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Reha-Antrag durch Krankenkasse (Aussteuerung) - Es liegt kein Bericht des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) vor

Kessia

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Hallo liebes Forum, angeregt durch zahlreiche Threads, in denen von der KK aufgefordert wird, einen Reha-Antrag bei selbiger einzureichen, lese ich immer wieder von MDK-Gutachten. Zumindest für mein Verständnis. Aus diesem Grund frage ich hier einfach mal neu nach, ob diese Gutachten Voraussetzung sind oder haben in diesem Fall der KK die ärztlichen Berichte des Hausarztes ausgereicht?

Ich verfüge über kein MDK-Gutachten, ausgesteuert im Februar 2019, Antrag Reha von der KK im Dez. 2018 erhalten. Woher bezieht die KK ihre Annahme zur Rehafähigkeit? Ist die KK bei Aussteuerung zu diesem Antrag gegenüber ihren Patienten gesetzlich verpflichtet?
 

Muzel

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Hallo Kessia! Woher weißt du denn, dass deine Rehafähigkeit vorliegt? Normalerweise wird sie dir erst einige Tage vor Antritt bescheinigt. Der Mensch kann auch ganz kurzfristig rehaunfähig erkranken.
 

Kessia

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Huhu Muzel, na ich nahm eher an, die KK setzen eine Rehafähigkeit voraus, sonst würden die einen doch diesen Antrag nicht schicken, oder? Deshalb fragte ich ja, ob dieser Antrag gesetzlich vorgesehen ist.
 

Kerstin_K

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Die KK fordert dich nur auf, einen Rehaantrag zu stellen (Dazu hast du 10 Wochen Zeit.) du solltest dazu aber nicht die Vordrucke der KK benutzen und den Antrag auch nicht ueber die KK laufen lassen, sondern die Vordrucke der DRV nutzen und dort direkt den Antrag stellen.

Die KK bekommt dann nur einen Nachweis der Antragstellung.

Es geht nicht um Rehafaehigkeit, es geht nichtmal darum, ob eine Reha fuer dich medizinisch sinnvoll istyn es geht nur darum, dass die KK Krankengeld spart, weil du während der Reha Übergangsgeld bekommst, aber die Zeit trotzdem auf die anspruchsdauer fuer KG angerechnet wird.

Worauf dich auch niemand aufmerksam macht: du hast ein Wunsch- und Wahlrecht, was die Klinik betrifft.
 

Kessia

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Herrje, na hoffentlich hab ich da jetzt nix falsch gemacht, sowas weiß ja niemand.

Der Antrag auf Reha wurde auf Anraten des behandelten Arztes durchgestrichen und ein Antrag auf EM-Rente draus gemacht. Reharelevante Fragen wurden ausgespart , der Arzt hat den Antrag vor dem Abschicken inhaltlich geprüft, mir aber auch nich gesagt, den direkt an die DRV zu senden oder die entsprechenden Antragsformulare der DRV zu benutzen.

Ich bin nicht rehafähig, da ich mich noch in Behandlung befinde. Keine Ahnung, ob der Arzt der KK das bereits schon vorher immer wieder mitteilte ( die KK hat schon 4 Wochen nach meiner OP angefragt, wann ich wieder arbeitsfähig wäre und so ging das dann jeden Monat weiter), da ich ja bis knapp zur Aussteuerung mit keinem Reha-Antrag konfrontiert wurde. Es liegt wie gesagt auch kein MDK-Prüfbericht vor.

Ich hab diesen umgedeuteten Antrag eher als meine Mitwirkungspflicht angesehen, damit mir die KK die letzten Wochen vor Aussteuerung nicht das Krankengeld streicht.

Nun gehts mir grad nich gut, weil ich offensichtlich Fehler gemacht hab. Zu meinem Arzt hab ich eigentlich Vertrauen und ich bin davon ausgegangen, dass er weiß, was er tut. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Ohjeeeee…….
 

Kerstin_K

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Naja, schlimmes ist denke ich nicht passiert.

Hast du dir wenigstens eine Kopie von dem Antrag gemacht?

Einfach abwarten, wie die DRV jetzt reagiert. Eventuell schicken sie dir nochmal ihre eigenen Formulare. Wenn sie das jetzt als Rehaantrag Werten, kann dein Arzt dich immer noch rehaunfaehig schreiben, wenn das gar nicht geht.

Warum hast du dich nicht eher gemeldet? Du hattest 10 Wochen Zeit....
 

Doppeloma

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Hallo Kessia,

Hallo liebes Forum, angeregt durch zahlreiche Threads, in denen von der KK aufgefordert wird, einen Reha-Antrag bei selbiger einzureichen, lese ich immer wieder von MDK-Gutachten. Zumindest für mein Verständnis.
Das ist korrekt, da die SB der KK ja keine Mediziner sind muss der MDK feststellen (auf Wunsch der KK), dass der Kranke nun langsam dringend eine Reha braucht ... erst danach darf die KK den Bescheid rausschicken, dass ein Antrag auf med. Reha (§ 51 SGB V) zu stellen ist weil die Erwerbsfähigkeit (vom MDK) bereits als "schwer gefährdet" eingestuft wurde.

Aus diesem Grund frage ich hier einfach mal neu nach, ob diese Gutachten Voraussetzung sind oder haben in diesem Fall der KK die ärztlichen Berichte des Hausarztes ausgereicht?
Die KK selbst hat gar keinen Anspruch auf medizinische Unterlagen und hat auch KEINE Berechtigung medizinische Auskünfte bei deinem Arzt einzuholen ... wenn der MDK dazu was haben kann sollte dir das bekannt sein, denn dafür braucht man deine Zustimmung (Schweigepflichtentbindung für deinen Arzt).

Ich verfüge über kein MDK-Gutachten, ausgesteuert im Februar 2019, Antrag Reha von der KK im Dez. 2018 erhalten.
Woher willst du das wissen, hast du deinen behandelnden Arzt mal beauftragt vorliegende Gutachten beim MDK für dich einzufordern ?
Die kann es durchaus geben, denn die werden oft nach "Aktenlage" gemacht (also ohne dich zu untersuchen) und die "Aktenlage" bestand z.B. in meinem Falle aus dem AUD-Beleg der KK (PC-Liste der bisherigen Diagnosen und AU-Zeiten) und den Diagnosen auf den aktuellen AU-Bescheinigungen, mehr hatte die KK dazu von mir auch :icon_evil: ...

Das genügte aber völlig für die Erkenntnis, dass ich nun unbedingt eine psychosomatische Reha machen muss ... ich habe mir dieses Gutachten dann von meiner Hausärztin beim MDK besorgen lassen.
Nur daher weiß ich, dass es das wirklich gab und was da so drin gestanden hat, um mich in Reha schicken zu können ...

Woher bezieht die KK ihre Annahme zur Rehafähigkeit?
Die KK interessiert es nicht sonderlich ob du Rehafähig bist wenn eine Reha bewilligt wurde und beginnen soll hätte dein Arzt das erst festzustellen, ob das auch gerade möglich ist.
Die KK folgt nur der Empfehlung des MDK (aus der "Aktenlage"), dass du eine Reha beantragen solltest ... deinen wahren Gesundheitszustand kennen die gar nicht (wenn du es ihnen nicht erzählst) und der geht die SB der KK auch gar nichts an ...

Dafür deine Erwerbsfähigkeit insgesamt für "schwer gefährdet" zu halten genügt bereits die lange Dauer deiner AU, bei mir reichten damals schon knapp 4 Monate AU mit einer psychischen Diagnose dafür aus ...
Den Antrag stellt man generell NUR direkt bei der DRV, die KK leitet das sowieso nur weiter nachdem sie mit einem Stempel noch EILT SEHR vermerkt hat.

Es eilt nämlich (in der Regel) wirklich sehr, weil die KK dann kein Krankengeld zahlen muss während einer Reha und hofft, dass man anschließend auch kein Krankengeld mehr braucht (weil man in der Reha angeblich "wundergeheilt wurde") ...

Ist die KK bei Aussteuerung zu diesem Antrag gegenüber ihren Patienten gesetzlich verpflichtet?
Nein, ist sie NICHT, sie ist dazu überhaupt nicht verpflichtet (nur "berechtigt") aber sie weiß, wie sie vielleicht (sehr wahrscheinlich sogar) Geld dadurch sparen kann ...
Die Masche den Antrag erst kurz vor der Aussteuerung zu verlangen ist noch relativ neu, hinter den wahren Sinn bin ich da noch nicht gekommen ... vermutlich geht es nur noch um das "Dispositionsrecht"und den Anspruch auf Erstattungen, falls es doch mal mit einer EM-Rente enden sollte (rückwirkend in das Krankengeld bewilligt).

In meinem Falle war es dann nichts mit weiterer Ersparnis, die KK musste bis zur Aussteuerung weiter Krankengeld zahlen (ich wurde weiter AU auf unbestimmte Zeit für den vorhandenen Job aus der Reha entlassen) und als ich fast 3 Jahre später endlich am Gericht EM-Rente bewilligt bekam hat die KK NIX mehr davon zurück erhalten... es wurde nur 2 Jahre rückwirkend bewilligt ... Schade aber auch für die KK ...

Der Antrag auf Reha wurde auf Anraten des behandelten Arztes durchgestrichen und ein Antrag auf EM-Rente draus gemacht. Reharelevante Fragen wurden ausgespart , der Arzt hat den Antrag vor dem Abschicken inhaltlich geprüft, mir aber auch nich gesagt, den direkt an die DRV zu senden oder die entsprechenden Antragsformulare der DRV zu benutzen.
Wenn du Reha beantragen sollst, dann hat dein Arzt das NICHT anders zu entscheiden, das sollte dem eigentlich bekannt sein ... das ist ein Bescheid, den man nicht einfach abändern kann ... diese Aufforderung war an dich gerichtet und nicht an deinen Arzt ...
Warum lässt du den prüfen ob alles richtig ist, dafür bist du selber verantwortlich wenn du irgendwo einen Antrag stellst worauf auch immer ...

Im Übrigen hat die DRV dafür eigene Formulare und für EM-Rente und Reha sind die völlig unterschiedlich ... einen Gefallen hat er dir mit dieser Aktion sicher nicht getan.

Ich bin nicht rehafähig, da ich mich noch in Behandlung befinde.
Das hätte er ja entsprechend auch für den Reha-Antrag bescheinigen können, ob das so ist wird letztlich die DRV zu entscheiden haben und nicht die KK und auch nicht dein Arzt ... dass man noch in Behandlung ist bedeutet ja nicht, dass eine Reha generell unpassend sein muss ...

Keine Ahnung, ob der Arzt der KK das bereits schon vorher immer wieder mitteilte ( die KK hat schon 4 Wochen nach meiner OP angefragt, wann ich wieder arbeitsfähig wäre und so ging das dann jeden Monat weiter), da ich ja bis knapp zur Aussteuerung mit keinem Reha-Antrag konfrontiert wurde. Es liegt wie gesagt auch kein MDK-Prüfbericht vor.
Wie schon oben erwähnt darf dein Arzt der KK solche Auskünfte gar nicht geben, wenn überhaupt darf NUR der MDK dazu fragen (denn dort sitzen auch Ärzte) und für umfassende / konkrete Informationen braucht auch dein Arzt erst deine Erlaubnis in Form einer Schweigepflichtentbindung.

Ich hab diesen umgedeuteten Antrag eher als meine Mitwirkungspflicht angesehen, damit mir die KK die letzten Wochen vor Aussteuerung nicht das Krankengeld streicht.
Wenn das noch innerhalb der 10-Wochenfrist war darf die KK dein Krankengeld gar nicht streichen, denn für deine "Mitwirkung" hast du eben gesetzlich diese Frist von 10 Wochen.

Den Reha-Antrag einfach "umzudeuten" steht deinem Arzt gar nicht zu, das ist ein amtlicher Vorgang bei der Rentenkasse, wenn die selber einsehen sollten, dass eine Reha nichts mehr bringen wird ... was dein Arzt da jetzt hingeschickt hat könnten die auch einfach im "Shredder" entsorgen ... das ist offiziell nicht "Fisch und nicht Fleisch" ...
Da bin ich ja auch sehr gespannt wie die DRV darauf (und wann) jetzt reagieren wird ... und einen Nachweis für diese Antragstellung (zur Vorlage bei der AfA) hast du vermutlich auch nicht ...

MfG Doppeloma
 

Kessia

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Liebe Kerstin und liebe Doppeloma, besten Dank für eure hilfreichen Zeilen und das ihr euch Zeit dafür genommen habt.

Also zu allererst: Von diesem umgeschriebenem Antrag (also Reha auf Rente) habe ich mir eine Kopie gemacht.

Leider bin ich zu spät auf dieses wunderbare Forum gestoßen, sonst hätte ich mich in der Tat vorher hier erst erkundigt, wie ich mit diesem Reha-Antrag am besten und vor allem korrekt zu verfahren habe. Und ja, 10 Wochen sind eine lange Zeit, um alles auszufüllen. Mir schien die Zeit mysteriös lang und ich dachte mir, nich das die dir (solange der Antrag nicht vorliegt), dein Krankengeld streichen, also hab ich Panik geschoben und den Antrag zeitnah abgesendet *schäm* Ja dumm, aber ich kann es nun leider nicht mehr ändern und werde die Konsequenzen abwarten.

... wenn der MDK dazu was haben kann sollte dir das bekannt sein, denn dafür braucht man deine Zustimmung (Schweigepflichtentbindung für deinen Arzt)
Dann scheint nichts vorzuliegen, denn eine solche Zustimmung habe ich nicht erteilt, ebenso wurde ich auch nicht gefragt, ob ich eine solche erteilen möchte.

Woher willst du das wissen, hast du deinen behandelnden Arzt mal beauftragt vorliegende Gutachten beim MDK für dich einzufordern ?
Nein habe ich nicht…. ich wusste bis eben ja nichtmal, dass die auch nach "Aktenlage" urteilen. Sry, aber das liest sich wirklich so, als ob die Waren begutachten und daraus ihr Qualitätsurteil ableiten… wiebei Stiftung Warentest…. . Mit Menschlichkeit hat das ja alles nichts mehr zu tun. Ich nahm an, der Patient darf sich vielleicht auch mal zu seinem eigenem Krankheitsbild äußern…. aber okay…. vielen Dank liebe Doppeloma, dass ich wieder dazulernen und neue Einsichten gewinnen durfte.

Das genügte aber völlig für die Erkenntnis, dass ich nun unbedingt eine psychosomatische Reha machen muss ... ... ich habe mir dieses Gutachten dann von meiner Hausärztin beim MDK besorgen lassen
Also auch hier gut zu wissen. Dieses Gutachten werde ich mir auch über den Hausarzt anfordern. Es interessiert mich freilich, wie man mich nach "Aktenlage" bewertet. Liebe Doppeloma, darf ich fragen, ob das Gutachten nach Aktenlage seinerzeit dem entsprach, wie es dir tatsächlich ging? Konntest du dich damit identifizieren?

Die KK folgt nur der Empfehlung des MDK (aus der "Aktenlage"), dass du eine Reha beantragen solltest ... deinen wahren Gesundheitszustand kennen die gar nicht (wenn du es ihnen nicht erzählst) und der geht die SB der KK auch gar nichts an ...
Deshalb gehören die Antragspapiere für diese Reha wahrscheinlich auch gar nicht zur KK. Aber das wissen eben viele Leute nicht, da die KK in ihrem Schreiben betont, dass der Antrag an sie ausgefüllt zurückzusenden ist. Ein Rückumschlag mit der KK-Adresse liegt anbei. Die KK enthalten also regelmäßig sensible Daten ihrer Mitglieder???

Im übrigen hat mich meine KK auch jeden Monat angerufen, da sie mit mir über meine Therapien/Behandlungen usw. sprechen wollte…. da ich nicht ans Telefon ging, hab ich umgehnd Post erhalten, da man mich ja "vergeblich versuchte, zu erreichen" und ich die KK zeitnah zurückrufen soll, denn man möchte sich mit mir über "meine Arbeitsunfähigkeit unterhalten".

Ist euch so etwas auch bekannt? Ist es das, wonach es aussieht?

Es eilt nämlich (in der Regel) wirklich sehr, weil die KK dann kein Krankengeld zahlen muss während einer Reha und hofft, dass man anschließend auch kein Krankengeld mehr braucht (weil man in der Reha angeblich "wundergeheilt wurde") ...
Da staune ich, dass sich meine KK wirklich so lange Zeit gelassen hat und mir den Reha-Antrag erst kurz vor der Aussteuerung zugesendet hat… ja und weil mir das alles eben spanisch vorkam, dann noch kurz vor Antragstellung der Nahtlosigkeit, hab ich lieber gleich alles - sofern es durch die Umdeutung nicht ausgespart wurde - an die KK zurückgesendet, um auch evtl. Anschlusszahlungen der AfA nicht zu gefährden…. ja so dacht ich *schäm*

… .(ich wurde weiter AU auf unbestimmte Zeit für den vorhandenen Job aus der Reha entlassen) und als ich fast 3 Jahre später endlich am Gericht EM-Rente bewilligt bekam hat die KK NIX mehr davon zurück erhalten... es wurde nur 2 Jahre rückwirkend bewilligt ... Schade aber auch für die KK ...
Mein Gott, 3 Jahre kämpfen für sein gutes Recht…. was für eine Qual. Hinterher ist man ja noch kränker, als wie man es vorher war. Wer zahlt in diesem Fall das Schmerzensgeld?

Warum lässt du den prüfen ob alles richtig ist, dafür bist du selber verantwortlich wenn du irgendwo einen Antrag stellst worauf auch immer ...
Ich hielt es für wichtig, den behandelnden Arzt über das Schreiben der KK zu informieren und habe mir nichts schlimmes dabei gedacht. Im Gegenteil. Ich fand es sogar gut, dass dieser sich Zeit genommen hat und über den Antrag rübergeschaut hat, damit man da nichts falsches schreibt.

Da bin ich ja auch sehr gespannt wie die DRV darauf (und wann) jetzt reagieren wird ... und einen Nachweis für diese Antragstellung (zur Vorlage bei der AfA) hast du vermutlich auch nicht ...
Mit Nachweis (zur Vorlage bei der AfA)meinst du sicherlich, dass bei der KK dieser Reha-Antrag eingegangen ist, oder? Ja den habe ich gestern erhalten.

Die AfA hat mich im Dez. i.ü. wieder weggeschickt, da ich diesen Aussteuerungsbescheid von der KK noch nicht vorlegen konnte. Inzwischen hab ich mir den angefordert und habe ihn auch. Da ich im Forum aber gelesen habe, dass es reicht, maximal 2 Wochen VOR Aussteuerung bei der AfA diesen Nathtlosigkeitsantrag einzureichen, war ich noch nicht wieder bei der AfA….

Vielen Dank für das Lesen meiner Zeilen.

LG sendet Kessia
 

Muzel

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Ich habe einen Kurantrag bei der KK gestellt. Der Kurantrag wurde vom MdK nach Aktenlage entschieden. Das Gutachten wurde mir problemlos von der KK zugeschickt.
 

Kerstin_K

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Im übrigen hat mich meine KK auch jeden Monat angerufen, da sie mit mir über meine Therapien/Behandlungen usw. sprechen wollte…. da ich nicht ans Telefon ging, hab ich umgehnd Post erhalten, da man mich ja "vergeblich versuchte, zu erreichen" und ich die KK zeitnah zurückrufen soll, denn man möchte sich mit mir über "meine Arbeitsunfähigkeit unterhalten".
Ist euch so etwas auch bekannt? Ist es das, wonach es aussieht?
Och, das kennen wir zu Genüge.

Meine Bekannte war kurz vorher umgezogen und bekam in diesem Zusammenhang eine neue Telefonnummer. Dann kam die Aufforderung zum Rehaantrag und kurz danach ein Brieflein, an habe leider keine Telefonnmmer vonihr im System un sie möge sich doch mal melden bezüglich des Rehaantrages. Das haben wir abgeheftet und vergessen.

Als wir dann Widerspruch gegen die Aussteuuerung eingelegt haben kam auch gleich mal ein Brief, sie solle doch anrufen, um den Sachverhalt zu besprechen. Nö, kein Bedarf. Wir haben es uns nicht nehmen lassen, im näcsten Schreiben darauf hinzuweisen, dass wir diesen Sachverhalt für nicht geeignet halten, um am telefon darüber zu sprechen. Seitdem sparen sie sich das Porto für solche Briefchen. Manche Wurden sogar von der KK zu Besprechungsterminen geladen.

Du solltest auch bei der AfA aufpassen, nicht Deine Telefonnumer anzugeben. Meine Bekannte hat das getan. Zack hatte sie einen Anruf des äD auf dem AB, sie habe vergessen, die Schweigepflichtentbindung für den MDK zu erteilen.....

Auch bei der DRV bitte aufpassen: Bei meiner Bekannten stand auf diesem Zettel für die Bahnfahrkarte, den man bekommt, wenn die Reha genehmigt ist, die Festnetz Telefonnummer drauf. Wo sie die her haben, keine Ahnung. Eine entsprechende Anfrage an die DRV bleibe unbeantwortet.


Liebe Kessia,

Du bist leider der KK voll auf den Leim gegangen. De haben genau das erreicht, was sie wollten, naämlich, dass Du panisch und unüberlegt handelst. Mach Dir bitte bei JEDEM Schreibem von eineem Amt oder ähnlichem klar: es gibt nur sehr sehr wenige Situationen, in deneen man sofort handeln muss. Und Fristen muss man nicht immer, aber man darf sie bis zum letzten Tag nutzen.
 

Kessia

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Ich habe einen Kurantrag bei der KK gestellt. Der Kurantrag wurde vom MdK nach Aktenlage entschieden. Das Gutachten wurde mir problemlos von der KK zugeschickt.
Hattest du es auch über deinen behandelnden Arzt angefordert? Also ich möchte dieses Gutachten nach Aktenlage auch gerne haben. Immerhin gehts ja da um mich und mich interessiert schon, wie die Stiftung Warentest mich bewertet. Woher bekomme ich die Anschrift des zuständigen MDK? Oder darf die Anforderung des Gutachtens nur über den Hausarzt erfolgen?

Wir haben es uns nicht nehmen lassen, im nächsten Schreiben darauf hinzuweisen, dass wir diesen Sachverhalt für nicht geeignet halten, um am telefon darüber zu sprechen.
Meine Handy-Nr. ist schon so alt, so lange ich bei dieser KK bin. Ich kann versichern, dass ich diese heute nicht mehr rausrücken würde. Zumindest nicht an die KK.

Manche Wurden sogar von der KK zu Besprechungsterminen geladen.
Also das hat sich "meine" KK noch nicht gewagt. Sie haben zwar mich und den behandelnen Arzt unmittelbar nach meiner AU (da war ich noch in der Lohnfortzahlung!!!) angerufen und herausfinden wollen, wie es um meine AU bestellt ist, aber zu Besprechungsterminen haben die nie geladen.

Du solltest auch bei der AfA aufpassen, nicht Deine Telefonnumer anzugeben. Meine Bekannte hat das getan. Zack hatte sie einen Anruf des äD auf dem AB, sie habe vergessen, die Schweigepflichtentbindung für den MDK zu erteilen.....
Das klingt ja ungeuerlich. Nein, ich rücke meine Handy-Nr. nicht raus, wenn ich dort aufschlage.
Auch bei der DRV bitte aufpassen: Bei meiner Bekannten stand auf diesem Zettel für die Bahnfahrkarte, den man bekommt, wenn die Reha genehmigt ist, die Festnetz Telefonnummer drauf. Wo sie die her haben, keine Ahnung. Eine entsprechende Anfrage an die DRV bleibe unbeantwortet.
Die DRV hat von mir keine Handy-Nr. Diese bekommt sie dann wahrscheinlich von der KK….. Was die Rehafähigkeit anbelangt, so erhoffe ich mir dann da wenigstens eine qualifizierte Unterstützung durch den Hausarzt. Und mit einem Zug fahre ich schon mal gar nicht irgendwo hin.

Du bist leider der KK voll auf den Leim gegangen. Die haben genau das erreicht, was sie wollten, naämlich, dass Du panisch und unüberlegt handelst.
Ja so ist es leider und ich ärgere mich darüber wahnsinnig. Ich bin nur noch damit beschäftigt, mich zu fragen, warum mich mein Hausarzt nicht von dieser Umdeutung des Antrages abgehalten oder mich auf die Original-Anträge der DRV verwiesen hat. Ich bin sehr enttäuscht.
 

Kerstin_K

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DIe Anschrift des MDK kann man relativ leicht selber herausfinden. Meine Bekannte hat ihr Gutachten dort angefordert und bekam es innerhalb weniger Tage zugeschickt. Allerdings lag der Fall bei hr in sofern ander, weil sie kurz zuvor zu Untersuchung dort war, eil die KK die AUB aufheben wollte.

Die wenigsten Ärzte kennen sich mit dem Papierkram aus. Wenn ich da an meine Hausarzt denke, ein brillanter Diagnostiker, der sich echt für sene Paptienten einsetzt und auch schonmal selber zum Telefonhörer greift, wenn eine KK querschiesst, aber wenn der mal was schreiben soll......:confused::cautious::unsure: Am besten man diktiert es ihm direkt in die Feder.
 

Kessia

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...ja ich weiß definitiv, was du meinst. Ärzte lassen sich ungerne reinreden, sie denken, man würde an ihrer Kompetenz zweifeln. Dabei ist das gar nicht so, zumindest bei mir nicht, ich will ja gar nicht REINreden, sondern nur MITreden. Ich hatte leider mit meinem Arzt 2018 Jahr auch schon einmal so eine unerwünschte Zurechtweisung. Er meinte zu mir, dass ich ihn "nicht zu agitieren" brauche. Er weiß, dass ich dies nie tun würde, aber man sieht eben auch, wie nahe dran doch so manche Ärzte eben sein können, wenn man sich z.B. in das Behandlungsgeschehen einbringen oder eigene Standpunkte vertreten möchte.... Also es ist ein wirklich recht sensibles Feld und man muss wirklich aufpassen, wie man etwas sagt. Vielleicht hab ich meine Worte falsch gewählt, vielleicht hatte der Arzt zu diesem Zeitpunkt nur einen schlechten Tag, nichts genaues weiß man..... Zumindest bin ich seit jenem Vorfall sehr achtsam, um so eine erneute Situation zu vermeiden. Wir haben eigentlich ein gedeihliches Arzt-Patient-Verhältnis und ich möchte ja gerne, dass dies so bleibt. Wir hatten danach nie wieder so eine "Auseinandersetzung". ...
 

Kerstin_K

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Was Du beschreibst ist der Umstand, dass Ärzte sich nicht gerne von Patienten in die Therapie reinquatschen lassen. Da muss man einfach den richtigen Mittelweg finden zwischen "Göttern in weiss" und mündigem, aufgeklärtem Patienten, der mit entscheiden will, was mit seinem Körper geschieht.

Aber ich meinte was ganz anderes.

Mein Arzt will nur das beste für seine Patienten, aber er sit eben Mediziner und kein Jurist und kein Papiertiger. Das heisst er kennt manche gesetzlichen Regelungen nicht so im Detail und dann kann es schonmal passieren, dass auf eier Verodnung ein entscheidendes Kreuz fehlt oser so. Da dind aber siene Helferinnen neistens top informiert und regeln das dann.

Haaarig wird es aber, wenn er selber was formulieren und schreiben muss. Manchmal ist es ja so, dass man ein teureres Hilfsmittel als den Standard, eien andere Therapie oder ein anderes Medikament durchaus bekommen kann, wenn es entsprechend begründet wird. Und genau an der Formulierug dieser Begründung hapert es dann manchmal. Dann steht da alles mögliche, nur eben dieser eine entscheidende Satz oder ein bestimmtes Wort fehlt, damit die Kasse das bewillligen kann, weil man damit eben unter die Ausnahmeregelung XY fällt. Er wwiss, was er für den Patienten will, aber er weiss eben nicht, wie er das für die Kasse verpacken muss, damit es durchgeht. Ausserdem ist ihm dieser Papierkram lästig, weil das von der Zeit abgeht, die er für seine Patienten zur Verfügung hat. Mein Hausarzt hat eine grosse Praxis, seine Frau ist auch Ärztin und arbeitet dort mit und jetzt haben sie noch einen Palliativmediziner mit in die Praxis genommen, weil er mehrere Altenheime in der näheren Umgebung betreut. Papierkram nimmt er sich oft am Wochenende mit nach Hause. Und genau da ist er dann manchmal froh, wenn man schon was vorformuliert hat, was er quasi nur noch abschreiben muss.

Dazu kommt noch, dass die ganze gesrtzgebung inzwischen so kompliziert geworden ist, dass ein Arzt inmöglich hede Daetaulregelung kennen kann und auch nicht jedes Hilfsmittel. Ichhabe das oft erkebt, dass ich fragte, ob dienes oder jenes nicht sinnvoll sei und er meinte, klar, aber das bezahlt die Kasse leider nicht. Und dann habe ich nachgeforscht und featgestellt, dass es eben doc eine Weg gibt, genau dieses Hilfsmittel bezahlt zu bekommen. Oder es kam auch schon vor, dass ich ihm ein bestimmtes Hilfsmittell gezeigt habe und er wusste gar nicht, dass es sowas überhaupt gibt. Für solche Sachen hat sic ein Arzt schon einen Ordner Angelegt. Er macht sich dann gerne eine Koie von dem Prospekt osder so und heftet sich das da ab.

Dein Arzt hat es sicher gut gemeint, aber eventuell kennt er die Regelungen gar nicht so genau, die da eine Rolle spielen.

Wir hatten das heuer schon öfter, dass Ärzte gesagt haben, dass sie den Patienten als voll erwerbsgemindert sehen. Im Befundbericht schrieben dann genau die se Ärze, der Patient könne drei Stunden am Tag arbeiten. Leider wussten sie nicht, was sie damit anrichten, denn volle Erwerbsminderung heisst eben unter drei Stunden und bei drei Stunden geht nab dann von einer nur teilweisen erwerbsminderung aus. Da fehlt also ein wort und schon hat der ganze Befundbericht eine ganz andere Aussage.
 

bernhardiner

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Hallo Kessia,
Auch ich habe im Dezember 2018 über den VDK nach einigen Beratungsterminen seit letztem Jahr, einen Antrag auf Reha an die DRV gestellt. Die Beraterin wollte nach Abgabe nur nochmal durchsehen ob alles o.k. sei. Sie hat mich dann 2 Tage später angerufen und mir mitgeteilt, dass ich mit diesen Unterlagen Gefahr laufe dass die DRV den Antrag umdeuten könnte.
Also das ich bereits im Dezember einen Rentenantrag gestellt hätte.
Im November 2018 wurden in Bezug auf Renten einige Veränderungen beschlossen (Thema Mütterrente ging durch alle Medien). Nicht ganz so laut wurden aber die Anrechnungszeiten für die EMR deutlich hoch gesetzt. Diese auf eine Anrechnungszeit bis 65 Jahren und 8 Monaten. Im Dezember lag sie noch bei 62 Jahren.
Ich bin nicht rehafähig, da ich mich noch in Behandlung befinde.
Also macht es Sinn den Antrag mit o.g. von dir gemachter Begründung zurückzuziehen.
Die AfA wird dich wahrscheinlich auch auf dieses Pferd setzen einen EMR Antrag zu stellen. Dann aber erst nach deiner Aussteuerung und im Jahr 2019.
 
Zuletzt bearbeitet:

Kerstin_K

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Also ob ein Rehaantrag umgedeutet wird oder nicht, entscheidet sich ganz sicher nicht mit dem Antrag auf eine Reha. Die DRV wird immer versuchen, den Beginn der Erwebsunfähigkeit festzulegen, mit dem sie am meisten Geld sparen kann.

Wenn Kessia den Rehaantrag njetzt zurückzieht, riskiert sie die Einstellung des Krankengeldes.

Warum solllte die AfA daran interessiert sein, dass der Antrag zurückgezogen wird? bei einer Umdeutung ergält auch die AfA ihr Geld zurück.
 

Kerstin_K

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Damit hast Du recht, wenn der Antrag von der DRV als Rentenantrag geertet wird oder umgedeutet wird.

Trotzdem riskiert sie die Einstellung des Krankengeldes. Zumindest dann, wenn sie mit der erneuten Antragstellung aus der 10-Wochen Frist raus ist.

DIe Geschicjte ist verworren genug, ich würde da jetzt nicht noch was draufsetzen.
 

Kerstin_K

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Wir wissen nicht, wann Kessia diese Aufforderung bekomen hat. Und selbst wenn sie noch in der Frist ist, könnte die KK sehr verschnupft reagieren. denk an de Einschränkung des Dispositionsrechtes.
 
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