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"Reichtum" - wie am besten anlegen?

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Odour

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#1
Hallo allerseits,

ich bekomme seit über 2 Jahren ALG II (und lese schon fast ebenso lange hier in diesem tollen Forum mit - hab dadurch schon viel Interessantes erfahren, danke dafür!). Nun habe ich schon seit Ewigkeiten einen Bausparvertrag laufen, monatlich zahle ich 40 € ein (bin halt sparsam). In 2 Monaten steht mein nächster Hartz-4-Verlängerungs-Antrag an. Soeben musste ich feststellen, dass ich (durch diese Rechtsänderung bezüglich geschütztes Vermögen) plötzlich knapp über der Vermögensgrenze (in meinem Fall 5.000 €) liege. Ich muss den Bausparvertrag also jetzt wohl auflösen und das Geld als Hartz-4-sichere Altersvorsorge anlegen.

Vielleicht hat jemand damit schon Erfahrungen gemacht. Wie lege ich das Geld nun am besten an? Riester-Rente, private Lebensversicherung oder was gibt es da sonst noch für Möglichkeiten?

Und spielt das Jobcenter problemlos mit, wenn ich die 5.000 € einfach neu anlege, anstatt sie zu verbrauchen?

(Die Moneten unter´s Kopfkissen legen und dem Jobcenter verschweigen kommt für mich übrigens nicht wirklich in Frage, ich möchte lieber 'ehrlich' bleiben.)

Ich hoffe, dass mir bei meinem 'Luxusproblem' jemand helfen kann, schon mal danke im Voraus.
 

Arania

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#2
das Luxusproblem besteht darin das jeder Geldzufluss während des ALG II Bezugs Vermögen ist das angerechnet wird, ob der Bausparvertrag - falls angegeben beim Antrag auf ALG II- unter das Schonvermögen fällt wird wahrscheinlich jemand anders besser ausrechnen können als ich
 

Odour

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#4
das Luxusproblem besteht darin das jeder Geldzufluss während des ALG II Bezugs Vermögen ist das angerechnet wird
Naja, das Geld fließt mir ja nicht wirklich zu. Es war schon immer da (und das Jobcenter wusste Bescheid). Das Geld wandert halt nur vom Bausparvertrag in eine andere Geldanlage. Ich will mal hoffen, dass das somit nicht offiziell als Zufluss gilt?
 

Borgi

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#5
Wenn du das Geld anlegen möchtest gibt es für mich nur eine Möglichkeit, und somit mein bester Tipp:

Kauf dir Bundesschatzbriefe:
- Es gibt sehr gute Zinsen
- Du legst selber die Anlagedauer fest
- erst am Ende wird ausgezahlt
- du hilfst dem Staat

Schau einfach mal unter www.deutsche-finanzagentur.de nach.
Du kannst dich aber auch bei der Landeszentralbank danach erkundigen.
 
E

ExitUser

Gast
#6
Wenn du das Geld anlegen möchtest gibt es für mich nur eine Möglichkeit, und somit mein bester Tipp:

Kauf dir Bundesschatzbriefe:
- Es gibt sehr gute Zinsen
- Du legst selber die Anlagedauer fest
- erst am Ende wird ausgezahlt
- du hilfst dem Staat

Schau einfach mal unter www.deutsche-finanzagentur.de nach.
Du kannst dich aber auch bei der Landeszentralbank danach erkundigen.
Da bin ich ganz anderer Meinung: Ich glaube, dass wir in naher Zukunft (ich lege mich auf keinen Zeitpunkt fest) riesige Staatspleiten, den Zerfall der EU und eine riesige Bankenpleite erleben werden. In USA begann die Lawine schon zu rollen, wie lange dauert es, bis es den Rest der Welt ergreift?

Ich persönlich würde Rohstoffe kaufen, in natura, und keiner Bank vertrauen. In Spanien beginnt auch der Preis der Häuser drastisch zu fallen. In Frankreich langsam auch. Die können all das, was sie gebaut haben, nicht mehr verkaufen. Da kommt auch noch eine Lawine ins Rollen. Da werden wir die Häuser auch bald für einen Appel und ein Ei kaufen können. All diese Dinge sind inflationssicher und es kann sie dir keiner nehmen.
 

eAlex79

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#7
Ich sehe dass exakt so wie Rotkäppchen und schliesse mich dem uneingeschränkt an. Keiner weiss wie lange, aber passieren wird etwas, ganz sicher. Die Statistiken und Prognosen für den Zustand der westlichen Industrieländer sind schon umfassendst "geschönt". (Habe aber keine Links bei der Hand sorry, ist ne Weile her dass ich mich damit befasst habe).

Lege Dein Geld, wenn Du es denn behalten darfst lol, an in etwas dass Finanz- und Weltwirtschaftskrisen übersteht.

x
x Alex.
x
 

Blackdragon

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#8
Naja, das Geld fließt mir ja nicht wirklich zu. Es war schon immer da (und das Jobcenter wusste Bescheid). Das Geld wandert halt nur vom Bausparvertrag in eine andere Geldanlage. Ich will mal hoffen, dass das somit nicht offiziell als Zufluss gilt?
Es gilt nicht als Zufluss; Du bekommst eine 2-monatige Frist um das Geld Hartz-IV-sicher anzulegen. "Bundesschätzchen" sind dazu allerdings völlig ungeeignet.
 

ethos07

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#9
Hallo allerseits,
Und spielt das Jobcenter problemlos mit, wenn ich die 5.000 € einfach neu anlege, anstatt sie zu verbrauchen?
.
also m.W. ist das hochstrittig.
Denn streng genommen, müsstest du doch nach Auflösung ja alles was über deiner Vermögensfreigrenze liegt verbrauchen. Und nur das was innerhalb Deiner Freigrenze liegt, könntest du wieder neu anlegen.

@ blackdragon: bitte nenne eine Quelle für deine Info


@ borgi, Rotkäppchen, eAlex79: Was ratet ihr denn einem alg-ii-bezieher zu stinknormalen Vermögensanlagen?! gut - innerhalb der Vermögensfreigrenze wäre dies ev. machbar. Doch sobald Zinsen fließen, hätte Oudur damit wieder das aktuelle Problem über die Freigrenze zu stolpern.... Daher war die Frage von Odour auf eine mögliche hartzsichere Anlage gerichtet... was aber m.W. aus dem akutellen ALG-II-Bezug heraus auch nicht geht....

Odour ich würde mit deiner Frage auf jeden Fall noch einen guten Sozialrechtler fragen.
Gruß,
ethos07
 

Odour

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#10
Dankeschön für die zahlreichen Antworten bisher.

Also im Prinzip muss ich das Geld sicherlich so anlegen, dass ich bis zum Eintritt des Rentenalters nicht darauf zugreifen kann.
Bisher hab ich da nur die Riester-Rente und die "Kapital bildende Lebensversicherung" gefunden. Welche Variante ist da besser?
Die Idee mit den Bundesschatzbriefen war eigentlich auch sehr gut, denn es gibt da auch welche mit einer Laufzeit von über 30 Jahren. Der Haken ist aber, dass man die auf Wunsch auch vorher auflösen kann.

Das mit der 2-monatigen Frist zum Wechsel der Anlageform würde mich auch interessieren. Wo steht das? Damit wäre dann ja das Problem mit der kurzfristigen Überschreitung der Freigrenze gelöst.
 
E

ExitUser

Gast
#11
also m.W. ist das hochstrittig.
Denn streng genommen, müsstest du doch nach Auflösung ja alles was über deiner Vermögensfreigrenze liegt verbrauchen. Und nur das was innerhalb Deiner Freigrenze liegt, könntest du wieder neu anlegen.

@ blackdragon: bitte nenne eine Quelle für deine Info


@ borgi, Rotkäppchen, eAlex79: Was ratet ihr denn einem alg-ii-bezieher zu stinknormalen Vermögensanlagen?! gut - innerhalb der Vermögensfreigrenze wäre dies ev. machbar. Doch sobald Zinsen fließen, hätte Oudur damit wieder das aktuelle Problem über die Freigrenze zu stolpern.... Daher war die Frage von Odour auf eine mögliche hartzsichere Anlage gerichtet... was aber m.W. aus dem akutellen ALG-II-Bezug heraus auch nicht geht....

Odour ich würde mit deiner Frage auf jeden Fall noch einen guten Sozialrechtler fragen.
Gruß,
ethos07
Ich rate zu etwas physischem: Wenn er das Geld nicht in die Matratze einnähen möchte, dann würde ich es in etwas z.Z. Nützlichem ausgeben: Neuer Fernseher, neue Waschmaschine, neues Auto. Ansonsten würde ich raten, ein wenig physisches Gold, Silber oder Platin zu kaufen (entweder im Internet oder auf der Bank, das wird nicht registriert). Am besten ist immer etwas auf verschiedene Anlagen streuen.
 

Blackdragon

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#12
Auszug aus PDF(Seite 6):
2.5 Übergangsregelungen zu den Änderungen nach dem
Fortentwicklungsgesetz (FEG)

Das FEG enthält keine Übergangsregelungen zur Änderung der
Freibeträge nach Absatz 2 Nr. 1 (Grundfreibetrag) und Nr. 3 (Frei-
betrag zur Altersvorsorge).
Eine Prüfung der Vermögensverhältnisse ist erst anlässlich der Be-
arbeitung des Weiterbewilligungsantrages vorzunehmen. Liegt das
Vermögen nach Absatz 2 Nr. 1 unter dem bisherigen, aber über
dem nunmehr maßgeblichen, Freibetrag, so ist dem Hilfebedürfti-
gen die Möglichkeit einzuräumen, innerhalb einer Frist von zwei
Monaten zu erklären, dass er übersteigende Vermögensteile seiner
Alterssicherung zuführen wird. Die Vertragsänderung ist nachzu-
weisen.
Die Überlegungsfrist von zwei Monaten gilt auch für Personen, die
erstmals ab dem 1. August 2006 einen Antrag auf Grundsiche-
rungsleistungen stellen und deren Vermögen den Vermögensfreibe-
trag übersteigt.


Auf die Verfahrensinformation vom 18.7.2006 AZ: II- 1406/ II-
1106.2/ II-5223 wird verwiesen.
Quelle: http://www.tacheles-sozialhilfe.de/aktuelles/ALG_II/SGB_II_Durchfuehrungshinweise_Inhalt.aspx
(§ 12 SGB II / Zu berücksichtigendes Vermögen)
 

wolliohne

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#13
Voila,alles andere sind Peanats

Investmentclubs boomen
Informationen aus dem Beitrag von Felix Lincke


Eine alte Idee wieder beleben: Investmentclubs nach amerikanischem Vorbild
1898 gründete der texanische Farmer Jack Brooks in den USA den ersten Investmentclub. Die Idee dahinter war, dass man gemeinsam mehr Kapital aufbringt und bessere Vorschläge zusammenkommen, wie man sein Geld anlegt.

1963 importierte die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz DSW die Idee nach Deutschland. Seitdem ist die Schutzvereinigung zugleich Dachverband der Investmentclubs, die sich mit Fragen kostenlos an sie wenden können.

http://www.wdr.de/radio/wdr2/quintessenz/380730.phtml
 
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