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Reicht das Einkommen aus meiner Teilzeitstelle aus, um Wohngeld zu beantragen oder muß ich mit ALG2 aufstocken?

Gollum1964

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#1
moin moin,

ich habe gestern infolge einer Bewerbung und eines Vorstellungsgespräches (kein VV vom Jobcenter!) eine positive Rückmeldung bekommen, d.h. ich könnte beim Arbeitgeber am 16.4. starten. Aufgabengebiet und auch Entfernung zum Arbeitgeber (<2 km) sind ok. Vertrag soll bis 10.4. beim potentiellen Arbeitgeber abgegeben werden.
Der Pferdefuß ist aber, das es sich um eine Halbtagsstelle handelt (25 Std./ Woche) und ich bei mittleren Lohn wohl noch im Dunstkreis der Aufstockung bin. Wenn ich ablehne, sehe ich für mich persönlich allerdings so langsam alle Felle davonschwimmen (Alter: 54 und ich bin nun schon seit 3 Jahren durchgängig arbeitslos). Als Alternative sehe ich mich dann für die nächsten 13 Jahre der JC-Willkür (Maßnahmen und AGH schon mündlich angedroht) ausgesetzt, bevor man mich dann in die Armutsrente entläßt.
Für mich persönlich ist es aber wichtig, das ich bei Arbeitsaufnahme kein JC mehr als Kunde betreten möchte (Beistand weiterhin). Ich habe gehört, das man statt Aufstockung beim Jobcenter ggf. auch Anrecht auf Wohngeld hätte, konnte allerdings nirgendwo finden, wie hoch der Verdienst sein muß, um nicht vom Wohngeldamt wieder direkt an das Jobcenter verwiesen zu werden.
Das das Wohngeldamt weniger aufstockt als das Jobcenter, habe ich schon gehört, aber ich verzichte lieber auf ein paar EUR und nehme einen Termin beim Wohngeldamt im Jahr wahr als jeden Monat einmal zum SB und einmal zur Leistungsabteilung beim JC rennen zu müssen, ohne sicher zu sein, das ich den Rest meiner Freizeit in irgendeiner Maßnahme sitze.
Ich würde netto um die 1000 EUR verdienen und damit ca. 160 EUR mehr als ich derzeit an ALG2 bekomme. Das müßte doch eigentlich reichen, um nicht wieder an das Jobcenter verwiesen zu werden, oder nicht???
 

Hartzeola

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#2
AW: Wohngeld oder Aufstockung ALG2?

Ich würde netto um die 1000 EUR verdienen und damit ca. 160 EUR mehr als ich derzeit an ALG2 bekomme, verdienen.
Von ca.1200€ brutto hast du 300€ Freibetrag, dir stehen also noch 140€ ALG II zu.

Die Höhe des Wohngeldes kannst du mit einem Wohngeldrechner ausrechnen. Sollte dein Anspruch mindestest 140€ betragen, musst das Wohngeld als vorrangige Leistung beantragen.

Bei einem niedrigeren Anspruch kannst du entweder ALG II weiter beziehen oder auf Differenz verzichten.
 

Makale

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#3
AW: Wohngeld oder Aufstockung ALG2?

Wenn dein Bedarf ca. 840 € beträgt und du zukünftig ca. 1000 € netto verdienst, dann würdest du voraussichtlich ohnehin auf ergänzendes Wohngeld verwiesen werden (§ 12a SGB II) bzw. das Jobcenter würde ggf. einen Antrag stellen (§ 5 Abs. 3 SGB II), falls du dich quer stellst. Auf Wohngeld.org findest du zB hinreichende Infos rund ums Wohngeld.

Davon abgesehen fallen die Jobcenter eher weniger über bereits "integrierte Teilzeit-Aufstocker" her. Dieser Personenkreis kostet dem Steuerzahler vergleichsweise wenig monatlich. Ungewollte Maßnahmen sind schwer durchsetzbar, auch weil dieser Personenkreis regelmäßig weniger erpressbar ist. So wäre es auch bei dir. Dein momentaner monatlicher Grundbedarf wäre gedeckt. Dafür gehst du arbeiten. Würdest du dir also irgendwas entgegen deinen Willen vorschreiben lassen? Ich denke mal sicherlich nicht. Das einzige Druckmittel würde nicht fruchten, selbst wenn der Aufstockungsbetrag wegfällt.
 
E

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Gast
#4
AW: Wohngeld oder Aufstockung ALG2?

Das müßte doch eigentlich reichen, um nicht wieder an das Jobcenter verwiesen zu werden, oder nicht???
Hallo Gollum!

Leider wohl kaum. Kannst du ja selbst durchrechnen, indem du einen Wohngeldrechner und einen Alg-II-Rechner bedienst.

Für Wohngeld ist dieser Verdienst schon recht hoch, so dass der Mietzuschuss beim Alg-II deutlich höher ausfallen wird. Leider hast du hier m.W. keine Wahl, wenn dein persönlicher Bedarf nicht über Wohngeld zu decken ist.

Bei mir ist die Konstellation ähnlich und es wurmt mich auch, dass ich nicht vom JC wegkomme, aber et is wie et is, wie man so schön sagt. Auf das Geld würde ich auch nicht verzichten wollen. Weiterer "Vorteil" beim Alg-II ist, dass du Neben- und Heizkostenforderungen sowie Werbungskosten absetzen kannst.

Wer weiß, vielleicht kannst du ja nach einiger Zeit auf 30 h oder mehr aufstocken und damit dürftest du dann das JC los sein.

Gruß

dann würdest du voraussichtlich ohnehin auf ergänzendes Wohngeld verwiesen werden
Das war bei mir nie der Fall und würde auch kaum Sinn machen. Die JC werden selbst Erfahrungswerte haben, wann sich das lohnt oder es sogar nachrechnen.
 

Gollum1964

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#5
AW: Wohngeld oder Aufstockung ALG2?

Das war bei mir nie der Fall und würde auch kaum Sinn machen. Die JC werden selbst Erfahrungswerte haben, wann sich das lohnt oder es sogar nachrechnen.
Hallo Ulenspiegel,

ich empfinde das eher als unlogisch.
Ich weiß von 450 EUR-Jobbern, die ohnehin nicht vom JC wegkommen und vom Wohngeldamt weggeschickt wurden.
Würde man dann über eine bestimmte höhere Einkommensgrenze kommen, hätte man nach deinen Ausführungen irgendwann wieder die Wahl zwischen ergänzendes Wohngeld oder ALG2-Aufstockung.
Falls man noch höher verdient (wie bei mir), aber noch in der Aufstockerzone ist, ist man wieder allein auf ALG2-Aufstockung angewiesen????? Daraus werde ich nicht klug.

Ich möchte im Falle der Arbeitsaufnahme, die mich finanziell nur geringfügig über das ALG2-Niveau schiebt, zumindest das JC von der Hacke haben. ich habe keine Lust mehr auf diese monatlichen Datings im Rahmen der Intensivbetreuung (>1 Std. pro Termin). Und wahrscheinlich müßte ich darüber hinaus noch monatlich meine Kontoauszüge in der Leistungsabteilung abgeben.

Ich werde wohl montag direkt zum Wohngeldamt gehen und mir das ausrechnen lassen.

P.S.: Der Tip mit Wohngeld.org ist prima.
Ich habe meine Daten eingegeben und komme noch auf ca. 40 EUR Wohngeldanspruch pro Monat.
 
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Wholesaler

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#6
AW: Wohngeld oder Aufstockung ALG2?

Ich würde netto um die 1000 EUR verdienen und damit ca. 160 EUR mehr als ich derzeit an ALG2 bekomme. Das müßte doch eigentlich reichen, um nicht wieder an das Jobcenter verwiesen zu werden, oder nicht???
Du hast oft geschrieben, dass für dich die Frage entscheidend ist, ob du bei einer neuen Stelle so viel verdienst, dass Jobcenter-Besuche der Vergangenheit angehören. Wenn du nur 160 EUR mehr als Hartz4 bekommst, wirst du aufstocken müssen. Aufstocker sollen meines Wissens aber nicht so drangsaliert werden wie ALG2-Vollbezieher. Sinnlose Maßnahmen hättest du voraussichtlich nicht zu befürchten.
 

Gollum1964

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#7
AW: Wohngeld oder Aufstockung ALG2?

Du hast oft geschrieben, dass für dich die Frage entscheidend ist, ob du bei einer neuen Stelle so viel verdienst, dass Jobcenter-Besuche der Vergangenheit angehören.
Hallo Wholesaler,

deshalb frage ich ja, ob das Wohngeldamt eine Alternative ist?
Nachdem ich den Wohngeldrechner befragt habe, hat er mir einen positiven Betrag (41 EUR) ausgespuckt.
Der ist zwar weniger als eine Aufstockung beim Jobcenter, aber die Ruhe vor dem Jobcenter ist mir der Verzicht auf ein paar EUR wert.
Es geht mir auch um das Prinzip. Ich möchte als Aufstocker nicht mehr den Arbeitsplatz meiner SB sichern, dann eher der Wohngeld-SB, wo ich nur noch einmal im Jahr aufschlagen muß.
 

Frank71

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#8
AW: Wohngeld oder Aufstockung ALG2?

@Gollum1964...

Glückwunsch zu dem neuen Job.
 

Wholesaler

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#9
AW: Wohngeld oder Aufstockung ALG2?

@Gollum1964: Dass du Anspruch auf Wohngeld hast, ist aber hundertprozentig sicher, oder? Kannst du dir nicht noch einen Minijob suchen, wenn du mit dem Verdienst der neuen Stelle nicht auskommst?
 

Curt The Cat

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#10
Moinsen Gollum1964 ...!

Ich war mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
[FONT=Arial,Wide Latin]11. Themen/Threads erstellen
[/FONT]
[FONT=Arial,Wide Latin]Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder [/FONT]Wohngeld oder Aufstockung ALG2?[FONT=Arial,Wide Latin], sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt![/FONT]
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 
E

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Gast
#11
AW: Wohngeld oder Aufstockung ALG2?

Würde man dann über eine bestimmte höhere Einkommensgrenze kommen, hätte man nach deinen Ausführungen irgendwann wieder die Wahl zwischen ergänzendes Wohngeld oder ALG2-Aufstockung.
Hallo!

Nein, da hast meine "Ausführungen" falsch verstanden. :wink: Die Wahl hat man m.W. sowieso nicht. Jage doch einfach mal ein paar Szenarien durch die Rechner, dann verstehst du, was ich meine. Beim Minijobber wäre das Einkommen wieder zu niedrig.

Ich denke bei Alleinstehenden kommt Wohngeld vor allem in Frage, wenn sie Alg-I oder Rente beziehen.

Der ist zwar weniger als eine Aufstockung beim Jobcenter,
Entweder hast du Anspruch auf Wohngeld oder auf Alg-II. Ein Wunschkonzert ist das leider nicht. Der Gesetzgeber weiß schon, warum er das so eingerichtet hat und dich nicht so schnell aus seinen Fittichen entlässt.

Und wahrscheinlich müßte ich darüber hinaus noch monatlich meine Kontoauszüge in der Leistungsabteilung abgeben.
Bei mir reichen die Lohnabrechnungen per E-Mail einmal im Jahr oder wenn sich was ändert.

Gruß
 
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Gollum1964

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#12
Kannst du dir nicht noch einen Minijob suchen, wenn du mit dem Verdienst der neuen Stelle nicht auskommst?
Hallo Wholesaler,

ich möchte gerne noch ein paar Jahre leben. Meine männlichen Vorfahren sind leider alle vor dem 70. verschieden. Das monetäre hat bei mir nicht mehr die vorrangige Priorität.
Da ich 3 Jahre aus dem Arbeitsprozeß herausbin, möchte ich es auch nicht gleich übertreiben.:icon_evil:

Hallo!

Die Wahl hat man m.W. sowieso nicht. Jage doch einfach mal ein paar Szenarien durch die Rechner, dann verstehst du, was ich meine.

Entweder hast du Anspruch auf Wohngeld oder auf Alg-II.

Gruß
Hallo Ulenspiegel:

siehe mein Beitrag #7: er meint 41 EUR.

Es scheint somit ein Einkommensintervall zu geben, wo man tatsächlich die Qual der Wahl hat.
Ich werde aber, um Sicherheit zu bekommen, montag zum Wohngeldamt gehen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Katzenstube

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#13
Hallo Gollum1964,
erst mal herzlichen Glückwunsch, dass Du vermutlich einige Fesseln ablegen darfst :)

Ich hatte selbiges "Problem" wie Du: eine Teilzeitstelle, die nicht die Unmenge an Geld brachte, eigentlich zu wenig um mich selber zu finanzieren. Allerdings wurden aus meinen wöchtentlichen Stunden dann über die Zeit 32 Wochenstunden.

Die ersten Monate habe ich Wohngeld erhalten, als dann das Einkommen etwas höher wurde war mir klar, da kommt nichts mehr, lieber vom Acker machen, falls noch eine Rückforderung kommt.

Nein, reich werde ich nicht - aber ich bin jeden Tag dankbar nicht mehr mit den Methoden der Afa drangsaliert zu werden. Selber zu entscheiden was ich tue oder lasse! Derzeit kann ich sagen, ich fühle mich wohl, fühle mich geschätzt und meine Psyche ist dadurch richtig im Aufbau. Mittlerweile bin ich froh, keinen Fulltimejob zu haben. Zumal ich erkennen musste, ab dem Zeitpunkt wo ich über 30 Stunden in der Woche war, da wurde das Netto im Verhältnis zum Brutto immer weniger. Ich schätze mal, würde ich 30 Stunden mehr arbeiten, hätte ich dann gerade mal max. 150 Euro mehr. Dann lieber etwas sparsamer aber Freude an den freien Momenten und daran gehen zu können, bevor die ganze persönliche Kraft an einem Arbeitstag zerrieben wurde.

Ich hatte Angst es finanziell nicht zu schaffen, war auch ein bischen grädig, weil das Anfangsgehalt weniger war als Hartz4 - aber das Gefühl des frei seins war es wert!

Viel Glück, viel Mut und eine tolle Zukunft (die erweiterbar ist) wünscht Dir Katzenstube
 

Wholesaler

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#14
@Gollum1964: Selbst wenn du dem Jobcenter adiós sagst und Wohngeld erhältst, wirst du mit der Teilzeitstelle keine großen finanziellen Sprünge machen können. Du schreibst, dass das Monetäre bei dir nicht mehr den Vorrang hat. Die GEZ-Zwangsabgabe musst du wieder aus eigener Tasche bezahlen. Sind zwar lediglich 17,50 EUR pro Monat, aber vielleicht gibt es weitere Kosten, die auf dich zukommen, wenn du aus Hartz4 raus bist. Darum kam ich auf die Idee mit dem Minijob. Die maximal 450,00 EUR kannste ja voll behalten, falls du kein ALG2 mehr beziehst.
 

Katzenstube

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#15
Hallo Ihr,
bei mir war es so, dass ich erst mal starten musste. Sehen, ob es in dem Job oder wie klappt. Jeder neue Job ist für mich anstrengend und das Hirn darf ganz viel arbeiten weil viel neuer Stoff kommt. Somit war es bei mir gut, dass es am Anfang wenige Stunden waren. Auch die schlechten Jobs der letzten 10 Jahre wirkten bei mir nach.

Es wurde immer leichter als ich merkte es ist dort ein vielfaches besser, der Eingewöhnprozeß kam in Gang und die Kräfte wurden wieder mobilisiert. Weitere Einkunftsmöglichkeiten wären bei mir erst eine Prämisse gewesen als ich spürte, ich werde dort länger bleiben (dürfen) und mich wohl fühlen. Und vieles hat sich dann von alleine erledigt - sei es dadurch, dass ich meine Sparsamkeit wie in der Arbeitslosigkeit weiterlebte oder eben einige Mehrstunden kamen.

Gruß von Katzenstube
 

Gollum1964

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#16
Darum kam ich auf die Idee mit dem Minijob. Die maximal 450,00 EUR kannste ja voll behalten, falls du kein ALG2 mehr beziehst.
moin,

ich sehe es genauso wie Katzenstube. Ich bin sehr lange raus und daher trotz guter Qualis sehr verunsichert, da man ja häufig hört, das sehr viele LZA den Sprung nicht schaffen und auf kurz oder lang wieder beim Jobcenter landen.
Daher habe ich neben den Zwangs-VV vom Jobcenter in letzter Zeit mich bewußt immer mehr auf Teilzeitstellen konzentriert.
Das mit dem knappen Geld wird mich sicher erst mal weiter begleiten, aber das habe ich seit ALG2-Bezug (März 2016) gut meistern können. Daher möchte ich mich in der Arbeitswelt erst einmal wieder einleben. Ich habe berechnet, wenn ich über das Jobcenter mit ALG2 aufstocke, würde ich 130 EUR ALG2 statt 40 EUR Wohngeld bekommen. Auf weiteres Störfeuer seitens des Jobcenters kann ich aber gerne verzichten. Gerade die Intensivbetreuung über IBV (vergleichbar INGA in anderen Bundesländern) hat mich mental sehr geschwächt (u.a. diverse Sanktionsversuche, Androhung von Maßnahmen und AGH´s, Sinnlos VV´s in Massen, Verschleppung meines WBA) und es braucht wohl einige Zeit, bis ich das aus dem Kopf bekomme.

Was ich in meiner freiberuflichen Phase schon gemacht habe, ist das Crowdworking, wo ich Werbetexte für Unternehmen geschrieben habe. Der Verdienst ist bekanntermaßen mau, aber als zusätzliches Taschengeld eine Überlegung wert. Aber wie gesagt, möchte ich das ganze Schritt für Schritt angehen und nicht alles auf einmal überstürzen.
 

Katzenstube

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#17
Hallo Gollum1964,
na siehst Du, da hast Du doch eine Alternative, die Du dann - wenn Du Kraft geschöpft hast und ersteinmal die Routine da ist - begehen kannst.

Ich kann Dir sagen, meine ersten 6 Monate waren super hart, auch deshalb weil ich ja die Erfahrung der Jahresjobs und des danach "abschießens" hatte. Langsam merkte ich, dass ich meine Arbeit gut mache und mir Achtung und Wertschätzung entgegengebracht wird. Auch mit meinem Chef, der wie alle Chefs, ein Fall für sich sein kann, musste ich mich erst arrangieren und auch meine Grenzen aufzeigen.

Wir hatten eine Basis - gemeinsame Akzeptanz, Wertschätzung und Zusammenarbeit. Nun wurde es leichter in Sachen Arbeit und auch die alte Kreativität kam langsam wieder. Meine Gesundheit hatte durch die Pflege meiner Mutter große Einschränkungen erlitten, die nun ganz langsam nachlassen. Ich bin wieder ein Mensch, der in sich zu hause ist. Das Thema Geld hat mich lange bewegt, wie komme ich durch? Das Wohngeld hat am Anfang geholfen und das Gefühl diese Besserwisser und Sklavenhalter los zu sein, gab mir jeden Tag Dankbarkeit und Kraft.

Für MICH gab es nichts schlimmeres als die Inga's, die hätten meine Persönlichkeit klein gekriegt - schon alleine durch deren Auftreten. Und: meine Arbeitslosigkeit war mehr Stress als der Job!! Ich hatte jeden zweiten Tag ein Bewerbungsgespräch oder einen Probearbeitstag, dazu die Inga-Freuden und nicht gesprochen von den Bewerbungen!!!! Die anfängliche Halbtatstätigkeit war für nahezu eine Erholung!!!!

Ich glaube Gollum1964, daß dieses der richtige Weg sein kann. Vor allen Dingen solltest Du Dir selber gegenüber "gnädig" sein und nicht von Dir zu viel verlangen. Du startest, beginnst neu und so wie jeder - egal, ob jung oder alt - musst Du Dich in die neue Materie einarbeiten. Wir sind neu am anderen Arbeitsplatz, aber nicht schlechter - und müssen auch nicht alles gleich und sofort lernen. Das haben andere vor uns auch nicht.....

Atme einfach mal tief durch und freue Dich, dass eine neue Phase beginnt. Du siehst, es hat sich gelohnt, sich nicht unterkriegen zu lassen, wer weiß, was noch alles auf Dich zukommen kann .... Aber eines wissen wir, was Du hinter Dir lassen kannst (egal für wie lange!!!) Sklaventreiber der Agenturen...

Was hast Du für ein Gefühl was Vorgesetzte, Arbeitsplatz und die Arbeit selber betrifft?

Gruß von Katzenstube
 

Wholesaler

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#18
@Gollum1964: Deine Aversion gegen das Jobcenter und deine SB kann ich durchweg nachvollziehen. Aber deswegen würde ich nicht auf Geld verzichten, das mir rechtlich zusteht. Der Großteil derer, die von Sanktionen und Maßnahmen betroffen sind, sind ALG2-Vollbezieher. Aufstocker sind nur selten Opfer dieser Schikanen. Ich würde an deiner Stelle den Antrag auf aufstockendes Hartz4 stellen und nach Bewilligung abwarten, wie sich die Angelegenheit entwickelt. Wenn es unerträglich wird, kannst du dich immer noch aus dem Bezug abmelden.
 

MissRuhrpott

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#19
Zum Wahlrecht gibt es folgende Fachliche Weisungen:

Beispiel 2:
Eine aus zwei Personen bestehende BG kann mit Einkommen und Inanspruchnahme
von Wohngeld ihren Bedarf nicht decken, so dass ein geringer
Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II geltend gemacht werden
könnte. Hier besteht ein Wahlrecht zugunsten des niedrigeren
Wohngeldes unter Verzicht auf Leistungen nach dem SGB II.
Quelle: https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=10&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwihvaCut6jaAhVBW8AKHSmpDDcQFgidATAJ&url=https%3A%2F%2Fcon.arbeitsagentur.de%2Fprod%2Fapok%2Fct%2Fdam%2Fdownload%2Fdocuments%2Fdok_ba013459.pdf&usg=AOvVaw0YLiawY4tzx0HhYwdcz9T9
-> Kapitel 1.3 - Verhältnis zu Wohngeld / Seite 4

BTW: In Fällen eines höheren Anspruchs auf Leistungen nach SGB II gegenüber Wohngeld - so habe ich an anderen Stellen gelesen - soll der Verzicht auf ALG II dem JC wohl schriftlich mitgeteilt werden.
Einfach keinen WBA mehr zu stellen kann (angeblich?) u.U. nicht ausreichend sein.
 
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Gollum1964

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#20
Ich würde an deiner Stelle den Antrag auf aufstockendes Hartz4 stellen und nach Bewilligung abwarten, wie sich die Angelegenheit entwickelt.
nabend,

ich glaube, hier scheinen einige Leute nicht zu verstehen, worum es mir geht.
So wie es ausschaut, habe ich die Wahl zwischen ALG2-Aufstockung oder ergänzendes Wohngeld. Letzteres fällt geringer aus, ist aber an deutlich weniger Auflagen gebunden.
Stocke ich mit ALG2 auf, fürchte ich, zukünftig noch häufiger beim JC aufschlagen zu müssen, da ich dann monatlich meine Einkünfte der Leistungsabteilung melden muß, wie ich von anderen Aufstockern weiß. Eine höhere Kundenkontaktdichte mit dem JC ist wirklich das allerletzte, worauf ich scharf wäre.

Ich gehe aber montag zum WGA und verschaffe mir Klarheit.
 

Katzenstube

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#21
Die Menschen sind eben unterschiedlich gestrickt, lieber Gollum1964 :) Auch ich hätte mich nicht mit unter 900 Euro am Anfang rumquälen müssen. Aber für mich wäre die Qual größer gewesen diese SB-Meute weiterhin sehen zu müssen als sparsam zu sein. War dann auch nur für gerade mal drei Monate, dann wäre eh eine Ergänzung der Aufstockung ausgefalllen. Vermutlich hätten die mit all Ihren Papieren, die sie wollen bis dahin noch nicht einmal den Antrag bearbeitet.....

Natürlich würde es Gollum1964 zustehen, aber macht uns immer das zufrieden, auf was wir ein Anrecht hätten? Mir wurde gesagt, ich sei dumm auf mein Recht zu verzichten. Ist wohl auch so! Aber mein Seelenfrieden ist mir persönlich viel mehr wert als das Geld; selbst wenn ich hungern muss und mir den Strom absparen muss. Naturlich ist richtig was Wholesaler sagt. Ich selber wollte einfach nur wieder frei sein.... durchatmen ohne mich zu fragen was wieder für eine Ladung im Briefkasten ist .... mich nicht mit denen über meine "berufliche Zukunft" unterhalten zu wollen, die denen eh an ihrem Sitzfleisch vorbeiging.

Und wisst Ihr was? Das geilste Gefühl war, als die Mrs. Inga, mir mitteilte, ich möge mich doch bitte drei Monate vor Ablauf des Arbeitsvertrages wieder arbeitssuchend melden und ich ihr sagen konnte "der Arbeitsvertrag ist unbefristet". Da war nämlich ganz komische Stille am anderen Ende. Gut, ich dachte damals wirklich es wäre ein Irrtum des Arbeitgebers, aber diese Stille am Telefon ..... vielleicht hat SB'chen selber einen befristeten Vertrag. Dieses Gefühl von ich schaffe es selber hat mir Kraft gegeben. Und noch immer - über ein Jahr nach der Zeit mit SB'chens bin ich täglich glücklich nichts mehr mit denen zu tun haben zu müssen. Auch wenn es dumm ist, ist ja richtig! Aber ich für mich weiß, jeder Tag der weiteren Auskunftspflicht hätte mich schwächer gemacht.

Lieben Gruß von Katzenstube
 
E

ExitUser

Gast
#22
BTW: In Fällen eines höheren Anspruchs auf Leistungen nach SGB II gegenüber Wohngeld - so habe ich an anderen Stellen gelesen - soll der Verzicht auf ALG II dem JC wohl schriftlich mitgeteilt werden.
Einfach keinen WBA mehr zu stellen kann (angeblich?) u.U. nicht ausreichend sein.
Hallo!
Geh mal davon aus, dass die Beschäftigungsaufnahme nicht mit dem Ende eines Bewilligungszeitraums zusammenfällt.

Die rechtlichen Grundlagen hast du ja in deiner Quelle schon mitgeliefert: § 8 (2) WoGG und § 46 (1) SGB I.

Danke für die Quelle! Irgendwie hatte ich im Hinterkopf, dass es kein Wahlrecht gibt.
 

Gollum1964

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#23
llo!
Geh mal davon aus, dass die Beschäftigungsaufnahme nicht mit dem Ende eines Bewilligungszeitraums zusammenfällt.

Die rechtlichen Grundlagen hast du ja in deiner Quelle schon mitgeliefert: § 8 (2) WoGG und § 46 (1) SGB I.
Hallo Ulenspiegel,

das ich für April aufstocken muß, da die Beschäftigung im laufenden Monat startet, ist mir klar. Es geht mir um die Zeit danach (ab Mai).
Katzenstube hat zudem erwähnt, das sie ebenfalls auf ALG2 verzichtet hat, dafür aber Wohngeld bekommen hat. Wie ist das denn möglich, wenn der Bezug von Wohngeld lediglich Rentnern oder ALG1-Empfängern vorbehalten ist?
Bei dem Wohngeldrechner auf Wohngeld.org gibt es zudem Felder für 3 verschiedene Einkommensarten:
sozialversicherungspflichtige Einkommen
Einkommen aus selbständiger Arbeit
sonstige Einkommen (z.B. Renten, ALG1)
Wenn man als sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer kein Anrecht auf Wohngeld hätte und den Jobcentern quasi wieder zwangszugeführt wird, wieso nimmt man die 1. Zeile hinein?

Ich habe in der 1. Zeile mit unterschiedlichen Zahlen hantiert und es ist zu folgenden Ergebnissen gekommen:

Ist das Einkommen zu niedrig (brutto < 1100 EUR), kommt tatsächlich der Verweis auf Grundsicherung
dazwischen (mein Fall) ein positiver Wohngeldbetrag
ab ca. 1500 EUR brutto kein Wohngeldanspruch mehr.
 
E

ExitUser

Gast
#24
Hallo Gollum.

Das war doch ein Irrtum meinerseits. Du hast laut WoGG ein Wahlrecht und damit also auch einen Wohngeldanspruch.

Du musst auch im April nicht aufstocken, wenn du eine Verzichtserklärung abgibst.

(2) Verzichten Haushaltsmitglieder auf die Leistungen nach § 7 Abs. 1, um Wohngeld zu beantragen, gilt ihr Ausschluss vom Zeitpunkt der Wirkung des Verzichts an als nicht erfolgt; § 46 Abs. 2 des Ersten Buches Sozialgesetzbuch ist in diesem Fall nicht anzuwenden.
WoGG § 8

Es ist natürlich klar, dass das alles seine Grenzen hat, wenn mit Einkommen und Wohngeld nicht das Existenzminimum erreicht werden kann. Frag mich nicht, wo das nun wieder geregelt ist. :wink:
 

MissRuhrpott

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#25
Hallo Ulenspiegel,

Es ist natürlich klar, dass das alles seine Grenzen hat, wenn mit Einkommen und Wohngeld nicht das Existenzminimum erreicht werden kann.
Nun,gerade in dem von mir zitiertem Beispiel wird das Existenzminimum ja nicht erreicht,und dennoch ein Wahlrecht zwischen einem niedrigeren Wohngeld gegenüber einem geringen möglichen ALG II-Anspruch bejaht.

Hier stellt sich mir die Frage,wie gering muß/darf der ALG II-Anspruch sein,damit diese Weisung zur Anwendung kommt?

Dazu wird man Gollum1964 beim WGA aber hoffentlich kompetent aufklären.
@Gollum,ich drücke Dir die Daumen,daß es Dir gelingt,daß JC von den Hacken zu bekommen :icon_daumen:
 

Gollum1964

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#26
Hier stellt sich mir die Frage,wie gering muß/darf der ALG II-Anspruch sein,damit diese Weisung zur Anwendung kommt?
Hallo Miss Ruhrpott,

ich habe auf Wohngeld.org die Faustregel gelesen, das das erzielte Einkommen (netto) höher sein sollte als die Kaltmiete + ALG2-Regelsatz, was in meinem Falle ja gegeben wäre (1000>840). Als 450 EUR-Jobber hätte ich hingegen keine Chance.
 
E

ExitUser

Gast
#27
das das erzielte Einkommen (netto) höher sein sollte als die Kaltmiete + ALG2-Regelsatz, was in meinem Falle ja gegeben wäre (1000>840). Als 450 EUR-Jobber hätte ich hingegen keine Chance.
So ist es! Steht da auch, auf welche gesetzliche Grundlage sie sich da beziehen? Generell werden Behörden misstrauisch, wenn man mit weniger Geld auskommen möchte.

@MissRuhrpott In deinem Beispiel war von Bedarf die Rede. Der ist durch die Einkommensfreibeträge ja wesentich höher als das Existenzminimum aus RS und KdU.
 

Katzenstube

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#28
Hey Gollum,
ich würde gleich ein formloses Anschreiben mitnehmen und mitteilen, dass Du ab Datum des Tages, an dem Du in Beschäftigung bist und keine Leistungen mehr erhalten sollst, hiermit einen Antrag auf Wohngeld stellst - die Papiere werden nachgeliefert..

Es wird gezahlt, so habe ich es in Erinnerung - frühestens ab dem Tag der Antragstellung. Kriegst Du dort die Papiere, musst Du diese ja mitnehmen und dann erst zuhause ausfüllen.

Ich war übrigens beim Bezug von wohngeld ALG1, bekam unter 700 Euros bei einer Miete von kalt 300 Teuros. Somit hatte ich es gerade geschafft, den nötigen Eigenanteil zum Lebensunterhalt zu finanzieren.

Weiter gezahlt wurde bei Aufnahme des Jobs, allerdings dann auch gerade mal 30 Euros. Genau, und dann kam der Moment mit einem Brutto ab 1.500 und ich habe den Antrag auslaufen lassen.

Lieben Gruß von Katzenstube
 

Doppeloma

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#29
Hallo Gollum1964,

ich glaube, hier scheinen einige Leute nicht zu verstehen, worum es mir geht.
Habe eher den Eindruck, dass sie nicht verstehen können (wollen) warum du Rundfunk-Gebühren und Betriebskosten zukünftig lieber selbst finanzieren möchtest, anstatt weiterhin den Forderungen des SGB II zu unterliegen, um ein paar schäbige € (vielleicht) mehr zu bekommen. :idea:

Zumindest ich kann deine Denkweise sehr gut nachvollziehen, wir haben das auch so gehalten damals (als mein ALG I wegen Aussteuerung gezahlt wurde) und haben (noch) kein Hartz 4 beantragt in der Hoffnung darauf ganz verzichten zu können.

So wie es ausschaut, habe ich die Wahl zwischen ALG2-Aufstockung oder ergänzendes Wohngeld. Letzteres fällt geringer aus, ist aber an deutlich weniger Auflagen gebunden.
Völlig korrekt, das ist auch noch immer so und die Wohngeld-Beträge wurden sogar letztes Jahr etwas gebessert, da wurde so Mancher (auch von den JC) darauf verwiesen, nun Wohngleld zu beantragen, denn Wohngeld-Anspruch ist vorrangig zu nutzen wenn das genügen kann.

Viele Betroffene (auch aus dem SGB XII gibt es solche Fälle, schon nach jeder Renten-Erhöhung im Juli) "sträuben" sich aus den oben beschriebenen Gründen, es ist tatsächlich so, dass es eine gewisse finanzielle "Grauzone" gibt, wo man das durchaus auch noch selbst entscheiden KANN.

Wenn du schon berechnen konntest, dass du ungefähr 41 € bekommen kannst bei deinem Netto-Einkommen, dann wäre meine Entscheidung klar ... du kannst Wohngeld bekommen und dort musst du nur unterschreiben / angeben, dass du den Leistungsbezug von ALG II beenden wirst zum Monat Mai z.B.

Denn das Geld für den April hast du ja vom JC bereits bekommen und eine (erste) Lohnzahlung noch im April, wäre auch vom JC anrechenbar.

Bekommst du erst Geld im Mai von deinem AG hat das JC aktuell gar keine Ansprüche mehr an dich, sofern du rechtzeitig zum 01. Mai (schriftlich und nachweislich) auf die Leistung ALG II verzichtest und ohne Geld vom JC bis dahin "überleben" kannst.
Wohngeld kannst / brauchst du also erst ab Monat Mai zu beantragen und ich wüßte nicht warum 1000 € Netto dafür nicht ausreichen sollen ... bei einem Single ... :icon_evil:

Ich hatte damals unter 1000 € ALGI und wir waren sogar 2 Personen ... das ging auch ...

Stocke ich mit ALG2 auf, fürchte ich, zukünftig noch häufiger beim JC aufschlagen zu müssen, da ich dann monatlich meine Einkünfte der Leistungsabteilung melden muß, wie ich von anderen Aufstockern weiß.
Das ist wohl anzunehmen, du musst ja dein laufendes Erwerbseinkommen auch laufend nachweisen UND man wird weiter darauf drängen, dass du "mehr verdienen musst", um vom Amt wieder ganz weg zu sein.

Eine höhere Kundenkontaktdichte mit dem JC ist wirklich das allerletzte, worauf ich scharf wäre.
Kann ich voll verstehen und ich weiß auch wie gut sich das anfühlt, wenn man wieder freier atmen kann (OHNE JC im Nacken), OAW sein darf wann man Lust und Zeit dafür hat, nicht jeden Cent beim Amt melden muss, den man mal nebenbei bekommt usw.

Ein Minijob kann dafür schon deswegen nicht genügen, weil dann die Krankenversicherung fehlt aber das ist ja gesichert bei einer versicherungspflichtigen Teilzeitstelle.

Ich gehe aber montag zum WGA und verschaffe mir Klarheit.
Unbedingt und ich wüßte keinen plausiblen Grund warum du mit diesem Einkommen weiter (als Aufstocker) beim JC bleiben musst ... :icon_evil:

Viel Erfolg !!!

MfG Doppeloma
 

Gollum1964

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#30
Denn das Geld für den April hast du ja vom JC bereits bekommen und eine (erste) Lohnzahlung noch im April, wäre auch vom JC anrechenbar.

Bekommst du erst Geld im Mai von deinem AG hat das JC aktuell gar keine Ansprüche mehr an dich, sofern du rechtzeitig zum 01. Mai (schriftlich und nachweislich) auf die Leistung ALG II verzichtest und ohne Geld vom JC bis dahin "überleben" kannst.
vielen Dank Doppeloma,

ich hatte garnicht an das Zuflußprinzip beim ALG2 gedacht und innerlich schon das Aprilgehalt weitgehend abgehakt.
Ich habe im Vertrag gelesen, daß die Auszahlung immer am ersten Werktag des Folgemonats erfolgt. Das halbe Aprilgehalt wird wohl dafür verwendet, meinen Kleiderschrank wieder aufzufüllen, der sich nach 2 Jahren ALG2 bedenklich geleert hat.:idea:
 

Katzenstube

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#31
Seihst Du, Gollum 1964, genau das ist es: frei entscheiden! Es geht garnicht darum, wie teuer das Stück/die Stücke sind oder wieviele für wieviel Geld. Jetzt kannst/musst Du beginnen an Dich selber zu denken. Und genau dadurch stärkst Du Dich selber! Bei mir ist kaum ein Kleidungsstück "neu" - meine Finanzen sind nicht groß und etwas gebrauchtes wird gewaschen - ansehen tut man/frau das mir oder der Kleidung nicht .... und ich habe mir selber etwas gegönnt - nehme mich wahr und "versorge" mich. Dinge, die im Bezug untergehen (müssen/können/dürfen). Schon in diesen kurzen Zeilen spürt man bei Dir Bewegung! Klasse!!!

Gruß von Katzenstube
 

Wholesaler

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#32
Habe eher den Eindruck, dass sie nicht verstehen können (wollen) warum du Rundfunk-Gebühren und Betriebskosten zukünftig lieber selbst finanzieren möchtest, anstatt weiterhin den Forderungen des SGB II zu unterliegen, um ein paar schäbige € (vielleicht) mehr zu bekommen. :idea:
Ich habe inzwischen begriffen, dass der monetäre Aspekt dem TE zweitrangig ist. Aber grundsätzlich davon auszugehen, dass man als Aufstocker ständig vom Jobcenter gequält wird, entspricht nicht den Tatsachen. Bei den mir bekannten Aufstockern ist es so, dass lediglich die Verdienstnachweise eingereicht werden müssen. Vor Sanktionen, Maßnahmen und sonstigen Folterinstrumenten bleiben sie verschont. Seiner Mitwirkungspflicht muss man natürlich nachkommen. Die beschränkt sich jedoch ausschließlich auf administrative Dinge.
 
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ExitUser

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#33
Na ja, man muss sich halt weiter bewerben, wenn nicht ein besonderer Grund für die Teilzeitbeschäftigung vorliegt.
Auch wird das JC fragen, warum er sich auf eine Teilzeitstelle beworben hat. Schlechte Vermittlungsaussichten aufgrund des Lebensalters können schon ein gewichtiges Argument sein.

Es spräche aber auch nichts dagegen, etwas mit der Verzichtserklärung abzuwarten und zu sehen, wie das JC sich gebärdet. Ich habe in drei Jahren mit Aufstockeritis nur eine Bewerbung geschrieben, bevor sie mich ganz aus der Vermittlung genommen haben.
 

Doppeloma

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#34
Hallo Wholesaler,

Aber grundsätzlich davon auszugehen, dass man als Aufstocker ständig vom Jobcenter gequält wird, entspricht nicht den Tatsachen. Bei den mir bekannten Aufstockern ist es so, dass lediglich die Verdienstnachweise eingereicht werden müssen.
Grundsätzlich gehe ich persönlich immer davon aus, dass es deutlich angenehmer ist unabhängig von sozialen Ämtern leben zu können, wie es "Aufstockern" so damit geht weiß ich nicht wirklich, ich war nie Einer.

Kann mir für mich aber auch NICHT vorstellen, dass es mir "angenehm" (oder wenigstens unwichtig) gewesen wäre, von meinem Einkommen nicht leben zu können und regelmäßig noch Geld von einem Amt dazu beantragen zu müssen und über ALLES ständig Rechenschaft ablegen zu müssen, was mit Geld zu tun hat.

Vor Sanktionen, Maßnahmen und sonstigen Folterinstrumenten bleiben sie verschont. Seiner Mitwirkungspflicht muss man natürlich nachkommen.
Da wäre ich mir aber für ganz D nicht so sicher wie du, man liest schon hier im Forum genug, wo das nicht so "friedlich" läuft bei den Aufstockern, gerade bei Teilzeit ist ja finanziell noch "Luft nach oben" ... zumindest aus Sicht der JC-SB.

Die beschränkt sich jedoch ausschließlich auf administrative Dinge.
Mich würde es schon ankot*zen meinen Urlaub erst noch beim Amt "melden" zu müssen ... damit die wissen warum ich nicht Orts-Anwesend bin, falls sie gerade Sehnsucht nach mir haben sollten.
Das gehört ja meiner Kenntnis nach auch zu den "administrativen Mitwirkungspflichten", die hat man bei Wohngeld schon mal NICHT ... :icon_evil:

Wir waren "nur" wegen Krankheit knapp 2 Jahre auf Hartz 4 angewiesen, weil die EM-Renten-Verfahren noch im Gange waren, "Dauer-AU" geschrieben, sogar noch mit festem Arbeitsplatz ...

Von uns wollte man auch die ganze Zeit (eigentlich) NICHTS, darauf konnten wir uns aber nicht einfach "verlassen" und mal eben machen was wir wollen ... z.B. mal spontan einfach verreisen (mal abgesehen davon, dass dafür auch kein Geld übrig war und wenn es uns Jemand spendiert hätte, wäre das ja schon "verdächtig" gewesen).

Für mich war das vom Gefühl her (fast) eine Art "Gefangenschaft", ich habe mich nie vorher so überwacht, kontrolliert und in meiner persönlichen Freiheit eingeschränkt gefühlt, obwohl doch (eigentlich) KEINER was von uns wollte ... man musste aber IMMER damit rechnen ... :icon_neutral:

Trotzdem sind wir heimlich auf eine Beerdigung gefahren (für einige Tage weil 500 km entfernt), denn wir hätten uns geschämt (vor der Restfamilie) wenn wir keine "Erlaubnis vom Amt" bekommen hätten daran teilzunehmen, OAW zu sein.
Zum Glück hat uns das JC auch diese paar Tage nicht vermisst, aber wirklich "wohl" war uns auch nicht dabei ... uns war schon klar, dass wir "nicht richtig gehandelt hatten" ...

Ist doch schlimm wenn man sich in so einer Situation, um solche Sachen Gedanken machen muss ...
Ich kann es sehr gut verstehen, wenn man vom SGB II ohne wirklich zwingenden Grund NICHT mehr abhängig sein will.

MfG Doppeloma
 

Gollum1964

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#35
Ich kann es sehr gut verstehen, wenn man vom SGB II ohne wirklich zwingenden Grund NICHT mehr abhängig sein will.
moin moin,

genau das ist der Punkt. Es hängt wohl auch damit zusammen, wie man vorher beim JC behandelt wurde. Wäre es bei mir durchgängig so gelaufen, wie im 1. Jahr, hätte ich wohl genauso gehandelt wie Wholesaler vorgeschlagen hat. Aber was man mit mir im letzten Jahr angestellt hat, war unter aller S... (siehe meine Threads).
In den letzten beiden Terminen ging es ausschließlich darum, mir eine (unberechtigte) Sanktion reinzudrücken und eine Ekel-Maßnahme schmackhaft zu machen.
Für April habe ich samstag übrigens wieder 7 VV mit RFB (6 davon ZAF) + 1 Einladung zur Besprechung meiner beruflichen Situation am 17.4. aus dem Postkasten gefischt.
Insofern ist es dem Jobcenter wohl gelungen, mich aus dem vollen Restanspruch herauszuekeln. Sollen sie sich die 90 EUR Minderanspruch dahin stecken, wo die Sonne nicht hinscheint.
Mein Horrorszenario im Falle der Aufstockung wäre gewesen, daß man es sich bei dem Jobcenter bequem gemacht hätte und mich einfach in der "Intensivbetreuung" belassen hätte, was ja theoretisch möglich ist, selbst wenn man nur 1 EUR aufstockt.
 

Gollum1964

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#36
Mahlzeit,

ich war eben beim WGA und die haben meinen theoretischen Anspruch auf Wohngeld bestätigt. Bevor ich den Bescheid abgeben kann (bis spätestens 31.5. für Mai), muß ich mir einen Einstellungsbescheid für ALG2 zum 01.05. besorgen, was aber kein Problem darstellen sollte.
 

Wholesaler

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#37
Da wäre ich mir aber für ganz D nicht so sicher wie du, man liest schon hier im Forum genug, wo das nicht so "friedlich" läuft bei den Aufstockern, gerade bei Teilzeit ist ja finanziell noch "Luft nach oben" ... zumindest aus Sicht der JC-SB.
Deshalb schrieb ich auch, dass man nach Antragstellung auf aufstockendes ALG2 gucken muss, wie sich die Situation mit dem Jobcenter entwickelt. Ähnlich hatte sich Ulenspegel geäußert. Dass es nicht schön ist, wenn man von seiner Arbeit ohne Unterstützung nicht leben kann, steht außer Frage. Der TE scheint ja nun die gewünschte Lösung gefunden zu haben. Mir persönlich wäre das Wohngeld zu gering.
 

Doppeloma

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#38
Hallo Wholesaler,

Mir persönlich wäre das Wohngeld zu gering.
Das ist ja so pauschal gar nicht vergleichbar, wenn man den Wohnort und die genauen Zahlen (KdU) nicht kennt, zudem weißt du doch gar nicht "wie gering" das Wohngeld nun für den TE sein wird ... es ist vorrangig wenn es (gesetzlich gesehen) zu reichen hat ...

Das scheinst du auch lieber zu ignorieren und für einen Single finde ich gute 1000 € schon ganz nett wenn man es sowieso gewohnt ist sparsam zu leben ...

Wir haben zusammen rund 1500 € (netto) im Monat aus unseren Renten, an unserem Wohnort (mit günstigen Mieten) haben wir damit schon KEINEN Anspruch mehr auf Wohngeld ...
Auch das Grusi-Amt (SGB XII) würde es nicht interessieren, dass wir das eigenlich "ziemlich wenig finden" ... nach einem ziemlich arbeitsreichen Leben. :sorry:

Die finden ALLE das hat zu reichen für 2 EM-Rentner ... FÜR ALLES was mal so anfällt ... auch wir zahlen Rundfunkgebühren und Betriebskosten-Abrechnungen bekommen wir auch, das sind nicht immer nur "Guthaben" ...

Aber wenigstens dürfen uns die Kinder freiwillig mal finanziell helfen oder ich verkaufe mal was online und bin Niemandem Rechenschaft schuldig, wenn mal etwas mehr ausgegeben wird ... als mit den Renten theoretisch möglich wäre.

Nebenbei arbeiten ist gesundheitlich leider nicht möglich aber auch darüber müssten wir nur die DRV informieren, ich allerdings ab Sommer nicht mehr, da gehe ich in Altersrente und darf so viel verdienen wie ich möchte ... ich weiß nur noch nicht womit ... :icon_hihi:

Aber wenigstens IMMER OHNE SGB-amtliche Kontrolle ... :peace:

MfG Doppeloma
 

Gollum1964

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#39
Der TE scheint ja nun die gewünschte Lösung gefunden zu haben. Mir persönlich wäre das Wohngeld zu gering.
Hallo Wholesaler,

in meinem ersten Post heute morgen habe ich erwähnt, das ich vom Jobcenter wieder dicke Post bekommen habe.
Ich habe den ganzen Quark einfach abgeheftet, da ich keine Lust mehr habe, mich bei den 6 ZAF zu bewerben und ich monatelang hinter der Bewerbungskostenerstattung her rennen muß.
Was wird wohl nun passieren, wenn einige dieser ZAF nun petzen (siehe auch meinen letzten Thread!) und ich mich für Mai nicht beim JC abmelde. So wie ich meine SB einschätze, werde ich dann für mindestens 3 Monate noch weniger bekommen als beim WGA, die wohl eher keine Termine wegen "Besprechung der beruflichen Situation" und Stellenangebote en masse für ZAF schicken.

Die Dame beim WGA war im übrigen ziemlich nett und ich werde wohl keinen Beistand mehr benötigen. Hier ist maximal 1 Termin pro Jahr zu erwarten und ich muß nur Änderungen hinsichtlich der Miethöhe und des Einkommens (bei >15 % Schwankung innerjährlich) melden.

Für mich steht die Entscheidung fest.
 

Wholesaler

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#40
Das scheinst du auch lieber zu ignorieren und für einen Single finde ich gute 1000 € schon ganz nett wenn man es sowieso gewohnt ist sparsam zu leben ...
Ähm, ich lese mir die Beiträge schon durch. Der TE sprach von 90,00 EUR. Für mich ist das einen Antrag auf aufstockendes ALG2 allemal wert. Wie es dann mit dem Jobcenter weiter läuft, muss man eben sehen. Ich würde es zumindest versuchen. So viel wie ich weiß, ist der TE kein Single, sondern lebt in einer Beziehung.

@Gollum1964: Bis jetzt waren das alles nur Drohungen. Sanktioniert worden bist du doch noch nie. Bei dem Umgang mit den ZAF muss man nach Schema F vorgehen. Dann hört man nichts mehr von denen.
 

Frank71

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#42
@Gollum1964...

Das nicht bewerben auf die VV würde eine Sanktion von 30% nach sich ziehen, dabei spielt die Menge an VV keine Rolle.

Da du deine neue Tätigkeit in der nächsten Woche antrittst würde ich mich auf die VV auch nicht mehr bewerben.

Die Sache mit dem Wohngeld hört sich gut an,das ziehe mal durch.
 

Gollum1964

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#43
Schlechte Vermittlungsaussichten aufgrund des Lebensalters können schon ein gewichtiges Argument sein.
das Argument zieht bei meiner SB nicht. Die hat mir schon mehrfach auf die Nase gebunden, das sie viele noch ältere Elo´s in den 1. Arbeitsmarkt vermittelt hat.
Wahrscheinlich wird sie beim Teamleiter prahlen, wieder einen alten Knacker erfolgreich vermittelt zu haben.

Da du deine neue Tätigkeit in der nächsten Woche antrittst würde ich mich auf die VV auch nicht mehr bewerben.
Hallo Frank,

da es sich bei den ZAF-Stellen um Fulltime-Jobs handelt, ist das Nicht-Bewerben wohl weiterhin sanktionswürdig.
Ich bin mal gespannt, ob SB mich nun posthum zu sanktionieren versucht. Zutrauen würde ich der das allemal, so wie sie sich bei den letzten Terminen ins Zeug gelegt hat.
Das wäre für mich dann die Motivation, im neuen Job mindestens 1 Jahr und 1 Tag durchzuhalten, damit die Sanktion nicht doch noch Wirkung zeigt.
 
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Frank71

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#44
@Gollum1964...

Du wirst es schon schaffen, ich drücke dir die Daumen für den neuen Job.
 

Wholesaler

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#45
@Gollum1964: Auf jeden Fall bewerben, da du dich während der Frist, in der du dich bewerben musst, noch im ALG2-Bezug befindest. Das Risiko einer Sanktion wäre mir zu groß.
 

Doppeloma

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#46
Hallo Gollum1964,

schon längere Zeit nicht mehr. Ich bin wieder zu haben!!!
Da bist du doch mit Job und OHNE JC "an der Backe" auch eine viel "bessere Partie" ... :cheer2:

Ein neuer Partner, der schon davon abhängig ist käme für mich ehrlich gesagt NICHT in Frage heutzutage, jedenfalls NUR weiter mit getrennten Wohnungen und ebenso strikt getrennten Finanzen ...

Aber ich will hier nicht noch ein "weiteres Fass aufmachen", wo man sehr unterschiedliche Ansichten und Erfahrungen zu haben kann. :icon_evil:

Mit meinem langjährigen Lebens-Partner (und inzwischen Ehemann :bigsmile:) habe ich natürlich auch dieses "Hartz4-Leid" gerne geteilt.
Aber für einen bisher "Fremden" würde ich mich nicht gleich vom zuständigen JC finanziell mit "einplanen" lassen (wollen) ... ob das (schon) rechtmäßig ist oder nicht interessiert diese Behörden ja im Ernstfall auch nicht sonderlich ... :icon_evil:

Meine Daumen sind gedrückt, dass du sehr lange darüber NICHT mehr nachdenken musst ... :peace:

Deinen Meldetermin kannst du doch gleichzeitig mit der Verzichts-Erklärung absagen wegen Arbeits-Aufnahme. :idea:

Deine SB kann sich diesen Job nur auf die "eigene Fahne" schreiben, wenn sie die Daten dazu bekommt, sie hat aber nicht mehr zu verlangen, als den Nachweis (frühestens Ende April), dass es KEINEN Lohn-Zufluss mehr gab auf deinem Konto IM Monat April.

Wenn du auch nicht "aufstocken" willst / musst, dann besteht auch KEIN Anspruch auf den kompletten Arbeitsvertrag, in der Regel haben auch im laufenden Bezug nur die Lohnabrechnungen eine Bedeutung und NICHT der Arbeitsvertrag, den die meist haben wollen.

Das ist ein Vertrag zwischen DIR und dem AG, der geht das JC GAR NICHTS an ... zumindest NICHT wenn du auf weitere Sozial-Leistungen schriftlich / nachweislich ab 01.05.2018 verzichtet hast.

Ich glaube auch nicht, dass man dich wegen VV aus einem alten Bezugszeitraum noch sanktionieren könnte, wenn du dort später mal einen neuen Antrag stellen müsstest ... du warst ja bereits "in Arbeit", wozu sollst du dich da noch bei ZAF bewerben.

Ich glaube nicht, dass die für Vollzeit mehr zahlen ... außerdem ist Vollzeit bei denen (fast) immer "Teilzeit" (höchstens 35 Wochenstunden) im Vertrag, du darfst allerdings meist Vollzeit arbeiten (im Einsatzbetrieb), was man dann für Zeiten ohne Aufträge (unberechtigt) ansparen möchte ...

Wenn deine SB (angeblich) schon so viele in deinem Alter erfolgreich vermitteln konnte, warum hat sie dann bei dir so komplett versagt ??? :icon_hihi:

MfG Doppeloma
 

MissRuhrpott

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#47
Schön daß der Termin so erfolgreich gelaufen ist.
Wenn es dann noch mit dem 2. Standbein klappt ist doch alles bestens.
Ich wünsche Dir viel Erfolg und eine gute Zeit!
 
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