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Reha fertig und dann direkt Hartz4?

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TumadieMoerchen

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#1
Hallo,

Meine Reha ist am 5.5. nach 5 Wochen fertig. Es wurde ein Bandscheibenvorfall operiert.
Während der Reha stellten sich Probleme mit dem linken Arm ein. Durch MRT wurde der Halswirbel ausgeschlossen, ist wohl ein Tennisarm und muss vermutlich auch operiert werden weil alle konservativen Methoden nicht anschlagen.
Momentan bekomme ich Krankengeld. Krankenkasse hat mich allerdings aufgefordert einen Rehaantrag bei der RV zu stellen. Wir haben einen Umschulungsantrag gestellt weil ich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann.
Meine Fragen.
1. Kann der Arzt mich nun mit beendigung der Reha arbeitsfähig schreiben oder eher nicht?
2. Wer ist denn anschliessend überhaupt für mich zuständig? Arge oder Arbeitsamt?
Ich hab ab 9.1.09 ununterbrochen Krankengeld bezogen. Mein ALG 1 lief allerdings nur bis 1.2.09. Hab ich wieder Anspruch auf ALG1 oder wie funktioniert das bis geklärt ist ob ich Übergangsgeld bekomme?

Gruss Michael
 
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Gast
#2
Hi,

Du bekommst von der Reha-Klinik einen "kurzen" Entlassungsbericht für Deinen Arzt mit. Darauf steht auch ob Du arbeitsfähig bist oder nicht.

Falls Du vor der Reha nicht krank geschrieben warst (also ohne Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) wirst Du aller Voraussicht nach auch als "arbeitsfähig" entlassen werden. Würde sich ja auch widersprechen, wenn Du "gesund" (vorher ohne AU) in eine Reha gehen würdest und dann als krank entlassen würdest.

Dies ist im übrigen ein wichtiger Punkt, wenn man in Reha geht. (Wenn man vorher schon krankgeschrieben war, dann ist es auch leichter für die Reha-Klinik, einen als "krank" (also arbeitsunfähig) zu entlassen).
Dein Arzt wird sich also sicherlich an die Empfehlung des Kurz-Entlassungsberichtes halten.

Ein ausführlicher Klinikbericht wird nach Fertigstellung (dauert i.d.R. ca. 6 Wochen, manchmal muss man mehrfach bei der Rehaklinik nachhaken und darauf hinweisen, daß der Klinikbericht dringend benötigt wird) an den Arzt übersandt, der mit Dir die Reha beantragt hat, zugeschickt.

Anschliessend ist dann die gleiche Behörde (Bundesagentur für Arbeit oder ARGE) zuständig. Also dort wo Du zuvor gemeldet warst. Bei Dir wäre das - wie Du erwähnt hast - also die Bundesagentur für Arbeit.

Solltest Du als krank entlassen werden und somit arbeitsunfähig sein, dann bist Du in der Regel für die Bundesagentur für Arbeit auch nicht vermittelbar. Wenn Du für die Bundesagentur für Arbeit nicht vermittelbar bist dann wirst Du vermutlich auch kein ALG I erhalten.
Somit würdest Du dann Krankengeld erhalten, sofern Du die 78 Wochen nicht bereits ausgeschöpft hast.

Es kann gut sein, daß Dich die Bundesagentur für Arbeit zum med. Dienst der Bundesagentur für Arbeit schickt, der dann untersucht, ob Du arbeitsfähig bist. Falls nicht wird man Dir mitteilen, daß Du einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen musst.

Normalerweise ist es so, daß Du - wenn der Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt ist - ALG 1 erhältst bis der Erwerbsminderungsrentenantrag endgültig vom Rententräger beschieden ist. Dies wäre dann die sogenannte Nahtlosigkeitsregelung. (Siehe Anlagen)

Würde Dir einen Antrag auf Schwerbehinderung empfehlen oder einen Antrag auf Höherstufung.

Ansonsten kannst Du Dir mal meinen "Rattenschwanz" durchlesen. (Allerdings war bei mir 1 Unterschied zu Deiner Lage: Bei mir war die EU-Rente abgelehnt worden und der Widerspruch lief bereits als ich von der Krankenkasse bezüglich Krankengeld ausgesteuert wurde.) Aber ansonsten deckt sich das meiste ..... http://www.elo-forum.org/schwerbehi...rundsicherung-sgb-xii-kapitel.html#post270802

LG und alles Gute :icon_smile:
 

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TumadieMoerchen

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#3
Hallo Muci,

Super deine Antwort hilft mir schon weiter.Ich bin als AU in die Reha gegangen und werde vermutlich auch AU entlassen weil der Arm nicht terapierbar ist.
Demnach bekomm ich erstmal wohl weiter KG. wenn die Op am Arm abgeschlossen ist und die RV noch nicht über meine Umschulung entschieden hat werd ich bei der Agentur für Arbeit aufschlagen. Bis zum Tag meiner Krankschreibung war ich im Bezug von ALG1.
Ich geh mal davon aus wenn die Krankenkasse mich auffordert einen Reha oder Rentenantrag zu stellen, eine erhebliche Gefährdung der Erwerbsfähigkeit vorliegen muss. So schrieben sie jedenfalls. Ihr Gutachter hätte das festgestellt.
EU Rente werd ich erst beantragen wenn eine Umschulung abgelehnt wird oder man versucht mich auf Hilfsarbeiterjobs abzuschieben.
 

TumadieMoerchen

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#5
Hi,

Du bekommst von der Reha-Klinik einen "kurzen" Entlassungsbericht für Deinen Arzt mit. Darauf steht auch ob Du arbeitsfähig bist oder nicht.

Dein Arzt wird sich also sicherlich an die Empfehlung des Kurz-Entlassungsberichtes halten.

Ein ausführlicher Klinikbericht wird nach Fertigstellung (dauert i.d.R. ca. 6 Wochen, manchmal muss man mehrfach bei der Rehaklinik nachhaken und darauf hinweisen, daß der Klinikbericht dringend benötigt wird) an den Arzt übersandt, der mit Dir die Reha beantragt hat, zugeschickt.

Anschliessend ist dann die gleiche Behörde (Bundesagentur für Arbeit oder ARGE) zuständig. Also dort wo Du zuvor gemeldet warst. Bei Dir wäre das - wie Du erwähnt hast - also die Bundesagentur für Arbeit.

Somit würdest Du dann Krankengeld erhalten, sofern Du die 78 Wochen nicht bereits ausgeschöpft hast.

Es kann gut sein, daß Dich die Bundesagentur für Arbeit zum med. Dienst der Bundesagentur für Arbeit schickt, der dann untersucht, ob Du arbeitsfähig bist. Falls nicht wird man Dir mitteilen, daß Du einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen musst.

Normalerweise ist es so, daß Du - wenn der Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt ist - ALG 1 erhältst bis der Erwerbsminderungsrentenantrag endgültig vom Rententräger beschieden ist. Dies wäre dann die sogenannte Nahtlosigkeitsregelung. (Siehe Anlagen)

Würde Dir einen Antrag auf Schwerbehinderung empfehlen oder einen Antrag auf Höherstufung.

Ansonsten kannst Du Dir mal meinen "Rattenschwanz" durchlesen. (Allerdings war bei mir 1 Unterschied zu Deiner Lage: Bei mir war die EU-Rente abgelehnt worden und der Widerspruch lief bereits als ich von der Krankenkasse bezüglich Krankengeld ausgesteuert wurde.) Aber ansonsten deckt sich das meiste ..... http://www.elo-forum.org/schwerbehi...rundsicherung-sgb-xii-kapitel.html#post270802

LG und alles Gute :icon_smile:

Hallo,

Muss hier nochmal kurz drauf eingehen. Ich wurde also aus der Reha AU entlassen. Anträge "Teilhabe am Arbeitsleben" und "Überbrückungsgeld " sind gestellt.
Ich habe heute bei der RV angerufen. Meine Akte liegt nun beim Vorgesetzten. Es dauert etwa noch eine Woche bis darüber entschieden wurde.
Angenommen man lehnt eine "Teilhabe am Arbeitsleben ab, gilt dann für mich die Nahtlosigkeitsregelung? Also nach Erhalt des Ablehnungsbescheides müsste ich sofort beim Arbeitsamt aufschlagen? Hab ich das so richtig verstanden? Oder steht das sogar genauso im Ablehnungsbescheid drin?



DuG Michael
 
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#6
Angenommen man lehnt eine "Teilhabe am Arbeitsleben ab, gilt dann für mich die Nahtlosigkeitsregelung? Also nach Erhalt des Ablehnungsbescheides müsste ich sofort beim Arbeitsamt aufschlagen? Hab ich das so richtig verstanden?

Oder steht das sogar genauso im Ablehnungsbescheid drin?

Soviel ich weiß ist es so, daß Du sofern Du den Krankengeldanspruch ausgeschöpft hast und der Antrag auf EU-Rente läuft, die Bundesagentur für Arbeit bezüglich Nahtlosigkeitsregelung zuständig wäre und zwar so lange bis die EU-Rente endgültig beschieden wird ...... oder aber die Bundesagentur für Arbeit stellt sich quer bezüglich Nahtlosigkeitsregelung und dann plumpst Du direkt in die ARGE ... also HartzIV.

Mir erging es so ... und ich klage momentan gegen die Bundesagentur für Arbeit.

LG
 
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