Rechtshilfe als Erwerbsloser

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sincere

Elo-User*in
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Hallo, ich wollte mich mal vor 2 Jahren weiterbilden, auf eigene Kosten und der Bildungsträger stellte sich dann nach 3 Wochen als etwas anderes raus als was er vorgab zu sein.

Ich habe das Anliegen damals auch dem Anwalt gegeben, den ich mit einem Beratungshilfeschein "bezahlt" habe. Dieser bekam mehrere Schreiben, hat mich aber nie weiter informiert und dann bekam ich vor einer Woche ein Vollstreckungsbescheid. Daraufhin habe ich wieder den Anwalt kontaktiert und der meint dass er mich gerne vertreten kann, diesmal aber Geld will was ich nicht habe.

Was kann ich nun tun? Es kann doch nicht sein dass ich diesen Prozess verliere, weil ich mir keinen Anwalt leisten kann und nicht weil ich im unrecht bin!

Bin für jede Hilfe dankbar.
 

Hartzeola

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Was kann ich nun tun? Es kann doch nicht sein dass ich diesen Prozess verliere, weil ich mir keinen Anwalt leisten kann und nicht weil ich im unrecht bin!

Bin für jede Hilfe dankbar.

Einen Beratungsschein kannst du beim Amtsgericht deiner Stadt beantragen. Sollten weitere Kosten entstehen, macht der RA es für dich selbst.

Ein Vollstreckungsbescheid könnte ein neues Anliegen darstellen.
 

sincere

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Einen Beratungsschein kannst du beim Amtsgericht deiner Stadt beantragen. Sollten weitere Kosten entstehen, macht der RA es für dich selbst.

Das ist es ja, der Anwalt sagt über einen Beratungsschein geht das nicht mehr weil er da nur ganz wenig für kriegt meint er. Den habe ich ihm ja auch damals gegeben.
 

Hartzeola

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Das ist es ja, der Anwalt sagt über einen Beratungsschein geht das nicht mehr weil er da nur ganz wenig für kriegt meint er. Den habe ich ihm ja auch damals gegeben.

Der Vollstreckungsbescheid wird (genau wie der Mahnbescheid) mit Postzustellungsurkunde dem angeblichen Schuldner zugestellt. Damit ist aber noch nicht alles verloren. Hier hat man wieder 14 Tage Zeit, einen Einspruch gegen diese Forderung einzulegen. Dies kann man genau so einfach wie beim Mahnbescheid durch einen formlosen Einspruch und ohne Begründung beim ausstellenden Amtsgericht machen. Wie man sieht, bekommt man einige Möglichkeiten, um sich bei diesem amtlichen Mahnverfahren gegen ungerechtfertigte Forderungen zu wehren.
Vollstreckungsbescheid

Ich würde auch den RA wechseln.
 

sincere

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Vollstreckungsbescheid

Ich würde auch den RA wechseln.

Wechseln ist gut aber wohin wenn ich ohnehin kein Geld für einen habe? Das ganze mit der Weiterbildung ist so mies gelaufen und das letzte was ich möchte ist denen auchnoch 6000€ zu zahlen, obwohl das man mich getäuscht hat (der anwalt nannte es "falsch beraten").
 

Martin Behrsing

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ich verschiebe das mal unter Schulden.

Eine Frage noch: Hast du nie einen Mahnbescheid bekommen? Der hätte ja nun vor dem Vollstreckungsbescheid kommen müssen.
 

Hartzeola

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Wechseln ist gut aber wohin wenn ich ohnehin kein Geld für einen habe? Das ganze mit der Weiterbildung ist so mies gelaufen und das letzte was ich möchte ist denen auchnoch 6000€ zu zahlen, obwohl das man mich getäuscht hat (der anwalt nannte es "falsch beraten").

Wenn RA damals nichts unternommen hat, gibt es auch keine Garantie, dass er auch fürs Geld etwas macht.

Ein Vollstreckungsbescheid könnte Grund f.d neuen Beratungschein sein.
 

sincere

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Ich habe nie einen Mahnbescheid erhalten und ich frage mich gerade ob dieser meinem Anwalt zugesendet wurde.

Er meinte dass man mich veruscht hat schon vorher zu kontaktieren aber das ist Blödsinn denn er hat email und telefonnummer, da hätte er mich IMMER erreichen können.

Harzeola: was meinst Du mit ein Vollstreckungsbescheid könnte Grund für einen neuen Beratungshilfeschein sein?
 

Martin Behrsing

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Ich habe nie einen Mahnbescheid erhalten und ich frage mich gerade ob dieser meinem Anwalt zugesendet wurde.

Er meinte dass man mich veruscht hat schon vorher zu kontaktieren aber das ist Blödsinn denn er hat email und telefonnummer, da hätte er mich IMMER erreichen können.

Harzeola: was meinst Du mit ein Vollstreckungsbescheid könnte Grund für einen neuen Beratungshilfeschein sein?

Ein Mahnbescheid kann nur dir zugeschickt werden. Ein Vollstreckungsbescheid kann aber nicht ohne Mahnbescheid erlassen werden.
 

sincere

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Ein Mahnbescheid kann nur dir zugeschickt werden. Ein Vollstreckungsbescheid kann aber nicht ohne Mahnbescheid erlassen werden.

hm. ich habe hier wirklich alles durchforstet. so ein gelber umschlag fällt ja einem doch schnell auf. Einspruch schicke ich heute los. Soll ich da mit angeben dass ich aktuell erwerbslos bin und schon vor 2 Jahren eine eidesstattliche Versicherung abgeben musste? Wenn ja, auf dem Einspruch mit drauf oder seperat? Danke.
 

Hartzeola

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Verlauf des Mahnverfahrens



Mahnbescheid kommt
2 Wochen lang ist Zeit, Widerspruch einzulegen.
Der Gläubiger muss dann gfs. Klage einreichen.



Vollstreckungsbescheid kommt
2 Wochen Zeit, einen Einspruch einzulegen.
Der Gläubiger kann bei Gericht die Klage einreichen. Das hindert ihn aber nicht daran, die Zwangsvollstreckung weiter fortzusetzen. Verliert er den Prozess, muss er die zu Unrecht vollstreckten Beträge wieder herausgeben!
Ich habe außerdem Einiges angeschaut, der Gläubiger muss den Zugang des Mahnbescheides auch nachweisen könen.

Das sollte in der Rechtshilfebelehrung auf dem Vollstreckungsbescheid stehen.
Vollstreckungsbescheid ohne Mahnbescheid?

Ich meinte, dass du vielleicht einen weiteren Beratungsschein kriegen kannst, der deinen RA zufrieden stellt oder damit einen anderen beauftragst.
 

rechtspfleger

Technische-Moderation
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Ohne Kenntnis der Akte des Mahngerichts läßt sich das eigentlich nicht seriös beantworten, aber es könnte so gelaufen sein, daß der Rechtsanwalt den Mahnbescheid erhalten und dann die Mandatsniederlegung angezeigt hat, so daß der Vollstreckungsbescheid an den Threadstarter gegangen ist.

Ob im jetzigen Stadium noch ein Beratungshilfeschein zu erhalten ist, kann man nicht ohne weiteres sagen. Es gibt bereits ein gerichtliches Verfahren (was an sich die Bewilligung der Beratungshilfe ausschließt). Andererseits wird hierzu auch die Auffassung vertreten, daß ein Beratungshilfeschein für die Beratung über die Erfolgsaussichten eines Einspruchs bewilligt werden kann. Das gilt nach meiner Kenntnis zumindest für den Mahnbescheid; beim Vollstreckungsbescheid könnte natürlich auch gesagt werden, das geht nicht, weil gegen den Mahnbescheid nichts unternommen wurde. Hier sollte am Montag umgehend das Amtsgericht zwecks Klärung aufgesucht werden.
 
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