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Rente abgelehnt vom SZG was nun?

Fidibus

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#1
Hallo zusammen,

mein Freund , er ist manisch depressiv und hat einen Schwerbehinderten Ausweis mit 70% hat vor 11 Jahren die Rente eingereicht und sie auch für ein Jahr bewilligt bekommen. Dann wurde die abgelehnt. Er ist zum VDK die haben aber nichts gemacht und auch nichts erreicht. Er hat wiederspruch eingelegt und ist vor der SZG, ein Gutachter, der seine Aussage ersichtlich aus dem Zusammenhang riss hat ihn für 6 Stunden arbeitsföhig befunden, mein Freund ist 48. Er ist aber wirklich nicht belastbar, das seh ich jeden Tag, an manchen Tagen kommt er nicht aus dem Bett, wäscht sich nicht, kann nicht essen und nicht schlafen, ist gereizt und manchmal agressiv.

Nun hat der den DGB eingeschaltet. Der rät ihm aber auch nach Akteneinsicht die Klage fallen zu lassen. Was gibt es noch für Wege. er geht finanziell unter,hat sein Elternhaus, das renoviert werden muss geerbt und bei der Caritas haben sie ihm gesagt, er soll es verkaufen und eine Weltreise machen und Hartz IV anmelden, den das ARGE ist auch nicht für ihn zuständig und auf Dauer kann er von seinen Reserven nicht mehr leben. Was ist dann?

Liebe Grüße,

Fidi
 

elo237

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#2
Revision beim LSG einreichen

aber besser mit Anwalt
ist er versichert ?

den Versuch auf jeden Fall noch machen

und beim nächsten Gutachter richtig anstrengen
 

Doppeloma

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#3
Hallo Fidibus,

mein Freund , er ist manisch depressiv und hat einen Schwerbehinderten Ausweis mit 70% hat vor 11 Jahren die Rente eingereicht und sie auch für ein Jahr bewilligt bekommen. Dann wurde die abgelehnt.
und dann, er hat also vor 10 Jahren Widerspruch eingelegt, weil die EM-Rente nicht verlängert wurde und ist aktuell immer noch am Sozialgericht damit ... das kann ich mir nicht wirklich vorstellen ...

Was war denn in der Zwischenzeit, wie wurde er behandelt (ich meine medizinisch), war er zur Reha, war er in Kliniken ... es genügt ja nicht ganz, dass du als Freund meinst, er sei beruflich nicht belastbar ... das muss schon durch Fachärzte /Befunde/Berichte auch bestätigt werden.

Die Infos sind viel zu dürftig, um sich dazu ein Urteil zu erlauben und zu raten was er jetzt machen soll ...

Er ist zum VDK die haben aber nichts gemacht und auch nichts erreicht.
Wann war das, wenn die nichts gemacht haben, dann können sie auch nichts erreichen, was sollen wir mit solchen "Brocken" hier als Laien anfangen können ...

Er hat Widerspruch eingelegt und ist vor der SZG,
Ein Widerspruch hat mit dem Gericht nichts zu tun, das kommt vorher ... hat er sich die relevanten Unterlagen /Befunde bei der DRV eingefordert (Akteneinsicht) oder wie hat er den Widerspruch begründet ...

Wann wurde der Widerspruch abgelehnt (mit welcher Begründung ?) und wann die Klage eingereicht, wie wurde die begründet ... war er auch bei Gutachtern der DRV, kennt er die Gutachten ... tausend Fragen und keine Antworten ...

ein Gutachter, der seine Aussage ersichtlich aus dem Zusammenhang riss hat ihn für 6 Stunden arbeitsföhig befunden, mein Freund ist 48.
Warst du dabei (als Begleitung /Beistand nach § 13 SGB X), dass du das beurteilen kannst, was der Gutachter da falsch interpretiert haben kann, außerdem muss es ja bereits weitere medizinische Unterlagen geben, wenn dein Freund schon so lange krank ist, das Gericht fordert ja auch Berichte bei den behandelnden Ärzten an und die bekommt dann auch der Gutachter.

War selber wegen EM-Rente am Gericht und kenne daher das Prozedere ganz gut.

Kennst du das gesamte Gutachten, da steht ja noch sehr viel mehr drin, als nur, dass man mehr als 6 Stunden arbeiten können soll ... das muss der Gutachter ja auch erklären und begründen, wie er zu dieser Ansicht gekommen ist (mein SG-Gutachten hatte fast 30 Seiten).

Er ist aber wirklich nicht belastbar, das seh ich jeden Tag, an manchen Tagen kommt er nicht aus dem Bett, wäscht sich nicht, kann nicht essen und nicht schlafen, ist gereizt und manchmal agressiv.
Ist er in regelmäßiger Behandlung, nimmt er Medikamente, es genügt ja nicht, dass nur du das bestätigen kannst ... bist du jeden Tag dabei, ist der Freund dein Partner (???), wurdest du schon in die Behandlung mit einbezogen, wird ja manchmal gemacht bei solchen Problemen ... manchmal befragen die Gutachter dann auch den Partner zu den Problemen ...

Nun hat der den DGB eingeschaltet. Der rät ihm aber auch nach Akteneinsicht die Klage fallen zu lassen.
Wenn die keine Erfolgsaussichten mehr sehen, kann ich mir nicht vorstellen, dass der Gang zum LSG irgendwas bringen würde, da wäre es vermutlich besser die Klage zurückzunehmen und bald einen neuen Antrag auf EM-Rente zu stellen, allerdings frage ich mich noch immer, warum das Verfahren schon so lange dauert ... 3 - 4 Jahre sind ja nicht ungewöhnlich an den Sozialgerichten, aber über 10 Jahre ...

Was gibt es noch für Wege. er geht finanziell unter,hat sein Elternhaus, das renoviert werden muss geerbt und bei der Caritas haben sie ihm gesagt, er soll es verkaufen und eine Weltreise machen
Wovon lebt er denn seit der Rente und aktuell, zahlt seine Krankenversicherung, ob er "finanziell unter geht" interessiert die DRV allerdings wenig, wenn sie keine Rente (mehr) zahlen will ...

Auch die Erbschaft und die Probleme mit dem Haus interessieren die nicht ... "netter" Rat von der Caritas, wenn er mit dem Haus nichts anfangen kann (wohnt er darin ???), aber vielleicht wirklich die beste Lösung, sofern es jemand kaufen will ... ob der Erlös für eine "Weltreise" reichen würde, sei dahin gestellt aber vielleicht, um eine Weile finanziell zu überleben.

Ob das Sinn macht, kann hier allerdings Niemand wirklich beurteilen, wir kennen deinen Freund und das Haus nicht, allerdings hat er trotzdem bei Bedürftigkeit Anspruch auf Hartz 4, wenn er aktuell keine finanziellen Mittel flüssig machen kann, das sollte auch der Caritas bekannt sein...

und Hartz IV anmelden, den das ARGE ist auch nicht für ihn zuständig und auf Dauer kann er von seinen Reserven nicht mehr leben. Was ist dann?
Kann dir hier im Moment bestimmt auch keiner beantworten, "das ARGE" heißt inzwischen JobCenter und ist zuständig für Hartz 4, so richtig bist du selber aber auch nicht auf dem Laufenden, oder ???

Für den EM-Renten-Antrag hat es keine Bedeutung wovon dein Freund sonst leben soll, die EM-Rente gibt es nur wegen Erwerbsminderung, die dazu führt, dass man sich sein Geld nicht (mehr) durch Arbeit verdienen kann ... aktuell scheint die DRV das aber anders zu sehen und das Gericht /dieser Gutachter gibt ihr Recht ...

Ziemlich verworren die ganze Geschichte, wenn VDK und /oder DGB nicht helfen können, soll es ein anonymes Internetforum richten ... vielleicht mal von den letzten Reserven einen Anwalt für Sozialrecht befragen, der sich auf den Kampf um die EM-Rente spezialisiert hat ... :icon_kinn:

MfG Doppeloma
 

Fidibus

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#4
Ja er hat ersten einmal Wiedersprich eingelegt beim SZG und er wurde abgelehnt. Er ist freiweillig versichert. Erlebt von seiner privaten Rente und von geringen Mieteinnahmen.Er war zwar in Therapie, die ist aber ausgelaufen. Er nimmt seine Medikamente und geht viertel jährlich zu einem schlechten Psychiater. Er war einmal in einer Klinik, einer erneuter Aufenthalt steht jetzt an.Das mit dem VDK war erst jetzt vor 2 Monaten. Sie haben sich alle Unterlagen geben lassen, und sich nie wieder gerührt.

Ich war beim Gutachter nicht dabei, ich las es und bin es mit meinem guten Bekannten durch gegangen ( er ist nicht mein Partner).

Meine Frage: Was kann der VDK machen? Und was muss er , also mein Bekannter machen um Revision beim LSG einzureichen?

Den Wirderspruch beim SZG hat er formlos eingereicht, alle Befund und ein erneutes ärztliches Attest bei gelegt, war das zu wenig?

Ich habe es vielleicht alles etwas zu verwirrende geschrieben,bedanke mich für das Lesen und die Antworten!
 

Doppeloma

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#6
Hallo Fidibus,

Den Wirderspruch beim SZG hat er formlos eingereicht, alle Befund und ein erneutes ärztliches Attest bei gelegt, war das zu wenig?
Hier komme ich schon irgendwie ins Grübeln ... bei was für einem "SZG" hat er Widerspruch eingelegt und WANN war das ... dafür gibt es feste Fristen, wurden die eingehalten ???

Ergänzend zu meinem Vorschreiber empfehle ich dringend einen Anwalt für Sozialrecht zur Beratung, betreffs des aktuellen Verfahrensstandes wegen der EM-Rente in Anspruch zu nehmen, das kann hier Niemand leisten, was da alles gesichtet und geprüft werden müsste ...

Was soll der VDK / DGB mit einem Verfahren machen, das irgendwann vor 10 Jahren mal begonnen hat ... da muss man doch viel früher was unternehmen, aber leider ist das wirklich alles viel zu unübersichtlich, was du dazu schreibst ... :icon_neutral:

Kann ja durchaus nachvollziehen, dass dir da auch der genaue Überblick/Durchblick fehlt aber das kann dann nur ein Fachmann wirklich orten ob und was da noch "zu retten" wäre ... es ist nicht der übliche Ablauf was du dazu schreibst, man wartet aber auch nicht Jahre, ab ehe man da genauer nachfragt, was aus diesem Fall nun werden soll ...

Dass sich da VDK und/oder DGB nicht mehr mit befassen wollen kann ich mir gut vorstellen, vielleicht "beißt ja ein Fachanwalt noch an", wenn da überhaupt noch eine Chance besteht rechtlich was zu machen.

MfG Doppeloma
 
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