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Reisekosten bei Vorstellungsgespräch wegen zuviel ALG-Bezug abgelehnt

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Esly69

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
6 Jul 2007
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#1
Hallo zusammen,

ich beziehe ALG I und habe eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch (450 km Entfernung) gehabt, für welches ich rechtzeitig einen Zuschuss zu den Reisekosten beantragt habe.

Der Antrag wurde abgelehnt mit der Begründung, dass ich zuviel ALG erhalten würde (ca. 1.200 Euro monatlich).

Eine Bahnfahrkarte Klasse 2 kostet rund 200 Euro (Hin- und Rückreise). Spartarif ist aufgrund der Kurzfristigkeit zum Termin nicht mehr verfügbar gewesen.

Mir ist bekannt, dass all diese Leistungen Kann-Leistungen sind - aber wenn ich zu einem 2. oder gar 3. Gespräch fahren muss, bin ich finanziell am Ende, denn öfter als alle 6 Wochen kann ich mir das nicht leisten, wenn ich die Fahrkosten selbst übernehmen muss. Der potenzielle Arbeitgeber hat übrigens schon im Vorfeld darauf hingewiesen, dass er keine Reisekosten erstattet - ich könnte diese ja bei der Einkommenssteuererklärung ansetzen.... Toll - hilft mir nur im Moment nicht weiter.

Meine Frage: Gibt es wirklich eine Höchstgrenze, ab der diese Kosten nicht mehr übernommen werden?

Wer kann mir da helfen?

Ich danke Euch im Voraus.
Gruß Esly
 
G

Gast1

Gast
#2
Hi Esly69,

Neue Fassung des § 45 SGB III, gültig ab dem 1.1.2009:

§ 45: Förderung aus dem Vermittlungsbudget

(1) Ausbildungsuchende, von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitsuchende und Arbeitslose können aus dem Vermittlungsbudget der Agentur für Arbeit bei der Anbahnung oder Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung gefördert werden, wenn dies für die berufliche Eingliederung notwendig ist. Sie sollen insbesondere bei der Erreichung der in der Eingliederungsvereinbarung festgelegten Eingliederungsziele unterstützt werden. Die Förderung umfasst die Übernahme der angemessenen Kosten, soweit der Arbeitgeber gleichartige Leistungen nicht oder voraussichtlich nicht erbringen wird.

[...]

(3) Die Agentur für Arbeit entscheidet über den Umfang der zu erbringenden Leistungen; sie kann Pauschalen festlegen. Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalt sind ausgeschlossen. Die Förderung aus dem Vermittlungsbudget darf die anderen Leistungen nach diesem Buch nicht aufstocken, ersetzen oder umgehen.
Quelle: http://bundesrecht.juris.de/sgb_3/__45.html

Den letzten Satz finde ich merkwürdig. Das bedeutet doch, dass alle Reisekosten für Bewerbungsgespräche nicht mehr gewährt werden bei Bezug von ALG I? Weil "die anderen Leistungen nach diesem Buch" ja auch das ALG I selbst sind.
 
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