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Renovierungskosten und Erstaustattung / Umzug

Ninn

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#1
Hallo liebe Foristen.

Und zwar geht es um meinen bevorstehendem Umzug und die damit verbundenen Kosten.



Zuerst mal die Eckdaten zur derzeitigen Situation :

Ich bekam anfang Mai von meinem Vermieter die Info, dass er mich zum Juni fristgerecht kündigen wird , ich also bis Ende August ausziehen muss.

Habe dann natürlich sofort nach einer neuen Wohnung gesucht und wurde schneller als gedacht fündig.

Bereits zum 01.06 konnte ich als Nachmieter eine neue Wohnung haben. Da es absolut nicht möglich gewesen wäre so schnell etwas vergleichbares zu finden habe ich den Mietvertrag unterschrieben bevor die Zusage vom Amt kam - dafür war die Zeit leider zu knapp , die Wohnung wäre sofort vergeben worden.

Da ich zurzeit für meine 39m² Wohnung 438€ warm zahle (die voll übernommen werden) dachte ich mir bereits, dass die 400€ warm für die neue Wohnung (54m² , weitaus bessere Lage und Zustand) ebenfalls übernommen werden , es höchstens bei der Doppelmiete bis August Probleme geben wird.

Genau so kam es auch. Die Miete wird nun erst ab September übernommen , in der Zeit muss ich die 400€ monatlich also irgendwie selber aufbringen da ich leider keinen Nachmieter finde momentan.

Verständlicherweise ist dadurch meine finanzielle Situation milde ausgedrückt "schwierig" (Schulden etc. kommen da noch hinzu) und ich muss nun schauen wie ich den Umzug geregelt bekomme.

Um mich etwas besser verstehen zu können muss man wissen, dass selbst die 439/warm für die vorherige 39m² Wohnung recht günstig sind verglichen mit anderen Wohnungen in Düsseldorf , denn bei einer Neuvermietung würde man hier nochmal ca 90€ auf die Miete draufschlagen.

Hätte ich auf den üblichen Immo-seiten nach Angeboten die dem Amt "recht" sind gesucht , hätte ich mich wohl an 30-35m² orientieren müssen .. alles darüber hätte den finanziellen Rahmen gesprengt.

Ein Angebot mit 54m² (laut Mietvertrag , sind aber wohl noch paar Meter mehr) für 400€/warm in ner günstigen Lage (sogar selber Stadtteil) kann man sich eigentlich nicht entgehen lassen auch wenn es zu einigen Problemen kommen wird.

Auf dauer gesehen (ich habe schon vor dort 10-15 Jahre oder sogar länger zu wohnen) war dies meiner Meinung nach einfach die beste Wahl.

Mieterhöhungen wirds dort auch nicht geben , hat der Vermieter noch nie gemacht. Nur bei Neuvermietung schlägt er was drauf (meine Vormieterin hat sogar nur 320/warm bezahlt).




Nun zu meinen Fragen :

Welche Art von Umzugskosten bekomme ich erstattet bzw könnte ich beantragen ? In 2 Räumen müsste z.B. der Bodenbelag erneuert werden , Wände müssen gestrichen werden. Ich brauche eine neue Einbauküche da ich meine alte nicht in die neue Wohnung mitnehmen kann und dort keine vorhanden ist.

Im Mietvertrag steht auch das ich selbst für solche Renovierungsarbeiten (alle 5-7 Jahre je nach Raum) zuständig bin.

Ebenfalls fehlen mir einige grundlegende Möbelstücke wie z.B. Kleiderschrank (den alten kann ich ebenfalls nicht mitnehmen , der ist leider kaputt und würde sich nicht erneut aufbauen lassen) Couch/Sessel/Stühle/Mülltonne/Schreibtisch etc.

Ich habe seitdem ich ALG II bekomme noch nie die Erstaustattung beantragt , habe auch in der Vergangenheit viele Anschaffungen aus eigener Tasche bezahlt (z.B. Kühlschrank,Einbauherd) - während meiner Hilfsbedürftigkeit.

Ist es mir neben den Umzugskosten noch möglich eine Erstaustattung für die Wohnung zu beantragen und wenn ja was könnte ich dort alles beantragen ? Gibt es vielleicht Checklisten die ich einfach abarbeiten könnte ?

Das Problem ist wirklich dass ich viele meiner Möbel garnicht wieder ab und aufbauen kann weil die mittlerweile ziemlich demoliert sind (Kleiderschrank,Küche,Bett zB) - Viele Gegenstände habe ich vor 8 Jahren als ich hier einzog bereits gebraucht übernommen , die sind alle mind 15-30 Jahre alt und haben so langsam ausgedient.

Ich hätte auch die Möglichkeit von der Vormieterin die Couch inkl- der kompletten Einbauküche (ohne elektronik) für 400€ zu übernehmen , was eigtl. ein Super Angebot ist. Lässt das Amt da mit sich reden?

Wie sieht es mit Kleinigkeiten wie Töpfen/Geschirr/Kleidung usw aus , da ist bei mir würde ich behaupten auch weniger als das nötigste vorhanden.

Gibt es vielleicht Vorlagen für Anträge auf Renovierungs und Erstaustattungskosten die ich einfach mit meinen Eckdaten ausfüllen und einreichen kann ?



Ich hoffe die Fragen sind hier im Forum auch richtig aufgehoben und ich bedanke mich schonmal für alle Antworten , gerade könnte ich wirklich etwas Hilfe gebrauchen =)

Mit freundlichen Grüßen

Ninn
 

Caso

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#2
Ich hoffe die Fragen sind hier im Forum auch richtig aufgehoben und ich bedanke mich schonmal für alle Antworten , gerade könnte ich wirklich etwas Hilfe gebrauchen =)
Sorry, du hast einen entscheidenden Fehler gemacht.
Du hast den Mietvertrag ohne Zusicherung des JC unterschrieben.
Jedenfalls schreibst du es so.
Damit hast du dir alles verbaut.
Das JC wird dir lediglich ab 1. 9. die 400,- zahlen.
Keinen Cent mehr.

GAU---so würde ich das bezeichnen.
Leider selbst produziert, denn ganz neu im Hartz 4 bist du nicht...

edit:
achso---das ist natürlich nur meine Meinung.
 

Ninn

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#3
Dass ich den Mietvertrag ohne Zusicherung unterschrieben habe ist richtig , allerdings lag die Miete der neuen Wohnung ja wiegesagt deutlich unter der alten Miete und das ich Notfalls die Doppelmiete übernehmen muss war mir auch bewusst. Mein SB sagte mir dass es dann eigentlich keine Probleme geben sollte und ich die Zusicherung bekommen müsste - welche ich ja nun auch bekommen habe zum 1.09. was hat dies denn genau mit den Umzugskosten zu tun? Eine Zusicherung, dass die Miete übernommen wird habe ich wiegesagt und ich habe ja auch meine Wohnung nicht selbst gekündigt sondern wurde vom Vermieter gekündigt - hätte also definitiv umziehen müssen.
 

Caso

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#4
Dass ich den Mietvertrag ohne Zusicherung unterschrieben habe ist richtig , allerdings lag die Miete der neuen Wohnung ja wiegesagt deutlich unter der alten Miete und das ich Notfalls die Doppelmiete übernehmen muss war mir auch bewusst. Mein SB sagte mir dass es dann eigentlich keine Probleme geben sollte und ich die Zusicherung bekommen müsste - welche ich ja nun auch bekommen habe zum 1.09. was hat dies denn genau mit den Umzugskosten zu tun? Eine Zusicherung, dass die Miete übernommen wird habe ich wiegesagt und ich habe ja auch meine Wohnung nicht selbst gekündigt sondern wurde vom Vermieter gekündigt - hätte also definitiv umziehen müssen.
Ja, dann hat man dir zugesichert, daß man dir ab 1.9. die angemessenen KDU zahlen wird. Also 400,- warm. So hatte ich das auch verstanden.
Aber mehr wird man dir nicht zahlen---absolut nichts.
NUR die 400,- warm ab 1.9.
Wäre die neue Miete höher als 438,- gewesen, hätte man dir nur 438,- bezahlt.

Das JC hat dir wahrscheinlich keine Zusicherung der Kostenübernahme für Umzugskosten geschickt. Weil du noch gar keine beantragt hast---
und wenn du welche beantragst, wird man den Antrag ablehnen, WEIL du ohne Zusicherung der Notwendigkeit des Umzuges *in diese Wohnung* schon den MV unterschrieben hast.

Es gibt nicht nur die eine Zusicherung.
Es gibt mehrere.
Meistens braucht man mehrere. Du hättest mind. 4 benötigt.
Hast leider nur 1 bekommen.

Ja, dir wurde fristgerecht gekündigt.
Ja, wahrscheinlich hättest du bis spätestens 31.8. auch umziehen müssen.
Aber war es nötig, sofort trotz lauter ungeklärter Kostenfragen einen Mietvertrag zu unterschreiben?
Das JC wird behaupten, du hättest auch noch weitersuchen können und bestimmt zum 1.9. eine angemessene Wohnung anmieten können.
Das Gegenteil kannst du nicht beweisen---und da liegt der Hund begraben.
Manche wohnen noch lange nach Ende der K-Frist weiter in der Wohnung. Vermieter erheben Räumungsklage usw.
Aber das ist jetzt bei dir nicht der Fall.
 

Ninn

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#5
Das JC wird behaupten, du hättest auch noch weitersuchen können und bestimmt zum 1.9. eine angemessene Wohnung anmieten können.
Das Gegenteil kannst du nicht beweisen---und da liegt der Hund begraben.
Das Amt weiß selber das dies hier in der Stadt nichtmal eben geht , vorallem nicht zu dem Preis der angemessen ist.
Nichtsdestotrotz , Umzugskosten hätte ich ja in jedem Fall gehabt , ob ich nun zum 01.09,zum 01.06 oder sonstwann umziehen muss.
Die Umzugskosten sind nunmal da und nicht vermeidbar nach einer Kündigung seitens des Vermieters.
Außerdem sagte mir das Amt ja vorher das ich etwas preislich angemessenes suchen soll und hat mir auch ne Liste von Vermietern mitgegeben.
Da war allerdings nichts passendes frei.

Wie sieht es denn mit der Erstausstattung aus ? Die hätte ich ja auch in der alten Wohnung noch beantragen können oder? Habe jedenfalls neben der Regelleistung und KDU noch nie zusätzliches Geld vom Amt beantragt.
 

Caso

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#6
Das Amt weiß selber das dies hier in der Stadt nichtmal eben geht , vorallem nicht zu dem Preis der angemessen ist.
Ich bitte dich. Du hast doch ruckzuck ein Mietangebot bekommen. Sogar günstiger als dein bisheriges.
Nichtsdestotrotz , Umzugskosten hätte ich ja in jedem Fall gehabt , ob ich nun zum 01.09,zum 01.06 oder sonstwann umziehen muss.
Die Umzugskosten sind nunmal da und nicht vermeidbar nach einer Kündigung seitens des Vermieters.
Ja, genau und deswegen werden sie auch auf Antrag und Vorliegen eines angemessenen Mietangebotes zugesichert. Nach Vorliegen eines unterschriebenen Mietvertrages aber wohl nicht.
Wie sieht es denn mit der Erstausstattung aus ? Die hätte ich ja auch in der alten Wohnung noch beantragen können oder? Habe jedenfalls neben der Regelleistung und KDU noch nie zusätzliches Geld vom Amt beantragt.
Eine Erstausstattung in der alten Wohnung?? Für was denn? Für Kaputtes gibts nichts Erstes.
Es gibt Erstausstattung für etwas, was nötig ist und nicht da ist. Ob man schonmal irgendwas vom Amt gekriegt hat, ist egal. Das ist nicht das Kriterium.
Ich schrieb schon, daß du Erstausstattung beantragen kannst.
Es kursieren auch Listen im Netz.
Ganz unten auf dieser Seite findest du evtl. was zu Düsseldorf
Harald Thome - Örtliche Richtlinien

Ist denn die Kündigung wenigstens rechtswirksam?
 

Ninn

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#7
Ich bitte dich. Du hast doch ruckzuck ein Mietangebot bekommen. Sogar günstiger als dein bisheriges.

Ist denn die Kündigung wenigstens rechtswirksam?
Da hatte ich allerdings mehr Glück als Verstand , dass gerade eine bekannte meiner Stiefmutter aus ihrer Wohnung auszieht - das Angebot hätte deshalb auch nie in Zeitungen oder im Netz gestanden , es gab nur durch die Mund zu Mund Propaganda bereits nen dutzend Interessenten , die alle nicht auf eine Zustimmung hätten warten müssen und schneller als ich gewesen wären. Wer sich einwenig mit dem Bau von Sozialen Wohnungen in Düsseldorf beschäftigt weiß , dass die Stadt ihr Budget welches dafür bereitsteht nichtmal antastet , hier wird gezielt versucht Leute mit mehr Geld anzusiedeln und ärmere zu vertreiben.

Warum sollte die Kündigung nicht rechtswirksam sein ? Kam immerhin Fristgerecht und der Vermieter hat Eigenbedarf angemeldet.

Im § 22 SGB II steht allerdings auch - (4) Vor Abschluss eines Vertrages über eine neue Unterkunft soll die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person die Zusicherung des für die Leistungserbringung bisher örtlich zuständigen kommunalen Trägers zur Berücksichtigung der Aufwendungen für die neue Unterkunft einholen. Der kommunale Träger ist zur Zusicherung verpflichtet, wenn der Umzug erforderlich ist und die Aufwendungen für die neue Unterkunft angemessen sind; der für den Ort der neuen Unterkunft örtlich zuständige kommunale Träger ist zu beteiligen.

Da steht eindeutig "soll" und nicht "muss" - in meiner Situation konnte ich es einfach nicht riskieren 4-6 Wochen auf das Amt zu warten.


Das hier habe ich eben auch noch in einer Dienstanweisung für mein Jobcenter gefunden ->
-----
Da die Regelleistung entsprechende Anteile für „Instandhaltung und Reparatur“ vorsieht, ist eine Übernahme im Rahmen der Kosten für die Unterkunft grundsätzlich nicht möglich. Der Bedarf für kleinere Schönheitsrenovierungen oder Kleinreparaturen ist daher aus dem Regelsatz zu decken.
Allerdings kann bei größeren Schönheitsrenovierungen, die mietvertraglich wirksam auf den Mieter übertragen wurden, eine Übernahme als Kosten für Unterkunft und Heizung in Betracht kommen (§ 22 SGB II/§ 35 SGB XII). Hinsichtlich des Bedarfs und des Leistungsumfangs findet die Dienstanweisung 50 Einmalige Bedarfe entsprechende Anwendung.

Ob eine größere oder kleine Schönheitsrenovierung vorliegt, ist einzelfallbezogen, insbesondere mit Blick auf die Wohndauer,Wohnungsgröße,Anzahl und Altersstruktur der in der Wohnung lebenden Personen und Materialbedarf zu entscheiden. Größere Schönheitsrenovierungen sind beispielsweise das Tapezieren oder Anstreichen, das Kalken der Wände und Decken, das Streichen der Fußböden und/oder Heizkörper ein-
schließlich der Heizrohre, das Streichen der Innentüren sowie der Fenster und der Außentüren von innen. Hingegen sind kleinere Schönheitsrenovierungen beispielsweise das Überstreichen und Ausbessern kleinerer Schäden auf Raufasertapete.
----


Tapezieren,Streichen,Wände kalken und 2 neue Böden einbauen wäre bei mir z.B. fällig.
 

Caso

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#8
Da hatte ich allerdings mehr Glück als Verstand , dass gerade eine bekannte meiner Stiefmutter aus ihrer Wohnung auszieht - das Angebot hätte deshalb auch nie in Zeitungen oder im Netz gestanden , es gab nur durch die Mund zu Mund Propaganda bereits nen dutzend Interessenten , die alle nicht auf eine Zustimmung hätten warten müssen und schneller als ich gewesen wären. Wer sich einwenig mit dem Bau von Sozialen Wohnungen in Düsseldorf beschäftigt weiß , dass die Stadt ihr Budget welches dafür bereitsteht nichtmal antastet , hier wird gezielt versucht Leute mit mehr Geld anzusiedeln und ärmere zu vertreiben.
Ja, du hast Glück gehabt und ja, das mit dem Verdrängen ist nicht nur in Ddorf so. Und das ist auch überall große Sch***.
Aber das hat nichts mit deinem nun vorh. Problem der Kostenübernahmen zu tun. Sorry, beim JC interessiert das keine S**, wie das mit deinem Glück und Gentrifizierung und pipapo ist.
Dort halten die sich ans Gesetz, den § 22 SGB II und ihre örtl. KDU-Richtlinie.
Warum sollte die Kündigung nicht rechtswirksam sein ? Kam immerhin Fristgerecht und der Vermieter hat Eigenbedarf angemeldet.
Weißt du, wenn ich dich frage, ob die K. rechtswirksam ist---dann frage ich, weil ICH das gar nicht wissen kann. Warum fragst du dann zurück?
Ob eine Kündigung rechtswirksam ist, hängt von vielen Faktoren ab, die dir zb der Mieterverein beantworten könnte.
ICH leider nicht.
Im § 22 SGB II steht allerdings auch - ...
Da steht eindeutig "soll" und nicht "muss" - in meiner Situation konnte ich es einfach nicht riskieren 4-6 Wochen auf das Amt zu warten.
Ich habe mir gemerkt, die neuen KDU in Höhe von 400,- wurden dir doch quasi zugesichert, oder? Wenn auch nicht schriftlich, oder doch (?), aber sie werden dir gezahlt werden. So oder so. Diese Zusicherung hast du doch!
Genau so kam es auch. Die Miete wird nun erst ab September übernommen
Deine Situation----nochmal sorry, du warst in keiner *Situation*, die ein *Sofort und auch ohne Zusicherung und auch mit Übernahme der Doppelmieten* erkennen läßt.
Das JC wird es einfach nicht so sehen. Das JC sieht keine Not bei dir. Das JC sieht, daß du ab 1.9. dort raus ein mußt.
Das hier habe ich eben auch noch in einer Dienstanweisung für mein Jobcenter gefunden -> ...
Tapezieren,Streichen,Wände kalken und 2 neue Böden einbauen wäre bei mir z.B. fällig.
Was du da als DA zu Rep+Instandhaltung gefunden hast, betrifft nicht die Einzugs-oder Auszugsrenovierung.---Das gilt für die Wohndauer.
Du meinst aber die sog. Einzugs-Renovierung?? Also alles in der neuen Wohnung?
Du ziehst demzufolge in eine unrenovierte Wohnung?
Dein Vormieter oder der Vermieter hat nichts gemacht?
Dann träfe im Falle einer vorherigen Zusicherung durch das JC der Absatz 6 des § 22 SGB II zu.
Beachte das KÖNNEN in diesem Absatz.
Da du aber schon (nicht zugesicherter) Mieter seit fast 4 Wochen bist, wird das JC sich auch da völlig unbeteiligt sehen.

Was den Mietvertrag betrifft: Du hast als Mieter dem Vermieter gegenüber nun die Reno-klausel unterschrieben, die mM nach auch gilt, weil sie nicht starr ist.
Aber das wäre auch wieder von einem Mietrechts-Experten zu prüfen, ob sie gilt oder nicht.
 

Ninn

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#9
J
Ich habe mir gemerkt, die neuen KDU in Höhe von 400,- wurden dir doch quasi zugesichert, oder? Wenn auch nicht schriftlich, oder doch (?)

Was du da als DA zu Rep+Instandhaltung gefunden hast, betrifft nicht die Einzugs-oder Auszugsrenovierung.---Das gilt für die Wohndauer.
Du meinst aber die sog. Einzugs-Renovierung?? Also alles in der neuen Wohnung?
Du ziehst demzufolge in eine unrenovierte Wohnung?
Dein Vormieter oder der Vermieter hat nichts gemacht?

Was den Mietvertrag betrifft: Du hast als Mieter dem Vermieter gegenüber nun die Reno-klausel unterschrieben, die mM nach auch gilt, weil sie nicht starr ist.
Aber das wäre auch wieder von einem Mietrechts-Experten zu prüfen, ob sie gilt oder nicht.

Also meiner Meinung nach gibts bei der Kündigung nichts zu beanstanden wiegesagt , zudem kam sie mir ganz gelegen weil ich ohne diese wohl niemals hier rausgekommen wäre, obwohl das schon länger mein Wunsch ist.
Hab hier leider extremen Schimmelbefall , nachts ständig Lärm im Haus und noch einige andere Störfaktoren.

Die neue KDU wurde mir zugesichert , auch schriftlich.
Die Kaution hätte das Amt auch als Sicherheitsleistung übernommen , da kam ebenfalls ein Bescheid.

Ja , ich meinte die Einzugsrenovierung und ziehe in eine unrenovierte Wohnung wo vieles noch nicht gemacht ist.

In 2 Räumen müsste wiegesagt ein Boden verlegt werden , 2 Räume müssen gestrichen/tapeziert werden, in der Wand sind einige Löcher die zugespachtelt werden müssen und natürlich brauch ich auch einen Elektriker für den Einbau von Elektroherd (Starkstrom) und einigen anderen Dingen wie Lampen etc.
Ich bin handwerklich nun auch überhaupt nicht begabt und versuche schon soviel wie möglich alleine zu machen.
Der Vermieter wird lediglich im Bad einige Kacheln die kaputt sind auswechseln.
 

Caso

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#10
Also meiner Meinung nach gibts bei der Kündigung nichts zu beanstanden wiegesagt , zudem kam sie mir ganz gelegen weil ich ohne diese wohl niemals hier rausgekommen wäre, obwohl das schon länger mein Wunsch ist.
Hab hier leider extremen Schimmelbefall , nachts ständig Lärm im Haus und noch einige andere Störfaktoren.
Naja, ich bin kein Mietrechtsexperte, aber wenn du das beurteilen kannst, daß die Kündigung rechtswirksam ist...dann is ja gut.
Und wenn dein JC die Kündigung auch vorliegen hat und dir ab Sept. die neuen KDU zusichert---dann mag sie wirksam sein.
Dann ist der Eigenbedarf akzeptiert.
Das andere wäre für den Vermieter kein Grund, DIR zu kündigen.

Die neue KDU wurde mir zugesichert , auch schriftlich.
O.K. also ist dieser Punkt erledigt. siehe meinen ersten Beitrag.
Die Kaution hätte das Amt auch als Sicherheitsleistung übernommen , da kam ebenfalls ein Bescheid.
Hätte? oder Hat? Wieso ein Bescheid? Meinst du eine Zusicherung?
Kaution wird als zinsloses Darlehen gewährt---du zahlst dann monatliche Raten zurück, das sind 10% deines maßgebenden Regelbedarfs.
Ja , ich meinte die Einzugsrenovierung und ziehe in eine unrenovierte Wohnung wo vieles noch nicht gemacht ist.
Wieder:
Du hast keine Zusicherung, daß die Renovierungskosten übernommen werden. Aber du hast den Mietvertrag schon unterschrieben. Deswegen wird das JC diese Kosten nicht übernehmen.
Die im JC stehen auf dem (sicher verträumten) Standpunkt, du hättest zum 1.9. ganz sicher noch eine total schön und fertig renovierte Wohnung zu angemessenen KDU anmieten können.
Du hast keinen Gegenbeweis und kannst keine Notsituation nachweisen.

Beantrage doch alles, was deiner Meinung nach nötig ist.
Anträge stellen ist nicht verboten.
Du hast ja auch noch etwas Zeit, mußt zum Glück noch nicht sofort ausziehen.

Ich ahne jetzt jedenfalls, warum die neue Wohnung so preiswert ist.
 

Ninn

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#11
Hätte? oder Hat? Wieso ein Bescheid? Meinst du eine Zusicherung?
Kaution wird als zinsloses Darlehen gewährt---du zahlst dann monatliche Raten zurück, das sind 10% deines maßgebenden Regelbedarfs.

Wieder:
Du hast keine Zusicherung, daß die Renovierungskosten übernommen werden. Aber du hast den Mietvertrag schon unterschrieben. Deswegen wird das JC diese Kosten nicht übernehmen.
Die im JC stehen auf dem (sicher verträumten) Standpunkt, du hättest zum 1.9. ganz sicher noch eine total schön und fertig renovierte Wohnung zu angemessenen KDU anmieten können.
Du hast keinen Gegenbeweis und kannst keine Notsituation nachweisen.

Beantrage doch alles, was deiner Meinung nach nötig ist.
Anträge stellen ist nicht verboten.
Du hast ja auch noch etwas Zeit, mußt zum Glück noch nicht sofort ausziehen.

Ich ahne jetzt jedenfalls, warum die neue Wohnung so preiswert ist.

Ich hab einen Bescheid bekommen, dass die Kaution übernommen wird allerdings als "Sicherheitsleistung"und nicht in Bar , hätte erst mit dem Vermieter reden müssen ob er sich darauf einlässt. Allerdings hatte ich die Kaution bereits gezahlt weil ich garnicht wollte, dass der Vermieter sofort weiß das ich ALG II beziehe , dass kommt meißt nicht so gut an bei denen ... und ist für mich so auch in Ordnung.

Naja ich werd dann aufjedenfall zumindest versuchen Renovierungs/Umzugskosten zu beantragen und auch nen Antrag auf Erstaustattung stellen.

Den Beweis, dass die Wohnung bei weitem nicht einzugsfertig ist liefert sowohl der Mietvertrag (wo ja drinsteht , dass ich renovieren muss) als auch Fotos von der Wohnung die ich dem Antrag beifügen möchte , darauf ist ersichtlich dass die Wohnung so nicht bewohnbar ist und ne Menge gemacht werden müsste.

Natürlich ist die Wohnung etwas preiswerter weil der Vermieter nix macht , dort gibt es auch nie eine Nebenkostenabrechnung (da ist er zu faul für, wird dort nie gemacht) allerdings hat man dadurch halt den Vorteil ,dass die Kosten weit unter dem liegen was man tatsächlich verbraucht. Für Vergleichbare Wohnungen zahlt man hier normalerweise 200-300€ mehr monatlich .. und 300€ würden hier schon locker reichen für das meißte was noch zu tun ist.
 

Ninn

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#12
Jetzt hab ich allerdings nen neues Problem...

Habe vor ner Weile den Weiterbewilligungsantrag abgeschickt und denen auf nem Extra Blatt noch dazugeschrieben , dass dann ab dem 01.09 die geringere Miete fällig wird , für Juli/August aber alles beim alten bestehen bleibt.


Jetzt haben die mir im Bescheid "Bewilligung von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes" allerdings GARKEINE KDU dazugerechnet , nur den Regelbedarf von 399,99 (da ist ne Pauschale für Durchlauferhitzer noch mit drin)
Da haben die doch scheinbar Mist gebaut oder ?

Wie krieg ich dass am schnellsten geregelt, dass ich am Montag das gesamte Geld überwiesen bekomme? Sonst steh ich schonwieder vor nem großen Problem....
 
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