer.
Er riet mir, mich nicht mit der AFA anzulegen und mich vermittelbar zu machen. Ich sollte die aktuelle AU verstreichen lassen, dann ein paar Tage abwarten und mich dann auf meine Krebserkrankung AU schreiben lassen, dann würde das Krankengeld wieder neu starten.
Ich habe mich nicht einen Tag auf den Krebs krankschreiben lassen, das hielt ich für Sinn frei. Seid Februar 2016 bin ich lückenlos auf meine Bandscheibenschäden AU geschrieben, und das erste mal bin ich im Mai 2014 auf Bandscheiben AU geschrieben worden.
Mein Anwalt sagte, wenn sie 3 Jahre auf die gleiche Sache AU geschrieben sind, und dann ein paar Tage der AFA zur Verfügung stehen, und dann auf etwas völlig anderes AU geschrieben werden muss die KK mit Krankengeld wieder für 18 Monate einspringen. Es würde auch keine Rolle spielen das ich wegen der Krebserkrankung schon in Behandlung war oder schon operiert, solange es nicht auf der AU stand.
Kann mir das jemand bestätigen, oder hat noch ein paar Tipps für mich?
 

Sani73

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#16
Hallo,

ich würde versuchen das du eine Medzinisch- beruflich orientierte Reha machen kannst.
Das wurde mir in der Rehaklinik nahe gelegt und ich habe mich drauf eingelassen.

Dort wurden einige Vorträge gehalten (z.B. Stress usw.) und dann wurden über einen Tag unterschiedliche Test`s gemacht. Konzentration, Motorik usw.

Am ende der Reha wurde mir dann nahegelegt das ich die Rente beantragen soll.

Ich kann das echt jedem nur empfehlen sich darauf einzulassen. Inzwischen bieten das alle Kliniken an. Allerdings muss man als Patietent in der Klinik den Arzt direkt drauf ansprechen.
http://www.deutsche-rentenversicher...b/207024/publicationFile/50641/mbor_datei.pdf

Viel Glück
 

Doppeloma

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#17
Hallo Petramichel,

mittlerweile hat sich bei mir ganz schön was getan 3 OPs hinter mir, bei der letzten nochmal ne Metastase rausgenommen und Lymphknoten. Der Scheiß nennt sich CUP-Syndrom. Demnächst gibts Bestrahlung und Chemo.
Tut mir leid das zu lesen, ich hoffe das bringt alles die gewünschten Ergebnisse, dass es dir mal wieder deutlich besser gehen wird.

Wie schon geschrieben bin ich von der KK ausgesteuert seit Sep. 2016, und war bis jetzt in der Nahtlosigkeitsregelung. Bis Ende Mai war ich bei meinem Ex-Arbeitgeber beschäftigt, wenn auch nur aufn Papier, hatte 7 Monate Kündigungsfrist.
Und warum bist du da nicht (auf dem Papier) einfach geblieben, was hat dich denn gezwungen ausgerechnet jetzt deinen Arbeitsplatz "freiwillig" aufzugeben ???
War doch klar, dass es dann Ärger mit der AfA geben wird ...

Heute rief die Leistungsabteilung vom der AFA an das das ALG1 vorläufig gesperrt ist.
Ich hatte mich mit meinem Ex-Arbeitgeber geeinigt und eine Abfindung bekommen, in dieser ist auch der Lohn für 50 Urlaubstage enthalten, das Geld soll ich erst mal aufbrauchen.
Das war nicht wirklich schlau von dir, man gibt seinen Arbeitsplatz nicht auf wenn man krank ist und einen Schwerbehinderten-Status hat ... genau dafür wirst du jetzt von der AfA "abgestraft".

Mit meinem Anwalt gesprochen, der sagt, alles rechtens, der Plan war ja auch ein anderer.
Vielleicht hättest du dich besser mal VOR dieser "einvernehmlichen Lösung deines Arbeitsvertrages" mit deinem Anwalt zusammensetzen sollen ... ???

Er riet mir, mich nicht mit der AFA anzulegen und mich vermittelbar zu machen.
Was stellt er sich denn darunter vor "dich vermittelbar zu machen", du bist wegen der ersten Krankheit in der Nahtlosigkeit gelandet, dann hast du akut noch mit deiner Krebsbehandlung zu tun, die AfA rechnet dir die bezahlten Urlaubstage an (50 wie du schreibst) und wenn die Abfindung nicht bestimmte Bedingungen erfüllt hat, wird die auch noch angerechnet ...

Da KANN man sich nicht wunschgemäß "vermittelbar machen wollen", die KK ist doch nicht "blöde" und hat deine ganzen (aktuellen) Behandlungen wegen der Krebserkrankung im PC ... diese Krankheit gilt bereits als "hinzugetreten", auch ohne Extra-AU deswegen.

Ich sollte die aktuelle AU verstreichen lassen, dann ein paar Tage abwarten und mich dann auf meine Krebserkrankung AU schreiben lassen, dann würde das Krankengeld wieder neu starten.
Wovon träumt der denn Nachts so, du gehst doch in diesen "paar Tagen" nicht arbeiten, bist gar nicht mehr für Krankengeld-Anspruch versichert wenn du bei der AfA raus bist und auch bei keinem AG mehr durch aktive Berufstätigkeit dafür versichert bist.

Du verlierst höchstens auch noch den AU-Anschluss für eine EM-Rente wenn du nicht wenigstens AU geschrieben bleibst, so lange du (praktisch als Hausfrau) von deinem "Vermögen" leben sollst.

Bei Beginn einer neuen AU (neue Krankheit) MUSS du für Krankengeld-Anspruch bei der KK versichert sein und das bist du nicht mehr wenn du kein ALGI und auch kein Erwerbseinkommen mehr hast aus versicherungspflichtiger Beschäftigung. :icon_evil:

In der Zeit wo du keine Gelder mehr bekommst musst du dich schon mal selber krankenversichern, wenn du keinen Ehepartner hast, der dich in die Familienversicherung bringen kann ... daraus hat man aber keinen Anspruch auf Krankengeld.

Ich habe mich nicht einen Tag auf den Krebs krankschreiben lassen, das hielt ich für Sinn frei.
Das ist doch auch sinnfrei aber die KK weiß doch, dass du deswegen nun auch in Behandlung bist und das schon eine längere Zeit.

Seid Februar 2016 bin ich lückenlos auf meine Bandscheibenschäden AU geschrieben, und das erste mal bin ich im Mai 2014 auf Bandscheiben AU geschrieben worden.
Darauf wurdest du ja inzwischen auch ausgesteuert und dein Anspruch auf ALGI hat sich aktuell auch nur wegen der Aussteuerung ergeben ...

Mein Anwalt sagte, wenn sie 3 Jahre auf die gleiche Sache AU geschrieben sind, und dann ein paar Tage der AFA zur Verfügung stehen, und dann auf etwas völlig anderes AU geschrieben werden muss die KK mit Krankengeld wieder für 18 Monate einspringen.
Da hat der aber keine Ahnung und davon Jede Menge, die Blockfrist von 3 Jahren mit dem Krankengeld-Anspruch für 2 verschiedene Krankheiten zusammen zu werfen, ist schon ganz schön gewagt.

Und WARUM bitte sollte dich die AfA als vermittelbar aufnehmen, wenn du vorerst gar kein Geld mehr dort bekommen kannst, wegen deinem Aufhebungsvertrag und der Urlaubsabgeltung ???

Zudem haben die doch auch alles in deiner Akte und werden dich im Zweifel erst mal wieder zum ÄD schicken um prüfen zu lassen ob du wirklich wieder vermittelbar bist.

Ich war nach meiner Herz-OP (fast 1 Jahr AU damit) fast 7 Monate wieder arbeiten und wurde dann psychisch krank, selbst da hat die KK noch versucht mein Krankengeld frühzeitig wieder einzustellen, "weil es ja eine hinzugetretene Krankheit sei" und sich daraus kein neuer Anspruch ergeben sollte.

Ich war vorher noch nie AU (auch nicht in Behandlung) wegen psychischer Probleme, darum hat das in meinem Falle NICHT funktioniert und für die Psyche musste dann 78 Wochen gezahlt werden, aber NUR weil ich dazwischen wieder (OHNE AU wegen Herz) gearbeitet hatte.

Es würde auch keine Rolle spielen das ich wegen der Krebserkrankung schon in Behandlung war oder schon operiert, solange es nicht auf der AU stand.
Das wird deine KK aber garantiert ganz anders sehen, besonders wenn du gar nicht mehr für Krankengeld versichert bist ... du schreibst doch selbst, dass die AfA dir vorerst kein Geld mehr zahlen will ... wo soll denn da ein neuer Anspruch auf Krankengeld herkommen können ???

Kann mir das jemand bestätigen, oder hat noch ein paar Tipps für mich?
Nein, das kann dir wohl Niemand hier (mit gutem Gewissen) bestätigen, der sich damit wirklich etwas auskennt oder eigene Erfahrungen dazu hat ... es bringt dir GAR NICHTS deine aktuelle AU jetzt auslaufen zu lassen, ganz sicher kein neues Krankengeld nach wenigen Tagen "Pause" . :icon_evil:

Es sorgt höchstens dafür, dass du deine Ansprüche (Versicherungszeiten) für eine eventuelle EM-Rente auch noch in Gefahr bringst.

MfG Doppeloma
 

Petramichel

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#18
Hallo

ich habe meinen Arbeitsplatz aufgegeben weil ich mich mit meinem Chef überworfen hatte, und mir wurde zu verstehen gegeben, das ich meines Lebens nicht mehr froh werde, sollte ich dort wieder arbeiten wollen. Trotz meiner 2 Bandscheibenvorfälle wurde ich auf einen Arbeitsplatz versetzt der meiner Gesundheit nicht gut bekommen ist. Den ganzen Tag im stehen im Akkord arbeiten. Der Betriebsrat in der Firma ist leider korrupt und auf der Arbeitgeberseite, so das ich da null Chance hatte. Der Schwerbehinderten Vertreter hatte alleine auch keine Chance.

Ich hatte mich vorher mit meinem Anwalt zusammen gesetzt.

Der Plan war über die Rentenversicherung ein LTA Maßnahme anzutreten, die auch schon genehmigt war, und einen anderen Arbeitsplatz zu suchen, und durch den Krebs hatte sich das ja auch erledigt.

Nach der Bestrahlung und Chemo gehe ich in eine AHB, da wollte ich dann die EM-Rente beantragen.

Ich werde jetzt sofort die Rente beantragen, weiß aber auch das die Rentenversicherung erst nach 7 Monaten zahlt, ist das so korrekt?

Das würde bedeuten ich muss mich bis dahin selbst kranken versichern?

Das mit dem Krankengeld und andere AU, das dachte ich mir schon, das das nicht so einfach geht, deshalb habe ich ja gestern Abend geschrieben.

Der Sachstand íst wohl so: Kein Geld von der AFA, selbst kranken versichern, und 7 Monate abwarten, bis die EM-Rente gezahlt wird. Ist das so korrekt?
 

Tica

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#19
Hallo Petramichel,

stellt sich die Frage, ob so eine Absprache unter Druck nicht irgendwo anfechtbar wäre.... :icon_kinn:

Was die 7 Monate Wartezeit angeht... keine Ahnung ob es die gibt. Ich war bis Oktober in Reha und habe dann im November den Rentenantrag vor Ort bei der LVA (damals) gestellt. Rente gab es ab 1. Januar. Also 6 Wochen später.

Doppeloma hat da sicher viel mehr Wissen, was es mit den 7 Monaten auf sich hat.

Nachtrag: Vor der Reha war ich auch immer wieder krank geschrieben, aber nicht durch gehend. Vor der Reha hat mich meine Hausärztin sogar gesund geschrieben, da sie der Meinung war, ich wäre sonst nicht Reha-fähig. Also falls da 7 Monate irgendwo berücksichtig wurde, weiß ich nicht ab wann das die DRV gemacht hat.
 
Zuletzt bearbeitet:

saurbier

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#20
Hallo Petramichel,

zuerst einmal muss ich mich dem Vortrag von Doppeloma anschließen.

Das mit den 7 Monaten stimmt zwar, aber du weist ja gar nicht ob dir die DRV die Rente bewilligt und auf welches Datum der Beginn dann festgelegt wird.

Normaler Weise sollte die Rente ab dem Tag des akuten Ereignisses begründet sein, sie kann aber auch den 1. Tag der begründeten AU als Auslösungsfall bewilligt werden, aber ganuso kann der Tag des Reha-Antrages heran gezogen werden. Leider hat die DRV da so einige Möglichkeiten.

Schau mal hier - Der Leistungsfall_DRV -
Deutsche Rentenversicherung - Sozialmedizinisches Glossar - Sozialmedizinisches Glossar

Sollte man dir nun tatsächlich eine EMR bewilligen, dann "könnte" es wie gesagt so sein, dass diese wohlmöglich rückwirkend bewilligt wird. Dann würden die 7 Monate in die rückwirkende Zeit mit einfliessen.

Bei einer vollen EMR auf Dauer wäre das egal, jedoch bei einer vollen EMR auf Zeit bliebe dann natürlich für die Zukunft weniger Zeit und du müsstest früher eine Verlängerung beantragen.

Leider hat dich dein RA nicht besonders gut beraten, was ggf. daran liegen mag das er auch den AG kannte und damit wohl nicht so ganz neutral handeltet (ist ja mit Vorsicht zu geniessen, wegen wohlmöglicher Unterstellung). Nun ist da Kind jedoch in den Brunnen gefallen und man muss sehen wie man das beste daraus macht.

Ich würde also jetzt schleunigst den Rentenantrag stellen.

Aufgrund der ja ganz aktuellen Krebserkrankung und als der anderen vorliegenden Erkrankungen könnte es dir vielleicht sogar passieren, dass die DRV dir kurzfristig zumindest mal eine befristete volle EMR bewilligt und dann wärst du raus und damit auch wieder in der Krankenversicherung für Rentner.

Einen Versuch ist es alle male wert.

Ganz nebenbei gehe ich mal aus, dass deine dich jetzt akteuell behandelnden Ärzte wohl eine volle EMR befürworten werden und entsprechende Gutachten bzw. medizinische Befundeberichte für die DRV schreiben werden. Meine Vermutung!


Grüße saurbier
 

Petramichel

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#21
Hallo

war heute Morgen bei unserer Gemeinde und hab die volle EMR beantragt, danach sofort zur KK, bin versichert als Rentenbeanträger. Die Dame meinte bei meiner Geschichte mit 3 Rehas, und so lange AU kann es schon sein das die RV dies in eine volle EMR umdeutet, aber das entscheiden nun mal andere Leute, also abwarten.

Die Ärzte(Orthopäde, Psychiater, Psychiologe und HNO wegen dem Krebs im Halsbereich) sprechen sich alle für eine volle EMR aus. Aber auch das heißt ja noch nichts.

Muss jetzt halt abwarten!

Gruß Petramichel
 

Petramichel

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#22
Gut das ich hier nochmal nachgeschaut habe, jetzt weiß ich wofür der Selbsteinschätzungsbogen der DRV ist, für die blaue Tonne!
 

Doppeloma

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#23
Hallo Petramichel,

nur mal noch ergänzend zu dem, was dir dazu schon geschrieben wurde.

ich habe meinen Arbeitsplatz aufgegeben weil ich mich mit meinem Chef überworfen hatte, und mir wurde zu verstehen gegeben, das ich meines Lebens nicht mehr froh werde, sollte ich dort wieder arbeiten wollen. Trotz meiner 2 Bandscheibenvorfälle wurde ich auf einen Arbeitsplatz versetzt der meiner Gesundheit nicht gut bekommen ist.
Trotzdem (oder gerade deswegen) hättest du (als anerkannt Schwerbehinderte) NICHT klein begeben sollen (ich hätte den Angezeigt wenn der mich selber mobbt anstatt was dagegen zu unternehmen).

Wurde denn das Intergrationsamt überhaupt mal beteiligt, die sind doch auch verpflichtet zu überprüfen ob ein angebotener (anderer) Tätigkeitsbereich zumutbar ist.
Ich möchte mir nicht vorstellen (müssen), dass es bei dir vor Ort wirklich Niemanden gab der dir hätte beistehen können.

Dein Chef hat gewusst "wie er dich nehmen muss" damit du selber aufgeben wirst und er keine Probleme bekommt, wenn er dich los werden will, dafür ist es (eigentlich) nicht gedacht mit dem "Schutz" der Schwerbehinderten" vor (zu schneller) Entlassung. :icon_evil:

Den ganzen Tag im stehen im Akkord arbeiten. Der Betriebsrat in der Firma ist leider korrupt und auf der Arbeitgeberseite, so das ich da null Chance hatte. Der Schwerbehinderten Vertreter hatte alleine auch keine Chance.
Der hätte sich auch an das Integrationsamt wenden können, aber das hilft dir aktuell alles nicht mehr wirklich weiter.

Ich hatte mich vorher mit meinem Anwalt zusammen gesetzt.
Einen "wasserdichten" Aufhebungsvertrag hat er aber nicht mit dir durchgesprochen, das wurde (vermutlich) auch nur alles so gemacht wie dein AG das für richtig halten wollte ... du stehst nun da und hast die Folgen zu tragen ...

Der Plan war über die Rentenversicherung ein LTA Maßnahme anzutreten, die auch schon genehmigt war, und einen anderen Arbeitsplatz zu suchen, und durch den Krebs hatte sich das ja auch erledigt.
Welche LTA-Maßnahme war denn konkret geplant, einen AG-Zuschuss kann man nicht "antreten", dafür braucht man den passenden (neuen) AG ... und den zu finden wird dir auch Keiner helfen, das sieht die DRV aber längst noch nicht als "gescheiterte" LTA an.

Nach der Bestrahlung und Chemo gehe ich in eine AHB, da wollte ich dann die EM-Rente beantragen.
Du gehst noch immer von falschen Voraussetzungen aus bei deiner ganzen Planung, eine AHB soll dich wieder arbeitsfähig machen, wie jede andere Reha auch und die "Heilungsbewährung" bei Krebserkrankungen wird auch von der DRV gerne "abgewartet" ...

Ich werde jetzt sofort die Rente beantragen, weiß aber auch das die Rentenversicherung erst nach 7 Monaten zahlt, ist das so korrekt?
Die DRV zahlt überhaupt erst wenn sie eine EM-Rente auch für Notwendig hält und bewilligt hat, dafür gibt es keinen festen Zeitrahmen, auch mit Krebs bekommt man nicht unbedingt und direkt "probelmlos" eine EM-Rente bewilligt, dazu wurde dir ja schon geschrieben.

Da die meisten EM-Renten zunächst befristet (für höchstens 3 Jahre am Stück) bewilligt werden ist allerdings erst eine Renten-Zahlung ab (frühestens) dem 7. Monat nach "Eintritt des Leistungsfalles" gesetzlich vorgesehen.

Der "Leistungsfall" ist der Zeitpunkt wo die DRV eine eingetretene Erwerbsminderung (EM) anerkennen will, ich denke eher nicht, dass man die bisherige AU dafür nehmen wird, denn die bezieht sich ja noch gar nicht auf die aktuelle Krebserkrankung.

Die könnte eher Anlass sein dir für eine begrenzte Zeit jetzt eine EM-Rente zu bewilligen aber wissen wirst du das erst wenn die DRV dazu entschieden hat.

Das würde bedeuten ich muss mich bis dahin selbst kranken versichern?
Du musst dich in JEDEM Falle ab Tag der Einstellung des ALGI erst mal selbst (freiwillige Pflichtversicherung) versichern, sonst bekommst du bald die Rechnungen für deine Arztbesuche und Behandlungen nach Hause geschickt.

Bitte setze dich umgehend mit deiner KK in Verbindung und stelle die notwendigen Anträge dafür, die "Nachversicherung" gilt dafür bei dir nicht mehr, wenn klar ist, dass Niemand diese Beiträge aktuell mehr "nahtlos" übernehmen wird.

Ob da später was in diese Zeit zurück reichen könnte (bei einer späteren Bewilligung von EM-Rente), das weiß ja im Moment noch Niemand.
Ich musste mal 10 Tage selbst bezahlen beim Übergang von AfA zum JC, weil wir erst zum folgenden 1. ALGII beantragt hatten, um die Anrechnung des letzten ALGI zu vermeiden.

Das bekam ich nur zurück, weil (über 2 Jahre später am Gericht ) meine EM-Rente so weit zurück bewilligt wurde, dann wurden die Beiträge aus meiner Renten-Nachzahlung genommen.

Ich kenne aber auch EM-Rentner, die nach dem ALGI komlett (für ängere Zeit) von ihrem "Vermögen" leben mussten (daher kein Anspruch auf ALGII) und später NICHTS davon zurück bekamen, weil der Bescheid zur EM-Rente nicht soweit rückwirkend war.

Das mit dem Krankengeld und andere AU, das dachte ich mir schon, das das nicht so einfach geht, deshalb habe ich ja gestern Abend geschrieben.
Darauf brauchst du tatsächlich nicht zu hoffen, für die KK hast du nicht erst Krebs bekommen, wenn du eine AU damit einreichst, die wissen das doch schon lange und die Versicherung für Krankengeld fehlt dir zusätzlich auch wei ich es oben schon beschrieben habe.

Der Sachstand íst wohl so: Kein Geld von der AFA, selbst kranken versichern, und 7 Monate abwarten, bis die EM-Rente gezahlt wird. Ist das so korrekt?
Nicht ganz, denn du weißt ja noch gar nicht ob du eine EM-Rente bekommen wirst und ab wann dann die Zahlungen (lt. Rentenbescheid) wirklich beginnen werden ... das kannst du so einfach nicht selber "planen" wollen, dazu entscheidet die DRV nach der Antragstellung.

Bis dahin musst du dich auf jeden Fall selbst versichern, es sei denn die AfA zahlt nach Ablauf der Urlaubstage weiter, ich kenne mich mit den Regelungen (Anrechnung einer Abfindung / wie lange bei welchem Betrag) nicht aus, ich habe nie eine Abfindung bekommen.

Die Urlaubsabgeltung (als separater Betrag) selbst darf gar nicht "angerechnet" werden, sondern nur für die Anzahl der (abgegoltenen) Urlaubstage muss die AfA dann kein ALGI bezahlen.

Wenn dein AG das natürlich nicht getrennt abgerechnet hat, dann wird sich die AfA auch wieder aussuchen wie es ihr am Besten passt, was hat man dir denn gesagt bezüglich der Anrechnung, vom gesamten Betrag "vorerst leben müssen" reicht ja auch nicht ganz ...

Was stellt man sich denn als Zeitraum darunter vor bei der AfA ???

Ohne die Unterlagen zu kennen die du dafür von deinem AG bekommen hast, kann man dazu aber auch nicht mehr herausfinden.
Gesetzlich gesehen ist eine Aufgabe des Arbeitsplatzes nach Ablauf von 12 Monaten NICHT mehr relevant bei der AfA ...

Die "Beratung" deines Anwaltes dazu lässt ja auch viele Wünsche (und Fragen) offen ... :icon_neutral:

MfG Doppeloma
 

Petramichel

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#24
Hallo Doppeloma

das mit meinem Ex-Arbeitgeber hat sich ja schon erledigt, zum Schluss hatte ich einfach nicht mehr die Kraft, und immer mit Bauchschmerzen zur Arbeit, das hält ja niemand auf Dauer durch.

Mein Anwalt ist zum Zeitpunkt der Vertragsgestaltung(August 2016) davon ausgegangen das ich zügig die LTA antrete(Weiterbildung über BFW, mit verschiedenen Bausteinen und Praktika).

Aussteuerung im September 2016

Nahtlosigkeit nach 145

Psychosomatische Reha beantragt, Oktober 2016

Gutachter-Termin DRV ob Reha nötig, November 2016

Dezember 2016 Genehmigung Psychosomatische Reha durch DRV

Bescheid Start Reha April 2017

März 2017 Knoten am Hals, in Absprache mit Ärzten Reha auf Ende Mai verschoben.

April 2017 1.OP, 1. Knoten entfernt, nach 2 Wochen Diagnose-Krebs

Reha endgültig abgesagt AfA, DRV und KK informiert.

AfA hat Reha nicht aus ihrem System rausgenommen, deshalb mich für Ende Mai abgemeldet da im Glauben bekomme Übergangsgeld von DRV.

Mai 2. Op Juni 3. Op

Im Juli bemerkt das AfA kein Geld überwiesen hat für Juni, Besuch bei AfA, dann Anruf von Leistungsabteilung, Zahlung bis Klärung ausgesetzt, soll mich mit KK in Verbindung setzen wegen Versicherungsschutz.

Nächsten Tag zur Gemeinde Renten-Antrag ausgefüllt, mit Formular zur KK, ab dem Zeitpunkt versichert als Rentenantragstellerin, rückwirkend über meinen Mann Familien versichert.

Letzte Abrechnung und Gerichtsurteil zur AfA geschickt.

Unglücklicherweise ist meine Diagnose CUP-Syndrom eine fiese Sorte Krebs, will die DRV jetzt 5 Jahre warten(Heilungsbewährung) bis die ne Entscheidung treffen?

Wenn die AfA einen Teil der Abfindung jetzt anrechnet, iss das nun mal so, für mich ist jetzt wichtiger einigermaßen aus der Krebserkrankung raus zu kommen, aber das kann so oder so ausgehen, da gibt kein Arzt ne Prognose.

Gruß Petramichel
 

Woltar44

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#25
Hallo Petramichek,
ich werde nun folgenden Weg für mich gehen.
Heute und Morgen habe ich mir Urlaub genommen.

Morgen habe ich einenen Termin Beim Hausarzt und stelle dort einen Reha Antrag.In der Zeit, wo darüber entschieden wird, lasse ich mich Krank schreiben. Mein Arbeitgeber und die Krankenkasse stimmen zu.

Ich werde dann in der Reha versuchen meine 2. Hälfte der EMR zu bekommen.
2010 wurde sie mir bereits angeboten aber ich wollte es mit einer halben versuchen. Nun stelle ich fest, dass ich die tägliche Arbeitszeit nicht mehr bewältigen kann.
Seit 2005 wird meine Sehkraft immer schlechter.
Zur Zeit besitze ich Links noch 3% und Rechts 20%..

Ich weis, dass es ein langer und steiniger Weg wird aber so kann ich nicht weiter arbeiten.

Lg Woltar
 

Tica

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#26
@Petramichel

Deine Diagnose ist der Hammer. Ich hoffe die DRV hat ein Einsehen und bezahlt Dir die Rente. Aber...

Ein Bekannter von uns hatte dieselbe Diagnose vor 10 Jahren bekommen. Seine Tochter ein paar Jahre später. Es war tragisch. Ein jahrelanger Kampf mit der DRV. Zum Glück haben die Eltern des Bekannten finanziell geholfen.
Leider hatte die DRV bei Beiden auf Zeit gespielt.

Ich finde es unwürdig. Als ob die Erkrankten nicht genügend andere Probleme haben.

Ich drücke Dir ganz doll die Daumen. Für die Genesung und für die Rente!!!!

lg Tica
 

Petramichel

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#27
Hallo Zusammen

wollte mich nochmal gemeldet haben nach meiner Naja sagen wir mal nicht so tollen Zeit.
Ende Juli bin ich mit der Therapie angefangen, 30 Bestrahlungen und 6x Chemo, ging bis Anfang September, danach ist man ziemlich fertig.
Ab dem 21.9 war ich für 3 Wochen in einer Onkologischen AHB, wo ich viel Ruhe fand.
Eine Woche nach Ende der AHB bekam ich den Abschlussbericht.
Laut dem Bericht kann ich meine letzte Arbeit nicht mehr machen, aber leichte Arbeit sehr wohl über 6 Stunden täglich und zu jeder Tageszeit, Früh-Spät und Nachtschicht.
Auch sonst sei in den 3 Wochen AHB alles wunderbar gewesen, bin quasi ein neuer Mensch...hahaha. Zumindestens hat der Reha-Arzt eine Psychosomatische Reha befürwortet.
Das konnte ich so nicht stehen lassen und bin zu einer Anwältin Schwerpunkt Sozialrecht, und bin mit ihr Punkt für Punkt alles durchgegangen, was nicht den Tatsachen entspricht wurde richtig gestellt. Sie wird mir die saubere Abschrift nochmal vorlegen, damit ich mir das anschaue ob alles richtig ist, werde heute eine Mail von ihr bekommen.
Zusätzlich habe ich eine Psychosomatische Reha beantragt.
Gestern bekomme ich einen Brief von der DRV-Westfalen.
EM-Rente rückwirkend zum 21.9 genehmigt, befristet bis zum 31.10.2018, was sagt man dazu, da war ich schon überrascht.
Die Gegendarstellung lasse ich natürlich trotzdem von meiner Anwältin losschicken.

L.G.
Petramichel
 

Petramichel

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#28
Hallo
was ich mich frage ist, nach welchen Kriterien die EM-Rente auf 1Jahr begrenzt wird. Der 21.9 ist genau der Tag an dem ich meine Onko-AHB begonnen habe. Wie gesagt der Abschlussbericht ist für EM-Rente eher negativ ausgefallen. Bei einem Gutachter war ich auch nicht.
LG
Petramichel
 

Tica

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#29
Gratuliere erst einmal.

Ja.... wonach geht die Befristungsdauer? Wissen die bestimmt selber nicht.

Bei mir waren es:
1. 18 Monate
2. 9 Monate
3. 32 Monate
4. 24 Monate
5. unbefristet
 

Petramichel

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#30
Danke schön

werde jetzt mal alles auf mich zukommen lassen, und bei Zeiten dann die Verlängerung beantragen.
Fast 1 Jahr ohne Ämter-Stress ist ja auch schon mal schön!

L.G.
 

Petramichel

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#31
Hallo Zusammen

habe ja eine Psychosomatische Reha beantragt, und nicht sehr überraschend ist die Reha von der DRV-Westfalen abgelehnt worden.

Begründung ist, das noch keine 4 Jahre seid der letzten Maßnahme her sind.
Ja leuchtet schon irgendwie ein, ich hab die EM-Rente bekommen, wieso dann noch ne Reha genehmigen.

Die Psychosomatische-Reha hatte ich ja schon genehmigt bekommen, musste sie aufgrund der Krebserkrankung absagen, und die letzte Maßnahme war eine Onkologische-AHB.

Macht es Sinn gegen die Entscheidung Einspruch einzulegen, ich wollte die Psychosomatische Reha nutzen um zu mir zu finden und zur Ruhe zu kommen.

Das konnte ich zwar in der Onkologischen-AHB auch teilweise, aber ich denke das in einer P.-Reha noch mal ganz speziell auf meine Problematik eingegangen wird, die nicht erst seid meiner Krebsdiagnose besteht.

Ich hab etwas Angst, das der Schuss für mich auch nach hinten losgehen kann!

L.G.
 

Doppeloma

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#32
Hallo Petramichel,

zunächst mal alles Gute für dich und Glückwunsch zur bewilligten EM-Rente auf Zeit. :first:

Macht es Sinn gegen die Entscheidung Einspruch einzulegen, ich wollte die Psychosomatische Reha nutzen um zu mir zu finden und zur Ruhe zu kommen.
Darauf solltest du besser verzichten, wenn du aktuell in EM-Rente bist wäre die KK zuständig eine psychosomatische Klinik zu bezahlen.

Versuche doch mal Kontakt aufzunehmen mit passenden psychosomatischen Kliniken und lass dich vom Arzt akut einweisen wenn das möglich ist.

Ich fürchte von psychosomatischen DRV-Rehas hast du zu positive Vorstellungen und Erwartungen ... ich musste eine machen weil die KK das verlangt hat im Krankengeldbezug, die Ruhe die ich dort auch gerne gefunden hätte misste ich 6 Wochen vergeblich suchen.

Das konnte ich zwar in der Onkologischen-AHB auch teilweise, aber ich denke das in einer P.-Reha noch mal ganz speziell auf meine Problematik eingegangen wird, die nicht erst seid meiner Krebsdiagnose besteht.
Das glaube ich daher eher nicht, dass dort deine Erwartungen in Erfüllung gehen würden und eine DRV-Reha ist immer vorrangig dafür vorgesehen dich wieder in den Arbeitsmarkt zu bringen.

Ich hab etwas Angst, das der Schuss für mich auch nach hinten losgehen kann!
Diese Sorge ist also keineswegs unbegründet, versuche einen klinischen Aufenthalt zu bekommen für deine psychischen Probleme, das gibt es nicht nur in der Psychiatrie sondern auch in psychosomatischen Kliniken ...

Ihre Akutklinik Urbachtal im Allgau ist fur Sie da

Das ist nur ein Beispiel dafür, gib einfach mal das Stichwort ein (psychosomatische Kliniken) und du wirst weitere Angebote finden, achte darauf, dass es NICHT um DRV-Reha sondern um Akutbehandlung (über die Krankenkasse) gehen soll.

Vielleicht kann dich ja auch dein behandelnder Arzt beraten dazu wo du aktuell gut aufgehoben sein würdest.

MfG Doppeloma
 

Petramichel

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#33
Hallo Doppeloma

danke für die Tipps, ich denke auch das ich es erstmal so hinnehme, in 9 Monaten kann ich ja sowieso nochmal eine Onkologische Reha beantragen die mir laut meinem Onkologen auch zusteht, und ausdrücklich befürwortet wird, und dann anstandslos durch gewunken wird.

Bis dahin genieße ich erstmal mein neues Leben, die ersten
Kontroll-CT`s haben nähmlich absolut keine Hinweise auf irgendetwas negatives ergeben, und das zählt für mich an erster Stelle.

Lieben Gruß und vielen Dank
 

Petramichel

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#34
Hallo zusammen, und frohes neues Jahr

ich hab die Tage einen Brief von der RV bekommen, die möchten wissen ob ich beim Psychiater oder Psychotherapeuten in Behandlung bin, und wenn ja die Namen und Anschrift.
Letztes Jahr als ich die Rente beantragt habe hatte ich alle Ärzte angebeben, auch die jetzt nachgefragten.
Kann mir da jetzt nicht wirklich nen Reim drauf machen warum die nochmal die Daten haben wollen.
Zur Erinnerung, habe letztes Jahr EMR bis Oktober 2018 bewilligt bekommen.
Hat jemand ne Idee was dahinter stecken könnte?

Liebe Grüße Petramichel
 
E

ExitUser

Gast
#35
Hat jemand ne Idee was dahinter stecken könnte?
Eventuell im Zuge der anstehenden Verlängerung...?

So etwa 5 bis 6 Monate vor Ablauf der Zeitrente kommt ja meistens ein Schreiben wo darauf hingewiesen wird das die Befristung bald endet und sollte man sich weiterhin für erwerbsgemindert halten ein Antrag auf Verlängerung gestellt werden muss.

Das bzw. die Erinnerung wird wohl von den Trägern/Landesversicherungsanstalten regional etwas verschieden gehandhabt und da geht man manchmal verschiedene Wege was Auskünfte betrifft.


liesa
 

Petramichel

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#36
Hallo zusammen

da ich mit dem Abschlussbericht meiner letzten AHB(onkologisch) nicht einverstanden war habe ich mit Hilfe einer Anwältin für Sozialrecht eine Gegendarstellung geschrieben. Die Reha-Einrichtung beharrte auf die Richtigkeit ihres Abschlussberichtes, und ich beharrte auf meine Darstellung, und aus diesem Grund werden jetzt meine Psychologin und meine Psychtherapeutin nochmal um Stellungnahme gebeten. Deshalb das Anschreiben wegen den Namen und Adressen.

L.G. Petramichel
 

Petramichel

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#37
Hallo zusammen
habe eine Einladung zum Gutachter der DRV bekommen, obwohl ich noch keine Verlängerung beantragt habe.
Zur Erinnerung, habe bis Ende Oktober die EM-Rente bewilligt bekommen. Ist es üblich das man vor der Beantragung der Verlängerung schon zum Gutachter muss?

Liebe Grüße
 
E

ExitUser

Gast
#38
Wenn es bei dem Gutachtertermin um die Verängerung deiner Rente geht ist das in der Tat etwas merkwürdig denn die DRV weiß ja noch gar nicht ob du einen Antrag auf Weiterbewilligung stellen willst sofern noch keiner gestellt wurde.

Denn die Rente auf Zeit endet ja automatisch wenn der Bewilligungszeitraum abgelaufen ist und wenn jemand selbigen nicht mehr verlängern möchte aus welchen Gründen auch immer, nicht auf das Erinnerungsschreiben welches darauf hinweist und ca. 5 bis 6 Monate vorher kommt mit dem Antrag auf Weiterbewilligung reagiert wars das.

Ist schon komisch, ich würde mich deswegen bei der DRV erkundigen ob ein Zusammenhang mit der (noch gar nicht gestellten...!) angedachten Verlängerung besteht.



liesa
 

Petramichel

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#39
Ja genau, ich hatte sowieso vor jetzt den Verlängerungsantrag zu stellen, aber das konnte die DRV ja nicht wissen.
 

Petramichel

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#40
Hat sonst noch jemand eine Idee, warum ich diesen Termin haben könnte, und was sollte ich unbedingt beachten.
 

Petramichel

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#41
Hallo zusammen
der Gutachtertermin kam aus dem Grund zustande, weil ich gegen den Abschlussbericht meiner Onkologischen AHB im September Einspruch eingelegt hatte. Dem wollte die Rentenversicherung noch auf dem Grund gehen.
Zwischenzeitlich hatte ich einen Antrag auf Verlängerung der EM-Rente gestellt.
Gestern bekam ich den Brief von der Rentenversicherung, das ich die medizinischen Voraussetzungen nicht mehr erfülle,(Denn nach unserer medizinischen Beurteilung können Sie wieder mindestens 6 Stunden täglich unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes erwerbstätig sein).
Somit endet die Rente zum 31.10.2018.
Ich bin jetzt ziemlich am Boden zerstört, und nach dem was ich hinter mir habe kann ich mir wirklich nicht vorstellen wieder arbeiten zu gehen. Meine Psychologin und meine Psychotherapeutin sehen das genauso, und haben mir das auch bescheinigt.
Ich werde mich morgen sofort mit meiner Anwältin in Verbindung setzen und gegen diesen Bescheid Einspruch einlegen.
Ich bin immer noch in ständiger Behandlung wegen meiner Krebserkrankung, spinnen die bei der Rentenversicherung?

Lieben Gruß
 

Petramichel

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#42
Hat jemand eine Ahnung wie lange so ein Einspruchsverfahren dauern kann?
 

Doppeloma

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#43
Hallo Petramichel,

der Gutachtertermin kam aus dem Grund zustande, weil ich gegen den Abschlussbericht meiner Onkologischen AHB im September Einspruch eingelegt hatte. Dem wollte die Rentenversicherung noch auf dem Grund gehen.
Gegen einen Reha-Bericht kann man rechtswirksam keinen "Einspruch" (Widerspruch) einlegen, das ist eine ärztliche Stellungnahme und kein amtlicher Bescheid, darüber kann man sich beschweren und / oder eine Gegendarstellung schreiben.

Dein "Einspruch " hätte also als unzulässig abgelehnt werden müssen ... man hat es aber offenbar (lieber) genutzt, um dir nun "eine Lektion zu erteilen" ...
Hast du dir dieses Gutachten dann mal angefordert, wie ist es aus deiner persönlichen Sicht bei der Untersuchung gelaufen ???

Zwischenzeitlich hatte ich einen Antrag auf Verlängerung der EM-Rente gestellt.
Hast du das Schreiben der DRV dazu abgewartet oder bereits vorher den Antrag auf Verlängerung gestellt ?
Welche Unterlagen (zum aktuellen Gesundheits-Zustand) hast du zusammen mit dem Antrag eingereicht ?

Gestern bekam ich den Brief von der Rentenversicherung, das ich die medizinischen Voraussetzungen nicht mehr erfülle,(Denn nach unserer medizinischen Beurteilung können Sie wieder mindestens 6 Stunden täglich unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes erwerbstätig sein).
Somit endet die Rente zum 31.10.2018.
Wurde dir auch genauer mitgeteilt, aus welchen medizinischen Beurteilungen das jetzt genommen wurde ... das ist übrigens ein amtlicher Bescheid und nicht nur "irgendein Brief" ...

Ich gehe mal davon aus, dass es genau diese AHB und das nachfolgende Gutachten gewesen sein wird, was die DRV nun davon "überzeugt" haben will ...

Ich wollte mich dazu oben nicht weiter äußern, weil ich den Grund (für dieses Gutachten) auch nicht wirklich geahnt habe aber nun scheint es ja bereits als Vorbereitung, für diese aktuelle Ablehnung gedient zu haben.

Ich bin jetzt ziemlich am Boden zerstört, und nach dem was ich hinter mir habe kann ich mir wirklich nicht vorstellen wieder arbeiten zu gehen. Meine Psychologin und meine Psychotherapeutin sehen das genauso, und haben mir das auch bescheinigt.
Hast du deine Ärzte mal befragt, ob sie in der letzten Zeit angeschrieben wurden von der DRV, um ihre medizinische Meinung zu deinem aktuellen Befinden abzugeben ?
Für welchen konkreten Zweck wurde dir da jetzt was bescheinigt, für den Verlängerungs-Antrag oder schon für den Widerspruch gegen die Ablehnung der Verlängerung ?

Ich werde mich morgen sofort mit meiner Anwältin in Verbindung setzen und gegen diesen Bescheid Einspruch einlegen.
Das ist wohl auch angebracht auch wenn es ein "Widerspruch" ist der eingelegt wird und zunächst mal sollte der nur fristwahrend erfolgen, unter Anforderung der "Akten-Einsicht".

Deine Anwältin wird wissen was gemeint ist und dann ist erst mal nachzulesen, welche Unterlagen die DRV tatsächlich für diese Entscheidung verwertet hat ...
Ein AHB-Bericht gegen den du bereits vorgegangen bist, mit einer Beschwerde wäre ja stark in Zweifel zu ziehen ...

Es muss ja einen Grund haben, dass die DRV ein Gutachten eingeleitet hat deswegen, dieses Gutachten ist also auch gründlich zu prüfen ...

Habe mich selbst auch mal über einen Reha-Bericht beschwert, es dauerte zwar fast 1 Jahr bis die DRV überhaupt mal darauf reagiert hat, aber ein Gutachten wurde dafür NICHT extra beauftragt. :icon_evil:

Man erklärte mir auch so, dass die DRV (angeblich) keinen Einfluss auf die Kliniken habe und eine Korrektur des Berichtes daher nicht bewirken könne ... allerdings hatte ich zu der Zeit noch nicht mal EM-Rente beantragt.

Der Bericht wurde aber problemlos später noch dafür mit herangezogen, um zu meinem Antrag auf EM-Rente zu entscheiden ... die beauftragten "DRV-Gutachter" haben auch viel und fleißig daraus abgeschrieben (nicht aus meiner Gegendarstellung :icon_evil:) um zu bestätigen, dass ich immer noch Voll Erwerbsfähig sei. :idea:

Ich bin immer noch in ständiger Behandlung wegen meiner Krebserkrankung, spinnen die bei der Rentenversicherung?
Schwer zu beurteilen, woraus man nun bei dir gelesen haben will, dass deine EM-Rente nicht mehr erforderlich sei ab November 2018, dafür fordert man ja die Akten-Einsicht an, damit man dann eine Basis für die Begründung des Widerspruches hat.

Hat jemand eine Ahnung wie lange so ein Einspruchsverfahren dauern kann?
Das ist so unterschiedlich wie alles andere bei der DRV auch ... mein Widerspruchs-Verfahren hat fast 1 Jahr gedauert (auch mit Anwalt), dann wurde abgelehnt und ich musste Klage am Sozialgericht einreichen, das dauerte dann auch noch fast 2 Jahre..

Hast du zuletzt noch Krankengeld oder ALGI (nach Aussteuerung) bezogen, dann wirst du notfalls ab 01.11. dort (bei der AfA / Krankengeld gibt es nach EM-Rente nicht) wieder einen Antrag stellen müssen, wenn du bis dahin keine Entscheidung hast ...

Hast du zum Zeitpunkt der Berentung schon Hartz 4 bezogen, geht es direkt wieder zum JC ...

Ich kenne leider einige Fälle wo das (wie beim Erstantrag schon) erst wieder am Sozialgericht entschieden wurde, dass die EM-Rente weiter gezahlt werden muss. :icon_neutral:

Im Widerspruchsverfahren ändert die DRV nur sehr selten ihre "Meinung" ... da hat mich mein Anwalt damals (2010) schon vorgewarnt und leider sollte er Recht behalten ... 80% aller Widersprüche (wegen EM-Rente) werden auch abgelehnt, früher oder auch mal später.

Mir scheint inzwischen, dass sich die DRV mit diesem (eher ungewöhnlichen) Gutachten bei dir schon den Weg in die Ablehnung deiner Verlängerung vorbereiten wollte ... das kannst du natürlich nicht beweisen ... man hat dir ja "erklärt" warum das (angeblich) gemacht wurde.

MfG Doppeloma
 

Kerstin_K

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#44
Das ist so unterschiedlich wie alles andere bei der DRV auch ... mein Widerspruchs-Verfahren hat fast 1 Jahr gedauert (auch mit Anwalt), dann wurde abgelehnt und ich musste Klage am Sozialgericht einreichen, das dauerte dann auch noch fast 2 Jahre..
a
Auch die DRV muss einen Widerspruch innerhalb von drei Monaten bescheiden. Tut sie es nicht, kann man mit einer UTk Bewegung in die Sache bringen.
 

Doppeloma

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#45
Hallo Kerstin_K,

Auch die DRV muss einen Widerspruch innerhalb von drei Monaten bescheiden. Tut sie es nicht, kann man mit einer UTk Bewegung in die Sache bringen.
Rein gesetzlich gesehen hast du natürlich Recht aber eine UTK kann man NUR einreichen wenn die DRV tatsächlich (wenigstens 3 Monate hintereinander) vollkommen "Untätig" gewesen ist, das ist ja meist nicht der Fall.

Mein Anwalt hätte ganz sicher was unternommen wenn die DRV nicht alles immer wieder durch neue Aktionen verzögert hätte ... bereits die Akteneinsicht kostete schon fast die "erlaubten" 3 Monate, die DRV hat es nicht eilig die Akteneinsicht zu ermöglichen. :icon_evil:

So bekam ich nach Widerspruchsbegründung und weiteren Schriftwechseln (Anwalt / DRV) 2 Befundberichte zugeschickt, die von meinen Ärzten (A + B) ausgefüllt werden sollten, innerhalb 5 Tagen sollten die (lt. Anschreiben ohne Rechtsgrundlagen dafür) zurück an die DRV gehen ... :doh:

Das funktioniert natürlich eher selten, die Ärzte warten ja nicht nur darauf, was für uns (und die DRV) schnell mal ausfüllen zu "dürfen", zumal es auch (wie praktisch für die DRV) gerade die Haupturlaubszeit war.

Es dauerte also mehrere Wochen und nicht 5 Tage bis ich das an die DRV zurück senden konnte (natürlich per Übergabe-Einschreiben) ... inzwischen war schon ein gutes halbes Jahr nach dem Widerspruch vergangen ... aber die DRV war ja NICHT "Untätig" ...

Sie schickte mir (kurz nach Eingang der ersten 2 Berichte bei der DRV) prompt einen weiteren Befundbericht (für Arzt C) zu, es mag ein Geheimnis der DRV sein, warum das nicht zusammen mit den anderen beiden Formularen geschickt wurde.

So dauerte es weitere Wochen bis auch Arzt C das fertig hatte (die standen ALLE schon im Antrag) und dann wurde wieder "geprüft" bei der DRV, bei deren Med. Dienst, jedenfalls sollte ich das glauben ... und nach weiteren Wochen kam dann der Ablehnungsbescheid zum Widerspruch ...

Inzwischen weiß ich, dass diese Formulare meist NUR Beschäftigungs-Therapie für den Antragsteller / Widerspruchsführer sind.

Die DRV "überträgt" damit ihre eigene "Untersuchungspflicht" nach § 20 SGB X (Anfragen an die behandelnden Ärzte zu richten) einfach auf den Betroffenen und der erhofft sich natürlich zunächst "Wunder was davon" ...

So kann man jedenfalls viel Zeit "schinden" und so kommen solche "Bearbeitungszeiten" dann zusammen ... ohne wirklich (lange genug) "Untätig" zu sein ... da greift KEIN SG regulierend ein ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

Petramichel

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#46
Hallo
Sorry ich meinte auch eine Gegendarstellung, diese wurde Punkt für Punkt aus meiner Sichtweise dargestellt.
Die Reha-Klinik hat den Bericht dann marginal geändert, mein Anwalt hat dann geschrieben ds ich bei meiner Sichtweise bleibe, dann war erst mal ein paar Monate Ruhe.
Im April bekam ich dann den Termin bei dem Gutachter, hatte die Verlängerung noch nicht beantragt. Ich habe mich mit einem Versicherungsältesten in Verbindung gesetzt, der hat sich wegen dem Gutachter Termin erkundigt, und man sagte ihm das es wegen der Gegendarstellung des Reha-Abschlussberichtes ist.

Eine Woche vor dem Gutachtertermin bekam ich den Brief von der DRV wegen der Verlängerung, den ich auch ausfüllte.

Es wurden die Angaben im Rentenantrag und ihre medizinischen Ermittlungen zugrunde gelegt.

Zum Gutachtertermin habe ich aktuelle Stellungnahmen meiner Psychiaterin, meiner Psychotherapeutin und meines Orthopäden mitgenommen, und das Ergebnis des aktuellen KontrollCTs. Die anderen Ärzte(Onkologe, HNO-Arzt, Strahlenarzt Hausarzt) wurden nicht angeschrieben.

Bin im September 2016 vom Krankengeld in ALG1(Nahtlosigkeit) und im September 2017 in die EM-Rente.
Mir standen 15 Mon. ALG1 zu, von dehnen ich 12 Monate verbraucht habe.Bekomme ich dann noch 3 Monate ALG1 oder beginnt mein Anspruch von vorne? Und wie wird die Höhe des ALG1 berechnet, das was ich zuletzt bekommen habe, oder in Höhe der EM-Rente?

Gruß Petra
 

Petramichel

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#47
Hallo
zumindest weiß ich das das ALG fiktiv berechnet wird. Alles andere liegt beim Anwalt der natürlich Einspruch gegen den Bescheid eingelegt hat, und Akteneinsicht beantragt hat, jetzt heißt es abwarten.

L.G.
 

Petramichel

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#48
Hallo zusammen

letzte Woche hat meine Anwältin das Gutachten von der DRV zugeschickt bekommen.
Laut Gutachten morgens mittags abends nachts für leichte Tätigkeiten über 6 Stunden einsatzfähig, kein Bedarf für Reha oder LTA.
Nicht mal 1 Jahr nach Ende der Krebstherapie, und der Primärtumor ist bis zum heutigen Tage nicht gefunden worden, von meinen körperlichen Einschränkungen durch die 2 Bandscheiben-OPs und die Knie-OP und die Depressionen und Angstzustände mal ganz abgesehen.
Mal ein paar Anekdoten aus dem Gutachten.

Ich musste mich ausziehen, was mir ziemlich schwer fällt durch meine Einschränkungen, im Gutachten steht dann: Aus- und anziehen sehr flüssig.

Habe der Gutachterin gesagt das ich ab und zu mit meinem Mann bei uns im Feld etwas spazieren gehe, da gibt es viele Bänke wo man sich ausruhen kann, im Gutachten dann, kann
4x500m in maximal 20 Minuten gehen.

Ich habs auch nicht anders erwartet, ist aber schon ne dreiste Verdrehung der Tatsachen.

Nun gehts halt in den Wiederspruch mit einer Gegendarstellung, und was danach kommt, kann man schon ahnen!

Gruß Petramichel
 

Petramichel

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#49
Hallo zusammen

nun bekomme ich heute eine E-Mail meiner Anwältin, das die Rente nicht erst zum 31.10. 2018, sondern schon zum 31.7. 2018 endet.

Da fehlen einem echt die Worte!
 

Doppeloma

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#50
Hallo Petramichel,

nun bekomme ich heute eine E-Mail meiner Anwältin, das die Rente nicht erst zum 31.10. 2018, sondern schon zum 31.7. 2018 endet.
Dazu MUSS die DRV aber DIR DIREKT dann einen Aufhebungsbescheid zur bisherigen Zeitrente schicken, eine Mail vom Anwalt genügt dafür NICHT ...

Das nennt sich "Vertrauensschutz" die bisherige Bewilligung betreffend, eine Veränderung zu deinem Nachteil muss sehr gut begründet werden, ansonsten läuft der Bescheid wie bisher bewilligt weiter und endet dann "automatisch" ...

Bin mir nicht ganz sicher aber ein Widerspruch dagegen müsste sogar die "aufschiebende Wirkung" haben, das sollte deine Anwältin eigentlich genauer wissen (müssen).

Das würde bedeuten, dass die DRV (bis zum regulären Ablauf) erst mal weiter zahlen MUSS, jedenfalls so lange der Widerspruch nicht entschieden wurde.

Wird der abgelehnt solltest du KEINE Scheu haben, das Sozialgericht einzuschalten (Klage gegen die vorzeitige Aufhebung), das dürfte dann deswegen schon früher möglich sein als wegen Ablehnung der Verlängerung ... da geht das ja noch nicht.

Was bilden die sich denn inzwischen alle so ein, vielleicht solltest du mal über meinen Vorschlag betreffs psychosomatischer Akut-Klinik nachdenken, das dürfte ja dann (für die Widerspruchs-Begründung in BEIDEN Fällen) "Beweis" genug sein, dass du nicht so gesund bist wie zuletzt "begutachtet" wurde ...

Ich fürchte mit deiner Beschwerde gegen die Reha hast du dir keinen Gefallen getan, trotzdem geht das nicht so "einfach" den Bescheid zu deiner EM-Rente nun sogar schon vorzeitig (VOR Ablauf der bewilligten Befristung lt.Bescheid) aufheben zu wollen ... :icon_evil:

Du brauchst die konkrete Begründung der DRV dafür und den schriftlichen Bescheid der DRV dazu, dich mit einer Mail-Info dazu am Wochenende deinem Schicksal zu überlassen, finde ich von deiner Anwältin auch nicht besonders "human" ...

Das Gutachten wurde ja für einen (angeblich) ganz anderen Zweck gemacht und nicht als Folge (zur Prüfung) deines Antrages auf Verlängerung der EM-Rente (der war ja noch gar nicht gestellt), leider hatte ich direkt ein sehr schlechtes Gefühl dabei, als du davon geschrieben hast.

Davon hatte ich bisher zumindest noch nie gehört / gelesen, dass die DRV deswegen (Beschwerde gegen Reha-Bericht) eine Begutachtung veranlasst ... nun wird ja leider klarer welchem miesen Zweck das wohl wirklich dienen sollte. :doh:

MfG Doppeloma
 

Petramichel

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#51
Sorry ich bins nochmal

das kann einen schon verrückt machen am WE, und dann so kurzfristig.

Zum Verständnis, meine volle EM-rente wurde mir im Oktober 2017 bis zum 31.10.2018 gewährt. Nach dem Gutachter-Termin soll diese nun nur noch bis Ende Juli 2018 gezahlt werden, weil es mir ja "ziemlich gut geht, nach den Ermittlungen der DRV.
§ 48 Abs.1 Satz 1 SGB VI
In dem Brief steht unter meiner Adresse: Anhörung(kein Bescheid)

Meine Frage ist, kann in diesem Fall die "aufschiebende Wirkung" angewendet werden?

Lieben Gruß
 

Petramichel

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#52
Hallo zusammen

hier noch eine Info: Wenn man nach der befristeten EM-Rente noch Anspruch auf ALG1 hat und man hat die Rente weniger als 1 Jahr bezogen, ruht das ALG1 und man bekommt das was man vor der Rente bekommen hat.

Liegen zwischen dem 1. und dem 2. Bezug(Restbezug) mehr als ein Jahr, wird es neu berechnet.

Liebe Grüße
 

Doppeloma

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#53
Hallo Petramichel,

Zum Verständnis, meine volle EM-rente wurde mir im Oktober 2017 bis zum 31.10.2018 gewährt. Nach dem Gutachter-Termin soll diese nun nur noch bis Ende Juli 2018 gezahlt werden, weil es mir ja "ziemlich gut geht, nach den Ermittlungen der DRV.
§ 48 Abs.1 Satz 1 SGB VI
Hast DU dich da verschrieben, es KANN (eigentlich) nur einen Bezug auf § 48 Abs. 1 Satz 1 SGB X geben ...

(1) Soweit in den tatsächlichen oder rechtlichen Verhältnissen, die beim Erlass eines Verwaltungsaktes mit Dauerwirkung vorgelegen haben, eine wesentliche Änderung eintritt, ist der Verwaltungsakt mit Wirkung für die Zukunft aufzuheben. Der Verwaltungsakt soll mit Wirkung vom Zeitpunkt der Änderung der Verhältnisse aufgehoben werden, soweit

1. die Änderung zugunsten des Betroffenen erfolgt,
Quelle § 48 SGB X

Die sofortige Aufhebung (vor dem geplanten Ablauf im Oktober) ist aber NICHT "in deinem Interesse", sondern zu deinem Nachteil, weil du zumindest auf den Bestand bis zum Oktober 2018 vertrauen durftest (zum Beispiel für die Wahrnehmung von weiteren Therapien, Untersuchungen und Facharzt-Terminen).

Steht da wirklich § 48 SGB VI ???
Dann stimmt schon die angegebene Rechtsgrundlage NICHT, das würde ich mir aber für einen Widerspruch aufheben ... denn da geht es um Ansprüche auf "Waisenrente" ... :idea:

In dem Brief steht unter meiner Adresse: Anhörung(kein Bescheid)
Genau darauf solltest du auch in der Anhörung hinweisen, dass es zu dieser Begutachtung kam war die Folge deiner Beschwerde zum Ablauf der Reha, das kann man dir doch jetzt nicht zum Nachteil für die Kürzung deiner Zeitrente machen. :icon_evil:

Zudem hast du inzwischen (am XX bei Ihnen eingegangen) den Antrag auf Verlängerung gestellt, das wäre ja kaum sinnvoll gewesen wenn es dir so gut geht, wie es in dem Gutachten behauptet wird.
Zu deinem aktuellen Gesundheitszustand sollte man ergänzend auch mal deine behandelnden Ärzte befragen, die das wohl besser beurteilen können.
Welche zusätzlichen "Ermittlungen" konkret hat es denn von der DRV (und bei wem ???) sonst noch gegeben um zu erfahren, dass es dir so besonders gut geht ???

Wenn du was Aktuelles hast solltest du das schon in Kopie beifügen und zur zügigen Bearbeitung deines Verlängerungsantrages auffordern anstatt dir die aktuell bewilligte Rentenzeit auch noch mit sehr fragwürdiger Begründung verkürzen zu wollen.

Das KANN sicher NICHT dazu beitragen, dass es bald besser um deine Erwerbsfähigkeit bestellt sein wird.

Soweit würde ich die "Anhörung" erst mal beantworten, danach kann man dir erst den Bescheid schicken, dass deine aktuelle Befristung nicht mehr gelten soll und dagegen kannst du dann Widerspruch einlegen.

Meine Frage ist, kann in diesem Fall die "aufschiebende Wirkung" angewendet werden?
Für diesen Widerspruch (Entziehung von EM-Rente) gilt dann tatsächlich die "aufschiebende Wirkung", das bedeutet die DRV muss bis zum bisherigen Bescheid weiter zahlen wenn sie nicht vorher noch zu deinem Widerspruch entscheidet.

Je nach Entscheidung zu diesem Widerspruch, muss dann weiter überlegt werden ...

Ich frage mich echt wie man dabei von einer Krebserkrankung (oder überhaupt) genesen soll und es ist eine Frechheit sich dafür allein auf das Gutachten zu stützen, was eigentlich wegen deiner Beschwerde zur Reha gemacht wurde (jedenfalls nach Angabe der DRV).

Eine so schwerwiegende Entscheidung (vorzeitige Entziehung einer EM-Rente mit Befristung) wegen angeblicher "Spontangenesung" muss schon mit mehr medizinischen Fakten begründet werden, als nur mit einem Gutachten, das von der DRV beauftragt und bezahlt wurde, um einen von dir beanstandeten Reha-Bericht zu "bestätigen".

Wenn man nach der befristeten EM-Rente noch Anspruch auf ALG1 hat und man hat die Rente weniger als 1 Jahr bezogen, ruht das ALG1 und man bekommt das was man vor der Rente bekommen hat.
Dazu weiß ich leider nichts Genaues, ich kenne zwar Fälle wo nach einer Zeitrente wieder ALGI (gemäß § 145 SGB III) gezahlt wurde (weil die Verlängerung zunächst abgelehnt wurde z.B.) aber welcher Betrag und nach welcher Berechnungsgrundlage dann gezahlt wurde ist mir nicht bekannt.

Vielleicht meldet sich ja noch Jemand dazu, der das aus eigener Erfahrung weiß.

Diese Anhörung ist zwar nicht verpflichtend (jedenfalls nicht für dich) aber ich würde sie trotzdem schon mal nutzen, meinen Standpunkt zu dieser vorgesehenen Fehlentscheidung darzulegen.
Und wenn möglich auch ergänzend schon medizinisch zu belegen, dass von einer so wesentlichen Änderung in deinen gesundheitlichen Verhältnissen noch nicht mal deine Ärzte was wissen.

Das kannst du dann gerne erneut (und noch etwas ergänzt) gleich weiterverwenden, wenn der Widerspruch nötig wird weil man sich vom aktuellen "Plan" nicht abbringen lässt dadurch ... würde mich jedenfalls sehr überraschen.

Bisher habe ich noch nicht oft davon gehört / gelesen, dass eine Behörde dann "einsichtig" war und auf den belastenden Bescheid verzichtet hat ...
Mir selbst ist das auch noch nicht passiert, aber ich habe dann gerne und umfassend in der Widerspruchsbegründung nachgefragt, ob man denn die Anhörung (vom XX / siehe Kopie) überhaupt zur Kenntnis genommen hat, darin waren meine Argumente bereits ALLE enthalten. :idea:

Ich würde sogar über eine Beschwerde beim Bundesversicherungs-Amt nachdenken und nach zusammenfassender Schilderung des bisherigen Ablaufes auch mal die Frage stellen, ob man sich wirklich vorstellt, dass dabei Jemand "in Ruhe" wieder gesund werden KANN.
Wenn er nur ständig um die Weiterzahlung seiner EM-Rente kämpfen und bangen muss, die kaum bewilligt nun schon wieder vorzeitig beendet werden soll.

https://www.bundesversicherungsamt.de/service/beschwerde-ueber-einen-sozialversicherungstraeger.html

MfG Doppeloma
 

Petramichel

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#54
Hallo

sorry, es ist § 48 SGB X, habe mich da vertan, war wohl ziemlich durcheinander!

Zu dem Gutachter Termin habe ich aktuelle Unterlagen meiner Psychiaterin, Psychotherapeutin und meines Orthopäden mitgenommen, der Tenor ist, das ich langfristig nicht arbeitsfähig bin.
Andere Ärzte( Onkologe, HNO, Hausarzt) wurden erst gar nicht angeschrieben, habe ich nachgefragt.

Das mit dem ALG1 weiß ich, da ich gestern vorsorglich bei der AfA war, die Dame war wirklich sehr nett, und hat mir das genau erklärt.
Nachdem ich ihr den Sachverhalt erklärt hatte, sagte sie:"Das wird immer schlimmer mit der DRV, sie sind doch gar nicht vermittelbar, mit ihrer Krankenakte"!
 

Petramichel

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#55
Oben im Brief, am Ende der Begründung steht:(§ 48 SGB V)

Weiter unten steht dann:
§ 48 Abs. 1 Satz 1 SGB VI sieht die Aufhebung des Bescheides mit Wirkung für die Zukunft als zwingende Rechtsfolge vor.

Aber leider hat der § 48 SGB V auch Ausnahmen wie ich gerade gelesen habe!

1.4.1 Aufhebung mit Wirkung für die Zukunft (Abs. 1 Satz 1)
Wenn die Voraussetzungen vorliegen, ist die Aufhebung für die Zukunft zwingend. Dabei kommt es nicht darauf an, ob sich die Aufhebung zu Gunsten oder zu Ungunsten des LE
auswirkt. Sobald die AA von der Änderung der Verhältnisse Kenntnis erlangt, ist sie zur
Aufhebung für die Zukunft verpflichtet.
Wird ein VA mit Wirkung für die Zukunft zurückgenommen, beginnt die Zukunft nach der
Bekanntgabe des Aufhebungsbescheides (§ 39 Abs. 1 SGB X, siehe auch „Mehr zu“ § 45 Punkt 1.2.2).
 
Zuletzt bearbeitet:

Petramichel

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#56
Hallo zusammen

wollte nochmal berichten was sich getan hat.

Wenn es nach der DRV geht endete meine EM-Rente zum 31.7.2018.

Im Moment hat die DRV noch nicht auf meine Darstellung und die ganzen Ärztlichen Bescheinigungen im Zuge der Anhörung reagiert.

Vorsorglich habe ich mich mit meiner KK in Verbindung gesetzt, da gibt es keine Probleme, zur Not kann ich mich über meinen Mann Familienversichern.
War heute auch bei der AfA, die Dame sagte mir, solange das Verfahren in der Schwebe ist haben die damit nix zu tun.

Meine Anwältin will jetzt den Sachstand erfragen bei der DRV.

Sie hat mir das so erklärt, solange kein Bescheid erlassen ist, kann man logischerweise nicht in Widerspruch gehen.

Der Widerspruch hätte "Aufschiebende Wirkung", aber wenn das Sozialgericht entscheiden würde das der Aufhebungsbescheid rechtens wäre, müsste ich die Rente dann zurückzahlen???
Dann würde ich ab heute faktisch ohne Einkommen da stehen?

Meine Anwältin sagte auch das wenn ich mich bei der AfA arbeitssuchend melde, das ja das Gegenteil wäre von dem was meine Ärzte mir bescheinigen und warum ich die EM-Rente Verlängerung beantragt habe.

Sollte ich mich trotzdem bei der AfA arbeitssuchend melden, mit dem Hinweis wie es um meine Gesundheit bestellt ist?

Gruß Petra
 

Doppeloma

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#57
Hallo Petramichel,

mit deinem §§-Gewirr oben blicke ich nicht durch, SGB V ist Recht der Krankenkasse und passt da noch weniger hin als der § zur Waisenrente.

Wenn es nach der DRV geht endete meine EM-Rente zum 31.7.2018.
Im Moment hat die DRV noch nicht auf meine Darstellung und die ganzen Ärztlichen Bescheinigungen im Zuge der Anhörung reagiert.
Dann kann ja die "Aufhebung" noch nicht erfolgen wenn du noch keinen Bescheid dazu bekommen hast, also müsste mindestens die nächste EM-Rente noch gezahlt werden.

Vorsorglich habe ich mich mit meiner KK in Verbindung gesetzt, da gibt es keine Probleme, zur Not kann ich mich über meinen Mann Familienversichern.
Dort hat dich aber die DRV offenbar auch noch nicht "abgemeldet".

War heute auch bei der AfA, die Dame sagte mir, solange das Verfahren in der Schwebe ist haben die damit nix zu tun.
Da hat sie ja auch Recht, bisher läuft dein Bescheid zur EM-Rente bis Oktober und eine Aufhebung hast du noch nicht bekommen, bisher nur die Anhörung, dass man das vor hätte zu tun.

Meine Anwältin will jetzt den Sachstand erfragen bei der DRV.
Sie hat mir das so erklärt, solange kein Bescheid erlassen ist, kann man logischerweise nicht in Widerspruch gehen.
Ob das sinnvoll ist da jetzt zu "drängeln" kann ich nicht beurteilen, warum den "Bescheid zur Aufhebung" vielleicht noch "beschleunigen" auf diese Weise ?
Immerhin läuft parallel auch noch dein Verlängerungs-Antrag und sehr richtig, so lange du keinen Bescheid bekommst, dass deine EM-Rente wirklich vorzeitig entzogen wird KANNST du auch keinen Widerspruch dagegen einlegen.

Da MUSS die DRV aber auch weiter deine EM-Rente zahlen.
In der Hinsicht würde ich jetzt "die Füße still halten", je länger die brauchen, umso länger muss noch weiter gezahlt werden ohne die Gefahr, dass du was "erstatten" musst.

Der Widerspruch hätte "Aufschiebende Wirkung", aber wenn das Sozialgericht entscheiden würde das der Aufhebungsbescheid rechtens wäre, müsste ich die Rente dann zurückzahlen???
Darüber würde ich mir im Moment noch gar keine Gedanken machen, bis dazu mal ein Gericht entscheidet, wird noch sehr viel Zeit vergehen und zur Verlängerung muss ja auch noch entschieden werden.

Eine Ablehnung (der Verlängerung) lässt du dir ja sicher auch nicht gefallen, also kommt ja dann noch Einiges dazu falls alles bis zum SG gehen muss ... wird der Richter wohl auch "ins Grübeln" kommen bei dieser Vorgehensweise.

Dann würde ich ab heute faktisch ohne Einkommen da stehen?
Da die Aufhebung per Bescheid erfolgen muss, kann die DRV jetzt frühestens zum September die Zahlungen einstellen, der 01.08. ist ja bereits vorbei und noch gibt es diesen Bescheid nicht.

Meine Anwältin sagte auch das wenn ich mich bei der AfA arbeitssuchend melde, das ja das Gegenteil wäre von dem was meine Ärzte mir bescheinigen und warum ich die EM-Rente Verlängerung beantragt habe.
Du meldest dich ja auch nicht "Arbeitsuchend" sondern weil du wieder Anspruch nach § 145 SGB III erheben kannst, wie nach der Ausstsuerung aus dem Krankengeld.
Aktuell wird die AfA dafür aber auch die weitere Entwicklung abwarten, wie es dir schon mitgeteilt wurde.

Denn nach dem bisher gültigen Bescheid bekommst du ja noch weiter EM-Rente und die DRV wird auch zahlen MÜSSEN wenn du keinen Bescheid bekommst, wo was Anderes drin steht, besteht immer noch "Vertrauensschutz" auf den letzten gültigen Bescheid den du vorliegen hast. :idea:

Sollte ich mich trotzdem bei der AfA arbeitssuchend melden, mit dem Hinweis wie es um meine Gesundheit bestellt ist?
Es ist egal mit welcher Begründung und welchen Erklärungen du dich aktuell bei der AfA melden wirst, du bist lt. aktuellem Bescheid der DRV VOLL Erwerbsgemindert, da bekommst du KEIN ALGI gezahlt ...

Ohne einen Aufhebungsbescheid zum Tag / Monat X von der DRV zahlt die AfA NICHT und das muss sie auch nicht ... ansonsten ist die AfA frühestens im Rahmen der Nahtlosigkeit wieder zuständig wenn die aktuelle EM-Rente abgelaufen und zum Verlängerungs-Antrag noch nicht entschieden wurde (oder die Verlängerung wurde auch abgelehnt).

Dass dieser "Schwebezustand" alles andere als gut für dich und deine Gesundheit ist kann ich mir gut vorstellen aber das ist den Behörden (besonders offenbar der DRV) völlig egal, was dieses Theater in deinem Falle soll, ist ohnehin nicht nachvollziehbar.

Es ist echt total "unüblich" eine EM-Rente auf Befristung 3 Monate vor dem regulären Ablauf noch vorzeitig "entziehen" zu wollen ...
Man bekommt wirklich den Eindruck, dass man dich für deine Beschwerde gegen den Reha-Bericht nun irgendwie "abstrafen" möchte, nur leider hast du keinen einzigen Beweis dafür ...

Bleib so stark wie es dir möglich ist, mehr als Warten kannst du im Moment leider auch nicht machen. :icon_daumen:
Wegen der "Anhörung" würde ich z.Zt. nicht nachfragen, damit könnte man "schlafende Hunde" wecken, die besser noch weitere 2 Monate ganz fest schlafen sollten. :idea:

Dann hat sich zumindest dieser Teil nämlich durch "Zeitablauf" selber erledigt und du kannst (musst) dich auf die Verlängerung konzentrieren und eventuell auch auf die AfA.

MfG Doppeloma
 

Petramichel

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#58
Hallo zusammen

also die Krankenkasse hat noch nichts von der DRV gehört, habe mich heute nochmal erkundigt.

Meine Anwältin hat mir geschrieben " Zwar hat ein Widerspruch(nicht die Klage) gegen die Aufhebung der Rente aufschiebende Wirkung, jedoch müssen Leistungen, die in dieser Zeit gewährt worden sind, zurück gezahlt werden, wenn der Widerspruch/die Klage keinen Erfolg hat."

Und sie hat mir geraten bei der AfA, ALG1 unter Anwendung der Nahtlosigkeit zu beantragen.

Ich bin jetzt etwas verunsichert, ob ich jetzt abwarte, oder morgen zur AfA gehe und das beantrage, ALG1 für 152 Tage würden mir noch zustehen.

Gruß Petramichel
 

Doppeloma

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#59
Hallo Petramichel,

Meine Anwältin hat mir geschrieben " Zwar hat ein Widerspruch(nicht die Klage) gegen die Aufhebung der Rente aufschiebende Wirkung, jedoch müssen Leistungen, die in dieser Zeit gewährt worden sind, zurück gezahlt werden, wenn der Widerspruch/die Klage keinen Erfolg hat."
Es gibt aber noch nicht mal einen Bescheid dazu, dass die bisherige EM-Rente tatsächlich vorzeitig aufgehoben wird.

Das ist doch die Voraussetzung, dass du überhaupt einen Widerspruch einlegen kannst ... bis dahin gilt der Bescheid (auch für die DRV verbindlich) so weiter wie er dir vorliegt und da hat die DRV unbedingt weiter zu zahlen.

Eine "Anhörung" hat dafür KEINE Rechtswirkung, das habe ich doch versucht dir oben schon zu erklären.
Daraus ergibt sich also auch noch keine Möglichkeit irgendwas von dir zurück fordern zu können.

Bis zu einem Widerspruch dann entschieden wurde ist die aktuelle Befristung ohnehin schon abgelaufen und dann zahlt die DRV auch nicht mehr weiter bis zu deiner Verlängerung entschieden wurde.

Da hast du also von irgendeiner "aufschiebenden Wirkung" sowieso NICHTS mehr im Bezug auf die aktuelle Bewilligung.

Die bisherige Bewilligung endet in jedem Falle automatisch zu Oktober, ob man das nun noch früher aufheben würde oder nicht ...

Und sie hat mir geraten bei der AfA, ALG1 unter Anwendung der Nahtlosigkeit zu beantragen.
Du hast aber mit aktuell noch rechtsgültiger EM-Rente gar keinen Anspruch auf die "Nahtlosigkeit" auch das habe ich versucht dir oben zu erklären und sollte deiner Anwältin eigentlich auch bekannt sein.

Ich bin jetzt etwas verunsichert, ob ich jetzt abwarte, oder morgen zur AfA gehe und das beantrage, ALG1 für 152 Tage würden mir noch zustehen.
Das steht dir aber erst wieder zu wenn du KEINE EM-Rente mehr bekommst lt. Bescheid der DRV, verstehst du das nicht ???
Es darf also KEINEN verbindlichen Bescheid zur EM-Rente mehr geben, den hast du aber noch und die AfA wird dich erneut wegschicken.

Wer VOLL EM ist bekommt KEIN ALGI gezahlt ... das kannst dir das natürlich gerne erneut von der AfA bestätigen lassen, anstatt einfach mal abzuwarten, ob die DRV nun den rechtsgültigen Bescheid noch aufheben wird oder nicht.

Es sieht ja aktuell nicht danach aus, dann hätte man dich sicher auch schon bei der KK "abgemeldet" weil deine EM-Rente nun erst mal "beendet" wäre ... immerhin muss die DRV bis dahin auch deine Beiträge an die KK weiter zahlen.

Das gilt immer zum 01. eines Monats, nur die Rentenzahlung erfolgt erst rückwirkend ...
Man könnte das schon als eine besondere Art von "Psychoterror" betrachten, aber wirklich aufregen kannst du dich eigentlich erst wenn Ende August keine Rente mehr überwiesen wird.

Das kann die DRV leider noch bis zum Ende deiner aktuellen Bewilligung so weiter betreiben und dich jeden Monat bis dahin im Unklaren lassen, ob der "angedrohte" Bescheid nun noch kommt oder ob man nun doch (stillschweigend) die Rente weiterzahlt, bis zum regulären Ablauf der Befristung.

Bis dahin hast du gar nichts in der Hand irgendwelche Ansprüche bei der AfA geltend zu machen ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

Petramichel

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#60
Hallo Doppeloma

soweit war mir das auch klar das eine Anhörung nicht rechtsverbindlich ist.
Mal angenommen ich würde Mitte September den Bescheid von der DRV bekommen, das die Rente rückwirkend zum 31.7 aufgehoben wurde, trotz meiner Stellungnahme, ich würde natürlich in Widerspruch gehen, klar das das alles dauert.
Und Ende Oktober wäre sowieso erst mal Schluss mit EM-Rente, ist auch klar.
Ich habe den Anhörungsbrief am 4.7 bekommen mit der Absicht zum 31.7 die EM-Rente einzustellen, kann die DRV drauf beharren auf diesem 31.7, oder verschiebt sich das immer weiter nach hinten?
Kann die DRV von mir die Zahlungen August bis Oktober irgendwann zurückfordern?

Gruß Petramichel
 

Doppeloma

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#61
Hallo Petramichel,

soweit war mir das auch klar das eine Anhörung nicht rechtsverbindlich ist.
Mehr hast du aber noch nicht bekommen was noch eine Aufhebung zum 31.07. möglich machen würde, dafür ist der "angedrohte" Bescheid erforderlich und keine "Absichtserklärung" ohne Rechtswirkung.

Mal angenommen ich würde Mitte September den Bescheid von der DRV bekommen, das die Rente rückwirkend zum 31.7 aufgehoben wurde, trotz meiner Stellungnahme, ich würde natürlich in Widerspruch gehen, klar das das alles dauert.
Das gibt § 48 SGB X aber in deinem Falle nicht her, denn das wäre ja nun "rückwirkend" und das darf aus "Vertrauensschutz-Gründen" nicht erfolgen, es sei denn man könnte DIR schuldhaftes Verhalten vorwerfen / nachweisen.

Dass die DRV meint dir gehe es so gut, dass du die EM-Rente schon vor Oktober nicht mehr brauchst hat aber aktuell die DRV nachzuweisen, damit scheint man ja nun nach deinen Erklärungen zur Anhörung ein Problem zu haben.

Das ist aber NICHT DEIN Problem, die EM-Rente ist weiter zu zahlen bis du einen anderen Bescheid dazu vorliegen hast, Mitte September "rückwirkend" zum 31.07. ist NICHT zulässig.

Und Ende Oktober wäre sowieso erst mal Schluss mit EM-Rente, ist auch klar.
Ich schätze mal die stellen sich jetzt "tot" und werden dir gar keinen anderen Bescheid mehr schicken bis deine EM-Rente regulär abgelaufen ist, dein Verlängerungsbescheid (ab November beantragt) steht ja schließlich auch noch aus.

Ich habe den Anhörungsbrief am 4.7 bekommen mit der Absicht zum 31.7 die EM-Rente einzustellen, kann die DRV drauf beharren auf diesem 31.7, oder verschiebt sich das immer weiter nach hinten?
Nein, darauf kann die DRV NICHT beharren, sie hätte ja noch genug Zeit gehabt den Aufhebungs-Bescheid (mit Zugang bei dir bis spätestens 31.07.) zu schicken.
Die Anhörung hättest du ja nicht mal beantworten müssen, das war ja nur "Formsache", damit (für die DRV) alles seine Ordnung hat sonst wäre das direkt ein unzulässiger (und damit angreifbarer) Verfahrensfehler gewesen.

Kann die DRV von mir die Zahlungen August bis Oktober irgendwann zurückfordern?
Warum sollte sie das dürfen, solange du keinen anderen Bescheid hast ist die DRV verpflichtet zu zahlen, weil du einen Rechtsanspruch darauf hast, es gibt immer noch einen rechtsgültigen Bescheid der bis Oktober gilt.

Wenn man dir den Aufhebungsbescheid noch schicken sollte dann wird auch die Zahlung wohl eingestellt, ob die sich (bei der DRV) an die "aufschiebende Wirkung" des Widerspruches dann überhaupt halten werden steht noch "in den Sternen" ... die Krankenkassen machen das auch nie wenn sie unberechtigt das Krankengeld einstellen.

WARUM hat man denn den Bescheid noch nicht aufgehoben, wenn man sich Anfang Juli deiner Spontan-Genesung angeblich "so sicher war" ... das ist doch alles oberfaul.

Wann hast du denen die Anhörung geschickt, weißt du seit wann die das vorliegen haben ?
Bisher gibt es keinen anderen Bescheid, also auch keinen Widerspruch dazu, du machst dir aktuell zu viele Gedanken "um ungelegte Eier", ich denke mal die werden zahlen bis zum Oktober und in der Sache wird GAR NICHTS mehr passieren.

Danach geht es nur noch darum die Verlängerung durchzusetzen.

MfG Doppeloma
 

Petramichel

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#62
Die Stellungnahme wurde am 18.7 per Fax von meiner Anwältin zur DRV geschickt, seitdem ist nicht passiert, seitens der DRV.
 

Petramichel

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#63
Hallo zusammen

heute einen Brief in der Post gehabt von der DRV.

Aufgrund Ihres Leistungsantrags haben wir mit heutigem Datum

Dr.med. xxxxxxxxxxx
gebeten, Sie zu untersuchen.
DRV Westfalen Medizinische Steuerstelle,

genau von der Stelle wo ich schon wegen des ersten Guachten war, dann kennen die sich bestimmt auch.

Hab auch direkt einen Brief zwecks Terminabsprache in der Post gehabt.
Direkt den Arzt gegoogelt, wird im Internet von den Patienten zerrissen, und sehr gerne als Gutachter für die DRV herangezogen, da kann ich mir fast denken wie die Sache ausgeht!
Wenn irgend jemand Tipps für mich hat wäre ich dankbar!

Gruß Petramichel
 
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Petramichel

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#64
Hallo zusammen

wenn jemand hier im Forum schon mal bei einem Gutachter in Dortmund war kann er sich gerne per PN bei mir melden.
Ob es dann der ist wo ich hin muss wird man ja dann sehen.

Gruß Petramichel
 

Petramichel

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#65
Hallo zusammen

ich bin gerade dabei meine Unterlagen zusammen, zu stellen für den von der DRV beauftragten Gutachter.
Die Gutachterin der DRV-Stelle in Hagen hatte ja Zugriff auf alle meine Reha Berichte, da Sie ja bei der DRV arbeitet, und auch fleißig aus alten Reha-Berichten abgeschrieben hat.
Ist das bei einem von der DRV beauftragten externen Gutachter auch der Fall?

Ich frage, weil ich meine Krankengeschichte seid 2013 chronologisch aufschreibe, sollte ich da auch alle Reha-Berichte beipacken, da ich ja theoretisch viel schreiben kann wenn der Tag lang ist, oder wie würdet ihr das machen?
Die aktuellen Berichte und Einschätzungen meiner Fachärzte lege ich natürlich dabei, mir geht es nur um die Reha-Berichte.

Bin für jeden guten Tipp dankbar, habe jetzt 4 Wochen vorher schon ziemlich Angst vor dem Termin!

Gruß Petra
 

Petramichel

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#66
Hallo zusammen
gestern war es nun soweit, Termin beim Gutachter.

Erst wurden die Nerven durchgemessen, und nach 90 min. dann das Gespräch mit dem Gutachter, erst allgemeine Angaben, und dann nach meiner Krankengeschichte gefragt. Ich hatte eine detaillierte Chronologie meiner Krankengeschichte mitgebracht und den Gutachter gebeten sich diese anzusehen, und ergänzende Fragen zu stellen.
Er wolle sich lieber mit mir unterhalten, ich habe dann immer in der Chronologie nachgeschlagen wenn er etwas genau wissen wollte.

Er hatte natürlich meine komplette Akte von der DRV auf dem Tisch liegen, und war genau im Bilde.

Dann kam die Frage, ob ich einen Führerschein hätte und ob ich noch regel mässig Auto fahren würde, dies verneinte ich mit dem Hinweis auf meine Medikation.
Daraufhin sagte er, das in dem letzten Gutachten kaum etwas von dem Medikament im Blut nachgewiesen werden konnte, und wenn ich den so schwere Depressionen hätte, warum ich keine höhere Dosis von meiner Psychologin verordnet bekäme, ob ich ihm das erklären könnte.
Ich sagte ihm das ich das beim nächsten Termin bei meiner Psychologin ansprechen werde.
Ich könnte mit dieser Dosierung auf jeden Fall Auto fahren.

Dann musste ich erzählen unter was für Folgen der Krebserkrankung ich den so leiden würde.
Habe dann ihm dann eine Reihe von Symptomen aufgezählt und gesagt das das schlimmste die Angst vor einem Rezidiv ist, und ich bei meiner Krebsart eine 40% ige Chance habe die nächsten Jahre zu überleben, die konnte ich auch belegen.
Er tat dies dann mehr oder weniger ab und sagte:" Wenn sie in Rente sind werden sie ja auch nicht gesund, wir wollen doch das sie gesund werden."

Ich konnte dann auch nicht mehr viel sagen, habe ihm gebeten sich meine Chronologie und meinen Lebenslauf zu kopieren, was er auch veranlasste.

Dann noch Blut abnehmen, und das war es.

Wie das Gutachten ausfällt kann ich mir schon denken, aber aufgeben ist keineOption, dann geht es eben weiter bis vor das Sozialgericht!

Gruß Petramichel
 

Petramichel

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#67
Hallo zusammen

ich hätte da nochmal 2 Fragen.

Da meine EM-Rente voraussichtlich nicht über Oktober hinaus verlängert wird (mein Bauchgefühl nach dem Gutachter Termin), würde ich wieder ALG1 unter Anwendung der Nahtlosigkeitsregelung beantragen.
Vor 2 Monaten war ich schon mal bei der AfA und dort wurde mir gesagt mir würden noch 152 Tage zustehen, da ich vor meiner EM-Rente nur 10 von 15 Monaten ALG1 bekommen hätte.
Nun habe ich im Internet gelesen das man nach einer befristeten EM-Rente einen neuen Anspruch auf ALG1 hat, da gab es ein Urteil aus Februar 2017.

Was ist den nun richtig, das mir nur den Rest von 152 Tagen zusteht, oder beginnen komplett neue 15 Monate.

Das ich gegen einen ablehnenden Bescheid der weiter Gewährung meiner EM-Rente vorgehe ist ja klar.

Und wenn ich ALG1 bekomme, und nach ein paar Wochen für längere Zeit krank würde, würde ich dann ab der 6 Woche Krankengeld bekommen.

Gruß Petra
 

Doppeloma

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#68
Hallo Petramichel,

Da meine EM-Rente voraussichtlich nicht über Oktober hinaus verlängert wird (mein Bauchgefühl nach dem Gutachter Termin), würde ich wieder ALG1 unter Anwendung der Nahtlosigkeitsregelung beantragen.
Da könntest du leider richtig liegen, weil man die Zeitrente ja schon "kürzen" wollte, da ist ja nun wohl "vom Tisch", wenn man dir dazu keinen richtigen Bescheid geschickt hatte und bisher auch weiter gezahlt wurde.

Vor 2 Monaten war ich schon mal bei der AfA und dort wurde mir gesagt mir würden noch 152 Tage zustehen, da ich vor meiner EM-Rente nur 10 von 15 Monaten ALG1 bekommen hätte.
Das weiß ich so genau jetzt NICHT,, weil du ja insgesamt nicht sehr lange EM-Rente bezogen hast.

Nun habe ich im Internet gelesen das man nach einer befristeten EM-Rente einen neuen Anspruch auf ALG1 hat, da gab es ein Urteil aus Februar 2017.
Hast du das Aktenzeichen von dem Urteil ???
Das würde ich gerne mal nachlesen, wurde denn bei dir auch schon ALGI mit (rückwirkender) EM-Rente verrechnet ???
Da müsste ich erst noch mal in Ruhe deine Beiträge durchlesen, dann kann es ja (eigentlich) keinen solchen "Rest" geben.

Was ist den nun richtig, das mir nur den Rest von 152 Tagen zusteht, oder beginnen komplett neue 15 Monate.
Letztlich muss das jetzt und aktuell entschieden werden, du weißt ja schon was von mündlichen Aussagen so zu halten ist, die Fakten stehen dann in deinem Antrag und du solltest wieder den benutzen wie nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld.

Das ich gegen einen ablehnenden Bescheid der weiter Gewährung meiner EM-Rente vorgehe ist ja klar.
Das ist auch anzuraten, dann wird dich auch die AfA (wahrscheinlich) überwiegend in Ruhe lassen.

Und wenn ich ALG1 bekomme, und nach ein paar Wochen für längere Zeit krank würde, würde ich dann ab der 6 Woche Krankengeld bekommen.
Das ist auf keinen Fall so, du läufst (bei der AfA) wieder unter § 145 SGB III, gerade weil du nach einer EM-Rente KEINEN Anspruch auf Krankengeld haben wirst.

Aus einer EM-Rente (mit Befristung) wirst du zwar für ALGI "versichert" aber NICHT für Krankengeld also bekommst du auch nach 6 Wochen KEIN Krankengeld von der KK ... :icon_evil:

Trotzdem solltest du dich unbedingt wieder neu AU schreiben lassen, wenn die aktuelle EM-Rente abgelaufen sein wird (also z.B. ab dem 01.11.), schon damit du für dein weiteres EM-Rentenverfahren immer den Nachweis erbringen kannst, nun keineswegs "Arbeits-FÄHIG" zu sein.

Der Ablauf bei der AfA sollte ähnlich dem sein, was nach einer Aussteuerung erfolgt, also ÄD-"Gutachten" und dann "abwarten" was weiter bei der DRV passieren wird.

Es geht erneut um das sogenannte "Restleistungsvermögen", mit dem du bei der AfA zur Vermittlung (zumindest fiktiv / theoretisch) bereit sein MUSST ...

MfG Doppeloma
 

Petramichel

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#69
Hallo

wenn man:"neuer ALG1 anspruch nach em-rente" bei Google eingibt, kommt man z.b. auf die Seite von rentenbescheid 24.de,
da hab ich folgendes gefunden:

Befristete Erwerbsminderungsrente schließt ALG 1 nicht aus!
Das Bundessozialgericht hat am 23.02.2017 entschieden, dass eine Bezieherin einer befristeten Erwerbsminderungsrente einen Anspruch auf Arbeitslosengeld-1 hat. Und zwar auch bei einer Lücke von mehr als einen Monat zwischen den früheren ALG-1 Bezug und einer befristeten Erwerbsminderungsrente. Dann wird nach dem Ende der befristeten Rentenleistung ein neuer Anspruch auf Arbeitslosengeld-1 begründet (Urteil des 11. Senat des BSG vom 23.02.2017, Aktenzeichen B 11 AL 3/16 R).
Zu der Frage nach Krankengeld habe ich folgendes gefunden auf der Seite: finanztip.de/krank-arbeitslosigkeit/:

Das Wichtigste in Kürze
Wer arbeitslos ist und krank wird, muss sich sofort bei der Agentur für Arbeit melden.

Sind Sie länger krank, müssen Sie spätestens nach drei Tagen eine Krankschreibung bei der Agentur für Arbeit einreichen.
Während Sie krank sind, bekommen Sie bis zu sechs Wochen weiter Arbeitslosengeld.

Nach dieser sogenannten Leistungsfortzahlung haben Sie in der Regel Anspruch auf*Krankengeld. Für maximal 78 Wochen kommt dafür die*gesetzliche Krankenkasse*auf, solange Sie weiter arbeitsunfähig erkrankt sind.

Sie bekommen als Krankengeld den gleichen Betrag, den vorher die Agentur für Arbeit als Arbeitslosengeld gezahlt hat.

„Warum soll ich mich während der Arbeitslosigkeit denn krank melden?“, fragen sich gerade ältere Arbeitslose oft. Wer sich bei Arbeitsunfähigkeit nicht krank meldet, wenn er ALG I bezieht, begeht aber einen folgenschwerer Irrtum. Das gilt vor allem für diejenigen, die bei Krankheitsbeginn nur noch für kurze Zeit Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben. Denn das Bundessozialgericht hat nun entschieden: Wenn ein Versicherter an dem Tag der ärztlich bescheinigten Arbeitsunfähigkeit grundsätzlich krankengeldberechtigt war, kann er diesen Anspruch voll (maximal für 78 Wochen – gerechnet ab dem ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit) ausschöpfen, sofern seine Krankheit so lange dauert.
Ob dies nun auch für mich gelten würde wenn ich nach Nahtlosigkeit ALG1 bekomme, und direkt nach befristeter EM-Rente, konnte ich im Internet nicht rausfinden, auf jeden Fall werde ich ab Anfang November durchgängig AU sein.

Ich war vor ein paar Tagen mit meinem Mann bei der KK, er hatte da was zu klären, ich habe zum Schluss dem SB meine Situation geschildert, und er meinte, wenn ich während des Bezugs von ALG1 länger als 6 Wochen AU wäre, würde ich ab der 7 Woche Krankengeld in Höhe des ALG1 bekommen.

Was ist nun richtig???

Gruß Petra
 
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Doppeloma

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#70
Hallo Petramichel,

was den neuen Anspruch auf ALGI angeht scheint das korrekt zu sein, dass du mehr als nur den "Rest-Anspruch" zu bekommen hast.
Soweit meine ich jedenfalls dieses Urteil auch verstanden zu haben, zudem wurde doch vom letzten ALGI was erstattet durch die DRV ...

Damit kenne ich mich aber wirklich nicht gut genug aus, dafür hat dir die AfA aber die korrekten Erklärungen zu geben.

Ob dies nun auch für mich gelten würde wenn ich nach Nahtlosigkeit ALG1 bekomme, und direkt nach befristeter EM-Rente, konnte ich im Internet nicht rausfinden, auf jeden Fall werde ich ab Anfang November durchgängig AU sein.
Ich weiß nur von anderen EM-Zeitrentnern, wo das dann so gewesen ist, aber die hatten vorher deutlich länger EM-Rente bezogen als du.
Es KANN gar kein "Anderes" ALGI geben, als aus der "Nahtlosigkeit" nach § 145 SGB III, auch wenn man wieder versuchen wird dir bei der AfA was anderes zu erzählen.

Du kommst ja (wieder) NICHT weil du arbeitslos geworden bist, sondern weil deine EM-Rente nicht verlängert wurde, zumindest nicht rechtzeitig ... sonst würdest du ja auch nicht arbeiten gehen wollen, sondern (wegen Krankheit) weiter EM-Rente beziehen.

Dein Verlängerungs-Antrag wurde bisher noch nicht abschließend bearbeitet und liegt noch bei der DRV zu diesem Zweck (und später vielleicht noch am Sozialgericht), das ist eben KEINE "normale Arbeitslosigkeit". :icon_evil:

Ich war vor ein paar Tagen mit meinem Mann bei der KK, er hatte da was zu klären, ich habe zum Schluss dem SB meine Situation geschildert, und er meinte, wenn ich während des Bezugs von ALG1 länger als 6 Wochen AU wäre, würde ich ab der 7 Woche Krankengeld in Höhe des ALG1 bekommen.
Das solltest du dir unbedingt schriftlich geben lassen, sonst stehst du nach 6 Wochen OHNE Geld da, wenn die AfA die Leistungen wegen Abgabe der AU-Bescheinigung eingestellt hat ...

Du stehst der Arbeitsvermittlung NICHT uneingeschränkt (also GESUND) zur Vermittlung zur Verfügung (sondern gemäß Sonderregelung nach § 145 SGB III) und daraus ergibt sich KEIN Anspruch auf Krankengeld, da hat man bei der KK leider auch wieder nicht richtig zugehört. :icon_evil:

Was ist nun richtig???
Nach Ablehnung der Rentenverlängerung hat noch niemals Jemand wieder Krankengeld bekommen, für deine KK wurdest du ausgesteuert mit Diagnose X und hast zunächst "zur Überbrückung" ALGI (nach § 145 SGB III) bekommen bis zum EM-Rentenbescheid.

Bis dahin warst du auch weiter AU mit Diagnose X und über die Rentenzeit warst du ja trotzdem NICHT gesund, da braucht man nur keine AU-Bescheinigung mehr.

Nun brauchst du ab 01.11. aber wieder eine AU-Bescheinigung (wie willst du sonst die notwendige Rentenverlängerung durchsetzen können ?) und die wird (sehr wahrscheinlich) wieder auf der ausgesteuerten Diagnose X laufen.

Zunächst wäre schon zu erkunden, ob es überhaupt schon eine neue Blockfrist gibt (für die Diagnose X) und dann fehlen dir immer noch 6 Monate OHNE wegen dieser Krankheit AU gewesen zu sein (die Rente zählt dafür nicht, da warst du ja auch krank).

In der Regel erreicht man das NUR mit versicherungspflichtiger Berufstätigkeit oder ALGI wegen reiner, "echter" Arbeitslosigkeit (also auch gesund und voll vermittelbar) wieder einen Anspruch auf Krankengeld zu haben.

Irgendwo im SGB V war das auch mal so festgelegt, dass ALGI-Bezug nach der Aussteuerung nicht als reguläre Anspruchsbasis zählt für neues Krankengeld , ich weiß nicht ob ich das finde, dann setze ich dir gerne noch den Link dazu.

MfG Doppeloma
 

Petramichel

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#71
Hallo

also meinen Bescheid über die befristete EM-Rente habe ich am 26.10.17 bekommen, sie wurde rückwirkend vom 21.09.17 bis 31.10. 18 bewilligt.
Das war sowieso seltsam, der 21.9.17 war der erste Tag meiner Onkologischen Reha, wo drin stand das ich mehr als 6 Stunden täglich leichte Arbeiten ausführen könnte, wieso hat mir die DRV die Rente dann ab diesem Zeitpunkt gewährt, muss man nicht verstehen.
Die Reha ging 3 Wochen bis zum 12.10.17, das was ich vom 13.10.17 bis zum 26.10.17 an ALG1 bekommen hatte, hab ich logischerweise zurück zahlen müssen.
Also mit den 152 Tagen Restanspruch würde das schon hinkommen, habs nachgerechnet, besser wäre natürlich ein neuer Anspruch.

Bis zu der Onko-Reha wurde ich von meinem Orthopäden AU geschrieben, für die Zukunft, werde ich von meiner Psychologin AU geschrieben.
Habe erst am 5.11 einen Termin bekommen, könnte es Schwierigkeiten geben wenn die 4 Tage vom 1.11-5.11 fehlen?

Gruß Petra
 

Petramichel

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#72
Hallo

war gerade bei der AfA, es ist tatsächlich so, das die befristete EM-Rente einen neuen Anspruch auf ALG1 begründet, bei mir handelt es sich, da ich knapp über 12 Monate EM-Rente bekommen habe, um 6 Monate, plus der Restanspruch von 152 Tagen.

Mir wurde auch der Bogen für den ÄD mitgegeben, mit dem Hinweis, ich sollte aktuelle Befunde beifügen, da es sein könnte das vom Schreibtisch aus entschieden würde.

Aus den Stellungnahmen meines Onkologen, der Psychiaterin und der Psychotherapeutin geht ganz klar raus hervor das ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht in der Lage bin zu arbeiten.
Könnte mir das zum Nachteil ausgelegt werden?
Ich habe der Dame der AfA gesagt das ich mich mit meinem Restleistungsvermögen zur Verfügung stelle.

Und wie soll ich das mit den Schweigepflichtsentbindungen halten? Mit den Entbindungen für meine Ärzte habe ich ja kein Problem, aber die für die Rentenversicherung möchte ich nicht unbedingt für 3 Jahre zulassen.
Sollte ich einen 3-zeiler hinzufügen das die Entbindung für die RV nur ein paar Monate gelten soll?

Gruß Petra
 

Doppeloma

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#73
Hallo Petramichel,

war gerade bei der AfA, es ist tatsächlich so, das die befristete EM-Rente einen neuen Anspruch auf ALG1 begründet, bei mir handelt es sich, da ich knapp über 12 Monate EM-Rente bekommen habe, um 6 Monate, plus der Restanspruch von 152 Tagen.
Na siehst du, wenigstens das ist nun geklärt.

Mir wurde auch der Bogen für den ÄD mitgegeben, mit dem Hinweis, ich sollte aktuelle Befunde beifügen, da es sein könnte das vom Schreibtisch aus entschieden würde.
Schau an, sogar dazu hat man dich schon aufgeklärt, dass der Arzt dich wahrscheinlich gar nicht untersuchen wird und wo sollst du das (wann) abgeben, bitte mach das NUR DIREKT beim ÄD und lass dir die Abgabe bestätigen.

Verlasse dich bitte NICHT auf irgendwelche Umschläge, die angeblich verschlossen dort hin gegeben werden ... :icon_evil:

Aus den Stellungnahmen meines Onkologen, der Psychiaterin und der Psychotherapeutin geht ganz klar raus hervor das ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht in der Lage bin zu arbeiten.
Könnte mir das zum Nachteil ausgelegt werden?
Das glaube ich eher nicht, du solltest auf dem Gesundheitsfragebogen erwähnen, dass es aktuell, um die Verlängerung der EM-Rente geht ... und der Antrag dazu bereits am XX gestellt wurde.

Ich habe der Dame der AfA gesagt das ich mich mit meinem Restleistungsvermögen zur Verfügung stelle.
Das war auch völlig richtig, dabei musst du immer bleiben, ganz EGAL was mal in dem "Gutachten" stehen wird.
Ich denke mal mit den richtigen Arztberichten wird es vom ÄD (auch nach Aktenlage) keine "verwertbare Restleistungsfähigkeit" geben aber das ist dann NICHT dein Problem, Du WILLST arbeiten ...

Und wie soll ich das mit den Schweigepflichtsentbindungen halten? Mit den Entbindungen für meine Ärzte habe ich ja kein Problem, aber die für die Rentenversicherung möchte ich nicht unbedingt für 3 Jahre zulassen.
Wenn du bereits aktuelle Unterlagen von deinen Ärzten / Therapeuten einreichen kannst, ist es überflüssig auch noch Schweigepflicht-Entbindungen (für die gleichen Ärzte) zu unterschreiben, da fordert der ÄD dann sowieso NICHTS mehr an. :icon_evil:

Sollte ich einen 3-zeiler hinzufügen das die Entbindung für die RV nur ein paar Monate gelten soll?
Für die DRV würde ich überhaupt KEINE Schweigepflichtentbindungen unterschreiben, was sollen die denn zu deiner aktuellen "Restleistungsfähigkeit" für Auskünfte geben können ???

Für die DRV wollen die das nur haben, um da selber immer wieder nachzufragen, was da gerade sol läuft, das kannst du denen bei Bedarf auch selbst mitteilen ...
Bei der DRV gibt es keine "Behandlungs-Unterlagen" von dir, das braucht die AfA NUR, um ihre eigene Neugierde zu befriedigen ... nicht mal neue Reha-Berichte oder Gutachten gibt es dort, die der ÄD unbedingt brauchen würde ...

Wenn du das trotzdem unterschreiben willst (weil die AfA das gerne möchte), dann begrenze die Gültigkeit bitte DIREKT AUF dem Formular mit einem festen Datum (in 3 - 4 Wochen) und NICHT auf einem separaten Zettel. :icon_evil:

Diese 3 Jahre solltest du generell auf ALLEN Schweigepflicht-Entbindungen (die du vor hast abzugeben) durchstreichen und hinschreiben "NUR Gültig bis zum XX" ...
Du bekommst nicht mal ganz 12 Monate ALGI gezahlt, wozu brauchen die Schweigepflicht-Entbindungen die 3 Jahre gültig sein sollen ???

MfG Doppeloma
 

Petramichel

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#74
Hallo

jetzt habe ich gerade einen Brief von der DRV bekommen, das ich nochmal zu einer Begutachtung muss, und zwar zu der gleichen Stelle wo ich beim ersten mal war, im Mai.
Es handelt sich um die DRV eigene Begutachtungsstelle, kein extern beauftragter Gutachter.
Unten steht: Eine orthopädische Zusatzbegutachtung in unserer Untersuchungsstelle ist erforderlich.

Was soll ich jetzt davon halten?????

Gruß Petra
 

Petramichel

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#75
Hallo

Anfang November habe ich einen Termin bei der AfA (berufliche Situation), wenn ich da jetzt die Frage gestellt bekomme, ob ich AU geschrieben bin, was antworte ich dem SB?
Zu diesem Zeitpunkt werde ich eine AU haben, die ich natürlich nur zur KK schicke.

Gruß Petra
 

Doppeloma

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#76
Hallo Petramichel,

Anfang November habe ich einen Termin bei der AfA (berufliche Situation), wenn ich da jetzt die Frage gestellt bekomme, ob ich AU geschrieben bin, was antworte ich dem SB?
Zu diesem Zeitpunkt werde ich eine AU haben, die ich natürlich nur zur KK schicke.
Das gleiche wie nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld ...

Du stellst dich der Arbeitsvermittlung mit deinem "Restleistungs-Vermögen" zur Verfügung und das hat zunächst mal der ÄD zu klären, vorher kann es gar keine sinnvolle Beratung dazu geben beim Arbeitsvermittler.

Deine AU zählt bei der AfA sowieso NICHT also kann es denen auch EGAL sein, ob du (wegen der weiter vorliegenden Rentengründe) AU bist oder nicht ...

Bei der AfA wärst du nur AU, wenn du deswegen den Termin absagen würdest, wenn du dort erscheinst darf es dem SB recht egal sein, ob du daneben wieder AU bist oder nicht ...

Für die AfA zählt nur deine "fiktive" Arbeitsbereitschaft mit deinem "Restleistungsvermögen" und dafür darfst du gar nicht (offiziell) AU sein. :icon_evil:

Es ist (leider) wieder die gleiche "Gradwanderung" wie nach einer Aussteuerung aus dem Krankengeld.
Die AfA bekommt aber ansonsten keine Info zu der AU also musst du darum keine Gedanken machen, du gibst die AU nicht ab bei der AfA also bist du dort auch NICHT AU.

MfG Doppeloma
 

Petramichel

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#77
Hallo zusammen

muss mich nochmal melden bei euch!
Habe heute 2 Briefe von der AfA bekommen
1. Bemessung des Alg zur K-Nr........
Datum: 22.10.18, 1.Seite
2. Bewilligungsbescheid zur K-Nr......
Datum: 24.10.18, 4.Seiten

Also im Brief über die Bemessung steht drin, das ich in der
Qualifikationsgruppe 4 eingeordnet werde. Das war mir schon klar,und keine Überraschung.

Was mich aber überrascht hat war, das in dem Bewilligungsbescheid genau die gleiche Berechnung zugrunde gelegt wurde wie im Jahr 2016, als ich nach Ende des KG in die Nahtlosigkeit kam.

Nach meinen Recherchen im Netz bedeutet die Einstufung 4 weit weniger im Monat, tatsächlich ist es doch weit mehr, sogar mehr als die EM-Rente.

Was mich aber beunruhigt ist im Bewilligungsbescheid, auf Seite 3 der letzte Satz unter:BEMESSUNGSGRUNDLAGE

Dort steht:
Ab dem 1.11.2018 ist ihr Leistungsvermögen nicht eingeschränkt. Ihr Bemessungsentgelt ist daher nicht vermindert und beruht auf den durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitsstunden, welche der Bemessung zu Grunde liegen.

Muss ich mir deswegen jetzt Sorgen machen, oder ist das ein Textbaustein der immer verwendet wird?

Gruß Petra
 

Petramichel

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#78
Hallo zusammen

muss mich nochmal melden bei euch!
Habe heute 2 Briefe von der AfA bekommen
1. Bemessung des Alg zur K-Nr........
Datum: 22.10.18, 1.Seite
2. Bewilligungsbescheid zur K-Nr......
Datum: 24.10.18, 4.Seiten

Also im Brief über die Bemessung steht drin, das ich in der
Qualifikationsgruppe 4 eingeordnet werde. Das war mir schon klar,und keine Überraschung.

Was mich aber überrascht hat war, das in dem Bewilligungsbescheid genau die gleiche Berechnung zugrunde gelegt wurde wie im Jahr 2016, als ich nach Ende des KG in die Nahtlosigkeit kam.

Nach meinen Recherchen im Netz bedeutet die Einstufung 4 weit weniger im Monat, tatsächlich ist es doch weit mehr, sogar mehr als die EM-Rente.

Was mich aber beunruhigt ist im Bewilligungsbescheid, auf Seite 3 der letzte Satz unter:BEMESSUNGSGRUNDLAGE

Dort steht:
Ab dem 1.11.2018 ist ihr Leistungsvermögen nicht eingeschränkt. Ihr Bemessungsentgelt ist daher nicht vermindert und beruht auf den durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitsstunden, welche der Bemessung zu Grunde liegen.

Muss ich mir deswegen jetzt Sorgen machen, oder ist das ein Textbaustein der immer verwendet wird?

Gruß Petra
 

Petramichel

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Hallo zusammen und frohes neues Jahr

mein Wiederspruch gegen die abgelehnte Verlängerung meiner EM-Rente ist von der DRV an den Wiederspruchsausschuss weitergeleitet worden, bedeutet das, das sich der Sachbearbeiter bei seiner Entscheidung nicht sicher war, oder wie kann ich das verstehen?

Gruß Petra
 
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