Rehamaßnahme eine Umschulung, das ist eine Vorschlag der Rehaberaterin, wie verhalte ich mich jetzt, wer hat einen Rat für mich?

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benny1976

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Hallo!
Die Kurzfassung. Ich bin seit fast 20 Jahren arbeitslos. Hab mit Mitte 20 eine schwere Angst und Zwangsstörung bekommen. Es folgten unzählige Therapien, stationär, ambulant, und ich war ganz normal arbeitslos gemeldet und bekam dementsprechend Jobangebote auf die ich mich melden musste. Ich wollte eine befristete Rente beantragen. Davon wurde mir abgeraten. Seit 10 Jahren hab ich einen Minijob. Ich habe meinen Arbeitsvermittler um eine Klärung meiner Situation gebeten. Vor einem Jahr psychologisches Gutachten. Der Mann war sehr nett und bescheinigte mir, dass ich für den ersten Arbeitsmarkt ungeeignet bin.
Dann bekam ich einen Termin bei einer Rehaberaterin die mir eine Umschulung vorschlug. Ich versuchte ihr zu erklären, dass das an meinem Problem vorbeigeht. Ich bin durch meine Krankheit nicht belastbar, kann mich nur bedingt konzentrieren, hab immer wieder Tage an denen ich nichts auf die Reihe bekomme. Und vor allem kann ich mich nur kurze Zeit woanders aufhalten. Ich sollte mir das mitgegebene Material mal durchlesen und mich bei ihr melden. Ich würde ihr das gerne so mitteilen. Aber ich weiß nicht was dann passiert. Sie sagte mir schon, dass sie nicht das Arbeitsamt ist und ich frei sprechen kann. Aber wenn ich ihr Angebot ablehne muss ich das ja auch meinem Arbeitsvermittler erklären.
 

Seepferdchen 2010

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Hallo benny1976

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.

Ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder "Rehamaßnahme, wie verhalte ich mich? sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!

Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 150! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

und auch im Texteingabefeld bei der Überschrift findest du dazu den Hinweis.

Schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:



Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

gila

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Hallo Benny - verstehe ich das richtig: du "wurschelst" dich mit Minijob durch - aber sicher bekommst du (weil Arbeitsvermittler ...) dann aufstockend ALG II?

Ich wollte eine befristete Rente beantragen. Davon wurde mir abgeraten.

WARUM wurde dir abgeraten und von wem?
Wenn du doch so gar nicht belastbar bist und ein Gutachten ergab, dass du für den 1. Arbeitsmarkt nicht geeignet erscheinst - dann müsste es doch in dem Zuge auch heißen, dass du UNTER 3 Stunden erwerbsfähig bist?
Was genau steht im Gutachten?
Wenn dem so ist - ist das Jobcenter auch nicht dein richtiger Ansprechpartner ... eher dann Grundsicherung (Sozialamt) + eine Rente - sofern es hier Ansprüche gibt!

Kannst du noch näheres sagen?
 

benny1976

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Hallo! Danke für deine Antwort!
Hallo Benny - verstehe ich das richtig: du "wurschelst" dich mit Minijob durch - aber sicher bekommst du (weil Arbeitsvermittler ...) dann aufstockend ALG II?

Genau so ist das.

WARUM wurde dir abgeraten und von wem?

Im Lauf der Jahre von einigen Leuten. Arbeitsvermittler, Psychologen, Beratungsstelle, Ärzte. Ich bekam immer nur zu hören, 3 Stunden werden die Ihnen immer zutrauen.

Was genau steht im Gutachten?

Genau das steht natürlich nicht drin. Da steht, dass ich wahrscheinlich nicht MEHR als 3 Stunden arbeiten kann.

Wenn dem so ist - ist das Jobcenter auch nicht dein richtiger Ansprechpartner ... eher dann Grundsicherung (Sozialamt) + eine Rente - sofern es hier Ansprüche gibt!
Kannst du noch näheres sagen?

Ich fühle mich dort auch total fehl am Platz. Als das anfing bin ich von einem Arzt zum anderen und habe gebettelt, sie mögen mich doch bitte krankschreiben. Hat natürlich keiner gemacht. Im ersten Gutachten stand "Nicht vermittelbar, bis auf weiteres arbeitsunfähig." Meine damalige Arbeitsvermittlerin erkannte sehr gut, dass sie nicht mehr für mich zuständig sind. Von einem Rentenantrag hat man mir mit Mitte 20 abgeraten. Also zweites Gutachten das mir besagte 3 Stunden bescheinigte.
Danach irgendwie so durchgemogelt. Hier und da ne Maßnahme die zu dem Ergebnis führte: "Sie sind nicht vermittelbar."
Also wieder von vorne.

Nach dem Gespräch mit der Rehaberaterin habe ich wohl die Wahl zwischen einer Umschulung in Hintertupfingen und einer betreuten Tätigkeit.
Ich habe einfach Angst was passiert wenn ich das ablehne.
 

gila

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Verwunderlich, dass du mit diesen Einschränkungen so lange "irgendwie" durchgehalten hast!
Nun: ich würde wohl mit der Rehaberaterin offen sprechen - was soll groß passieren?
Wenn du nicht vermittelbar bist am 1. Arbeitsmarkt, kann das keiner "einfach so" mal entscheiden - das ist eigentlich auch keine so richtig "wertige" Aussage über deine Erwerbsfähigkeit - letztlich kommt es auf eine Feststellung da an, ob du ÜBER oder UNTER 3 Stunden "erwerbsfähig" bist unter den "normalen Bedingungen des Arbeitsmarktes"
Und keine Geschwurbel dazwischen.

Hopp oder Top in diesem Falle: über 3-6 Stunden = Jobcenter (und die haben nix für dich)
unter 3 Stunden = SGB XII = Sozialamt und parallel Rentenantrag stellen.
Rente hier nur als "vorrangige Leistung" - FALLS dir da was zusteht, wird das mit der Grundsicherung verrechnet.

Wer bestimmt letztlich, ob du erwerbsfähig bist und in welchem Umfang: der Rententräger (meist also DRV)

Ich würde der Rehaberaterin sagen, dass du KLARHEIT haben willst - dass du das alles nicht kannst und schaffst, was gutmütig angeboten wird - auch wohl kaum Aussichten auf eine erfolgreiche Reha bestehen und man sollte doch beim Ärztlichen Dienst die Erwerbsfähigkeit feststellen - ggf. würdest du dann Antrag auf Grundsicherung stellen und Rente.
Mal sehen, was sie dann dazu sagt.

Ich habe eine chronisch und psych. kranke Tochter mit nun 30 - da ist dieser Weg der einzige gewesen, der auch irgendwo dann "lebenserhaltend" war. Nach einigen Jahren nun ohne Druck ist sie wieder in der Lage, über sowas wie "Ausbildung" oder "kleinen Job" nachzudenken.

Nach dem Gespräch mit der Rehaberaterin habe ich wohl die Wahl zwischen einer Umschulung in Hintertupfingen und einer betreuten Tätigkeit.

Worauf und auf welcher Rechtsgrundlage fußt denn so eine schwachsinnige Annahme?
Wenn Umschulung nicht möglich, weil du das nicht durch hältst, dann "betreute Tätigkeit"?

Wir haben auch gute Erfahrungen mit unserem VDK hier vor Ort gemacht, der meine Tochter bei Beantragung eines GdB beim Versorgungsamt und später auch Erhöhung des GdB unterstützt hat, sowie beim Rentenantrag und Widerspruch gegen eine (übliche) erneute Reha - nach 9 Kliniken im Leben muss das auch mal ein Ende haben ...

Vielleicht kann dich so ein Sozialverband auch unterstützen? Mitgliedsbeitrag ist sehr gering.
Hast du schon einen GdB?
 
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