Rehatermin und viele Fragen (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Annie

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Die Reha wurde über die Arbeitsagentur gestellt
Den Antrag wirst du wohl unterschrieben haben. Man kriegt nicht einfach so einen Brief indem steht nächste Woche gehts in die REHA.

Wenn du da nicht hin möchtest (Sohn, Mutter etc.) beantragt man sowas erst gar nicht.

Lass dich doch vom Hausarzt REHA-unfähig schreiben, wenn du solche Probleme hast.
 

Kerstin_K

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@Anni, wir wissen doch gar nicht, wie die Situation zum Zeitpunkt der Antragstellung war. Das mögliche Rezidic scheint ja etwas recht aktuelles zu sein.
 

Caye

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Davon abgesehen, ich würde an Stelle der TE auch eine Reha machen wollen.
Wem geht es denn bitte freiwillig beschissen?
Bringt halt gerade nicht viel, weil es an der Belastungssituation nichts ändert und eine wirkliche Bearbeitung der traumatischen Erfahrungen eh nicht möglich ist, solange die Situation weiter traumatisch ist.
Würde ich aber vielleicht auch nicht einsehen wollen und es dennoch versuchen.

Daher hoffe ich, dass es ne ambulante stabilisierende Begleitung gibt und die TE sich entscheidet, die Reha zu verschieben und gut vorzubereiten.
 

AnnikaK

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Die Arbeitsagentur hatte geschrieben, das ist laut med. Dienst nur unter 15 Stunden wöchentlich erwerbsfähig wäre und ich einen Reha- bzw. Rentenantrag stellen muss, da ich sonst keine Leistung mehr erhalte.
Dazu sollte ich das beiliegende Formular ausfüllen ( Hausarzt, Krankenkasse und Rentenversicherungsstelle) und zurückschicken.
Ich könne auch selbst direkt bei der DRV einen Antrag stellen, müsste das aber dann der AA nachweisen.

Da wir zu dem Zeitpunkt ständig in die Klinik zu irgendwelchen Terminen mussten, hab ich nur das Formular ausgefüllt und zur AA zurückgeschickt.

Das sich der Befund verschlimmert und eine Op durchgeführt werden muss, stand da noch nicht fest.

Ich hab das so verstanden, das ich um eine Reha nicht drumrum komme, wenn ich weiter Leistungen von der Arbeitsagentur beziehen möchte, deswegen hab ich das dann halt gemacht.
War vielleicht total blöd, aber ich hatte so viel anderes im Kopf, das mir keine Alternativen eingefallen sind.
Und wenn ich einen Rentenantrag gemacht hätte, säße ich jetzt wahrscheinlich vor dem gleichen Problem...
 

Kerstin_K

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Alles okay, in der Situation konnest Du nicht anders handeln. Optimal wäre es gewesen, wenn du wenigstens noch eine Wunschklinik angegeben hättest. Aber das ist alles lösbar.

Nur bitte nicht mit der DRV telefonieren, alles schriftlich nachweisbar, auch wenn es etwas aufwendiger ist.
 

Caye

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Das war schon richtig, den Antrag musstest du stellen.
Aber wie gesagt, Rehaunfähigkeit ist kein Problem, da muss die AfA dann durch und trotzdem zahlen.
Auch Wunschklinik nachreichen, verschieben und darauf bestehen, dass die Versorgung deines Sohnes vorher komplett geklärt sein muss, ist auch kein Problem und die AfA muss weiter zahlen.

Das Problem ist halt, da du die Reha ja eigentlich machen willst, solltest du der DRV nicht nur einfach die Rehaunfähigkeit nachweisen, denn dann wäre die Bewilligung der Reha hinfällig und du müsstest die komplett neu beantragen, wenn alles geklärt ist.
Versuch es wirklich mal telefonisch beim Bundesverband chronisch kranker Eltern, die können dir sicher genau erklären, wie du die Reha sinnvoll erstmal aufschiebst, bis bei deinem Sohn eine Diagnose da ist und wie du dann vorgehst, um die Kostenübernahme und Durchführung der Betreuung deines Sohnes geklärt bekommst, bevor du in die Reha fährst.

Der Fall einer Reha-Bekannten von mir demonstriert recht deutlich, wie das bei der DRV sonst so läuft:
Sie hat ihre beiden Töchter, 17 und 19/schwerbehindert, allein zuhause gelassen.
Schon in der ersten Woche wurde klar, dass die Mädels allein nicht klarkommen. Der Sozialdienst der Reha hat dann beim Antrag auf Haushaltshilfe und Betreuung für die schwerbehinderte Tochter geholfen. Darauf besteht ein Anspruch, auch wenn die Tochter in diesem Fall sogar schon volljährig war. Wäre ja sogar vom zeitlichen Umfang her gar nicht so wild gewesen, vielleicht ne Stunde am Tag damit der Haushalt läuft und die Mädels sich nicht gegenseitig an die Gurgel gehen.
Obwohl der Sozialdienst sich dahinter geklemmt hat, kam die Ablehnung erst vier Wochen später, als die Reha also bei Mindestdauer eh schon vorbei gewesen wäre.
Da die Reha aber insgesamt 10 Wochen lief, gab es Widerspruch, wieder mit Druck vom Sozialdienst.
Zwei Monate NACH ENDE der Reha wurde die Leistung dann bewilligt, die natürlich nie in Anspruch genommen wurde, weil es ja niemand hätte bezahlen können.

Die Reha hat natürlich lange nicht so gut geholfen, wie sie es gekonnt hätte.

Ich würd an deiner Stelle also wirklich erst fahren, wenn wirklich klar ist, wer deinen Sohn in welchem Umfang betreuen wird, Pflegedienst für die Grundpflege, Betreuung und Begleitung zu Therapien, jemanden, der ihn zur Schule bringt und abholt, der deinen LG im Haushalt unterstützt usw..
Sonst bewilligt die DRV den Kram halt nach Ende der Reha, wenn eh alles hinfällig ist, weil kam jemand die Bezahlung für solche Dinge einfach so vorstreckt.

Dass du dir so viele Sorgen um deinen Sohn machen musstest und noch musst ist ja eine Mitursache deiner Probleme. Wenn du in der Reha nicht wirklich sicher sein kannst, dass dein Sohn gut versorgt ist, ist die Reha rausgeworfenes Geld und verschenkte Lebenszeit.
 

Zermürbt38

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Die Reha wurde über die Arbeitsagentur gestellt
Was hat die Arbeitsagentur damit zu tun, die haben doch von Medizin erst recht null Ahnung!
Familie geht vor und das kannst du auch ruhig schriftlich mitteilen. Eine solche Reha macht dein Zustand auch nicht besser, nein eher schlimmer!
Da dein Sohn jetzt wieder rückfällig geworden zu scheint egal ob jetzt Rezidiv oder eine andere Raumforderung macht die Sache nicht besser. Sage ab das bringt nichts.

Weiterhin würde ich auch alles daran setzen, dass du in deine Nähe kommst, natürlich erst wenn du auch voll rehafähig bist. Du hast schließlich im Umkreis mehre Kliniken. Eine davon wird ja bestimmt dein Krankheitsbild behandeln. Würde darauf bestehen, egal wielange die Wartezeit dauert.
Besprich das alles mit deinen behandelnden Ärzten.
 

Birt1959

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Ich kann mich den Vorschreiber*innen nur anschließen. Frag erst mal Deine Therapeutin und den Hausarzt, die hoffentlich Deine Situation kennen.

Von der Agentur würde ich mich nicht einschüchtern lassen und falls Dein*e SB*in verständnisvoll ist, wird er/sie Dir in dieser Situation keine Schwierigkeiten machen.

Wenn Du einen verständnisvollen Arzt hast, wird der sicher ein Schreiben verfassen, dass Du auf Grund der momentanen familiären Situation bis auf Weiteres nicht rehafähig bist.

Das schickst Du dann nachweisbar an die DRV und wartest dann ab wie die reagiert.

Sollte Dein Arzt die Bescheinigung nicht ausstellen - ob das eine Therapeutin kann, weiß ich nicht - kannst Du von deinem Wahlrecht einer Klinik gem. § 8 Abs. 1 SGB IX Gebrauch machen, wenn Du Dir zutraust in Nähe deiner Familie eine Reha zu machen.

"§ 8 SGB IX Wunsch- und Wahlrecht der Leistungsberechtigten

(1) Bei der Entscheidung über die Leistungen und bei der Ausführung der Leistungen zur Teilhabe wird berechtigten Wünschen der Leistungsberechtigten entsprochen. Dabei wird auch auf die persönliche Lebenssituation, das Alter, das Geschlecht, die Familie sowie die religiösen und weltanschaulichen Bedürfnisse der Leistungsberechtigten Rücksicht genommen; im Übrigen gilt § 33 des Ersten Buches. Den besonderen Bedürfnissen von Müttern und Vätern mit Behinderungen bei der Erfüllung ihres Erziehungsauftrages sowie den besonderen Bedürfnissen von Kindern mit Behinderungen wird Rechnung getragen."
sozialgesetzbuch-sgb.de

Ich fand beim Googlen bei einer Klinik die angehängte Argumentationshilfe und das Formular. Meines Wissens bedarf der Antrag keiner Form, du kannst Dir also auch selbst eins "basteln". Ich habe schon mal dies mit Erfolg gemacht, nachdem die Reha mit Klinikzuweisung erfolgt war, gemacht.

Alles Gute Dir und gute Besserung für Deinen Sohn
Birt
 

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AnnikaK

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Erstmal vielen Dank für die ganzen Tipps, das ist furchtbar lieb von euch!

Ich hab ehrlich gesagt, noch nie eine SB bei der AA zu Gesicht bekommen, außer die, die den Antrag angenommen hat.
Wegen meines GdB von 50 wäre wohl die Zweigstelle für mich zuständig, von denen hab ich aber nur den Schrieb mit dem Rehaantrag bekommen...
Muss ich denn eine Kopie von der evtl Rehaunfähigkeit oder vom Wunsch eines Klinikwechsels auch da hin schicken oder nur an die DRV?
 

Kerstin_K

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Ob dur da eine Kopie hnschicken musst, weiss ich nicht, schden kann es sicher nicht.
 

Caye

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Das ist normal, dass du von der AfA niemanden siehst, da du ja nicht arbeitsfähig bist.

Ich hab das seinerzeit nur mit der DRV geregelt, die AfA geht das nix an.
Da du den Antrag aber über die AfA gestellt hast, dürften da eh schon Infos fließen, vermutlich hast du da auch eh schon eine gegenseitige Schweigepflichtentbindung erteilt.
Es kann also sein, dass die AfA das eh mitbekommt und nachbohrt, obwohl es sie in keiner Weise angeht.

Kläre das mit der DRV, spar dir das Porto für die AfA, und bleib cool und komm zum Forum, falls die AfA sich einschaltet und meint, Stress verursachen zu müssen. ;)
 

AnnikaK

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So, ich wollte mich hier auch mal wieder melden.
Das Ergebnis von meinem Sohn war gut, kein Rezidiv, keine Metastase. Es hat sich der Knochen einfach aufgelöst, wahrscheinlich eine Spätfolge der Bestrahlung.
Ich hatte einen Umstellungsantrag bei der DRV gestellt, weil mir die Klinik in Thüringen zu weit von zu Hause weg war und hatte 3 Wunschkliniken in der Nähe angegeben. Von den 3en ist es zwar keine geworden, aber immerhin eine in der Nähe (angeblich wären die anderen 3 für mich nicht geeignet, obwohl die alle das gleiche Behandlungsangebot haben... nehm ich jetzt einfach mal so hin)
Den Rehatermin habe ich noch nicht, die Klinik meinte aber, vor Herbst wird das nichts.

Von daher hab ich jetzt noch ein paar Wochen Ruhe, die ich auch dringend brauche. Bei meiner Mutter sind jetzt Hirnmetastasen aufgetreten. Es sah vorher schon nicht mehr gut aus, jetzt noch schlechter...

Ob ich im Endeffekt die Reha wirklich machen kann, wird sich dann kurz vorher zeigen, mein Arzt meinte, das entscheiden wir dann.

Einerseits möchte ich die Reha gerne, weil ich wirklich durch bin, andererseits habe ich Angst davor, meinen Sohn zu Hause zu lassen und auch, das ich durch die Reha wichtige Lebenszeit mit meiner Mutter verplempere...

Man wird sehen.
 

Kerstin_K

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Fordere mal die Stellungnahme des Sozialmedizinischen Dienstes der DRV an. Bei meiner Bekannten haben sie auch behauptet, die Wunschklinik sei nicht geeignet. Das war erfunden.
 
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