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Rechtsberatung bei Anwalt

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Bianca.Aachen

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Hallo Leute,

ich beziehe zur Zeit ALG2 und habe für die Zeit vom 08.08.05 bis zum 30.09 eine Aushilfstätigkeit in der freien Natur angenommen.
Da ich Arbeitskleidung benötige möchte ich diese kaufen und dann dadurch mein Augustlohn reduzieren ( Absätzen, bereinigen)
Was ich laut §11 Abs 2.5 machendarf (ich zietier die mit der Erzielung des Einkommens verbundenennotwendigen Ausgaben).
weiter steht im §3 Pauschbeträge für vom Einkommen abzusetzende Beträge

Als Pauschbeträge sind abzusetzen...
...
3. von dem Einkommen Erwerbstätiger für die Beträge nach § 11 Abs. 2 Nr. 5 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch
a) bei Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit
aa) monatlich ein Sechzigstel der steuerrechtlichen Werbungskostenpauschale als mit seiner Erzielung verbundene notwendige Ausgaben,
bb) zusätzlich für Wegstrecken zur Ausübung der Erwerbs-tätigkeit 0,06 Euro für jeden Entfernungskilometer der kürzesten Straßenverbindung,
b) bei Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit die mit der Erzielung des Einkommens verbundenen Betriebsausgaben in Höhe von 30 Prozent der Betriebseinnahmen,
soweit der erwerbsfähige Hilfebedürftige nicht höhere notwendige Ausgaben nachweist.

Mein Sachbearbeiter auf dem Amt versteht dies nicht oder anders er will keine Kleidung anerkennen.

Wie funktioniert es nun, wenn ich bei einem Rechtsanwalt eine beratung haben möchte. Muß ich den vollen Preis bezahlen oder gibt es noch eine
ander Möglichkeit?
Danke für eure Auskunft

Bianca
 
E

ExitUser

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Hallo Bianca

Du musst zu dem in deiner Stadt/ Region zuständigen Amtsgericht und dir dort von einem Rechtspfleger einen Beratungsschein ausstellen lassen. Dazu musst du dort kurz schildern, um was es geht- also eine Beratungssache in einer Hartz4- Angelegenheit.

Mit diesem Schein kannst du zu jedem Anwalt deiner Wahl gehen und erhälst kostenlose Beratung.
Ich kann dir nur raten, dir den Anwalt gut anzugucken und evtl. sich schlau zu machen, ob der von anderen empfohlen wird. Einige werden gar nicht tätig, nehmen den Schein und machen nix, weil denen das zuwenig Geld ist. Empfehlenswert natürlich : Ein Fachanwalt für Sozialrecht, denn der kennt sich dort am besten aus. ( auch : gelbe Seiten)
Auskünfte darüber, kann dir ein örtl. Arbeitloseninitiative/ beratungscenter geben.

Natürlich kannst du auch gleich einen Termin mit einem Anwalt machen. Viele holen sich den Schein mit deiner Unterschrift auch selbst vom Amt.
Sollte es mit der Beratung allein nicht getan sein, kannst du über den Anwalt/ mit seiner Hilfe einen Antrag auf PKH ( Prozesskostenhilfe) stellen, wenn es vor Gericht geht, was bei Hartz4- Sachen eigentlich schon fast - bei Vielen jedenfalls - normal ist.
Klagen beim Sozialgericht kosten auch nix.
 

pedi

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Hallo,

hier ein Fall aus Hamburg.....Ich rief bei einem Anwalt in Hamburgs Westen für Sozialrecht an und bat um einen Termin. Tatsächlich hatte man für mich schnellstmöglich am nächsten Tag noch einen Termin frei. Nach der Frage worum es sich denn handeln würde und ich daraufhin dann antwortete....Hartz IV- Arbeitslosengeld II.....wurde mir gesagt......sie wissen aber, dass sie das selber bezahlen müssen......Ich fragte daraufhin nach dem Beratungsschein....Die Antwort an dem anderen Ende der Leitung.......diesen Schein gibt es nicht mehr....Die Kosten müssen sie selbst bezahlen und belaufen sich auf Rund 170 Euro plus MwSt. Uppppps.....Mir wurde ganz schlecht...woher nehmen , denn die ARGE hatte mein Geld ganz gesperrt und das Geld war knapp.
Himmel , hab ich mich beschissen gefühlt! Hilflos und ausgeliefert.... Bin dann am nächsten Tag zur ÖRA in die Hauptstelle gefahren und hab mich da fast dreiviertel des Tages mit einem Kleinkind rumgedrückt. Na ja und sehr mutiviert beraten wurde ich da auch nicht, zwar beraten aber ich fühlte mich in Gegenwart des Beratenden nicht sehr aufgehoben. Für meinen Geschmack hatte er mehr Mitgefühl und Verständnis für die Fallmanager als für mich. Denn ich hatte ja bloß kein Geld mehr in der Tasche, mein Kind nervte rum und die bei der ARGE, die armen SA, wären hilflos überfordert. Leider nahm er sich nicht viel Zeit für mich, was ich mittlerweile verstehen kann, es war bereits 14.00h und ich war nicht die letzte Ratsuchende....Ist schon alles ziemlich traurig was mit uns so passiert. Dabei soll Frau/Mann dann auch noch seine Würde im Auge behalten......
Ich wünsche euch allen einen schönen Start in die Woche,

Pedi.
 

Ralf Hagelstein

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Hallo pedi,

falls Du weiterhin Kontakt zu einem RA in Hamburg suchst, können wir Dir sicherlich weiterhelfen.

E-Mail genügt.
 

Linchen0307

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auch in Norderstedt...

.. können wir einen guten Anwalt empfehlen, es geht immer noch gegen Beratungsschein und auch die gute alte PKH gibt es noch :kinn:
 
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ExitUser

Gast
"antwortete....Hartz IV- Arbeitslosengeld II.....wurde mir gesagt......sie wissen aber, dass sie das selber bezahlen müssen......Ich fragte daraufhin nach dem Beratungsschein....Die Antwort an dem anderen Ende der Leitung.......diesen Schein gibt es nicht mehr...."

Anwälte, die solche absichtlichen Falschauskünfte erteilen, sollte man bei der Anwaltskammer melden!
 

Heide

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Für Hamburger gibt es keinen Beratungsschein. Dafür gibt es für Hamburger die ÖRA.
 
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Ah, sooooo! :lol:
Immer eine Extrawurst für die Hamburger :lol:
Was arbeiten die Fachanwälte für Sozialrecht dann überhaupt noch in Hamburg? lol :mrgreen:
Allerdings hätte mich eine solche Behauptung woanders auch nicht gewundert. Ich habe hier ähnliche Aussagen gehabt,- und hier gibt es keine ÖRA oder ähnliches.
Mann hat mir sogar weismachen wollen, ich würde noch einen zweiten und dritten Beratungsschein für die selbe Sache bekommen und riet mir einen anderen Rechtspfleger im Amt dafür aufzusuchen.
:kotz:
 

Heide

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pedi schrieb:
Die Kosten müssen sie selbst bezahlen und belaufen sich auf Rund 170 Euro plus MwSt. Uppppps.....Mir wurde ganz schlecht...woher nehmen , denn die ARGE hatte mein Geld ganz gesperrt und das Geld war knapp.
Wenn man sich mit der Anwaltsgehilfin unterhält ist es völlig klar, dass die keine verbindliche Vereinbarung oder auch nur Auskunft über letztendlich entstehende Gebühren machen kann. Also wird nur das bei einer Erstberatung höchstzulässige Honorar mitgeteilt. Ansonsten wird an die ÖRA verwiesen.

Das letztendlich für die Beratung angemessene Honorar läßt sich aber auch für den Anwalt normalerweise erst am Ende der Beratung beziffern. Auch da können im Zusammenhang mit Alg II stehende Sachverhalte zu erörtern sein, bei denen es um jede Menge Geld geht und der Mandant auch über reichlich Ersparnisse verfügt. Dann ist die Gebühr natürlich entsprechend hoch. Warum auch nicht ?

Dass das für Mandanten eine schwierige Situation ist, sehe ich auch. Trotzdem läßt sie sich kaum ändern.
 

pedi

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Hallo Ralf,

vielen Dank für deine zügige Antwort, du scheinst ja auch so ein Nachtschwärmer zu sein ....*grins*......Werde die Tage mich per E-mail bei dir melden.....

@Heide,

mir wurde am Telefon von der Rechtsanwaltsgehilfin gesagt, dass die 170 Euro plus MwSt. ein Festbetrag sei und keinesfalls niedriger sein wird....Auf meine persönliche finazielle Sitution hingewiesen kam von ihr keinerlei Hinweise auf die ÖRA. Das habe ich mir dann selbst zusammengesucht.

Vielen Dank für eure Antworten und noch einen schönen abend,

Pedi.
 
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