Reinke,einmal Bundestag und zurück

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wolliohne

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Die Linke will die Abgeordnete und frühere Hartz-IV-Empfängerin Elke Reinke aus Sachsen-Anhalt nicht wieder zur Wahl aufstellen - ihr droht erneut die Arbeitslosigkeit
https://www.sueddeutsche.de/politik/606/465198/zoom_0_0/ Personifizierter Protest in den Reihen des Bundestags: Elke Reinke (Die Linke) (Foto: dpa)



Wenn in den vergangenen Jahren im Bundestag über Arbeitslosigkeit und Hartz IV gestritten wurde, dann war eine Abgeordnete der Linkspartei nicht nur erkennbar bei der Sache - sie wusste auch, wovon die Rede ist. Die Abgeordnete Elke Reinke aus Sachsen-Anhalt schaffte 2005 direkt aus der Langzeitarbeitslosigkeit den Sprung ins Parlament.
Der Erfolg der Hartz-IV-Empfängerin war der Linkspartei eine willkommene Sensation. Elke Reinke, gelernte Fernmeldetechnikerin aus Aschersleben, personifizierte geradezu den Protest gegen Sozialkürzungen, der den Linken ihren Wahlerfolg beschert hatte. "Eine wichtige Person für uns" sei sie, bescheinigte ihr damals Klaus Ernst, der Mitbegründer der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG).
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Linken-Abgeordnete Reinke - Einmal Bundestag und zurück - Politik - sueddeutsche.de
 

Woodruff

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Aus der TAZ:

Als ehemalige Betroffene galt sie in der Linksfraktion fortan als die Expertin für alles was mit Hartz IV, Sozialgesetzen und Arbeitsmarktpolitik zu tun hat.

Das habe nicht ausgereicht, heißt es nun aus Kreisen der Linkspartei in Sachsen-Anhalt. "Reine Betroffenheitspolitik", habe sie betrieben. Über ihren Kernbereich hinaus habe sie nur wenig geleistet, wird ihr vorgeworfen. Dies genüge für eine Bundestagsabgeordnete nicht.

Andere hingegen loben ihren "Sachverstand" und ihr "Beharrungsvermögen". Es sei erfrischend, dass sie eben nicht so viel Zeit fürs Strippenziehen verschwendet habe, heißt es in Berliner Kreisen der Linkspartei. Der Landesvorsitzende der Linkspartei in Sachsen-Anhalt selbst wollte sich zu ihrer Personalie nicht äußern. Nur so viel: Dass niemand im Vorstand für sie gestimmt habe, spreche nicht gerade für sie.

Linke sägt ihre Hartz IV-Expertin ab: Bundestag ade - taz.de
 
E

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"[FONT=Arial, Helvetica, sans-serif]Die Partei, die Partei, die hat immer Recht!
Und, Genossen, es bleibe dabei;
Denn wer kämpft für das Recht,
Der hat immer recht."
[/FONT]
[FONT=Arial, Helvetica, sans-serif]
[/FONT][FONT=Arial, Helvetica, sans-serif]So ma[/FONT][FONT=Arial, Helvetica, sans-serif]nch [/FONT][FONT=Arial, Helvetica, sans-serif]alte Melodie scheint in den Köpfen noch fest verankert. [/FONT][FONT=Arial, Helvetica, sans-serif]:icon_pfeiff:
[/FONT]
 
R

Rounddancer

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Nun, dann darf sie nun eben nicht nachlassen,
sie muß sich einen Helferkreis aufbauen, der sie im Vorfeld des Landesparteitages publik macht,- und dann muß sie aktiv werden, muß einfach frech gegen jeden vom Wahlausschuß gesetzten Kandidaten, ob Mann oder Frau, kandidieren. Das macht nicht nur den Parteitag lebendiger, sondern auch demokratischer. Kampfkandidatur ist da angesagt,- und kann sich lohnen. Für Tobias Pflüger hat das ja kürzlich auch geklappt.

Nur nicht die Flinte ins Korn werfen.
 

Arania

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Für einen Pflüger mit schon etablierter Hausmacht mag das gelungen sein, für einen Neuling der keinen Rückhalt hat, auf keinen Fall

Mobbing-Parteitage habe ich genügend erlebt:icon_evil:
 

Drueckebergerin

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Für einen Pflüger mit schon etablierter Hausmacht mag das gelungen sein, für einen Neuling der keinen Rückhalt hat, auf keinen Fall
Mobbing-Parteitage habe ich genügend erlebt:icon_evil:

Ich hatte gerade überlegt, sie daraufhin anzusprechen, aber ich bin ja nicht vor Ort um sie ggf. zu unterstützen....
Hmmm, was könnte man denn machen ?
Die BAG Hartz IV steht zwar hinter ihr, aber es gibt noch keine LAG Sachsen-Anhalt, jedenfalls soweit ich weiß.:confused:
 

Arania

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Wenn die Listenaufstellung durch ist kann man eh nichts mehr machen, da gibt es Fristen einzuhalten
 
E

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Gast
man könnte sich überlegen ob eine sogenannte Professionalisierung überhaupt zielführend ist, wenn man den Anspruch erhebt für normale Menschen sprechen zu wollen.

Ich habe sehr wohl vernommen, dass eine Professionalisierung stattfinden soll, bei uns. Aber es wurde als Frage formuliert. Somit frage ich zurück, ist es nicht genau das, was uns von anderen positiv abheben würde, wenn es eben keine schnelle, oder überhaupt eine Professionalisierung geben würde?

Ist Elke Reinke ein Profi - ja oder nein? Was meint Profi? Rhetorik?

Gruß
Zid
 
R

Rounddancer

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So wie ich das verstanden habe, kommt der Nominierungsparteitag ja erst noch, und bisher liegt da nur eine Liste, die der LV oder ein dafür delegiertes Gremium ausgekungelt hat,- als Vorschlag. Aber erst der Parteitag beschließt dann die Liste definitiv.
Und die Zeiten, wo ein Wahlvorschlag des Vorstands widerstandslos vom Parteitag abgesegnet wird, sollte selbst in Mäc Pom vorbeizusein.
 
E

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Gast
So wie ich das verstanden habe, kommt der Nominierungsparteitag ja erst noch, und bisher liegt da nur eine Liste, die der LV oder ein dafür delegiertes Gremium ausgekungelt hat,- als Vorschlag. Aber erst der Parteitag beschließt dann die Liste definitiv.

Das bei so einem Parteitag meistens nur "linientreue" Delegierten sind, scheinst Du zu vergessen.

Was Papa (Vorstand) sagt, wird gemacht!
 

Arania

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so ist es , kritische Delegierte gibt es erst gar nicht, Wackelkandidaten werden nicht aufgestellt
 
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Harzkreis. Die Harzer Bundestagsabgeordnete Elke Reinke wird für DIE LINKE zu den Bundestagswahlen am 27. September im Wahlkreis 69 Harz in das Rennen um das Direktmandat gehen.

Auf einer Vertreterversammlung setzte sich Elke Reinke am 30. Januar in Halberstadt mit 71 Prozent (24 Stimmen) deutlich gegen ihren Mitbewerber, Halberstadts Kreistagsfraktionschef Carsten Nell durch, der 29 Prozent (10 Stimmen) auf sich vereinen konnte. Die 50-jährige Aschersleberin gehört dem Bundestag seit 2005 an und ist dort Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

"Wir wollen, dass Armut wirksam bekämpf wird, dass jeder Mensch ein selbstbestimmtes Leben führen kann. Wir wollen ein Leben ohne Angst und ohne Demütigungen". Nach dieser Maxime habe sie sich in den letzten vier Jahren im Bundestag für die Menschen des Salzland- und Harzkreises eingesetzt. Danach wolle sie auch künftig handeln.
Harzer LINKE will mit MdB Elke Reinke Harzer Direktmandat gewinnen - Webnews
 
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Sie redet zu schnell, aufgeregt, echauffiert sich - sogar hier bei ihren Leuten. Hier in Aschersleben. Hier auf der Montagsdemo. "Wir wissen alle, was Hartz IV gebracht hat", ruft Elke Reinke ins Mikro. Und das Häufchen Ascherslebener, das zur 159. Montagsdemo auf den Holzmarkt gekommen ist, weiß, was "Elke" meint: leere Taschen, Drangsalierung durch Arbeitsämter, aufgezwungene 1-Euro-Jobs. "Der Mensch wird ausgepresst wie ein Schwamm. Aber so leicht lassen wir uns nicht unterkriegen." Das wird mit Applaus belohnt. Deutlich mehr als für die anderen Redner vor ihr. Vielleicht weil Elke Reinke ein bisschen so etwas wie der Star unter den Ascherslebener Montagsdemonstranten ist. Denn eigentlich gehört sie gar nicht mehr hierher.
Elke Reinke sitzt seit zwei Jahren im Bundestag. 7009 Euro brutto im Monat, sie ist aus ihrer Plattenbauwohnung ausgezogen, hat sich flott gemacht: rot gefärbter Kurzhaarschnitt mit blonden Strähnen. Weiße Bluse über dem roten Top, dazu Jeans und mintgrüne Turnschuhe. Nichts erinnert mehr an Hartz IV. Eine "richtig schicke Frau" sei sie seit ihrem Bundestagseinzug geworden, lobt auch der Linkspartei-Fraktionsvize Bodo Ramelow.


Es war eine faustdicke Überraschung, ein Schock, als klar war, dass Elke Reinke im September 2005 tatsächlich ein Bundestagsmandat gewonnen hatte. Die frisch zusammengepackte Linkspartei hatte bundesweit 8,7 Prozent der Stimmen eingefahren, in Reinkes Bundesland Sachsen-Anhalt sogar satte 25,5 Prozent. Das reichte auch für den Listenplatz 5 des Landesverbands zum Einzug in den Bundestag. Es war Elke Reinkes Platz.
Die Hartz-IV-Person (Axel Troost, MdB Linksfraktion)
 
E

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Gast
Nachtrag zu Axel Troost:

Gesellschafter der BQGB Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH Bremerhaven
Mein Lebenslauf (Axel Troost, MdB Linksfraktion)


BQGB Beschäftigungs- und
Zusatz 1:Qualifizierungs GmbH
Strasse:Deichstr.Hausnummer:29
Land:DPLZ:27568Stadt:BremerhavenTeilort:Mitte
Telefon:



Branchen

Verleih, Vermittlung und Vermietung Dienstleistung / Personalvermietungsunternehmen / Zeitarbeits- und Personalleasingunternehmen / Betriebe, Dienstleistungsunternehmen und Organisationen / Beschäftigungsgesellschaften
BQGB Beschäftigungs- und 27568 Bremerhaven in YellowMap - Branchenbuch und Stadtplan - Alles in Ihrer Nähe!

jo, sehr sozial!
 
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Gast
wollen wir uns eigentlich mal angewöhnen nur höchstens 2 mal nacheinander zu posten um den anderen auch noch Raum zu geben. Wäre ein Vorschlag, den ich gut finde. Wer Bock drauf hat, kann sich ja evtl. dran halten.

ansonsten muss ich sagen ist Sanchos äh, moment, vorletzter post das was ich meine. Professionalisierung.
 

Drueckebergerin

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Zur Info :
Von: BAG-HartzIV
Datum: 17.04.2009 16:22:46
An: Verborgene_Empfaenger:,
Betreff: Presseerklärung zu Elke Reinke

Liebe Genossinnen und Genossen,
liebe Mitstreiter/innen,

passend zum weichgespülten 1. Programmentwurf hat der LaVo von Sachsen-Anhalt sich entschieden, unser SprecherInnenratmitglied Elke Reinke nicht auf einen sicheren Listenplatz vorzuschlagen.
Wir haben dazu heute folgende Presseerklärung abgegeben:

Presseerklärung der BAG Hartz IV DIE LINKE.
17.04.2009, Eva Bernardi, Sprecherin und Werner Schulten, Sprecher

Sozial Benachteiligte in Sachsen-Anhalt sollen ihre Stimme im Bundestag verlieren

Beim Einzug in den Bundestag wurde die Abgeordnete Elke Reinke nahezu zum TV-Star hochstilisiert.
2005 zog die LINKE mit dem Wahlprogramm „Für eine neue soziale Idee“ in Fraktionsstärke in den Bundestag ein. Da kam Elke Reinke als Hartz IV-Bezieherin gerade recht. War der Erfolg der Partei doch unmittelbar der Themensetzung „Hartz IV muss weg!“ gedankt.

Heute, vier Jahre später, setzen Teile in unserer Partei auf andere, koalitionsfähige Themen.
Die Partei hat es in den letzten vier Jahren versäumt, die angekündigte neue soziale Idee mit Leben zu füllen.
So steht der umstrittene Programmentwurf für die Bundestagswahl 2009 unter dem Titel „Konsequent sozial.Demokratisch.Friedlich“.
Das Thema Grundsicherung wird auf ganzen 2 % des Entwurfs abgehandelt, die Ausführungen zum Thema „Digitale Kommunikation“ sind sogar zwei Zeilen
länger als das ursprüngliche Kernthema der LINKEN.

Da passt eine ehemalige Hartz IV – Bezieherin nicht mehr ins Bild. Laut Elke Reinke habe ihr der Landesvorsitzende Matthias Höhn vorgeworfen, sie betreibe vorwiegend „Betroffenheitspolitik“.
Für die BAG Hartz IV ist nicht nachvollziehbar, dass ihr ausgerechnet vorgeworfen wird, die Interessen von Betroffenen zu vertreten und der Landesvorstand Sachsen-Anhalt sich einstimmig gegen einen
sicheren Listenplatz für Elke Reinke ausgesprochen hat.

Wir hoffen, dass die Basis im Landesverband Sachsen-Anhalt am 25. April der Meinung ist, dass angesichts der hohen Zahl an Hartz IV-Beziehern im Land diese Menschen auch eine Vertreterin ihrer Interessen im Bundestag brauchen und anders entscheidet.

Noch ist Zeit, mit einem geänderten Wahlprogramm eine echte Alternative zum herrschenden kapitalistischen System anzubieten und mit der Aufstellung von KandidatInnen wie Elke Reinke Vertreter/innen in den Wahlkampf zu schicken, welche die Interessen der vom derzeitigen System Benachteiligten vertreten.

V. i. S. d. P.: Werner Schulten, Bundessprecher BAG Hartz IV, c/o LinksTreff, Malplaquetstr. 12
13347 Berlin, Tel. 030-28705751 oder 0171-7592964, email: BAG-HartzIV@linkstreff. de
 
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Gast
Zur Info :
Von: BAG-HartzIV
Datum: 17.04.2009 16:22:46
An: Verborgene_Empfaenger:,
Betreff: Presseerklärung zu Elke Reinke

Liebe Genossinnen und Genossen,
liebe Mitstreiter/innen,

passend zum weichgespülten 1. Programmentwurf hat der LaVo von Sachsen-Anhalt sich entschieden, unser SprecherInnenratmitglied Elke Reinke nicht auf einen sicheren Listenplatz vorzuschlagen.
Wir haben dazu heute folgende Presseerklärung abgegeben:

Presseerklärung der BAG Hartz IV DIE LINKE.
17.04.2009, Eva Bernardi, Sprecherin und Werner Schulten, Sprecher

Sozial Benachteiligte in Sachsen-Anhalt sollen ihre Stimme im Bundestag verlieren

Beim Einzug in den Bundestag wurde die Abgeordnete Elke Reinke nahezu zum TV-Star hochstilisiert.
2005 zog die LINKE mit dem Wahlprogramm „Für eine neue soziale Idee“ in Fraktionsstärke in den Bundestag ein. Da kam Elke Reinke als Hartz IV-Bezieherin gerade recht. War der Erfolg der Partei doch unmittelbar der Themensetzung „Hartz IV muss weg!“ gedankt.

Heute, vier Jahre später, setzen Teile in unserer Partei auf andere, koalitionsfähige Themen.
Die Partei hat es in den letzten vier Jahren versäumt, die angekündigte neue soziale Idee mit Leben zu füllen.
So steht der umstrittene Programmentwurf für die Bundestagswahl 2009 unter dem Titel „Konsequent sozial.Demokratisch.Friedlich“.
Das Thema Grundsicherung wird auf ganzen 2 % des Entwurfs abgehandelt, die Ausführungen zum Thema „Digitale Kommunikation“ sind sogar zwei Zeilen
länger als das ursprüngliche Kernthema der LINKEN.

Da passt eine ehemalige Hartz IV – Bezieherin nicht mehr ins Bild. Laut Elke Reinke habe ihr der Landesvorsitzende Matthias Höhn vorgeworfen, sie betreibe vorwiegend „Betroffenheitspolitik“.
Für die BAG Hartz IV ist nicht nachvollziehbar, dass ihr ausgerechnet vorgeworfen wird, die Interessen von Betroffenen zu vertreten und der Landesvorstand Sachsen-Anhalt sich einstimmig gegen einen
sicheren Listenplatz für Elke Reinke ausgesprochen hat.

Wir hoffen, dass die Basis im Landesverband Sachsen-Anhalt am 25. April der Meinung ist, dass angesichts der hohen Zahl an Hartz IV-Beziehern im Land diese Menschen auch eine Vertreterin ihrer Interessen im Bundestag brauchen und anders entscheidet.

Noch ist Zeit, mit einem geänderten Wahlprogramm eine echte Alternative zum herrschenden kapitalistischen System anzubieten und mit der Aufstellung von KandidatInnen wie Elke Reinke Vertreter/innen in den Wahlkampf zu schicken, welche die Interessen der vom derzeitigen System Benachteiligten vertreten.

V. i. S. d. P.: Werner Schulten, Bundessprecher BAG Hartz IV, c/o LinksTreff, Malplaquetstr. 12
13347 Berlin, Tel. 030-28705751 oder 0171-7592964, email: BAG-HartzIV@linkstreff. de

und nun erst recht nochmal die Bemerkung.

Warum wird sich nur für eine Hartzi eingesetzt und nicht soviel Druck gemacht, das auf allen Landeslisten zumindest ein Vertreter der "prekarisierten" steht? Weil durch die BAG/LAGs kein Druck entsteht?
 

Drueckebergerin

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Weil sich zu wenige fähige zur Verfügung stellen?
Weil es sich zuwenige, die fähig wären, auch zutrauen?
Weil wir keine Quoten-Hartzis wollen?
Weil wir noch nicht genug sind um richtig Druck auszuüben?:icon_kinn:
 
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Gast
Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 01.03.2008

Berliner Linke will bürgerlich werden

Die Berliner Linken wollen weg von ihrem Image als Partei der Armen und Benachteiligten. Schon zu Beginn ihrer Fraktionsklausur gab es eine indirekte Kampfansage an Oskar Lafontaine.

Schon zu Beginn der Fraktionsklausur der Linken im brandenburgischen Templin zeichnete sich am Freitag ab, dass die Partei jetzt verstärkt das Milieu von SPD und Grünen ins Visier nehmen will – Konflikte mit dem eigenen Parteivorsitzenden Oskar Lafontaine inklusive, und notfalls auch mit dem Koalitionspartner.

„Jedem Kind die besten Chancen – Strategien gegen Armut in Berlin“, heißt das Motto der zweitägigen Beratungen, zu denen die Linken Gäste vom Paritätischen Wohlfahrtsverband und von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft eingeladen haben. Die Fraktionsvorsitzende Carola Bluhm hält sich bei ihrer Eröffnungsrede an dieses Thema, spricht von Projekten wie dem Schulessen für 23 Euro im Monat, den aktuell 1, 5 Millionen Euro zusätzlich für kulturelle Bildung an Kitas, Schulen und Freizeiteinrichtungen, von öffentlich geförderter Beschäftigung sowie vom geplanten Sozialpass.

Während Bluhm die übermäßige Profilierung auf Kosten der SPD vermeidet, ist es ausgerechnet der grundsolide Wirtschaftssenator Harald Wolf, der seine Parteifreunde angesichts der jüngsten Landtagswahlerfolge beschwört: „Völlig neue Herausforderungen“ würden sich nun für die frisch Gewählten ergeben, „da wird der reine Gestus der Opposition und des Widerstandes nicht ausreichen.“ Das ist der Lafontaine-Gestus, auch wenn er hier nicht so genannt wird. Den eigenen Fraktionskollegen gibt Wolf auf den Weg: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht die Partei der Arbeitslosen und der Hartz-IV-Empfänger werden.“

Der Sozialpass, der noch auf dieser zweitägigen Klausur in der Brandenburger Provinz beschlossen werden soll, sei notwendig, aber er helfe nur jenen, die von Transferleistungen leben. „Bezieher von Niedrigeinkommen haben von all diesen Vergünstigungen nichts.“ Und an die müsse sich die Linke wenden: Leute, die hart für ihr Geld arbeiten; die klassische „Schicht der Facharbeiter“. Die Innenpolitikerin Marion Seelig erweitert die Zielgruppe noch: Die Linke müsse sich „ein zweites Standbein erschließen“, nämlich die innerstädtische Mittelschicht, um die man sich bisher schlicht nicht kümmere.

Harald Wolfs Bruder Udo, stellvertretender Landesparteichef, nimmt eine weitere Front ins Visier: Das wachsende Selbstbewusstsein der Linken werde zu Konflikten mit der SPD führen, sagt er und spricht von der Diskrepanz zwischen „Alleinstellungsmerkmalen“ und gemeinsamen rot-roten Projekten. Man müsse nur abwägen, welche Themen Zoff wert sind und welche nicht. Als schlechtes Beispiel nennt er die Zitterpartie ums Polizeigesetz. Eine „hausgemachte Niederlage“ sei das Resultat des innerparteilichen Streits gewesen, bei dem es letztlich nur um Marginalien ging. Alleinstellung also nicht um jeden Preis.

Ich glaube nicht an Märchen.
 

Archibald

Super-Moderation
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8 August 2008
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Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 01.03.2008

Ich glaube nicht an Märchen.

Ich auch nicht, deshalb weiß ich dass DIE LINKE mit so etwas
Den eigenen Fraktionskollegen gibt Wolf auf den Weg: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht die Partei der Arbeitslosen und der Hartz-IV-Empfänger werden.“
keinen Blumentopf gewinnen wird, im Gegenteil.

LG ArchiBALD
 
E

ExitUser

Gast
Ich auch nicht, deshalb weiß ich dass DIE LINKE mit so etwas

... „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht die Partei der Arbeitslosen und der Hartz-IV-Empfänger werden.“
keinen Blumentopf gewinnen wird, im Gegenteil...

Dann sollten wir dafür sorgen, die Leute daran zu erinnern, dass sich die Linken einen Dreck um Arbeitslose scheren, denn

...Die Linke müsse sich „ein zweites Standbein erschließen“, nämlich die innerstädtische Mittelschicht, um die man sich bisher schlicht nicht kümmere.

Berliner Linke will bürgerlich werden

Aktueller denn je.
 
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Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

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