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Rechtsschutzversicherung für Arbeitslose?

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Marco*

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#1
... kann mir jemand eine günstige Rechtsschutzversicherung empfehlen, bei der auch Sozialrechtliches abgedeckt ist?
 

wolliohne

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#2
Jo

die Gewerkschaft Verdi od. andere.

Mit 2.50 € im Monat bist Du dabei,in Worten "zwei Euro fünfzig" !

Günstigeres wirst Du nicht finden.
 

poldibaer

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#3
Marco* sagte :
... kann mir jemand eine günstige Rechtsschutzversicherung empfehlen, bei der auch Sozialrechtliches abgedeckt ist?
"Sozialrechtliches" gibt es nicht, sondern Sozialgerichtsrechtschutz, d.h, wenn Du vors Sozialgericht muß, dann bezahlt die Versicherung.

"Günstig" ist eine Rechtschutzversicherung nur dann, wenn sie im Schadensfall auch bezahlt, und nicht ewig herumdiskutiert, was bei kleineren Gesellschaften häufig der Fall ist.

Frag also mal bei einer großen Gesellschaft, Allianz, Advocard, DAS, ARAG nach, was eine Rechtschutzversicherung ohne Selbstbeteiligung kostet, denn Selbstbeteiligung kannst Du Dir nicht leisten.

Wenn Du kein Auto und keinen Job hast, kostet eine Rechtschutzversicherung ohne Arbeits- und Kfz-Rechtschutz rund 15 Euro monatlich.

Lies dazu auch mal folgenden Beitrag hier im Forum:
http://www.elo-forum.org/forum/viewtopic.php?p=143373#143373
 

Marco*

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#4
Vielen Dank für die Hinweise! :daumen:


@wolliohne: Ist das denn gleichwertig wie eine Rechtsschutzversicherung?
Erfahrungen damit?
 

poldibaer

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#5
Re: Jo

wolliohne sagte :
die Gewerkschaft Verdi od. andere.

Mit 2.50 € im Monat bist Du dabei,in Worten "zwei Euro fünfzig" !

Günstigeres wirst Du nicht finden.
Also, ich bin selbst auch Gewerkschafter - und habe trotzdem eine Rechtschutzversicherung, was einfach daran liegt, daß die Rechtsleute in den Gewerkschaften vom SGB II und SGB III keine Ahnung haben.

Speziell bei ver.di hat man zudem das Problem, daß viele Mitarbeiter der Sozialbehörden ver.di-Mitglieder sind, und da bestehen zwischen den Gewerkschafts-Rechtsleuten und den Rechtsleuten der Behörden enge Beziehungen - und ein riesiger Interessenkonflikt, unter dem die erwerblosen Gewerkschaftsmitglieder zusätzlich zu leiden haben, wenn sie sich wegen Hilfe gegen eine Sozialbehörde an die Gewerkschaft wenden.

Das wird jetzt wieder einigen Protest hervorrufen, vor allem von Gewerkschaftsseite, aber ich mach den Job hier in der Erwerbslosensozialarbeit seit 1999 und weiß, wovon ich rede.

Erwerbslose sollten sich auf die Gewerkschaften nicht verlassen, da die Gewerkschaften weder die nötigen Kenntnisse im SGB-II/III-Bereich haben, noch daran wirklich interessiert sind, Erwerbslose und hier vor allem Hartz-IV-Bezieher als Mitglieder zu haben.

Es mag sein, daß die Erwerbslosenarbeit innerhalb der Gewerkschaften in einigen Gegenden gut funktioniert - aber das sind leider die Ausnahmen, die die Regel bestätigen.

Nochmals: ich bin ebenfalls Gewerkschafter (IG BAU).
 

Arco

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#6
.... ich sehe dies so ähnlich

(war auch mal in der Gewerkschaft und 12 Jahre Betriebsratsvorsitzender ;) )
 
E

ExitUser

Gast
#7
Arco sagte :
.... ich sehe dies so ähnlich

(war auch mal in der Gewerkschaft und 12 Jahre Betriebsratsvorsitzender ;) )
:stop: Dennoch haben aber nur Mitglieder eine Chance zu intervenieren, und wenn viele Mitglieder intervenieren - anstatt auszutreten oder gar nichts zu tun. :kinn:
Nur so ein Gedanke. :idea:

Auch die vierte Hatz lebt nur vom Mitmachen zu vieler selbstsüchtiger Eigenbrötler und fehlender Zivilcourage.

Siehe dazu insbesondere. http://de.wikipedia.org/wiki/Unterwürfigkeit

Gruß, Anselm
 

Seebarsch

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#8
Rechtsschutz

Ist der Rechtschutz bei den Gewerkschaften nicht mittlerweile in eine gesonderte GmbH ausgegliedert worden?
Meiner Meinung nach gibt es die "Rechtssekretäre" bei den Geschäftstellen der Gewerkschaften nicht mehr.

Recht gute Erfahrungen habe ich aus meinen Gerichtsvertretungen mit dem VdK gemacht. Da kostet die Mitgliedschaft so weit ich weis, zur Zeit 4 € monatlich.

Zu dem VdK einfach mal googeln!
 

poldibaer

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#9
Hallo Anselm, Arco und alle anderen,

Du hast recht, Anselm, daß austreten und Eigenbrötlerei weder den Mitgliedern, noch den Gewerkschaften etwas bringt.

Das Traurige aber ist, daß die Gewerkschaften selbst es sind, die Erwerbslose mehr oder weniger rausekeln, indem sie ihnen nur zu oft recht deutlich machen, wie unverwünscht sie sind, was man schon merkt, wenn man wegen einer Hartz-IV-Sache Rechtschutz benötigt und nicht oder nur sehr unwillig und inkompetent bekommt...

Verantwortlich hierfür sind Kreise in den Gewerkschaften, die SPD-nah und Hartz-IV-begeistert (!!!) sind, zumeist sogenannte "rechte SPD-ler" (also z.B. Anhänger des Seeheimer Kreises usw.).

Man ist immer noch nicht bereit zuzugeben, wie sehr man selbst als Gewerkschafter SPD-ler, und wie sehr die SPD selbst versagt hat, als sie hündisch ergeben Schröder folgte und jeden Scheiß, also auch die "Hartz-Sozialreform" abnickte, als Schröder dies forderte. Man konnte damals schon sehen, was für ein inkompetenter spinnerter Träumer der Peter Hartz war, daß der gar nicht sauber sein konnte - aber er war ein hoher Gewerkschafter, und deshalb galt es, auch ihm ohne Nachzudenken zu folgen.

Zwar hat man mittlerweile in den Gewerkschaften bei denjenigen, die keine SPD-Hardliner (mehr) sind, eingesehen, daß Hartz-IV Mist ist - aber man will nach wie vor dagegen nichts tun (rühmliche Ausnahme z.B. Koll. Klaus Wiesehügel von der IG BAU und die IG BAU selbst) und man ist auch zum größten Teil immer noch nicht bereit, Erwerbslose wenigstens auf ehrenamtlicher Basis als gewissermaßen Fachleute für Hartz-IV aktiv mitarbeiten zu lassen und vernünftige, gewerkschafteeigene Sozialberatungsstellen inkl. qualifizierter, "Hartz-IV-geeichter" Rechtsberatung für Hartz-IV-Beziehende Erwerbslose einzurichten.

Das führt noch immer soweit, daß örtliche oder regionale Gewerkschaftschefs, die sowas von sich aus einleiten und fördern, mit Ärger zu rechnen haben.

Fazit also: die Gewerkschaften müssen sich für die Erwerbslosen öffnen, und nicht rumgedreht. Und sie müssen es schnell tun, ohne weites Zögern, ohne weitere Bedenken in Richtung SPD. Darüber hinaus sind seitens aller Gewerkschaften sofort ausreichend ausgestattete und qualifiziert besetze Sozialberatungsstellen bundesweit einzurichten, überall bei jeder Gewerkschaft, in jedem Gewerkschaftsbüro.

Darüber hinaus müssen sich alle Chefs der Gewerkschaften und auch der Koll. Michael Sommer öffentlich klar und deutlich von den "Hartz-Reformen" und jeder diese tragenden Politik distanzieren.

Dann kann man anfangen, wieder an die Gewerkschaften zu glauben und man kann vielleicht sogar wieder Mitglied werden...

Ich selbst bin z.B. in die IG BAU eingetreten, um daran mitzuwirken. Es läuft immer noch zäh, sehr zäh, aber es tut sich wenigstens was.

P.
 

poldibaer

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#10
Re: Rechtsschutz

Seebarsch sagte :
Ist der Rechtschutz bei den Gewerkschaften nicht mittlerweile in eine gesonderte GmbH ausgegliedert worden?
Meiner Meinung nach gibt es die "Rechtssekretäre" bei den Geschäftstellen der Gewerkschaften nicht mehr.
Ja, das ist größtensteils so richtig, was Du schreibst, aber es bedeutet leider nicht, daß in der DGB-Rechtschutz-GmbH nun Leute säßen, die von Hartz-IV Ahnung hätten - und die Interessenkonflikte bestehen ja weiter.

Seebarsch sagte :
Recht gute Erfahrungen habe ich aus meinen Gerichtsvertretungen mit dem VdK gemacht. Da kostet die Mitgliedschaft so weit ich weis, zur Zeit 4 € monatlich.

Zu dem VdK einfach mal googeln!
Ja - aber man kann nur Mitglied werden beim VdK, wenn man eine amtlich anerkannte Behinderung hat oder z.B. Erwerbsunfähigkeitsrentner ist. Und auch beim VdK ist die Rechtsberatung im Bereich Hartz-IV nur selten das, was sie sein könnte und müßte...

Auch der VdK hat wie die Gewerkschaften das Problem mit seinen internen Strukturen und weigert sich, in die Gremien und in die örtlichen Beratungsstellen sozial erfahrene und fachkundige Erwerbslose als Berater aufzunehmen, um Hartz-IV damit noch effektiver zu bekämpfen.

P.
 

Batty

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#11
Hallo Poldibär,
aber man kann nur Mitglied werden beim VdK, wenn man eine amtlich anerkannte Behinderung hat oder z.B. Erwerbsunfähigkeitsrentner ist.
Da bist du falsch informiert ;)
Wir sind seit Anfang des Jahres (Weihnachtsgeschenk vom Schwiegervater) Mitglieder beim VDK.
Eine Behinderung oder Erwerbsunfähigkeit sind keine Voraussetzungen.
(Schwiegervater ist seit Jahren Mitglied, Gesund + Betreibsratsvorsitzender, Metaller)

Gruß
B.
 

Troco

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#12
Man sollte auch im Kleingedruckten darauf schauen inwieweit die RA-Kosten bei SG-Prozeßen begrenzt ist (kann ziemlich gering sein).

Allerdings ist eine Vs wohl meistens unverzichtbar wenn es um Gutachterkosten geht (§ 109 SGG)
 

wolliohne

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#13
Jeder kann Mitglied im Sozialverband VdK werden!

Mitglied werden!

Soziale Sicherheit hat eine Lobby,

den Sozialverband VdK Deutschland. Mit über einer Million Mitgliedern ist der Sozialverband VdK die größte Interessenvertretung der

* behinderten und chronisch kranken Menschen
* Kriegs- und Wehrdienstopfer
* Zivildienstopfer
* Opfer von Unfällen und Gewalt
* Opfer von Umweltschäden
* Rentnerinnen und Rentner
* Hinterbliebenen
* Pflegebedürftigen
* Sozialversicherten
* Sozialhilfeempfänger
* Patienten

http://www.vdk.de/cgi-bin/cms.cgi?ID=de5624&SID=7kVks3FofsyTugaSW 63C6NCEJRGxEF
 

grimmlin

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#14
Hallo,

Entschuldigung das ich dieses Thema nochmal "hochhole".
Es könnte mich auch betreffen. Gibt es eine Neuigkeit bezüglich einer guten Versicherung?

Ich werde wohl ab März keinen Job mehr haben und dann Arbeitslos sein.

Ich suche gerade eine günstige Rechtsschutzversicherung die etwas taugt. Leider muss man etwa 12 € jeden Monat kalkulieren. Ich finde das aber etwas teuer nur um zu vermuten, dass ich sie mal brauchen könnte.

Kriegen Hartz 4-Empfänger nicht auch Prozesskostenhilfe im Ernstfall.
Ich lese immer nur von Klagen gegen das Jobcenter, aber im Ernstfall bekommt man doch auch Prozesskostenhilfe, oder?

Ist es daher wirklich zwingend eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen?

Beste Grüße

Grimmlin
 

TazD

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#15
Kriegen Hartz 4-Empfänger nicht auch Prozesskostenhilfe im Ernstfall.
Ich lese immer nur von Klagen gegen das Jobcenter, aber im Ernstfall bekommt man doch auch Prozesskostenhilfe, oder?

Ist es daher wirklich zwingend eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen?
Prozeßkostenhilfe kann auch abgelehnt werden.
Das ist Übrigens immer dann der Fall, wenn eine Rechtsschutzversicherung für die Angelegenheit einspringt.
Es kann im Übrigen auch passieren, dass man trotz bewilligter PKH noch einen Teil der Kosten selbst zahlen muss.
 

Fotoz

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#16
Ich werde wohl ab März keinen Job mehr haben und dann Arbeitslos sein.
...Ich finde das aber etwas teuer nur um zu vermuten, dass ich sie mal brauchen könnte.
Du wirst sie brauchen.
Kriegen Hartz 4-Empfänger nicht auch Prozesskostenhilfe im Ernstfall.
Was ist ein Ernstfall?

Ich lese immer nur von Klagen gegen das Jobcenter, aber im Ernstfall bekommt man doch auch Prozesskostenhilfe, oder?
Ist es daher wirklich zwingend eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen?
Beste Grüße
Grimmlin
Weil die Juristen im Allgemeinen so arbeiten, wie sie Geld bekommen. Teilweise sogar noch schlechter.
Und im Allgemeinen bekommen sie für die Erstberatung kaum ein Drittel, was sie über eine Versicherung bekommen würden.
Und dafür bekommt man im Allgemeinen keinen Fachanwalt der sich ersthaftig für SGB II interessiert und Fachkenntnisse hat.
Versuch du doch mal beim Autohaus mit Polo-Geld einen A8 zu bekommen. Nichts anderes ist das.
 
E

ExitUser

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#17
AW: Jeder kann Mitglied im Sozialverband VdK werden!

Mitglied werden!

Soziale Sicherheit hat eine Lobby,

den Sozialverband VdK Deutschland. Mit über einer Million Mitgliedern ist der Sozialverband VdK die größte Interessenvertretung der

* behinderten und chronisch kranken Menschen
* Kriegs- und Wehrdienstopfer
* Zivildienstopfer
* Opfer von Unfällen und Gewalt
* Opfer von Umweltschäden
* Rentnerinnen und Rentner
* Hinterbliebenen
* Pflegebedürftigen
* Sozialversicherten
* Sozialhilfeempfänger
* Patienten

http://www.vdk.de/cgi-bin/cms.cgi?ID=de5624&SID=7kVks3FofsyTugaSW 63C6NCEJRGxEF



nur tun die wirlich was, ausser horrende gebühren verlangen ??
 
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