Reha-Antrag durch Krankenkasse (Aussteuerung) - Es liegt kein Bericht des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) vor

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Kessia

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
15 Dezember 2018
Beiträge
335
Bewertungen
108
Hallo liebes Forum, angeregt durch zahlreiche Threads, in denen von der KK aufgefordert wird, einen Reha-Antrag bei selbiger einzureichen, lese ich immer wieder von MDK-Gutachten. Zumindest für mein Verständnis. Aus diesem Grund frage ich hier einfach mal neu nach, ob diese Gutachten Voraussetzung sind oder haben in diesem Fall der KK die ärztlichen Berichte des Hausarztes ausgereicht?

Ich verfüge über kein MDK-Gutachten, ausgesteuert im Februar 2019, Antrag Reha von der KK im Dez. 2018 erhalten. Woher bezieht die KK ihre Annahme zur Rehafähigkeit? Ist die KK bei Aussteuerung zu diesem Antrag gegenüber ihren Patienten gesetzlich verpflichtet?
 

Muzel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Dezember 2008
Beiträge
12.797
Bewertungen
2.035
Hallo Kessia! Woher weißt du denn, dass deine Rehafähigkeit vorliegt? Normalerweise wird sie dir erst einige Tage vor Antritt bescheinigt. Der Mensch kann auch ganz kurzfristig rehaunfähig erkranken.
 

Kessia

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
15 Dezember 2018
Beiträge
335
Bewertungen
108
Huhu Muzel, na ich nahm eher an, die KK setzen eine Rehafähigkeit voraus, sonst würden die einen doch diesen Antrag nicht schicken, oder? Deshalb fragte ich ja, ob dieser Antrag gesetzlich vorgesehen ist.
 
E

ExUser 2606

Gast
Die KK fordert dich nur auf, einen Rehaantrag zu stellen (Dazu hast du 10 Wochen Zeit.) du solltest dazu aber nicht die Vordrucke der KK benutzen und den Antrag auch nicht ueber die KK laufen lassen, sondern die Vordrucke der DRV nutzen und dort direkt den Antrag stellen.

Die KK bekommt dann nur einen Nachweis der Antragstellung.

Es geht nicht um Rehafaehigkeit, es geht nichtmal darum, ob eine Reha fuer dich medizinisch sinnvoll istyn es geht nur darum, dass die KK Krankengeld spart, weil du während der Reha Übergangsgeld bekommst, aber die Zeit trotzdem auf die anspruchsdauer fuer KG angerechnet wird.

Worauf dich auch niemand aufmerksam macht: du hast ein Wunsch- und Wahlrecht, was die Klinik betrifft.
 

Kessia

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
15 Dezember 2018
Beiträge
335
Bewertungen
108
Herrje, na hoffentlich hab ich da jetzt nix falsch gemacht, sowas weiß ja niemand.

Der Antrag auf Reha wurde auf Anraten des behandelten Arztes durchgestrichen und ein Antrag auf EM-Rente draus gemacht. Reharelevante Fragen wurden ausgespart , der Arzt hat den Antrag vor dem Abschicken inhaltlich geprüft, mir aber auch nich gesagt, den direkt an die DRV zu senden oder die entsprechenden Antragsformulare der DRV zu benutzen.

Ich bin nicht rehafähig, da ich mich noch in Behandlung befinde. Keine Ahnung, ob der Arzt der KK das bereits schon vorher immer wieder mitteilte ( die KK hat schon 4 Wochen nach meiner OP angefragt, wann ich wieder arbeitsfähig wäre und so ging das dann jeden Monat weiter), da ich ja bis knapp zur Aussteuerung mit keinem Reha-Antrag konfrontiert wurde. Es liegt wie gesagt auch kein MDK-Prüfbericht vor.

Ich hab diesen umgedeuteten Antrag eher als meine Mitwirkungspflicht angesehen, damit mir die KK die letzten Wochen vor Aussteuerung nicht das Krankengeld streicht.

Nun gehts mir grad nich gut, weil ich offensichtlich Fehler gemacht hab. Zu meinem Arzt hab ich eigentlich Vertrauen und ich bin davon ausgegangen, dass er weiß, was er tut. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Ohjeeeee…….
 
E

ExUser 2606

Gast
Naja, schlimmes ist denke ich nicht passiert.

Hast du dir wenigstens eine Kopie von dem Antrag gemacht?

Einfach abwarten, wie die DRV jetzt reagiert. Eventuell schicken sie dir nochmal ihre eigenen Formulare. Wenn sie das jetzt als Rehaantrag Werten, kann dein Arzt dich immer noch rehaunfaehig schreiben, wenn das gar nicht geht.

Warum hast du dich nicht eher gemeldet? Du hattest 10 Wochen Zeit....
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.183
Hallo Kessia,

Hallo liebes Forum, angeregt durch zahlreiche Threads, in denen von der KK aufgefordert wird, einen Reha-Antrag bei selbiger einzureichen, lese ich immer wieder von MDK-Gutachten. Zumindest für mein Verständnis.

Das ist korrekt, da die SB der KK ja keine Mediziner sind muss der MDK feststellen (auf Wunsch der KK), dass der Kranke nun langsam dringend eine Reha braucht ... erst danach darf die KK den Bescheid rausschicken, dass ein Antrag auf med. Reha (§ 51 SGB V) zu stellen ist weil die Erwerbsfähigkeit (vom MDK) bereits als "schwer gefährdet" eingestuft wurde.

Aus diesem Grund frage ich hier einfach mal neu nach, ob diese Gutachten Voraussetzung sind oder haben in diesem Fall der KK die ärztlichen Berichte des Hausarztes ausgereicht?

Die KK selbst hat gar keinen Anspruch auf medizinische Unterlagen und hat auch KEINE Berechtigung medizinische Auskünfte bei deinem Arzt einzuholen ... wenn der MDK dazu was haben kann sollte dir das bekannt sein, denn dafür braucht man deine Zustimmung (Schweigepflichtentbindung für deinen Arzt).

Ich verfüge über kein MDK-Gutachten, ausgesteuert im Februar 2019, Antrag Reha von der KK im Dez. 2018 erhalten.

Woher willst du das wissen, hast du deinen behandelnden Arzt mal beauftragt vorliegende Gutachten beim MDK für dich einzufordern ?
Die kann es durchaus geben, denn die werden oft nach "Aktenlage" gemacht (also ohne dich zu untersuchen) und die "Aktenlage" bestand z.B. in meinem Falle aus dem AUD-Beleg der KK (PC-Liste der bisherigen Diagnosen und AU-Zeiten) und den Diagnosen auf den aktuellen AU-Bescheinigungen, mehr hatte die KK dazu von mir auch :icon_evil: ...

Das genügte aber völlig für die Erkenntnis, dass ich nun unbedingt eine psychosomatische Reha machen muss ... ich habe mir dieses Gutachten dann von meiner Hausärztin beim MDK besorgen lassen.
Nur daher weiß ich, dass es das wirklich gab und was da so drin gestanden hat, um mich in Reha schicken zu können ...

Woher bezieht die KK ihre Annahme zur Rehafähigkeit?

Die KK interessiert es nicht sonderlich ob du Rehafähig bist wenn eine Reha bewilligt wurde und beginnen soll hätte dein Arzt das erst festzustellen, ob das auch gerade möglich ist.
Die KK folgt nur der Empfehlung des MDK (aus der "Aktenlage"), dass du eine Reha beantragen solltest ... deinen wahren Gesundheitszustand kennen die gar nicht (wenn du es ihnen nicht erzählst) und der geht die SB der KK auch gar nichts an ...

Dafür deine Erwerbsfähigkeit insgesamt für "schwer gefährdet" zu halten genügt bereits die lange Dauer deiner AU, bei mir reichten damals schon knapp 4 Monate AU mit einer psychischen Diagnose dafür aus ...
Den Antrag stellt man generell NUR direkt bei der DRV, die KK leitet das sowieso nur weiter nachdem sie mit einem Stempel noch EILT SEHR vermerkt hat.

Es eilt nämlich (in der Regel) wirklich sehr, weil die KK dann kein Krankengeld zahlen muss während einer Reha und hofft, dass man anschließend auch kein Krankengeld mehr braucht (weil man in der Reha angeblich "wundergeheilt wurde") ...

Ist die KK bei Aussteuerung zu diesem Antrag gegenüber ihren Patienten gesetzlich verpflichtet?

Nein, ist sie NICHT, sie ist dazu überhaupt nicht verpflichtet (nur "berechtigt") aber sie weiß, wie sie vielleicht (sehr wahrscheinlich sogar) Geld dadurch sparen kann ...
Die Masche den Antrag erst kurz vor der Aussteuerung zu verlangen ist noch relativ neu, hinter den wahren Sinn bin ich da noch nicht gekommen ... vermutlich geht es nur noch um das "Dispositionsrecht"und den Anspruch auf Erstattungen, falls es doch mal mit einer EM-Rente enden sollte (rückwirkend in das Krankengeld bewilligt).

In meinem Falle war es dann nichts mit weiterer Ersparnis, die KK musste bis zur Aussteuerung weiter Krankengeld zahlen (ich wurde weiter AU auf unbestimmte Zeit für den vorhandenen Job aus der Reha entlassen) und als ich fast 3 Jahre später endlich am Gericht EM-Rente bewilligt bekam hat die KK NIX mehr davon zurück erhalten... es wurde nur 2 Jahre rückwirkend bewilligt ... Schade aber auch für die KK ...

Der Antrag auf Reha wurde auf Anraten des behandelten Arztes durchgestrichen und ein Antrag auf EM-Rente draus gemacht. Reharelevante Fragen wurden ausgespart , der Arzt hat den Antrag vor dem Abschicken inhaltlich geprüft, mir aber auch nich gesagt, den direkt an die DRV zu senden oder die entsprechenden Antragsformulare der DRV zu benutzen.

Wenn du Reha beantragen sollst, dann hat dein Arzt das NICHT anders zu entscheiden, das sollte dem eigentlich bekannt sein ... das ist ein Bescheid, den man nicht einfach abändern kann ... diese Aufforderung war an dich gerichtet und nicht an deinen Arzt ...
Warum lässt du den prüfen ob alles richtig ist, dafür bist du selber verantwortlich wenn du irgendwo einen Antrag stellst worauf auch immer ...

Im Übrigen hat die DRV dafür eigene Formulare und für EM-Rente und Reha sind die völlig unterschiedlich ... einen Gefallen hat er dir mit dieser Aktion sicher nicht getan.

Ich bin nicht rehafähig, da ich mich noch in Behandlung befinde.

Das hätte er ja entsprechend auch für den Reha-Antrag bescheinigen können, ob das so ist wird letztlich die DRV zu entscheiden haben und nicht die KK und auch nicht dein Arzt ... dass man noch in Behandlung ist bedeutet ja nicht, dass eine Reha generell unpassend sein muss ...

Keine Ahnung, ob der Arzt der KK das bereits schon vorher immer wieder mitteilte ( die KK hat schon 4 Wochen nach meiner OP angefragt, wann ich wieder arbeitsfähig wäre und so ging das dann jeden Monat weiter), da ich ja bis knapp zur Aussteuerung mit keinem Reha-Antrag konfrontiert wurde. Es liegt wie gesagt auch kein MDK-Prüfbericht vor.

Wie schon oben erwähnt darf dein Arzt der KK solche Auskünfte gar nicht geben, wenn überhaupt darf NUR der MDK dazu fragen (denn dort sitzen auch Ärzte) und für umfassende / konkrete Informationen braucht auch dein Arzt erst deine Erlaubnis in Form einer Schweigepflichtentbindung.

Ich hab diesen umgedeuteten Antrag eher als meine Mitwirkungspflicht angesehen, damit mir die KK die letzten Wochen vor Aussteuerung nicht das Krankengeld streicht.

Wenn das noch innerhalb der 10-Wochenfrist war darf die KK dein Krankengeld gar nicht streichen, denn für deine "Mitwirkung" hast du eben gesetzlich diese Frist von 10 Wochen.

Den Reha-Antrag einfach "umzudeuten" steht deinem Arzt gar nicht zu, das ist ein amtlicher Vorgang bei der Rentenkasse, wenn die selber einsehen sollten, dass eine Reha nichts mehr bringen wird ... was dein Arzt da jetzt hingeschickt hat könnten die auch einfach im "Shredder" entsorgen ... das ist offiziell nicht "Fisch und nicht Fleisch" ...
Da bin ich ja auch sehr gespannt wie die DRV darauf (und wann) jetzt reagieren wird ... und einen Nachweis für diese Antragstellung (zur Vorlage bei der AfA) hast du vermutlich auch nicht ...

MfG Doppeloma
 

Kessia

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
15 Dezember 2018
Beiträge
335
Bewertungen
108
Liebe Kerstin und liebe Doppeloma, besten Dank für eure hilfreichen Zeilen und das ihr euch Zeit dafür genommen habt.

Also zu allererst: Von diesem umgeschriebenem Antrag (also Reha auf Rente) habe ich mir eine Kopie gemacht.

Leider bin ich zu spät auf dieses wunderbare Forum gestoßen, sonst hätte ich mich in der Tat vorher hier erst erkundigt, wie ich mit diesem Reha-Antrag am besten und vor allem korrekt zu verfahren habe. Und ja, 10 Wochen sind eine lange Zeit, um alles auszufüllen. Mir schien die Zeit mysteriös lang und ich dachte mir, nich das die dir (solange der Antrag nicht vorliegt), dein Krankengeld streichen, also hab ich Panik geschoben und den Antrag zeitnah abgesendet *schäm* Ja dumm, aber ich kann es nun leider nicht mehr ändern und werde die Konsequenzen abwarten.

... wenn der MDK dazu was haben kann sollte dir das bekannt sein, denn dafür braucht man deine Zustimmung (Schweigepflichtentbindung für deinen Arzt)
Dann scheint nichts vorzuliegen, denn eine solche Zustimmung habe ich nicht erteilt, ebenso wurde ich auch nicht gefragt, ob ich eine solche erteilen möchte.

Woher willst du das wissen, hast du deinen behandelnden Arzt mal beauftragt vorliegende Gutachten beim MDK für dich einzufordern ?
Nein habe ich nicht…. ich wusste bis eben ja nichtmal, dass die auch nach "Aktenlage" urteilen. Sry, aber das liest sich wirklich so, als ob die Waren begutachten und daraus ihr Qualitätsurteil ableiten… wiebei Stiftung Warentest…. . Mit Menschlichkeit hat das ja alles nichts mehr zu tun. Ich nahm an, der Patient darf sich vielleicht auch mal zu seinem eigenem Krankheitsbild äußern…. aber okay…. vielen Dank liebe Doppeloma, dass ich wieder dazulernen und neue Einsichten gewinnen durfte.

Das genügte aber völlig für die Erkenntnis, dass ich nun unbedingt eine psychosomatische Reha machen muss ... ... ich habe mir dieses Gutachten dann von meiner Hausärztin beim MDK besorgen lassen
Also auch hier gut zu wissen. Dieses Gutachten werde ich mir auch über den Hausarzt anfordern. Es interessiert mich freilich, wie man mich nach "Aktenlage" bewertet. Liebe Doppeloma, darf ich fragen, ob das Gutachten nach Aktenlage seinerzeit dem entsprach, wie es dir tatsächlich ging? Konntest du dich damit identifizieren?

Die KK folgt nur der Empfehlung des MDK (aus der "Aktenlage"), dass du eine Reha beantragen solltest ... deinen wahren Gesundheitszustand kennen die gar nicht (wenn du es ihnen nicht erzählst) und der geht die SB der KK auch gar nichts an ...
Deshalb gehören die Antragspapiere für diese Reha wahrscheinlich auch gar nicht zur KK. Aber das wissen eben viele Leute nicht, da die KK in ihrem Schreiben betont, dass der Antrag an sie ausgefüllt zurückzusenden ist. Ein Rückumschlag mit der KK-Adresse liegt anbei. Die KK enthalten also regelmäßig sensible Daten ihrer Mitglieder???

Im übrigen hat mich meine KK auch jeden Monat angerufen, da sie mit mir über meine Therapien/Behandlungen usw. sprechen wollte…. da ich nicht ans Telefon ging, hab ich umgehnd Post erhalten, da man mich ja "vergeblich versuchte, zu erreichen" und ich die KK zeitnah zurückrufen soll, denn man möchte sich mit mir über "meine Arbeitsunfähigkeit unterhalten".

Ist euch so etwas auch bekannt? Ist es das, wonach es aussieht?

Es eilt nämlich (in der Regel) wirklich sehr, weil die KK dann kein Krankengeld zahlen muss während einer Reha und hofft, dass man anschließend auch kein Krankengeld mehr braucht (weil man in der Reha angeblich "wundergeheilt wurde") ...
Da staune ich, dass sich meine KK wirklich so lange Zeit gelassen hat und mir den Reha-Antrag erst kurz vor der Aussteuerung zugesendet hat… ja und weil mir das alles eben spanisch vorkam, dann noch kurz vor Antragstellung der Nahtlosigkeit, hab ich lieber gleich alles - sofern es durch die Umdeutung nicht ausgespart wurde - an die KK zurückgesendet, um auch evtl. Anschlusszahlungen der AfA nicht zu gefährden…. ja so dacht ich *schäm*

… .(ich wurde weiter AU auf unbestimmte Zeit für den vorhandenen Job aus der Reha entlassen) und als ich fast 3 Jahre später endlich am Gericht EM-Rente bewilligt bekam hat die KK NIX mehr davon zurück erhalten... es wurde nur 2 Jahre rückwirkend bewilligt ... Schade aber auch für die KK ...
Mein Gott, 3 Jahre kämpfen für sein gutes Recht…. was für eine Qual. Hinterher ist man ja noch kränker, als wie man es vorher war. Wer zahlt in diesem Fall das Schmerzensgeld?

Warum lässt du den prüfen ob alles richtig ist, dafür bist du selber verantwortlich wenn du irgendwo einen Antrag stellst worauf auch immer ...
Ich hielt es für wichtig, den behandelnden Arzt über das Schreiben der KK zu informieren und habe mir nichts schlimmes dabei gedacht. Im Gegenteil. Ich fand es sogar gut, dass dieser sich Zeit genommen hat und über den Antrag rübergeschaut hat, damit man da nichts falsches schreibt.

Da bin ich ja auch sehr gespannt wie die DRV darauf (und wann) jetzt reagieren wird ... und einen Nachweis für diese Antragstellung (zur Vorlage bei der AfA) hast du vermutlich auch nicht ...
Mit Nachweis (zur Vorlage bei der AfA)meinst du sicherlich, dass bei der KK dieser Reha-Antrag eingegangen ist, oder? Ja den habe ich gestern erhalten.

Die AfA hat mich im Dez. i.ü. wieder weggeschickt, da ich diesen Aussteuerungsbescheid von der KK noch nicht vorlegen konnte. Inzwischen hab ich mir den angefordert und habe ihn auch. Da ich im Forum aber gelesen habe, dass es reicht, maximal 2 Wochen VOR Aussteuerung bei der AfA diesen Nathtlosigkeitsantrag einzureichen, war ich noch nicht wieder bei der AfA….

Vielen Dank für das Lesen meiner Zeilen.

LG sendet Kessia
 

Muzel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Dezember 2008
Beiträge
12.797
Bewertungen
2.035
Ich habe einen Kurantrag bei der KK gestellt. Der Kurantrag wurde vom MdK nach Aktenlage entschieden. Das Gutachten wurde mir problemlos von der KK zugeschickt.
 
E

ExUser 2606

Gast
Im übrigen hat mich meine KK auch jeden Monat angerufen, da sie mit mir über meine Therapien/Behandlungen usw. sprechen wollte…. da ich nicht ans Telefon ging, hab ich umgehnd Post erhalten, da man mich ja "vergeblich versuchte, zu erreichen" und ich die KK zeitnah zurückrufen soll, denn man möchte sich mit mir über "meine Arbeitsunfähigkeit unterhalten".
Ist euch so etwas auch bekannt? Ist es das, wonach es aussieht?
Och, das kennen wir zu Genüge.

Meine Bekannte war kurz vorher umgezogen und bekam in diesem Zusammenhang eine neue Telefonnummer. Dann kam die Aufforderung zum Rehaantrag und kurz danach ein Brieflein, an habe leider keine Telefonnmmer vonihr im System un sie möge sich doch mal melden bezüglich des Rehaantrages. Das haben wir abgeheftet und vergessen.

Als wir dann Widerspruch gegen die Aussteuuerung eingelegt haben kam auch gleich mal ein Brief, sie solle doch anrufen, um den Sachverhalt zu besprechen. Nö, kein Bedarf. Wir haben es uns nicht nehmen lassen, im näcsten Schreiben darauf hinzuweisen, dass wir diesen Sachverhalt für nicht geeignet halten, um am telefon darüber zu sprechen. Seitdem sparen sie sich das Porto für solche Briefchen. Manche Wurden sogar von der KK zu Besprechungsterminen geladen.

Du solltest auch bei der AfA aufpassen, nicht Deine Telefonnumer anzugeben. Meine Bekannte hat das getan. Zack hatte sie einen Anruf des äD auf dem AB, sie habe vergessen, die Schweigepflichtentbindung für den MDK zu erteilen.....

Auch bei der DRV bitte aufpassen: Bei meiner Bekannten stand auf diesem Zettel für die Bahnfahrkarte, den man bekommt, wenn die Reha genehmigt ist, die Festnetz Telefonnummer drauf. Wo sie die her haben, keine Ahnung. Eine entsprechende Anfrage an die DRV bleibe unbeantwortet.


Liebe Kessia,

Du bist leider der KK voll auf den Leim gegangen. De haben genau das erreicht, was sie wollten, naämlich, dass Du panisch und unüberlegt handelst. Mach Dir bitte bei JEDEM Schreibem von eineem Amt oder ähnlichem klar: es gibt nur sehr sehr wenige Situationen, in deneen man sofort handeln muss. Und Fristen muss man nicht immer, aber man darf sie bis zum letzten Tag nutzen.
 

Kessia

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
15 Dezember 2018
Beiträge
335
Bewertungen
108
Ich habe einen Kurantrag bei der KK gestellt. Der Kurantrag wurde vom MdK nach Aktenlage entschieden. Das Gutachten wurde mir problemlos von der KK zugeschickt.
Hattest du es auch über deinen behandelnden Arzt angefordert? Also ich möchte dieses Gutachten nach Aktenlage auch gerne haben. Immerhin gehts ja da um mich und mich interessiert schon, wie die Stiftung Warentest mich bewertet. Woher bekomme ich die Anschrift des zuständigen MDK? Oder darf die Anforderung des Gutachtens nur über den Hausarzt erfolgen?

Wir haben es uns nicht nehmen lassen, im nächsten Schreiben darauf hinzuweisen, dass wir diesen Sachverhalt für nicht geeignet halten, um am telefon darüber zu sprechen.
Meine Handy-Nr. ist schon so alt, so lange ich bei dieser KK bin. Ich kann versichern, dass ich diese heute nicht mehr rausrücken würde. Zumindest nicht an die KK.

Manche Wurden sogar von der KK zu Besprechungsterminen geladen.
Also das hat sich "meine" KK noch nicht gewagt. Sie haben zwar mich und den behandelnen Arzt unmittelbar nach meiner AU (da war ich noch in der Lohnfortzahlung!!!) angerufen und herausfinden wollen, wie es um meine AU bestellt ist, aber zu Besprechungsterminen haben die nie geladen.

Du solltest auch bei der AfA aufpassen, nicht Deine Telefonnumer anzugeben. Meine Bekannte hat das getan. Zack hatte sie einen Anruf des äD auf dem AB, sie habe vergessen, die Schweigepflichtentbindung für den MDK zu erteilen.....

Das klingt ja ungeuerlich. Nein, ich rücke meine Handy-Nr. nicht raus, wenn ich dort aufschlage.
Auch bei der DRV bitte aufpassen: Bei meiner Bekannten stand auf diesem Zettel für die Bahnfahrkarte, den man bekommt, wenn die Reha genehmigt ist, die Festnetz Telefonnummer drauf. Wo sie die her haben, keine Ahnung. Eine entsprechende Anfrage an die DRV bleibe unbeantwortet.
Die DRV hat von mir keine Handy-Nr. Diese bekommt sie dann wahrscheinlich von der KK….. Was die Rehafähigkeit anbelangt, so erhoffe ich mir dann da wenigstens eine qualifizierte Unterstützung durch den Hausarzt. Und mit einem Zug fahre ich schon mal gar nicht irgendwo hin.

Du bist leider der KK voll auf den Leim gegangen. Die haben genau das erreicht, was sie wollten, naämlich, dass Du panisch und unüberlegt handelst.
Ja so ist es leider und ich ärgere mich darüber wahnsinnig. Ich bin nur noch damit beschäftigt, mich zu fragen, warum mich mein Hausarzt nicht von dieser Umdeutung des Antrages abgehalten oder mich auf die Original-Anträge der DRV verwiesen hat. Ich bin sehr enttäuscht.
 
E

ExUser 2606

Gast
DIe Anschrift des MDK kann man relativ leicht selber herausfinden. Meine Bekannte hat ihr Gutachten dort angefordert und bekam es innerhalb weniger Tage zugeschickt. Allerdings lag der Fall bei hr in sofern ander, weil sie kurz zuvor zu Untersuchung dort war, eil die KK die AUB aufheben wollte.

Die wenigsten Ärzte kennen sich mit dem Papierkram aus. Wenn ich da an meine Hausarzt denke, ein brillanter Diagnostiker, der sich echt für sene Paptienten einsetzt und auch schonmal selber zum Telefonhörer greift, wenn eine KK querschiesst, aber wenn der mal was schreiben soll......:confused::cautious::unsure: Am besten man diktiert es ihm direkt in die Feder.
 

Kessia

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
15 Dezember 2018
Beiträge
335
Bewertungen
108
...ja ich weiß definitiv, was du meinst. Ärzte lassen sich ungerne reinreden, sie denken, man würde an ihrer Kompetenz zweifeln. Dabei ist das gar nicht so, zumindest bei mir nicht, ich will ja gar nicht REINreden, sondern nur MITreden. Ich hatte leider mit meinem Arzt 2018 Jahr auch schon einmal so eine unerwünschte Zurechtweisung. Er meinte zu mir, dass ich ihn "nicht zu agitieren" brauche. Er weiß, dass ich dies nie tun würde, aber man sieht eben auch, wie nahe dran doch so manche Ärzte eben sein können, wenn man sich z.B. in das Behandlungsgeschehen einbringen oder eigene Standpunkte vertreten möchte.... Also es ist ein wirklich recht sensibles Feld und man muss wirklich aufpassen, wie man etwas sagt. Vielleicht hab ich meine Worte falsch gewählt, vielleicht hatte der Arzt zu diesem Zeitpunkt nur einen schlechten Tag, nichts genaues weiß man..... Zumindest bin ich seit jenem Vorfall sehr achtsam, um so eine erneute Situation zu vermeiden. Wir haben eigentlich ein gedeihliches Arzt-Patient-Verhältnis und ich möchte ja gerne, dass dies so bleibt. Wir hatten danach nie wieder so eine "Auseinandersetzung". ...
 
E

ExUser 2606

Gast
Was Du beschreibst ist der Umstand, dass Ärzte sich nicht gerne von Patienten in die Therapie reinquatschen lassen. Da muss man einfach den richtigen Mittelweg finden zwischen "Göttern in weiss" und mündigem, aufgeklärtem Patienten, der mit entscheiden will, was mit seinem Körper geschieht.

Aber ich meinte was ganz anderes.

Mein Arzt will nur das beste für seine Patienten, aber er sit eben Mediziner und kein Jurist und kein Papiertiger. Das heisst er kennt manche gesetzlichen Regelungen nicht so im Detail und dann kann es schonmal passieren, dass auf eier Verodnung ein entscheidendes Kreuz fehlt oser so. Da dind aber siene Helferinnen neistens top informiert und regeln das dann.

Haaarig wird es aber, wenn er selber was formulieren und schreiben muss. Manchmal ist es ja so, dass man ein teureres Hilfsmittel als den Standard, eien andere Therapie oder ein anderes Medikament durchaus bekommen kann, wenn es entsprechend begründet wird. Und genau an der Formulierug dieser Begründung hapert es dann manchmal. Dann steht da alles mögliche, nur eben dieser eine entscheidende Satz oder ein bestimmtes Wort fehlt, damit die Kasse das bewillligen kann, weil man damit eben unter die Ausnahmeregelung XY fällt. Er wwiss, was er für den Patienten will, aber er weiss eben nicht, wie er das für die Kasse verpacken muss, damit es durchgeht. Ausserdem ist ihm dieser Papierkram lästig, weil das von der Zeit abgeht, die er für seine Patienten zur Verfügung hat. Mein Hausarzt hat eine grosse Praxis, seine Frau ist auch Ärztin und arbeitet dort mit und jetzt haben sie noch einen Palliativmediziner mit in die Praxis genommen, weil er mehrere Altenheime in der näheren Umgebung betreut. Papierkram nimmt er sich oft am Wochenende mit nach Hause. Und genau da ist er dann manchmal froh, wenn man schon was vorformuliert hat, was er quasi nur noch abschreiben muss.

Dazu kommt noch, dass die ganze gesrtzgebung inzwischen so kompliziert geworden ist, dass ein Arzt inmöglich hede Daetaulregelung kennen kann und auch nicht jedes Hilfsmittel. Ichhabe das oft erkebt, dass ich fragte, ob dienes oder jenes nicht sinnvoll sei und er meinte, klar, aber das bezahlt die Kasse leider nicht. Und dann habe ich nachgeforscht und featgestellt, dass es eben doc eine Weg gibt, genau dieses Hilfsmittel bezahlt zu bekommen. Oder es kam auch schon vor, dass ich ihm ein bestimmtes Hilfsmittell gezeigt habe und er wusste gar nicht, dass es sowas überhaupt gibt. Für solche Sachen hat sic ein Arzt schon einen Ordner Angelegt. Er macht sich dann gerne eine Koie von dem Prospekt osder so und heftet sich das da ab.

Dein Arzt hat es sicher gut gemeint, aber eventuell kennt er die Regelungen gar nicht so genau, die da eine Rolle spielen.

Wir hatten das heuer schon öfter, dass Ärzte gesagt haben, dass sie den Patienten als voll erwerbsgemindert sehen. Im Befundbericht schrieben dann genau die se Ärze, der Patient könne drei Stunden am Tag arbeiten. Leider wussten sie nicht, was sie damit anrichten, denn volle Erwerbsminderung heisst eben unter drei Stunden und bei drei Stunden geht nab dann von einer nur teilweisen erwerbsminderung aus. Da fehlt also ein wort und schon hat der ganze Befundbericht eine ganz andere Aussage.
 

bernhardiner

Elo-User*in
Mitglied seit
28 Dezember 2018
Beiträge
141
Bewertungen
71
Hallo Kessia,
Auch ich habe im Dezember 2018 über den VDK nach einigen Beratungsterminen seit letztem Jahr, einen Antrag auf Reha an die DRV gestellt. Die Beraterin wollte nach Abgabe nur nochmal durchsehen ob alles o.k. sei. Sie hat mich dann 2 Tage später angerufen und mir mitgeteilt, dass ich mit diesen Unterlagen Gefahr laufe dass die DRV den Antrag umdeuten könnte.
Also das ich bereits im Dezember einen Rentenantrag gestellt hätte.
Im November 2018 wurden in Bezug auf Renten einige Veränderungen beschlossen (Thema Mütterrente ging durch alle Medien). Nicht ganz so laut wurden aber die Anrechnungszeiten für die EMR deutlich hoch gesetzt. Diese auf eine Anrechnungszeit bis 65 Jahren und 8 Monaten. Im Dezember lag sie noch bei 62 Jahren.
Ich bin nicht rehafähig, da ich mich noch in Behandlung befinde.

Also macht es Sinn den Antrag mit o.g. von dir gemachter Begründung zurückzuziehen.
Die AfA wird dich wahrscheinlich auch auf dieses Pferd setzen einen EMR Antrag zu stellen. Dann aber erst nach deiner Aussteuerung und im Jahr 2019.
 
Zuletzt bearbeitet:
E

ExUser 2606

Gast
Also ob ein Rehaantrag umgedeutet wird oder nicht, entscheidet sich ganz sicher nicht mit dem Antrag auf eine Reha. Die DRV wird immer versuchen, den Beginn der Erwebsunfähigkeit festzulegen, mit dem sie am meisten Geld sparen kann.

Wenn Kessia den Rehaantrag njetzt zurückzieht, riskiert sie die Einstellung des Krankengeldes.

Warum solllte die AfA daran interessiert sein, dass der Antrag zurückgezogen wird? bei einer Umdeutung ergält auch die AfA ihr Geld zurück.
 
E

ExUser 2606

Gast
Damit hast Du recht, wenn der Antrag von der DRV als Rentenantrag geertet wird oder umgedeutet wird.

Trotzdem riskiert sie die Einstellung des Krankengeldes. Zumindest dann, wenn sie mit der erneuten Antragstellung aus der 10-Wochen Frist raus ist.

DIe Geschicjte ist verworren genug, ich würde da jetzt nicht noch was draufsetzen.
 
E

ExUser 2606

Gast
Wir wissen nicht, wann Kessia diese Aufforderung bekomen hat. Und selbst wenn sie noch in der Frist ist, könnte die KK sehr verschnupft reagieren. denk an de Einschränkung des Dispositionsrechtes.
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.183
Hallo Kessia,

Leider bin ich zu spät auf dieses wunderbare Forum gestoßen, sonst hätte ich mich in der Tat vorher hier erst erkundigt, wie ich mit diesem Reha-Antrag am besten und vor allem korrekt zu verfahren habe. Und ja, 10 Wochen sind eine lange Zeit, um alles auszufüllen.

So ist es und du hast dabei auch ein Klinik-Wahlrecht, vielleicht hättest du dich besser dazu mal von deinem Arzt bearten lassen sollen, welche Kliniken er denn für geeignet halten würde wenn eine Reha unvermeidlich wird.
Denn ganz so "einfach" wie es oft klingt ist das mit der Reha-Unfähigkeit" NICHT, dass müssen diebehandelnden Ärzte der KK / dem MDK gegenüber auch verantworten und erklären können ... wenn sie mit denen keinen Ärger haben möchten.

Schließlich meint man es doch nur gut und will dir "helfen" schneller gesund zu werden, auch wenn es nur selten in solchen Reha-Maßnahmen wirklich gelingt, ist das doch immerhin "einen Versuch wert" ...

Mir schien die Zeit mysteriös lang und ich dachte mir, nich das die dir (solange der Antrag nicht vorliegt), dein Krankengeld streichen, also hab ich Panik geschoben und den Antrag zeitnah abgesendet *schäm* Ja dumm, aber ich kann es nun leider nicht mehr ändern und werde die Konsequenzen abwarten.

Darum hat das (mit der Frist von 10 Wochen und was DANACH passieren könnte) ja auch klar in diesem Bescheid zu stehen, so ganz "willkürlich" schon vorher einstellen geht auch nicht, aber die KK spart natürlich umso eher (dein Krankengeld) je mehr du gedrängelt wirst, diese Frist nicht unbedingt (fast) abzuwarten.

Nein habe ich nicht…. ich wusste bis eben ja nichtmal, dass die auch nach "Aktenlage" urteilen. Sry, aber das liest sich wirklich so, als ob die Waren begutachten und daraus ihr Qualitätsurteil ableiten… wiebei Stiftung Warentest…. . Mit Menschlichkeit hat das ja alles nichts mehr zu tun.

Gerade beim MDK und für die Aufforderung zum Reha-Antrag wird fast ausnahmslos NUR nach "Aktenlage" entschieden, dass die "Zeit reif ist dafür" ... mit Diagnose X oder Y (aus der AU-Bescheinigung) könnte man (eigentlich) schon wieder nahezu gesund sein und da kann es doch nicht schaden die (noch gefährdete / eingeschränkte) "Erwerbfähigkeit" in einer DRV-Reha wieder auf Vordermann zu bringen.

Ich nahm an, der Patient darf sich vielleicht auch mal zu seinem eigenem Krankheitsbild äußern…. aber okay…. vielen Dank liebe Doppeloma, dass ich wieder dazulernen und neue Einsichten gewinnen durfte.

Wozu soll das gut sein, dass die Betroffenen das wahrscheinlich anders sehen werden ist denen sicher auch bekannt, sie haben ja oft genug die angeblich (nach einer Reha) Arbeitsfähigen dann später doch persönlich zu untersuchen, wenn es schief gegangen ist mit der Reha und der Arzt weiter AU-krank schreibt, obwohl die Reha-Klinik doch als "gesund" (also Arbeits-Fähig) entlassen hatte.

Da inzwischen fast Jeder Empfänger von Krankengeld früher oder später zur Reha geschickt werden soll (von der KK zunächst gewünscht) müssten die vermutlich noch ne Menge Ärzte einstellen, um diese "Opfer" dann erst ALLE persönlich zu untersuchen.
Im Notfall kann doch der Arzt immer noch Reha-Unfähigkeit bescheinigen wenn es wirklich nicht geht und ein Antrag ist noch lange keine bewilligte Reha ... und es bleibt die Hoffnung auf eine Ablehnung und die "Umdeutung" in EM-Rente durch die DRV ... und diese "Hoffnung" höret bei den KK seit vielen Jahren einfach nicht auf ...

Denn die Ersparnis aus der Reha ist ja meist nur von kurzer Dauer, es wird aber auch (meist) NIX "umgedeutet" denn so krank (mit EM-Renten-Aussichten) wird man nur sehr ungerne aus DRV-Rehas entlassen ... "irgendwas" geht schon noch am "allgemeinen Arbeitsmarkt" ...

Also auch hier gut zu wissen. Dieses Gutachten werde ich mir auch über den Hausarzt anfordern. Es interessiert mich freilich, wie man mich nach "Aktenlage" bewertet.

Kann ich dir schon fast wörtlich voraussagen ... "Eine Reha wird (Fachrichtung eventell noch erwähnt) empfohlen, weil deine Erwerbsfähigkeit schwer eingeschränkt / oder gar schon gemindert "scheint" um das Problem zu beheben ... bla, bla, bla ..."
Dann wird noch kurz erwähnt wo man diese Erkenntnisse her hatte, bei mir war es die AUD-Liste der KK und die Diagnose von meiner aktuellen AU-Bescheinigung.

Liebe Doppeloma, darf ich fragen, ob das Gutachten nach Aktenlage seinerzeit dem entsprach, wie es dir tatsächlich ging? Konntest du dich damit identifizieren?

Kommt drauf an was man darunter verstehen möchte ...
Ich war schon etwas überrascht, ob dieser mehr als "dürftigen" Aktenlage, man hatte aber immerhin im AUD-Beleg irgendwo schon "frühere erschöpfungsbedingte Problemdiagnosen" gefunden , so wurde direkt erkannt, dass ich wohl im CallCenter (meine aktuelle vorhandene Tätigkeit) auf DAUER als Arbeits-UNFÄHIG anzusehen sei, die Wiederaufnahme dieser Tätigkeit sei als gesundheitlich "unzumutbar" (aus der Sicht des MDK) abzulehnen. :icon_daumen:

Das war eigentlich der "Todesstoß" vom MDK für meine KK, mich nach der Reha (vielleicht) wieder an den vorhandenen Arbeitsplatz schicken zu können, ich wurde aber aus dem gleichen Grunde auch aus der Reha (weiter) AU entlassen. also musste die KK sowieso bis zur Aussteuerung weiter mein Krankengeld zahlen.
Ein vorzeitiges Ende war nicht mehr möglich (oder Abgabe an die AfA), weil auch mein AG nicht vor hatte mich zu entlassen und der MDK hätte dafür (vorzeitige Aufhebung der AU) auch keine Zustimmung mehr gegeben ...

Bei der DRV machte dieses "Gutachten" dann aber auch keinen besonderen Eindruck, als ich es dem Antrag auf EM-Rente beigefügt habe, zusammen mit dem von der AfA ... die mich ja zu diesem Antrag deswegen aufgefordert hatte (nach der Aussteuerung).

Das Wenige was da drin gestanden hat, war also durchaus zutreffend und mehr war ja nicht nötig, um meine "Erwerbsfähigkeit als schwer gefährdet, eher schon gemindert" einzustufen ... damit die KK den Reha-Antrag fordern konnte.
Die bekommen das Gutachten ja auch nicht, sondern NUR den Hinweis "sollte Reha beantragen oder eben nicht" ... das kommt durchaus auch mal vor ... aber selten, sehr selten.

Als ich das 1. Mal länger krank wurde (mit Mitte 50) kannte ich mich damit genau so wenig aus wie du und glaubte wirklich noch daran, dass mir doch alle "nur helfen wollten schnell wieder gesund zu werden" ... :doh:
Aus heutiger Sicht und meinen persönlichen Erfahrungen weiß ich, dass meine Gesundheit eigentlich Niemanden (abgesehen von meinen Ärzten) wirklich interessiert hat und sich ALLES nur darum dreht möglichst viel Geld an den versicherten Beitragzahlern sparen zu können, ohne sie direkt (und zu offensichtlich) gleich ganz "fertig" zu machen.

Deshalb gehören die Antragspapiere für diese Reha wahrscheinlich auch gar nicht zur KK. .....Ein Rückumschlag mit der KK-Adresse liegt anbei. Die KK enthalten also regelmäßig sensible Daten ihrer Mitglieder???

Antrags-Unterlagen gehören generell nur DIREKT zu der Behörde, die den Antrag auch bearbeiten und entscheiden soll (zumal die meist ihre eigenen Formulare dafür haben) und die KK selbst hat KEINEN Anspruch auf diese ganzen sensiblen Daten, die sie dadurch in ihre Hände bekommt ...
Man wird inzwischen auch schon VOR der Antragstellung gebeten eine "Erlaubnis" (Schweigepflichtentbindung für die Reha-Klinik) zu unterschreiben, dass die KK dann den Reha-Bericht zur Einsicht bekommt, man könne ja sonst anschließend nicht gezielt "helfen" ...
Der Bericht geht die GAR NICHTS an, die suchen darin nur Hinweise, ab wann man das Krankengeld beenden könnte wenn der Kandidat doch nicht direkt als "Arbeitsfähig" aus der Reha kommt (und wissen natürlich auch zum Reha-Verlauf gleich wieder viel mehr als sie zu interessieren hätte).

Im übrigen hat mich meine KK auch jeden Monat angerufen, da sie mit mir über meine Therapien/Behandlungen usw. sprechen wollte….

Dazu wurde dir ja schon geschrieben, dass es alleine DEINE Entscheidung ist, mit wem du überhaupt telefonieren möchtest und wer dich anrufen darf ... das gilt auch für die SB der Krankenkasse (der MDK wird dich eher NICHT anrufen). das sind KEINE Ärzte, die haben dich überhaupt NICHT nach deinem Gesundheitszustand und deinen Therapien auszufragen (weder telefonisch noch persönlich).

Ja-Ja, um Rückrufe "betteln" die dann öfter mal wenn man ihnen bereits verboten hat (schriftlich und nachweislich bitte) anzurufen, weil man KEINE telefonischen Kontakte wünscht und ALLES nur noch schriftlich haben will.
Du bist weder verpflichtet ein Telefonat zu führen (nur weil das Telefon klingelt) noch musst du zurückrufen, wenn es NICHT in deinem Interesse ist das zu tun (und dich am Telefon "belabern und aushorchen" zu lassen ist NICHT in deinem Interesse).

denn man möchte sich mit mir über "meine Arbeitsunfähigkeit unterhalten".

Darüber gibt es NICHTS zu reden, es genügt dass die laufende AU dort angekommen ist, dann hat man dein Krankengeld zügig zu überweisen = FERTIG ... jedenfalls solange du Krankengeld rechtmäßig zu bekommen hast.

Ist euch so etwas auch bekannt? Ist es das, wonach es aussieht?

Na klar ist uns das bekannt (das hat man schon bei mir vor über 10 Jahren so gemacht), bis ich mich schlau gemacht hatte ... dann war es damit vorbei und spätestens nach der Aussteuerung wird die KK wieder ganz "normal" und man hat nicht mehr so den Drang dir unbedingt "helfen" zu wollen, da darfst du gerne noch jahrelang AU geschrieben sein ... da will KEINER mehr (bei der KK) mit dir darüber reden (müssen) ...

Mein Gott, 3 Jahre kämpfen für sein gutes Recht…. was für eine Qual. Hinterher ist man ja noch kränker, als wie man es vorher war. Wer zahlt in diesem Fall das Schmerzensgeld?

Was für "Schmerzensgeld" meinst du denn da, irgendwann ist man froh, dass man nicht "unter der Brücke landet" und vom "Sozial-Staat" wenigstens mit Hartz 4 "aufgefangen" wird (da muss man sich dann auch noch dumm kommen lassen, warum man nicht arbeitet und seit Jahren AU geschrieben ist) ... obwohl man ja (eigentlich) nur wieder zur Arbeit gehen müsste, wenn man nicht zu krank dafür wäre ... :doh:

Die DRV entscheidet (meist) NICHT nach "Aktenlage" zu EM-Renten-Anträgen, die lässt lieber noch eigene "Gutachter" persönlich prüfen wie gut es doch den Antragstellern geht, die wollen das dann auch nicht unbedingt zu genau vom Antragsteller selber hören.
Vorlage zum Abschreiben sind dann die vorhandenen Reha-Berichte (Alter dieser "Akten" ist unerheblich) und die stellen dann möglichst das genaue Gegenteil von MDK und AfA fest, sollten die etwa schon was von "drohender Erwerbsminderung" geschrieben haben ...

Denn die DRV will natürlich auch keine EM-Rente zahlen müssen, wenn sich das noch irgendwie vermeiden lässt ... die haben ja das "letzte Wort" dazu, da können die Anderen ("Amts-Ärzte") vorher meinen und schreiben was sie wollen ...

Ab wann dann Jemand tatsächlich als Erwerbsgemindert anerkannt wird entscheidet übrigens auch die DRV und nicht das Antragsdatum (auch NICHT die Gutachter), man ist ja nicht erst krank wenn man den Antrag stellt, die gesundheitlichen Gründe dafür gibt es ja da schon und oft auch schon seit längerer Zeit.

Den Zeitpunkt für den Eintritt des Leistungsfalles (Erwerbsminderung) bestimmt also die DRV, in meinem Falle (fast 2 Jahre rückwirkend am Gericht) wurde das dann sinnigerweise auf den Monat festgelegt, wo ich den Ablehnungsbescheid von der DRV bekommen hatte.
Sonst wäre eine Befristung nicht mehr möglich gewesen (und zu "unbefristet" konnte sich die DRV noch nicht mal bei Gericht durchringen) ... also war ich nun rückwirkend doch schon EM, als man mir eigentlich schriftlich mitgeteilt hat, dass ich es auf keinen Fall bin ... :doh:

Die gerichtlichen Gutachter hatten übrigens den Antragszeitpunkt für korrekt gehalten, aber dann hätte die "arme" DRV noch ein weiteres Jahr meine EM-Rente nachzahlen müssen und die Dauer nicht mehr befristen können ... das muss man alles nicht wirklich verstehen, man sollte sich nur darauf einrichten, dass noch viele merkwürdige und unglaubliche Dinge passieren können auf dem Weg in die EM-Rente ...

MfG Doppeloma
 

Kessia

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
15 Dezember 2018
Beiträge
335
Bewertungen
108
Hallo bernhardiner, Kerstin und Doppeloma. Vielen Dank für eure Zeilen und schön, dass ihr mir alle helft.

Wer oder was ist der VDK?

Also noch einmal zum Verständnis, denn ja, es ist leider wirklich alles recht verworren:

Den Reha-Antrag von der KK erhielt ich Anfang Dezember und 2 Wochen später hab ich den leider schon wieder und dazu noch umgedeutet (Erklärung dazu in diesem Thread) an die KK zurückgesendet *heul*

Bei der AfA habe ich bislang noch keine Unterlagen ausgefüllt, wenn ich dort um den 16.01. aufkreuze, bekomme ich diese ja auch erst und spätestens dann wird das Thema Reha aktuell. Bis dahin wird sich die DRV ja auf den umgedeuteten Antrag gemeldet haben, denn momentan wüsste ich wirklich nicht, wie ich eine solche Umdeutung der AfA nahebringen soll, um meinen Anspruch auf ALG 1 aus der Nahtlosigkeit nicht zu gefährden. Am besten ich sag gar nix dazu.

Die KK hat zwar vorige Woche den Eingang des "Reha-Antrages" bestätigt….. genaugenommen erfolgte ja aber ein Antrag auf die EMR… ….ich werde sehen, ob ich bis spätestens 16.01. Informationen von der DRV habe und wie ich der AfA dann am vorteilhaftesten begegnen kann….

Die DRV hat sich noch nicht auf den umgedeuteten Antrag gemeldet.

Die DRV wird immer versuchen, den Beginn der Erwebsunfähigkeit festzulegen, mit dem sie am meisten Geld sparen kann.
Achso. Ich dacht immer, der Beginn startet mit dem Antrag oder mit einem Reha-Gutachten. Die DRV kann die Erwerbsunfähigkeit auch rückwirkend bescheinigen? Wie geht das denn, wenn man z.B. noch gar keinen Antrag gestellt hat oder nicht zur Reha war? Das erschließt sich mir gerade nicht…..
Wenn , so wie Doppeloma schreibt, "die gesundheitlichen Gründe dafür… schon seit längerer Zeit" vorliegen (oder sind die 78 Wochen nicht ausreichend? ), kommt dann die DRV ohne Anträge mit einer Erwerbsminderung unaufgefordert auf den Patienten zu? Wenn ich Doppeloma richtig verstehe, muss man sich diese rückwirkende Feststellung bei Gericht oder im Wiederspruchsverfahren erkämpfen?

bei einer Umdeutung ergält auch die AfA ihr Geld zurück.
Also bedeutet das, wenn die Erwerbsunfähigkeit bescheinigt wird, dass man dann anstelle ALG 1 die Rentenzahlung erhält, richtig? Aber nur bei voller Erwerbsminderung. Bei der teilweisen steht man ja, wenn auch nur eingeschränkt, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung… das heißt, das ALG 1 wird dann reduziert bzw. mit der teilweisen Erwerbsminderungsrente verrechnet?

Klinik-Wahlrecht, vielleicht hättest du dich besser dazu mal von deinem Arzt bearten lassen sollen, welche Kliniken er denn für geeignet halten würde wenn eine Reha unvermeidlich wird.
Während meiner gesamten AU stand nie zur Debatte, dass ich eine Reha antrete. Der behandelnde Arzt hat mir gegenüber die Rehaunfähigkeit immer bestätigt und zugestimmt, dass ich rehaunfähig bin, auch, als er der Meinung war, dass ich den Reha-Antrag von der KK auf einen EMR-Antrag umschreiben soll.
Von der Wahlmöglichkeit einer Klinik habe ich erst in diesem Forum gelesen, da war dieser Antrag ja leider schon wieder an die KK geschickt… *schnief*
Apropos: In dem Reha-Antrag wird auch nicht auf eine Wunschklinik hingewiesen.… (soll wohl der Kranke nicht wissen)…

Schließlich meint man es doch nur gut und will dir "helfen" schneller gesund zu werden, auch wenn es nur selten in solchen Reha-Maßnahmen wirklich gelingt, ist das doch immerhin "einen Versuch wert" ...
Es ist so, wie du sagst. Es gibt keine Erfolgsgarantien durch die Reha. Aber das sollen wir wahrscheinlich auch nicht wissen.

die KK spart natürlich umso eher (dein Krankengeld) je mehr du gedrängelt wirst, diese Frist nicht unbedingt (fast) abzuwarten.
Nur gut, dass ich es inzwischen besser weiß, nur leider hilft es mir jetzt nicht mehr. Ich kann nur hoffen, dass der Arzt weiß was zu tun ist, wenn sich die DRV meldet und mich zur Reha schicken will….

denn so krank (mit EM-Renten-Aussichten) wird man nur sehr ungerne aus DRV-Rehas entlassen ... "irgendwas" geht schon noch am "allgemeinen Arbeitsmarkt" ...
Ja irgendwas geht immer. Die einen werden belastet, damit die anderen entlastet werden. Die, die dafür verantwortlich sind, machen das natürlich alle ganz fantastisch.…(Ironie off)

ich wurde aber aus dem gleichen Grunde auch aus der Reha (weiter) AU entlassen. also musste die KK sowieso bis zur Aussteuerung weiter mein Krankengeld zahlen.
Aber die Reha entscheidet doch auch über die Leistungsfähigkeit, richtig? Und über die AU entscheidet sie auch?

Es ist ja nun auch so, dass man seine Arbeitskraft ja auch in einem ganz anderen Berufsumfeld zur Verfügung stellen kann. Dann kommts echt dicke. Der Gedanke daran bereitet mir schmerzliches Bauchaua. Da geht dann z.B. ein 50 jähriger Ingenieur irgendwo als Hilfsgärtner arbeiten, weil er keine finanziellen Reserven hat, um seinen Lebensunterhalt zu decken und mit 50 vielleicht auch gar keine Umschulung mehr machen möchte? Nein, ich will mir das gar nicht weiter vorstellen, es ist einfach zu gruselig für mich…..

Bei der DRV machte dieses "Gutachten" dann aber auch keinen besonderen Eindruck, als ich es dem Antrag auf EM-Rente beigefügt habe, zusammen mit dem von der AfA ... die mich ja zu diesem Antrag deswegen aufgefordert hatte (nach der Aussteuerung).
Aber die AfA hat doch auch Gutachter. Wann kommen denn die zum Einsatz? Schrecklich, überall wimmelt es von Gutachtern: beim MDK, bei der DRV, bei der Reha, bei der AfA…. Na deren Einkommen sind zumindest schonma alle gesichert.… ..und alle sind sie bestimmt auch gaaaanz unabhängig… ...und haben bestimmt auch alle ihren eigenen Floskelgenerator, mit dem sie dann ihre Gutachten schreiben ….. Hat das Jobcenter auch noch einen eigenen Gutachter???

Als ich das 1. Mal länger krank wurde (mit Mitte 50) kannte ich mich damit genau so wenig aus wie du und glaubte wirklich noch daran, dass mir doch alle "nur helfen wollten schnell wieder gesund zu werden" ... :doh:
Nope, also ganz so naiv bin ich dann nicht, dass ich daran nur ansatzweise geglaubt hätte, hihi. So wie du es nachfolgend beschreibst, so ist es.

Antrags-Unterlagen gehören generell nur DIREKT zu der Behörde, die den Antrag auch bearbeiten und entscheiden soll (zumal die meist ihre eigenen Formulare dafür haben) und die KK selbst hat KEINEN Anspruch auf diese ganzen sensiblen Daten, die sie dadurch in ihre Hände bekommt ...
Aber der Reha-Antrag von der KK will ja auch wieder von ihr ausgefüllt empfangen werden. Hier mangelt es doch dann deutlich an Aufklärung, wenn die Anträge ausgefüllt immer wieder an die KK zurückgesendet werden (sollen). Die Rückumschläge sind ja dann Rechtstäuschungen….

und spätestens nach der Aussteuerung wird die KK wieder ganz "normal" und man hat nicht mehr so den Drang dir unbedingt "helfen" zu wollen, da darfst du gerne noch jahrelang AU geschrieben sein ... da will KEINER mehr (bei der KK) mit dir darüber reden (müssen) ...
Ja natürlich, wissen wir ja, warum.

Was für "Schmerzensgeld" meinst du denn da, irgendwann ist man froh, dass man nicht "unter der Brücke landet" und vom "Sozial-Staat" wenigstens mit Hartz 4 "aufgefangen" wird (da muss man sich dann auch noch dumm kommen lassen, warum man nicht arbeitet und seit Jahren AU geschrieben ist) ... obwohl man ja (eigentlich) nur wieder zur Arbeit gehen müsste, wenn man nicht zu krank dafür wäre ... :doh:
Das mit dem "Schmerzensgeld" war eine süffisante bzw. ironische Bemerkung von mir gewesen. Natürlich weiß ich, dass man eher noch dankbar sein muss, sein Haus für die Entlastung anderer geopfert zu haben.
Im übrigen wird man ja schon sprachlos oder dumm angeschaut, wenn man (noch) Krankengeld bezieht. Zum Beispiel beim Jobcenter. Da war ich nämlich auch schon, weil mein Krankengeld nicht ausreicht…..

Die DRV entscheidet (meist) NICHT nach "Aktenlage" zu EM-Renten-Anträgen, die lässt lieber noch eigene "Gutachter" persönlich prüfen wie gut es doch den Antragstellern geht,
Ich muss sagen, dass ich diese Praxis tatsächlich begrüßen würde oder wenn ich was zu sagen hätte, eine solche Begutachtung einer Reha auch vorziehen würde. Denn so eine persönlichen Inaugenscheinnahme mit entsprechendem Gespräch ist doch viel aussagekräftiger wie eine nach Aktenlage. Möglicherweise stellt sich bei einer persönlichen Prüfung ja schon herraus, dass eine Reha gar nicht erfolgsversprechend sein wird (und die DRV kann sich damit auch das Geld sparen…..)

man sollte sich nur darauf einrichten, dass noch viele merkwürdige und unglaubliche Dinge passieren können auf dem Weg in die EM-Rente ...
Ja.

Vielen Dank auf jeden Fall für den wirklich hilfreichen und internetten Austausch.

PS. @bernhardiner…. wurde dein Antrag auf ALG 1 schon bearbeitet? Hast du einen Thread dazu?
 
Zuletzt bearbeitet:

Larsson

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
2 Januar 2019
Beiträge
959
Bewertungen
1.726
Aber der Reha-Antrag von der KK will ja auch wieder von ihr ausgefüllt empfangen werden. Hier mangelt es doch dann deutlich an Aufklärung, wenn die Anträge ausgefüllt immer wieder an die KK zurückgesendet werden (sollen). Die Rückumschläge sind ja dann Rechtstäuschungen….
Vielleicht will sie nur was haben, um sich selbst um die Kostenübernahme zu drücken? Du kanns ja auch eine "Reha" über die Krankenkasse machen, nennt sich dann halt nicht Reha. Ist einfach eine Klinikeinweisung vom Arzt, nach dem du dich bei Klinik X hast auf die Warteliste hast setzen lassen und dort dann ein Platz ist. Ich war nie in Reha, wäre mir auch nicht in den Sinn gekommen. Alle Klinikaufenthalte liefen über die Krankenkasse.
Aber das soll nur eine Nebeninfo sein.
 
E

ExUser 2606

Gast
Wer oder was ist der VDK?
Der VDK ist ein Sozialverband. Die bieten Ihren Mitgliedern auch Rechtsberatung, Unterstützung bei Anträgen usw. an. DIe Qualität hängt stark von den Beratern vor Ort ab. Kostet natürlich Mitgliedsbeitrag und zum Teil dann je Anliegen nochmal eine Extra Gebühr.

Über uns | Sozialverband VdK Deutschland e.V.

Bei der AfA habe ich bislang noch keine Unterlagen ausgefüllt, wenn ich dort um den 16.01. aufkreuze, bekomme ich diese ja auch erst und spätestens dann wird das Thema Reha aktuell. Bis dahin wird sich die DRV ja auf den umgedeuteten Antrag gemeldet haben, denn momentan wüsste ich wirklich nicht, wie ich eine solche Umdeutung der AfA nahebringen soll, um meinen Anspruch auf ALG 1 aus der Nahtlosigkeit nicht zu gefährden. Am besten ich sag gar nix dazu.

Du musst da auch erstmal bei der AfA nichts zu sagen. Es ist keineswegs sicher, dass die AfA gleich einen Reha- oder Rentenantrag verlang. Und wenn, dann kannst Du einfach sagen, dass er gestellt wurde und wenn sie es sehen wollen, die Bestätigung der Krankenkasse vorlegen. Mehr nuss die AfA gar nicht wissen. Mitteilungspflichtig bst Du erst, wenn der Antrag beschieden wird.

Achso. Ich dacht immer, der Beginn startet mit dem Antrag oder mit einem Reha-Gutachten. Die DRV kann die Erwerbsunfähigkeit auch rückwirkend bescheinigen? Wie geht das denn, wenn man z.B. noch gar keinen Antrag gestellt hat oder nicht zur Reha war? Das erschließt sich mir gerade nicht…..
Wenn , so wie Doppeloma schreibt, "die gesundheitlichen Gründe dafür… schon seit längerer Zeit" vorliegen (oder sind die 78 Wochen nicht ausreichend? ), kommt dann die DRV ohne Anträge mit einer Erwerbsminderung unaufgefordert auf den Patienten zu? Wenn ich Doppeloma richtig verstehe, muss man sich diese rückwirkende Feststellung bei Gericht oder im Wiederspruchsverfahren erkämpfen?
Nein, die DRV hat ziemlich frehue Hand, was den Beginn der Erwerbsunfähigkeit betrifft. Die fordern sich ja von der Krankenkasse auch deie AU Zeiten an. Und dann kann es zum beispiel sein, dass sie sehen, dass Du vom Tag X an AU warst und dann gehen die eben davon aus, dass, weil Du ja seitdem nicht mehr hearbeitet hast, Du seitdem erwerbsunfähig warst. Denn es ist ja über die ganze Zeit nicht besser geworden, sonst würdest Du ja inzwischen mal wieder arbeiten.

Also bedeutet das, wenn die Erwerbsunfähigkeit bescheinigt wird, dass man dann anstelle ALG 1 die Rentenzahlung erhält, richtig? Aber nur bei voller Erwerbsminderung. Bei der teilweisen steht man ja, wenn auch nur eingeschränkt, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung… das heißt, das ALG 1 wird dann reduziert bzw. mit der teilweisen Erwerbsminderungsrente verrechnet?
Die BA und die DRV stimmen sich regelmäßig ab. Moentan geht man davon aus, dass der Teilzeit-Arbeitsmarkt als verschlossen gilt. Das bedeutet, die Tei-Erwwrbsgeminderten bekommen in der Regel eine sogenannte Arbeitsmarktrente. AUf dem Bescheid steht dann, dass die volle Erwerbsminderungsrente gewährt wird, aber nicht nur aus medizinischen Gründen. Sollte das Wunder geschehen, dass jemand dann trotzdem eine leidensgerechte Zeilzeitstelle findet, gibt es dann eben nur noch die Teilrente.

Aber die Reha entscheidet doch auch über die Leistungsfähigkeit, richtig? Und über die AU entscheidet sie auch?
Die Reha entscheidet über gar nichts. Die Reha ist ein Langzeitgutachten. Du stehst ja während der Reha unterständiger Beobachtung durch die Ärzte und das Pflegepersonal. An Ende der Reha wird dann ein Abschlussbericht geschrieben in dem bestimmte Empfehlungen stehen. Du wirst arbeitsfähig oder arbeitsunfähig entlassen. DAs bezieht sich aber nur auf den Entlassungstag. Am nächsten Tag gehst Du entweder zur Arbeit oder zu Deinem Arzt und läßt Dich weiter krankschreiben.

Die DRV kann sich dann der Beurteilung der Rehaklinik anschliessen, muss es aber nicht. Beim sozialmedizinischen Dienst der DRV laufen alle medizinischen Unterlagen zusammen und dort wird dann ein sozialmedizinisches Gutachten angefertigt, und danach richten sich die SBs, die den Bescheid erstellen.

Mit der Arbeitsfähigkeit/-Unfähigkeit im Reha-Abschlussbericht muss man etwas aufpassen. Wenn Du arbeitsfähig entlassen wirst und läßt Dich dann weiter krankschreiben, dann sollte der Arzt schon etwas standfest sein, denn manche KKs versuchen dann Druck zu machen, zumindest so lange man noch Krankengeld bezieht.

Deshalb sollte man darauf achten, wer den Abschlussbericht direkt von der Rehaklinik bekommt. Dass muss man in er Reha angeben. DIe DRV als Kostenträger bekommt ihn sowieso, das kann man niht verhindern, aber der AfA oder der KK wüde ich den nicht gleich zugänglich machen, manchmal betteln die dann zwar danach, aber dem muss an nicht nachgeben. wenn man dem zustimmt haben die den Bericht schneller als man selber. Am besten man gibt da an , dass der Bericht zu einem selber gehen soll und eventuell noch zum behandelnden Arzt.

Es ist ja nun auch so, dass man seine Arbeitskraft ja auch in einem ganz anderen Berufsumfeld zur Verfügung stellen kann. Dann kommts echt dicke. Der Gedanke daran bereitet mir schmerzliches Bauchaua. Da geht dann z.B. ein 50 jähriger Ingenieur irgendwo als Hilfsgärtner arbeiten, weil er keine finanziellen Reserven hat, um seinen Lebensunterhalt zu decken und mit 50 vielleicht auch gar keine Umschulung mehr machen möchte? Nein, ich will mir das gar nicht weiter vorstellen, es ist einfach zu gruselig für mich…..
Naja, ganz so schlimm ist es ja nun noch nicht. einem 50 jährigen wird allerdings auch niemand eine Umschulung bezahlen.
Da gibt es dem §140 SGBIII, da steht schonmal drin, was überhaupt zumutbar ist. Und was gesundheitlich zumutbar ist oder nicht, dass stellt der äD fest. Und dann muss sich sich ja auch erstmal ein Arbeitgeber finden, der dich trotz Deiner gesundheitlichen Einschränkungen nimmt, dem es nichts ausmacht, dass Du in diesem Bereich keien Ausbildung und keine Erfahrung hast, der es hinnimmt, dass Du vielleicht bald wieder weg bist, nachdem er dich eingearbeitet hat, weil Dir eine EM-Rente bewilligt wurde....Aber das hatten wir glaube ich schon in Deinem anderen Thread.

Aber die AfA hat doch auch Gutachter. Wann kommen denn die zum Einsatz?
Du solltest wirklich nochmal in Deinen anderen Thread schauen. der äD der AfA stellt Dein Restleistugsvermögen fest, denn um ALG I beziehen zu können muss man nunmal dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Hat das Jobcenter auch noch einen eigenen Gutachter???
Ich dachte immer, das läuft über den äD der AfA, aber die JCs haben wohl einen eigenen äD. bei den Optionskommunen schickt man die Leute meistens zum Gesundheitsamt.

Aber der Reha-Antrag von der KK will ja auch wieder von ihr ausgefüllt empfangen werden. Hier mangelt es doch dann deutlich an Aufklärung, wenn die Anträge ausgefüllt immer wieder an die KK zurückgesendet werden (sollen). Die Rückumschläge sind ja dann Rechtstäuschungen….
Nein. Du bist nur dazu verpflichtet, eine Rehaantrag zu stellen und dies der KK nachzuweisen, wenn Du Dein Krankengeld ergalten willst. mehr nicht.
Es gibt eon Gesetz, nachdem Du jeden Antrag im Sozialrechtsbereich auch bei einem nicht zuständiegen Sozialversicherungsträger stellen kannst. der nicht zuständie Träger ist dann verpflichtet, Deinen Antrag weiterzuleiten. Und genau diese Vorschrift machen sich die KKs zu Nutze. Die Rückumschläge sind da nur ein freundliches Hilfsangebot. Alledings verschaffen sic die KKs sich auf diesem Weg erstens Einsicht in den Antrag und zweitens haben sie die Gelegenheit, noch vermerke wie EILIG oder so darauf anzubringen.

Wenn man die KK so richtig ärgern will, dann macht ma folgendes: Man schickt ein Fax an die DRV, in dem drinsteht "Hiermit beantrage ich eine medizinische Reha, bitte übersenden Sie mir die Antragsformulare." Am besten ganz am Ende der 10-Wochen Frist. Kopie des Schreibens und des Send
eberichtes an die KK und fertig. Dagegen kann die KK nichts machen. man hat wie befohlen den Antrag gestellt. Anträge im Sozialrecht köneen formlos gestellt werden.

Bist Du eigentlich vor der Aufforderung, die Reha zu beantragen, von der KK angehört worden?
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten