Rente + Hartz4 reicht nicht für die Miete

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Kleine Ahnung

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
10 Dezember 2018
Beiträge
3
Bewertungen
0
Hallo,

ich brauche eure Hilfe; mein Vater ist vor einiger Zeit verstorben und deshalb hat sich unser Einkommen nun eklatant reduziert sodass wir möglicherweiser bald ausziehen müssen.

Meine schwerbehinderte Mutter bezieht Rente (1000Euro)und ich lebe von Hartz4 (416Euro) im selben Haushalt, unsere Miete beträgt (400Euro) plus Heizkosten (100Euro) und übrige Betriebskosten (50Euro).

Gibt es die Möglichkeit noch weitere finanzielle Hilfe zu bekommen? (ausser den 28Euro Wohnungsgeld)
 

Algensammler

Elo-User*in
Mitglied seit
16 November 2018
Beiträge
40
Bewertungen
30
Also du und deine Mutter bilden eine Bedarfsgemeinschaft ?

Wie schaut es aus mit Witwenrente die deine Mutter bekommt ?

Besteht die Möglichkeit dass deine Mutter noch Grundsicherung beantragen kann zusätzlich zu ihrer Rente ?

Hat deine Mutter einen Pflegegrad und Pflegst du deine Mutter ? Da steht dir evtl noch Geld zu.

Absurderweise könnte es sich sogar lohnen wenn sowohl du als auch deine Mutter jeweils in eine eigene Wohnung ziehen, die Bedarfsgemeinschaft aufgelöst wird und das Amt dann deine Miete komplett zahlt und deine Mutter noch einen Zuschuss für die Miete bekommt.
 
Zuletzt bearbeitet:

nik72

Elo-User*in
Mitglied seit
14 April 2013
Beiträge
334
Bewertungen
75
Meine Mutter und ich wohnten auch zusammen (sie ist verstorben).

Meine Mutter erhielt EU- Rente.
Ich war allein eine Bedarfsgemeinschaft.
Das JC übernahm auch nur meine Hälfte der Miete (KdU).

Deine Mutter und Du sind nur dann zusammen eine BG, wenn Du unter 25 bist.

Das JC müsste für euch beide eine Wohnung bis zu 60m2 übernehmen (zumindest Deine Hälfte der Miete).
 

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
14.127
Bewertungen
21.795
Also du und deine Mutter bilden eine Bedarfsgemeinschaft ?

.....

Neben dem Algen sammeln ;-) kann es nützlich sein, Informationen zu sammeln, die die Begrifflichkeiten klären!

Z.B. was unter einer "Bedarfsgemeinschaft" zu verstehen ist und was eben NICHT.

https://www.bmas.de/DE/Themen/Arbei...edarfsgemeinschaft-haushaltsgemeinschaft.html

Allenfalls handelt es sich vielleicht um eine Haushaltsgemeinschaft (sofern aus einem Topf gewirtschaftet wird).
Die Miete ist nun nicht gerade "hoch" - manch einer wäre um so eine relativ günstige Wohnung froh.

Gibt es vor Ort eine Beratung in Sachen Sozialamt/Jobcenter?
Wahrscheinlich (ohne die näheren einzelnen Fakten zu kennen) stehen Euch die Übernahme der Kosten der Unterkunft ganz oder teilweise zu.
Wie das gestaltet werden kann - ob eine "Haushaltsgemeinschaft" - oder ob Du ein "Untermietverhältnis" mit deiner Mutter erstellst - ob dir oder deiner Mutter hier in Sachen Pflege noch was zusteht etc. etc. .... dazu muss man alle Einzelheiten kennen - das kann eigentlich nur eine ordentliche Beratung vor Ort leisten.
 

nik72

Elo-User*in
Mitglied seit
14 April 2013
Beiträge
334
Bewertungen
75
Wobei bei einem Untermietverhältnis der Vermieter zustimmen muss (soweit ich weiss).

Eine Sozialberatung ist sinnvoll, auch in Bezug auf Vermögen/ Erbe usw.

Wenn die Mutter ergänzende Grundsicherung beantragen müsste, gelten ja auch Freibeträge beim Vermögen.

Wenn eine Kostensenkungsaufforderung seitens des JC kommt, muss dieses auch den Umzug bezahlen.
 

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
14.127
Bewertungen
21.795
Wobei bei einem Untermietverhältnis der Vermieter zustimmen muss (soweit ich weiss).

....

??? Wenn du schon seit 2013 hier im Forum bist, müsstest du wissen, dass das nicht stimmt. Dann kann man sich eine nun folgende neue Diskussion hierüber sparen... aktuell gibt es parallel über das Thema genug Stoff hier.
 

Kleine Ahnung

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
10 Dezember 2018
Beiträge
3
Bewertungen
0
Also du und deine Mutter bilden eine Bedarfsgemeinschaft ?
Nein, bis jetzt nicht.
Wie schaut es aus mit Witwenrente die deine Mutter bekommt ?
Ihre Rente und die Witwenrente zusammen sind 1000Euro.
Besteht die Möglichkeit dass deine Mutter noch Grundsicherung beantragen kann zusätzlich zu ihrer Rente ?
Dafür dürfte ihre Rente zu hoch sein.

Hat deine Mutter einen Pflegegrad und Pflegst du deine Mutter ? Da steht dir evtl noch Geld zu.
Mit dem Pflegegeld wird die Pflegekraft bezahlt, da ich alleine damit überfordert wäre.

Warum bekommst du keine KdU?
Nein.

Wie alt bist Du (bei 416,- ja wohl >25?)?
32.

Von wem bekommt Ihr (wer?) "Wohnungsgeld" (was genau?)?
Kreisverwaltung

Wenn die Mutter ergänzende Grundsicherung beantragen müsste, gelten ja auch Freibeträge beim Vermögen.
Es gibt kein Vermögen in irgendeiner Form.

Wobei bei einem Untermietverhältnis der Vermieter zustimmen muss (soweit ich weiss).

Der Vermieter würde dem zustimmen aber ob uns das signifikant hilft ist fraglich.
 

vidar

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
27 Januar 2014
Beiträge
2.774
Bewertungen
4.397
(Zustimmung des Vermieter) ... dass das nicht stimmt.
Hier kommt es auf den Einzelfall an. Sollte z.B. der Mieter einen berechtigten (finanziellen) Grund für eine Untermietung haben, dürfte die Untervermietung sicherlich nicht abgelehnt werden. Der Vermieter kann nach seiner Zustimmung aber eine Anpassung der Nebenkosten verlangen und ggf. sogar eine angemessene Mieterhöhung einfordern.

https://www.finanztip.de/untermiete/
https://www.urteile-mietrecht.net/Untermietvertrag-Zustimmung.html
 

Nena

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
10 Oktober 2015
Beiträge
2.792
Bewertungen
4.450
Es geht hier um den Sohn. An den unterzuvermieten darf niemand untersagen.

Warum hast Du beim Jobcenter nicht die Übernahme der Hälfte der Miete (=Kosten der Unterkunft) beantragt? Das kannst Du immer noch machen. Wenn nicht, zahlt alles Deine Mutter alleine, auch Heizung, Wasser, Müll usw.

Wer genau kriegt "Wohnungsgeld" von der Kreisverwaltung? Ihr beide? Oder nur sie?
 

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
14.127
Bewertungen
21.795
Ist mir durchaus bewusst. Durch die Aussage von @gila könnte hier aber auch der Gedanke aufkommen, dass generell für eine Untermietung keine Zustimmung des Vermieters erforderlich sei.

NEIN - der Gedanke kann NICHT aufkommen, da wir hier im Sozialrecht sind und für das SGB und Leistungen zur KdU eben KEINE "Erlaubnis" zur Untervermietung vorliegen muss.

Manche Sachbearbeiter fordern dies schon mal - aber haben weder ein Recht noch den "gesetzlichen Auftrag", die Rechtmäßigkeit eines Untermietverhältnisses zu prüfen.
Dies ist ausschließlich eine privatrechtliche Angelegenheit / BGB.

Für diesen Fall hier also irrelevant.


Hier kommt es auf den Einzelfall an. Sollte z.B. der Mieter einen berechtigten (finanziellen) Grund für eine Untermietung haben, dürfte die Untervermietung sicherlich nicht abgelehnt werden. ......]

s.o. = hat nix mit Jobcenter oder Sozialamt zu tun.
OB eine Untervermieterlaubnis vorliegt oder nicht, ist für das SGB nicht relevant.

siehe auch Fall hier: https://www.elo-forum.org/grundsich...ng-ob-vermieter-mich-untervermieten-darf.html
 

vidar

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
27 Januar 2014
Beiträge
2.774
Bewertungen
4.397
OB eine Untervermieterlaubnis vorliegt oder nicht, ist für das SGB nicht relevant.
Ist in diesem Fall schon korrekt! Mir geht es in der erster Linie auch nur darum darauf hinzuweisen, dass der Vermieter nicht generell einer Untervermietung zuzustimmen hat. In anderen Fällen könnte dies nämlich durchaus relevant sein.
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
25.158
Bewertungen
18.376
In anderen Fällen könnte dies nämlich durchaus relevant sein.

Richtig @Vidar daher immer einen Blick in den Mietvertrag, falls dieser § 540 BGB dort steht:

(1) 1Der Mieter ist ohne die Erlaubnis des Vermieters nicht berechtigt, den Gebrauch der Mietsache einem Dritten zu überlassen, insbesondere sie weiter zu vermieten. 2Verweigert der Vermieter die Erlaubnis, so kann der Mieter das Mietverhältnis außerordentlich mit der gesetzlichen Frist kündigen, sofern nicht in der Person des Dritten ein wichtiger Grund vorliegt.
 

Kleine Ahnung

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
10 Dezember 2018
Beiträge
3
Bewertungen
0
Warum hast Du beim Jobcenter nicht die Übernahme der Hälfte der Miete (=Kosten der Unterkunft) beantragt?
Ich dachte das hängt unserem Gesamteinkommen. Brauch ich dafür nur den Mietvertrag abgeben ?

Wer genau kriegt "Wohnungsgeld" von der Kreisverwaltung? Ihr beide? Oder nur sie?
Ich denke Wohnungsgeld gibt es nur für den Mieter der im Vertrag steht/unterzeichnet hat.
 

Nena

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
10 Oktober 2015
Beiträge
2.792
Bewertungen
4.450
Ich dachte das hängt unserem Gesamteinkommen.
?

Brauch ich dafür nur den Mietvertrag abgeben ?
Nein, Du musst die Anlage KDU ausfüllen. Du musst angeben, welchen Teil Eurer Gesamtmiete Du verpflichtet bist zu zahlen (und was Dich dazu verpflichtet - also die Kostenbeteiligungsvereinbarung mit Deiner Mutter).

Ich denke Wohnungsgeld gibt es nur für den Mieter der im Vertrag steht/unterzeichnet hat.
Ja. Und? Wer ist das? Also Deine Mutter?
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten