Rente - die Koalition eröffnet den RENTENBASAR -! (1 Betrachter)

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Atze Knorke

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An die Forumsrunde,

damit sich jeder auf seine "Rente" in jeglicher LebensForm schon mal richtig monetär einrichten kann::icon_kotz:

Klaus Stuttmann | Karikaturen

https://www.ihre-vorsorge.de/index.php?id=76

11.03.16 Koalition eröffnet Rentenbasar

Geplante Lebensleistungsrente erhitzt die Gemüter – und würde viel Geld kosten.
Berlin (dpa). Eines ist den rund 20 Millionen Rentnern in Deutschland gewiss: ein kräftiges Rentenplus. Noch vor Ostern soll die Höhe feststehen. Doch wie geht es danach weiter? Für SPD-Chef Sigmar Gabriel ist eine Aufstockung von Minirenten Teil eines angesichts der Flüchtlinge nötigen Solidarprojekts. Kommt die Lebensleistungsrente für Geringverdiener wirklich? Zunächst dürfte die Koalition es sich nicht nehmen lassen, sich für die Rentenerhöhung zu loben, wenn in knapp zwei Wochen Klarheit herrscht. Mindestens 4 Prozent mehr soll es geben. Doch künftige Aufschläge dürften schmaler ausfallen.
Das Defizit der Rentenkasse von zwei Milliarden Euro 2015 dürfte in diesem Jahr wachsen, schreibt die Bundesbank in ihrem jüngsten Monatsbericht. Für die Jahre darauf zeichne sich eine "grundsätzlich weiter defizitäre Entwicklung" ab - geburtenstarke Jahrgänge gehen in Rente. Das jüngste Paket mit Mütterrente und abschlagsfreier Rente mit 63 kostete 2015 rund neun Milliarden Euro. Bringt die Koalition nochmal eine teure Rentenreform auf die Spur?
DGB ist alarmiert

Beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) ist man alarmiert. "Das darf nicht nur Wahlkampfgeklingel sein", mahnt DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach mit Blick auf die bevorstehenden Landtagswahlen. Immerhin hat Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) einen konkreten Vorschlag zur Lebensleistungsrente angekündigt, auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gesellte sich zu den Rentenreformern. Der Rentenbasar ist eröffnet.
Die damalige Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) war mit der Idee schon einmal gescheitert. Wer 40 Jahre Beitrag gezahlt hat, aber unter einer Rentenschwelle von heute 876 Euro im Westen und 812 Euro im Osten landet, bei dem soll die Rente rechnerisch aufgewertet werden. Die Rede ist im Koalitionsvertrag von einer Koppelung an private Vorsorge und Bedürftigkeitsprüfungen.
Die Arbeitgeber lehnen die Lebensleistungsrente rundheraus ab. Nicht nur Geringverdiener würden erreicht, warnt Alexander Gunkel vom Arbeitgeberverband BDA. "Denn sie begünstigt nicht nur Beschäftigte mit niedrigen Stundenlöhnen, sondern auch Personen mit hohen Stundenlöhnen, die aber nur wenige Wochenstunden gearbeitet haben." 40 Beitragsjahre und private Altersvorsorge als Bedingung sehen auch der DGB und Sozialverbände als zu hohe Hürden an.
Ministerium: Vorgabe des Koalitionsvertrags

Im Nahles-Ressort gibt man sich unbeirrt. "Der Gang zum Sozialamt wird vermieden", heißt es dort. "Das ist die Vorgabe des Koalitionsvertrags und ein wichtiger Schritt, Altersarmut zu verhindern." Rund 500 000 Ältere bezogen zuletzt Grundsicherung. Die Union zeigt sich vielstimmig. Ihr Wirtschaftflügel und die Junge Union wollen lieber die Sozialämter zu neuen "kommunalen Rentenstellen" machen – durch Einbeziehung von Beratern der Rentenversicherung in denselben Räumen.
Der CDU-Sozialexperte Karl Schiewerling betont, wichtig bei der Honorierung der Lebensleistung sei, "dass diese auch den wirklich Betroffenen hilft". Neben Rentenversicherungs-, Erziehungs- und Pflegezeiten sei deshalb das Einkommen zu berücksichtigen.
Für den Chef der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Peter Weiß, ist der Knackpunkt: "Wie wird es finanziert?" Von der Leyen war 2012 von Kosten von bis zu 3,2 Milliaden Euro im Jahr 2030 ausgegangen.
Buntenbach: Rente nach Mindesteinkommen

Buntenbach fordert für den DGB statt der Lebensleistungsrente, die Rente nach Mindesteinkommen wieder einzuführen, die es bis 1992 gab. Kosten: sogar rund acht Milliarden Euro jährlich. Die Koalition will die Lebensleistungsrente zwar aus Steuermitteln finanzieren. Doch Gunkel fürchtet, "dass im Ergebnis doch auch wieder die Beitragszahler für die Kosten eintreten müssen". Der Beitragssatz müsste dann wohl früher steigen als 2021, wie bisher gedacht.
Manche in der Koalition würde es nicht wunden, wenn vor der nächsten Bundestagswahl keine Milliarden für Kleinrentner mehr freigemacht werden. Im Wahlkampf 2017 könnte eifrig darüber geredet werden. Für flexiblere Übergänge in die Rente soll es aber schon bald Gesetzesvorschläge geben. Und CDU-Experte Weiß kündigt auch die Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge an.
Autor: Basil Wegener, dpa
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Der Link geht nicht
Link funzt jetzt doch und der gesamte TEXT ist als ZITAT lesbar! :biggrin:
 

Anna B.

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die Lebensleistungsrente ist doch Augenwischerei...

wer kommt denn in den Genuß?

doch nur derjenige, der wenigstens 40 Jahre versicherungspflichtig gearbeitet hat...

und? wie viele werden das zukünftig sein?

meine Schwester hat 3 Kinder großgezogen...davon wurde ein Kind durch einen Unfall mit dem 12. Lebensjahr schwerbehindert...
d.h. sie konnte gar nicht arbeiten gehen..
jetzt arbeitet sie ein paar Stunden in einem Mini-job.
Mein Schwager ist Handwerker auf dem Bau...im Winter war er regelmäßig vom AG an die frische Luft gesetzt worden...arbeitslos..um im Frühjahr wieder anfangen zu können.
Als dann damals diese "Selbständigen-Förderung" durch Vater Staat eingeführt wurde, hat dieser AG seine Leute entlassen und die haben sich alle Selbständig gemacht...
nun hat er nur ein geringes Einkommen...und niemals genug Geld gehabt, um sich anständig in der Rentenkasse anmelden zu können.

Die beiden haben zwar 40 Jahre in ihrem Leben gearbeitet..aber nicht so, dass es monetär irgendwo gutgeschrieben wird..

die beiden werden nichts, aber auch gar nichts von dieser Lebensleistungsrente haben..weil sie die schlichtweg nicht bekommen werden..

und so wird es den meisten gehen, von denen man bisher in Presse und co. gelesen hat.

gab ja mal so Schlagzeilen: 70jährige muß weiterhin als Klofrau arbeiten..bereits seit ihrem 25. Lj arbeitet sie am Bahnhof als Klofrau und bekommt nun, nach 55 Jahren dortiger Tätigkeit eine Rente von 171,50 Euro.



das ist in meinen Augen alles Augenwischerei..und wird hochgepuscht und betrifft nur einen geringen Anteil der Rentner in Altersarmut...

das Thema Lebensleistungsrente ist nicht das Papier wert..
 
E

ExitUser

Gast
Die Lebensleistungsrente ist eine völlige Farce!

Nicht nur die haben nichts davon, wie Anna B. im vorigen Bericht geschrieben hat, sondern auch die, die die Berechtigung für diese Lebensleistungsrente haben!!
WIE soll sie aussehen?
ALLE, die mindestens 40 Jahre gearbeitet haben, jedoch keine 30 Rentenpunkte für diese 40 Jahre angesammelt haben, bekommen die Rente auf 30 Rentenpunkte erhöht.
Doch WAS bedeutet das?
30 Rentenpunkte x 29,57€ im Westen = 887€ Rente BRUTTO!!
887€ Brutto minus KV und PV (die gehen nämlöich davon ab!) = 790€ NETTO
Bereits JETZT liegt die Grundsicherung im Bundesgebiet zwischen 750€ und 800€, d.h.
JEDER, der die Lebensleistungsrente bekommt, hat WENIGER als Grundsicherung, WEIL:
Die meisten, die nur 40 Jahre und nicht 45 Jahre Arbeit "zusammenbekommen", haben Lücken in der Erwerbsbiografie. Da die Älteren die HÖCHSTEN arbeitlos-Quoten haben (Best-AGER- ist eine Farce), werden viele, denen zwar die Lebensleistungsrente zusteht, jedoch arbeitslos sind, in die ZWANGSRENTE geschickt und bekkommen von de, 790€ netto weitere bis zu 14,4% ABGEZOGEN, sodass am Ende eine Rente von 675€ netto herauskommt.
Zum sterben zuviel, zum leben zuwenig, der frühteitige Tod ist bei der Lebensleistungsrente regierungsseitig fest eingeplant. Die Behauptung,etwas gegen die Altersarmut dagegen zu tun, ist völlig falsch. Im Gegenteil, mit der Lebensleistungsrente wird die Altersarmut in vielen Fällen ZEMENTIERT.

Als kleines Bonbon unserer Regierung:
ALLE Hungerrentner, die arbeiten, bereits 900.000 zum aktuellen Zeitpunkt, zahlen über den Arbeitgeber in die Rentenversicherung ein. Doch ALLE bekommen für die Einzahlungen, selbst wenn sie im Extremfalle über ein Jahrzehnt oder mehr gehen, KEINEN EINZIGEN RENTE dafür.
Das die Rentner betrogen werden, hat unsere Regierung EXTRA festgelegt.
Rente kürzen, trotz Einzahlungen keine Rente!

Gruß
Wande
 

Hamilkar

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endlich mal jemand, der das blickt mit der Rentenformel, Entgeltpunkten, Aktueller Rentenwert etc.


m.E. sind sowohl Mindestlohn als auch Lebensleistungsrente u.ä. die Vorstufen für zukünftigen Einheitslohn und Einheitsrente.

60% der Arbeitnehmer dümpeln sowieso heute schon auf oder nahe Grundsicherungsniveau. im Grunde sind die Sozialversicherungsabgaben Rente nur eine Art Sondersteuer, die anderweitig nicht erhoben werden muss um spezielle Gruppen zu begünstigen.
 
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