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Reha als EU- Rentner?

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Schnuckel

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#1
Hallöchen... sagt mal...kann ich als EU- Rentner eine ganz normale Reha beantragen? Ich war vor 2 Jahren schon mal in stationärer Reha...da hat man allerdings versucht mich wieder für´s Arbeitsleben fit zu machen. Bin aber arbeitsunfähig entlassen worden.
Damals hatte man mir eine sogenannte Intervalltherapie empfohlen. Also alle 2 Jahre. Ich würde wirklich sehr gern nochmal für ein paar Wochen in die selbe Klinik, weil sie mir damals sehr gut getan hat.
Hab ich als EU- Rentner überhaupt das Recht dazu, und bei wem müsste ich die Reha beantragen? Krankenkasse oder Rentenbund?
 
E

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Gast
#2
Wenn medizinisch notwendig, hast du auch bei EU-Rente Anspruch auf medizinische Reha.

Zuständig ist die Rentenversicherung.
 

Schnuckel

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#3
Danke schön. :)
Ja..Notwendigkeit ist da. Meine behandelnden Ärzte wollen mich dieses Jahr noch wegpacken in eine Reha.
Da freu ich mich aber. Dachte eine Reha sei nur für das arbeitende Volk. ;-)
 

Schnuckel

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#4
Ach so..darf ich noch was fragen?

Ich bin mittlerweile Zuzahlungsbefreit, weil chronisch krank...und meine 40 € für dieses Jahr hab ich schon voll.
Muss ich dann noch, wenn ich in Reha fahre, Krankenhaustagegeld bezahlen, oder bin ich auch dort von der Zuzahlung befreit?
 

jockel

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#6
Ach so..darf ich noch was fragen?

Ich bin mittlerweile Zuzahlungsbefreit, weil chronisch krank...und meine 40 € für dieses Jahr hab ich schon voll.
Muss ich dann noch, wenn ich in Reha fahre, Krankenhaustagegeld bezahlen, oder bin ich auch dort von der Zuzahlung befreit?
Das Stichwort Zuzahlungsbefreiung bringt mir ein Abrechnungsproblem in Erinnerung:

Ich hatte 2006 Bruttozinserträge von 1.218,73 €/Jahr vor der 30%Zinsertragssteuer + dem 5,5% Solizuschlag als schwerbehinderter Arbeitsloser als einzige Einkunftsquelle gehabt, da ich mit meinen Ersparnissen über der Schonvermögensfreigrenze von 150 €/vollendetem Lebensalter liege.

Dieses Jahr 2007 hatte ich diverse Zuzahlungen für Medikamente, Patientengebühr und stationärem Aufenthalt in Höhe von 70 € gelöhnt, stellte den Antrag auf Zuzahlungsbefreiung und bekam den Befreiungsschein problemlos.

In solchen Befreiungsfällen gibt es ja 2 Varianten der zumutbaren Kostenbelastungen

a) für normale Kranke 2% von der Gesamtsumme aller Jahreseinkünfte und
b) für chronisch Kranke 1%, Behinderte mit Kennzeichen aG und z.B. strahlenbehandelte Patienten

Ich war zur Strahlenbehandlung der Schilddrüse in der Uniklinik Dresden für ein paar Tage eingewiesen worden und ansonsten wegen der Schilddrüsenüberfunktion beim Hausarzt seit mehr als 10 Jahren in Dauerbehandlung - also chronisch.

Ich habe damit 2 Bedingungen für die 1%-Einstufung erfüllt, denn Schwerbehinderung mit 70% und nur Kennzeichen G zählt ja nicht wegen des fehlendem a, daß für "außergewöhnlich" steht.

Ich komme mit den 41,40 € Eigenbelastungsanteil nicht zurecht. Das sind ja sogar 3,4% Eigenbelastung. Vielleicht kann mir das jemand erklären?

1.218,73 € sind 100%, dann sind 12,19 € - 1% Eigenbelastung von der Einkunftssumme und 24,37 € - 2% Eigenbelastung von der Einkunftssumme.

Die erstattungspflichtigen Beträge müßten demnach 70 € - 12,19 € = 57,66 € bei 1% oder 70 € - 24,37 € = 45,63 € bei 2% für mich ausfallen.

Die Sachbearbeiterin der AOK faselte auch was von 41,40 € Eigenbelastung und erhalten hatte ich jetzt taufrisch 28,60 € als Gutschrift.

Was spuken hier die 41,40 € rum und wo ist dazu die passende rechtsquelle zu finden?
 

1hoss43

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#8
Berechnung

@jockel

Das zu berechnen wird schwer, aber ich versuchs doch mal. :)

Der Haushaltsvorstand oder Ledige erhält 345,-€ ALG2 monatlich.

1% von 345,- = 3,45€
3,45 * 12 Monate = ?? (richtig geraten, 41,40€)

DAHER kommen die 41,40€. Es wird vom Jahreseinkommen berechnet.

Na, sooo schwer war's denn wohl doch nicht.... :)
 

jockel

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#9
Zum Reha-Problem von Schnuckel meine Erfahrungen:

Es gibt 3 Rehavarianten, die miteinander noch kombinierbar sind, sofern sie bewilligt werden

a) die medizinische Rehabilitation
b) die berufliche Rehabilitation und
c) die soziale Rehabilitation.

Und ich hatte bei meiner Jobsuche als arbeitsloser Schwerbehinderter auch den Weg der beruflichen Reha versucht zu gehen, denn von der Arbeitsagentur/ARGE, zuständig für die Arbeitsförderung bzw. -vermittlung, ist keine Hilfe zu erwarten.

Wegen der Überschreitung der Schonvermögensgrenze verwehren auch Integrationsamt wie Integrationsfachdienst trotz Anfrage mir bei der Jobsuche die Unterstützung. Letztere werden aber nicht aus Mitteln der BA finanziert, sondern aus anderen Quellen, aber verhielten sich in der Vergangenheit genauso stur, Schwerbehinderten zu helfen.

Nun sehe mal zu mit 52 Jahre und nunmehr 8 Jahren Langzeitarbeitslosigkeit seit 17 Jahren Zwangsvereinigung wieder in einen menschenwürdigen Job zu kommen, der Deinen 4 Berufsanschlüssen und Berufserfahrungen (1 * DDR-Facharbeiter: Wirtschaftskaufmann, 1 * DDR-Fachschulabsolvent als Arbeitsökonom, 1 * Wende-Fachschulabsolvent staatl. geprüfter Betriebswirt und 1 * zertifizierter Projektingenieur für Multimedia) entspricht.

FuU erhält man nur, wenn man als Behinderter einen AG anschleppt, der der Arbeitsagentur/ARGE die Einstellung nach der FuU garantiert!!!, am besten selbst finanziert und dauerhaft den Behinderten mit Arbeitsvertrag beschäftigt.

Da frag ich mich unwillkürlich, ob es zu meinen Bewerbungsaufgaben gehört, geeignete AG zu finden, die sich auf diese Bedingungen einlassen oder es eigentlich den Sesselfurzern aus der Arbeitsverwaltung der Arbeitsagentur/ARGE in ihre Hauptaufgabe einer aktiven Jobförderung passt, wenn diese Akquiseaufgabe von ihnen erledigt wird.

Bei meinen E-Mailbewerbungen hatte ich versucht, im sozialen Bereich der Berufsförderungswerke Fuß zu fassen, zumal ich in DDR-Zeiten bis zur Wende 13 Jahre lang ehrenamtlich in einer Kreisbeschwerdekommission mit Rechtsfällen im Sozialversicherungs-, Kranken-, Renten-, Unfall- und Vergaberecht von Körper- und technischen Hilfsmitteln vertraut war und diese Beschwerden mit 6 weiteren KollegInnen aus volkseigenen Betrieben des Kreises gemeinsam im Interesse der Beschwerdeführer löste.

Nach der E-Mailbewerbung beim Berufsförderungswerk Dresden war eine der Personalsachbearbeiterinnen so freundlich, teilte mir die Ablehnung meiner Initiativbewerbung mit. Da ich mein soziales Umfeld und meine Lage etwas ausführlich in der Mail beschrieben hatte, gab Sie mir für die Jobsuche einen Tipp, den ich bis dahin nicht kannte.

Wer mindestens 10 rentenversicherungspflichtige Arbeits-, Anrechnungs- oder Zurechnungsjahre aus seiner bisherigen Erwerbsbiographie nachweisen kann, hat schon eine Zugangshürde zur beruflichen Reha genommen. Und die 10 Jahre bekam ich locker aus meiner Berufszeit in der DDR zusammen.

Also habe ich den Antrag auf berufliche Reha bei der Rentenversicherung (Bund) in Berlin-Wilmersdorf, Ruhrstr. 2 über die eigentlich nicht für mich zuständige Rentenversicherung (Land Mitteldeutschland) eingereicht. Rentenversicherung (Bund) ist die vorhergehende BfA und Rentenversicherung (Land) die LVAs.

Ich mußte diverse Befunde und Gutachten für das Prüfungsprocedere der Rentenversicherung (Bund) beibringen, daß letztendlich darauf hinaus lief:

Es wird eine berufliche Reha für mich als arbeitslosen, erwerbsfähigen Schwerbehinderten verweigert, da ich schon über die förderungswürdigen Berufe im Verwaltungs- und kaufmännischen Bereichen verfüge.

Ich dachte zu einer beruflichen Reha gehört neben der medizinischen, auch die berufliche Reha und damit verbunden wieder die Arbeitsvermittlung. Die Rehaeinrichtungen werden doch wohl über entsprechende Partnerfirmen verfügen oder zu solchen Kontakte aufrechterhalten, damit ich beruflich wieder "auf die Füsse komme". Aber eben nichts da. Absage und damit hat's sich's.

Und in eine der letzten MDR-Fernsehsendungen "Ein Fall für Escher" ging es auch um die Bewilligung medizinischer Rehas. Da kam solche Meinungen auf, wenn keine medizinischen und beruflichen Besserungserfolge zu erwarten sind, wenn man nur zeitweise und nicht dauernd behindert ist, wenn man aus dem Berufsleben ausgeschieden ist oder dort absolut keine Chancen mehr hat, dann werden Anträge zur Reha auch nicht bewilligt.

Mit anderen Worten:

Wir müssen die finanziellen Mittel im medizinischen, beruflichen und sozialem Bereich zur Betreuung der Behinderten ersparen, damit wir als kriegstreibende Regierung uns an internationalen Rüstungsgeschäften und Kriegsabenteuern beteiligen können, um den Konzernen die Rohstoffquellen und Bodenschätze zugriffsfähig zu sichern.

Profit geht vor menschlichen Bedürfnissen.

Wer es dennoch mit Reha versuchen möchte, der soll sich die Zugangsbedingungen und Antragsformulare unter http://www.deutsche-rentenversicher...avigation/Rehabilitation__node.html__nnn=true bzw. noch genauer unter http://www.deutsche-rentenversicher...Publikationen__Formulare__node.html__nnn=true herunterladen. Ich wünsch' ihm oder ihr viel Erfolg!

Je älter man wird, je mehr die Behinderung den eigenen Gesundheitszustand verschlechtert und die Beweglichkeit einschränkt, je länger man arbeitslos bleibt, desto mehr vegetiert man dahin, wird perspektivlos, gibt sich auf, versinkt in Depressionen und wird von diesen Politikern, Verwaltungsbeamten und Unternehmern mit Vorsatz in den Selbstmord oder in Altersarmut und Verelendung getrieben.

Was die Nazis früher mit Euthanasie und KZs im offenen Terror gegen die Völker erledigten, macht man heute höchst scheindemokratisch, scheinfreiheitlich und scheinrechtlich mit zusammengeschusterten Hartz- und Asozialgesetzen ganz subtil (= mit Behutsamkeit und Bedacht) und zivilisiert. Die Wirkung ist die Gleiche. Man vernichtet Menschen langfristig gewollt, die man freilich heute nicht mehr als lebensunwert bezeichnet, aber so behandelt.

Wie verlogen und hinterhältig ist man in den Unternehmerparteien der CDU/CSU/FDP und der Arbeiterverräterpartei SPD?

Wer hat die politische, die ökonomische, juristische, militärische und soziale Macht in den Händen - das Kapital oder befähigte Volksvertreter aus den eigenen Reihen, die als Arbeiter, Angestellte, Bauern, Handwerker, Händler, Verteter der arbeitenden Intelligenz auch die Interessen der Kranken, Behinderten, Arbeitslosen und sozial Schwachen in den Parlamenten mit vertreten?

Es wird Zeit den Saustall großbürgerlicher Parlamentarismus gründlich auszumisten und den bisherigen Machthabern Berufsverbote zu erteilen, damit sie auch mal die Schattenseiten des Lebens nachhaltig kennenlernen. Ihnen geht es saumäßig gut und sie wissen nicht, was im Volk los ist, da es sie nicht interessiert.

Die ökonomische, juristische, militärische und soziale Macht üben in der BRD und in Europa von der Wirtschaft und Banken geschmierte, praxisfremde Berufspolitiker, Berufsbeamte, Berufsjuristen und profitgeile Unternehmer aus den Reihen der Großbourgeoisie aus, die allesamt die UN-Menschenrechte verletzen, darunter aus Art. 23 der Allgemeinen Erklärung der UN-Menschenrechte das wichtigste Menschenrecht - das Recht auf Arbeit.

Was bleibt als ökonomische, juristische, militärische und soziale Machtalternative?

Die vereinten Linken!

Die spd-hörigen DGB-Gewerkschaften müssen endlich sich ihr Vertrauen verdienen, daß sie in den aktuellen Skandalen verspielten. Basisnahe, echte, linke Gewerkschaften werden zweifelsfrei gebraucht, aber nicht solche, vom Kapital geschmierten und gekauften Funktionäre. Und wir brauchen die europäische und internationale Zusammenarbeit mit Brudergewerkschaften, und echten Arbeiterparteien, damit der Kollege in Brasilien nicht mit seinen Kollegen aus Portugal, Großbritannien, Russland oder China vom gleichen international handelnden Kapital gegeneinander ausgespielt wird. Wir sollten allesamt einig und solidarisch zusammenstehn.

Sinngemäß sagte einmal der Hamburger Arbeiterführer Ernst Thälmann:

"Einen einzelnen Finger kann man zerbrechen, eine geschlossene Faust nicht!"

Die SPD und die DGB-Gewerkschaften haben mehr als 150 Jahre deutsche, europäische und internationale Arbeiterbewegung versaut. Beide dienen seit spätestens nach dem 1. Weltkrieg den Kapitalinteressen. Sie gehören abgewählt und auf den Müll der Geschichte zum Verrotten. Hoffentlich entsteht so ein besserer Humus für ein besseres, aufmerksameres Volk.
 

jockel

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#10
Rüdiger V und 1hoss3,

ihr habt mir mal wieder "ein paar Klarheiten" beseitigt. Regelsatz für Alg-II-Bezieher ist das Zauberwort, obwohl ich kein Alg II erhalte. Dankeschön. Wo man nur hinsieht, strotzt es nur so von fiktiven Annahmen, Regelsätzen, die ich

a) nicht erhalte und
b) keinen Nutzen daraus ziehen kann.

Das ist ja wie die Bemessungsgrundlage der Arbeitslosen, die kein Alg von der Arbeitsagentur/ARGE erhalten, aber mangels fehlender Familienversicherung sich freiwillig bei der gesetzlichen KV und PV versichern müssen, wollen sie nicht den Kranken- und Rentenversicherungsschutz nach 3 Monaten Verlust des Arbeitsverhältnisses bzw. Verlust der Lohnersatzleistung (Alg I, Alg II, Uhg, ...) verlieren. So war es zumindest bis zum 30.06.2007.

Nach Wirkung der Gesundheitsreform zum 01.07.2007 ist zumindest für Ex-Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung die Rückkehr in die eigene Krankenkasse nicht mehr verwehrt. Das war sie nach Ablauf der 3 Monate dauerhaft, sofern man nicht mindests eine ein Jahr lang andauernde Arbeit nachweisen konnte, die zugleich ein sv-pflichtversichertes Arbeitsverhältnis war. Das gleiche Problem hatten Jobsuchende, die nach der Rückkehr in Deutschland innerhalb den 3 Monaten keine eben solch genannte Arbeit fanden.

Was immer noch beschissen ist, ist die Bemessung der Mindestbeiträge zur KV/PV für freiwillig Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen.

Nach § 240 SGB V geht man von aktuell 816,67 € fiktivem Bruttomonatseinkommen aus, um ca. 126 € KV- und PV-Beitrag jeden Monat aus den Ersparnissen eintreiben zu können. Mir ist allerdings nicht bekannt, daß Zinserträge, die in einer anderen Höhe als 816,67 € im Monat ausfallen als fiktives Bruttomonatseinkommen zählen und dazu noch sv-pflichtversicherungsrechtliche KV- und PV-Bemessungsgrundlage darstellen.

Mir ist auch schleierhaft wie ich mit einem fiktiven, also real nicht existierendem Bruttoarbeitseinkommen, meinen Lebensunterhalt höchst real bestreiten soll. Mit Fiktivem kann ich nich in Geschäften einkaufen gehen, Miete und Betriebskosten, Reparaturen und anderes zahlen.

--------------------------------------------------------

Rechtliche Probleme als Versicherter und Patient, z.B. mit der Nachversicherung, kann man auch kostenlos durch die Unabhängige Patientenberatung UPD gGmbH abklären lassen.

http://www.unabhaengige-patientenberatung.de/ -->
Unabhängige Patientenberatung Deutschland - UPD gGmbH
Littenstraße 10
10179 Berlin

Telefon: 030 / 200 89 23 – 3
Fax: 030 / 200 89 23-50
info@upd-online.de

Hier die Standordverteilung der UPD --> http://www.unabhaengige-patientenberatung.de/index.php?id=90 oder

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MissMarple

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#11
Hallo

mein letzter Stand ist, dass bei Rentnern die Krankenversicherung für eine stat. Reha zuständig ist.
Rehaverfahren über die RV nur bei Gefährdung der Arbeitskraft oder ggf. auch bei Zeitrenten übernommen werden können.

Lasse mich aber auch gerne eines besseren belehren, wirklich wissen wird es wohl nur die KV oder die RV.

MM
 
E

ExitUser

Gast
#12
@MissMarple,

du könntest durchaus Recht haben. Es schadet nicht, wegen der Reha zuerst bei der KV vorzusprechen, die ja meistens auch vor Ort persönlich erreichbar ist. Bei evtl. Unzuständigkeit sind die KV verpflichtet, den Reha-Antrag weiter zu leiten.
 

anweiber

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#13
hallo ihrs,

rein sachlich ist es so, daß die reha auch vom rententräger bewilligt werden müßte, wenn man nur befristet berentet ist, weil man dann ja daran arbeiten will, die arbeitsfähigkeit wieder herzustellen.
ich habe das gerade durch, hat zweieinhalb jahre gedauert, weil die dt. rentenversicherung natürlich abgelehnt hat und ich den weg übers sozialgericht gehen mußte. das sozialgericht hat mir dann recht gegeben, aber das ist halt sehr nervenaufreibend und vor allem zeitaufwändig.
wenn es eine möglichkeit gibt, das über die krankenkasse zu machen, ist das der einfachere weg. schwierig wirds nur, wenn die ausgesuchte klinik nur für die rentenversicherung arbeitet.

viele grüße von angelika
 
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#14
Hallo,

mit Interesse habe ich diesen Thread verfolgt.

Ich habe nämlich ähnliche Schwierigkeiten.

Auch ich bin EU-Rentnerin...allerdings unbefristet, was die Sache wohl schon sehr verkompliziert.

Ich habe med. Reha beantragt, weil ich versuchen möchte, wieder ins Berufsleben zurück zu kehren. (ich habe auch hier darüber schon geschrieben)

Allerdings wurde mir von meiner Krankenkasse mitgeteilt, ich solle diese Reha bei der DRV (Deutscher Rentenversicherung Bund) beantragen, da sie dafür nicht zuständig seien....

Leider glaubt der DRV nicht, dass ich wieder arbeitsfähig werde und hat den Antrag postwendend zurück an die KK geschickt...

Tja...leider sieht diese auch nicht ein, mir eine Reha zu ermöglichen... puh..

Nun warte ich auf den Bescheid (habe die Absage bisher nur telef. erhalten), um Widerspruch ein zu legen....

Ich hätte nicht gedacht, dass es sooo schwierig ist, eine Reha zu erhalten...
Wahrscheinlich glauben die, dass man als EU-Rentner es nicht "nötig" hat, was für seine Gesundheit zu tun... ich verstehe es nicht...

Ich hoffe für Dich, dass du da weniger Schwierigkeiten hast...ich wünsche es Dir...

Viel Glück und lieben Gruß von der richtig wütenden
Anja
 
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