Reha vor Rente - nach 1. Gutachtertermin

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Maria44

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
7 Mai 2019
Beiträge
9
Bewertungen
0
Hallo an Euch,
kurz zu mir: ich habe Anfang Januar 2019 einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt. Ich leide seit Jahren unter wiederkehrenden mittelgradigen Depressionen mit Angstzuständen. Dazu gesellen sich seit letztem Jahr fortgeschrittene Arthrose im li. Knie und beginnende Arthrose in den rechten Fingergelenken (Befunde vorliegend, täglich chronische Schmerzen). Was weitere Körperregionen betrifft, ist die Diagnostik hier noch nicht ganz abgeschlossen. Ich habe seit 01/2018 einen anerkannten GdB von 30, befinde mich aber derzeit im Klageverfahren zum GdB 50.

Meine langjährige Arbeitsstelle als Projektassistentin habe ich, nach langem Kampf, 2017 verloren. Bei zwei neuen Arbeitsstellen im letzten Jahr habe ich die Probezeit nicht überlebt und befand mich wieder am Rande des Burnouts. Seit Ende 2018 bin ich arbeitslos und die Depressionen/Ängste in vielerlei Hinsicht sind wieder sehr präsent bzw. haben sich verschlimmert. Bisher hatte ich nur ambulante Psychotherapien (Gesprächstherapie knapp 2 Jahre im 2012-2014 und Verhaltenstherapie knapp 1,5 Jahre 2017-2018). Die Verhaltenstherapie wollte ich fortsetzen, nur leider hat mich meine Therapeutin, entgegen ihrer Aussagen zur Fortführung, im Stich gelassen ☹.

Der Termin beim sozialpsychiatrischen Gutachter ist nun erfolgt. Nach nur 40 min, empfahl er aus Zitat „ärztlicher Sicht“, dass mein behandelnder Psychiater einen zeitnahen Termin zur Behandlung in einer Tagesklinik organisiert (ich habe ihm zuvor gesagt, dass ich einen stationären Aufenthalt nicht möchte). Zum Gutachten selbst muss er sich Zitat „in den nächsten Tagen ein Bild von meinem gesundheitlichen Zustand machen“.

Nun habe ich bald den nächsten Termin bei meinem Psychiater und ich bin mir unsicher, ob ich parallel zum Rentenantrag in eine Klinik gehen soll (unabhängig davon weiß ich, dass eine Therapie in einer Klinik indiziert ist).

Werde ich überhaupt in einer Klinik angenommen, trotz laufenden Rentenverfahrens? Ich habe gelesen, dass es Probleme diesbezüglich geben soll.
Sollte ich lieber abwarten, wie die Rentenversicherung entscheidet? Der Gutachertermin beim Orthopäden steht ebenso bald an.

Könnte die Rentenversicherung meinen Rentenantrag in einen „Rehaantrag“ umdeuten/umwandeln? Gemäß dem Grundsatz „Reha vor Rente“. Bisher habe ich nur Mutter-Kind-Kuren durchgeführt (habe 2 Kinder). Zudem hatte ich bereits 2 gehnemigte Rehas der DRV in der Tasche, habe sie aber beide nicht antreten können, da diese 2 im Nachhinein erfolglosen Jobangebote kamen :-( Mein Psychiater sieht eine Reha als nicht erfolgreich an, dies hat er in seinem Befundbericht auch so angegeben.

Was habt ihr dahingehend für Erfahrungen gemacht? Könnt ihr mir Tipps geben?

LG Maria44
 
Zuletzt bearbeitet:

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
6.127
Bewertungen
19.063
Hallo und Willkommen im Forum :)

Nach nur 40 min, empfahl er aus Zitat „ärztlicher Sicht“, dass mein behandelnder Psychiater einen zeitnahen Termin zur Behandlung in einer Tagesklinik organisiert (ich habe ihm zuvor gesagt, dass ich einen stationären Aufenthalt nicht möchte).
Du musst hier aber schon ein wenig unterscheiden. Tageklinik ist nicht stationär sondern ambulant und durchaus sinnvoll wenn du derzeit keinen Therapeut hast.

Werde ich überhaupt in einer Klinik angenommen, trotz laufenden Rentenverfahrens? Ich habe gelesen, dass es Probleme diesbezüglich geben soll.
Das ist in der Tat bei manchen Tageskliniken. Manche Klinik setzen Patienten die bereits eine Rente beantragt haben gerne ganz nach hinten auf die Wartliste.

Könnte die Rentenversicherung meinen Rentenantrag in einen „Rehaantrag“ umdeuten/umwandeln?
Glaskugel lesen kann hier zwar niemand aber vom Grundsatz her solltest du davon ausgehen das ohne eine Reha gar nichts geht. Wenn ich mir die Aufzählung deiner Leiden so anschaue würde es mich sehr wundern wenn du damit sofort eine EMR-Rente bekommen würdest. Bei mir sind da erheblich mehr Wehwehchen und die DRV weigert sich trotz gleichlautender Rehaberichte. Aber Wunder gibt es immer wieder.

Mein Psychiater sieht eine Reha als nicht erfolgreich an, dies hat er in seinem Befundbericht auch so angegeben.
Auch wenn das jetzt hart klingt aber du kannst davon ausgehen das der Befundbericht und die Meinung deines Docs die DRV nicht die Bohne interessiert.
 

Susanne42

Elo-User*in
Mitglied seit
26 Oktober 2018
Beiträge
427
Bewertungen
275
Reha und Klinik ist aber ein Unterschied.
Nur in einer Reha wird deine Leistungsfähigkeit überprüft.
Ich war jetzt 2 mal während meiner Erwerbsminderungsrente in einer Klinik. Man macht zwar nahezu das gleiche wie in einer Klinik, aber dieses ganze Bewertungspozedere fällt weg.
Wenn dein Rentenantrag jetzt läuft, brauchst du erstmal nichts zu machen, die DRV schickt dich schon von selbst in Reha, wenn die meinen dass es wichtig ist.
Es gibt Rehastätten die machen Akutklinik und Reha zusammen in einem Gebäude, da gibt es einige Kliniken mit wenig Wartezeiten
 

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
6.127
Bewertungen
19.063
Reha und Klinik ist aber ein Unterschied.
Nur in einer Reha wird deine Leistungsfähigkeit überprüft.
Ich war jetzt 2 mal während meiner Erwerbsminderungsrente in einer Klinik. Man macht zwar nahezu das gleiche wie in einer Klinik, aber dieses ganze Bewertungspozedere fällt weg.
Was soll jetzt dieser Unsinn ?
Eine Rehabilitation oder Anschlussheilbehandlung wird in einer Reha-Klinik durchgeführt. Zumindest wenn dies von der DRV veranlasst wird gibt es immer einen Entlassungsbericht und das ganze "Bewertungsprozedere" fällt auch nicht weg.

Ein Unterschied besteht zwischen einer Reha/AHB und einem Krankenhausaufenthalt. Bei letzterem gibt es nur einen Entlassungsbrief oder eine Epikrise und nicht den Entlassungsbericht im Sinne der DRV.
Auch eine Tagesklinik hat nichts mit Reha oder KRHS zu tun und dort gibt es auch keinen Entlassungsbericht.

Es gibt aber keinen Unterschied zwischen Reha und Klinik. Das ist überhaupt nicht vergleichbar.
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
26.166
Bewertungen
28.602
Das ist in der Tat bei manchen Tageskliniken. Manche Klinik setzen Patienten die bereits eine Rente beantragt haben gerne ganz nach hinten auf die Wartliste.
Warum ist das eigentlich so?

Bei meiner Bekannten ist es sogar noch schlimmer: wir sichen einen Psychiater, der Hauarzt verschreibt ihr zwar die Medis, weill aber keien APP verschreiben (traut er sich nicht, weil er das nicht kennt).damit soll sie zum Psychiater gehen. Wir kriegen aber nirgends einen Termin, die meisten nehmen gar keine Patienten mehr an. Und eier sagte am Telefon: "Wenn Sie einen Rentenantrag gestellt haben, dan melden Sie sich mal wieder wenn der durch ist." Was soll das? Durch die Bewillligung der Rente ändert sich doh nichts daran, dass sie behandlung braucht. Hat der nur Schiss, dass der was für die Rentenversicherung schreiben soll?
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Tageklinik ist nicht stationär sondern ambulant
Nö, nennt sich teilstationär.

Und ganz wichtig für manch oberschlaue KK-SB:
Bei teilstationärem Aufenthalt keine Zuzahlung!

107289



„4) Versicherte, die das achtzehnte Lebensjahr vollendet haben, zahlen vom Beginn der vollstationären Krankenhausbehandlung an innerhalb eines Kalenderjahres für längstens 28 Tage den sich nach § 61 Satz 2 ergebenden Betrag je Kalendertag an das Krankenhaus. Die innerhalb des Kalenderjahres bereits an einen Träger der gesetzlichen Rentenversicherung geleistete Zahlung nach § 32 Abs. 1 Satz 2 des Sechsten Buches sowie die nach § 40 Abs. 6 Satz 1 geleistete Zahlung sind auf die Zahlung nach Satz 1 anzurechnen.“

 

Maria44

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
7 Mai 2019
Beiträge
9
Bewertungen
0
Hallo liebe Mitglieder,
also bin nun geknickt erstmal....Ablehnung gestern zur Rente über den VdK erhalten. Aus meiner mittelgradigen Depression wurde schnell mal eine leicht mittelgradige Depression gemacht. Die diagnostizierte Arthrose in den Fingergelenken wurde zu einem Reizzustand abgemildert. Begründung nur pauschal "aus medizinischer Sicht vollschichtig arbeitsfähig 6 Stunden"....das wars auch. Dafür habe ich nun 7 Monate gewartet. In der Auflistung der Behinderungen/Krankheiten der DRV taucht auch, ich wäre perfektionistisch....interessant...scheint wohl ne Meinung vom DRV Psychiater zu sein :unsure: Ich dachte, dass sie mich mindestens zur Reha einladen bzw. den Rentenantrag in einen Rehaantrag umwandeln, aber auch da nix.

Ich werde mich nun für den Widerspruch an einen guten Fachanwalt wenden. Ich denke, alleine und auch mit dem VdK komme ich hier nicht weiter, vermute, dass sie dann auch diesen sofort ablehnen werden:cautious:

Ende September 2019 läuft mein Krankengeld aus. Ich weiss, dass ich mich beizeiten nun dem Arbeitsamt vorstellen muss wegen ALG I und Nahtlosigkeitsregelung:unsure: Wenn ich aber weiterhin AU attestiert bin, kann es dann Probleme bei der Zahlung von ALG I kommen? Ich befinde mich dann vermutlich ja noch im Widerspruchsverfahren EWR-Antrag:(



Moderationshinweis...

2 Beiträge zusammengeführt. Bitte nicht mehrere Beiträge in kurzer Zeit posten. Man kann das eigene Posting innerhalb der Editierzeit (60 Minuten) jederzeit ändern oder erweitern. Des Weiteren lassen sich auch mehrere und auch verschiedene Zitate in einen Beitrag einfügen. Bitte in Zukunft beachten :) LG @HermineL



 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
26.166
Bewertungen
28.602
Nein, da gibt es keien Problme, wenn Du dich an ein paar Spielregeln hälsz. Nicht zu früh zur AfA gehen ist die erste davon. Es gibt hier extra ein Unterforum für dieses sogenannten Nahtlosigkeitsfälle. Kannst Duch ja schonmal einlesen.
 

Maria44

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
7 Mai 2019
Beiträge
9
Bewertungen
0
Nein, da gibt es keien Problme, wenn Du dich an ein paar Spielregeln hälsz. Nicht zu früh zur AfA gehen ist die erste davon. Es gibt hier extra ein Unterforum für dieses sogenannten Nahtlosigkeitsfälle. Kannst Duch ja schonmal einlesen.
Hallo Kerstin, danke für Deine Antwort. Was meinst Du genau mit zu früh? Ich dachte, dass ich mich ca. Ende August bei der AfA melde. Keine AU einreichen, mich trotzdem für die DRV aber weiterhin AU schreiben lassen. Das habe ich soweit dem Unterforum schon mal entnehmen können :-/
 

saurbier

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2013
Beiträge
5.749
Bewertungen
9.261
Hallo Kerstin_K,

nun ja, mein alter Hausarzt hatte damals auch Angst mir Schmerzmedikamente zu verschreiben die in den Bereich von BTM gingen, nachdem die bisherigen Schmerzmedikamente nicht mehr den gewünschten Erfolg brachten.

Der meinte da, er müsse mich vorher mal von einem entsprechenden Facharzt untersuchen lassen der dann ggf. BTM absegnen müsse. Also bin ich hier vor Ort in eine Schmerzambulanz des KH gegangen. Die haben mich dann mit dem bisherigen Medikament so voll gepumpt (überdosiert), das mein Orthopäde von dem ich die Behandlungsunterlagen holen sollte für die Schmerztherapie, mir ein paar tackte erzählte (Verrückt soviel als Tagesdosis zu verschreiben etc. pp.). Also hab ich daraufhin dank meines Freundes einen anderen Schmerztherapeuten aufgesucht. Nun ja, er hat seine eigenarten (wie eben jeder Mensch), war aber der erste, welcher mich fast 6 Std. untersuchte (Gespräch, Untersuchung etc.) und das ohne sich ein Röntgenbild etc. anzuschauen. Daraufhin bot er mir dann direkt an 10 Tage in eine stationäre Behandlung zu kommen, wenn ich es wünsche. Gesagt getan, nach einer kurzen Wartezeit lag ich bei ihm im KH und bekam eine Schmerzpumpe per PDA. Ich kann nur sagen welch Traum, wenn man nach fast 10 Jahren dauerschmerzen endlich einmal erleben darf wie schön das Leben ohne große Schmerzen doch sein kann. Der Schmerztherapeut hat mich dann entsprechend medikamentös (BTM) eingestellt und im entsprechenden Befundbericht für den Hausarzt auch gleich mal zusätzlich angemerkt, daß eine Neuvorstellung erst wieder erforderlich wird, sofern neuerliche Umstände dies erforderlich machen.

Seitdem hat mein Hausarzt dann auch fortlaufend entsprechendes BTM verordnet. Er hat auch nach meinem Unfall Ende 2010 eine Erhöhung der bisherigen Dosis mit getragen.

Nun darfst du mal lachen, vorgestern bekam ich von der Praxis des Schmerztherapeuten einen Anruf. Eine seiner Praxishelferinen fragte mich, ob ich der DRV mitgeteilt hätte das ich dort derzeit in Behandlung sei. Da hab ich der Dame erst mal lange erklären müssen was die DRV im Augenblick mit mir treibt. Hallo was will die DRV jetzt nachdem doch die ärztliche Untersuchung am 17.06. war, noch vom Schmerztherapeuten. Haben die sich nicht die alten Befundberichte angefordert. Hallo ich war zuletzt bei ihm im Sommer 2010 und das wüßten die, wenn sie in den Befundberichten der Vergangenheit mal rein schauen würden. Ich hab denen im Schreiben vom März bezüglich dem Untersuchungstermin lediglich angemerkt das ich chron. Schmerzpatient mit einem Chronifizierungsstadium nach Gerbershagen Stufe III bin und bevor ich mich einer ggf. neuerlichen Hüft-OP wegen der zunahme der Schmerzen unterziehe dies mit dem Schmerztherapeuten vorher abklären würde. Man sieht, wie die daran basteln mir jetzt die Rente nach über 20 Jahren noch ablehnen zu können.

Dank meiner neuen Hausärztin hab ich ja jetzt im November auch mal wieder einen Termin beim Schmerztherapeuten.


Grüße saurbier
 

Maria44

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
7 Mai 2019
Beiträge
9
Bewertungen
0
Hallo liebe Mitglieder,

mein Klinikaufenthalt in der Tagesklinik (8 Wochen) ist nun seit gestern beendet. Und nun gehen bereits Streitigkeiten mit der Arbeitsagentur zum Antrag (Zeitpunkt der Antragstellung) auf ALG I los :-( Ich wurde ja zum 28.09.2019 von meiner Krankenkasse ausgesteuert. Der Aufenthalt in der Klinik ging aber drüber hinaus bis zum 07.10.2019. Bereits 2 Wochen (am 05.08.2019) vor Antritt der Tagesklinik war ich bereits beim der AfA persönlich vorstellig, habe mich arbeitslos gemeldet und wurde gleich zur Sachbearbeiterin hoch geschickt. Diese drückte mir zwar den Gesundheitsfragebogen sowie die Schweigepflichtsentbindungen in die Hand und erklärte mir aber, dass mein Antrag so nicht bearbeitet werden kann, da ich ja in eine Tagesklinik gehe und dem Arbeitsmarkt somit nicht zur Verfügung stehe. Ich solle aber nach der Tagesklinik, also am 08.10.19 wieder persönlich mit meinen ärztlichen Unterlagen in einem verschlossenem Umschlag vorstellig werden. Während meines Aufenthaltes in der Klinik erhielt ich auch einen schriftlichen Ablehnungsbescheid. Gesagt/getan, war ich gestern (08.10.19) nach Entlassung am 07.10. wieder persönlich vorstellig. Diesmal wurde ich aber von einer Sachbearbeiterin in der "Eingangszone" so behandelt, als würde ich einen normalen ALG 1 Antrag stellen, und drückte mir die Einladung für ein 1. Vermittlungsgespräch am 22.10.19 bei einer "neuen" Sachbearbeiterin in die Hand und fragte mal gleich, wieviel Stunden ich arbeiten möchte. Ich sagte ihr (mehrfach) darauf hin, dass ich zwar 40 Stunden möchte, mich aber nur mit meiner "Restleistungsfähigkeit" zur Verfügung stellen kann, da ich gesundheitliche Einschränkungen habe und diese vom ärztlichen Dienst festgestellt werden muss. Im ALG 1 Antrag "muss" ich eine Stundenzahl angeben (online), sonst wird mein Antrag nicht weiter bearbeitet. Den Umschlag mit den medizinischen Unterlagen wollte sie dann mitnehmen und weiterleiten. Das habe ich dann aber abgelehnt und mitgeteilt, dass ich diese "persönlich" beim äDienst abgeben werde, was ich dann im Anschluss auch tat.

Ich habe nun insgesamt 3 Anträge innerhalb weniger Wochen auf ALG I gestellt! Den letzten mit Wirkung zum 08.10.19. Die beiden vorigen wurden ja abgelehnt, wobei beim 2. Antrag die Widerspruchsfrist noch läuft. Ich möchte jetzt Widerspruch einlegen, insofern, dass man mir entgegen hält, dass ich hätte "arbeitslos" sein müssen und ich dem "Arbeitsmarkt in dieser Zeit nicht mit mind. 15 Stunden/Woche zur Verfügung" gestanden hätte.
Ich behaupte aber, dass ich sehr wohl dem Arbeitsmarkt mit mindestens "15 Wochenstunden" bei einer teilstationären Behandlung zur Verfügung gestanden habe, da ich für die Zeit ab 16 Uhr (Mo bis Fr) nach Hause "entlassen" worden bin. Das wären bei einer 6-Tage Woche (Werktage Mo bis Sa) 2,5 Stunden pro Tag gewesen, in der ich Arbeitsangebote hätte wahrnehmen können. Zudem habe ich mich bereits vor Beginn des Heilverfahrens arbeitslos gemeldet!

Ich habe "vorsorglich" nun am 04.10.2019 einen ALG II Antrag gestellt, da mir nun 9 Tage finanziell verloren gehen und sich das natürlich deutlich bemerkbar machen wird.

Wie seht ihr das? Habt ihr dahingehend Erfahrungen? LG Maria44

P. S. Mein bestehendes Widerspruchsverfahren zur EWR bei der DRV interessiert die Sachbearbeiter übrigens so gut wie gar nicht :mad: Bekomme da gleich mal um die Ohren gehauen, dass es eine Ablehnung gab und somit nicht unbedingt nach Nahtlosigkeit ALG I geprüft werden muss. Allerdings hat die Dame dann vom äDienst dies widerum sofort gecheckt und einen "dicken" Aufkleber Widerspruch DRV auf mein Anschreiben für den äDienst rauf geklebt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben Unten