Reha wg. Rente durch BfA abgelehnt,und nun?

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ExitUser

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moin,
mal in eigener Sache:
Bin seit einigen Wochen dauerhaft eu-berentet bis zum Eintritt der Altersrente. Davor lief die Befristung bis 31.12.08.Noch während der Befristung stellte ich einen RehaAntrag an meine KK, da meine Schmerzen mittlerweile unterirdisch sind. Der wurde an die BfA weitergeleitet,da die zu dem Zeitpunkt der "richtige" Träger gewesen wären.
Mit Eintritt der unbefristeten Rente ist nun im Normalfall ja wieder die KK zuständig, soweit, so klar.
Ich habe jetzt auch die Ablehnung der Reha durch die BfA vorliegen, allerdings nicht, wie ich dachte, mit Verweis auf deren Nichtzuständigkeit (wie seinerzeit die KK) sondern, weil ich ja so minimal eingeschränkt bin, dass eine ambulante fachärztliche Behandlung ausreicht :icon_kotz:
Von den Textbausteinen und dem Wissen darüber, dass fast immer so entschieden wird, mal abgesehen, habe ich einen riesigen dicken Hals wegen des folgenden Schlußsatzes:
Darüber hinaus haben wir geprüft, ob Sie rehabilitationsbedürftig nach den Leistungsgesetzen eines anderen RehaTrägers sind.Das ist bei Ihnen nicht der Fall.Deshalb konnten wir Ihren Antrag auch nicht an einen anderen Träger weiterleiten.

Ich bin fassungslos! Massen die sich jetzt an, für Krankenkassen Entscheidungen vorweg nehmen zu dürfen?? Steht denen wirklich das Recht hierzu zu?
Ich habe schon im Vorfeld erneute Formulare bei meiner KK angefordert, der Antrag geht morgen erneut raus.
Aber ich bilde mir ein, dass in diesem Fall doch eine einfache Ablehnung wg. fehlender Zuständigkeit hätte erfolgen müssen plus eine Weiterleitung an den zuständigen Träger!
Ich möchte hier einen knallharten Widerspruch einlegen, bin aber viel zu sauer, um emotionslos zu schreiben und brauche rechtliche Sicherheit.
Ich habe zwar gegoogelt, aber über eine gesetzliche Verpflichtung, die eine Weiterleitung im Falle der Nichtzuständigkeit zwingend erforderlich macht, nichts gefunden.
Und auch nicht darüber, was als Ablehnungsgrund Priorität hat, mangelnde Zuständigkeit oder die angeblich fehlenden persönlichen Voraussetzungen.
Wenn Ihr eine Chance seht, dass ich die so richtig derbe anpinkeln kann, lasst es mich wissen.
lG
Elena -ausnahmsweise mal extrem :icon_dampf:
 

Seebarsch

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Hallo elena,
das ist zwar schwer zu verstehen aber logisch!
Da du eine dauerhafte Erwerbsminderungsrente erhältst, ist eine Wiedereingliederung ins Berufsleben nach dem jetzigen Stand ausgeschlossen.
Mithin wird die Rentenversicherung, oder auch jemand anders, keine Rehabilitation einleiten, da diese ja das Ziel der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit hat!
Es ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass die Krankenversicherung für die medizinische Betreuung zuständig ist!
:icon_smile:
 

lekiki

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Hallo Elena,

die Rentenversicherung hätte diesen Antrag nicht wegen Zuständigkeit ablehnen dürfen.
Gemäß SGB IX ist festgelegt, dass nach Antragseingang des Reha-Antrages, innerhalb von 2 Wochen der Antrag an den vermeintlich zuständigen Träger weitergeleitet werden muss. Die Krankenkasse hatte in Deinem Fall entschieden, dass die BfA hierfür zuständig ist. Was aus Deiner Sicht zunächst auch richtig war.
Danach darf der Antrag nicht mehr wegen Zuständigkeit an einen anderen oder den vorhergehenden Träger weitergeleitet werden. Dies bedeutet, dass in Deinem Fall auf jeden Fall der Rententräger zuständig für die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen war, denn die BfA durfte den Antrag nicht zur Krankenkasse zurückschicken.

Das klingt jetzt zwar ziemlich komisch, hat aber den Hintergrund, dass diese Anträge nicht sinnlos hin und her gereicht werden, da es ja meist notwendig ist, eine schnelle Entscheidung zu treffen.

Natürlich solltest Du trotzdem aus medizinischen Gründen Widerspruch einlegen. Du kannst allerdings auch erneut einen Antrag bei Deiner Krankenkasse direkt stellen, diesmal werden Sie den Antrag selbst prüfen müssen, da die Krankenkasse nun zuständig ist.

Habe auch schon einige Male gehört, dass Reha-Anträge oft erst durch den Widerspruch bewilligt wurden.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel ERfolg!

LG
lekiki
 
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ExitUser

Gast
danke Seebarsch + lekiki,

hab's geschnackelt, Vorwärtssalto ja, rückwärts nein .
Ich war eben u.a. tierisch angefressen, weil in diesen verdammten Textbausteinen als Begründung steht, dass meine "Funktionsstörungen aus sozialmedizinischer Sicht nicht so gravierend sind, dass sie eine Gefährdung oder Minderung der Erwerbsfähigkeit begründen".
Genau diese "Funktionsstörungen" sind es, die nach einmaliger Befristung eine dauerhafte Berentung ausgelöst haben :icon_neutral:
Ach, menschliche Briefe wären was Schönes....
Andererseits positiv, denn über die KK habe ich "meine" Schmerzklinik sicher, bei der BfA bekommt man ne Zuweisung.
lG
E.
 
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