Rehatermin und viele Fragen

AnnikaK

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Hallo, mein Name ist Annika und ich bin 39.
Seit Oktober 2017 bin ich Au (Depressionen, PTBS, Zwänge), seit April 2019 ausgesteuert, ALG nach Nahtlosigkeit. Meine Arbeitsstelle wurde mir zum 31.12.2018 gekündigt.
Jetzt soll ich Ende August zu einer Reha in Thüringen. Die Reha wurde über die Arbeitsagentur gestellt, ich dachte, ich bekomme auch noch was zum ausfüllen, wo ich auch die Situation mit meinem Sohn angeben kann. Dem war aber nicht so.

Im Oktober 2017 erkrankte mein Sohn (jetzt 14)an einem metastasierten Hirntumor, im Dezember 2017 meine Mutter an einem kleinzelligen Lungen-Ca, im März 2018 mein Vater an einem Adenokarzinom. Mein Vater starb im August 2018, im Oktober 2018 war der Tumor von meiner Mutter wieder da, wieder Chemo, diese schlägt nun nicht mehr an, es wäre laut Ärzten ein Wunder, wenn sie Weihnachten noch erlebt.

Bei meinem Sohn war die Therapie im Januar erfolgreich beendet, im März waren wir in einer Familienorientierten Reha, da galt allerdings nur er offiziell als Patient.
Das MRT im April war auffällig, dies wurde Ende Mai durch ein neues MRT bestätigt, am 18.6. wurde er operiert, wir warten noch auf das Histlogieergebnis, da kein Arzt anhand der Bilder sagen konnte, um was es sich handelt.

Ich weiß nun nicht, was ich machen soll. Ich fühle mich nicht in der Lage, 5 Wochen 350 km von meinem Sohn weg zu sein. Und mit kann er nicht, er hat zwar einen Pflegegrad, aber er braucht seine regelmäßigen Physiotherapien.
Außerdem hat er noch eine PEG-Sonde....

Sollte ich mal bei der DRV anrufen und fragen, was man machen kann?
Oder soll ich einen Widerspruch einlegen und um eine Klinik in der Nähe bitten?

Und was ist, wenn er jetzt doch ein Rezidiv hat? Da kann ich ihn doch nicht alleine lassen!
Ich möchte dann auch nicht, das sich mein Lebensgefährte alleine kümmern muss.

Sein Vater kümmert sich nicht viel um meinen Sohn, ich hab das alleinige Sorgerecht.


Ich hatte heute den Brief mit dem Termin im
Briefkasten und bin total durcheinander und voller Panik!
 

Kerstin_K

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Nicht mit der DRV telefonieren. Mach das schriftlich. Eventuell kann auch der Arzt deines Sohnes etwas schreiben.
 

IronFist

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Es sollte doch in dem Fall möglich sein, daß dir ein Arzt bescheinigt, daß du nicht rehafähig bist?
 

AnnikaK

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Aber geht das denn, aus familiären Gründen rehaunfähig? Oder sollte er das dann eher medizinisch begründen, also das der Rehaaufenthalt meinen Zustand verschlimmern würde oder so?

Ich bin wirklich total daneben, immer kommt irgendwas neues und dann noch der Behördenkram, totale Überforderung für mich!
 

Kerstin_K

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In deiner Situation ist doch eine Reha komplett sinnlos. Di bist doch in Gedanken nur bei deinem Kind.
 

IronFist

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Aber geht das denn, aus familiären Gründen rehaunfähig? Oder sollte er das dann eher medizinisch begründen, also das der Rehaaufenthalt meinen Zustand verschlimmern würde oder so?

Ich bin wirklich total daneben, immer kommt irgendwas neues und dann noch der Behördenkram, totale Überforderung für mich!
Das ist eine med. Reha?! Welche Fachrichtung?

Wenn du einen vernünftigen Arzt hast mit dem man reden kann, schildere ihm was bei dir daheim los ist und er wird eine Begründung finden, dich für rehaunfähig zu erklären.

Ich kann mir aber auch offen gesagt nicht vorstellen, daß dich eine Reha Klinik wenn sie wüßte, welche Sorgen und Probleme du daheim hast, überhaupt aufnimmt.
 

AnnikaK

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Es wäre eine medizinische Reha, psychosomatisch.
Ich habe Montag einen Termin bei meiner Psychologin und Dienstag beim Hausarzt, da spreche ich mal mit denen.
Sollte ich die Klinik, in der mein Sohn in Behandlung ist, auch ansprechen?

Die Familienreha war schon das totale Desaster, ich war kaum in der Lage, meine Anwendungen zu machen, weil ich so Ängste vor Menschen entwickelt habe und nur meinen Sohn im Kopf hatte. Das steht auch in dem Entlassungsbericht drin. Ich bin davon ausgegangen, das die DRV den zur Kenntnis nimmt bei der Entscheidung zu meiner Reha...
 

IronFist

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Es wäre eine medizinische Reha, psychosomatisch.
Ich habe Montag einen Termin bei meiner Psychologin und Dienstag beim Hausarzt, da spreche ich mal mit denen.
Besprich dich Mo. und Die. mit deinen Behandlern. Ich würde mit denen gemeinsam überlegen, ob es Sinn macht die Klinik anzuschreiben und dort zu schildern, was derzeit bei dir für Probleme anstehen.
 

bondul

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Sollte ich mal bei der DRV anrufen und fragen, was man machen kann?
Ich würde das als erstes machen und im Anschluss daran die Rehaklinik über meine persönliche Situation informieren. Sie müssen diese berücksichtigen und gemeinsam mit dir eine Lösung finden. Bis Ende August ist noch etwas Zeit, die Gesundheit deines Sohnes und auch deine sind wichtig - wichtiger als Termine, die noch geändert werden können.

lg, bondul
 

Caye

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Theoretisch gibt es auch Rehakliniken, in die man pflegebedürftige Verwandte mitnehmen kann.
Praktisch halte ich das in der Psychosomatik für ziemlich sinnfrei - was wohl auch die Experten so sehen, es gibt kaum psychosomatische Kliniken, die das machen.

Theoretisch könntest du für deinen Sohn Kurzzeitpflege/Verhinderungspflege in Anspruch nehmen. Außerdem, da er behindert und ein Kind ist, Haushalts- und Betreuungsleistungen über die DRV.
In der Kombination könnte man so vermutlich sogar die Versorgung zuhause sicherstellen ohne den Lebensgefährten einzuspannen, ansonsten gibt es Kurzzeitpflegeeinrichtungen speziell für Kinder.
Du kannst dir deine Rehaklinik selbst aussuchen (solange es eben eine offizielle Rehaklinik ist und sie dein Krankheitsbild behandelt). Das macht eh Sinn, weil die Kliniken, die die DRV als erstes parat hat, oft nix taugen.
Dann könntest du die Rehaklinik so wählen, dass es eine Kurzzeitpflege für Kinder in der Nähe gibt.
Praktisch kriegt natürlich jede Rehaklinik die Krise, wenn sie deine Aufnahme zeitlich mit einem freien Kinderkurzzeitpflegeplatz koordinieren muss. Das geht nicht so einfach. Auch eine Betreuung daheim wäre bis Ende August schwer umsetzbar, da gerade die DRV Ewigkeiten braucht, um Haushalts- und Betreuungsleistungen zu bewilligen.

Das alles natürlich völlig davon abgesehen, dass die Reha wohl keinen Sinn macht, solange der gesundheitliche Zustand deines Sohnes unklar ist.
Natürlich wärst du dann aus medizinischer Sicht rehaunfähig weil mit dem Kopf nur zuhause.

Mit der DRV telefonieren halte ich für unnütz, die beraten einen sowieso nie richtig und in deiner Lage erst recht nicht.

Wenn du die Reha eh nur zähneknirschend antreten würdest, lass dich rehaunfähig schreiben, sende das der DRV und die Sache ist vom Tisch.
Wenn du die Reha eigentlich und auch möglichst bald machen willst, sobald klar ist, dass dein Sohn kein Rezidiv hat und wie er versorgt werden kann, ist es vermutlich etwas komplizierter. Die DRV mag es nicht, Reha-Anträge ewig auf Eis zu legen.

In letzterem Fall wäre es schon gut, sich fachkundige Hilfe zu holen. Spontan würde mir da der Bundesverband chronisch kranker Eltern einfallen. Die Versorgung von Kindern während einer Reha ist für die ein Standardthema. ;) Und die teilen sich die Büroräume mit Vereinen, die unabhängige Teilhabeberatung anbieten, auch für Eltern von chronisch kranken / behinderten Kindern. Ist also die geballte Kompetenz.
Da würde ich nächste Woche eher anrufen, die Lage schildern und dich beraten lassen.

Bzgl der Betreuung deines Sohnes - sind bei Kindern mit Pflegegrad nicht auch regelmäßige Beratungen durch Pflegedienste verpflichtend? Dann müsste es ja einen Pflegedienst geben, den ihr schon kennt. Die kennen hoffentlich die Infrastruktur bei euch vor Ort und können abklären, wie Pflege und Betreuung laufen können. Bedenke z.B. auch, dass für Pflegesachleistungen das doppelte PG zur Verfügung steht. Damit, mit stundenweise VHP, Nutzung des Entlastungsbetrags und Leistungen der DRV dürfte einiges gehen, so dass dein Lebensgefährte nicht für viele Aufgaben einspringen muss.
Wenn der Pflegedienst da nicht helfen kann weil nicht auf Kinder spezialisiert und so, wäre eine lokale Teilhabeberatung ein möglicher Ansprechpartner.
Aber für den Teil der Planung muss natürlich erstmal klar sein, dass du tatsächlich fahren kannst und willst.
 

AnnikaK

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Ich wohne in einer Kurstadt und wir haben hier auch eine psychosomatische Rehaklinik, Median.
Ansonsten gibt es aber im Umkreis von höchstens 1 Stunde Fahrtzeit noch mindestens 3 psychosomatische Rehakliniken.
Kann man das auch in dem Schreiben angeben?
Also: eigentlich aus medizinischer Sicht rehaunfähig, aber wenn sie unbedingt wollen, dann in eine wohnortnahe Klinik?

Dann hätte ich zumindest ein etwas besseres Gefühl.... teilstationäre Kliniken sind leider nicht in der Nähe, darauf werden die sich nicht einlassen...

Und, darf ich denn jetzt noch da eingreifen, obwohl der Antrag durch die Arbeitsagentur gestellt wurde? Muss ich die vorher informieren?
 

Katzenstube

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Hallo [LEFT][B][SIZE=17px][FONT=Segoe UI][COLOR=rgb(24, 88, 134)][B]AnnikaK[/B][/COLOR][/FONT][/SIZE][/B][/LEFT],
ich persönlich würde vermuten, dass Dein Psychiater (im Notfall Therapeut) nun Dein bester Helfer sein kann.

Zum ersten müsste er Dir Therapieunfähigkeit bescheinigen können. Zum zweiten könnte(n) er entsprechend attestieren, wie wichtig Deine Wohnortnähe jetzt für Dich ist und warum gerade jetzt die bekannten Ärzte, Psychiater und Psychotherapeuten wichtig sind.

Ausgerechnet in einer psychischen Reha dürfte das doch wohl klar sein, vermute ich in meiner Naivität.

Gruß und viel Glück wünscht Katzenstube
 

IronFist

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Also: eigentlich aus medizinischer Sicht rehaunfähig, aber wenn sie unbedingt wollen, dann in eine wohnortnahe Klinik?
Wohnortnahe Klinik?

Ich hab das zwei mal erlebt, mit Mamis in wohnortnahen Kliniken. Einmal in einer Tagesklinik und einmal in einer stationären Reha.

Ich mein das jetzt nicht böse was ich jetzt schreibe! Müttern bzw. generell Menschen die daheim arg belastende Situationen haben sollte einen Reha-Ort mindestens 600km von daheim entfernt und ohne jeden Mobilfunkempfang und Internetzugang zugewiesen bekommen.

Ansonsten ist es eben weiterhin die Mami, die das „Tagesgeschäft“ daheim regelt. Entweder über‘s Handy aus der Ferne oder aber in dem sie mal kurz vorbei fährt.

Nein, daß hat mit Reha und Gesund werden nichts gleich. Das ist Stress Verdoppelung oder Vervierfachung. Damit hilft man keiner Mutter.
 

AnnikaK

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Wenn mein Sohn und meine Mutter nicht so schwer krank wären, würde ich dir zustimmen.
Aber ich kann nicht irgendwo hunderte von Kilometern weit weg versuchen, gesund zu werden. Ich möchte im Notfall schnell zu Hause sein und ich möchte auch regelmäßig Besuch von meiner Familie haben können, damit ich sehe das es Ihnen gut geht.
Ich würde sonst komplett durchdrehen.
Ich war die letzten 1,5 Jahre 24/7 mit meinem
Sohn zusammen, sei es zu Hause oder in der Klinik.
Er hat ja nicht nur einen Schnupfen, sondern es war schon mehrmals sehr knapp, ich bin froh das er noch lebt.
Leider habe ich dadurch aber auch die ganzen Krankheiten entwickelt. Die PTBS ist von der Zeit auf der Intensivstation, die Zwänge haben sich durch die Verhaltensregeln während der Chemo ( es musste alles sauber sein und ständig desinfiziert werden, er durfte nur bestimmte Sachen essen, ständig Temperatur messen etc) stark verstärkt.

Wenn man mir nur noch 6 Monate Zeit geben würde bis zu einer Reha, das wir erstmal anfangen können, irgendwie wieder Normalität aufkommen zu lassen...er geht ja noch nicht mal wieder ganz zur Schule, nur stundenweise...

Und dann schwebt natürlich noch das böse Wort „Rezidiv“ über uns.... aber das histologische Ergebnis müsste innerhalb der nächsten 14 Tage da sein, dann wissen wir wenigstens da schon mehr.
 

IronFist

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Wenn mein Sohn und meine Mutter nicht so schwer krank wären, würde ich dir zustimmen.
Aber ich kann nicht irgendwo hunderte von Kilometern weit weg versuchen, gesund zu werden. Ich möchte im Notfall schnell zu Hause sein und ich möchte auch regelmäßig Besuch von meiner Familie haben können, damit ich sehe das es Ihnen gut geht.
Ich würde sonst komplett durchdrehen.
Ich war die letzten 1,5 Jahre 24/7 mit meinem
Ich stimme dir voll zu und bin da ganz auf deiner Seite!

Du gehörst zur Zeit nicht in eine Reha sondern solltest daheim bleiben!

In eine wohnortnahe oder eine Tagesreha gehörst du aber schon mal gar nicht! Das wäre für dich mehr Stress, Sorge etc. als du jetzt hast.
 

Kerstin_K

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@IronFist Ich verstehe, was du meinst, kann man so sehen. Aber man muss da glaube ich im Einzelfall beurteilen.

ichhabe das im Dezember bei meiner türkischen bekannten erlebt. Ihr siebenjähriger Sohn hatte bis zur Reha nicht eine Nacht ohne seine Mutter verbracht. Er schlief sogar noch mit im Elternbett. Das war sicher nicht gesund, lässt sich aber auch nicht einfach so auf Knopfdruck ändern.

Für meine Bekannte war nach mehreren Suizidversuchen ihr Kind der einzige Grund, weiterzuleben und sich nicht wieder etwas anzutun. Der MDK empfahl eine Reha unter Mitnahme des Kindes. Das hielten wir nicht für gut, da der Junge sehr viel Aufmerksamkeit verlangte, als Einzelkind hatte er zu Hause das Kommando. Ausserdem war er gerade eingeschult worden und es wäre nicht gut gewesen, ihn aus einer Lerngruppe zu reissen.

Der Papa hat dann seine Arbeitszeit reduziert, den Verdienstausfall hat die DRV übernommen. Vater und Sohn waren ein gutes Team. Klar, einiges lief da anders als mit Mama, aber die beiden haben das toll hinbekommen. Mit Mama hat Sohnemann alle 1-2 Tege telefoniert, ausserdem bekam sie Photos gwschickt, das war mal der tolle neue stift, den er in der Schule bekommen hat, oder auch mal die Rechenaufgaben zum kontrollieren, weil Mama da sbesser kann als Papa.

Als der Kleine Mann dan Fieber bekam, ist Papa sofort mit ihm zum Kinderarzt. Alles halb so wild, aber die Mama hat dann trotzdem durchgesetzt, dass sie am Wochenende nach Hause durfte. Waren nur ca 130 Km, eine Stunde mit dem Zug. Mutter und Kind haben das Wochenende genossen, es war für beide wichtig und am Sonntag Abend ist die Mutter beruhigt wiederin die Reha gefahren.

Im Abschlussbericht stand nachher, dass dieser Heimatbesuch zur Beruhigung beigetragen hat, denn durch die Reha war sie völlig in Aufruhr.

eien Mutter von ihrem Kind z trennenen ist immer heikel. Wenn das Kind aber schwer krank ist, dann ist es unmenschlich.
 
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ZynHH

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Ich würde mit dem Antragsteller, hier der AfA, einen kurzfristigen Termin machen und auf die Zustände hinweisen, natürlich vorher ein Gutachten/ Attest vom behandelnden Arzt holen.

Soll die afa doch auf kurzem Dienstweg die reha stoppen.
 

Kerstin_K

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Naja, aufpassen muss man eh, weil die AfA das Dispositionsrecht hat.

Daiat wohl auch bei der Antragsstellung eineiges nicht optimal gelaufen, denn es ist nicht normal, dass die AfA sen Antrag stellt und normal kann amn auch eine Wunschklinik angeben.
 

IronFist

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@IronFist Ich verstehe, was du meinst, kann man so sehen. Aber man muss da glaube ich im Einzelfall beurteilen.
In dem hier vorliegenden Fall sollte die DRV, die Krankenkasse oder wer auch immer die TE, den Sohn und die Mama der TE in einen Zug Richtung See oder Berge setzen, die 3 gemeinsam dort zur Ruhe und Erholung kommen lassen und allen dreien Physio-, Ergo- und meinetwegen auch Psychotherapie soviel sie möchten zukommen lassen.

Es macht doch keinen Sinn, aus einem Familienverbund in dem alle 3 dort lebenden Personen krank sind, eine heraus zu ziehen und in Reha zu schicken.
 

Caye

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Ich kenn es so, dass auch eigentlich vollstationäre Rehakliniken vereinzelt teilststionäre Patienten aufnehmen, das könnte also gehen.
"Wohnortnah" könnte ja evtl auch ein Zwischending sein - vielleicht nur 100-200 km weg, so dass Lebensgefährte und Sohn zu Besuch kommen können?

Ob du das willst musst du letztendlich selbst entscheiden.
Teilstationär bedeutet immer, dass du aus dem Alltag nicht herauskommst und du eine heftige Doppelbelastung hast.

Gerade wo deine Probleme ja ihre Ursache in den heftigen Erkrankungen in der Familie haben, halte ich eine teilstationäre Reha bzw überhaupt eine Reha, solange da ein Rezidiv im Raum steht, für zwecklos.

Das wird dir sicherlich auch jeder Fachmensch so bestätigen.

Verschiebe die Reha, bis klar ist, wie es mit deinem Sohn weiter geht (und natürlich noch länger, falls es ein Rezidiv sein sollte).
Such dir eine Rehaklinik aus, die sich mit Traumatherapie, am besten in so einer Konstellation wie bei dir, auskennt. Auf der Indikationsliste einer Psychosomatik steht die PTBS fast immer, d.h. nicht, dass die Klinik das wirklich kann. Vielleicht findest du ja wirklich eine, die nicht ganz so weit weg ist.
Bereite dann die Versorgung deines Sohnes daheim so vor, dass du dich darauf verlassen kannst. Dazu braucht es eh mehr Zeit als bis August.
Dann bringt dir die Reha vielleicht auch was.

Bzgl. AfA: Durch deren Aufforderung verlierst du dein Dispositionsrecht nicht. Du kannst die Klinik aussuchen und den Aufnahmetermin auch verschieben, da es dafür ja gute Gründe gibt.
Eine attestierte Rehaunfähigkeit ist da gar nicht angreifbar.

Diesbezüglich würde ich mir an deiner Stelle aber unabhängigen Rat suchen, da du die Reha ja offensichtlich machen willst, nur eben nicht jetzt und nicht ohne Vorbereitung.
Eine Reha konplett per Rehaunfähigkeit abwehren ist kein Problem. Verschieben und verändern ist da komplizierter.
 
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